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Ratgeber · Poolheizungen

Pool-Solarheizung an die Filteranlage anschließen

Wohin die Solarmatte im Filterkreis gehört, welchen Durchfluss und Druck die Herstelleranleitungen erlauben und warum zwei von drei die Dachmontage ausschließen.

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Achtzehn Suchvorschläge zur Pool-Solarheizung drehen sich um das Dach: Dachmontage, Flachdach, Kollektor auf dem Dach befestigen. Zwei der drei Anleitungen, die für diesen Artikel gelesen wurden, verbieten genau das. Intex schreibt, man solle das Produkt nicht platzieren „auf dem Dach oder Ähnlichem, oder über dem Wasserspiegel des Pools". Steinbach formuliert es knapper: nie oberhalb des Wasserspiegels.

Diese Lücke zwischen Frage und Herstellerangabe zieht sich durch das ganze Thema. Wohin die Matte im Kreislauf gehört, wie viel Wasser sie verträgt und welchen Druck, steht in den Herstelleranleitungen. Die vier Anleitungen, die eine Suchmaschine zuerst zeigt, nennen weder einen Durchfluss noch einen Druck.

Grundlage hier sind fünf Herstelleranleitungen — zwei Solarmatten, ein Kollektor, ein Wärmetauscher, ein Elektroheizer — und die Produktseiten der fünf Geräte aus dem Vergleich, welche Matte oder welcher Kollektor zum eigenen Becken passt. Der Artikel folgt drei Weichen, an denen sich der Anschluss entscheidet.

Was vor dem ersten Schlauch feststehen sollte

Fünf Angaben, die man aus der Anleitung der Filteranlage und der Solarheizung zusammentragen muss, bevor eine Schelle angezogen wird.

Die Förderleistung der Filterpumpe
in Litern je Stunde, aus deren Anleitung
Intex knüpft die Zahl der Matten an diese Größe und erlaubt für die Solarmatte 28685 weniger als 5.678 Liter je Stunde. Steinbach nennt für den Kollektor Loop höchstens 7.500. Wer die Förderleistung nicht kennt, kann keine der beiden Grenzen prüfen.
Der Aufstellort und seine Höhe
unter dem Wasserspiegel des Beckens
Intex und Steinbach untersagen die Aufstellung über dem Wasserspiegel, Intex nennt das Dach dabei wörtlich. Bestway beschreibt Rasen oder flachen Untergrund — und warnt, dass Rasen unter der Matte durch die Wärme abstirbt.
Der Schlauchdurchmesser
32 oder 38 Millimeter
Alle fünf Geräte aus dem Vergleich dieses Bereichs haben Anschlüsse für 32 und 38 Millimeter. Intex legt Adapter bei, die zwischen den beiden Schlauchgrößen vermitteln.
Was sonst im Kreis steht
Heizer, Wärmetauscher, Chlor- oder Salzanlage
Eine Wärmetauscher-Anleitung verlangt Entkeimungsgeräte grundsätzlich nach dem Wärmetauscher. Wo ein Elektroheizer im Kreis hängt, gilt zusätzlich dessen Grenze für den Durchfluss — beim Bestway-Heizer 3.785 Liter je Stunde.
Wo das Gerät im Winter steht
frostfrei, trocken, entleert
Steinbach verlangt die Lagerung vor dem ersten Frost an einem frostfreien Ort bei 5 bis 8 Grad. Intex lässt die Matte erst nach vollständigem Trocknen einlagern.

Zwischen Filter und Einlaufdüse

Wo die Solarheizung hingehört, beantworten die Anleitungen einheitlich: hinter die Filteranlage, vor die Leitung, die ins Becken zurückführt. Intex beschreibt die Position der Solarmatte als Platz zwischen dem Wasserablauf-Schlauch und dem Auslass der Filterpumpe, „nachdem das Wasser gefiltert wird". Steinbach benennt in der Anleitung des Kollektors die beiden Leitungen mit Buchstaben: A führt von der Filteranlage zum Kollektor, B vom Kollektor zur Einlaufdüse.

Auf den Produktseiten steht dasselbe in anderen Worten. Steinbach schreibt, der Kollektor werde „after the filter system" angeschlossen. Tillvex und KESSER sprechen davon, die Heizung direkt an die Pool-Filterung anzuschließen.

Warum dieser Platz gewählt wird, begründet keine der Anleitungen. Sie geben den Ort an, nicht den Grund. Auch eine Anleitung für Wärmetauscher, die für diesen Artikel gelesen wurde, ist in diesem Punkt knapp: Der Wärmetauscher müsse „immer nach dem Filter" installiert werden.

Für den Anschluss heißt das: Der Schlauch, der heute vom Pumpenausgang zum Becken läuft, wird an dieser Stelle getrennt. Ein Ende geht vom Pumpenausgang in die Matte, ein zweites von der Matte zurück zur Einlaufdüse. Mehr Verrohrung braucht die einfachste Form des Anschlusses nicht. Bevor ein Schlauch gelöst wird, verlangen Intex und Bestway, die Filteranlage abzuschalten und die Ein- und Auslässe des Beckens zu verschließen, damit kein Wasser ausläuft.

Nach dem Anschluss nennt Intex eine feste Folge für den Start: zuerst alle Ein- und Auslässe des Beckens wieder öffnen oder freilegen, dann das Filtersystem einschalten. Wie die Pumpe dabei zu bedienen ist, verweist die Anleitung auf das Handbuch der Filterpumpe. Zum Abschalten der Matte genügt es, die Pumpe abzustellen; dann fließt kein Wasser mehr hinein.

Bei Bestway findet sich die Reihenfolge allerdings nicht im Text. Für alle Aufbauschritte verweist die Anleitung der Solar-Poolheizung 58423 auf ihre Abbildungen und auf die Gebrauchsanweisung der Sandfilteranlage. Wer nur den Text liest, erfährt dort nicht, welcher Schlauch wohin gehört.

Erste Weiche: unter oder über dem Wasserspiegel

Entschieden wird zuerst am Aufstellort, nicht am Schlauch. Und hier widersprechen die Herstellerangaben dem, was gesucht wird. Dachmontage, Flachdach, Kollektor auf dem Dach befestigen: Diese Formulierungen tauchen in den Suchvorschlägen immer wieder auf.

Weder die Anleitung der Intex-Matte noch die des Steinbach-Kollektors lässt sie zu.

Intex nennt das Dach beim Namen. Weder auf ein Dach noch auf eine vergleichbare Fläche noch irgendwohin über den Wasserspiegel gehört die Matte. Steinbach verlangt, den Kollektor nie oberhalb des Wasserspiegels zu positionieren. Bestway nennt in den technischen Daten der Solar-Poolheizung als Aufstellort Rasenfläche oder flachen Untergrund, und dazu einen Hinweis, der beim Aufbau überrascht: Rasen unter der Heizung werde durch die Temperatur zerstört und könne Geruch bilden.

Dachmontage ist mit diesen Geräten nicht vorgesehen

Für die Solarmatte von Intex und den Kollektor von Steinbach schließen die Anleitungen jede Aufstellung über dem Wasserspiegel aus. Wer eine Solarheizung auf dem Dach will, braucht ein Gerät, dessen Hersteller genau diesen Einbau beschreibt. Unter den Anleitungen, die für diesen Artikel geprüft wurden, ist keines.

Eine Begründung liefern beide Hersteller nicht mit. Sie steht auch in keiner der anderen Quellen. Hier wird deshalb keine nachgereicht.

Steinbach beschreibt den Kollektor dabei als Gerät für eingegrabene Pools und für Aufstellpools. Für beide Beckenarten gilt also dieselbe Grenze. Bestway ergänzt einen Hinweis für den ersten Betrieb: Sobald die Heizung mit Wasser gefüllt sei, komme es zu normalen Verformungen des Materials. Als Sitzfläche dürfe sie nicht dienen, und Kinder sollen sie nur unter Aufsicht nutzen.

Für die Planung ergibt sich daraus eine einfache Regel. Der Platz der Matte ist neben dem Becken, auf dem Boden, in der Sonne — und tiefer als die Wasseroberfläche. Bei einem Aufstellbecken ist das fast jede Rasenfläche daneben. Bei einem Einbaubecken, dessen Wasserspiegel auf Bodenhöhe liegt, wird es enger: Schon ein Gestell, das die Matte zur Sonne kippt, kann sie über den Wasserspiegel heben.

Intex empfiehlt zudem, die Matte dem Lauf der Sonne zuzuwenden und eine Fläche mit möglichst viel direktem Licht zu wählen. Bestway schreibt, die Heizung müsse direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, um ihre Leistung zu bringen.

Wie viel Wasser durch die Matte darf

Beim Durchfluss nennen die Hersteller ausschließlich eine Obergrenze. Eine Untergrenze, unter der die Matte nicht mehr sinnvoll arbeitet, steht in keiner Anleitung und auf keiner der fünf Produktseiten. Das unterscheidet die Solarheizung von einem Elektroheizer, bei dem der Mindestdurchfluss die erste Zahl ist, die man braucht.

Laut Anleitung ist die Intex-Matte kompatibel mit einer Durchflussmenge von weniger als 5.678 Litern je Stunde. Steinbach gibt für den Kollektor Loop höchstens 7.500 Liter je Stunde an. Durch die Matte fließt, was die Filterpumpe fördert, solange kein Bypass einen Teil vorbeileitet. Mit dieser Förderleistung sind die beiden Grenzen zu vergleichen.

Drei Produktseiten nennen einen höheren Wert, und dort beginnt ein Befund. Arebos schreibt für ein Set aus zwei Matten von 300 mal 66 Zentimetern: „max. 10,000 litres per hour and a capacity of up to 15 litres". KESSER schreibt für eine Matte von 300 mal 70 Zentimetern, sie biete eine Kapazität bis zu 15 Liter und eine Durchflussmenge von maximal 10.000 Litern pro Stunde. Monzana nennt für einen aufgestellten Kollektor ebenfalls 10.000.

Zwei Marken, zwei verschiedene Matten, dieselben zwei Zahlen in fast demselben Satz.

Im Text der KESSER-Seite folgt zudem ein Hinweis auf höhenverstellbare Füße, mit denen sich die Neigung zur Sonne einstellen lasse. Eine flach ausgerollte Matte hat keine Füße. Der Text passt eher zu einem aufgestellten Kollektor wie dem von Monzana.

Was daraus folgt, lässt sich nicht sicher sagen. Möglich ist, dass beide Matten 10.000 Liter vertragen. Ebenso möglich ist, dass die Beschreibung von einem anderen Produkt übernommen wurde. Belastbar ist der Wert nur dort, wo er in einer Anleitung steht.

Ob die eigene Pumpe unter diesen Grenzen bleibt, zeigt ein Blick in deren Datenblatt. Wie viel Wärme das Becken dann tatsächlich bekommt, hängt an Fläche und Sonne — und an der Frage, wie viel Wärme ein Becken jeden Tag über die Oberfläche verliert.

Pumpenleistung und Mattenzahl

Intex verbindet beides in einer Tabelle, und sie ist die konkreteste Hilfe, die eine der Anleitungen bietet. Sie ordnet der Förderleistung der Filterpumpe eine Spanne an Matten zu, jeweils für die Matte mit 1,2 mal 1,2 Metern.

Förderleistung der FilterpumpeAnzahl Solarmatten laut Intex
1.250 l/h1 bis 2
2.006 l/h2 bis 4
3.785 l/h3 bis 5
5.678 l/h4 bis 6

Gerechnet ist mit einer Matte von einem Quadratmeter Fläche und für Aufstellbecken bis 30.280 Liter. Gemessen ist die Fläche flach und vor dem Befüllen. Eine zweite Tabelle derselben Anleitung ordnet die Mattenzahl der Beckengröße zu. Für ein Becken von 366 mal 76 Zentimetern sieht sie eine Matte vor, für 457 mal 107 Zentimeter vier, für 549 mal 122 Zentimeter fünf. Beide gehen laut Intex von acht Sonnenstunden am Tag aus, und das Ergebnis hänge vom Wetter ab und davon, ob das Becken nachts abgedeckt wird. Als Wirkung nennt Intex eine Erhöhung der Wassertemperatur um etwa 3 bis 5 Grad.

Steinbach rechnet anders. In der Anleitung des Kollektors Loop steht, wie viele Tage es dauert, die Wassertemperatur um etwa 3 Grad zu erhöhen. Bei 9.000 Litern sind es mit einem Kollektor 3,9 Tage, mit zweien 1,9 und mit vier Kollektoren 1,0. Ein kleines Becken mit 4.000 Litern braucht mit einem Kollektor 1,7 Tage, ein großes mit 22.000 Litern 9,8 Tage. Mit vier Kollektoren schrumpft der zweite Wert auf 2,5 Tage.

Zugrunde liegen zehn Stunden direkter Sonne am Tag, und das Becken war mit einer Solarplane abgedeckt.

Dieser letzte Satz ist der wichtigste der Tabelle. Steinbachs Zahlen gelten für ein abgedecktes Becken. Wie lange dasselbe Becken ohne Plane bräuchte, sagt die Anleitung nicht.

Bestway nennt für die Solar-Poolheizung 58423 eine Faustregel: Die Fläche der Heizung solle 50 bis 100 Prozent der Pooloberfläche betragen. Eine Heizung hat laut technischen Daten 1,88 Quadratmeter. Als Wirkung nennt Bestway, wie Intex, etwa 3 bis 5 Grad.

Die Druckgrenze, die kaum jemand kennt

In keinem der ausgewerteten Ratgeber im Netz steht ein Wert für den Druck. In den Anleitungen stehen zwei.

Steinbach gibt für den Kollektor Loop einen Maximaldruck von 1 bar bei 20 Grad an. Bestway nennt für die Solar-Poolheizung 58423 einen maximalen Druck von 10 PSI. Umgerechnet sind das rund 0,69 bar, also gut zwei Drittel des Steinbach-Werts. Umgerechnet wurde für diesen Artikel; ein PSI entspricht 0,0689 bar.

Zum Vergleich: Die Montageanweisung einer Wärmetauscher-Baureihe aus Kunststoff, die als PDF beim Händler Hitl hinterlegt ist, erlaubt auf der Badewasserseite 2,5 bar. Matten und Kollektoren aus Kunststoff halten laut ihren Herstellern deutlich weniger aus.

Wie viel Druck die eigene Filteranlage am Auslass erzeugt, sagen die Solarhersteller nicht. Wie er sich an der Matte messen ließe, beschreibt keine der hier gelesenen Anleitungen. Belegt ist nur die Grenze der Matte selbst.

In die andere Richtung weist ein Satz der Steinbach-Anleitung. Der Kollektor könne auch bei schlechtem Wetter an der Pumpe angeschlossen bleiben, da er nur einen geringen Druckverlust bei der Pumpe verursache. Für Steinbach ist die Heizung also kein Hindernis, das man bei bedecktem Himmel umgehen müsste.

Zweite Weiche: mit oder ohne Bypass

Als Zweites geht es um die Regelung. Ohne Bypass fließt das gesamte gefilterte Wasser bei jedem Lauf der Pumpe durch die Matte. Mit einem Bypass lässt sich die Matte teilweise oder ganz umgehen.

Was die Hersteller zum Bypass schreiben — und was ohne ihn gilt.

Mit Bypass

  • Intex legt ein Bypass-Ventil bei, das direkt an die Matte kommt
  • Arebos liefert ein zwölfteiliges Set mit Dreiwegeventil und T-Stück
  • Steinbach empfiehlt ein eigenes Bypass-Set zur Regelung
  • die Matte lässt sich umgehen, ohne einen Schlauch zu lösen

Ohne Bypass

  • das gesamte Wasser läuft immer durch die Heizung
  • Steinbach: der Kollektor kann auch bei schlechtem Wetter angeschlossen bleiben
  • weniger Verbindungen, weniger mögliche Undichtigkeiten
  • zum Umgehen muss der Schlauch umgesteckt werden

Bei Intex ist der Bypass Teil der Grundausstattung. Das Ventil wird über die beiden Öffnungen der Matte gesetzt und mit Schellen befestigt; ein kurzer Schlauch verbindet es mit dem Pumpenausgang. Ein Stift am Ventil steuert, ob das gefilterte Wasser durch die Matte fließt. In der Anleitung ist dafür eine Stellung im Uhrzeigersinn beschrieben.

Zwei Sicherheitshinweise derselben Anleitung betreffen jedes Ventil im Kreis. Vor dem Installieren, Warten, Reinigen oder Verstellen sei die Pumpe abzuschalten. Und der Auslass der Matte dürfe nicht blockiert werden, solange die Pumpe läuft. Wer hinter der Matte ein zusätzliches Absperrventil setzt, muss diesen Satz im Kopf behalten: Geschlossen werden darf es nur bei stehender Pumpe.

Arebos liefert das Set zu den beiden Matten: ein Dreiwegeventil, drei Schlauchanschlüsse, ein T-Stück, sechs Schellen und Dichtband, passend für 32 und 38 Millimeter. Monzana schreibt auf der Produktseite, der Kollektor lasse sich über einen Adapter an Poolschläuche, Bypass-Sets und Sandfilteranlagen anschließen.

Wofür der Bypass gedacht ist, sagen die Hersteller nur knapp. Steinbach nennt die optimale Regelung der Wassertemperatur. Wann umgeschaltet werden soll, beschreibt keine der Anleitungen, und Steinbach selbst hält das Durchströmen bei schlechtem Wetter für unbedenklich.

Wer nicht regeln will, kommt also ohne aus. Wer es will, findet die Teile bei Intex und Arebos im Lieferumfang; Steinbach empfiehlt ein eigenes Set.

Ein Ventil, das keine Anleitung verlangt

Das Rückschlagventil gehört zu den Begriffen, die beim Anschluss einer Solarheizung gesucht werden. In den vier Anleitungstexten, die für diesen Artikel ausgewertet wurden, kommt es nicht vor. Weder Intex noch Steinbach noch Bestway verlangen eines, und auch die Anweisung für den Wärmetauscher nennt keines.

Das ist eine Auskunft, aber keine Empfehlung in die eine oder andere Richtung.

Ein Bauteil, das kein Hersteller vorsieht, ist nicht verboten. Es ist nur nicht Teil der Einbauanweisung.

Wer eines setzen will, hat dafür keine Herstellervorgabe zu Ort, Bauart oder Durchmesser. Damit bleibt offen, ob es den zulässigen Druck an der Matte oder die Förderleistung der Pumpe berührt. Beide Grenzen stehen in den Anleitungen, das Ventil nicht.

Ähnlich verhält es sich mit dem Entlüften. Eine Fundstelle gibt es: Die Wärmetauscher-Anweisung verlangt bei geringer Leistung nach der Inbetriebnahme eine gründliche Entlüftung, und zwar auf der Seite der Heizung, nicht des Beckens. Für Matten und Kollektoren steht nichts dazu in den Anleitungen.

Mehrere Matten hintereinander

Wer mehr Wärme will, setzt weitere Matten dazu. Beschrieben wird dafür nur eine Schaltung: die Reihe. Intex verbindet zwei oder mehr Matten in Serie mit dem kurzen Schlauch aus dem Lieferumfang. Steinbach schreibt, für eine höhere Wärmeleistung ließen sich mehrere Elemente in Reihe schalten, und liefert dazu die Tabelle mit den Tagen.

Tillvex und KESSER sprechen ebenfalls von einer Erweiterung in Reihe. Arebos geht am weitesten: Theoretisch lasse sich eine unbegrenzte Zahl Matten verbinden.

Eine Parallelschaltung, bei der das Wasser auf mehrere Matten aufgeteilt wird, erwähnt keine der Quellen. Sie wird deshalb hier nicht beschrieben.

Bei einer Reihe läuft dasselbe Wasser nacheinander durch jede Matte. Daraus folgt: Die Durchflussgrenze der einzelnen Matte gilt für die ganze Kette. Eine Kette aus Intex-Matten verträgt also ebenfalls weniger als 5.678 Liter je Stunde, nicht ein Vielfaches davon. Mehrere Matten erhöhen die Fläche, nicht den zulässigen Durchfluss.

Dazu passt die Intex-Tabelle: Je höher die Förderleistung der Pumpe, desto mehr Matten empfiehlt sie — bis zur Grenze, an der eine einzelne Matte den Durchfluss nicht mehr aufnimmt.

Dritte Weiche: ein zweiter Wärmeerzeuger im Kreis

Viele Becken haben mehr als eine Wärmequelle. Neben der Matte hängt ein Elektroheizer im Kreis oder ein Wärmetauscher an der Hausheizung. Dann stellt sich die Frage, in welcher Reihenfolge das Wasser durch beide fließt.

Eine Antwort darauf gibt keine der gelesenen Anleitungen. Weder die Solarhersteller noch die Anleitungen für Heizer und Wärmetauscher nennen eine Reihenfolge zwischen zwei Wärmeerzeugern. Was sie nennen, sind die Grenzen des jeweiligen Geräts.

Für den Elektroheizer von Bestway mit 2.800 Watt steht in der englischen Anleitung eine Obergrenze für die Filteranlage: 3.785 Liter je Stunde. Der Heizer muss senkrecht auf dem Boden oder auf einem Sockel aus Holz oder Beton befestigt werden und darf nicht bei weniger als 4 Grad aufgestellt bleiben. Der Heizer kommt mit seinem Einlass an den Auslass der Filterpumpe. Und es gibt eine feste Reihenfolge beim Einschalten: erst die Filterpumpe, dann der Heizer. Die Filterpumpe darf nicht ausgesteckt werden, solange der Heizer läuft. Und keines der beiden Geräte darf in Betrieb sein, während sich jemand im Becken befindet.

Hängen Matte und Heizer im selben Kreis, gilt die kleinere der beiden Grenzen. Bei einer Intex-Matte und dem Bestway-Heizer sind das 3.785 Liter je Stunde, nicht 5.678. Andere Heizer nennen statt einer Ober- eine Untergrenze; in welcher Größenordnung, steht im Vergleich, welchen Mindestdurchfluss ein Elektroheizer verlangt.

Für den Wärmetauscher an der Hausheizung nennt die Montageanweisung eine Kopplung, die beim reinen Solarbetrieb fehlt. Verriegelt sein muss die Heizungspumpe über die Filterpumpe, und laufen darf sie nicht, wenn die Filterpumpe steht. Empfohlen wird, die Heizungspumpe etwa zehn Minuten vor der Filterpumpe abzuschalten. Ohne Durchströmung könne sich der Wärmetauscher auf die Vorlauftemperatur der Heizung erhitzen, die Anschlüsse bis zu 100 Grad erreichen. Aufgestellt wird er frostsicher und an einem Ort mit ausreichend großem Bodenablauf, denn bei einem Schaden könne Wasser unkontrolliert austreten. Heizungsseitig sind 6 bar zulässig, auf der Seite des Badewassers 2,5. Wie solche Geräte angeben, was sie leisten, zeigt der Vergleich, warum die Zahl im Namen eines Wärmetauschers kein Betriebswert ist.

Chlor und Salz kommen hinter die Wärme

Für eine Frage gibt es eine klare Herstelleraussage. In der Wärmetauscher-Anweisung heißt es: Entkeimungsgeräte seien grundsätzlich nach dem Wärmetauscher zu installieren, und zwar so, dass auch während der Zeit des Stillstands keine Chemikalien oder Gase in den Wärmetauscher eindringen können.

Diese Aussage gilt für den Wärmetauscher, für den sie geschrieben ist. Für Solarmatten enthalten deren Anleitungen keine entsprechende Vorgabe. Steinbach schreibt lediglich, der Kollektor sei auch für Salzwasser geeignet. Intex und Bestway äußern sich in den Anleitungstexten nicht zu Chlor oder Salz.

Für einen Kreis mit Matte und Desinfektion folgt daraus keine Herstellerregel, die sich zitieren ließe. Wer zusätzlich einen Wärmetauscher betreibt, hat dagegen eine: Die Dosierung steht hinter ihm.

Bei Heizern mit Metallteilen entscheidet der Werkstoff darüber, wie viel Chlorid sie vertragen. Dieselbe Anweisung nennt für Edelstahl V4A höchstens 500 Milligramm Chlorid je Liter, für Titan 5.000. Mehr dazu, und dazu, wie die Hersteller statt mit Zahlen mit Freigaben arbeiten, steht im Ratgeber welcher Werkstoff im Wasserkreis Chlor und Salz verträgt. Wie eine Salzanlage selbst eingebunden und ausgelegt wird, behandelt der Bereich Salzelektrolyse für Pools.

Wie lange die Filterpumpe laufen sollte

Eine Solarheizung arbeitet nur, solange Wasser durch sie fließt. Wie lange die Pumpe dafür am Tag laufen soll, steht in keiner der Anleitungen als feste Zahl.

Gerechnet wird aber mit bestimmten Sonnenstunden. Intex legt seinen Tabellen acht Stunden Sonneneinwirkung am Tag zugrunde, Steinbach zehn Stunden direkter Sonne. Für kürzere Laufzeiten nennen sie keine Werte.

Steinbach wird in der Fehlersuche deutlicher. Erwärmt sich das Wasser zu wenig, solle man zuerst prüfen, ob es sonnig genug war, die mögliche Sonneneinstrahlung nutzen und die Laufzeit der Filterpumpe erhöhen. Dazu gehört ein zweiter Prüfpunkt: Das Wasser muss vom Becken durch die Filterpumpe, dann durch den Kollektor und durch den Verbindungsschlauch zurück ins Becken fließen. Ist die Reihenfolge vertauscht, stimmt der ganze Anschluss nicht.

Eine Grenze der Laufzeit setzt allerdings nicht die Solarheizung. Wer zusätzlich einen Elektroheizer betreibt, darf die Filterpumpe nicht abschalten, solange dieser heizt. Und eine Steuerung, die die Pumpe nach der Temperatur der Matte schaltet, beschreibt keiner der drei Matten- und Kollektorhersteller.

Saisonende: leeren, trocknen, frostfrei lagern

Beim Abbau sind sich die Anleitungen einig, im Detail aber verschieden streng. Intex lässt die Montage in umgekehrter Reihenfolge rückgängig machen und verlangt, dass Matte und Teile vollständig getrocknet sind, bevor sie eingelagert werden.

Verwendet werden darf die Matte laut Intex ohnehin nur mit lagerfähigen Pools, nicht mit ständig aufgestellten.

Steinbach wird konkreter. Der Kollektor solle keiner kalten Witterung ausgesetzt werden und müsse vor dem ersten Frost oder am Ende der Saison an einem frostsicheren Platz gelagert werden. Es dürfe kein Wasser im Gerät bleiben, weil es gefrieren kann. Gelagert wird trocken und frostfrei bei 5 bis 8 Grad.

Bestway schreibt, die Heizung müsse an einem trockenen und warmen Ort aufbewahrt werden, außer Reichweite von Kindern. Vorher wird der Wasserfluss gestoppt, und die Panels werden mit dem Gartenschlauch gereinigt.

Zwei Wege kennt die Wärmetauscher-Anweisung: Über den Winter sei der Wärmetauscher immer voll Wasser zu halten, oberhalb und unterhalb des Wasserspiegels. Wo Frost auftreten kann, müsse er dagegen vollständig entleert sein.

Für die Solarmatte ist das Ergebnis eindeutig. Keiner der drei Matten- und Kollektorhersteller sieht vor, das Gerät über den Winter angeschlossen oder gefüllt zu lassen.

Wo die Anleitungen schweigen

Was sich aus den Quellen belegen lässt, ist damit gesagt. Fünf Fragen bleiben offen, weil keine der gelesenen Anleitungen sie beantwortet.

Ein Mindestdurchfluss fehlt bei allen Matten und Kollektoren. Bekannt ist nur, wie viel Wasser höchstens durch sie darf. Die Dachmontage ist für die Geräte von Intex und Steinbach ausgeschlossen; eine Herstellerquelle, die sie für eine andere Bauart beschreibt, lag nicht vor. Das Rückschlagventil kommt in keiner Anleitung vor.

Die Reihenfolge zweier Wärmeerzeuger im selben Kreis regelt keiner der Hersteller. Eine Steuerung, die den Bypass nach Temperatur umschaltet, wird gesucht, steht aber in keiner der drei Matten- und Kollektoranleitungen.

Auch der Strom gehört nicht zu dem, was eine Solarmatte braucht. Am Netz hängt aber die Filterpumpe, die sie speist, und am Becken gelten dafür eigene Regeln. Welche das sind und warum die Abmessungen der Schutzbereiche nur im kostenpflichtigen Normtext stehen, erklärt der Ratgeber was beim elektrischen Anschluss am Becken gilt.

Wo die Solarheizung im Feld der übrigen Bauformen steht und wann ein Elektroheizer oder ein Wärmetauscher die bessere Wahl ist, ordnet die Übersicht der Poolheizungen nach Bauform ein.

Häufige Fragen

Wo wird eine Pool-Solarheizung angeschlossen?
Hinter der Filteranlage und vor der Leitung zurück ins Becken. Intex beschreibt den Platz zwischen dem Auslass der Filterpumpe und dem Rücklaufschlauch, nachdem das Wasser gefiltert wurde. Steinbach bezeichnet die Leitungen als A von der Filteranlage zum Kollektor und B vom Kollektor zur Einlaufdüse.
Kann ich die Solarmatte auf das Dach legen?
Bei der Intex-Solarmatte 28685 und dem Steinbach-Kollektor Loop nicht. Beide Anleitungen untersagen jede Aufstellung über dem Wasserspiegel des Pools, Intex nennt das Dach dabei ausdrücklich. Für eine Dachmontage braucht es ein Gerät, dessen Hersteller genau diesen Einbau beschreibt.
Welchen Durchfluss verträgt eine Solarmatte?
Angegeben wird nur eine Obergrenze. Die Intex-Matte ist mit weniger als 5.678 Litern je Stunde verträglich, der Steinbach-Kollektor mit höchstens 7.500. Drei Produktseiten nennen 10.000 Liter je Stunde, davon zwei in fast demselben Wortlaut. Eine Untergrenze nennt keiner der Hersteller.
Brauche ich einen Bypass für die Solarheizung?
Nicht zwingend. Intex legt ein Bypass-Ventil bei, Arebos ein zwölfteiliges Set mit Dreiwegeventil, Steinbach empfiehlt eines zur Regelung der Temperatur. Steinbach schreibt aber auch, der Kollektor könne bei schlechtem Wetter angeschlossen bleiben, weil er der Pumpe nur wenig Druck abverlangt.
Gehört ein Rückschlagventil in den Solarkreis?
Keine der vier ausgewerteten Anleitungen verlangt eines — weder Intex noch Steinbach noch Bestway, auch die Wärmetauscher-Anweisung nicht. Verboten ist es damit nicht, es fehlt nur jede Herstellervorgabe zu Ort, Bauart und Durchmesser.
Wie viele Solarmatten passen zu meiner Filterpumpe?
Intex ordnet in seiner Anleitung der Förderleistung eine Mattenzahl zu: bei 1.250 Litern je Stunde ein bis zwei Matten, bei 3.785 Litern drei bis fünf, bei 5.678 Litern vier bis sechs. Die Tabelle gilt für die eigene Matte mit einem Quadratmeter Fläche und acht Sonnenstunden am Tag.

Änderungen an dieser Seite

Zuletzt redaktionell geprüft am .

  1. Ersterstellung im Zuge der Erweiterung des Bereichs Poolheizungen. Grundlage sind fünf Herstelleranleitungen (Intex Solarmatte 28685, Steinbach Sonnenkollektor Loop, Bestway Solar-Poolheizung 58423, Bestway Poolheizung 58259, Montageanweisung Wärmetauscher Reihe D-KWT) und fünf Produktseiten. Leitbefund: Intex und Steinbach schließen jede Aufstellung über dem Wasserspiegel aus, also auch die gesuchte Dachmontage. Durchfluss nur als Höchstwert angegeben; drei Produktseiten nennen fast wortgleich 10.000 l/h. Die Umrechnung 10 PSI in rund 0,69 bar ist eine eigene. Keine Preise.

Verwendete Quellen

  1. [1]Intex, Bedienungsanleitung Solarmatte 28685 (269IO, Stand 05/09/2024), Bezugsquelle Steinbach-Handbuchportal · abgerufen 2026-10-12
  2. [2]Steinbach, Bedienungsanleitung Sonnenkollektor Loop, Art. 049100 (v2411) — Durchfluss, Maximaldruck, Lagerung · abgerufen 2026-10-12
  3. [3]Bestway, Bedienungsanleitung Flowclear Solar-Poolheizung 58423 — technische Daten und Aufstellort · abgerufen 2026-10-12
  4. [4]Montage- und Installationsanweisung Wasserwärmetauscher Kunststoff, Reihe D-KWT 25 bis 105 kW (PDF beim Händler Hitl) · abgerufen 2026-10-12
  5. [5]Bestway, Owner's Manual Flowclear Pool Heater 58259, 2.800 W — Anschluss und Filteranlagen bis 3.785 l/h · abgerufen 2026-10-12
  6. [6]Amazon.de, Produktseite Steinbach Sonnenkollektor (B002ECOUYY) — Anschluss nach der Filteranlage, Bypass-Set · abgerufen 2026-10-12
  7. [7]Amazon.de, Produktseite Arebos Solarheizung 2er-Set (B08VNWFNPF) — Bypass-Set und 10.000 l/h · abgerufen 2026-10-12
  8. [8]Amazon.de, Produktseite KESSER Solarkollektor 300 × 70 cm (B0F1KHQMWR) — 10.000 l/h und 15 Liter · abgerufen 2026-10-12