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Ratgeber · Werkzeugwände

Über der Werkbank bleiben 35 bis 60 cm für den häufigen Griff

Werkzeugwand planen mit Zahlen aus DGUV 209-068 und 209-069: Höhe, Greiftiefe hinter der Werkbank, Halter je Quadratmeter und die Installationszone mitten im Greifbereich.

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150 Zentimeter. Bis zu dieser Höhe soll nach der Ergonomie-Checkliste DGUV Information 209-068 alles liegen, was an einer Werkzeugmaschine häufig gebraucht wird. Unten beginnt der Bereich bei 95 Zentimetern.

Über einer Werkbank ist die untere Grenze schon belegt, von der Werkbank selbst. Ihre Arbeitsfläche liegt bei leichter Arbeit nach derselben Quelle zwischen 90 und 115 Zentimetern. Was darüber bis 150 Zentimeter übrig bleibt, sind 35 bis 60 Zentimeter, und das ist weniger, als eine Lochplatte hoch ist.

Dieser Ratgeber rechnet die Werkzeugwand von dort aus: aus der Höhe der Werkbank, der Reichhöhe, der Greiftiefe und der Zahl der Werkzeuge. Die Werte stammen aus zwei DGUV-Informationen für Werkzeugmaschinen der Metallbearbeitung. Auf die Wand übertragen sind sie hier; eine eigene Norm für Werkzeugwände gibt es nicht.

Der Rechenweg in sechs Schritten

  • Höhe der Werkbank messenOberkante der Arbeitsfläche über dem Fußboden.
  • Band für häufigen Zugriff bestimmenVon der Werkbank bis 150 cm.
  • Band für seltenen Zugriff bestimmenVon 150 cm bis unter 190 cm, für große Menschen etwas höher.
  • Tiefe der Werkbank gegen den Greifraum halten43 cm, europäisch 38 cm, gelegentlich 15 cm mehr.
  • Werkzeuge zählen und nach Häufigkeit trennenHäufig, gelegentlich, selten.
  • Fläche aus der Halterdichte rechnen24 bis 35 Halter je Quadratmeter laut den Sets im Handel.

Die Werkbank als Ausgangspunkt

Jede Planung einer Werkzeugwand über einer Werkbank beginnt mit einer Zahl, die schon feststeht: der Höhe der Arbeitsfläche. Sie bestimmt, wo die Wand frühestens beginnen kann, und damit, wie viel vom gut erreichbaren Bereich für Werkzeug übrig bleibt.

Für die richtige Höhe der Arbeitsfläche gibt die DGUV Information 209-069 eine Herleitung, geschrieben für Werkzeugmaschinen der Metallbearbeitung. Bei leichter Arbeit, wenn die Ellenbogen frei sind und der Kraftaufwand gering ist, soll die Arbeitshöhe der Ellenbogenhöhe entsprechen. Für einen durchschnittlichen Mann sind das 110 Zentimeter, für eine Frau 102 Zentimeter, beides nach DIN 33402-2.

Um Spielraum zu lassen, nennt die DGUV einen Bereich von 95 bis 120 Zentimetern für die Arbeitshöhe. Für die Tischhöhe können laut DGUV etwa 5 Zentimeter abgezogen werden. So ergibt sich ein Bereich von 90 bis 115 Zentimetern für die Arbeitsfläche.

Für schwere Arbeit liegt alles tiefer. Die DGUV nennt dort eine Arbeitshöhe von 90 bis 115 und eine Tischhöhe von 75 bis 105 Zentimetern, weil Krafteinsatz mit dem Oberkörper bei niedriger Arbeitshöhe leichter fällt. Für feine Arbeit mit hohen Anforderungen an das Sehen liegt die Arbeitshöhe dagegen bei 120 bis 150 Zentimetern.

Für die Werkzeugwand zählt nicht, welche Höhe die richtige ist. Es zählt die Höhe, die die eigene Werkbank tatsächlich hat. Wer sie misst, misst die Oberkante der Arbeitsfläche über dem fertigen Fußboden, also dort, wo später auch die Haken der Wand beginnen werden.

Eine Werkbank für leichte Arbeit liegt nach dieser Quelle also zwischen 90 und 115 Zentimetern.

Wer gerade erst eine Werkbank plant, legt deren Höhe zuerst fest und die Wand danach. Wer sie schon hat, rechnet von ihr aus weiter.

Gemessen wird von der Fläche, auf der man steht. Die DGUV weist darauf hin, dass ein Podest vor der Maschine bei der Messung mitzählt, auch wenn es am Tag der Beurteilung noch fehlt. In der Werkstatt gilt das für eine dicke Bodenmatte oder einen Rost genauso: Er hebt den Menschen an und senkt damit alle Höhen an der Wand um seine Stärke.

Häufiger Zugriff: 95 bis 150 cm

Die zweite Zahl liefert die Checkliste DGUV Information 209-068. Sie fragt, ob alle wichtigen Steuergeräte mit häufigem Zugriff in einer Höhe von 95 bis 150 Zentimetern liegen. Als Quelle nennt sie die „Kleine Ergonomische Datensammlung“ der BAuA.

Häufig heißt dort: Die Maschine wird mehr als zwei Stunden am Tag genutzt, oder der Griff wiederholt sich mehr als zweimal in der Minute. In einer Hobbywerkstatt ist das selten der Fall. In einer Werkstatt, in der täglich geschraubt wird, schon eher.

Die 209-069 beschreibt denselben Bereich mit Worten. Die Höhe entspreche etwa dem Bereich zwischen Ellenbogen- und Augenhöhe.

Für die Werkzeugwand ist die Übertragung naheliegend. Ein Schraubendreher, der zwanzigmal am Tag von der Wand genommen wird, entspricht in der Logik dieser Frage einem häufig betätigten Bedienelement. Ein Rohrschneider, der zweimal im Jahr gebraucht wird, nicht.

Die beiden DGUV-Informationen sind für Werkzeugmaschinen geschrieben, nicht für Werkzeugwände. Die Zahlen gelten deshalb nicht als Vorschrift für die Wand, sondern als begründete Grundlage. Eine bessere gibt es für diesen Zweck nicht: Eine Norm, die die Höhe einer Werkzeugwand regelt, war nicht zu finden.

Wichtig für die Rechnung ist die obere Grenze. Die untere, 95 Zentimeter, liegt über einer Werkbank ohnehin schon unter der Arbeitsfläche oder knapp darüber.

Für Seltenes ist die DGUV großzügiger. Wird eine Maschine weniger als eine Stunde am Tag genutzt, hält die 209-069 eine Festlegung der Arbeitshöhe für nicht notwendig. Übertragen auf die Wand heißt das: Für Werkzeug, das selten gebraucht wird, zählt vor allem, dass man es erreicht, nicht die genaue Höhe.

Was zwischen Werkbank und 150 cm übrig bleibt

Mit den beiden Zahlen lässt sich das erste Band rechnen. Unten begrenzt die Werkbank, oben die Grenze für häufigen Zugriff. Was dazwischen liegt, ist die Höhe, in der häufig gebrauchtes Werkzeug hängen sollte.

Höhe des Bands für häufigen Zugriff über der Werkbank (Grenze 150 cm nach DGUV 209-068)
Höhe der WerkbankHerkunft der HöheBand bis 150 cm
90 cmuntere Tischhöhe für leichte Arbeit60 cm
97 cmEllenbogenhöhe P50 Frau, minus 5 cm53 cm
105 cmEllenbogenhöhe P50 Mann, minus 5 cm45 cm
115 cmobere Tischhöhe für leichte Arbeit35 cm

Das Band ist schmal. Eine Lochplatte der gängigen Sets ist rund 60 Zentimeter hoch, die Platten von Arebos 59,5, die von tectake 60; welche Platte welches Maß und welche Last hat, zeigt der Vergleich, welche Lochplatte wie hoch ist und was sie trägt. Hängt eine solche Platte direkt über einer Werkbank von 105 Zentimetern, liegen 45 Zentimeter im Band für häufigen Zugriff und 15 darüber.

Direkt über der Werkbank heißt aber nicht ohne Abstand. Werkstücke, Schraubstock und Werkzeuge auf der Arbeitsfläche brauchen Platz, bevor die ersten Haken kommen. Wie viel, hängt an der Arbeit. Eine Zahl dafür nennen weder die DGUV noch ein Hersteller.

Jeder Zentimeter Abstand geht vom Band ab.

Das Ergebnis ist die erste Aussage dieses Ratgebers. Über einer Werkbank bleiben 35 bis 60 Zentimeter für das, was oft gebraucht wird. Für alles andere ist darüber Platz, aber nicht mehr im günstigsten Bereich.

Die Konsequenz für die Planung: Eine Werkzeugwand über der Werkbank wird eher breit als hoch. Wer viel häufig gebrauchtes Werkzeug hat, braucht Breite, nicht Höhe.

Bis 190 cm, aber nur ohne Blick hinein

Über 150 Zentimetern endet der Bereich für häufigen Zugriff, aber nicht die Wand. Die Checkliste 209-068 fragt in einem weiteren Punkt, ob die maximale Reichhöhe unter 190 Zentimetern liegt, und erläutert: Das sei die maximale Höhe von Regalen und Abstellflächen, bei denen die Sicht in die Tiefe nicht notwendig ist.

Für die Werkzeugwand heißt das: Bis knapp 190 Zentimeter kann Werkzeug hängen, das man ohne hinzusehen greift. Ein Hammer an einem Haken gehört dazu, eine Box mit Schrauben nicht.

Die 209-069 ergänzt eine Faustregel. Das Maß entspreche etwa der 1,24-fachen Körperhöhe. Für einen Menschen mit 175 Zentimetern Körperhöhe ergibt das rund 217 Zentimeter, für einen mit 160 Zentimetern knapp 200.

Warum dann 190? Rechnet man 190 durch 1,24, kommt man auf gut 153 Zentimeter Körperhöhe, also auf eine kleine Person. Das passt dazu, dass 209-069 ihre Reichweiten auf das 5. Perzentil legt, eine Größe, die nur fünf Prozent der Menschen unterschreiten.

Wer allein in seiner Werkstatt arbeitet, kann mit der eigenen Körperhöhe rechnen. Wer die Wand mit anderen teilt, rechnet mit dem kleinsten Menschen, der sie benutzt.

Das zweite Band reicht damit von 150 Zentimetern bis zur eigenen Reichhöhe, nach DGUV bis unter 190. Es ist 40 Zentimeter hoch, für große Menschen mehr. Zusammen mit dem ersten Band ergibt sich über einer Werkbank von 105 Zentimetern eine nutzbare Höhe von 85 Zentimetern, knapp anderthalb Plattenhöhen.

Wenn zwei Menschen an derselben Wand arbeiten

Die Zahlen der DGUV sind Durchschnitte und Perzentile, keine Maße für einen bestimmten Menschen. Die Ellenbogenhöhe des durchschnittlichen Mannes liegt nach DIN 33402-2 bei 110, die der durchschnittlichen Frau bei 102 Zentimetern. Acht Zentimeter Unterschied, beim Durchschnitt.

Die DGUV löst das für Maschinen mit einem Auswahlbereich statt einer festen Zahl, eben 95 bis 120 Zentimeter für die Arbeitshöhe. Für kleinere Menschen sieht sie Plattformen oder Podeste vor, die die Zugangsebene anheben.

An einer Werkzeugwand ist ein Podest selten eine Lösung. Die Planung muss stattdessen die Spanne beider Menschen abdecken: unten so tief, dass der kleinere ohne Bücken an die Werkbank kommt, oben so niedrig, dass er die oberste Reihe noch erreicht.

Für die Reichweiten nennt die 209-069 zwei Wertereihen. Die Zahlen ohne Klammer beruhen auf dem 5. Perzentil der Beschäftigten, die in eckigen Klammern auf dem 5. Perzentil der europäischen Gesamtbevölkerung. Der Greifraum etwa misst 43 Zentimeter, in Klammern 38. Die DGUV empfiehlt Herstellern, die europäischen Werte einzuhalten.

Für die Werkzeugwand ist die Empfehlung übertragbar. Wer nicht weiß, wer die Werkstatt in zehn Jahren nutzt, plant mit den kleineren Werten. Wer nur für sich plant, darf mit den eigenen Maßen rechnen.

Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung. Teilen sich ein Mann und eine Frau mit durchschnittlichen Maßen eine Werkbank von 105 Zentimetern, passt sie zu seiner Ellenbogenhöhe von 110. Für sie liegt die Arbeitshöhe 8 Zentimeter über dem Ellenbogen, noch im Auswahlbereich der DGUV, aber an dessen oberem Rand. An der Wand darüber verschiebt sich für sie alles um dieselben 8 Zentimeter nach oben.

Das häufig Gebrauchte gehört bei zwei Menschen in die Mitte der gemeinsamen Spanne, das Seltene an die Ränder. Und was nur einer braucht, hängt in seiner Höhe.

Wie tief darf die Werkbank vor der Wand sein?

Bisher ging es um die Höhe. Eine Werkzeugwand hinter einer Werkbank hat aber noch eine zweite Entfernung: die Tiefe der Werkbank. Wer vor der Werkbank steht, muss über die ganze Arbeitsfläche greifen, um an die Wand zu kommen.

Die 209-069 teilt den Raum vor dem Körper in vier Zonen. Der bevorzugte Arbeitsraum für feine Tätigkeiten reicht 20 Zentimeter weit, in Klammern 17. Der bevorzugte Arbeitsraum mit Armbewegung reicht 32 Zentimeter, in Klammern 29; dort sollen Werkzeuge liegen, die häufig benötigt werden. Der maximale Greifraum reicht 43 Zentimeter, in Klammern 38, gemessen als Abstand von der Schulter zur Greifhand abzüglich der Bauchtiefe. Der Tastraum mit gestrecktem Zeigefinger reicht 55, in Klammern 50 Zentimeter.

Bei gelegentlichen Griffen können Greif- und Tastraum um 15 Zentimeter erweitert werden, weil dann Rumpf und Schultern mitgehen dürfen.

Übertragen auf die Werkbank heißt das: Steht man an der Vorderkante und rechnet den Greifraum von dort, liegt eine Wand hinter einer Arbeitsfläche von mehr als 43 Zentimetern Tiefe außerhalb des maximalen Greifraums. Mit Vorbeugen sind es 58 Zentimeter, für die europäische Gesamtbevölkerung 53.

Für die Arbeitsfläche selbst folgt daraus eine zweite Regel. Im bevorzugten Arbeitsraum mit Armbewegung, 32 Zentimeter tief, sollen nach der DGUV die Werkzeuge liegen, die häufig benötigt werden. Auf einer Werkbank sind das die vorderen gut 30 Zentimeter. Alles, was dahinter liegt, und erst recht die Wand, ist für den gelegentlichen Griff.

Welche Tiefe die eigene Werkbank hat, misst man mit dem Zollstock. Liegt sie über diesen Werten, gibt es drei Auswege. Die Wand wird seitlich der Werkbank geplant statt dahinter. Häufig gebrauchtes Werkzeug kommt an eine Leiste an der Vorderkante oder in eine Schublade; wie sich Schubladen ordnen lassen, zeigt der Ratgeber, wie sich Werkzeug in Schubladen nach Griffhäufigkeit ordnen lässt. Oder die Wand bekommt nur, was gelegentlich gebraucht wird, und das häufig Gebrauchte liegt in Reichweite auf der Arbeitsfläche.

Die Breite des Greifraums spielt im Stehen kaum eine Rolle, schreibt die DGUV, solange er ohne Hindernisse erreichbar ist. Man tritt einen Schritt zur Seite. Die Tiefe lässt sich nicht so ausgleichen.

24 bis 35 Halter je Quadratmeter

Um aus der Zahl der Werkzeuge eine Fläche zu machen, braucht es eine Dichte: wie viele Werkzeuge auf einen Quadratmeter passen. Eine Norm dafür gibt es nicht. Die Sets im Handel liefern aber einen Anhaltspunkt, weil sie Halter und Plattenmaß gemeinsam angeben.

Halter je Fläche bei vier Metallsets (Halterzahl und Plattenmaß laut Hersteller)
SetFlächeHalter oder Teile laut HerstellerHalter je Quadratmeter
Arebos AR-HE-WW17R3 × 39 × 59,5 cm, knapp 0,7 m²17rund 24
Ondis24 SZ3/23 × 40,5 × 59 cm, gut 0,7 m²22rund 31
tectake 4035593 × 40 × 60 cm, 0,72 m²25rund 35
CCLIFE DWAND002A4 × 40 × 60 cm, 0,96 m²34 Hakenrund 35

Die Spanne liegt bei 24 bis 35 Haltern je Quadratmeter. Das sagt nicht, wie dicht man hängen kann, sondern wie dicht die Hersteller ihre Sets bestücken.

Ein Halter ist außerdem nicht gleich ein Werkzeug. Bei Ondis24 ist die Zahl die des 22-teiligen Hakensets. Arebos zählt eine Bitleiste und zwei Schraubendreherleisten als je einen Halter, und auf jeder davon finden mehrere Werkzeuge Platz. Ondis24 schreibt für sein 120-Zentimeter-Set, es biete Platz für 28 Bohrer, 16 Maul- oder Ringschlüssel und 20 Schraubendreher. Das wären bis zu 64 Werkzeuge auf gut 0,7 Quadratmetern, rund 90 je Quadratmeter.

Für die Rechnung gibt es damit zwei Dichten. Für einzeln hängende Werkzeuge wie Zangen, Hämmer und Sägen etwa 24 bis 35 je Quadratmeter, für kleine Werkzeuge in Leisten wie Bohrer und Schraubendreher deutlich mehr.

Wie groß der Unterschied ist, zeigt eine zweite Rechnung. 30 Schraubendreher und Bohrer in Leisten brauchen bei rund 90 je Quadratmeter etwa ein Drittel Quadratmeter. Dieselbe Zahl Zangen und Hämmer an Einzelhaken braucht bei 30 je Quadratmeter einen ganzen.

Wer einen Haken für einen Akkuschrauber setzt, belegt mehr Fläche als einer für eine Zange. Die Dichte der Sets ist für Handwerkzeug gerechnet.

Von der Werkzeugzahl zur Fläche

Jetzt lässt sich die Fläche rechnen. Der Weg hat drei Schritte: Werkzeuge zählen und nach Häufigkeit trennen, je Gruppe die Fläche aus der Dichte bestimmen, die Fläche durch die Höhe des passenden Bands teilen.

Ein Beispiel. In einer Werkstatt hängen 20 Werkzeuge, die häufig gebraucht werden, und 20, die selten gebraucht werden, alle einzeln an Haken. Die Werkbank ist 105 Zentimeter hoch, der Nutzer allein und durchschnittlich groß.

Bei 30 Haltern je Quadratmeter brauchen die 20 häufigen Werkzeuge rund 0,67 Quadratmeter. Das Band für häufigen Zugriff ist über dieser Werkbank 45 Zentimeter hoch. 0,67 Quadratmeter durch 0,45 Meter ergeben knapp 1,5 Meter Breite.

Die 20 seltenen Werkzeuge brauchen ebenfalls rund 0,67 Quadratmeter. Ihr Band reicht von 150 bis 190 Zentimetern und ist 40 Zentimeter hoch. 0,67 durch 0,40 ergibt knapp 1,7 Meter.

Die Wand wird also so breit wie das breitere der beiden Bänder, rund 1,7 Meter, und reicht von 105 bis 190 Zentimetern. Fertige Platten mit 60 Zentimetern Höhe treffen diese 85 Zentimeter nicht genau. Eine Reihe deckt das untere Band und 15 Zentimeter des oberen ab, eine zweite volle Reihe reichte bis 225 Zentimeter und damit weit über die Reichhöhe.

Zum Vergleich die Sets: Das breiteste Komplettset im Cluster, CCLIFE mit vier Platten, misst 160 Zentimeter. Die Rechnung landet knapp darüber. Für das obere Band bieten sich deshalb eher einzelne Bleche, Leisten oder Haken an, deren Oberkante unter 190 bleibt. Eine Wand nach eigenem Maß trifft beide Bänder genau; was dabei an Herstellerzahlen fehlt, zeigt der Ratgeber, wann sich eine Werkzeugwand nach eigenem Maß lohnt.

Die Rechnung lässt sich mit eigenen Zahlen wiederholen. Sie ist bewusst einfach, denn die Dichte der Sets ist eine grobe Größe, und eine genauere Planung legt die Werkzeuge einmal auf dem Boden aus, bevor gebohrt wird.

Wo die Wand nicht breiter werden kann, hilft die Seite. Werkzeug, das zwar häufig, aber nicht über der Arbeitsfläche gebraucht wird, darf an eine Wand neben der Werkbank.

Schweres nach unten, Häufiges in die Mitte

Mit Höhe und Breite steht die Fläche. Wo innerhalb der Fläche welches Werkzeug hängt, folgt aus zwei Ordnungen, die sich manchmal widersprechen: dem Gewicht und der Griffhäufigkeit.

Für das Gewicht gibt es eine Regel aus der Befestigung. Eine Lochplatte, die mit Schlüssellöchern an Schrauben hängt, trägt ihre Last über diese Schrauben, und jedes Werkzeug zieht mit seinem Gewicht und seinem Abstand zur Wand daran. Schwere Werkzeuge gehören deshalb nach unten, wo man sie nicht über Kopf heben muss, und nah an die Befestigungspunkte der Platte; leichte nach oben.

Für die Häufigkeit gilt das Band. Häufig gebrauchte Werkzeuge gehören in das Band zwischen Werkbank und 150 Zentimetern, und dort in die Mitte vor dem Platz, an dem man steht.

Beide Ordnungen gleichzeitig zu erfüllen ist nicht immer möglich. Ein schwerer Hammer, der ständig gebraucht wird, gehört nach beiden Regeln in das untere Band. Ein schweres Gerät, das selten gebraucht wird, gehört nach dem Gewicht nach unten, nach der Häufigkeit nach oben, und das Gewicht gewinnt, weil es die Befestigung betrifft.

Die Ordnung nach Gewicht und Griffhäufigkeit ist dieselbe wie in einer Schublade, nur steht sie an der Wand senkrecht. Was in der Schublade vorn liegt, hängt an der Wand in der Mitte des unteren Bands.

Was ein einzelner Haken trägt, steht selten im Datenblatt. Deuba nennt für die Haken seines Sets 106887 ein Kilogramm, die übrigen Hersteller nennen keinen Wert.

Ein letzter Punkt zur Anordnung: Werkzeuge, die zusammen gebraucht werden, hängen zusammen. Die Bitleiste neben den Akkuschrauber, die Zangen neben die Abisolierzange.

Die Installationszone liegt im Greifbereich

Die DIN 18015-3 legt für Wohngebäude fest, wo Elektroleitungen in der Wand verlaufen sollen. Eine der waagerechten Zonen liegt 100 bis 130 Zentimeter über dem fertigen Fußboden.

Die Zahlen stehen hier nach Baunetz Wissen und, als Gegenprobe, nach dem Planungsmagazin des Schalterherstellers Gira. Beide nennen dieselben Zonen.

Für die Werkzeugwand ist das die ungünstigste Lage, die eine Zone haben kann. Sie liegt vollständig im Bereich für häufigen Zugriff, und über einer Werkbank von 90 bis 115 Zentimetern genau dort, wo die ersten Haken hängen.

Weitere waagerechte Zonen liegen 15 bis 45 Zentimeter über dem Fußboden und 15 bis 45 Zentimeter unter der Decke, senkrechte 10 bis 30 Zentimeter neben Türen, Fenstern und Ecken. Bei einer Wand, die von 105 bis 190 Zentimetern reicht, ist in einem Raum mit 250 Zentimetern Deckenhöhe nur die mittlere Zone betroffen.

Für die Planung heißt das: Die Befestigungspunkte der Platten werden so gelegt, dass sie die Zone möglichst nicht treffen. Eine Platte von 60 Zentimetern Höhe, die über einer Werkbank von 105 Zentimetern beginnt, liegt mit ihren unteren 25 Zentimetern in der Zone. Wo ihre Befestigungspunkte sitzen, legt das Bohrbild des Herstellers fest.

Die Zonen sind eine Regel für die Verlegung. Ob eine Wand ihr folgt, zeigt nur ein Leitungssuchgerät, und das gehört vor jedes Bohrloch. Wie die Montage Schritt für Schritt abläuft, beschreibt der Ratgeber, wie man die Platte an die Wand bringt, ohne eine Leitung zu treffen.

Wer die Wand neu baut oder plant, hat einen Vorteil. Er kann die Wand seitlich verschieben, bis die senkrechten Zonen neben Türen und Ecken frei bleiben, und die Befestigungspunkte in der Höhe so legen, dass die mittlere Zone zwischen zwei Reihen liegt.

Boxen brauchen andere Höhen als Haken

Die Grenze von 190 Zentimetern gilt ausdrücklich für Regale und Abstellflächen, bei denen man nicht hineinsehen muss. Ein Haken mit einem Hammer erfüllt diese Bedingung. Eine Stapelbox mit gemischten Schrauben erfüllt sie nicht.

Für Boxen gilt deshalb eine niedrigere Grenze. Wer in eine Box hineinsehen muss, um die richtige Schraube zu finden, braucht die Box unterhalb der Augenhöhe. Die DGUV beschreibt das Band für häufigen Zugriff als den Bereich zwischen Ellenbogen- und Augenhöhe, und für Boxen ist die Augenhöhe die harte Obergrenze.

Monzana bringt 30 Boxen auf eine Fläche von 64 × 38 Zentimetern. Die Platte ist damit niedriger als eine Lochplatte und passt mit 38 Zentimetern vollständig in das Band über einer Werkbank von 105 Zentimetern.

Die Boxen haben an der Vorderseite ein Etikettenfach. Es ist nur lesbar, solange es unter der Augenhöhe hängt, und das ist ein zweiter Grund, Boxen in das untere Band zu setzen.

Das ist ein Argument für eine geteilte Wand. Unten, im Band für häufigen Zugriff, hängen Boxen und häufig gebrauchte Werkzeuge. Darüber, bis zur Reichhöhe, hängt Werkzeug, das man ohne Hinsehen greift.

Welche Kunststoffsysteme mit Boxen es gibt, wie groß die Boxen sind und was sie tragen dürfen, zeigt der Vergleich, welches Wandregal mit Stapelboxen in das Band über der Werkbank passt.

Bei Boxen kommt eine zweite Frage dazu: die Last. Eine volle Box zieht nach vorn, und eine Platte mit 30 vollen Boxen trägt laut Monzana bis zu 42 Kilogramm. Je höher sie hängt, desto mühsamer wird das Herausnehmen, und eine volle Box über Kopf ist unhandlich.

Was die Rechnung für die eigene Wand ergibt

Am Anfang standen 150 Zentimeter, die Grenze für häufigen Zugriff. Die Rechnung hat daraus ein Band gemacht: 35 bis 60 Zentimeter über einer Werkbank für leichte Arbeit, je nach deren Höhe.

Darüber liegt ein zweites Band bis unter 190 Zentimeter, rund 40 Zentimeter hoch, für Werkzeug, das man ohne Hinsehen greift. Für große Menschen reicht es höher, nach der Faustregel der DGUV bis etwa zur 1,24-fachen Körperhöhe.

Hinter der Werkbank begrenzt die Tiefe. Bei mehr als 43 Zentimetern, mit Vorbeugen 58, liegt die Wand außerhalb des Greifraums; für die europäische Gesamtbevölkerung sind es 38 und 53.

Die Fläche ergibt sich aus der Zahl der Werkzeuge. 24 bis 35 Halter je Quadratmeter bestücken die Hersteller ihre Sets, für kleine Werkzeuge in Leisten passt deutlich mehr.

Und mitten im ersten Band liegt die Installationszone von 100 bis 130 Zentimetern. Sie ist der Grund, warum die Planung vor dem ersten Bohrloch endet und nicht danach.

Für eine Werkstatt mit 40 Werkzeugen und einer Werkbank von 105 Zentimetern ergibt die Rechnung eine Wand von rund 1,7 Metern Breite in zwei Bändern. Welche Bauart diese Wand bekommt, Stahlblech, Kunststoff mit Boxen oder Eigenbau, ordnet die Übersicht, welche Bauart einer Werkzeugwand zu welcher Werkstatt passt.

Häufige Fragen

Wie hoch hängt man eine Werkzeugwand über der Werkbank?
Für häufig gebrauchtes Werkzeug zwischen der Werkbank und 150 cm über dem Boden. Die Obergrenze stammt aus der Ergonomie-Checkliste DGUV Information 209-068, die für Werkzeugmaschinen 95 bis 150 cm für häufigen Zugriff nennt. Selten Gebrauchtes darf höher hängen, bis unter 190 cm.
Wie groß sollte eine Werkzeugwand sein?
So groß, wie die Zahl der Werkzeuge es verlangt. Die Sets im Handel tragen 24 bis 35 Halter je Quadratmeter. Wer 40 Werkzeuge mit je einem Halter aufhängen will, braucht damit zwischen gut 1,1 und knapp 1,7 Quadratmetern, und ob das in die Breite oder in die Höhe geht, entscheidet die Höhe der Werkbank.
Wie tief darf die Werkbank vor der Werkzeugwand sein?
Höchstens so tief, wie man greifen kann. DGUV Information 209-069 nennt für den maximalen Greifraum 43 cm, für die europäische Bevölkerung 38 cm, bei gelegentlichen Griffen jeweils 15 cm mehr. Eine tiefere Werkbank schiebt die Wand aus dem Greifraum.
Wie hoch darf eine Werkzeugwand höchstens reichen?
Unter 190 cm, wenn man dort nichts sehen muss: So begrenzt DGUV Information 209-068 Regale und Abstellflächen ohne Sicht in die Tiefe. Das Maß entspricht laut 209-069 etwa der 1,24-fachen Körperhöhe, für große Menschen liegt die Grenze also höher.
Was gehört an der Werkzeugwand nach oben und was nach unten?
Häufig Gebrauchtes in den Bereich zwischen Werkbank und 150 cm, Seltenes darüber. Schweres gehört nach unten und nah an die Befestigung, Boxen, in die man hineinsehen muss, unter Augenhöhe.
Gibt es eine Norm für die Höhe einer Werkzeugwand?
Nein. Die Zahlen in diesem Ratgeber stammen aus DGUV-Informationen für Werkzeugmaschinen der Metallbearbeitung und sind auf die Wand übertragen. Für Wohngebäude legt DIN 18015-3 fest, wo Leitungen in der Wand verlaufen sollen, nicht, wo Werkzeug hängt.

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Zuletzt redaktionell geprüft am .

  1. Ersterstellung: Rechenweg von der Werkbankhöhe zur Fläche der Werkzeugwand. Grundlage: DGUV Information 209-069 (Arbeitshöhe 95 bis 120 cm, Tischhöhe 90 bis 115 cm, Ellenbogenhöhe P50 110 und 102 cm nach DIN 33402-2, Greifraum 43 cm, europäisch 38 cm, gelegentlich 15 cm mehr) und 209-068 (häufiger Zugriff 95 bis 150 cm, Reichhöhe unter 190 cm), DIN 18015-3 über Baunetz Wissen und Gira, Halterzahlen und Plattenmaße von Arebos, tectake, Ondis24 und Monzana. Leitbefund: Zwischen einer Werkbank von 90 bis 115 cm und der Obergrenze von 150 cm bleiben 35 bis 60 cm für häufig gebrauchtes Werkzeug; die Installationszone 100 bis 130 cm liegt mitten darin.

Verwendete Quellen

  1. [1]DGUV Information 209-069: Ergonomische Maschinengestaltung von Werkzeugmaschinen der Metallbearbeitung (Februar 2018) · abgerufen 2026-10-19
  2. [2]DGUV Information 209-068: Checkliste Ergonomie Werkzeugmaschinen (Februar 2018) · abgerufen 2026-10-19
  3. [3]Baunetz Wissen: Leitungsverlegung und Installationszonen nach DIN 18015-3 · abgerufen 2026-10-19
  4. [4]Gira: Elektroinstallationszonen nach DIN 18015-3 · abgerufen 2026-10-19
  5. [5]AREBOS: Original-Bedienungsanleitung Metall-Werkzeugwand AR-HE-WW17R/B (11.12.2024) · abgerufen 2026-10-19
  6. [6]tectake: Werkzeuglochwand Jonah 403559 · abgerufen 2026-10-19
  7. [7]Ondis24: Lochwandset 120 cm, Werkzeugwand aus Metall · abgerufen 2026-10-19
  8. [8]Deuba/Monzana: Aufbauanleitung Wandregal mit Stapelboxen BDA-101575-001 · abgerufen 2026-10-19