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Ratgeber · Poolheizungen

Pool mit Holz heizen – Ofenleistung, Holzbedarf und Rechtslage

Was die Kilowatt auf einem Pool-Ofen bedeuten, wie viel Holz eine Aufheizung rechnerisch braucht und was die Verordnung über kleine Feuerungsanlagen dazu sagt.

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Eine Feuerungsanlage ist nach der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen jede Anlage, „bei der durch Verfeuerung von Brennstoffen Wärme erzeugt wird". Ein Ofen, in dem Holz brennt und durch dessen Spirale Poolwasser fließt, passt dem Wortlaut nach in diese Definition.

Einer der Anbieter sieht das anders. Trongaard schreibt auf der Produktseite seines Pool-Ofens, das Gerät unterliege der Verordnung nicht — und verweist im selben Absatz an den Schornsteinfeger. Derselbe Hersteller erklärt, seine 40 Kilowatt seien aus dem Energiegehalt des Holzes berechnet, das in den Ofen geht.

Beide Sätze führen zu den zwei Fragen, um die es hier geht: was gilt, wenn im Garten Holz unter einem Becken brennt, und was eine Kilowattzahl auf einem Holzofen bedeutet. Dazu kommt eine Rechnung, die keiner der Anbieter aufmacht: wie viel Holz eine Aufheizung braucht.

Was vor dem ersten Feuer geklärt sein sollte

Fünf Punkte, die aus Verordnung, Herstellerangaben und dem eigenen Becken zusammenkommen.

Die Einordnung durch den Schornsteinfeger
vor dem Kauf, nicht danach
Ob ein Pool-Ofen unter die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen fällt, beantwortet ihr Wortlaut nicht abschließend. Trongaard, der Hersteller, der die Geltung verneint, verweist für weitere Auskünfte selbst an den Schornsteinfeger.
Das Wasservolumen des Beckens
in Kubikmetern
Die Anbieter nennen Grenzen: ECOPOOLTECH bis 4 Kubikmeter, ein Pelletofen bis 3.700 Liter, Trongaard für das 40-Kilowatt-Modell bis 10 Kubikmeter. Ein Kubikmeter braucht je Grad rund 1,16 Kilowattstunden Wärme.
Lufttrockenes Holz
unter 20 Prozent Wassergehalt
Der Schornsteinfeger-Bundesverband nennt für luftgetrocknetes Holz mit 15 bis 20 Prozent Wasser rund 4 Kilowattstunden je Kilogramm, für frisch geschlagenes mit 50 Prozent rund 2.
Der Abstand zwischen Ofen und Becken
höchstens 50 Zentimeter ohne Pumpe
Trongaard erlaubt den Umlauf ohne Pumpe nur, wenn die Verbindungsschläuche nicht länger als 50 Zentimeter sind. Darüber empfiehlt der Hersteller eine Pumpe mit höchstens 2.000 Litern je Stunde und weniger als 1 bar.
Wohin der Rauch zieht
Windrichtung und Nachbargrundstück
Rauch, Ruß und Gerüche muss ein Nachbar nach § 906 BGB nur dulden, soweit sie sein Grundstück nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigen. Der Aufstellort entscheidet mit darüber.

Was die Verordnung als Feuerungsanlage zählt

Nach ihrem § 1 gilt die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, kurz 1. BImSchV, für die Errichtung, die Beschaffenheit und den Betrieb von Feuerungsanlagen, die keine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz brauchen.

Was eine Feuerungsanlage ist, steht in § 2 Nummer 5: eine Anlage, bei der durch Verfeuerung von Brennstoffen Wärme erzeugt wird. Zur Feuerungsanlage gehören die Feuerstätte und, soweit vorhanden, die Einrichtungen zur Luftzufuhr, das Verbindungsstück und die Abgaseinrichtung.

Ein Pool-Ofen hat alle diese Teile. In einer Brennkammer wird Holz verfeuert, durch eine Spirale oder den Ofenkörper fließt das Wasser, oben sitzt ein Rohr für den Rauch. ECOPOOLTECH beschreibt eine untere Brennkammer, einen herausziehbaren Aschekasten und einen verlängerten Kamin. Trongaard nennt Maße für Brennkammer und Kaminlänge.

Nach dem Wortlaut wäre ein solches Gerät damit eine Feuerungsanlage. Ob die Behörden es so sehen, steht nicht in der Verordnung, und eine Veröffentlichung dazu wurde für diesen Artikel nicht gefunden.

Unter den Bauformen dieses Bereichs ist der Holzofen damit die einzige, bei der diese Frage überhaupt auftaucht. Solarmatten, Elektroheizer und Wärmetauscher verbrennen nichts; welche Fragen bei ihnen stattdessen zählen, ordnet die Übersicht der Bauformen von Solar bis Wärmetauscher.

Gesucht wird die Frage trotzdem. „Pool mit Holz heizen erlaubt" und „Poolheizung Holz erlaubt" stehen in den Suchvorschlägen. Keiner der vier auswertbaren Ratgeber, die eine Suchmaschine auf der ersten Seite zeigt, nennt die Verordnung auch nur mit Namen.

Ein Hersteller hält die Verordnung für unzuständig

Trongaard bezieht auf seiner Produktseite ausdrücklich Stellung. Der Ofen gehöre nicht zur Gruppe der festen Öfen oder Kachelöfen und unterliege deshalb nicht der 1. BImSchV. Öfen für Badezuber, Saunen und Ähnliches seien, soweit sie im Garten stehen, Feuerstellen, die kurzzeitig zum Vergnügen genutzt würden.

Der nächste Satz relativiert das: Für weitere Informationen möge man sich an den Schornsteinfeger wenden.

Wie die Begründung zur Definition aus § 2 passt, bleibt offen. Dort unterscheidet die Verordnung nicht danach, ob ein Ofen fest steht oder im Garten, und nicht danach, ob er kurzzeitig oder dauerhaft genutzt wird. Eine Rolle spielt die Dauer an anderer Stelle — im nächsten Abschnitt.

Für den Kauf heißt das: Die Herstelleraussage ist eine Rechtsauffassung, keine Auskunft einer Behörde. Wer sicher gehen will, folgt dem zweiten Satz des Herstellers und fragt den zuständigen Bezirksschornsteinfeger, bevor der Ofen aufgestellt wird. Eine Antwort wird hier nicht vorweggenommen.

Von den anderen drei Anbietern, deren Produktseiten für diesen Artikel gelesen wurden, äußert sich keiner zur Verordnung.

Das Wort Badeofen und die drei Monate

Zwei Ausnahmen in § 1 Absatz 2 der Verordnung betreffen genau den Bereich, in dem Pool-Öfen stehen. Beide nehmen allerdings nicht die ganze Verordnung aus, sondern nur einen Teil: die Paragrafen 4 bis 20 sowie 25 und 26.

Welche Art von Anlagen der Verordnungsgeber in Absatz 2 im Blick hatte, zeigt die Liste dort: Infrarotheizstrahler, die ohne Abgasführung auskommen, Anlagen zum Trocknen von Gütern, zum Backen von Speisen, kleine Brennereien. Mitten darin steht eine Nummer, die für Becken interessant ist.

Sie gilt für Feuerungsanlagen, die dazu bestimmt sind, Warmwasser in Badeöfen zu erzeugen. Ob ein Pool-Ofen ein Badeofen in diesem Sinn ist, lässt der Wortlaut offen. Gesucht wird der Begriff jedenfalls: „Pool mit Badeofen heizen" steht in den Suchvorschlägen.

Eine zweite Ausnahme gilt für Anlagen, bei denen nach den Umständen zu erwarten ist, dass sie nicht länger als drei Monate nach der Inbetriebnahme am selben Ort betrieben werden. Ein Ofen, der nur für eine kurze Badesaison aufgestellt und danach weggeräumt wird, kann darunter fallen. Einer, der über mehrere Sommer an derselben Stelle steht, eher nicht. Der Wortlaut stellt dabei auf das ab, was nach den Umständen zu erwarten ist — nicht darauf, wie lange der Ofen am Ende tatsächlich an seinem Platz bleibt.

Wichtiger als jede der beiden Ausnahmen ist, was sie nicht erfassen. Stehen bleiben die Paragrafen 1 bis 3, und Paragraf 3 enthält die Liste der Brennstoffe. Selbst wo eine Ausnahme greift, ändert sie also nichts daran, was verbrannt werden darf.

Was mit den Ausnahmen entfallen würde, betrifft unter anderem die allgemeinen Anforderungen an den Betrieb nach § 4. Dort steht, dass Anlagen für feste Brennstoffe nur mit Brennstoffen betrieben werden dürfen, für die der Hersteller sie freigibt, und dass sich Errichtung und Betrieb nach den Vorgaben des Herstellers richten.

Welches Holz in den Ofen darf

Paragraf 3 zählt die zulässigen Brennstoffe abschließend auf. Für einen Pool-Ofen kommen im Wesentlichen drei Nummern in Frage.

Nummer 4 erlaubt naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, insbesondere als Scheitholz und Hackschnitzel, dazu Reisig und Zapfen. Nummer 5 nennt nicht stückiges naturbelassenes Holz wie Sägemehl, Späne und Schleifstaub sowie Rinde. Nummer 5a nennt Presslinge aus naturbelassenem Holz, also Holzbriketts und Holzpellets, wenn sie bestimmten Normen oder einer gleichwertigen Qualität entsprechen.

Was naturbelassen heißt, definiert § 2 Nummer 9: Holz, das ausschließlich mechanisch bearbeitet wurde und bei seiner Verwendung nicht mehr als nur unerheblich mit Schadstoffen belastet ist.

Gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie Spanplatten und Sperrholz stehen zwar ebenfalls in der Liste, unter den Nummern 6 und 7. Sie sind dort aber an Bedingungen geknüpft: keine Holzschutzmittel, keine Beschichtungen mit halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetallen. Was die Anbieter der Pool-Öfen nennen, sind ohnehin nur zwei Brennstoffe, Brennholz und Pellets.

Beim Pelletofen mit 5 Kilowatt steht das auch auf der Produktseite. Verwendet werden sollen nur trockene Holzpellets in der empfohlenen Größe.

Der Schornsteinfeger-Bundesverband formuliert die Regel für jeden Holzofen in einem Satz: nur zugelassene Brennstoffe. Und er fügt einen Grund hinzu, der im Garten noch deutlicher gilt als im Wohnzimmer — was man verbrennt, kann der Nachbar sehen und teilweise auch riechen.

Acht, vierzig oder gar keine Kilowatt

Weit auseinander liegen die Leistungsangaben der Pool-Öfen. Vier Produktseiten wurden für diesen Artikel gelesen, darunter das Gerät mit den meisten Bewertungen dieser Bauform.

Vier Pool-Öfen für Holz oder Pellets nach Leistungsangabe, Beckengröße und Bedingung
GerätAngegebene LeistungBecken laut AnbieterWas zur Leistung gesagt wird
Trongaard APO4040 kWbis 10 m³aus dem Energiegehalt des zugeführten Holzes berechnet
ECOPOOLTECH Holz8 kWbis 4 m³Whirlpool „within 24 hours" bereit, keine Bedingung
Pelletofen mit Titanspirale5 kWbis 3.700 lTank für etwa 7 Stunden, keine Bedingung
Vigevee Feuerfasskeine Angabekeine AngabeTemperatur über die Menge des Brennholzes regelbar

Zwischen der kleinsten und der größten Angabe liegt das Achtfache.

Auffälliger ist die letzte Zeile. Das Feuerfass von Vigevee hat mit 84 Bewertungen die breiteste Basis unter den Holzöfen, die eine Suche nach „Poolheizung Holz" zeigt. Eine Leistung nennt die Produktseite nicht, auch kein Beckenvolumen. Beschrieben werden ein Heizrohr aus Edelstahl mit 20 Millimetern Durchmesser, ein Anschluss für Schläuche mit 32 bis 38 Millimetern und ein Material, das bis 300 Grad hitzebeständig sei.

Gezielt nach Zahlen fragen dagegen die Suchvorschläge: Poolheizung Holz mit 30, 70, 75 und 80 Kilowatt. Was eine solche Zahl aussagt, hängt davon ab, worauf sie sich bezieht. Und genau das sagt nur einer der vier Anbieter.

Dieselbe Frage stellt sich bei den Wärmetauschern dieses Bereichs, deren Kilowattzahl im Namen ebenfalls keinen Betriebspunkt nennt. Ihr Vergleich zeigt, wie stark die Leistung einer Wärmetauscher-Baugröße je nach Betriebspunkt schwankt.

Feuerungswärmeleistung und Nennwärmeleistung

Trongaard schreibt, die Leistung des Ofens werde über den Energiegehalt des zugeführten Holzes berechnet. Die Angabe sei deshalb nicht direkt vergleichbar mit den Angaben eines Kamins oder etwa einer Wärmepumpe.

Für beides hat die Verordnung eigene Begriffe. Feuerungswärmeleistung ist nach § 2 Nummer 6 der auf den unteren Heizwert bezogene Wärmeinhalt des Brennstoffs, der einer Anlage im Dauerbetrieb je Zeiteinheit zugeführt werden kann. Nennwärmeleistung ist nach Nummer 10 die höchste im Dauerbetrieb nutzbar abgegebene Wärmemenge je Zeiteinheit.

Die erste Zahl misst, was hineingeht. Die zweite, was herauskommt. Trongaards 40 Kilowatt sind nach der eigenen Beschreibung des Herstellers die erste Größe.

Für das, was zwischen beiden verloren geht, kennt die Verordnung zwei weitere Begriffe. Der Abgasverlust nach Nummer 1 ist die Differenz zwischen dem Wärmeinhalt des Abgases und dem der Verbrennungsluft, bezogen auf den Heizwert des Brennstoffs — also die Wärme, die mit dem Rauch durch den Kamin geht. Der Nutzungsgrad nach Nummer 11 setzt die nutzbar abgegebene Wärmemenge ins Verhältnis zu der, die mit dem Brennstoff zugeführt wurde.

Für Einzelraumfeuerungen, also Öfen in Wohnräumen, verlangt § 4 Absatz 3 eine Typprüfung, die unter anderem einen Mindestwirkungsgrad belegt. Auf den Seiten der Pool-Öfen, die für diesen Artikel gelesen wurden, steht keiner der beiden Werte.

Wie viel davon im Wasser ankommt, beantwortet die Produktseite nicht. Ein Nutzungsgrad oder Wirkungsgrad, also das Verhältnis zwischen beiden Zahlen, steht bei keinem der vier Geräte. Trongaard begründet auch, warum eine Angabe in Grad je Stunde nicht möglich sei: Außentemperatur, Wassertemperatur, Sonne oder Schatten, Dämmung des Beckens, die Länge der Leitungen, Wind und Filteranlage beeinflussten das Ergebnis.

Bei den anderen drei Geräten bleibt offen, welche der beiden Größen gemeint ist. Für die Rechnung im nächsten Abschnitt ist das entscheidend. Ist die Zahl eine Feuerungswärmeleistung, dann liegt die Wärme, die im Becken ankommt, darunter, und zwar um einen Anteil, den niemand angibt.

Wie viel Holz eine Aufheizung rechnerisch braucht

Alle folgenden Zahlen sind eigene Überschlagsrechnungen. Sie beruhen auf zwei Werten: Ein Kubikmeter Wasser braucht je Grad Erwärmung rund 1,16 Kilowattstunden, und luftgetrocknetes Holz liefert laut Schornsteinfeger-Bundesverband rund 4 Kilowattstunden je Kilogramm. Verluste über die Wasseroberfläche und am Ofen sind nicht eingerechnet. Echte Mengen liegen deshalb höher.

Ein Becken mit 10 Kubikmetern, die Obergrenze, die Trongaard für sein 40-Kilowatt-Modell nennt, braucht für 10 Grad mehr rund 116 Kilowattstunden Wärme. Bei 4 Kilowattstunden je Kilogramm sind das mindestens 29 Kilogramm Holz — wenn jede Kilowattstunde aus dem Holz im Wasser ankäme. Das tut sie nicht, und um wie viel weniger, sagt kein Anbieter.

ECOPOOLTECH nennt 8 Kilowatt und ein Becken bis 4 Kubikmeter; ein Whirlpool sei innerhalb von 24 Stunden bereit. Über 24 Stunden sind 8 Kilowatt 192 Kilowattstunden. Kämen sie vollständig im Wasser an, reichten sie rechnerisch für gut 41 Grad Erwärmung von 4 Kubikmetern. Beschreibt die Zahl dagegen, wie bei Trongaard, das zugeführte Holz, dann gehen in diesen 24 Stunden rund 48 Kilogramm lufttrockenes Holz durch den Ofen.

Beim Pelletofen liefert eine volle Tankfüllung über etwa 7 Stunden bei 5 Kilowatt rechnerisch 35 Kilowattstunden. Für 3.700 Liter, das größte Becken, das der Anbieter nennt, sind das ohne Verluste gut 8 Grad je Tankfüllung.

Aufheizen ist dabei nur die eine Hälfte. Ein warmes Becken verliert Wärme über die Oberfläche, vor allem durch Verdunstung. Der Ratgeber zur Heizleistung überschlägt dafür eine eigene Beispielrechnung: Bei 30 Quadratmetern Oberfläche und einem Millimeter verdunstetem Wasser am Tag gehen rund 19 Kilowattstunden täglich verloren, bei drei Millimetern rund 56. Mit lufttrockenem Holz wären das, wieder ohne Ofenverluste, knapp 5 beziehungsweise 14 Kilogramm Holz an jedem Tag, an dem die Temperatur gehalten werden soll.

Woher die 1,16 Kilowattstunden je Kubikmeter und Grad kommen und warum ein Becken über die Oberfläche mehr verliert als über das Volumen, zeigt der Ratgeber, wie viel Wärme ein Becken zum Aufheizen und zum Halten braucht.

Frisches Holz halbiert die Rechnung

Die 4 Kilowattstunden je Kilogramm gelten für Holz mit 15 bis 20 Prozent Wasser. Frisch geschlagenes Holz enthält laut Schornsteinfeger-Bundesverband je nach Jahreszeit und Sorte bis zu 60 Prozent Wasser. Bei einem Wassergehalt von 50 Prozent nennt der Verband einen Heizwert von rund 2 Kilowattstunden je Kilogramm.

Für die Rechnung von oben heißt das: Aus 29 Kilogramm werden 58.

Der Verband nennt als Grenze für geeignetes Brennholz einen Feuchtegehalt von weniger als 25 Prozent, was weniger als 20 Prozent Wassergehalt entspricht. Feuchtes Holz erhöhe die Luftbelastung, sei unwirtschaftlich und fördere die Bildung von Glanzruß.

Ob das Brennholz trocken genug ist, kann laut Verband der Schornsteinfeger mit einem Messgerät feststellen.

Der Anbieter des Pelletofens verlangt ebenfalls trockene Pellets und schreibt, die tatsächliche Brenndauer hänge unter anderem von Größe und Qualität des Brennstoffs ab.

Schwerkraft oder Pumpe

Ein Holzofen steht neben dem Becken, das Wasser muss also zu ihm hin und wieder zurück. Dafür gibt es zwei Wege, und die Anbieter beschreiben sie unterschiedlich.

Trongaard erlaubt den Umlauf über Schwerkraft. Warmes Wasser steigt, kaltes fließt nach.

Eng ist die Bedingung: Die Verbindungsschläuche oder Rohre dürfen nicht länger als 50 Zentimeter sein. Bei größerem Abstand empfiehlt der Hersteller eine Pumpe, die nicht mehr als 2.000 Liter je Stunde fördert oder sich über ein Ventil drosseln lässt. Und die Pumpe soll mit geringem Betriebsdruck arbeiten, unter 1 bar, damit der Druck im Ofen nicht steigt.

Beim Anschluss selbst passen die Geräte nicht zusammen. Trongaard nennt für das Verbindungsrohr einen Außendurchmesser von etwa 55 Millimetern mit 1½-Zoll-Innengewinde. Vigevee nennt einen Anschluss für Schläuche mit 32 bis 38 Millimetern, also die Größen, die an Aufstellbecken üblich sind. Wer einen Ofen mit 55-Millimeter-Rohr an ein Becken mit Poolschläuchen bringen will, braucht einen Übergang zwischen beiden Größen.

Dazu kommen Maße, die über den Aufstellort entscheiden. Der Trongaard-Ofen misst nach Herstellerangabe etwa 600 mal 500 mal 700 Millimeter und wiegt rund 41 Kilogramm; die Brennkammer ist etwa 470 Millimeter lang, 280 breit und 380 hoch.

ECOPOOLTECH und der Pelletofen liefern die Pumpe gleich mit. Bei beiden zirkuliert sie das Wasser zwischen Becken und Spirale. Der Pelletofen hat dafür eine deutliche Warnung: nie ohne durchgehenden Wasserfluss betreiben, das Feuer nie unbeaufsichtigt lassen und die Wassertemperatur regelmäßig prüfen.

Damit verliert der Holzofen eine Eigenschaft, mit der er gern beworben wird. ECOPOOLTECH schreibt, die Heizung brauche weder Strom noch Solarenergie noch Gas. Für das Feuer stimmt das. Eine Umwälzpumpe aber läuft mit Strom; beim Pelletofen steht als Hinweis, sie benötige eine passende Steckdose. Zur Stromversorgung der mitgelieferten Pumpe von ECOPOOLTECH sagt die Produktseite nichts.

Wo die Pumpe am Becken angeschlossen wird, gelten dieselben Regeln wie für jede andere elektrische Technik dort. Welche Norm das regelt und weshalb ihre Bereichsmaße hier nicht wiedergegeben werden, steht im Ratgeber, was für Pumpen und Heizer am Beckenrand gilt.

Wer die Filterpumpe des Beckens selbst nutzen will, muss Trongaards Grenze von 2.000 Litern je Stunde gegen deren Förderleistung halten; sie steht auf dem Typenschild der Pumpe. Wie Hersteller die Grenzen einer Heizung im Filterkreis angeben, zeigt der Ratgeber, wohin eine Heizung hinter der Filteranlage gehört und was sie verträgt.

Luft, Asche und Funken

Ein Holzofen will geführt werden, und die Anbieter beschreiben dafür unterschiedlich viel. Am ausführlichsten ist wieder Trongaard. Über die Tür lasse sich die Zuluft regeln und damit der Abbrand steuern. Die Tür sei aus Edelstahl statt aus lackiertem Stahlblech, weil sie im Freien der Korrosion ausgesetzt ist. Rost und Ascheeinsatz seien dagegen aus Stahl, weil dort kein Wasser fließt und keine Wärmeleitung gebraucht wird.

ECOPOOLTECH setzt auf einen herausziehbaren Aschekasten und einen verlängerten Kamin. Beides soll laut Produktseite Asche und Funken verringern und den Bereich um das Becken sauber halten. Gefertigt sei der Ofen aus wetterbeständigem Edelstahl.

Das Feuerfass von Vigevee wird laut Produkttitel mit feuerfesten Matten und einer Schale geliefert. Die Matte schaffe eine sichere Unterlage und verringere das Risiko, dass der Boden unter dem Brennraum Schaden nimmt. Der Edelstahl sei bis 300 Grad hitzebeständig, und brennbare Materialien sollen nicht in der Nähe des Ofens gelagert werden. Wie groß der Abstand sein soll, steht nicht dabei.

Beim Pelletofen entfällt das Nachlegen von Hand im eigentlichen Sinn. Die Pellets rutschen aus einem Behälter mit 16 Litern durch ihr eigenes Gewicht in den Brennraum, und die Flamme wird durch die Titanspirale geführt. Die tatsächliche Brenndauer hänge von Pelletgröße, Brennstoffqualität, Luftzufuhr, Nachfüllgeschwindigkeit und Wetter ab.

Was allen vier Seiten fehlt, ist dasselbe: ein Mindestabstand zu Becken, Hauswand oder Bepflanzung und eine Aussage dazu, wie lange der Ofen nach dem letzten Nachlegen noch Glut hält. Wer einen Ofen neben ein Holzdeck oder unter einen Baum stellen will, findet dazu bei keinem der vier Anbieter eine Zahl.

Rauch, Ruß und das Nachbargrundstück

Unabhängig davon, ob die 1. BImSchV greift, gibt es zwei Vorschriften, die für jedes Feuer im Garten gelten.

§ 22 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes verpflichtet Betreiber von Anlagen, die keine Genehmigung brauchen, schädliche Umwelteinwirkungen zu verhindern, soweit sie nach dem Stand der Technik vermeidbar sind, und unvermeidbare auf ein Mindestmaß zu beschränken. Für Anlagen, die nicht gewerblich genutzt werden, gilt das nur, soweit es um Luftverunreinigungen, Geräusche und bestimmte Strahlen geht. Rauch ist eine Luftverunreinigung.

Eine Pflicht aus demselben Absatz fällt für private Anlagen damit weg: dass die beim Betrieb entstehenden Abfälle ordnungsgemäß beseitigt werden können. Für die Asche eines Pool-Ofens folgt aus § 22 deshalb nichts. Wohin sie gehört, regelt eine andere Vorschrift, die hier nicht geprüft wurde.

§ 906 des Bürgerlichen Gesetzbuchs regelt das Verhältnis zum Nachbarn. Rauch, Ruß, Gerüche und Wärme, die von einem anderen Grundstück kommen, muss ein Eigentümer nur dulden, soweit sie die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigen. Eine wesentliche Beeinträchtigung muss er nur hinnehmen, wenn sie durch eine ortsübliche Nutzung entsteht und sich nicht mit wirtschaftlich zumutbaren Maßnahmen verhindern lässt. Und auch dann kann er einen angemessenen Ausgleich in Geld verlangen, wenn die Einwirkung die ortsübliche Nutzung seines eigenen Grundstücks über das zumutbare Maß hinaus beeinträchtigt.

Ob ein Pool-Ofen ortsüblich ist, entscheidet keine Verordnung. Entscheidend ist der Einzelfall: wie oft gefeuert wird, womit, und wohin der Rauch zieht.

Was beim Verbrennen entsteht, beschreibt der Schornsteinfeger-Bundesverband für Holzöfen allgemein: Ruß und andere Partikel, die mit dem Rauch entweichen und sich im Ofen, im Rohr und im Schornstein absetzen.

Von den Herstellern kommt dazu wenig. ECOPOOLTECH nennt einen Aschekasten und einen verlängerten Kamin, die Asche und Funkenflug verringern sollen. Vigevee warnt davor, brennbare Materialien in der Nähe des Ofens zu lagern. Mehr zum Aufstellort findet sich auf keiner der Produktseiten.

Für Geräusche gibt es im Nachbarbereich einen eigenen Ratgeber, der denselben Paragrafen des Immissionsschutzgesetzes für die Wärmepumpe durchgeht: wie laut eine Pool-Wärmepumpe am Grundstücksrand sein darf.

Wo Ofen und Becken nicht zusammenpassen

Die Anbieter ziehen selbst Grenzen, und sie liegen bei kleinen Becken. ECOPOOLTECH nennt aufblasbare Pools, Whirlpools, Badefässer und kleine Becken bis 4 Kubikmeter und schreibt dazu: nicht zum Beheizen großer Schwimmbecken gedacht. Der Pelletofen nennt 3.700 Liter und Whirlpools sowie Badefässer. Trongaard empfiehlt das 40-Kilowatt-Modell bis 10 Kubikmeter, das 60er bis 20 Kubikmeter und darüber das 80er.

Ein Becken mit 15 oder 20 Kubikmetern liegt damit über dem, wofür zwei der vier Geräte gedacht sind.

Beim Werkstoff im Wasserkreis sind die Angaben klarer. ECOPOOLTECH und der Pelletofen verwenden eine Spirale aus Titan; ECOPOOLTECH nennt Salzwasser und chemisch behandeltes Wasser als geeignet, der Pelletofen eine hohe Beständigkeit gegen Pool- und Whirlpoolwasser. Bei Trongaard ist der Ofenkörper selbst aus Aluminium 5052, das der Hersteller als salzwasserbeständig beschreibt und dem er eine etwa fünfzehnmal bessere Wärmeleitfähigkeit als Edelstahl zuschreibt. Vigevee nennt ein Heizrohr aus Edelstahl. Was das für Becken mit Chlor oder Salzanlage heißt, behandelt der Ratgeber, ob Titan, Edelstahl oder Aluminium mit Chlor und Salz zurechtkommt.

Allgemeiner bleiben die beiden Geräte ohne feste Beckengröße. Vigevee schreibt, Becken verschiedener Größe würden unterschiedlich schnell warm. Der Anbieter des Pelletofens nennt als Einflüsse die Wassermenge, die Ausgangstemperatur, die Außentemperatur und die Dämmung.

Die dritte Grenze ist die Aufsicht. Der Pelletofen verlangt, das Feuer nie unbeaufsichtigt zu lassen. Damit ist ein Holzofen eine Heizung für die Stunden, in denen jemand daneben steht — anders als eine Solarmatte, eine Wärmepumpe oder ein Elektroheizer, die mit der Filterpumpe laufen.

Wie sich der Holzofen in das Feld der übrigen Bauformen einordnet und wann eine andere Heizung näher liegt, zeigt die Übersicht der Poolheizungen nach Bauform.

Häufige Fragen

Ist es erlaubt, einen Pool mit Holz zu heizen?
Eine allgemeine Antwort gibt die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen nicht. Sie definiert jede Anlage, in der Brennstoffe Wärme erzeugen, als Feuerungsanlage, nimmt aber für Badeöfen und für Anlagen, die höchstens drei Monate am selben Ort stehen, einen Teil ihrer Pflichten aus. Ein Hersteller verneint die Geltung ganz und verweist selbst an den Schornsteinfeger. Diese Auskunft ist vor dem Kauf die verlässlichste.
Welches Holz darf in einen Pool-Ofen?
Naturbelassenes Holz, also Scheitholz, Hackschnitzel, Reisig und Zapfen, dazu Holzbriketts und Holzpellets aus naturbelassenem Holz. So steht es in § 3 der 1. BImSchV, und dieser Paragraf gilt auch dort, wo eine der Ausnahmen aus § 1 greift. Das Holz sollte laut Schornsteinfeger-Bundesverband weniger als 20 Prozent Wasser enthalten.
Was bedeuten die Kilowatt auf einem Holzofen für den Pool?
Bei Trongaard ausdrücklich den Energiegehalt des Holzes, das in den Ofen geht. Wie viel davon im Wasser ankommt, nennt keiner der vier gelesenen Anbieter. Das meistbewertete Feuerfass nennt gar keine Leistung, sondern verweist darauf, dass sich die Temperatur über die Holzmenge regeln lasse.
Wie viel Holz braucht man, um einen Pool aufzuheizen?
Ohne Verluste gerechnet: 10 Kubikmeter Wasser um 10 Grad brauchen rund 116 Kilowattstunden, also mindestens 29 Kilogramm lufttrockenes Holz mit rund 4 Kilowattstunden je Kilogramm. Mit frischem Holz, das nur rund 2 liefert, sind es 58. Weil Ofen und Wasseroberfläche Wärme verlieren, liegt der echte Bedarf darüber.
Funktioniert eine Poolheizung mit Holz ohne Pumpe?
Bei Trongaard ja, über Schwerkraft, aber nur, wenn die Verbindungsschläuche höchstens 50 Zentimeter lang sind. Darüber empfiehlt der Hersteller eine Pumpe mit höchstens 2.000 Litern je Stunde und weniger als 1 bar. ECOPOOLTECH und ein Pelletofen liefern die Pumpe mit; der Pelletofen darf nie ohne durchgehenden Wasserfluss laufen.
Für welche Beckengröße reicht ein Pool-Ofen?
Die Anbieter nennen eher kleine Becken: ECOPOOLTECH bis 4 Kubikmeter und ausdrücklich nicht für große Schwimmbecken, ein Pelletofen bis 3.700 Liter, Trongaard das 40-Kilowatt-Modell bis 10 und das 60er bis 20 Kubikmeter.

Änderungen an dieser Seite

Zuletzt redaktionell geprüft am .

  1. Ersterstellung im Zuge der Erweiterung des Bereichs Poolheizungen. Leitbefund: Trongaard berechnet die 40 kW seines Pool-Ofens aus dem Energiegehalt des zugeführten Holzes — nach § 2 Nr. 6 der 1. BImSchV die Feuerungswärmeleistung, nicht die nutzbar abgegebene Nennwärmeleistung. Die Geltung der Verordnung wird nicht entschieden: Hersteller-Lesart und Wortlaut (§ 1 Abs. 2, § 2 Nr. 5, § 3) stehen nebeneinander. Holzbedarf als eigene Überschlagsrechnung mit 1,16 kWh je m³ und K und 4 bzw. 2 kWh/kg (Schornsteinfeger-Bundesverband), ohne Verluste. Keine Preise, kein Wirkungsgrad.

Verwendete Quellen

  1. [1]1. BImSchV — Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, §§ 1 bis 4 (Anwendungsbereich, Begriffe, Brennstoffe, allgemeine Anforderungen) · abgerufen 2026-10-12
  2. [2]§ 22 BImSchG — Pflichten der Betreiber nicht genehmigungsbedürftiger Anlagen · abgerufen 2026-10-12
  3. [3]§ 906 BGB — Zuführung unwägbarer Stoffe (Rauch, Ruß, Gerüche, Wärme) · abgerufen 2026-10-12
  4. [4]Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, „Richtig heizen mit Holz" — Heizwert nach Wassergehalt, zugelassene Brennstoffe · abgerufen 2026-10-12
  5. [5]Amazon.de, Produktseite Trongaard Pool-Ofen APO40 (B077RCSD3Q) — Leistungsberechnung, Umlauf, Beckengrößen, Herstellerangabe zur 1. BImSchV · abgerufen 2026-10-12
  6. [6]Amazon.de, Produktseite ECOPOOLTECH Holz-Poolheizung 8 kW (B0GXWPXBGV) · abgerufen 2026-10-12
  7. [7]Amazon.de, Produktseite Pellet-Poolheizung 5 kW mit Titanspirale (B0GYNTB6V6) · abgerufen 2026-10-12
  8. [8]Amazon.de, Produktseite Vigevee Feuerfass-Poolheizung (B0D453X3PB) — ohne Leistungsangabe · abgerufen 2026-10-12