Marktübersicht · Werkstattwagen
Werkstattwagen Schwerlast: 5 Profimodelle im Vergleich
Fünf lieferbare Werkstattwagen der hohen Lastklasse im Datenvergleich: Traglast je Schublade, Gesamttraglast, Rollenlast, Wandstärke und Auszugssicherung im Dauerbetrieb.
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In der Kfz-Werkstatt und im Betrieb wird ein Werkstattwagen anders beansprucht als in der Garage zu Hause. Er steht nicht an einem Platz, sondern wird mehrmals täglich verfahren, häufig beladen, häufig über Hebebühnenrampen, Bodenabläufe und Estrichdehnfugen. Die Schubladen werden nicht ein paar Mal pro Woche geöffnet, sondern einige Dutzend Mal pro Tag. Unter diesen Bedingungen versagen andere Bauteile als im Hobbybetrieb, und deshalb zählen andere Kennwerte.
Diese Übersicht ordnet fünf lieferbare Wagen der hohen Lastklasse ein. Auffällig ist, wie unterschiedlich ausgerechnet das Profisegment seine Datenblätter führt. Ein Hersteller nennt 1000 kg Gesamttraglast, je Fach aber nur 30 bis 35 kg. Ein anderer veröffentlicht überhaupt keine Gesamttraglast, dafür als Einziger die Tragfähigkeit jeder einzelnen Rolle. Und genau ein Modell unterscheidet zwischen statischer und dynamischer Tragkraft.
Zwei Kennwerte fehlen dabei so gleichmäßig, dass ihr Fehlen selbst zur Aussage wird. Die Tragfähigkeit je Rolle veröffentlicht außer WGB kein Hersteller im Vergleich – nachgesehen wurde jeweils in Produktseite, Hauptkatalog, Datenblatt, Bedienungsanleitung und, wo vorhanden, auf der Einzelseite der passenden Ersatzrolle. Die Wandstärke des Korpus nennen zwei von fünf. Wer diese beiden Zahlen für die Auswahl braucht, hat bei drei Vierteln des Marktausschnitts schlicht keine Grundlage.
Einordnung nach Einsatzprofil
Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.
Topentscheidung
Für nachrechenbaren Fahrbetrieb über Fugen und Rampen

WGB Das Werkzeug
Werkstattwagen No.145, leer, 7 Schubladen
Sieben Fächer mit einheitlich 35 kg ohne Staffelung nach Bauhöhe, dazu 1 mm Wandstärke, vier Rollen mit 125 mm Durchmesser und als einziger Hersteller im ganzen Vergleich eine Angabe zur Tragfähigkeit je Rad. Passt dort, wo komplette Sätze in einzelne Fächer wandern und der beladene Wagen täglich bewegt wird.
- Traglast/Schublade
- 35 kg
- Tragfähigkeit je Rolle
- 110 kg
Dafür
- Einziger Hersteller im Vergleich mit einer Tragfähigkeit je Rolle: 110 kg je Rad
- Alle sieben Schubladen mit 35 kg belastbar, ohne Staffelung nach Bauhöhe
- Wandstärke mit 1 mm ausgewiesen, vier Rollen durchgehend mit 125 mm Durchmesser
- Auszugsperre gegen Kippen des Wagens serienmäßig, Kantenschutz an allen Seiten
Werbelink zu amazon.de. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken in dieser Produktgruppe erheblich. Alle Daten zu diesem Modell
Ebenfalls in der engeren Wahl
Für den gewerblichen Dauerbetrieb

HAZET (HAZET-WERK Hermann Zerver)
Werkstattwagen Assistent 177-6, leer
Das einzige Modell, das statische und dynamische Tragkraft getrennt ausweist und für beide 300 kg nennt. Dazu 100 Prozent Auszug, Einzelverriegelung an jeder Schublade und ein Zubehör- und Einlagenprogramm, das über Jahre nachbestellbar bleibt.
- Tragkraft statisch/dynamisch
- 300 kg / 300 kg
- Traglast/Schublade
- 20 kg
Dafür
- Einziges Modell mit getrennter statischer und dynamischer Tragkraft, beide 300 kg
- Schubladenführungen zu 100 Prozent ausziehbar, Einzelverriegelung an jeder Lade
- Zweistufiges Verriegelungskonzept mit Zylinderschloss und zwei Schlüsseln
- Spurlose Elastikrollen mit Fadenschutz, zwei Lenkrollen und zwei Bockrollen
- Aufbaufähiges Zubehör- und Einlagenprogramm des Herstellers, Fertigung in Deutschland
Dagegen
- Mit 20 kg die niedrigste veröffentlichte Traglast je Schublade im Vergleich
- Nur sechs Schubladen bei 778 mm Baubreite
- Mit 58,4 kg netto das geringste Eigengewicht im Vergleich und damit am wenigsten Sockelmasse gegen das Kippmoment
- Wandstärke des Korpus weder auf der Produktseite noch in Datenblatt, Anleitung oder Ersatzteilliste angegeben
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Für lange Werkstücke und hohe Gesamtlast

Beta Utensili
RSC24AXL/8-O Werkzeugwagen, 8 Schubladen, lange Ausführung
Höchste veröffentlichte Gesamttraglast im Vergleich mit 1000 kg statisch, dazu ein Anti-Kipp-System und acht vollständig herausnehmbare Schubladen. Je Fach sind 30 kg zulässig, in den beiden 140 mm hohen Laden 35 kg. Die Baubreite von 1100 mm braucht entsprechend Stellfläche und Rangierraum.
- Traglast gesamt
- 1000 kg statisch
- Eigengewicht
- 88 kg
Dafür
- Höchste veröffentlichte Gesamttraglast im Vergleich: 1000 kg statisch
- Anti-Kipp-System als Standsicherheitsbauteil serienmäßig
- Acht vollständig herausnehmbare Schubladen mit Teleskopführung
- Mit 88 kg das höchste veröffentlichte Eigengewicht im Vergleich
- Zentralverriegelung über ein vorderes Sicherheitsschloss, vier Rollen mit 125 mm Durchmesser
Dagegen
- Traglast je Schublade nach Bauhöhe gestaffelt: 30 kg in den sechs flachen, 35 kg in den zwei hohen Laden
- Weder Wandstärke des Korpus noch Tragfähigkeit der Rollen veröffentlicht
- Mit 1100 mm Baubreite der größte Stellflächen- und Rangierbedarf
- Nur ein zentrales Frontschloss, keine Einzelverriegelung je Lade ausgewiesen
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Für schweres Werkzeug in einzelnen Laden

KS Tools
873.3008 PERFORMANCEplus P25 Werkstattwagen, 8 Schubladen, leer
Acht Schubladen mit je 50 kg – die höchste veröffentlichte Einzellast im Vergleich –, dazu 600 kg gesamt, 100 Prozent Auszug mit Selbsteinzug und eine Arbeitsplatte aus Edelstahl statt Kunststoff. Die Wandstärke ist mit 0,8 mm ausgewiesen. Mit 1024 mm Bauhöhe steht der Wagen frei, nicht unter der Werkbank.
- Traglast/Schublade
- 50 kg
- Wandstärke Korpus
- 0,8 mm
Dafür
- Höchste veröffentlichte Traglast je Schublade im Vergleich: 50 kg in jedem der acht Fächer
- Gesamttragkraft mit 600 kg ausgewiesen, Wandstärke mit 0,8 mm veröffentlicht
- Schubladen mit 100 Prozent Auszug, kugelgelagert und mit Selbsteinzug
- Stahlblechkonstruktion vom Hersteller ausdrücklich als verwindungssteif beschrieben
- Arbeitsplatte aus Edelstahl statt Kunststoff, vier Rollen mit 125 mm Durchmesser
Dagegen
- Tragfähigkeit der Rollen wird nicht veröffentlicht, auch nicht auf der Ersatzteilseite der Rolle
- Nur Einzelverriegelung je Schublade, weder gegenseitige Auszugsperre noch Anti-Kipp-System ausgewiesen
- Mit 1024 mm Bauhöhe passt der Wagen unter keine übliche Werkbankzarge
- Mit 1040 mm Baubreite hoher Stellflächen- und Rangierbedarf
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Für Montagearbeit direkt am Wagen

GEDORE (Linie GEDORE red)
Werkstattwagen MECHANIC PLUS R20400006, leer
Eine 30 mm starke Holzarbeitsplatte, ein zusätzlicher abschließbarer Stauraum mit Fachboden und Vierkantlochung an beiden Seiten. Mit 81 kg Leergewicht in der Mitte des Feldes, bei Einzellast mit 25 kg und Gesamttraglast mit 210 kg jeweils am unteren Ende.
- Traglast/Schublade
- 25 kg
- Eigengewicht
- 81 kg
Dafür
- Eigengewicht mit 81 kg veröffentlicht und damit einordbar
- Arbeitsplatte aus 30 mm starkem Holz, auf der montiert werden kann
- Zentralverriegelung mit Zylinderschloss und vier Schlüsseln ab Werk
- Zusätzlicher abschließbarer Stauraum mit verstellbarem Fachboden
- Vierkantlochung an beiden Seitenwänden für Zusatzhalterungen
Dagegen
- Mit 210 kg die niedrigste veröffentlichte Gesamttraglast im Vergleich
- Lenkrollen mit 100 mm kleiner als die Laufrollen mit 125 mm
- Nur Einzelverriegelung, keine gegenseitige Auszugsperre
- Wandstärke des Korpus wird nicht angegeben
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Vergleich auf einen Blick
| Für Direktvergleich auswählen | Produkt | Segment | Traglast je Schublade(kg) | Traglast gesamt(kg) | Wandstärke Korpus(mm) | Zum AnbieterAnbieter |
|---|---|---|---|---|---|---|
WGB Das WerkzeugWerkstattwagen No.145, leer, 7 SchubladenDetails | Mittelklasse | 35 | mindestens 245 kg (errechnet: Summe der vom Hersteller angegebenen Einzellasten: 7 × 35 kg — Untergrenze für die Schubladen allein. Arbeitsplatte, Seitenanbauten und Rahmen sind darin nicht enthalten.) | 1,0 | Zum Angebot– WGB Das Werkzeug Werkstattwagen No.145, leer, 7 Schubladen, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
GEDORE (Linie GEDORE red)Werkstattwagen MECHANIC PLUS R20400006, leerDetails | Mittelklasse | 25 | 210 statisch | 20,3 kg/100 l (errechnet: 81,00 kg Eigengewicht auf 398,1 l Außenvolumen (988 × 935 × 431 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.) | Zum Angebot– GEDORE (Linie GEDORE red) Werkstattwagen MECHANIC PLUS R20400006, leer, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
HAZET (HAZET-WERK Hermann Zerver)Werkstattwagen Assistent 177-6, leerDetails | Premium | 20 | 300 statisch und dynamisch | 16,5 kg/100 l (errechnet: 58,40 kg Eigengewicht auf 354,5 l Außenvolumen (778 × 915 × 498 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.) | Zum Angebot– HAZET (HAZET-WERK Hermann Zerver) Werkstattwagen Assistent 177-6, leer, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
KS Tools873.3008 PERFORMANCEplus P25 Werkstattwagen, 8 Schubladen, leerDetails | Premium | 50 | 600 | 0,8 | Zum Angebot– KS Tools 873.3008 PERFORMANCEplus P25 Werkstattwagen, 8 Schubladen, leer, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
Beta UtensiliRSC24AXL/8-O Werkzeugwagen, 8 Schubladen, lange AusführungDetails | Premium | 30 (70 mm) / 35 (140 mm) | 1000 statisch | 16,5 kg/100 l (errechnet: 88,00 kg Eigengewicht auf 533,9 l Außenvolumen (1100 × 965 × 503 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.) | Zum Angebot– Beta Utensili RSC24AXL/8-O Werkzeugwagen, 8 Schubladen, lange Ausführung, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab |
Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht istZu wenige Bewertungen für eine belastbare Angabe
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Werbelinks zu amazon.de. Bewertungen stammen aus verifizierten Käuferbewertungen und öffentlichen Quellen; die Quellenangabe steht bei jedem Produkt im Detailblock. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.
Die Modelle im Einzelnen
Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

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WGB Das Werkzeug
Werkstattwagen No.145, leer, 7 Schubladen
Auf hohe Einzellast je Schublade ausgelegt, als einziges Modell im Vergleich mit ausgewiesener Tragfähigkeit je Rolle.
Kaufentscheidung
Passend, wo einzelne Laden schwer werden – vier Werkzeuggruppen in einem tiefen Fach summieren sich auf rund 22 kg, und 35 kg je Schublade lassen dafür Reserve. Die 125-mm-Räder und die mit 110 kg bezifferte Radlast machen zusätzlich nachrechenbar, was die Bereifung trägt. Mit 712 mm zugleich die schmalste Bauform im Vergleich.
Die Grenze liegt bei der Gesamtlast: Weder eine statische noch eine dynamische Gesamttraglast steht auf der Produktseite oder im Herstellerkatalog, und zur Verriegelung findet sich ebenfalls keine Angabe. Wer den Wagen beladen durch die Halle fährt und dafür eine belegte Zahl braucht, ist beim HAZET 177-6 mit getrennt ausgewiesenen 300 kg besser aufgehoben.
- Traglast je Schublade (kg)
- 35
- Traglast gesamt (kg)
- mindestens 245 kg (errechnet: Summe der vom Hersteller angegebenen Einzellasten: 7 × 35 kg — Untergrenze für die Schubladen allein. Arbeitsplatte, Seitenanbauten und Rahmen sind darin nicht enthalten.)
- Wandstärke Korpus (mm)
- 1,0
- Auszugssicherung
- NO-RISK-Auszugsperre gegen Kippen, Kippschutz
- Rollendurchmesser (mm)
- 125
Dafür
- Einziger Hersteller im Vergleich mit einer Tragfähigkeit je Rolle: 110 kg je Rad
- Alle sieben Schubladen mit 35 kg belastbar, ohne Staffelung nach Bauhöhe
- Wandstärke mit 1 mm ausgewiesen, vier Rollen durchgehend mit 125 mm Durchmesser
- Auszugsperre gegen Kippen des Wagens serienmäßig, Kantenschutz an allen Seiten
- Zehn Schubladeneinteiler im Lieferumfang enthalten
Dagegen
- Keine Angabe zur Gesamttraglast, weder statisch noch dynamisch
- Keine Angabe zu Zentralverriegelung oder Schloss auf der Produktseite
- Mit 63,5 kg wenig Eigengewicht als Gegengewicht zur beladenen offenen Lade
- Rollenbelag Polypropylen und damit hart gegenüber einer Elastikbereifung

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GEDORE (Linie GEDORE red)
Werkstattwagen MECHANIC PLUS R20400006, leer
Wagen mit massiver Holzarbeitsplatte und zusätzlichem abschließbarem Stauraum, für Montagearbeit direkt am Fahrzeug.
Kaufentscheidung
Sinnvoll, wenn direkt am Wagen montiert wird: Die 30 mm starke Holzauflage trägt Schraubarbeit, an beiden Seitenwänden sitzt eine Vierkantlochung für vorhandene Halter, und der abschließbare Stauraum mit verstellbarem Fachboden nimmt auf, was in keine Lade passt. Je Schublade sind 25 kg zulässig – der zweitniedrigste Wert im Vergleich.
Die Grenze ist die Summe: 210 kg statisch ist der niedrigste veröffentlichte Gesamtwert hier, und gesichert wird nur je Lade einzeln, nicht gegenseitig. Wer mehrere Fächer gleichzeitig offen und beladen hat, greift besser zum Beta RSC24AXL/8 mit Anti-Kipp-System.
- Traglast je Schublade (kg)
- 25
- Traglast gesamt (kg)
- 210 statisch
- Wandstärke Korpus (mm)
- 20,3 kg/100 l (errechnet: 81,00 kg Eigengewicht auf 398,1 l Außenvolumen (988 × 935 × 431 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.)
- Auszugssicherung
- Einzelverriegelung je Schublade
- Rollendurchmesser (mm)
- 100 Lenkrollen, 125 Laufrollen
Dafür
- Eigengewicht mit 81 kg veröffentlicht und damit einordbar
- Arbeitsplatte aus 30 mm starkem Holz, auf der montiert werden kann
- Zentralverriegelung mit Zylinderschloss und vier Schlüsseln ab Werk
- Zusätzlicher abschließbarer Stauraum mit verstellbarem Fachboden
- Vierkantlochung an beiden Seitenwänden für Zusatzhalterungen
Dagegen
- Mit 210 kg die niedrigste veröffentlichte Gesamttraglast im Vergleich
- Lenkrollen mit 100 mm kleiner als die Laufrollen mit 125 mm
- Nur Einzelverriegelung, keine gegenseitige Auszugsperre
- Wandstärke des Korpus wird nicht angegeben

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HAZET (HAZET-WERK Hermann Zerver)
Werkstattwagen Assistent 177-6, leer
Auf gewerblichen Dauerbetrieb ausgelegt, einziges Modell mit getrennter Angabe für statische und dynamische Tragkraft.
Kaufentscheidung
Der Wagen für den täglichen Fahrbetrieb: 300 kg gelten hier statisch wie dynamisch, also auch im bewegten Zustand – diese Trennung macht sonst kein Datenblatt im Vergleich. Dazu kommen 100 Prozent Auszug, mit dem die hinterste Reihe eines Einlegers erreichbar bleibt, und Elastikrollen mit Fadenschutz gegen Kabelbinder und Fasern.
Eng wird es je Fach: 20 kg sind der niedrigste ausgewiesene Einzelwert im Vergleich, und die Laden sind nur einzeln verriegelt, nicht gegenseitig gesperrt. Mit 58,4 kg netto ist er zudem der leichteste Wagen hier, hat also am wenigsten Sockelmasse gegen das Kippmoment. Wandern komplette Sätze in ein einziges tiefes Fach, passt der KS Tools 873.3008 mit 50 kg je Lade besser.
- Traglast je Schublade (kg)
- 20
- Traglast gesamt (kg)
- 300 statisch und dynamisch
- Wandstärke Korpus (mm)
- 16,5 kg/100 l (errechnet: 58,40 kg Eigengewicht auf 354,5 l Außenvolumen (778 × 915 × 498 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.)
- Auszugssicherung
- Einzelverriegelung je Schublade, keine gegenseitige Sperre
- Rollendurchmesser (mm)
- 100
Dafür
- Einziges Modell mit getrennter statischer und dynamischer Tragkraft, beide 300 kg
- Schubladenführungen zu 100 Prozent ausziehbar, Einzelverriegelung an jeder Lade
- Zweistufiges Verriegelungskonzept mit Zylinderschloss und zwei Schlüsseln
- Spurlose Elastikrollen mit Fadenschutz, zwei Lenkrollen und zwei Bockrollen
- Aufbaufähiges Zubehör- und Einlagenprogramm des Herstellers, Fertigung in Deutschland
Dagegen
- Mit 20 kg die niedrigste veröffentlichte Traglast je Schublade im Vergleich
- Nur sechs Schubladen bei 778 mm Baubreite
- Mit 58,4 kg netto das geringste Eigengewicht im Vergleich und damit am wenigsten Sockelmasse gegen das Kippmoment
- Wandstärke des Korpus weder auf der Produktseite noch in Datenblatt, Anleitung oder Ersatzteilliste angegeben

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KS Tools
873.3008 PERFORMANCEplus P25 Werkstattwagen, 8 Schubladen, leer
Acht Fächer, Edelstahl-Arbeitsplatte und 600 kg Gesamttragkraft, ausgelegt auf Arbeiten direkt auf der Auflage.
Kaufentscheidung
Gedacht für Betriebe, die viele getrennte Fächer und eine tragfähige Arbeitsfläche brauchen: acht Schubladen mit je 50 kg – die höchste Einzellast im Vergleich –, 600 kg Gesamttragkraft und eine Auflage aus Edelstahl. Die Führungen ziehen zu 100 Prozent aus und laufen mit Selbsteinzug zurück. Die Maße von 1040 × 1024 × 527 mm machen ihn zum höchsten Wagen im Vergleich.
Die Grenze ist die Sicherung: Der Hersteller nennt allein die Einzelverriegelung je Schublade, also die Rastung gegen selbsttätiges Öffnen, weder eine gegenseitige Auszugsperre noch ein Anti-Kipp-System. Wer mehrere beladene Fächer gleichzeitig offen hat, findet ein Bauteil dafür beim Beta RSC24AXL/8. Auch die Tragfähigkeit der vier 125-mm-Rollen bleibt offen.
- Traglast je Schublade (kg)
- 50
- Traglast gesamt (kg)
- 600
- Wandstärke Korpus (mm)
- 0,8
- Auszugssicherung
- Einzelverriegelung je Schublade
- Rollendurchmesser (mm)
- 125
Dafür
- Höchste veröffentlichte Traglast je Schublade im Vergleich: 50 kg in jedem der acht Fächer
- Gesamttragkraft mit 600 kg ausgewiesen, Wandstärke mit 0,8 mm veröffentlicht
- Schubladen mit 100 Prozent Auszug, kugelgelagert und mit Selbsteinzug
- Stahlblechkonstruktion vom Hersteller ausdrücklich als verwindungssteif beschrieben
- Arbeitsplatte aus Edelstahl statt Kunststoff, vier Rollen mit 125 mm Durchmesser
Dagegen
- Tragfähigkeit der Rollen wird nicht veröffentlicht, auch nicht auf der Ersatzteilseite der Rolle
- Nur Einzelverriegelung je Schublade, weder gegenseitige Auszugsperre noch Anti-Kipp-System ausgewiesen
- Mit 1024 mm Bauhöhe passt der Wagen unter keine übliche Werkbankzarge
- Mit 1040 mm Baubreite hoher Stellflächen- und Rangierbedarf

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Beta Utensili
RSC24AXL/8-O Werkzeugwagen, 8 Schubladen, lange Ausführung
Lange Bauform mit Anti-Kipp-System und der höchsten veröffentlichten statischen Gesamttraglast im Vergleich.
Kaufentscheidung
Passt dort, wo Fläche und Summenlast zählen: 1000 kg statisch ist der höchste ausgewiesene Gesamtwert im Vergleich, gestützt von 88 kg Eigengewicht und einem Anti-Kipp-System am Sockel. Eine Lade lässt sich zudem komplett entnehmen und samt Einleger zum Werkstück mitnehmen.
Die Grenze setzt die Baubreite: 1100 mm plus geöffnete Schublade binden Stellfläche und Rangierraum, die in schmalen Gassen fehlen – dort ist der WGB No.145 mit 712 mm die passendere Bauform. Die zweite Grenze ist rechnerisch: Sechs Laden zu 30 kg und zwei zu 35 kg ergeben zusammen 250 kg, also ein Viertel der ausgewiesenen Gesamtangabe. Zur Tragfähigkeit der Rollen und zur Wandstärke macht Beta keine Angabe.
- Traglast je Schublade (kg)
- 30 (70 mm) / 35 (140 mm)
- Traglast gesamt (kg)
- 1000 statisch
- Wandstärke Korpus (mm)
- 16,5 kg/100 l (errechnet: 88,00 kg Eigengewicht auf 533,9 l Außenvolumen (1100 × 965 × 503 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.)
- Auszugssicherung
- Anti-Kipp-System
- Rollendurchmesser (mm)
- 125
Dafür
- Höchste veröffentlichte Gesamttraglast im Vergleich: 1000 kg statisch
- Anti-Kipp-System als Standsicherheitsbauteil serienmäßig
- Acht vollständig herausnehmbare Schubladen mit Teleskopführung
- Mit 88 kg das höchste veröffentlichte Eigengewicht im Vergleich
- Zentralverriegelung über ein vorderes Sicherheitsschloss, vier Rollen mit 125 mm Durchmesser
Dagegen
- Traglast je Schublade nach Bauhöhe gestaffelt: 30 kg in den sechs flachen, 35 kg in den zwei hohen Laden
- Weder Wandstärke des Korpus noch Tragfähigkeit der Rollen veröffentlicht
- Mit 1100 mm Baubreite der größte Stellflächen- und Rangierbedarf
- Nur ein zentrales Frontschloss, keine Einzelverriegelung je Lade ausgewiesen
Technische Daten im Detail
Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.
Tabelle seitlich scrollbar
| Kennwert | WGB Das WerkzeugWerkstattwagen No.145, leer, 7 Schubladen | GEDORE (Linie GEDORE red)Werkstattwagen MECHANIC PLUS R20400006, leer | HAZET (HAZET-WERK Hermann Zerver)Werkstattwagen Assistent 177-6, leer | KS Tools873.3008 PERFORMANCEplus P25 Werkstattwagen, 8 Schubladen, leer | Beta UtensiliRSC24AXL/8-O Werkzeugwagen, 8 Schubladen, lange Ausführung |
|---|---|---|---|---|---|
| Datenlageveröffentlichte Kennwerte | 9 von 11 | 9 von 11 | 9 von 11 | 10 von 11 | 9 von 11 |
| EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung | |||||
| Traglast je Schublade(kg)Der Wert, an dem die Lastklasse hängt. Ein 192-teiliger Steckschlüsselsatz im Hartschaumeinleger wiegt rund 12 kg, ein Drehmomentschlüssel im Kasten je nach Bereich 2 bis 4 kg. | 35 | 25 | 20 | 50 | 30 (70 mm) / 35 (140 mm) |
| Traglast gesamt(kg)Gilt für Korpus, Rahmen und Auflage zusammen. Die Angabe ist meist eine statische Last und sagt nichts darüber, was beim Verfahren des beladenen Wagens zulässig ist. | mindestens 245 kg (errechnet: Summe der vom Hersteller angegebenen Einzellasten: 7 × 35 kg — Untergrenze für die Schubladen allein. Arbeitsplatte, Seitenanbauten und Rahmen sind darin nicht enthalten.) | 210 statisch | 300 statisch und dynamisch | 600 | 1000 statisch |
| Wandstärke Korpus(mm)Bestimmt zusammen mit der Rahmenkonstruktion, ob sich der Korpus unter Last verwindet und die Auszüge dadurch klemmen. Wird auch im Profisegment selten veröffentlicht. | 1,0 | 20,3 kg/100 l (errechnet: 81,00 kg Eigengewicht auf 398,1 l Außenvolumen (988 × 935 × 431 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.) | 16,5 kg/100 l (errechnet: 58,40 kg Eigengewicht auf 354,5 l Außenvolumen (778 × 915 × 498 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.) | 0,8 | 16,5 kg/100 l (errechnet: 88,00 kg Eigengewicht auf 533,9 l Außenvolumen (1100 × 965 × 503 mm) — Materialeinsatz je Bauvolumen – über verschiedene Baugrößen hinweg vergleichbar. Ersetzt die Wandstärke nicht, ordnet die Bauklasse aber ein.) |
| AuszugssicherungBegrenzt den ungünstigsten Lastfall. Einzelverriegelung, gegenseitige Auszugsperre und Anti-Kipp-System sind drei unterschiedliche Bauteile mit unterschiedlicher Wirkung. | NO-RISK-Auszugsperre gegen Kippen, Kippschutz | Einzelverriegelung je Schublade | Einzelverriegelung je Schublade, keine gegenseitige Sperre | Einzelverriegelung je Schublade | Anti-Kipp-System |
| Rollendurchmesser(mm)Entscheidet über Rollwiderstand und darüber, welche Fugen und Schwellen der beladene Wagen ohne Anheben überrollt. | 125 | 100 Lenkrollen, 125 Laufrollen | 100 | 125 | 125 |
| Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend | |||||
| Tragfähigkeit der Rollen(kg) | 110 je Rad | rechnerisch ≥ 72,8 kg (errechnet: (210 kg Gesamttraglast + 81 kg Leergewicht) ÷ 4 Rollen — Untergrenze bei gleichmäßiger Verteilung im Stand. Beim Überfahren einer Kante trägt zeitweise eine einzelne Rolle deutlich mehr.) | rechnerisch ≥ 89,6 kg (errechnet: (300 kg Gesamttraglast + 58,4 kg Leergewicht) ÷ 4 Rollen — Untergrenze bei gleichmäßiger Verteilung im Stand. Beim Überfahren einer Kante trägt zeitweise eine einzelne Rolle deutlich mehr.) | rechnerisch ≥ 170,5 kg (errechnet: (600 kg Gesamttraglast + 82 kg Leergewicht) ÷ 4 Rollen — Untergrenze bei gleichmäßiger Verteilung im Stand. Beim Überfahren einer Kante trägt zeitweise eine einzelne Rolle deutlich mehr.) | rechnerisch ≥ 272 kg (errechnet: (1000 kg Gesamttraglast + 88 kg Leergewicht) ÷ 4 Rollen — Untergrenze bei gleichmäßiger Verteilung im Stand. Beim Überfahren einer Kante trägt zeitweise eine einzelne Rolle deutlich mehr.) |
| Schubladenauszug | Vollauszug, kugelgelagerte Führungsschienen | Teleskop-Vollauszug, kugelgelagerte Führungsschienen | 100 Prozent, Rollenführung | 100 %, kugelgelagert mit Selbsteinzug | Teleskopführung, Schubladen vollständig herausnehmbar |
| Eigengewicht(kg) | 63,5 | 81 | 58,4 | 82 | 88 |
| Schubladen | 7 | 6 plus Stauraum mit verstellbarem Fachboden | 6 (4 flach, 2 hoch) | 8 | 8 |
| Verriegelung | kein Schloss ausgewiesen (Herstellerangabe: Produktseite und WGB-Katalog 2021 erwähnen für die Reihe 140/142/143/145 kein Schloss — Eine fehlende Erwähnung ist nicht dasselbe wie „ohne Verriegelung“ – vor dem Kauf klären.) | Zentralverriegelung mit Zylinderschloss, 4 Schlüssel | Zentralverriegelung mit Zylinderschloss, 2 Schlüssel | Zentralverriegelung, Zylinderschloss | Zentralverriegelung, vorderes Sicherheitsschloss |
| Maße B × H × T(mm) | 712 × 943 × 466 | 988 × 935 × 431 | 778 × 915 × 498 | 1040 × 1024 × 527 | 1100 × 965 × 503 |
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.
Vor dem Kauf einplanen
Ein Wagen dieser Klasse wiegt leer so viel wie ein kleiner Motor. Fünf Posten entscheiden darüber, ob die Anschaffung im Betrieb aufgeht.
- Anlieferung
- Spedition, zweite Person, freie Zufahrt
- Alle Modelle dieser Klasse kommen auf Palette. Bei 58 bis 88 kg Leergewicht plus Verpackung ist das Abladen und Auspacken keine Ein-Personen-Aufgabe, und Rollen sowie Schiebegriff müssen anschließend montiert werden.
- Schubladeneinlagen
- Je Fach einzeln, an die Baureihe gebunden
- Modul- und Hartschaumeinlagen sind auf das Innenmaß einer Baureihe zugeschnitten. Über sechs bis acht Fächer summiert sich das zu einem Posten, der die Anschaffung des Wagens erreichen kann. Ob es für die gewählte Baureihe überhaupt ein System gibt, klärt man vorher.
- Stellfläche und Rangierraum
- Wagenbreite plus etwa 50 cm
- Bei Vollauszug steht die Schublade nahezu vollständig im Raum. Modelle mit 1040 bis 1100 mm Breite brauchen zusätzlich einen Wenderadius, wenn nur zwei der vier Rollen lenkbar sind.
- Bodenbelag am Aufstellort
- Punktlast unter jeder Rolle prüfen
- Ein voll beladener Wagen konzentriert seine Last auf vier Aufstandsflächen von wenigen Quadratzentimetern. Auf weichem Industrieestrich, Beschichtungen und Fliesen entscheidet die Radbreite darüber, ob Druckstellen bleiben.
- Ersatzteile
- Rollen, Schlüssel, Schienen, Griffe
- Im Dauerbetrieb sind Rollen und Schubladenschienen Verschleißteile. Ob der Hersteller sie einzeln führt, entscheidet über die tatsächliche Nutzungsdauer des Wagens mehr als die Blechstärke.
Alle Kennwerte aus den Produktdetails und Herstellerbeschreibungen der jeweiligen Modelle, Stand siehe Datenstand oben.
Die Lastklasse hängt an der Schublade, nicht am Korpus
Die Zahl, mit der Werkstattwagen dieser Klasse beworben werden, ist fast immer die Gesamttraglast. Sie reicht im Vergleich von 210 kg bis 1000 kg, also um den Faktor fast fünf. Für die Kaufentscheidung ist sie trotzdem der zweitwichtigste Wert, denn belastet wird ein Wagen nicht gleichmäßig. Werkzeug verteilt sich nach Funktion auf Fächer: Der komplette Steckschlüsselsatz liegt in einer Lade, die Zangen in der nächsten, der Drehmomentschlüssel samt Einsätzen wieder woanders.
Konkrete Größenordnungen machen das greifbar. Ein 192-teiliger Steckschlüsselsatz im Hartschaumeinleger liegt bei rund 12 kg. Ein Satz Ringratschenschlüssel kommt auf etwa 3 kg, ein Bit-Sortiment im Modul auf 3 bis 4 kg, ein Drehmomentschlüssel im Kasten je nach Bereich auf 2 bis 4 kg. Wer diese vier Gruppen in ein einziges tiefes Fach legt, steht bei rund 22 kg. Damit ist die 20-kg-Klasse überschritten, obwohl der Wagen insgesamt noch fast leer ist.
Im Vergleich reicht die Spanne der veröffentlichten Einzellast von 20 kg beim HAZET 177-6 über 25 kg beim GEDORE red MECHANIC PLUS und 30 bis 35 kg beim Beta RSC24AXL/8 sowie 35 kg beim WGB No.145 bis zu 50 kg beim KS Tools 873.3008. Alle fünf Hersteller nennen den Wert, er steht nur nicht immer auf der Produktseite: Beta führt ihn erst im Hauptkatalog, und dort gestaffelt nach Bauhöhe, nämlich 30 kg für die sechs 70 mm hohen Laden und 35 kg für die beiden mit 140 mm.
50 kgHöchste Einzellast im Vergleich
Der Zusammenhang ist auch rechnerisch keiner. Der GEDORE nennt 210 kg gesamt bei 25 kg je Schublade und sechs Schubladen; die Summe der Fächer liegt damit bereits bei 150 kg, Auflage, Stauraum und Seitenanbauten teilen sich den Rest. Beim HAZET stehen 300 kg gesamt gegen 20 kg mal sechs, also 120 kg in den Laden. Beim KS Tools ergeben acht Fächer zu 50 kg zusammen 400 kg von 600 kg, beim Beta sechs zu 30 plus zwei zu 35 kg gerade einmal 250 kg von 1000 kg. Das Verhältnis von Summe der Fächer zu Gesamtangabe schwankt damit zwischen 71 Prozent und 25 Prozent. Wer aus der Gesamttraglast auf die Belastbarkeit einer einzelnen Schublade schließt, liegt in beide Richtungen daneben. Wie man den eigenen Bedarf von hinten aufzäumt, statt ihn zu schätzen, steht im Ratgeber zum Ermitteln der nötigen Traglast.
Statisch und dynamisch sind zwei verschiedene Zahlen
Fast alle Traglastangaben in diesem Marktausschnitt tragen den Zusatz „statisch" oder sind ohne Zusatz veröffentlicht, was praktisch dasselbe bedeutet. Statisch heißt: Der Wagen steht und wird nicht bewegt. Sobald er verfahren wird, kommen Kräfte hinzu, die in dieser Zahl nicht enthalten sind. Beim Anfahren und Abbremsen wirkt eine Horizontalkraft auf den Aufbau, beim Überrollen einer Fuge oder Schwelle ein kurzzeitiger Stoß auf eine einzelne Rolle, und in der Kurve wandert der Schwerpunkt nach außen.
Genau ein Modell im Vergleich macht diesen Unterschied im Datenblatt sichtbar. HAZET gibt für den 177-6 sowohl eine statische als auch eine dynamische Tragkraft an und nennt für beide 300 kg. Das ist die aussagekräftigere Angabe, weil sie den Betriebsfall abdeckt, der in der Werkstatt tatsächlich vorkommt. Beta nennt für den RSC24AXL/8 1000 kg statisch, GEDORE 210 kg statisch, KS Tools führt 600 kg im Warnhinweis als zulässige Gesamttragkraft ohne weitere Unterscheidung. WGB veröffentlicht überhaupt keine Gesamttraglast.
Zwei Werte, die dieselbe Einheit tragen und verschiedene Fragen beantworten
Statische Tragkraft
Beantwortet: Was darf im Wagen liegen, während er an seinem Platz steht? Vier der fünf Gesamtangaben im Vergleich sind so ausgewiesen oder tragen gar keinen Zusatz – 1000 kg beim Beta, 600 kg beim KS Tools, 300 kg beim HAZET, 210 kg beim GEDORE.
Dynamische Tragkraft
Beantwortet: Was darf drin bleiben, während er verfahren wird? Hier kommen Anfahren, Bremsen, Kurvenfahrt und der Stoß beim Überrollen einer Fuge hinzu. Genau eine Angabe im Vergleich: HAZET nennt für den 177-6 auch dynamisch 300 kg.
Praktisch heißt das: Eine Angabe von 1000 kg statisch ist kein Freibrief, den Wagen mit 1000 kg beladen durch die Halle zu schieben. Die Herstellerhinweise gehen in dieselbe Richtung. Beta warnt ausdrücklich davor, die Tragfähigkeit zu überschreiten, WGB weist im Warnhinweis darauf hin, den Wagen nur auf ebenem und stabilem Untergrund zu verwenden und scharfe Kurven sowie schnelle Bewegungen zu vermeiden. Beide Sätze zielen auf denselben Punkt: Die veröffentlichte Zahl gilt im Stand.
Für die Auswahl folgt daraus eine einfache Prüffrage. Wird der Wagen überwiegend an einem Arbeitsplatz stehen und nur gelegentlich umgesetzt, reicht eine statische Angabe zur Einordnung. Wird er zwischen Hebebühne, Teilelager und Werkbank hin- und hergefahren, ist die dynamische Angabe der relevante Wert und ihr Fehlen ein echter Informationsmangel. Kein Hersteller im Vergleich beziffert, um welchen Faktor die zulässige Last beim Verfahren sinkt.
Wandstärke: 0,8 mm sind nicht automatisch weniger
Die Wandstärke des Korpus trennt die Bauklassen ehrlicher als jede Produktbeschreibung, und sie wird auch im Profisegment nur von einer Minderheit veröffentlicht. Im Vergleich nennen sie zwei von fünf Herstellern: WGB weist 1 mm pulverbeschichtete Stahlblechkonstruktion aus, KS Tools 0,8 mm mit dem Zusatz verwindungssteif. HAZET, GEDORE und Beta machen keine Angabe.
Bei HAZET, GEDORE und Beta fehlt die Wandstärke nicht nur auf der Produktseite, sondern ebenso im Hauptkatalog, im Datenblatt, in der Bedienungsanleitung und in der Ersatzteilliste – dort steht zum Korpus nur „Stahlblech", „verwindungssteif" oder eine Stärkeangabe zur Arbeitsplatte.
Die naheliegende Schlussfolgerung, dass 1 mm besser sei als 0,8 mm, greift zu kurz. Die Steifigkeit eines Blechkorpus hängt nicht allein von der Materialstärke ab, sondern von der Geometrie: Abkantungen, eingezogene Sicken, umlaufende Rahmenprofile und die Zahl der Querträger zwischen den Schienen. Ein 0,8-mm-Korpus mit durchgehendem Rahmen kann steifer sein als ein 1-mm-Korpus ohne. Die Zahl allein ist deshalb ein Indiz, kein Beweis, und sie wird erst im Zusammenhang mit dem Eigengewicht aussagekräftig.
Als Einordnung hilft der Blick über die Klassengrenze. Im breiter angelegten Vergleich der unbestückten Wagen über alle Marktsegmente liegen die veröffentlichten Werte bei 1,2 mm im Korpus und 0,8 mm in der Schublade für eine Werkstattlinie, bei 0,9 und 0,7 mm für eine Einsteigerlinie und bei 1,75 mm rahmenverstärkt für einen Profiwagen, der aktuell nicht lieferbar ist. Die hier verglichenen 0,8 und 1,0 mm ordnen sich damit in die obere Hälfte ein, aber nicht an die Spitze.
Wo die Angabe fehlt, hilft ein anderer Hinweis weiter: die Beschreibung der Auflage. Eine Arbeitsplatte aus Edelstahl wie beim KS Tools oder eine 30 mm starke Holzplatte wie beim GEDORE setzt einen Korpus voraus, der diese Last aufnimmt. Eine dünne Kunststoffauflage sagt umgekehrt nichts über den Korpus aus, weil sie auch auf einem leichten Aufbau sitzen kann.
Das Eigengewicht ist Kennwert und Nachteil zugleich
Wo die Wandstärke fehlt, ist das Eigengewicht der belastbarste veröffentlichte Ersatzwert: Bei ähnlicher Grundfläche steckt Mehrgewicht im Blech, in den Schienen und in den Rollen, nicht in der Lackierung. Alle fünf Hersteller nennen inzwischen einen Wert, wenn auch teils erst im Katalog: 58,4 kg netto beim HAZET 177-6, 63,5 kg beim WGB No.145, 81 kg beim GEDORE, 82 kg beim KS Tools und 88 kg beim Beta.
Die absolute Zahl allein trägt die Einordnung allerdings nicht, denn die beiden leichtesten Wagen sind zugleich die beiden schmalsten: Der HAZET misst 778 mm in der Breite, der WGB nur 712 mm, während GEDORE, KS Tools und Beta bei 988, 1040 und 1100 mm liegen. Setzt man Gewicht und Baubreite ins Verhältnis, dreht sich die Reihenfolge teilweise um. Aussagekräftig ist deshalb nicht das Gewicht, sondern das Gewicht je Baubreite – und in dieser Rechnung liegt ausgerechnet der leichteste Wagen nicht mehr am Ende.
8,9 kgEigengewicht je 100 mm Baubreite
Zur Einordnung hilft der Blick eine Klasse tiefer: Dort wiegen Wagen mit vergleichbarer Grundfläche rund 24 kg in der Einsteigerklasse und 57 bis 62 kg in der Werkstattausführung. Die Schwerlastklasse beginnt also nicht bei einer bestimmten Kilogrammzahl, sondern dort, wo dieses Gewicht auf einer schmaleren Grundfläche steht oder deutlich darüber hinausgeht.
Die DGUV-Information zu Büro- und Betriebseinrichtungen nennt das Eigengewicht ausdrücklich als eine der Voraussetzungen für Standsicherheit, neben Auszugsperren und gegebenenfalls Zusatzgewichten. Schwer ist in dieser Bauform also nicht nur ein Nebeneffekt stärkeren Materials, sondern ein konstruktives Mittel: Je tiefer und schwerer der Sockel, desto mehr Last darf vorne in der offenen Schublade hängen, bevor das Kippmoment kritisch wird.
Die Kehrseite gehört zur Entscheidung. Ein Wagen mit 88 kg Leergewicht bewegt beladen leicht das Doppelte bis Dreifache. Er lässt sich nicht mehr über eine Stufe heben, nicht über Schotter schieben und nicht ohne Hilfsmittel auf einen Transporter laden. Wer den Wagen in einem Untergeschoss oder hinter einer Schwelle betreiben will, sollte den Weg vorher abgehen, statt ihn nach der Anlieferung zu improvisieren.
Rollen tragen den Wagen, nicht der Korpus
Im Dauerbetrieb ist die Rolle das Bauteil mit der höchsten Beanspruchung und der kürzesten Lebensdauer. Sie trägt die gesamte Last, sie nimmt jeden Stoß auf, und sie läuft in einem Umfeld aus Ölfilm, Spänen und Kabelbindern. Trotzdem ist die Tragfähigkeit je Rad der am seltensten veröffentlichte Wert im ganzen Vergleich: Genau ein Hersteller nennt ihn. WGB gibt für den No.145 zwei Bockrollen und zwei Lenkrollen mit Feststellbremse an, jeweils 125 mm Durchmesser aus Polypropylen, und beziffert die Traglast mit 110 kg je Rad.
110 kgTragfähigkeit je Rolle
Diese Angabe ist deshalb wertvoll, weil sich vier Rollen die Last nie gleichmäßig teilen. Auf einem nicht perfekt ebenen Boden trägt zeitweise nur ein Teil der Räder, und beim Überrollen einer Fuge steht kurzzeitig ein einzelnes Rad unter der Hauptlast. Ohne veröffentlichten Wert je Rad lässt sich nicht prüfen, ob die Bereifung zur ausgewiesenen Gesamttraglast passt – und genau dort, wo die Gesamtangaben am größten sind, fehlt die Rollenlast: Der Wagen mit 1000 kg statisch nennt sie ebenso wenig wie der mit 600 kg.
Beim Durchmesser ist die Lage besser, hier liefern alle fünf Hersteller einen Wert, und die Spanne reicht von 100 mm bis 125 mm. HAZET verbaut vier Räder mit 100 mm, davon zwei Lenkrollen mit einer Bremse und zwei Bockrollen, ausgeführt als spurlose Elastikrollen mit Fadenschutz. GEDORE mischt: zwei Lenkrollen mit 100 mm und zwei Laufrollen mit 125 mm. WGB, KS Tools und Beta fahren durchgehend auf 125 mm, jeweils mit zwei Bock- und zwei Lenkrollen, davon mindestens eine gebremst. Als grobe Orientierung überrollt eine Rolle Kanten bis etwa einem Zehntel ihres Durchmessers, ohne dass man den Wagen anheben muss; zwischen 100 und 125 mm liegen damit rund 2,5 mm Schwellenhöhe.
Beim Belag gilt der zur Intuition umgekehrte Zusammenhang: Harte Rollen laufen leichter, übertragen aber jeden Stoß in den Aufbau und markieren weiche Böden. Polypropylen wie beim WGB ist hart und laufruhig auf glattem Estrich, Elastikbereifung wie beim HAZET läuft schwerer, ist dafür spurlos und dämpft. Der Fadenschutz am HAZET adressiert ein Problem, das speziell in der Kfz-Werkstatt auftritt, nämlich Kabelbinder und Fasern, die sich in die Lagerung wickeln. Welche Bauart zu welchem Boden passt, behandeln wir ausführlich bei den Rollen und der Bereifung.
Einzelverriegelung, Auszugsperre und Anti-Kipp sind drei Dinge
In Produktbeschreibungen werden drei völlig verschiedene Bauteile unter ähnlichen Begriffen geführt, und die Unterschiede sind sicherheitsrelevant. Die Einzelverriegelung ist eine Rastung, die verhindert, dass eine geschlossene Schublade von selbst aufgeht, etwa beim Verfahren oder auf einer Schräge. Die gegenseitige Auszugsperre begrenzt, wie viele Schubladen gleichzeitig offen stehen können. Das Anti-Kipp-System ist ein Standsicherheitsbauteil am Sockel, das das Kippmoment abfängt.
Warum das zählt, steht in der DGUV-Information zu Betriebs- und Büroeinrichtungen: Bei Möbeln mit Auszügen muss die Standsicherheit im ungünstigsten Fall gewährleistet sein, und dieser ungünstigste Fall ist definiert als der Zustand, in dem alle gleichzeitig herausziehbaren Elemente belastet sind. Dieselbe Quelle nennt als Mittel dafür ausdrücklich ein entsprechendes Eigengewicht, Auszugsperren und gegebenenfalls Zusatzgewichte. Der ungünstigste Fall wird also nicht durch die Zahl der Schubladen bestimmt, sondern dadurch, wie viele davon konstruktiv gleichzeitig offen stehen dürfen.
Im Vergleich zeigt sich ein gemischtes Bild. WGB weist eine NO-RISK-Auszugsperre gegen Kippen des Wagens aus und beschreibt die Arbeitsstation zusätzlich als mit Kippschutz versehen. Beta führt ein Anti-Kipp-System als Merkmal. HAZET und GEDORE nennen jeweils eine Einzelverriegelung je Schublade, also die Rastung, nicht die gegenseitige Sperre; in einer verifizierten Käuferbewertung zum HAZET wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieses Modell keine gegenseitige Auszugssperre hat und diese den teureren Baureihen vorbehalten bleibt. KS Tools nennt für den P25 ebenfalls eine Einzelverriegelung, die ungewolltes Öffnen verhindert, dazu einen Ecken- und Kantenschutz aus Polyurethan und eine hohe Standsicherheit; ein Bauteil gegen das Kippen führt der Hersteller nicht auf.
Drei offene Fächer sind kein Ausnahmefall
Für den Betrieb heißt das: Ohne gegenseitige Sperre hängt der ungünstigste Lastfall an der Disziplin der Nutzer, und in einer Werkstatt mit wechselndem Personal ist das eine schwache Absicherung. Die Einräumregel bleibt in jedem Fall dieselbe: schwere Sätze in die unteren Fächer, leichtes Werkzeug nach oben. Der Schwerpunkt liegt damit so tief wie möglich, und eine offene obere Lade erzeugt ein kleineres Kippmoment.
Was die Datenblätter der Profiklasse verschweigen
Die Erwartung, dass ein höherpreisiges Produkt auch besser dokumentiert ist, bestätigt sich in diesem Marktausschnitt nur zum Teil. Über die elf erhobenen Kennwerte hinweg ist kein einziges der fünf Modelle vollständig, und die Lücken sitzen bei allen an ähnlicher Stelle. Der WGB No.145 nennt als Einziger die Rollentragfähigkeit und weist die Wandstärke aus, lässt aber Gesamttraglast und Verriegelung offen. Der Beta RSC24AXL/8 nennt die höchste Gesamttraglast und das höchste Eigengewicht, führt die Traglast je Schublade jedoch erst im Hauptkatalog und die Wandstärke gar nicht.
Am vollständigsten ist ausgerechnet der KS Tools 873.3008: Traglast je Schublade, Gesamttragkraft, Wandstärke, Eigengewicht, Auszugsgrad, Rollendurchmesser, Sicherung und Maße stehen auf der Produktseite. Offen bleibt allein die Tragfähigkeit der Rollen – und genau dieser eine Wert fehlt bei vier von fünf Herstellern. Er ist zugleich der einzige, der die großen Lastzahlen mit dem Bauteil verbindet, das im Dauerbetrieb zuerst ausfällt. Wo etwas fehlt, fehlt es also nicht zufällig, sondern dort, wo es eine Einschränkung benennen würde.
Ein zweiter Fallstrick entsteht nicht beim Hersteller, sondern auf dem Weg zum Leser. Zum HAZET 177-6 kursiert in Attributtabellen ein Wert von 62,8 kg, teils als maximale Nutzlast beschriftet. In den Unterlagen des Herstellers steht diese Zahl nicht: Das Produktdatenblatt zum 177-6 weist 58,4 kg als Netto-Gewicht aus und beziffert die Tragkraft getrennt mit 300 kg statisch und 300 kg dynamisch. Ein Gewicht und eine Tragkraft sind zwei verschiedene Größen. Wer sie in derselben Spalte liest, hält für einen Widerspruch, was in Wahrheit zwei korrekt beschriftete Felder aus zwei verschiedenen Quellen sind.
Dieselbe Zahl, zwei Herkünfte – so entsteht ein Widerspruch, den es nicht gibt
Herstellerdatenblatt 177-6
Netto-Gewicht 58,4 kg, Tragkraft statisch 300 kg, Tragkraft dynamisch 300 kg, Traglast je Schublade 20 kg. Vier Größen, jede eigens beschriftet, jede mit eigener Einheit und eigenem Lastfall.
Attributtabelle im Handel
Ein Feld mit 62,8 kg, als maximale Nutzlast ausgewiesen. Der Wert steht in keinem HAZET-Dokument – weder im Datenblatt noch in Katalog, Bedienungsanleitung oder Ersatzteilliste. Mit einer Tragkraft hat er nichts zu tun.
Die Lehre daraus ist eine Arbeitsanweisung, keine Meinung: Für Traglasten zählt allein das Dokument, das der Hersteller selbst herausgibt – Datenblatt, Katalog, Anleitung. Automatisch befüllte Attributfelder in Shops und Portalen mischen Gewichte, Nutzlasten und Tragkräfte in eine Spalte und tragen keine Beschriftung, die diese Größen auseinanderhält.
Prüfbar würden die Angaben über die einschlägigen Normen. DIN EN 14074 beschreibt Prüfverfahren für Festigkeit und Dauerhaltbarkeit beweglicher Teile, im Kern über eine festgelegte Zahl von Öffnungs- und Schließzyklen unter Nennlast. Für Rollen und Räder existiert mit der DIN-EN-12530-Reihe eine eigene Normenfamilie. Kein Datenblatt im Vergleich nimmt auf eine dieser Normen Bezug. Damit bleiben alle Zahlen Herstellerangaben ohne benanntes Prüfverfahren.
Einlagen, Lochraster und Aufsätze legen die Baureihe fest
Ein Wagen dieser Klasse wird selten allein betrieben. Er bekommt Schubladeneinlagen, seitliche Halter, oft einen Aufsatzkasten und in der Kfz-Werkstatt zusätzlich Dosenhalter, Papierrollenhalter oder eine Ablage für Prüfgeräte. Alle diese Teile sind an eine Baureihe gebunden, und diese Bindung ist die eigentliche langfristige Entscheidung, nicht die Blechstärke.
Bei den Einlagen entscheidet das Innenmaß der Schublade. Modulsysteme arbeiten mit festen Teilungen der Schubladenfläche, üblicherweise in Sechsteln, Dritteln und Zweidritteln. Ein Modul für eine Baureihe passt nicht in die andere, und herstellerübergreifend passt praktisch nichts. Der Alternativweg ist Zuschnitt von Hartschaum oder Schaumstoff, der in jede Lade passt, dafür Arbeitszeit kostet und bei jeder Umsortierung neu anfällt.
Bei den Anbauteilen ist der Anschluss die Lochung der Seitenwand. HAZET nennt für den 177-6 ein marktübliches Rechteck-Lochraster und weist ausdrücklich darauf hin, dass darüber Papierkorb, Dosenhalter oder Kabeltrommel befestigt werden. GEDORE führt an beiden Seitenwänden eine genormte Vierkantlochung, WGB Seitenbleche mit Schlüssellochung. Drei Systeme, drei Halterformen. Wer bereits Halterungen im Betrieb hat, prüft die Lochung vor dem Kauf, sonst wird sie zum unnötigen Zweitbestand.
Ein dritter Punkt betrifft die Bauhöhe. Der KS Tools 873.3008 misst 1024 mm, der Beta 965 mm, der GEDORE 935 mm, der WGB 943 mm und der HAZET 915 mm. Unter eine Standard-Werkbankzarge passt in dieser Klasse keiner mehr; wer den Wagen unterstellen möchte, ist in der niedrigen Bauform besser aufgehoben. Für fest stehenden Stauraum, der ohnehin nicht mitfahren muss, sind Werkstattschränke die sinnvollere Ergänzung.
Ersatzteile und Betriebsaufwand über zehn Jahre
Im Dauerbetrieb verschleißen an einem Werkstattwagen drei Baugruppen, und zwar in dieser Reihenfolge: Rollen, Schubladenschienen, Schloss. Die Rollen laufen in Öl und über Späne, die Lagerung setzt sich zu, der Belag reißt an den Kanten. Die Schienen laufen bei fünfzig Öffnungen am Tag über zehn Jahre gerechnet mehr als hunderttausend Zyklen. Das Schloss leidet weniger am Gebrauch als am Verlust der Schlüssel.
Ob diese Teile einzeln nachbestellbar sind, entscheidet über die tatsächliche Nutzungsdauer weit mehr als jede Materialangabe, und es lässt sich an den Unterlagen ablesen. HAZET führt zum 177-6 eine eigene Ersatzteilliste, in der Bockrolle sowie Lenkrolle mit und ohne Feststeller jeweils eine eigene Position haben, und bewirbt das Zubehör- und Einlagensystem für den Assistenten als aufbaufähig. KS Tools führt die Schubladenführung als Vollauszug mit automatischem Rückzug und das Schloss mit zwei Schlüsseln unter eigenen Artikelnummern der Baureihe. Beta listet Zubehör und Ersatzteile der Reihe RSC24 auf eigenen Katalogseiten, GEDORE liefert die Zentralverriegelung mit vier Schlüsseln aus, was bereits eine Antwort auf den häufigsten Ausfall ist. Für den WGB No.145 findet sich weder auf der Produktseite noch im Katalog eine Ersatzteilinformation.
Praktisch lässt sich das vor dem Kauf prüfen, ohne den Hersteller anzuschreiben. Wenn Rollen, Schlüssel, Schubladeneinsätze und Seitenhalter im Katalog des Herstellers eine eigene Artikelnummer haben, ist die Baureihe als System gedacht. Wenn ein Wagen nur als Gesamtprodukt geführt wird, ist ein defektes Rad nach drei Jahren ein Fall für die Universalrolle aus dem Handel und damit für abweichende Bauhöhe und geänderte Standsicherheit.
Zum Betriebsaufwand gehört außerdem die Wartung, die es in dieser Klasse tatsächlich gibt und die im Hobbybereich niemand macht: Rollen halbjährlich von Fasern befreien, Schienen einmal im Jahr säubern und mit dem vom Hersteller angegebenen Mittel behandeln, Schrauben des Fahrgriffs nachziehen. Der Aufwand liegt bei einer Viertelstunde je Wagen und Jahr und verhindert genau das Schadensbild, das in Käuferbewertungen am häufigsten auftaucht, nämlich klemmende und verkantete Schubladen.
Was täglicher Betrieb mit Auszügen und Schloss macht
Der Auszugsgrad ist im Dauerbetrieb weniger eine Komfortfrage als eine Frage der Zugänglichkeit. Nur bei 100 Prozent Auszug ist die hinterste Reihe eines Einlegers erreichbar, ohne den Einleger herauszunehmen. HAZET gibt für den 177-6 zu hundert Prozent ausziehbare Schubladenführungen an, GEDORE einen Teleskop-Vollauszug mit kugelgelagerten Führungsschienen, WGB Vollauszug mit kugelgelagerten Schienen. Der KS Tools 873.3008 zieht ebenfalls zu 100 Prozent aus, kugelgelagert und mit Selbsteinzug, der die Lade auf den letzten Zentimetern selbsttätig schließt. Beta beschreibt Teleskopführungen mit vollständig herausnehmbaren Schubladen und nennt als einziger Hersteller keinen Auszugsgrad in Prozent.
Vollständig herausnehmbare Schubladen wie beim Beta sind eine eigene Bauart mit einem konkreten Vorteil im Betrieb: Die Lade lässt sich mitsamt Einleger an den Arbeitsplatz tragen, statt den Wagen dorthin zu fahren. Der Preis dafür ist eine zusätzliche Trennstelle in der Führung und ein Bedienschritt mehr beim Wiedereinsetzen. In einer Werkstatt mit wechselndem Personal ist das erfahrungsgemäß die Stelle, an der Schienen verkanten.
Beim Schloss ist im Betrieb weniger der Diebstahlschutz das Thema als die Transportsicherung. Ein Wagen, dessen Schubladen beim Verfahren aufgehen, verlagert seinen Schwerpunkt genau in dem Moment, in dem er ohnehin in Bewegung ist. Vier von fünf Modellen haben eine Zentralverriegelung: GEDORE, HAZET und KS Tools über ein Zylinderschloss, Beta über ein einziges vorderes Sicherheitsschloss, das den Inhalt aller acht Laden sichert. Beim WGB No.145 findet sich weder auf der Produktseite noch im Katalog eine Angabe zu Schloss oder Verriegelung. Zylinder dieser Bauart sind innerhalb einer Baureihe außerdem regelmäßig gleichschließend, was in einer Werkstatt mit mehreren identischen Wagen bedeutet, dass ein Schlüssel alle öffnet.
Wer mehrere Wagen betreibt, sollte das vor der Bestellung klären. In einem Betrieb mit persönlich zugeordneten Wagen ist Gleichschließung ein Nachteil, in einer Halle mit gemeinsamem Werkzeugbestand ein Vorteil. Ein Zylindertausch ist bei keinem der fünf Modelle als Option beschrieben. Weitere Bauformen und ihre Einsatzprofile stehen im Überblick zu Werkstattwagen.
Wann die Schwerlastklasse die falsche Wahl ist
Die hohe Lastklasse hat drei Nachteile, die sich nicht wegkonstruieren lassen, und in einigen Konstellationen überwiegen sie. Der erste ist das Gewicht: Die fünf Wagen wiegen leer zwischen 58,4 und 88 kg, drei davon über 80 kg, und ab dieser Größenordnung ist der Wagen ortsfest im Sinne von etagengebunden. Wer ihn zwischen Werkstatt und Einsatzort transportieren oder gelegentlich verladen will, ist mit einer leichteren Bauform besser bedient, selbst wenn deren Traglast auf dem Papier ausreicht.
Der zweite ist der Platzbedarf. Modelle mit 1040 bis 1100 mm Breite brauchen bei geöffneter Schublade eine Verkehrsfläche von deutlich über anderthalb Metern Tiefe. In einer Werkstatt mit zwei Stellplätzen und schmalen Gassen blockiert das genau dann, wenn zwei Personen gleichzeitig arbeiten. Die schmaleren Modelle mit rund 712 bis 778 mm sind hier klar im Vorteil, auch wenn sie weniger Fächer haben.
Der dritte ist die Zweckbindung. Ein Werkstattwagen ist eine mobile Ablage für Handwerkzeug, keine Werkbank und kein Lagermöbel. Auch eine Edelstahlauflage ersetzt keine Werkbank mit Schraubstock; die Auflage trägt punktuell, aber sie ist nicht dafür gedacht, dass darauf geschlagen oder gespannt wird. Verbrauchsmaterial, Betriebsstoffe und selten genutztes Zubehör gehören in einen Schrank, damit der Wagen leicht bleibt und nur das aufnimmt, was täglich in die Hand genommen wird.
Und schließlich ist der Wagen kein Transportmittel über Distanz. Die Rollen sind auf Verfahren im Raum ausgelegt, nicht auf Rampen, Schotter oder Treppen. Die branchenbezogene DGUV-Regel zur Fahrzeuginstandhaltung behandelt Verkehrswege und Arbeitsmittel in der Kfz-Werkstatt gesondert; wer den Wagen im gewerblichen Umfeld einsetzt, findet dort den passenden Rahmen.
Kurz gefasst
Häufige Fragen
Woran erkennt man die Lastklasse eines Werkstattwagens?
Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer Tragkraft?
Wie viel Traglast je Schublade braucht ein Wagen im Kfz-Betrieb?
Welchen Rollendurchmesser braucht ein Schwerlast-Werkstattwagen?
Was bedeutet Anti-Kipp-System, und ersetzt es eine Auszugsperre?
Ist eine geringere Wandstärke automatisch schlechter?
Wie schwer ist ein Schwerlast-Werkstattwagen leer?
Bekommt man für einen Profiwagen später noch Ersatzteile?
Änderungen an dieser Seite
Zuletzt redaktionell geprüft am .
- Der Verweis auf die Methodik-Seite im Schlussabsatz ist entfernt: Mit ihm stand der Artikel bei sieben Fließtext-Links und damit über der Obergrenze von sechs. Die Methodik bleibt über Seitenfuß und Quellenblock erreichbar.
- Querverweis auf „Lochwand am Werkstattschrank“ im Abschnitt „Einlagen, Lochraster und Aufsätze legen die Baureihe fest“ ergänzt.
- Ersterstellung – fünf lieferbare Wagen der hohen Lastklasse datenbasiert eingeordnet, Traglasten, Rollenangaben und Wandstärken aus Produktdetails und Herstellerbeschreibungen erfasst, DGUV- und DIN-Bezüge zu Standsicherheit und Rollen ergänzt.
- Nachrecherche in Herstellerdatenblättern, Katalogen, Anleitungen und Ersatzteillisten – Eigengewicht für HAZET (58,4 kg netto) und WGB (63,5 kg) ergänzt, Traglast je Schublade für KS Tools (50 kg) und Beta (30/35 kg) sowie Auszug, Rollendurchmesser und Verriegelung nachgetragen. Der zuvor als Widerspruch geführte Wert von 62,8 kg stammt nicht von HAZET und wurde entfernt. Rollentragfähigkeit und Wandstärke bleiben bei den geprüften Herstellern unveröffentlicht; Herstellerquellen in der Quellenliste ergänzt.
Verwendete Quellen
- [1]DGUV Information 215-410, Abschnitt 8.3.4 – Möbel mit Auszügen: Standsicherheit im ungünstigsten Fall, Auszugsperren, Eigengewicht und Zusatzgewichte · abgerufen 2026-07-26
- [2]DIN EN 12530 – Räder und Rollen: manuell betätigte Apparaterollen, Anforderungen und Kennzeichnung · abgerufen 2026-07-26
- [3]HAZET-WERK Hermann Zerver, Herstellerdatenblatt Werkstattwagen Assistent 177-6: Tragkraft statisch und dynamisch je 300 kg, Netto-Gewicht 58,4 kg, Rollendurchmesser, Maße · abgerufen 2026-07-26
- [4]KS Tools, Herstellerproduktseite PERFORMANCEplus P25 Werkstattwagen 873.3008: Belastbarkeit je Schublade 50 kg, 100 Prozent Auszug, Raddurchmesser 125 mm, Einzelverriegelung · abgerufen 2026-07-26
- [5]Beta Utensili, General Programme 2026, Seiten 332/333 – Reihe RSC24AXL: Traglast je Schublade 30 kg (70 mm) und 35 kg (140 mm), vier Rollen Ø 125 mm, zentrales Frontschloss · abgerufen 2026-07-26
- [6]WGB Das Werkzeug (Westfälische Gesenkschmiede), Katalog 2021, Kapitelseite 01|7 – Werkstattwagen No.145 Art.-Nr. 1450270: Gewicht 63 500 g, Maße, Belastbarkeit je Schublade · abgerufen 2026-07-26









