Marktübersicht · Kompressoren
Flüsterkompressoren: fünf Geräte und zwei verschiedene Dezibel
Fünf Silent-Kompressoren im Vergleich. Warum 49 und 97 Dezibel im selben Feld stehen können, ohne dass ein Gerät doppelt so laut ist.
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Ein Flüsterkompressor wird wegen einer einzigen Zahl gekauft. Sie steht im Produkttitel, sie ist zweistellig, und sie hat ein „dB" hinter sich. Über die fünf Geräte dieses Vergleichs reicht sie von 49 bis 82.
Diese Spanne ist irreführend, und zwar nicht ein bisschen. Die Zahl bezeichnet im Feld zwei verschiedene physikalische Größen, und zwischen ihnen liegen bei dieser Bauart rund zwanzig Dezibel. Zwei der fünf Hersteller nennen beide Größen und machen die Differenz damit selbst sichtbar. Zwei nennen nur eine Zahl, ohne zu sagen, welche. Und einer nennt zwei verschiedene Zahlen für dasselbe Gerät auf derselben Seite.
Dieser Vergleich rankt den Schallpegel deshalb nicht. Er stellt die Geräte nebeneinander, benennt bei jedem, welche Größe angegeben ist, und erklärt, warum das rechtlich so bleiben darf. Grundlage sind die Herstellerdatenblätter der fünf Geräte, geprüft am 30. August 2026.
Einordnung nach Einsatzprofil
Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.
Topentscheidung
Der einzige mit beiden Schallgrößen und einer Liefermenge

Güde
Güde Airpower 150/8/24 SILENT
Güde nennt für den Airpower 150/8/24 SILENT einen Schalldruckpegel von 49 dB(A) und daneben 69 dB LWA — beide Größen benannt, die Differenz von zwanzig Dezibel offen ausgewiesen. Das ist im Feld die Ausnahme. Dazu kommt eine zweite Seltenheit: Der Hersteller nennt überhaupt eine effektive Liefermenge, nämlich 130 Liter je Minute neben 150 Litern Ansaugleistung. Einzuplanen ist der Zusatz, der dabei steht: Die Liefermenge gilt ausdrücklich „bei 0 bar", also ohne Gegendruck — und damit für den einzigen Betriebspunkt, den es im Werkzeugbetrieb nie gibt. Wer das weiß, hat trotzdem mehr Information als bei drei der vier anderen Geräte. Ungeklärt bleiben Gewicht und Einschaltdauer.
- Schallpegel
- Schalldruckpegel 49 dB(A), zusätzlich 69 dB LWA — beide Größen benannt
- Liefermenge
- „eff. Liefermenge 0 bar: 130 l/min" — ausdrücklich bei null bar, also ohne Gegendruck
- Kesselvolumen
- 24 l mit Gummipuffer
Dafür
- Nennt als einziger Hersteller des Vergleichs beide Schallgrößen — 49 dB(A) Schalldruck und 69 dB LWA
- Nennt überhaupt eine Liefermenge, was im Feld die Ausnahme ist
- Doppelkolbenaggregat und Gummipuffer als benannte Gründe für den niedrigen Pegel
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Ebenfalls in der engeren Wahl
Leise und tragbar zugleich

Stanley
STANLEY Silent Air DST 100/8/6SI
Das einzige Gerät des Vergleichs mit 6-Liter-Kessel — und damit das einzige, das die Silent-Auslegung mit Tragbarkeit verbindet. Mit über 4.300 Bewertungen hat es zugleich die mit Abstand breiteste Rückmeldungsbasis, ein Vielfaches der übrigen vier zusammen. Die Ansaugleistung ist mit 105 Litern je Minute und korrektem Feldnamen angegeben. Einzuplanen ist die Kehrseite des kleinen Kessels: Er ist schnell leer, und dann bestimmt allein der Verdichter das Tempo. Der Schallwert von 59 dB steht ohne Bezugsgröße, und weder Liefermenge noch Schmierart noch Gewicht sind dokumentiert.
- Kesselvolumen
- 6 l
- Ansaugleistung
- 105 l/min
- Schallpegel
- 59 dB — Bezugsgröße nicht benannt
Dafür
- Mit über 4.300 Bewertungen die mit Abstand breiteste Rückmeldungsbasis des Vergleichs
- Einziges Gerät mit 6-Liter-Kessel — leise und noch tragbar
- Nennt die Ansaugleistung mit Feldnamen statt einer unbenannten Zahl
Dagegen
- Der Schallpegel steht ohne Bezugsgröße und ist damit nicht gegen die Werte anderer Hersteller zu halten
- Weder Liefermenge noch Schmierart noch Gewicht dokumentiert
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Die einzige veröffentlichte Luftleistungskurve

Scheppach
Scheppach Silent HC26Si
Scheppach veröffentlicht für den HC26Si, was im ganzen Cluster sonst niemand liefert: eine vollständige Kennlinie der Luftleistung über sieben Druckstufen. Sie beantwortet die Frage, um die es beim Kompressorkauf eigentlich geht — von 230 Litern je Minute Ansaugleistung bleiben bei 6 bar noch 50 übrig. Dazu weist der Hersteller Schalldruck und Schallleistung getrennt aus, 66 gegen 85 Dezibel. Die technische Tabelle ist die vollständigste des Vergleichs und nennt als einzige ein Gewicht. Einzuplanen ist ein Widerspruch im eigenen Shop: Dieselbe Modellbezeichnung steht dort unter zwei Artikelnummern mit 230 und mit 162 Litern je Minute.
- Liefermenge
- als Kennlinie veröffentlicht: 100 l/min bei 1 bar, 76 bei 3 bar, 50 bei 6 bar, 40 bei 7 bar
- Schallpegel
- Schalldruckpegel Lp(A) 66 dB und Schallleistungspegel Lw(A) 85 dB — beide getrennt ausgewiesen
- Gewicht
- 18,2 kg netto, 19,7 kg brutto
Dafür
- Veröffentlicht eine vollständige Luftleistungskurve über sieben Druckstufen — als einziges Gerät des Clusters
- Weist Schalldruck und Schallleistung getrennt aus und macht die Differenz von 19 Dezibel damit selbst sichtbar
- Vollständigste technische Tabelle des Vergleichs, inklusive Gewicht und Motordrehzahl
Dagegen
- Der Herstellershop führt dieselbe Modellbezeichnung unter zwei Artikelnummern mit 230 und mit 162 l/min Ansaugleistung
- Der beworbene Wert im Produkttitel ist der niedrigere der beiden Schallgrößen
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Benennt die Bezugsgröße

Einhell
Einhell TE-AC 135/24 Silent Plus
Einhell schreibt „57 dB (LpA)" und sagt damit ausdrücklich, welche Größe gemeint ist. Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist im Feld dieses Clusters die Ausnahme: Nur drei von fünfzehn geprüften Geräten benennen die Bezugsgröße überhaupt. Dazu eine ölfreie und ausdrücklich servicefreie Pumpe und zehn Jahre Garantie gegen Durchrostung des Kessels. Einzuplanen ist die dünne Datenlage im Übrigen: Weder Luftmenge noch Leistungsaufnahme noch Gewicht sind am Herstellerdatenblatt auffindbar. Die 135 aus der Modellbezeichnung legen 135 Liter je Minute nahe, bestätigt wird das nirgends.
- Schallpegel
- 57 dB, vom Hersteller ausdrücklich als LpA benannt
- Schmierung
- ölfrei, servicefreie Pumpe
- Kesselvolumen
- 24 l
Dafür
- Benennt die Bezugsgröße seines Schallwerts ausdrücklich als LpA
- Ölfreie und ausdrücklich servicefreie Pumpe
- Zehn Jahre Garantie gegen Durchrostung des Kessels laut Herstellerseite
Dagegen
- Weder Luftmenge noch Leistungsaufnahme noch Gewicht am Herstellerdatenblatt auffindbar
- Die Zahl aus der Modellbezeichnung ist nicht als technische Angabe bestätigt
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Vergleich auf einen Blick
| Für Direktvergleich auswählen | Produkt | Segment | Bewertung | Kesselvolumen | Betriebsdruck | Ansaugleistung | Schallpegel | Zum AnbieterAnbieter |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
GüdeGüde Airpower 150/8/24 SILENTDetails | Premium | 4.6(718) | 24 l mit Gummipuffer | max. 8 bar | 150 l/min | Schalldruckpegel 49 dB(A), zusätzlich 69 dB LWA — beide Größen benannt | Zum Angebot– Güde Güde Airpower 150/8/24 SILENT, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
StanleySTANLEY Silent Air DST 100/8/6SIDetails | Mittelklasse | 4.6(4.323) | 6 l | 8 bar | 105 l/min | 59 dB — Bezugsgröße nicht benannt | Zum Angebot– Stanley STANLEY Silent Air DST 100/8/6SI, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
ScheppachScheppach Silent HC26SiDetails | Einsteiger | 4.4(535) | 24 l | 8 bar | 230 l/min — dieselbe Modellbezeichnung steht im Herstellershop unter einer zweiten Artikelnummer mit 162 l/min | Schalldruckpegel Lp(A) 66 dB und Schallleistungspegel Lw(A) 85 dB — beide getrennt ausgewiesen | Zum Angebot– Scheppach Scheppach Silent HC26Si, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
EinhellEinhell TE-AC 135/24 Silent PlusDetails | Einsteiger | 4.5(488) | 24 l | bis 8 bar, über Druckminderer regelbar | am Herstellerdatenblatt nicht bestätigt; die Modellbezeichnung nennt 135 | 57 dB, vom Hersteller ausdrücklich als LpA benannt | Zum Angebot– Einhell Einhell TE-AC 135/24 Silent Plus, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
StarkwerkStarkwerk SW 375/10 ProDetails | Mittelklasse | 4.6(165) | 24 l | 10 bar | nicht auffindbar | Produkttitel 69 dB gegen technische Daten derselben Seite 82 dB — keine der beiden Zahlen trägt eine Bezugsgröße | Zum Angebot– Starkwerk Starkwerk SW 375/10 Pro, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab |
Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Werbelinks zu amazon.de. Bewertungen stammen aus verifizierten Käuferbewertungen und öffentlichen Quellen; die Quellenangabe steht bei jedem Produkt im Detailblock. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.
Die Modelle im Einzelnen
Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

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Güde
Güde Airpower 150/8/24 SILENT
Der niedrigste Schalldruckpegel des Vergleichs — und der einzige Hersteller, der sowohl Schalldruck als auch Schallleistung nennt.
Kaufentscheidung
- Ansaugleistung
- 150 l/min
- Liefermenge bei Betriebsdruck
- „eff. Liefermenge 0 bar: 130 l/min" — ausdrücklich bei null bar, also ohne Gegendruck
- Schallpegel
- Schalldruckpegel 49 dB(A), zusätzlich 69 dB LWA — beide Größen benannt
Dafür
- Nennt als einziger Hersteller des Vergleichs beide Schallgrößen — 49 dB(A) Schalldruck und 69 dB LWA
- Nennt überhaupt eine Liefermenge, was im Feld die Ausnahme ist
- Doppelkolbenaggregat und Gummipuffer als benannte Gründe für den niedrigen Pegel
Dagegen
- Die Liefermenge gilt ausdrücklich bei null bar und damit für einen Betriebspunkt, den es im Werkzeugbetrieb nicht gibt
- Kein Gewicht und keine Einschaltdauer dokumentiert

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Stanley
STANLEY Silent Air DST 100/8/6SI
Das mit Abstand bewertungsstärkste Gerät des Vergleichs und das einzige mit 6-Liter-Kessel — leise und tragbar zugleich.
Kaufentscheidung
- Ansaugleistung
- 105 l/min
- Liefermenge bei Betriebsdruck
- nicht auffindbar
- Schallpegel
- 59 dB — Bezugsgröße nicht benannt
Dafür
- Mit über 4.300 Bewertungen die mit Abstand breiteste Rückmeldungsbasis des Vergleichs
- Einziges Gerät mit 6-Liter-Kessel — leise und noch tragbar
- Nennt die Ansaugleistung mit Feldnamen statt einer unbenannten Zahl
Dagegen
- Der Schallpegel steht ohne Bezugsgröße und ist damit nicht gegen die Werte anderer Hersteller zu halten
- Weder Liefermenge noch Schmierart noch Gewicht dokumentiert

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Scheppach
Scheppach Silent HC26Si
Das einzige Gerät des ganzen Clusters, für das der Hersteller eine vollständige Luftleistungskurve über den Druck veröffentlicht.
Kaufentscheidung
- Ansaugleistung
- 230 l/min — dieselbe Modellbezeichnung steht im Herstellershop unter einer zweiten Artikelnummer mit 162 l/min
- Liefermenge bei Betriebsdruck
- als Kennlinie veröffentlicht: 100 l/min bei 1 bar, 76 bei 3 bar, 50 bei 6 bar, 40 bei 7 bar
- Schallpegel
- Schalldruckpegel Lp(A) 66 dB und Schallleistungspegel Lw(A) 85 dB — beide getrennt ausgewiesen
Dafür
- Veröffentlicht eine vollständige Luftleistungskurve über sieben Druckstufen — als einziges Gerät des Clusters
- Weist Schalldruck und Schallleistung getrennt aus und macht die Differenz von 19 Dezibel damit selbst sichtbar
- Vollständigste technische Tabelle des Vergleichs, inklusive Gewicht und Motordrehzahl
Dagegen
- Der Herstellershop führt dieselbe Modellbezeichnung unter zwei Artikelnummern mit 230 und mit 162 l/min Ansaugleistung
- Der beworbene Wert im Produkttitel ist der niedrigere der beiden Schallgrößen

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Einhell
Einhell TE-AC 135/24 Silent Plus
Benennt die Bezugsgröße seines Schallwerts ausdrücklich — und ist damit einer von drei Herstellern im Feld, bei denen die Zahl überhaupt einzuordnen ist.
Kaufentscheidung
- Ansaugleistung
- am Herstellerdatenblatt nicht bestätigt; die Modellbezeichnung nennt 135
- Liefermenge bei Betriebsdruck
- nicht auffindbar
- Schallpegel
- 57 dB, vom Hersteller ausdrücklich als LpA benannt
Dafür
- Benennt die Bezugsgröße seines Schallwerts ausdrücklich als LpA
- Ölfreie und ausdrücklich servicefreie Pumpe
- Zehn Jahre Garantie gegen Durchrostung des Kessels laut Herstellerseite
Dagegen
- Weder Luftmenge noch Leistungsaufnahme noch Gewicht am Herstellerdatenblatt auffindbar
- Die Zahl aus der Modellbezeichnung ist nicht als technische Angabe bestätigt

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Starkwerk
Starkwerk SW 375/10 Pro
Das einzige Gerät mit 10 bar in diesem Vergleich — und der Fall, an dem sich die Doppeldeutigkeit des Schallwerts in einem einzigen Datenblatt zeigt.
Kaufentscheidung
- Ansaugleistung
- nicht auffindbar
- Liefermenge bei Betriebsdruck
- nicht auffindbar
- Schallpegel
- Produkttitel 69 dB gegen technische Daten derselben Seite 82 dB — keine der beiden Zahlen trägt eine Bezugsgröße
Dafür
- Einziges Gerät des Vergleichs mit 10 bar statt 8
- Leistungsaufnahme mit 1100 W dokumentiert
- Nennt zwei Schallwerte, die sich beide plausibel den beiden üblichen Größen zuordnen lassen
Dagegen
- Produkttitel und technische Daten nennen 69 und 82 dB für dasselbe Gerät, ohne eine der Zahlen zu benennen
- Weder Ansaugleistung noch Liefermenge noch Schmierart noch Gewicht dokumentiert
Technische Daten im Detail
Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.
Tabelle seitlich scrollbar
| Kennwert | GüdeGüde Airpower 150/8/24 SILENT | StanleySTANLEY Silent Air DST 100/8/6SI | ScheppachScheppach Silent HC26Si | EinhellEinhell TE-AC 135/24 Silent Plus | StarkwerkStarkwerk SW 375/10 Pro |
|---|---|---|---|---|---|
| Datenlageveröffentlichte Kennwerte | 9 von 9 | 9 von 9 | 9 von 9 | 9 von 9 | 9 von 9 |
| EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung | |||||
| AnsaugleistungWas der Verdichter ansaugt. Immer die größere der beiden Luftmengen — und nicht die, die am Werkzeug ankommt. | 150 l/min | 105 l/min | 230 l/min — dieselbe Modellbezeichnung steht im Herstellershop unter einer zweiten Artikelnummer mit 162 l/min | am Herstellerdatenblatt nicht bestätigt; die Modellbezeichnung nennt 135 | nicht auffindbar |
| Liefermenge bei BetriebsdruckWas bei Betriebsdruck tatsächlich herauskommt. Der einzige Wert, mit dem sich ein Werkzeug versorgen lässt — und der im Feld fast nie steht. | „eff. Liefermenge 0 bar: 130 l/min" — ausdrücklich bei null bar, also ohne Gegendruck | nicht auffindbar | als Kennlinie veröffentlicht: 100 l/min bei 1 bar, 76 bei 3 bar, 50 bei 6 bar, 40 bei 7 bar | nicht auffindbar | nicht auffindbar |
| SchallpegelOhne Bezugsgröße nicht vergleichbar. Schalldruck und Schallleistung unterscheiden sich bei dieser Bauart um rund 19 bis 20 Dezibel. | Schalldruckpegel 49 dB(A), zusätzlich 69 dB LWA — beide Größen benannt | 59 dB — Bezugsgröße nicht benannt | Schalldruckpegel Lp(A) 66 dB und Schallleistungspegel Lw(A) 85 dB — beide getrennt ausgewiesen | 57 dB, vom Hersteller ausdrücklich als LpA benannt | Produkttitel 69 dB gegen technische Daten derselben Seite 82 dB — keine der beiden Zahlen trägt eine Bezugsgröße |
| Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend | |||||
| KesselvolumenPuffert die Entnahmespitze ab. Je größer, desto seltener taktet der Verdichter nach — und desto länger dauert die Erstbefüllung. | 24 l mit Gummipuffer | 6 l | 24 l | 24 l | 24 l |
| BetriebsdruckDer Maximaldruck des Kessels, nicht der Arbeitsdruck am Werkzeug. Dazwischen sitzt der Druckminderer. | max. 8 bar | 8 bar | 8 bar | bis 8 bar, über Druckminderer regelbar | 10 bar |
| SchmierungÖlfrei heißt wartungsarm und ölfreie Druckluft. Ölgeschmiert heißt Ölwechsel, dafür bauartbedingt längere Laufzeiten. | ölfrei, Doppelkolbenaggregat | in den geprüften Quellen nicht ausdrücklich benannt | ölfrei | ölfrei, servicefreie Pumpe | in den geprüften Quellen nicht ausdrücklich benannt |
| LeistungsaufnahmeEntscheidet mit darüber, ob eine übliche Haushaltsabsicherung reicht. | 750 W | 750 W | 1100 W, Doppelzylinder | in den geprüften Quellen nicht ausgewiesen | 1100 W |
| GewichtBei tragbaren Geräten der zweitwichtigste Kennwert nach dem Schallpegel. | in den geprüften Quellen nicht ausgewiesen | in den geprüften Quellen nicht ausgewiesen | 18,2 kg netto, 19,7 kg brutto | in den geprüften Quellen nicht ausgewiesen | in den geprüften Quellen nicht ausgewiesen |
| EinschaltdauerWie lange das Aggregat am Stück fördern darf. Im ganzen Cluster von keinem Hersteller genannt. | nicht auffindbar | nicht auffindbar | nur mittelbar: „Leistungsaufnahme in Betriebsart 1: 1100 W" ohne Erläuterung der Betriebsart | nicht auffindbar | nicht auffindbar |
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.
Bevor Sie zwei Dezibelwerte nebeneinanderlegen
Fünf Prüfschritte, die im Feld dieses Vergleichs den Unterschied zwischen einer brauchbaren und einer irreführenden Zahl ausmachen.
- Prüfen, welche Schallgröße angegeben ist
- Nur drei von fünfzehn Geräten des Clusters benennen sie
- Der Schalldruckpegel Lp(A) beschreibt, was in einem bestimmten Abstand am Ohr ankommt. Der Schallleistungspegel Lw(A) beschreibt, was das Gerät insgesamt abstrahlt — er ist abstandsunabhängig und immer die deutlich größere Zahl. Bei den beiden Geräten dieses Vergleichs, die beide Werte nennen, liegen 19 und 20 Dezibel dazwischen. Wo nur eine Zahl steht, ist nicht erkennbar, welche der beiden Größen sie meint.
- Den Messabstand suchen, wenn ein Schalldruckpegel angegeben ist
- Bei keinem der fünf Geräte am Datenblatt genannt
- Ein Schalldruckpegel ohne Abstandsangabe ist unvollständig. Der Schalldruck nimmt mit dem Abstand ab; derselbe Kompressor liefert in einem Meter einen deutlich höheren Wert als in sieben. Keiner der fünf Hersteller nennt den Abstand am Wert. Zwei Werte ohne Abstandsangabe lassen sich deshalb auch dann nicht sauber vergleichen, wenn beide als Schalldruck gekennzeichnet sind.
- Die Luftmenge auf ihre Bedeutung prüfen
- Ansaugleistung ist nicht Liefermenge
- Die Ansaugleistung beschreibt, was der Verdichter ansaugt. Die Liefermenge beschreibt, was bei Betriebsdruck herauskommt. Die zweite ist die kleinere und die für den Werkzeugbetrieb maßgebliche. In diesem Vergleich nennen drei Geräte eine Ansaugleistung, eines eine Liefermenge und eines gar nichts. Wo beide Werte für dasselbe Gerät vorliegen, ist der Unterschied erheblich.
- Das Kesselvolumen gegen die eigene Arbeitsweise halten
- 6 gegen 24 Liter im Vergleich
- Der Kessel puffert die Entnahmespitze. Wer kurz Reifen füllt oder ein paar Nägel setzt, kommt mit sechs Litern aus. Wer ausblasend arbeitet oder lackiert, entnimmt kontinuierlich — dann ist der Kessel nach kurzer Zeit leer und allein der Verdichter bestimmt das Tempo. Vier der fünf Geräte dieses Vergleichs haben 24 Liter, eines sechs.
- Den Aufstellort klären, bevor der Schallwert entscheidet
- Im Freien gelten in Wohngebieten feste Zeiten
- Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung führt Kompressoren unter 350 Kilowatt in ihrem Anhang. In Wohngebieten dürfen Geräte aus diesem Anhang im Freien an Sonn- und Feiertagen ganztägig und an Werktagen zwischen 20 und 7 Uhr nicht betrieben werden. Für den Betrieb in einer geschlossenen Garage oder Werkstatt greift diese Regelung nicht — sie gilt ausdrücklich nur im Freien.
Warum 49 und 82 Dezibel nicht dasselbe messen
Schall lässt sich auf zwei Arten beziffern, und beide tragen die Einheit Dezibel. Der Unterschied ist nicht akademisch, sondern entscheidet über die Zahl im Produkttitel.
Der Schalldruckpegel, abgekürzt Lp(A), beschreibt, was an einem bestimmten Ort ankommt. Er hängt vom Abstand ab: Je weiter man weggeht, desto kleiner wird er. Der Schallleistungspegel, abgekürzt Lw(A), beschreibt, wie viel Schall die Quelle insgesamt abgibt. Er ist eine Eigenschaft des Geräts und hängt nicht davon ab, wo man steht — und er ist immer die deutlich größere Zahl.
Zwei Hersteller dieses Vergleichs nennen beide Werte und machen den Abstand damit selbst sichtbar. Scheppach führt für den HC26Si in derselben Tabelle „Schallleistungspegel Lw(A) 85 dB" und „Schalldruckpegel Lp(A) 66 dB". Güde nennt für den Airpower 150/8/24 SILENT einen Schalldruckpegel von 49 dB(A) und daneben 69 dB LWA.
19 und 20 dBAbstand zwischen beiden Größen an denselben Geräten
Eine Zahl mit „dB" ohne Angabe der Größe ist keine Schallangabe, sondern eine Zahl. Erst Lp(A) oder Lw(A) macht sie zu einer Aussage.
Wie die beiden Größen physikalisch zusammenhängen, warum der Abstand zwischen ihnen im ganzen Feld bei rund zwanzig Dezibel liegt und welche Verordnung welche von beiden meint, führt der Ratgeber zum Schallpegel von Kompressoren im Einzelnen aus. Für diese Übersicht genügt die Konsequenz: Zwei Dezibelzahlen ohne benannte Bezugsgröße lassen sich nicht gegeneinanderstellen.
Auch der Schalldruck allein reicht nicht
Selbst wenn zwei Hersteller beide einen Schalldruckpegel angeben, sind ihre Zahlen nicht ohne Weiteres vergleichbar. Der Schalldruck sinkt mit dem Abstand zur Quelle. Ein Wert aus einem Meter Entfernung und einer aus sieben Metern beschreiben dasselbe Gerät und unterscheiden sich erheblich.
Keiner der fünf Hersteller dieses Vergleichs nennt den Messabstand am Wert. Bei den Recherchen zu diesem Cluster tauchte für ein Gerät ein Hinweis auf eine Messung in sieben Metern Entfernung auf — am Herstellerdatenblatt ließ sich diese Angabe allerdings nicht bestätigen, und sie wird deshalb hier nicht als Kennwert geführt.
Für den Vergleich zweier Datenblätter folgt daraus die vorsichtigste mögliche Lesart: Ein Schallwert taugt sicher nur innerhalb einer Herstellerlinie. Wenn ein Haus drei Geräte mit 49, 57 und 66 Dezibel führt, darf man annehmen, dass das erste leiser ist als das dritte. Zwischen Häusern ist selbst das nicht gesichert.
Wie groß der Abstandseffekt ist, lässt sich an einer einfachen Überlegung festmachen: Der Schalldruck einer punktförmigen Quelle im Freien halbiert sich rechnerisch mit jeder Verdopplung des Abstands, was etwa sechs Dezibel entspricht. Von einem Meter auf acht Meter sind das drei Verdopplungen und damit rund achtzehn Dezibel. Genau in dieser Größenordnung liegt der Abstand zwischen Schallleistung und Schalldruck, den die beiden Hersteller dieses Vergleichs ausweisen. In einer Werkstatt mit reflektierenden Wänden gilt die freie Ausbreitung allerdings nicht, weshalb hier keine Umrechnung vorgenommen wird — die Überlegung erklärt die Größenordnung, sie ersetzt keine Messung.
Praktisch heißt das für den Kauf: Zwei Zahlen aus zwei Häusern sind selbst dann kein Vergleich, wenn beide als Schalldruck gekennzeichnet sind. Erst wenn beide Hersteller denselben Abstand nennen, steht ein Vergleich auf festem Grund. Im gesamten Kompressoren-Bereich dieses Portals tut das kein einziger.
Deshalb rankt dieser Vergleich den Schallpegel nicht
Warum die Hersteller angeben dürfen, was sie wollen
Es liegt nahe zu vermuten, dass es für eine so verbreitete Angabe eine Vorschrift gibt. Es gibt eine — sie greift für diese Geräte nur nicht.
Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung, die 32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, führt in ihrem Anhang unter Nummer 09 ausdrücklich „Kompressor (< 350 kW)". Und zwar als eine von wenigen Positionen mit einem Eintrag in beiden Spalten: Spalte 1 steht laut Tabellenkopf der Verordnung für den Anwendungsbereich von Artikel 12 der zugrunde liegenden europäischen Richtlinie, also für Geräuschgrenzwerte, Spalte 2 für Artikel 13, also für die Kennzeichnungspflicht.
Die Einschränkung steht im Paragrafen 1 derselben Verordnung: Sie gilt für Geräte, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen — und der umfasst nach der Begriffsbestimmung in Paragraf 2 Nummer 3 „zur Verwendung im Freien vorgesehene Geräte und Maschinen".
Kurz gefasst
Praktisch relevant wird die Verordnung trotzdem, sobald das Gerät nach draußen kommt. Ihr Paragraf 7 verbietet in Wohngebieten den Betrieb von Geräten aus dem Anhang im Freien an Sonn- und Feiertagen ganztägig und an Werktagen zwischen 20 und 7 Uhr. Kompressoren stehen im Anhang. Die zusätzliche Mittagsruhe gilt nach dem Verordnungstext nur für vier andere Anhangnummern; Kompressoren sind nicht darunter.
Ein Punkt zur Einordnung, damit die Verordnung nicht überschätzt wird: Sie regelt das Inverkehrbringen und den Betrieb im Freien, nicht die Werbung. Ein Hersteller, der sein Innenraumgerät mit einer beliebigen Dezibelzahl bewirbt, verstößt nicht gegen die Lärmschutzverordnung. Ob eine solche Angabe irreführend im wettbewerbsrechtlichen Sinn ist, richtet sich nach anderen Vorschriften und wird hier nicht beurteilt.
Für den Käufer folgt daraus eine unbequeme Konsequenz. Er kann sich nicht darauf verlassen, dass eine Zahl auf einer Verpackung nach einem gemeinsamen Verfahren zustande gekommen ist. Er kann nur prüfen, ob der Hersteller sagt, was er gemessen hat. Genau das ist in diesem Vergleich das einzige belastbare Unterscheidungsmerkmal beim Schall.
Die zweite Zahl mit zwei Bedeutungen
Was für den Schall gilt, gilt für die Luftmenge genauso. Auch hier stehen zwei verschiedene Größen nebeneinander, und auch hier ist die größere die, die beworben wird.
Die Ansaugleistung beschreibt, wie viel Luft der Verdichter ansaugt. Die Liefermenge beschreibt, wie viel bei Betriebsdruck tatsächlich herauskommt. Für die Frage, ob ein Werkzeug versorgt wird, zählt ausschließlich die zweite.
In diesem Vergleich nennen drei Geräte eine Ansaugleistung, eines eine Liefermenge und eines gar keine Luftmenge. Dieselbe Unterscheidung aus der Werkzeugperspektive — wie viel Luft ein bestimmtes Gerät zieht und was das für die Anlage bedeutet — behandelt der Ratgeber zur Kompressorwahl für Druckluftschrauber im Nachbarbereich.
Eine Liefermenge bei null bar ist keine Liefermenge
Was bei sechs bar übrig bleibt
Für genau ein Gerät dieses Vergleichs lässt sich die Frage beantworten. Scheppach veröffentlicht für den HC26Si eine vollständige Luftleistungskurve über den Gegendruck.
Bei einer Ansaugleistung von 230 Litern je Minute liefert das Gerät nach Herstellerangabe 100 Liter bei 1 bar, 88 bei 2, 76 bei 3, 66 bei 4, 58 bei 5, 50 bei 6 und 40 bei 7 bar.
22 %der Ansaugleistung bleiben bei 6 bar übrig
Der Wert dieser Tabelle liegt nicht darin, dass man mit ihr andere Geräte ausrechnen könnte. Er liegt darin, dass sie die Größenordnung des Effekts zeigt. Wer eine Ansaugleistung von 200 Litern liest und daraus schließt, ein Werkzeug mit 150 Litern Bedarf sei versorgt, rechnet mit der falschen Zahl.
Die Kennlinie erklärt außerdem, warum die Kesselgröße und die Luftmenge zusammen gedacht werden müssen. Solange der Kessel Druck hat, entnimmt das Werkzeug aus dem Vorrat und der Verdichter spielt keine Rolle. Erst wenn der Vorrat aufgebraucht ist, zählt die Liefermenge — und zwar die bei dem Druck, den das Werkzeug braucht. Ein großer Kessel verschiebt diesen Moment nach hinten, er verhindert ihn nicht.
Damit lässt sich auch beantworten, warum zwei Geräte mit derselben Ansaugleistung unterschiedlich gut arbeiten können. Entscheidend ist nicht, wie viel der Verdichter ansaugt, sondern wie flach seine Kennlinie zum Betriebsdruck hin abfällt. Ein Aggregat mit zwei Zylindern und niedriger Drehzahl hält den Druck besser als ein schnell laufender Einzylinder gleicher Ansaugleistung. Veröffentlicht wird diese Kennlinie im ganzen Cluster allerdings nur ein einziges Mal.
Warum die Liefermenge fast durchgängig fehlt, welche Norm ihre Messung regelt und wie sich ohne sie eine belastbare Auslegung machen lässt, behandelt der Ratgeber zu Ansaugleistung und Liefermenge.
Sechs gegen vierundzwanzig Liter
Vier der fünf Geräte haben einen 24-Liter-Kessel, eines sechs Liter. Der Unterschied entscheidet weniger über die Leistung als über die Art der Arbeit, die möglich ist.
Der Kessel ist ein Puffer. Er nimmt die Spitze auf, die entsteht, wenn ein Werkzeug anläuft, und gibt dem Verdichter Zeit nachzufördern. Bei kurzen Entnahmen — Reifen füllen, ausblasen, ein paar Klammern setzen — trägt der Puffer die Arbeit fast allein. Bei kontinuierlicher Entnahme ist er nach kurzer Zeit leer, und dann bestimmt allein der Verdichter das Tempo.
Für das 6-Liter-Gerät heißt das: leise und tragbar, aber nur für kurze Arbeitsschritte. Für die 24-Liter-Geräte: mehr Reserve, dafür rund zwanzig Kilogramm auf Rollen statt am Griff. Wie sich das bei den kleinen Geräten ohne Silent-Auslegung darstellt, zeigt der Vergleich der kompakten Kompressoren.
Es gibt einen zweiten, weniger offensichtlichen Grund, auf das Kesselvolumen zu achten. Ein Druckbehälter ist ein Druckgerät, und ab einer bestimmten Größe wird er im gewerblichen Einsatz zur überwachungsbedürftigen Anlage. Die Betriebssicherheitsverordnung zieht die Grenze beim Druckinhaltsprodukt — Druck mal Volumen — von 50 bar mal Liter. Ein 24-Liter-Kessel mit 8 bar liegt bei 192 und damit deutlich darüber, ein 6-Liter-Kessel mit 8 bar bei 48 und damit knapp darunter.
Für den rein privaten Gebrauch spielt das keine Rolle: Die Verordnung gilt nach ihrem ersten Paragrafen für die Verwendung von Arbeitsmitteln und schützt Beschäftigte. Wer den Kompressor in einem Betrieb einsetzt, sollte die Schwelle jedoch kennen. Konkrete Prüffristen werden hier bewusst nicht genannt — sie hängen nach der Verordnung von der Gefährdungsbeurteilung ab und lassen sich nicht pauschal angeben.
Ölfrei, ölgeschmiert und der Zusammenhang mit dem Lärm
Drei der fünf Geräte sind ausdrücklich als ölfrei ausgewiesen, bei zwei ist die Schmierart in den geprüften Quellen nicht benannt. Das ist mehr als eine Wartungsfrage.
Ein ölfreier Verdichter braucht keinen Ölwechsel, gibt kein Öl an die Druckluft ab und ist damit für Lackierarbeiten und für Werkzeuge ohne eigene Ölung die unproblematischere Wahl. Ölgeschmierte Aggregate laufen dafür bauartbedingt langsamer und sind auf längere Laufzeiten ausgelegt.
Der Zusammenhang zum Schallpegel liegt in der Drehzahl. Ein langsam laufendes Aggregat ist leiser als ein schnell laufendes gleicher Leistung. Genau darauf zielt die Silent-Bauweise — Güde nennt als Gründe für die 49 Dezibel ausdrücklich ein Doppelkolbenaggregat und Gummipuffer am Kessel. Bei den zwei Geräten ohne Angabe zur Schmierart bleibt offen, welche Bauart vorliegt.
Ein dritter Punkt betrifft die Aufstellung. Ein Kompressor überträgt seine Schwingungen in den Boden, und ein Betonboden gibt sie weiter. Bei einem Gerät auf Gummipuffern — wie es ein Hersteller dieses Vergleichs ausdrücklich hervorhebt — bleibt ein Teil davon im Puffer hängen. Wer den Kompressor auf eine Holzdiele oder eine dünne Decke stellt, macht aus dem Boden dagegen eine Membran. Das ist kein Kennwert, der im Datenblatt steht, und in vielen Werkstätten der größere Hebel als der Unterschied zwischen 57 und 66 Dezibel.
Genauso wenig im Datenblatt steht, wie oft das Gerät anspringt. Ein Kompressor ist im Betrieb nicht dauernd laut, sondern nur, während er fördert. Wer selten und kurz entnimmt, hört ihn wenige Sekunden je Arbeitsgang. Wer kontinuierlich entnimmt, hört ihn dauerhaft — und dann ist der Schallpegel tatsächlich das, wofür ihn die Werbung ausgibt. Die Bauform entscheidet damit weniger über die Lautstärke als über die Zeit, in der sie anliegt.
Was im ganzen Feld fehlt
Über die fünfzehn Geräte des gesamten Kompressoren-Bereichs hinweg ergibt sich eine Lückenbilanz, die für diesen Vergleich stellvertretend ist.
Kesselvolumen, Betriebsdruck und irgendeine Dezibelzahl nennen alle fünfzehn. Eine Luftmenge nennen elf. Die Schmierart zehn. Einen Schallpegel mit benannter Bezugsgröße nennen drei. Eine Liefermenge bei Betriebsdruck nennen zwei — und eine davon gilt für null bar. Ein Gewicht nennt eines. Eine Einschaltdauer nennt keines.
Die Einschaltdauer fehlt im gesamten Cluster
Diese Bilanz ist kein Vorwurf an einzelne Hersteller. Sie ist die Folge davon, dass für Werkstattkompressoren keine Angabepflicht besteht — weder für den Schallpegel noch für die Liefermenge noch für die Betriebsart. Wo nichts vorgeschrieben ist, entsteht keine gemeinsame Sprache, und ohne gemeinsame Sprache gibt es keine vergleichbaren Datenblätter.
Bemerkenswert ist deshalb, welche Hersteller mehr liefern, als sie müssten. Zwei der fünf weisen beide Schallgrößen aus. Einer veröffentlicht eine vollständige Luftleistungskurve über sieben Druckstufen. Einer benennt seine Bezugsgröße im Klartext. Das sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern Entscheidungen — und sie sind ein brauchbares Kriterium für die Frage, wie ernst ein Hersteller seine technische Kommunikation nimmt.
Woher die Bewertungen in dieser Übersicht stammen
Die Sternwerte und Bewertungszahlen stammen von den Amazon-Produktseiten der fünf Geräte, einzeln abgerufen am 30. August 2026. Sie sind keine eigene Prüfung und werden hier nicht als solche ausgegeben.
Die Basis ist ungleich verteilt: Ein Gerät trägt über 4.300 Bewertungen, die übrigen vier liegen zwischen 165 und 718. Ein Ranking nach Sternen wäre in dieser Lage wenig aussagekräftig — ein Wert aus 165 Rückmeldungen und einer aus 4.323 sind nicht gleich belastbar, auch wenn beide 4,6 lauten.
Ausgeschieden sind aus demselben Grund drei Geräte, die im Suchergebnis mit sehr guten Sternwerten auffielen: ein Silent-Modell mit 4,9 bei elf Bewertungen, eines mit 4,6 bei 50 und eines mit 4,9 bei 23. Wer nach Sternen sortiert, holt in diesem Marktausschnitt zuverlässig die dünnste Datengrundlage nach vorn.
Welches Gerät zu welcher Arbeit passt
Die Entscheidung läuft in diesem Vergleich nicht über die Dezibelzahl, sondern über zwei andere Fragen: Wie lange wird am Stück entnommen, und muss das Gerät bewegt werden?
Wer kurz und mobil arbeitet — Reifen, Ausblasen, gelegentlich Tackern —, ist mit dem 6-Liter-Gerät richtig. Es ist das einzige des Vergleichs, das leise und tragbar zugleich ist. Wer über Minuten entnimmt, braucht die 24 Liter, und dann entscheidet die Angabenlage: Zwei Hersteller nennen beide Schallgrößen, einer benennt seine Bezugsgröße, zwei nennen Zahlen ohne Einordnung.
Für alles, was mehr Dauerleistung verlangt als ein Flüstergerät liefert, ist diese Bauform die falsche. Dann führt der Weg zum stehenden Gerät mit 50 Litern — die fünf Kandidaten stehen im Vergleich der Werkstattkompressoren, und dort reichen die Schallwerte von 59 bis 97 Dezibel, was denselben Befund noch deutlicher zeigt.
Welche Bauform überhaupt zur eigenen Arbeit passt und woran sich die drei im Datenblatt unterscheiden, ordnet die Einordnung der Kompressor-Bauformen ein.
Und noch ein Hinweis, der über diesen Vergleich hinausgeht: Der Kompressor allein macht keine brauchbare Druckluft. Zwischen Kessel und Werkzeug gehören ein Wasserabscheider und ein Druckminderer, bei vielen Werkzeugen zusätzlich ein Öler. Kondensat aus dem Kessel läuft sonst in das Gerät und lässt es von innen rosten — bei einem Kompressor, der nur gelegentlich läuft, ist das der häufigste Ausfallgrund überhaupt.
Kaufen Sie nicht die kleinste Dezibelzahl, sondern die klarste Angabe. Ein Hersteller, der 49 und 69 nebeneinanderstellt, sagt Ihnen mehr als einer, der nur 49 schreibt.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Dezibelangabe bei einem Kompressor?
Sind 49 dB und 82 dB vergleichbar?
Gibt es eine Vorschrift, den Schallpegel anzugeben?
Darf ich einen Kompressor sonntags im Garten betreiben?
Was ist der Unterschied zwischen Ansaugleistung und Liefermenge?
Reicht ein 6-Liter-Kessel?
Warum ist ein Flüsterkompressor leiser als ein normaler?
Wie lange darf ein Kompressor am Stück laufen?
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Zuletzt redaktionell geprüft am .
- Datenstand aus Welle 3. Fünf Geräte einzeln an Hersteller- und Händlerquellen geprüft. Der Schallpegel wird bewusst nicht gerankt: Drei der fünf Hersteller benennen die Bezugsgröße, zwei nicht. Wo sie fehlt, ist der Wert nicht mit dem eines anderen Herstellers vergleichbar. Text folgt in Welle 4.
Verwendete Quellen
- [1]32. BImSchV — Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung, amtliche Fassung · abgerufen 2026-08-30
- [2]ISO 1217:2009-07 — Verdrängerkompressoren, Abnahmetests · abgerufen 2026-08-30
- [3]Scheppach Herstellershop, Kompressor HC26Si — Luftleistungskurve und beide Schallgrößen · abgerufen 2026-08-30
- [4]Einhell, Produktseite TE-AC 135/24 Silent Plus — Schallwert als LpA benannt · abgerufen 2026-08-30









