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Ratgeber · Poolsauger

Der Bodensauger an der Filteranlage

Bodensauger an Sandfilter- oder Kartuschenpumpe: Durchfluss nachgerechnet, Schlauch entlüften, Ventil stellen, rückspülen. Nach Anleitungen von Intex, Bestway und Hayward.

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Die Saugkraft kommt bei dieser Bauart von der Pumpe, die ohnehin am Becken steht. So beschreibt es auch das Bayerische Landesamt für Umwelt in seinem Infoblatt zu privaten Schwimmbädern: Der Beckenboden werde mit einem Bodensauger gereinigt, der meist an die Filteranlage angeschlossen wird.

Einen Akku braucht dieser Sauger nicht, einen Motor im Gerät auch nicht. Er besteht aus Saugkopf, Stange und Schlauch. Den Sog liefert die Filterpumpe; den Schmutz fängt je nach Set ein Beutel am Kopf, der Filter der Anlage oder, in der Stellung Abfluss, der Kanal.

Dieser Ratgeber folgt der Reihenfolge, in der angeschlossen wird: Durchfluss prüfen, Anschluss wählen, Schlauch entlüften, Ventil stellen, saugen, rückspülen. Grundlage sind die Anleitungen von Intex, Bestway und Hayward und das Infoblatt des Landesamts.

Filterpumpe oder Gartenschlauch

Die meisten Reinigungssets hängen an der Ansaugseite der Filterpumpe. Dazu gehören das Deluxe-Reinigungsset 28003 von Intex, der Pool-Vakuumsauger 58212 von Bestway und der Vacuclean von EXIT Toys. Die Pumpe zieht Wasser durch Kopf und Schlauch, und mit dem Wasser den Schmutz vom Boden.

Eine zweite Bauart braucht die Filteranlage gar nicht. Beim Pool Vacuum & Skimmer 28002 von Intex wird ein Gartenschlauch an den Wasserhahn angeschlossen und das Wasser aufgedreht. Der Wasserstrahl erzeugt am Saugkopf einen Sog, der Schmutz landet in einem Beutel, den man auf die Öffnung des Reinigungskopfes bindet.

Dieses Prinzip heißt Venturi. Steinbach führt es im Katalog 2026 beim Reinigungsset 128002 unter diesem Namen.

Eine Zahl für den nötigen Wasserdruck nennt Intex nicht. Der Druck sei in jeder Gemeinde anders, steht in der Anleitung, deshalb müsse man ausprobieren, ob es funktioniert. Eine Untergrenze in bar findet sich nur bei Händlern, nicht beim Hersteller.

Das Wasser aus dem Gartenschlauch läuft dabei ins Becken. Der Pumpensauger dagegen bewegt nur das Wasser, das schon im Pool ist.

Einen Test von Bodensaugern hat die Stiftung Warentest nicht veröffentlicht, jedenfalls keinen, der sich auf test.de finden ließ. Ihr Bericht zu großen Planschbecken von 2025 behandelt den Filter, nicht den Sauger. Was hier steht, stammt deshalb aus den Anleitungen der Hersteller.

Wer weder Pumpe noch Gartenschlauch bemühen will, hat einen dritten Weg. Die Akku-Geräte stellt der Vergleich vor, welcher Akku-Poolsauger ganz ohne Schlauch und Filteranlage auskommt.

Reicht die Pumpe? Die Rechnung

Ein Pumpensauger funktioniert nur, wenn genug Wasser durch ihn fließt. Die Hersteller nennen dafür einen Mindestdurchfluss, und genau dort beginnt die Rechnung, denn Sauger und Pumpe sind oft in verschiedenen Einheiten beschrieben.

Drei Einheiten kommen vor: Liter je Stunde, Kubikmeter je Stunde und US-Gallonen je Stunde. Ein Kubikmeter sind 1.000 Liter, eine US-Gallone 3,785 Liter. Wer den Wert je Minute braucht, teilt den Stundenwert durch 60.

Intex verlangt für das Reinigungsset 28003 einen Durchfluss der Filterpumpe von 1.000 bis 2.800 US-Gallonen je Stunde, umgerechnet 3.785 bis 10.598 Liter. Die Untergrenze entspricht rund 63 Litern in der Minute.

Gegen diese Grenze stehen die Pumpen, die Intex selbst verkauft. Die kleinen 12-Volt- Kartuschenpumpen C600 und C900 führt der Intex-Shop mit 2.271 und 3.407 Litern je Stunde. Beide liegen unter dem Minimum des eigenen Reinigungssets: die C600 um 40 Prozent, die C900 um 10. Die Anleitung der Pumpen selbst nennt keinen Durchfluss.

Bei den Sandfilteranlagen reicht es. Die SX1500 steht im Shop mit 4 Kubikmetern je Stunde, die Anleitung nennt 5,7 Kubikmeter, gemessen am Pumpenausgang. Beide Werte liegen im Fenster des Sets.

Am oberen Ende kippt die Rechnung in die andere Richtung. Die größte Pumpe derselben Anleitungsreihe, Modell SF60220RC-2, nennt 12 Kubikmeter je Stunde. Das sind 12.000 Liter und damit mehr als die 10.598, die Intex für das Set als Obergrenze angibt. Was bei zu viel Durchfluss passiert, steht nicht in der Anleitung.

Bestway setzt die Schwelle niedriger. Der Vakuumsauger 58212 braucht laut Anleitung 2.006 Liter je Stunde oder mehr, also 530 Gallonen, und ist für Pools bis 4,57 Meter Durchmesser gedacht. Für den AquaClean 58237 nennt Bestway dieselbe Untergrenze.

EXIT Toys verlangt für den Vacuclean eine Pumpe mit mindestens 45 Watt und 2,0 Kubikmetern je Stunde. Die englische Anleitung setzt daneben „530 gal/hr". In der deutschen Fassung steht „530 Liter/Stunde", ein Übersetzungsfehler um fast den Faktor vier.

Zwei Kataloge widersprechen sich außerdem beim gleichen Gerät, jedenfalls dem Anschein nach. Steinbach nennt für das Reinigungsset Deluxe 128003 bis 15.140 Liter je Stunde, Intex für das Set 28003 bis 10.598. Den Wert 15.140 nennt Intex für seinen Einhängeskimmer 28000NP. Dass 128003 und 28003 dasselbe Set sind, legt nur die Nummer nahe.

Dieselbe Frage nach dem Durchfluss stellt sich bei jedem Gerät, das im Kreislauf der Filterpumpe sitzt. Für Salzanlagen zeigt der Vergleich, welchen Durchfluss ein Salzgerät am Aufstellbecken verlangt.

Skimmer oder Ansauganschluss

Wo der Schlauch angeschlossen wird, hängt vom Becken und vom Set ab. Einbaubecken haben meist einen Skimmer, viele Aufstellbecken nur Anschlüsse in der Beckenwand. Der Sauger gehört an den Anschluss, an dem die Pumpe zieht, nicht an den Rücklauf, aus dem sie das gefilterte Wasser zurück ins Becken drückt. Bei Intex erkennt man die Ansaugseite am Ansauggitter.

Intex schraubt das Set 28003 an den Ansauganschluss, nicht an einen Skimmer. Der Adapter wird von innen auf das Gewinde gedreht, an dem sonst das Ansauggitter sitzt. Nach dem Saugen kommt das Gitter wieder auf das Gewinde, sobald die Pumpe nur filtert.

Bestway legt dem 58212 zwei Adapter für unterschiedliche Anschlüsse auf der Poolinnenseite bei. Hat das Becken zwei Auslässe, soll einer davon geschlossen werden, damit der Sog am Sauger ankommt.

EXIT Toys geht in die Breite: Dem Vacuclean liegen Adapter für 36, 40, 80, 92 und 110 Millimeter bei. Angeschlossen wird nur bei ausgeschalteter Pumpe.

Bei Einbaubecken mit Skimmer zählt zusätzlich der Wasserstand an der Öffnung. Hayward verlangt für den Auto-Skim, dass das Wasser mindestens bis zur Hälfte der Öffnung reicht und keine Luft gezogen wird; nach oben sollen mindestens 2 Zentimeter Abstand bleiben.

Die deutsche Fassung derselben Anleitung macht daraus „maximal bei 2 cm oberhalb der Öffnung". Maßgeblich ist der englische Text.

Hayward nennt auch eine Grenze für den Skimmer selbst: höchstens 7 Kubikmeter je Stunde bei einem Anschluss von 1½ Zoll, 10 bei 2 Zoll. Den Einhängeskimmer 28000NP hängt Intex senkrecht zur Wasseroberfläche und unter ihr ein.

Schlauchdurchmesser und Schlauchlänge

Zwei Durchmesser bestimmen das Feld: 32 und 38 Millimeter. Intex nennt für die Anschlüsse der SX1500 beide, 1¼ Zoll und 1½ Zoll. Steinbach gibt die Bodensauger Basis und De Luxe mit einem Schlauchanschluss von 32 und 38 Millimetern an.

Bestway liefert zum 58212 einen Schlauch mit 32 Millimetern und 6 Metern Länge, zum AquaClean 58237 einen mit 7,5 Metern. Steinbach nennt für das Set 128003 ebenfalls 7,5 Meter bei 32 Millimetern.

Der Schlauch muss außerdem zum Anschluss am Becken passen. EXIT löst das mit fünf Adaptern, Bestway mit zwei, Intex mit einem für das eigene Gewinde.

Wie Durchmesser und Pumpenleistung zusammenhängen, schreibt keiner der Hersteller. Es gibt keine Tabelle, die sagt, ab welchem Durchfluss ein 38er-Schlauch nötig wäre.

Rechnen lässt sich dagegen, wie viel Wasser im Schlauch steht. Bei 32 Millimetern als Innendurchmesser hat der Querschnitt rund 8 Quadratzentimeter. Ein Schlauch von 6 Metern fasst damit knapp 5 Liter, einer von 7,5 Metern rund 6. Ist die Wand dicker oder der Wert außen gemessen, ist es etwas weniger.

Diese Menge ist vor dem Saugen Luft und muss durch Wasser ersetzt werden. Bei 63 Litern je Minute, der Untergrenze des Intex-Sets, wäre ein voller Schlauch in sechs Sekunden durch die Pumpe gelaufen. Eine Luftblase im Schlauch erreicht die Pumpe ebenso schnell.

Die Länge sollte reichen, um vom Anschluss bis an die entfernteste Stelle des Bodens zu kommen. Bestway gibt den 58212 für Becken bis 4,57 Meter Durchmesser an; der Schlauch ist mit 6 Metern länger als dieser Durchmesser.

Auch eine Wärmepumpe hängt im selben Kreislauf und braucht ihren Anteil am Durchfluss. Wie die Hersteller das angeben, steht im Ratgeber, wie viel Wasser eine Wärmepumpe am Aufstellbecken braucht.

Drei Sauger, zwei Pumpen: ein Rechenbeispiel

Wie die Zahlen zusammenspielen, zeigt ein Beispiel mit Werten, die alle aus Herstellerunterlagen stammen. Zwei Pumpen: die Sandfilteranlage SX1500 mit 5,7 Kubikmetern je Stunde laut Anleitung und die Kartuschenpumpe C600 mit 2.271 Litern je Stunde laut Intex-Shop. Drei Sauger: das Intex-Set 28003, der Bestway 58212 und der Vacuclean von EXIT.

Erst die Einheiten. 5,7 Kubikmeter sind 5.700 Liter. Die 2,0 Kubikmeter, die EXIT verlangt, sind 2.000 Liter; die 530 Gallonen dahinter ergeben 2.006 Liter, denselben Wert, den Bestway nennt.

Die SX1500 besteht alle drei Prüfungen. 5.700 Liter liegen über den 3.785 von Intex und unter dessen Obergrenze von 10.598, über den 2.006 von Bestway und über den 2.000 von EXIT.

Bei der C600 sieht es anders aus. Mit 2.271 Litern verfehlt sie das Minimum des Intex-Sets um gut 1.500 Liter je Stunde. Die Schwelle von Bestway überschreitet sie um 265 Liter, also um 13 Prozent, die von EXIT um 271 Liter.

Die kleine Intex-Pumpe passt nach den Herstellerangaben also zu den Saugern von Bestway und EXIT, nicht aber zum Set aus dem eigenen Haus. Ob der Sauger an ihr dann gut zieht, sagt keine dieser Zahlen. Es sind Mindestwerte, keine Leistungsangaben.

Bei EXIT kommt eine zweite Bedingung dazu, die Leistungsaufnahme von 45 Watt. Eine Wattzahl für die C600 steht in den hier ausgewerteten Intex-Unterlagen nicht; diese Prüfung bleibt offen.

Der Rechenweg lässt sich auf jede Pumpe übertragen. Den Durchfluss aus den Unterlagen der Pumpe in Liter je Stunde umrechnen und gegen die Untergrenze des Saugers halten, und gegen die Obergrenze, falls eine genannt ist. Steht beim Pumpenwert ein Messpunkt, wie bei Intex der Pumpenausgang, gilt die Zahl für diesen Punkt, nicht für das Ende des Saugschlauchs.

Offen bleibt die Rechnung, wenn die Pumpe gar keinen Durchfluss nennt. Bei den Intex-Kartuschenpumpen ist das in der Anleitung so; den Wert gibt nur der Shop.

Vor dem Anschließen

Der erste Handgriff gilt der Pumpe. EXIT Toys schreibt, sie vor dem Anschließen des Saugers auszuschalten. Bestway und Intex verlangen dasselbe vor jedem Umstellen des Ventils.

Der zweite gilt dem Wasserstand. Intex verlangt bei den Kartuschenpumpen, das Becken mindestens 1 bis 2 Zoll über den oberen Anschluss zu füllen, also 2,5 bis 5 Zentimeter. Begründet wird das mit dem Entlüften: Füllt sich das Filtergehäuse, muss die Luft entweichen können. Bestway schreibt für die Sandfilteranlage 58497, Ein- und Auslass müssten geöffnet und vollständig mit Wasser bedeckt sein.

Bei Einbaubecken mit Skimmer gilt die Regel von Hayward: Wasser mindestens bis zur Hälfte der Öffnung.

Der dritte Punkt ist die Pumpe selbst. Intex warnt in der Anleitung des Sets 28003, die Pumpe nie trocken laufen zu lassen, weil der Motor überhitzen und die Pumpe beschädigt werden könne.

Wer eine Kartuschenanlage betreibt, prüft außerdem die Kartusche. Intex empfiehlt, sie mindestens alle zwei Wochen zu ersetzen.

Bleibt die Größe des Beckens. Bestway nennt für den 58212 Pools bis 4,57 Meter, also 15 Fuß.

Den Schlauch entlüften

Luft im Schlauch ist der Grund, den alle Anleitungen zuerst nennen. EXIT Toys schreibt, eingeschlossene Luft könne verhindern, dass die Pumpe richtig arbeitet. Intex führt in der Fehlertabelle der Sandfilteranlage „Trapped air in the system" und ein Luftleck in der Saugleitung als Ursachen.

Intex beschreibt den Ablauf Schritt für Schritt. Der Schlauch wird langsam und senkrecht ins Wasser gelassen, Stück für Stück, bis er voll Wasser ist. Das andere, mit Wasser gefüllte Ende wird schnell an den Anschluss gesetzt.

Danach öffnet man das Entlüftungsventil der Anlage, falls vorhanden, ein bis zwei Umdrehungen weit. Bevor gesaugt wird, soll man prüfen, dass alle Luft aus dem Schlauch heraus ist. Wie viel das ist, zeigt der Abschnitt zum Schlauch: knapp 5 bis 6 Liter bei 6 bis 7,5 Metern Länge.

Bestway formuliert es strenger. Der Schlauch werde mit Wasser gefüllt, um jegliche Luft zu entfernen, und der Sauger dürfe nur benutzt werden, wenn der Schlauch vollständig gefüllt ist. Danach wird das Entlüftungsventil geöffnet.

Beim AquaClean 58237 nennt Bestway zwei Wege: das Entlüftungsventil öffnen oder das Sechswegeventil herunterdrücken.

Pentair gibt für sein Sechswegeventil ein Ende an, das sich prüfen lässt: Das Entlüftungsventil bleibt offen, bis ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt.

Eine Kleinigkeit in der Intex-Fehlertabelle verdient einen zweiten Blick. Tropft es am Entlüftungsventil, nennt Intex als mögliche Ursache „Pool vacuuming device attached to the system": den angeschlossenen Sauger selbst.

Für die Kartuschenpumpen hat Intex einen eigenen Trick, wenn kein Wasser ankommt: Entlüftungsventil öffnen und den Saugschlauch anheben und absenken, bis Wasser fließt.

Die Stellung am Sechswegeventil

Wer eine Sandfilteranlage hat, entscheidet am Ventil, wohin der Schmutz geht. Kartuschenpumpen haben kein Sechswegeventil; dort läuft das Wasser immer durch die Kartusche.

Intex nennt zwei Stellungen für den Sauger. In der Stellung Filtern wird normal gefiltert und regelmäßig gesaugt; der Schmutz bleibt im Sand. In der Stellung Abfluss saugt man direkt in den Kanal, am Filtermaterial vorbei. Dieselbe Stellung dient laut Intex dazu, den Wasserstand zu senken oder das Becken zu leeren.

Vier Hersteller, ein Satz: Intex, Bestway, Hayward und Pentair verlangen, die Pumpe vor jedem Umstellen des Ventils auszuschalten.

Für die Stellung Geschlossen gilt bei Intex: nie mit laufender Pumpe. Pentair schreibt dasselbe in Großbuchstaben und beschreibt die Stellung Abfluss als Weg am Filter vorbei, für das Saugen direkt in den Kanal.

Hayward beschreibt das Ventil VariFlo mit denselben Funktionen. Filtern dient der normalen Filterung und dem Saugen durch den Filter, Abfluss dem Saugen direkt in den Kanal, dem Absenken des Wasserstands und dem Leeren.

Dazu steht in der Hayward-Anleitung ein Satz, der für Besitzer von Aufstellbecken zählt: „Do not use with storable pools." Die Anleitung schließt zerlegbare Becken aus.

Bestway beschreibt am Ventil der Sandfilteranlage 58497 sechs Stellungen: Rückspülen, Spülen, Filtern, Umwälzen, Ablassen, Geschlossen. Filtern sei zu 99 Prozent der Zeit in Gebrauch. Die Stellung Ablassen beschreibt Bestway nur zum Ablassen von Wasser, nicht zum Saugen.

Für die Wahl der Stellung heißt das: Normaler Bodenschmutz geht über Filtern in den Sand. Wer direkt in den Kanal saugen will, findet die Freigabe bei Intex, Hayward und Pentair, bei Bestway nicht.

Während des Saugens

Der Saugkopf bleibt unter Wasser. Intex schreibt, der Sauger müsse während der ganzen Benutzung untergetaucht bleiben. Hebt man ihn heraus, zieht der Schlauch Luft, und alles aus dem Abschnitt zum Entlüften beginnt von vorn.

Bestway verlangt den Schmutzbeutel am Gerät. Der 58212 dürfe nie ohne ihn benutzt werden.

Mit dem Schmutz steigt der Widerstand. Intex schreibt in der Anleitung der Sandfilteranlage, ein angeschlossener Sauger könne den Durchfluss vermindern und den Druck steigen lassen. Ein Sauger, der anfangs gut zieht, kann deshalb gegen Ende schwächer werden, ohne dass etwas defekt ist.

Für viel Schmutz hat Bestway eine Regel: nach der Hälfte der Reinigung rückspülen, dann weitersaugen.

Was ein Sandfilter durchlässt, sagt Bestway ebenfalls offen. Durch den Sand könnten kleine Schmutzpartikel in den Pool gelangen. Feiner Schmutz, der in der Stellung Filtern aufgesaugt wird, kann also zum Teil zurück ins Becken kommen.

Wer in der Stellung Abfluss saugt, senkt dabei den Wasserstand. Damit rückt die Grenze aus dem Abschnitt zum Vorbereiten wieder näher: Fällt das Wasser unter die Mitte der Skimmeröffnung oder unter den Ansauganschluss, zieht die Pumpe Luft.

Nach einer Flockung kommt eine Wartezeit dazu. Steinbach nennt im Katalog etwa 10 bis 12 Stunden, bevor die abgesetzten Flocken mit dem Bodensauger aufgenommen werden, und danach gründliches Rückspülen. Bei Kartuschenfilteranlagen ist Flockungsmittel laut Steinbach verboten.

Wenn der Sauger nicht zieht

Zieht der Sauger schwach oder gar nicht, lohnt es sich, die Ursachen in der Reihenfolge des Anschließens durchzugehen. Die Anleitungen nennen sie verstreut; zusammengesetzt ergibt sich eine kurze Prüfliste. Für Akku-Geräte gibt es eine eigene Fehlersuche, woran es liegt, wenn ein Akku-Sauger nichts aufnimmt.

Zuerst die Luft. Eingeschlossene Luft im System nennen Intex und EXIT als Grund, warum die Pumpe nicht richtig arbeitet. Intex führt daneben ein Luftleck in der Saugleitung auf, also eine undichte Stelle zwischen Becken und Pumpe, an der Luft statt Wasser angesaugt wird.

Dann der Wasserstand. Liegt er am Skimmer unter der Hälfte der Öffnung, zieht die Pumpe nach Hayward Luft mit. Bei den Intex-Kartuschenpumpen soll das Wasser 2,5 bis 5 Zentimeter über dem oberen Anschluss stehen.

Dann der zweite Auslass. Bestway verlangt, bei zwei Auslässen einen zu schließen. Bleiben beide offen, teilt sich der Sog.

Dann der Durchfluss der Pumpe. Liegt er unter dem Minimum des Saugers, wie bei der C600 am Intex-Set, hilft kein Entlüften. Das zeigt das Rechenbeispiel weiter oben.

Dann der Filter. Ist der Sand voll, steigt der Druck, und der Durchfluss sinkt; Intex nennt dafür die gelbe Zone am Manometer, Bestway 0,45 bar. Bei Kartuschenanlagen ist es die Kartusche, die Intex alle zwei Wochen ersetzt sehen will.

Zieht eine Intex-Kartuschenpumpe gar kein Wasser, nennt Intex einen eigenen Handgriff: Entlüftungsventil öffnen und den Saugschlauch heben und senken, bis Wasser fließt.

Beim Venturi-Sauger am Gartenschlauch bleibt nur der Wasserdruck. Intex sagt dazu nur, dass man ausprobieren müsse, ob er reicht.

Kommt nach dem Saugen Sand ins Becken, nennt Bestway als Ursache das Ventil: Es wurde von Rückspülen auf Filtern gestellt, ohne die Pumpe abzuschalten. Feiner Schmutz dagegen kann den Sandfilter laut Bestway auch im normalen Betrieb passieren.

Was das Manometer anzeigt

Sandfilteranlagen haben ein Manometer, und die Hersteller lesen es verschieden ab. Intex arbeitet mit Farben: Zeigt die Nadel Gelb, ist es Zeit zum Rückspülen.

Bestway nennt eine Zahl. Bei 0,45 bar oder mehr, umgerechnet 6,5 psi, müsse das Sandbett gereinigt werden. Ein bar sind rund 14,5 psi; die beiden Werte in der Anleitung passen also zueinander.

Beim Saugen ist das Manometer allerdings kein eindeutiger Zeuge. Intex nennt den angeschlossenen Sauger selbst als einen Grund, warum der Druck steigt. Ein hoher Wert während des Saugens bedeutet also nicht zwingend, dass der Sand voll ist.

Aussagekräftiger ist der Vergleich mit dem Wert, den die Anlage nach einer Rückspülung ohne Sauger zeigt. Liegt der Druck im normalen Filterbetrieb deutlich darüber, hat der Sand Schmutz gesammelt. Diesen Vergleich empfehlen die Anleitungen nicht wörtlich; er folgt aus den beiden Angaben.

Bei Kartuschenanlagen nennt Intex statt eines Druckwerts einen Zeitplan: mindestens alle zwei Wochen eine neue Kartusche.

Rückspülen und Nachspülen

Nach dem Saugen ist der Sand voller als vorher. Das Bayerische Landesamt für Umwelt schreibt, Sandfilter müssten meist einmal pro Woche rückgespült werden, zweckmäßigerweise nach einer Beckenbodenreinigung mit einem Poolsauger.

Bestway empfiehlt für die 58497 ebenfalls wöchentliches Rückspülen und nennt die Dauer: drei bis fünf Minuten Rückspülen, danach eine Minute in der Stellung Spülen.

Hayward beschreibt die Stellung Spülen ähnlich: Sie räumt das Ventil nach dem Rückspülen von Schmutz frei.

Intex knüpft das Rückspülen an das Manometer, Bestway an den Kalender und an die Menge des Schmutzes, das Landesamt an die Bodenreinigung. Nach dem Saugen laufen alle drei Regeln auf dasselbe hinaus.

Wie viel Wasser dabei aus dem Becken geht, lässt sich überschlagen. Liefert eine Pumpe die 5,7 Kubikmeter je Stunde, die Intex für die SX1500 nennt, sind das 95 Liter in der Minute. Drei bis fünf Minuten Rückspülen, wie Bestway sie angibt, ergeben damit rund 285 bis 475 Liter, dazu die Minute Spülen.

Der Überschlag mischt Angaben zweier Hersteller und setzt den Nennwert der Pumpe an. Wie viel sie beim Rückspülen tatsächlich fördert, nennt keine der Anleitungen.

Einen Fehler beschreibt Bestway in der Fehlertabelle ausdrücklich: Sand im Pool. Er entsteht, wenn das Ventil von Rückspülen auf Filtern gestellt wird, ohne die Pumpe abzuschalten. Die Regel aus dem Abschnitt zur Ventilstellung gilt also auch hier.

Wohin das Rückspülwasser gehört

Das Rückspülwasser ist nicht sauber. Das Bayerische Landesamt für Umwelt schreibt, es enthalte den ungelösten Badewasserschmutz, und seine Einleitung in eine Regenwasserkanalisation sei auf keinen Fall zulässig.

Dasselbe gilt für Wasser, das in der Stellung Abfluss direkt aus dem Becken gesaugt wird. Es läuft am Filter vorbei und trägt den Bodenschmutz ungefiltert mit.

Das Umweltbundesamt rät allgemein, Poolwasser in den Abwasserkanal zu leiten. Zu Saugern und Rückspülwasser äußert es sich auf seiner Seite zur Schwimmbeckenhygiene nicht.

Am Aufstellbecken wird daraus eine Planungsfrage. Wohin der Abflussschlauch der Sandfilteranlage führt, sollte vor dem ersten Rückspülen geklärt sein, nicht danach. Ob ein Ablauf am Grundstück in den Regen- oder den Schmutzwasserkanal führt, weiß die Gemeinde.

Wie viel Wasser zusammenkommt, zeigt die Rechnung im vorigen Abschnitt: einige hundert Liter je Rückspülung. Bei wöchentlichem Rückspülen über zwölf Wochen kämen nach dem Überschlag rund 3,4 bis 5,7 Kubikmeter zusammen, ohne das Nachspülen.

Nach dem Saugen

Nach dem Saugen wird zurückgebaut, und auch dafür gibt es eine Reihenfolge. Pumpe aus, Ventil zurück auf Filtern, Schlauch und Kopf abnehmen.

Wer das Intex-Set am Ansauganschluss betrieben hat, schraubt das Ansauggitter wieder auf, bevor die Pumpe nur filtert. So steht es in der Anleitung des Sets 28003.

Wer in der Stellung Abfluss gesaugt hat, füllt das Becken wieder auf, bis das Wasser die Grenze für Skimmer oder Ansauganschluss erreicht, bevor die Pumpe im Filterbetrieb weiterläuft.

Beim Bestway 58212 wird der Schmutzbeutel geleert. Beim AquaClean 58237 nennt Bestway Schmutzbehälter und Kartusche als die Teile, die nach dem Saugen gereinigt werden.

Wer Ersatzteile für den 58212 bestellt, sollte die Saison kennen. Bestway führt das Gerät auf der Produktseite als AquaPristine, die Anleitungen nennen es AquaCrawl, und der Hersteller weist auf verschiedene Modellvarianten hin, für die die passende Saison auszuwählen sei.

Zum Schluss ein Blick auf das Manometer im normalen Filterbetrieb. Steht die Nadel bei Intex im gelben Feld oder bei Bestway auf 0,45 bar und mehr, folgt die Rückspülung.

Ob der Aufwand mit Schlauch, Entlüften und Ventil zum eigenen Becken passt, ist eine Frage der Bauart. Die Übersicht stellt nebeneinander, wann ein Akku-Gerät, ein Pumpensauger oder ein Roboter das Becken reinigt.

Wer die Arbeit ganz abgeben will, findet die Bedingungen für Roboter im Ratgeber, was ein Poolroboter im Aufstellbecken mit Folienwand können muss.

Häufige Fragen

Kann man einen Poolsauger an die Sandfilteranlage anschließen?
Ja, über einen Saugschlauch zur Ansaugseite der Pumpe: am Skimmer oder am Ansauganschluss der Beckenwand. Intex schraubt das Set 28003 mit einem Adapter von innen an den Ansauganschluss, Bestway legt dem Sauger 58212 zwei Adapter für verschiedene Anschlüsse bei.
Welche Ventilstellung braucht man zum Poolsaugen?
Für normales Saugen Filtern; dann hält der Filter den Schmutz zurück. Intex und Hayward nennen außerdem die Stellung Abfluss für das Saugen direkt in den Kanal, am Filter vorbei. Vor jedem Umstellen wird die Pumpe ausgeschaltet.
Wie entlüftet man den Schlauch des Bodensaugers?
Intex lässt ihn Stück für Stück senkrecht ins Wasser sinken, bis er voll ist, und das gefüllte Ende schnell anschließen. Danach wird das Entlüftungsventil der Anlage ein bis zwei Umdrehungen geöffnet, bis keine Luft mehr kommt.
Welche Pumpenleistung braucht ein Bodensauger?
So viel Durchfluss, wie der Hersteller des Saugers nennt. Intex verlangt für das Set 28003 3.785 bis 10.598 Liter je Stunde, Bestway für den 58212 mindestens 2.006, EXIT für den Vacuclean 2,0 Kubikmeter je Stunde und 45 Watt.
Funktioniert ein Bodensauger an der Kartuschenfilterpumpe?
Nur, wenn der Durchfluss reicht. Intex nennt für die eigenen 12-Volt-Kartuschenpumpen C600 und C900 2.271 und 3.407 Liter je Stunde; das eigene Reinigungsset 28003 verlangt mindestens 3.785.
Wann sollte man nach dem Saugen rückspülen?
Bestway empfiehlt für die Sandfilteranlage 58497 wöchentliches Rückspülen und bei viel Schmutz schon nach der Hälfte des Saugens. Das Landesamt für Umwelt in Bayern nennt den Zeitpunkt nach einer Bodenreinigung zweckmäßig.
Darf das Rückspülwasser in den Gully?
Nicht in die Regenwasserkanalisation. Das Bayerische Landesamt für Umwelt schreibt, Filterrückspülwasser enthalte den ungelösten Badewasserschmutz und dürfe auf keinen Fall dort eingeleitet werden.

Änderungen an dieser Seite

Zuletzt redaktionell geprüft am .

  1. Ersterstellung in der Reihenfolge des Anschließens. Leitbefund: Intex verlangt für das Reinigungsset 28003 einen Durchfluss von 3.785 bis 10.598 l/h; die eigenen 12-V-Kartuschenpumpen C600 und C900 liefern laut Intex 2.271 und 3.407 l/h und liegen damit darunter. Das Set hängt am Ansauganschluss der Beckenwand, nicht am Skimmer. EXIT übersetzt 2,0 m³/h (530 Gallonen) im deutschen Text als 530 Liter je Stunde; Hayward Europe übersetzt die Skimmer-Wasserstandsregel falsch. Rückspülwasser gehört laut LfU Bayern nicht in die Regenwasserkanalisation.

Verwendete Quellen

  1. [1]Intex: Owner's Manual Deluxe Pool Maintenance Kit 28003 · abgerufen 2026-10-13
  2. [2]Intex: Owner's Manual Sandfilteranlage SX1500 (341GS) · abgerufen 2026-10-13
  3. [3]Intex: Owner's Manual Kartuschenfilterpumpen FP604G und FP638G (58GS) · abgerufen 2026-10-13
  4. [4]Intex: Pool Vacuum & Skimmer 28002 (Venturi, 223IO) · abgerufen 2026-10-13
  5. [5]Bestway: Benutzerhandbuch Pool-Vakuumsauger 58212 · abgerufen 2026-10-13
  6. [6]Bestway: Gebrauchsanweisung Sandfilteranlage 58497 · abgerufen 2026-10-13
  7. [7]Hayward: VariFlo Multiport Valve, Owner's Manual IS0715 · abgerufen 2026-10-13
  8. [8]Bayerisches Landesamt für Umwelt: Infoblatt Private Schwimmbäder bis 100 m³ · abgerufen 2026-10-13