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Marktübersicht · Absauganlagen

Entstauber Staubklasse M: 5 Geräte im Datenvergleich

Fünf Entstauber der Klasse M: belegter Durchlassgrad, Volumenstromüberwachung, Filterabreinigung und was die Betriebsanleitungen zu krebserzeugendem Holzstaub sagen.

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Fachbereich Werkstatt
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Auf allen fünf Geräten dieses Vergleichs steht dieselbe Staubklasse. Sie sagt weniger, als der Aufdruck vermuten lässt: Klasse M beschreibt einen Durchlassgrad, keine Freigabe für einen bestimmten Staub. Für Buchen- und Eichenstaub – den Fall, für den ein Entstauber in der Holzwerkstatt meistens angeschafft wird – geben drei Betriebsanleitungen derselben Klasse drei verschiedene Antworten. Eine schließt krebserzeugende Stoffe ausdrücklich aus, eine nimmt Holzspäne ebenso ausdrücklich vom Ausschluss aus, und eine nennt Holzstaub im bestimmungsgemäßen Gebrauch.

Verglichen werden fünf lieferbare Entstauber von fünf Herstellern in drei Marktsegmenten, mit unterschiedlichen Systemen für die Filterabreinigung – von vollautomatisch bis handbetätigt. Grundlage sind ausschließlich Herstellerdokumente: Produktseiten, Produktinformationen, Datenblätter und die Originalbetriebsanleitungen, die Bosch, MENZER, FLEX und Kärcher ohne Anmeldung als PDF ausliefern. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide in dieser Übersicht.

Der Kennwert, an dem die Absaugung tatsächlich hängt, kommt dabei zweimal vor. Bosch veröffentlicht 74 l/s an der Turbine und 36 l/s am Gerät, starmix 75 l/s am Motorkopf und 45 l/s am Schlauchende. Wer die veröffentlichten Zahlen nebeneinanderstellt, vergleicht bei zwei Geräten Turbine gegen Gerät – und damit Werte, die um den Faktor 2 auseinanderliegen.

Einordnung nach Einsatzprofil

Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.

Topentscheidung

Für Hartholzstaub mit belegter Freigabe

FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 465682

FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge)

VCE 33 M AC-Set 465682

Mittelklasse

Das einzige Gerät im Vergleich, dessen Betriebsanleitung Holzstäube in den bestimmungsgemäßen Gebrauch aufnimmt und den maximalen Durchlassgrad mit 0,1 % beziffert – geprüft als Gesamtgerät nach IEC 60335-2-69. Die bei Klasse M vorgeschriebene Volumenstromwarnung meldet optisch und akustisch, die Filterabreinigung läuft vollautomatisch, und der Schallpegel ist als einziger im Feld mit Messbedingung belegt: 68 ± 2 dB(A) nach ISO 11203 bei 3 m. Bei Buche und Eiche entscheidet genau dieser Wortlaut, nicht die Klassenangabe auf dem Karton.

Staubklasse und Norm
M nach IEC 60335-2-69 · Durchlassgrad max. 0,1 %, als Gesamtgerät geprüft
Volumenstromüberwachung
ja, optisch und akustisch · 20 m/s
Schalldruckpegel
68 ± 2 nach ISO 11203 bei 3 m · zusätzlich 60 ± 2 als „Arbeitsgeräusch“

Dafür

  • Einzige Betriebsanleitung im Vergleich, die Holzstäube in den bestimmungsgemäßen Gebrauch aufnimmt und den maximalen Durchlassgrad mit 0,1 % beziffert – geprüft „als Gesamtgerät“
  • Volumenstromwarnung optisch und akustisch, mit Prüfroutine in der Anleitung: Die LED leuchtet nach etwa einer Sekunde, wenige Sekunden später kommt das akustische Signal hinzu
  • Einziger Hersteller im Feld, der einen Messabstand für den Schallpegel nennt: 68 ± 2 dB(A) nach ISO 11203 bei 3 m, dazu 60 ± 2 dB(A) als „Arbeitsgeräusch“
  • Höchster Anschlusswert der Gerätesteckdose im Vergleich mit 2.400 W, dazu 7,5 m Netzkabel und ein antistatischer Saugschlauch mit Nebenluftregelung
Daten & Verfügbarkeit prüfenFLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 465682, öffnet die Produktseite von FLEX in einem neuen Tab

Direktlink zu FLEX, kein Werbelink. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken in dieser Produktgruppe erheblich. Alle Daten zu diesem Modell

Ebenfalls in der engeren Wahl

Für den nachrechenbaren Betriebspunkt

Bosch Professional (Robert Bosch Power Tools) GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100

Bosch Professional (Robert Bosch Power Tools)

GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100

Mittelklasse
4.5(996)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Der einzige Hersteller im Feld, der Unterdruck und Volumenstrom am Gerät ausweist und die Messbedingung dazuschreibt – 230 hPa und 36 l/s mit Saugschlauch Ø 35 mm bei 3 m Länge – und der in derselben Anleitung den Mindestvolumenstrom je Schlauchdurchmesser nennt. Dazu die größte veröffentlichte Filterfläche des Vergleichs mit 0,615 m² und eine vollautomatische Abreinigung, die sich für den Nassbetrieb abschalten lässt. Einzuplanen ist der Vorbehalt aus derselben Quelle: Der M-Nachweis gilt nur für das Trockensaugen.

Volumenstrom am Schlauchende
36
Filterfläche
0,615
Staubklasse und Norm
M nach IEC/EN 60335-2-69 · Nachweis nur für Trockensaugen

Dafür

  • Größte veröffentlichte Filterfläche im Feld: 0,615 m² PES-Flachfaltenfilter, dazu die vollautomatische Abreinigung AFC, die sich für den Nassbetrieb abschalten lässt
  • Einziger Hersteller im Vergleich, der Unterdruck und Volumenstrom am Gerät beziffert und die Messbedingung dazuschreibt: 230 hPa und 36 l/s, gemessen mit Saugschlauch Ø 35 mm bei 3 m Länge
  • Veröffentlicht in derselben Anleitung den Mindestvolumenstrom je Schlauchdurchmesser – 57,9 m³/h bei 35 mm, 41,2 m³/h bei 22 mm, 12,7 m³/h bei 15 mm – und macht die Auslegung damit nachrechenbar
  • Größter Behälter im Vergleich zusammen mit dem starmix: 35 l brutto bei 23 l netto, Entleerung staubarm über Entsorgungssack

Dagegen

  • Der M-Nachweis gilt nur trocken: „Die Anforderungen an den Durchlassgrad (Staubklasse M) wurden nur für das Trockensaugen nachgewiesen“ – bei einem Gerät, das als Nass-/Trockensauger verkauft wird und 19,2 l Flüssigkeit aufnimmt
  • Einziges Gerät im Feld ohne veröffentlichte Maße: weder Produktseite noch die 305-seitige Betriebsanleitung noch deren Vorgängerfassung nennen eine Kantenlänge
  • Höchste Ansprechschwelle der Gerätesteckdose im Vergleich mit 100 W Mindestlast – Kärcher schaltet ab 25 W, MENZER ab 30 W
  • Die Volumenstromüberwachung ist laut Anleitung fest auf 20 m/s eingestellt; einen Vorwahlschalter für andere Schlauchdurchmesser, wie ihn starmix für 21, 27 und 35 mm führt, hat der Sauger nicht

Für wechselnde Schlauchdurchmesser

starmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 018638

starmix (ELECTROSTAR)

iPulse M-1635 Safe Plus 018638

Premium

Als einziges Gerät im Vergleich lässt sich die vorgeschriebene Volumenstromüberwachung über einen Vorwahlschalter auf 21, 27 oder 35 mm einstellen; gewarnt wird optisch und akustisch. Die Abreinigung läuft druckdifferenzgesteuert in 3,5 s, der Behälter fasst 35 l brutto bei 25 l Staub, und beide Messpunkte stehen auf der Produktseite: 45 l/s am Schlauchende gegen 75 l/s am Motorkopf. Die Filterfläche veröffentlicht starmix als einziger Hersteller nicht.

Volumenstromüberwachung
ja, optisch und akustisch · Vorwahlschalter 21 / 27 / 35 mm · Filterkontrollleuchte
Volumenstrom am Schlauchende
45
Behälter und Entleerung
35 brutto / 25 Staub / 22 Wasser · PE-Entleerbeutel, Drehschieber für Vlies oder PE

Dafür

  • Zweiter Hersteller im Feld, der beide Messpunkte veröffentlicht: 75 l/s und 280 mbar am Motorkopf gegen 45 l/s und 245 mbar am Schlauchende
  • Als einziges Gerät im Vergleich lässt sich die vorgeschriebene Volumenstromüberwachung über einen Vorwahlschalter auf 21, 27 oder 35 mm Schlauchdurchmesser einstellen; gewarnt wird optisch und akustisch
  • Vollautomatische Filterabreinigung iPulse in 3,5 s, gesteuert über die Druckdifferenzmessung vor und nach dem Filter, dazu eine Filterkontrollleuchte
  • Größter Behälter im Feld mit 35 l brutto, 25 l Staub und 22 l Wasser, PE-Entleerbeutel und Drehschieber für Vlies- oder PE-Beutel; 8 m Netzleitung ergeben 13,0 m Aktionsradius

Dagegen

  • Einziger Hersteller im Vergleich ohne veröffentlichte Filterfläche – und wirbt zugleich mit „GRÖSSTE FILTERFLÄCHE SEINER KLASSE“. Bosch nennt 0,615 m², Kärcher 0,6 m², FLEX 0,5 m²
  • Nennt zur Staubklasse M keinen Normbezug: „60335“, „Norm“, „Durchlassgrad“ und „zertifiziert“ kommen auf der Produktseite nicht vor, eine Betriebsanleitung stellt starmix auf dem eigenen Server nicht bereit
  • Anschlusswert der Gerätesteckdose nicht veröffentlicht; die 1.600 W sind die Leistungsaufnahme des Saugers selbst
  • Mit 16,8 kg das schwerste und mit 92 cm größter Kantenlänge das sperrigste Gerät im Feld – mehr als das Doppelte des MENZER-Gewichts
Daten & Verfügbarkeit prüfenstarmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 018638, öffnet die Produktseite von starmix in einem neuen Tab

Direktlink zu starmix. Kein Werbelink, keine Provision. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken stark.

Vergleich auf einen Blick

Marktübersicht entstauber staubklasse m – Stand 2026-07-28
Für Direktvergleich auswählenProduktSegmentBewertungStaubklasse und NormVolumenstrom am Schlauchende(l/s)VolumenstromüberwachungZum AnbieterAnbieter
Bosch Professional (Robert Bosch Power Tools) GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100Bosch Professional (Robert Bosch Power Tools)GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100DetailsMittelklasse
4.5(996)
M nach IEC/EN 60335-2-69 · Nachweis nur für Trockensaugen36ja, akustisch · fest auf 20 m/sZum AngebotBosch Professional (Robert Bosch Power Tools) GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
MENZER VCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000MENZERVCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000DetailsEinsteigerM nach EN 60335-2-69 · Grenzwert > 0,1 mg/m³, staubtechnisch geprüft2.800 l/min am Motor (Herstellerangabe: Betriebsanleitung VCM/VCL 3x0, Technische Daten: „max. Luft-Volumenstrom am Motor 2.800 l/min“; das Datenblatt menzer_vcm_330_datasheet_de.pdf nennt dieselbe Zahl als „Max. Volumenstrom“. Einen Wert am Schlauchende führt keine der beiden Quellen. — Am Motor gemessen, also vor Filter, Behälter und Schlauch. Die beiden Hersteller, die beide Messpunkte veröffentlichen, kommen auf 74 gegen 36 l/s (Bosch) und 75 gegen 45 l/s (starmix). Wo der MENZER-Wert am Schlauchende landet, veröffentlicht der Hersteller nicht – gegen die 36 l/s des Bosch ist die Zahl deshalb nicht zu stellen.)ja, nur optisch (Warn-LED) · 20 m/s · kein akustisches SignalZum AngebotMENZER VCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000, öffnet die Produktseite von MENZER in einem neuen Tab
FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 465682FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge)VCE 33 M AC-Set 465682DetailsMittelklasseM nach IEC 60335-2-69 · Durchlassgrad max. 0,1 %, als Gesamtgerät geprüft75 l/s an der Turbine (Herstellerangabe: Betriebsanleitung VCE 33/44 M & H, Technische Daten, Zeile „Max. Luftdurchfluss *“ mit der Fußnote „* an der Turbine gemessen“; dieselbe Zahl steht dort als 270 m³/h und 159 CFM. Ein Wert am Schlauchende fehlt in Anleitung, Datenblatt DB_MA_465682 und auf der Produktseite. — FLEX benennt den Messpunkt selbst – das ist mehr, als Kärcher und MENZER tun. Die eigene Produktseite etikettiert dieselbe Zahl allerdings als „Volumenstrom Sauger 4500 l/min“. Gegen 36 l/s (Bosch, am Gerät) und 45 l/s (starmix, am Schlauchende) ist der Wert nicht zu stellen.)ja, optisch und akustisch · 20 m/sZum AngebotFLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 465682, öffnet die Produktseite von FLEX in einem neuen Tab
Kärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG) NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0Kärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG)NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0DetailsMittelklasseM nach EN/IEC 60335-2-69 · zusätzlich ACD nach IEC 60335-2-69:2021 · keine krebserzeugenden Stoffe74 l/s, Messpunkt nicht benannt (Herstellerangabe: Produktinformation 1.148-235.0_PI_de_DE („Luftmenge l/s 74“) und die Produktseite nennen die Zahl ohne Messstelle; die Betriebsanleitung BTA-5878974-000-00 enthält im Volltext keine Angabe dazu, wo gemessen wurde. — Der einzige Kennwert im Feld, den ein Hersteller schuldig bleibt, während zwei andere ihn zweifach ausweisen. Die Zahl liegt auf dem Niveau der Turbinenwerte von Bosch (74 l/s) und FLEX (75 l/s) – zuordnen lässt sie sich damit trotzdem nicht. Das ist eine Beobachtung, keine Herstellerangabe.)ja, akustisch (Hupe, Intervallton) · 20 m/sZum AngebotKärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG) NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0, öffnet die Produktseite von Kärcher in einem neuen Tab
starmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 018638starmix (ELECTROSTAR)iPulse M-1635 Safe Plus 018638DetailsPremiumM · Normbezug nicht veröffentlicht45ja, optisch und akustisch · Vorwahlschalter 21 / 27 / 35 mm · FilterkontrollleuchteZum Angebotstarmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 018638, öffnet die Produktseite von starmix in einem neuen Tab

Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.

errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht istZu wenige Bewertungen für eine belastbare Angabe

Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.

Werbelinks zu amazon.de. Bewertungen stammen aus verifizierten Käuferbewertungen und öffentlichen Quellen; die Quellenangabe steht bei jedem Produkt im Detailblock. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.

Die Modelle im Einzelnen

Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

Bosch Professional (Robert Bosch Power Tools)

GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100

Mittelklasse
4.5(996)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Nass-/Trockensauger mit vollautomatischer Filterabreinigung und der größten veröffentlichten Filterfläche im Feld – als einziges Gerät des Vergleichs mit Unterdruck und Volumenstrom am Schlauchende beziffert.

Kaufentscheidung

Die Wahl, wenn die Absaugleistung nachrechenbar sein soll: Bosch beziffert als einziger Hersteller im Feld den Volumenstrom am Gerät – 36 l/s mit Ø 35 mm Schlauch bei 3 m Länge – und nennt in derselben Anleitung den Mindestvolumenstrom je Schlauchdurchmesser. Dazu die größte veröffentlichte Filterfläche mit 0,615 m² und eine abschaltbare vollautomatische Abreinigung.

Die Grenze steht in derselben Anleitung: Der Durchlassgrad der Staubklasse M ist „nur für das Trockensaugen nachgewiesen“, obwohl der Sauger 19,2 l Flüssigkeit aufnimmt. Auch die Käuferbewertungen – die einzige Bewertungsbasis im Vergleich – sagen dazu nichts; ein Durchlassgrad wird geprüft, nicht bewertet. Wer den Nachweis ohne Einschränkung braucht, nimmt das FLEX VCE 33 M AC-Set.

Staubklasse und Norm
M nach IEC/EN 60335-2-69 · Nachweis nur für Trockensaugen
Volumenstrom am Schlauchende (l/s)
36
Volumenstromüberwachung
ja, akustisch · fest auf 20 m/s

Dafür

  • Größte veröffentlichte Filterfläche im Feld: 0,615 m² PES-Flachfaltenfilter, dazu die vollautomatische Abreinigung AFC, die sich für den Nassbetrieb abschalten lässt
  • Einziger Hersteller im Vergleich, der Unterdruck und Volumenstrom am Gerät beziffert und die Messbedingung dazuschreibt: 230 hPa und 36 l/s, gemessen mit Saugschlauch Ø 35 mm bei 3 m Länge
  • Veröffentlicht in derselben Anleitung den Mindestvolumenstrom je Schlauchdurchmesser – 57,9 m³/h bei 35 mm, 41,2 m³/h bei 22 mm, 12,7 m³/h bei 15 mm – und macht die Auslegung damit nachrechenbar
  • Größter Behälter im Vergleich zusammen mit dem starmix: 35 l brutto bei 23 l netto, Entleerung staubarm über Entsorgungssack

Dagegen

  • Der M-Nachweis gilt nur trocken: „Die Anforderungen an den Durchlassgrad (Staubklasse M) wurden nur für das Trockensaugen nachgewiesen“ – bei einem Gerät, das als Nass-/Trockensauger verkauft wird und 19,2 l Flüssigkeit aufnimmt
  • Einziges Gerät im Feld ohne veröffentlichte Maße: weder Produktseite noch die 305-seitige Betriebsanleitung noch deren Vorgängerfassung nennen eine Kantenlänge
  • Höchste Ansprechschwelle der Gerätesteckdose im Vergleich mit 100 W Mindestlast – Kärcher schaltet ab 25 W, MENZER ab 30 W
  • Die Volumenstromüberwachung ist laut Anleitung fest auf 20 m/s eingestellt; einen Vorwahlschalter für andere Schlauchdurchmesser, wie ihn starmix für 21, 27 und 35 mm führt, hat der Sauger nicht
MENZER VCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000
Daten & Verfügbarkeit prüfenMENZER VCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000, öffnet die Produktseite von MENZER in einem neuen Tab

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MENZER

VCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000

Einsteiger

Leichtester Entstauber im Vergleich, ausgelegt auf den Einsatz an der wechselnden Handmaschine – mit kompletter Antistatikausrüstung, manueller Filterabreinigung und einer Volumenstromwarnung, die leuchtet statt zu tönen.

Kaufentscheidung

Für den Einsatz an wechselnden Baustellen das leichteste Gerät im Feld: 7,0 kg leer und 7,5 kg mit gängigem Zubehör, während die übrigen vier zwischen 12,4 und 16,8 kg wiegen. Die Betriebsanleitung nimmt Holzspäne ausdrücklich vom Ausschluss krebserregender Stoffe aus, die Antistatikausrüstung ist komplett, und die Gerätesteckdose spricht schon ab 30 W an.

Zwei Grenzen, und sie hängen zusammen: Die vorgeschriebene Volumenstromwarnung ist eine Leuchtdiode – „akustisch“, „Warnton“ und „Hupe“ kommen in der vollständigen Anleitung nicht vor –, und mit 81 dB(A) ist dasselbe Gerät das lauteste im Vergleich. Wer ein hörbares Signal braucht, nimmt den Kärcher NT 30/1 Tact Te M ACD oder das FLEX-Gerät, das beides meldet.

Staubklasse und Norm
M nach EN 60335-2-69 · Grenzwert > 0,1 mg/m³, staubtechnisch geprüft
Volumenstrom am Schlauchende (l/s)
2.800 l/min am Motor (Herstellerangabe: Betriebsanleitung VCM/VCL 3x0, Technische Daten: „max. Luft-Volumenstrom am Motor 2.800 l/min“; das Datenblatt menzer_vcm_330_datasheet_de.pdf nennt dieselbe Zahl als „Max. Volumenstrom“. Einen Wert am Schlauchende führt keine der beiden Quellen. — Am Motor gemessen, also vor Filter, Behälter und Schlauch. Die beiden Hersteller, die beide Messpunkte veröffentlichen, kommen auf 74 gegen 36 l/s (Bosch) und 75 gegen 45 l/s (starmix). Wo der MENZER-Wert am Schlauchende landet, veröffentlicht der Hersteller nicht – gegen die 36 l/s des Bosch ist die Zahl deshalb nicht zu stellen.)
Volumenstromüberwachung
ja, nur optisch (Warn-LED) · 20 m/s · kein akustisches Signal

Dafür

  • Mit 7,0 kg leer und 7,5 kg mit gängigem Zubehör das mit Abstand leichteste Gerät im Vergleich – die übrigen vier liegen zwischen 12,4 und 16,8 kg
  • Einzige Betriebsanleitung im Feld, die Holzspäne ausdrücklich vom Ausschluss ausnimmt: „Es dürfen keine krebserregenden Stoffe (außer Holzspäne) … aufgesaugt werden“
  • Komplette Antistatikausrüstung mit leitendem Zubehör, dazu ein Verschlussstopfen, der den Ansaugstutzen beim Transport ohne angeschlossenen Schlauch verschließt
  • Waschbarer Patronenfilter für Nass- und Trockenbetrieb ohne Filterwechsel, Gerätesteckdose bereits ab 30 W Anschlusswert

Dagegen

  • Warnt als einziges Gerät im Vergleich nur mit Licht: „Sinkt die Luftgeschwindigkeit unter 20 m/s, leuchtet die Signalleuchte … permanent“ – „akustisch“, „Warnton“, „Signalton“ und „Hupe“ kommen in der vollständigen Betriebsanleitung nicht ein einziges Mal vor
  • Mit 81 dB(A) LpA und 92 dB(A) LwA das lauteste Gerät im Feld, 11 bis 13 dB über den übrigen vier; die eigene Anleitung verlangt konsequent Gehörschutz
  • Die Ausnahme in der Anleitung nennt „Holzspäne“, nicht Holzstaub – bei einem Gerät der Staubklasse M, das für Staub gebaut ist, deckt der Wortlaut den kaufkritischen Fall nicht eindeutig ab
  • Einziges Gerät mit manueller Filterabreinigung: Der „Filter Refresh“-Knopf muss gedrückt werden, während die übrigen vier automatisch oder sensorgesteuert abreinigen
FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 465682
Daten & Verfügbarkeit prüfenFLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 465682, öffnet die Produktseite von FLEX in einem neuen Tab

Direktlink zu FLEX. Kein Werbelink, keine Provision. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken stark.

FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge)

VCE 33 M AC-Set 465682

Mittelklasse

Sicherheitssauger, dessen Betriebsanleitung Holzstäube ausdrücklich in den bestimmungsgemäßen Gebrauch aufnimmt und den maximalen Durchlassgrad mit 0,1 % beziffert – geprüft als Gesamtgerät.

Kaufentscheidung

Das Gerät für Buchen- und Eichenstaub, weil die Freigabe im Klartext in der Anleitung steht: geeignet für „trockene … Holzstäube und gesundheitsgefährdende Stäube mit AGW über 0,1 mg/m³“. Dazu der maximale Durchlassgrad von 0,1 %, geprüft als Gesamtgerät, eine optisch und akustisch meldende Volumenstromwarnung und der einzige Schallpegel im Feld mit Messbedingung.

Die Grenze ist die Zahlenlage: Der Volumenstrom ist nur an der Turbine belegt, und die eigene Produktseite verkauft denselben Wert als „Volumenstrom Sauger“. Auch das Gewicht steht in zwei Primärquellen verschieden, 15,2 gegen 14,5 kg. Wer die Zahl am Schlauch braucht, findet sie beim Bosch GAS 35 M AFC und beim starmix iPulse M-1635 Safe Plus.

Staubklasse und Norm
M nach IEC 60335-2-69 · Durchlassgrad max. 0,1 %, als Gesamtgerät geprüft
Volumenstrom am Schlauchende (l/s)
75 l/s an der Turbine (Herstellerangabe: Betriebsanleitung VCE 33/44 M & H, Technische Daten, Zeile „Max. Luftdurchfluss *“ mit der Fußnote „* an der Turbine gemessen“; dieselbe Zahl steht dort als 270 m³/h und 159 CFM. Ein Wert am Schlauchende fehlt in Anleitung, Datenblatt DB_MA_465682 und auf der Produktseite. — FLEX benennt den Messpunkt selbst – das ist mehr, als Kärcher und MENZER tun. Die eigene Produktseite etikettiert dieselbe Zahl allerdings als „Volumenstrom Sauger 4500 l/min“. Gegen 36 l/s (Bosch, am Gerät) und 45 l/s (starmix, am Schlauchende) ist der Wert nicht zu stellen.)
Volumenstromüberwachung
ja, optisch und akustisch · 20 m/s

Dafür

  • Einzige Betriebsanleitung im Vergleich, die Holzstäube in den bestimmungsgemäßen Gebrauch aufnimmt und den maximalen Durchlassgrad mit 0,1 % beziffert – geprüft „als Gesamtgerät“
  • Volumenstromwarnung optisch und akustisch, mit Prüfroutine in der Anleitung: Die LED leuchtet nach etwa einer Sekunde, wenige Sekunden später kommt das akustische Signal hinzu
  • Einziger Hersteller im Feld, der einen Messabstand für den Schallpegel nennt: 68 ± 2 dB(A) nach ISO 11203 bei 3 m, dazu 60 ± 2 dB(A) als „Arbeitsgeräusch“
  • Höchster Anschlusswert der Gerätesteckdose im Vergleich mit 2.400 W, dazu 7,5 m Netzkabel und ein antistatischer Saugschlauch mit Nebenluftregelung

Dagegen

  • Der Volumenstrom ist nur an der Turbine belegt – und die eigene Produktseite verkauft denselben Wert als „Volumenstrom Sauger 4500 l/min“, also unter dem Etikett des Gerätewerts
  • Zwei Gewichte für dasselbe Gerät aus zwei Primärquellen desselben Herstellers: 15,2 kg auf der Produktseite gegen 14,5 kg in der Betriebsanleitung
  • Die Freigabe für Holzstaub steht in der Anleitung von FLEX – Kärcher schließt für ein Gerät derselben Staubklasse krebserzeugende Stoffe ausdrücklich aus. Maßgeblich ist damit der Wortlaut des Herstellers, nicht die Klassenangabe
  • Mit 0,5 m² die kleinste Filterfläche der vier Hersteller, die überhaupt eine Zahl nennen
Kärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG) NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0
Daten & Verfügbarkeit prüfenKärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG) NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0, öffnet die Produktseite von Kärcher in einem neuen Tab

Direktlink zu Kärcher. Kein Werbelink, keine Provision. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken stark.

Kärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG)

NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0

Mittelklasse

Entstauber mit sensorgesteuerter Filterabreinigung und zusätzlicher ACD-Zertifizierung nach IEC 60335-2-69:2021 für brennbare Stäube – bei ausdrücklichem Ausschluss krebserzeugender Stoffe.

Kaufentscheidung

Die Wahl für brennbare Stäube: Das ACD-Gerät ist als einziges im Vergleich „zugelassen zum Saugen von brennbaren Stäuben“ und „zertifiziert gemäß IEC 60335-2-69:2021“. Dazu die sensorgesteuerte Abreinigung Tact auf 0,6 m² Filterfläche, ein Intervallton für die Volumenstromwarnung, ein Dauerton für den verschmutzten Kühlluftfilter und mit 25 W die niedrigste Ansprechschwelle der Gerätesteckdose.

Die Grenze steht im selben Dokument: „Es dürfen keine krebserzeugenden Stoffe aufgesaugt werden.“ Buche und Eiche fallen nach TRGS 906 darunter – für den Hauptfall dieses Vergleichs ist das Gerät nach eigener Anleitung nicht vorgesehen. Hinzu kommt, dass Kärcher für 74 l/s und 273 mbar keinen Messpunkt nennt. Für Hartholzstaub führt der Weg zum FLEX VCE 33 M AC-Set.

Staubklasse und Norm
M nach EN/IEC 60335-2-69 · zusätzlich ACD nach IEC 60335-2-69:2021 · keine krebserzeugenden Stoffe
Volumenstrom am Schlauchende (l/s)
74 l/s, Messpunkt nicht benannt (Herstellerangabe: Produktinformation 1.148-235.0_PI_de_DE („Luftmenge l/s 74“) und die Produktseite nennen die Zahl ohne Messstelle; die Betriebsanleitung BTA-5878974-000-00 enthält im Volltext keine Angabe dazu, wo gemessen wurde. — Der einzige Kennwert im Feld, den ein Hersteller schuldig bleibt, während zwei andere ihn zweifach ausweisen. Die Zahl liegt auf dem Niveau der Turbinenwerte von Bosch (74 l/s) und FLEX (75 l/s) – zuordnen lässt sie sich damit trotzdem nicht. Das ist eine Beobachtung, keine Herstellerangabe.)
Volumenstromüberwachung
ja, akustisch (Hupe, Intervallton) · 20 m/s

Dafür

  • Einziges Gerät im Vergleich mit ACD-Zertifizierung: „Zugelassen zum Saugen von brennbaren Stäuben. Zertifiziert gemäß IEC 60335-2-69:2021.“
  • Sensorgesteuerte, bedarfsorientierte Filterabreinigung Tact auf 0,6 m² Flachfaltenfilter aus PES mit PTFE-Beschichtung – die zweitgrößte veröffentlichte Filterfläche im Feld
  • Zwei unterscheidbare akustische Signale statt einer Leuchte: Intervallton bei Luftgeschwindigkeit unter 20 m/s, Dauerton bei verschmutztem Kühlluftfilter
  • Niedrigste Ansprechschwelle der Gerätesteckdose im Vergleich mit 25 W bei 2.200 W Obergrenze, dazu Anlaufverzögerung bis 0,5 s und Nachlauf bis 15 s

Dagegen

  • Die eigene Betriebsanleitung schließt den kaufkritischen Fall aus: „Einschränkung: Es dürfen keine krebserzeugenden Stoffe aufgesaugt werden.“ Buchen- und Eichenstaub sind nach TRGS 906 krebserzeugend
  • Nennt als einziger Hersteller im Feld weder für die Luftmenge (74 l/s) noch für das Vakuum (273 mbar) den Messpunkt – Produktinformation, Produktseite und Betriebsanleitung schweigen dazu
  • Beim Nasssaugen dürfen laut Anleitung keine gesundheitsschädlichen Stäube aufgenommen werden; die M-Zulassung greift damit nur im Trockenbetrieb
  • Im Handel wird der Artikel ohne das Kürzel ACD geführt – nur die Hersteller-Nr. 1.148-235.0 und die GTIN 4054278048215 unterscheiden ihn vom ausgelaufenen Vorgänger 1.148-215.0
starmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 018638
Daten & Verfügbarkeit prüfenstarmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 018638, öffnet die Produktseite von starmix in einem neuen Tab

Direktlink zu starmix. Kein Werbelink, keine Provision. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken stark.

starmix (ELECTROSTAR)

iPulse M-1635 Safe Plus 018638

Premium

Größter Behälter im Feld mit druckdifferenzgesteuerter Filterabreinigung in 3,5 Sekunden und Vorwahlschalter für drei Schlauchdurchmesser – der zweite Hersteller im Vergleich, der beide Messpunkte veröffentlicht.

Kaufentscheidung

Interessant wegen der Überwachung: Als einziges Gerät im Feld lässt sich die vorgeschriebene Volumenstromüberwachung über einen Vorwahlschalter auf 21, 27 oder 35 mm einstellen, gewarnt wird optisch und akustisch. Der Behälter fasst 35 l brutto bei 25 l Staub, die Abreinigung läuft druckdifferenzgesteuert in 3,5 s, und beide Messpunkte sind veröffentlicht: 45 gegen 75 l/s.

Die Grenze ist die Belegtiefe: Einen Normbezug zur Staubklasse M nennt die Produktseite nicht, eine Betriebsanleitung stellt starmix auf dem eigenen Server nicht bereit, der Anschlusswert der Gerätesteckdose fehlt – und die Filterfläche fehlt dort, wo „GRÖSSTE FILTERFLÄCHE SEINER KLASSE“ beworben wird. Wer die Zahl lesen will, findet sie beim Bosch mit 0,615 m².

Staubklasse und Norm
M · Normbezug nicht veröffentlicht
Volumenstrom am Schlauchende (l/s)
45
Volumenstromüberwachung
ja, optisch und akustisch · Vorwahlschalter 21 / 27 / 35 mm · Filterkontrollleuchte

Dafür

  • Zweiter Hersteller im Feld, der beide Messpunkte veröffentlicht: 75 l/s und 280 mbar am Motorkopf gegen 45 l/s und 245 mbar am Schlauchende
  • Als einziges Gerät im Vergleich lässt sich die vorgeschriebene Volumenstromüberwachung über einen Vorwahlschalter auf 21, 27 oder 35 mm Schlauchdurchmesser einstellen; gewarnt wird optisch und akustisch
  • Vollautomatische Filterabreinigung iPulse in 3,5 s, gesteuert über die Druckdifferenzmessung vor und nach dem Filter, dazu eine Filterkontrollleuchte
  • Größter Behälter im Feld mit 35 l brutto, 25 l Staub und 22 l Wasser, PE-Entleerbeutel und Drehschieber für Vlies- oder PE-Beutel; 8 m Netzleitung ergeben 13,0 m Aktionsradius

Dagegen

  • Einziger Hersteller im Vergleich ohne veröffentlichte Filterfläche – und wirbt zugleich mit „GRÖSSTE FILTERFLÄCHE SEINER KLASSE“. Bosch nennt 0,615 m², Kärcher 0,6 m², FLEX 0,5 m²
  • Nennt zur Staubklasse M keinen Normbezug: „60335“, „Norm“, „Durchlassgrad“ und „zertifiziert“ kommen auf der Produktseite nicht vor, eine Betriebsanleitung stellt starmix auf dem eigenen Server nicht bereit
  • Anschlusswert der Gerätesteckdose nicht veröffentlicht; die 1.600 W sind die Leistungsaufnahme des Saugers selbst
  • Mit 16,8 kg das schwerste und mit 92 cm größter Kantenlänge das sperrigste Gerät im Feld – mehr als das Doppelte des MENZER-Gewichts

Technische Daten im Detail

Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.

Tabelle seitlich scrollbar

KennwertBosch Professional (Robert Bosch Power Tools) GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100Bosch Professional (Robert Bosch Power Tools)GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100MENZER VCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000MENZERVCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 465682FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge)VCE 33 M AC-Set 465682Kärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG) NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0Kärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG)NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0starmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 018638starmix (ELECTROSTAR)iPulse M-1635 Safe Plus 018638
Datenlageveröffentlichte Kennwerte11 von 1210 von 1210 von 1210 von 1210 von 12
EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung
Staubklasse und NormDer Entscheidungsfaktor dieses Vergleichs. Klasse M steht nach DIN EN 60335-2-69 Anhang AA für einen Durchlassgrad unter 0,1 % und gilt für Stäube mit einem Arbeitsplatzgrenzwert über 0,1 mg/m³. Alle fünf Geräte tragen sie – aber nicht im selben Umfang: Bosch weist den Durchlassgrad ausdrücklich nur für das Trockensaugen nach, obwohl derselbe Sauger nass saugt. Kärcher legt eine ACD-Zertifizierung nach IEC 60335-2-69:2021 für brennbare Stäube darüber, FLEX beziffert 0,1 % und lässt als Gesamtgerät prüfen, starmix nennt die Norm überhaupt nicht. Was die Anleitungen zu krebserzeugendem Holzstaub sagen, weicht davon noch einmal ab – die Klassenangabe allein beantwortet die Frage nicht.M nach IEC/EN 60335-2-69 · Nachweis nur für TrockensaugenM nach EN 60335-2-69 · Grenzwert > 0,1 mg/m³, staubtechnisch geprüftM nach IEC 60335-2-69 · Durchlassgrad max. 0,1 %, als Gesamtgerät geprüftM nach EN/IEC 60335-2-69 · zusätzlich ACD nach IEC 60335-2-69:2021 · keine krebserzeugenden StoffeM · Normbezug nicht veröffentlicht
Volumenstrom am Schlauchende(l/s)Der Kennwert, an dem die Absaugung tatsächlich hängt – und der im Feld zweimal vorkommt. Bosch veröffentlicht 74 l/s an der Turbine und 36 l/s am Gerät, gemessen mit Ø 35 mm Schlauch bei 3 m Länge; starmix 75 l/s am Motorkopf und 45 l/s am Schlauchende. Das ist Faktor 2 für dasselbe Gerät. Geführt wird hier die Zahl am Schlauchende; wo der Hersteller sie nicht veröffentlicht, steht sein eigener Wert mit seinem Messpunkt als Ersatz. FLEX misst nachweislich an der Turbine, MENZER am Motor, Kärcher nennt gar keine Stelle. Wer die 74 l/s des Kärcher gegen die 36 l/s des Bosch stellt, vergleicht Turbine gegen Gerät.362.800 l/min am Motor (Herstellerangabe: Betriebsanleitung VCM/VCL 3x0, Technische Daten: „max. Luft-Volumenstrom am Motor 2.800 l/min“; das Datenblatt menzer_vcm_330_datasheet_de.pdf nennt dieselbe Zahl als „Max. Volumenstrom“. Einen Wert am Schlauchende führt keine der beiden Quellen. — Am Motor gemessen, also vor Filter, Behälter und Schlauch. Die beiden Hersteller, die beide Messpunkte veröffentlichen, kommen auf 74 gegen 36 l/s (Bosch) und 75 gegen 45 l/s (starmix). Wo der MENZER-Wert am Schlauchende landet, veröffentlicht der Hersteller nicht – gegen die 36 l/s des Bosch ist die Zahl deshalb nicht zu stellen.)75 l/s an der Turbine (Herstellerangabe: Betriebsanleitung VCE 33/44 M & H, Technische Daten, Zeile „Max. Luftdurchfluss *“ mit der Fußnote „* an der Turbine gemessen“; dieselbe Zahl steht dort als 270 m³/h und 159 CFM. Ein Wert am Schlauchende fehlt in Anleitung, Datenblatt DB_MA_465682 und auf der Produktseite. — FLEX benennt den Messpunkt selbst – das ist mehr, als Kärcher und MENZER tun. Die eigene Produktseite etikettiert dieselbe Zahl allerdings als „Volumenstrom Sauger 4500 l/min“. Gegen 36 l/s (Bosch, am Gerät) und 45 l/s (starmix, am Schlauchende) ist der Wert nicht zu stellen.)74 l/s, Messpunkt nicht benannt (Herstellerangabe: Produktinformation 1.148-235.0_PI_de_DE („Luftmenge l/s 74“) und die Produktseite nennen die Zahl ohne Messstelle; die Betriebsanleitung BTA-5878974-000-00 enthält im Volltext keine Angabe dazu, wo gemessen wurde. — Der einzige Kennwert im Feld, den ein Hersteller schuldig bleibt, während zwei andere ihn zweifach ausweisen. Die Zahl liegt auf dem Niveau der Turbinenwerte von Bosch (74 l/s) und FLEX (75 l/s) – zuordnen lässt sie sich damit trotzdem nicht. Das ist eine Beobachtung, keine Herstellerangabe.)45
VolumenstromüberwachungBei Klasse M vorgeschrieben: Fällt die Luftgeschwindigkeit im Schlauch unter 20 m/s, muss das Gerät warnen. Alle fünf tun das, die Art der Warnung unterscheidet sich aber. Der MENZER VCM 330 warnt ausschließlich mit einer Signalleuchte – „akustisch“, „Warnton“, „Signalton“ und „Hupe“ kommen in seiner vollständigen Betriebsanleitung nicht vor. Dasselbe Gerät ist mit 81 dB(A) das lauteste im Feld, und die eigene Anleitung verlangt Gehörschutz. Nur starmix lässt die Schwelle über einen Vorwahlschalter auf den tatsächlich angeschlossenen Schlauchdurchmesser einstellen.ja, akustisch · fest auf 20 m/sja, nur optisch (Warn-LED) · 20 m/s · kein akustisches Signalja, optisch und akustisch · 20 m/sja, akustisch (Hupe, Intervallton) · 20 m/sja, optisch und akustisch · Vorwahlschalter 21 / 27 / 35 mm · Filterkontrollleuchte
Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend
Unterdruck am Schlauchende(mbar)Zieht den Staub durch den Schlauch – trennt hier aber weniger, als die Filterleisten des Handels nahelegen: Vier der fünf Geräte liegen an Turbine oder Motorkopf zwischen 250 und 280 mbar, also innerhalb von 12 %. Am Schlauchende, wo der Wert zählt, veröffentlichen ihn nur zwei Hersteller. Bosch nennt die Einheit hPa; 1 hPa ist dasselbe wie 1 mbar, hier ist nichts umgerechnet.230215 mbar (21,5 kPa) am Motor (Herstellerangabe: Betriebsanleitung, Technische Daten: „max. Unterdruck am Motor 21,5 kPa / 215 mbar“; Datenblatt: „Unterdruck: 21,5 kPa“. Ein Wert am Schlauchende steht in keiner der beiden Quellen. — Niedrigster Motorwert im Feld. Was davon am Schlauchende ankommt, ist offen; wo beide Punkte veröffentlicht sind, stehen 254 gegen 230 hPa (Bosch) und 280 gegen 245 mbar (starmix).)250 hPa (25 kPa) an der Turbine (Herstellerangabe: Betriebsanleitung, Technische Daten, Zeile „Max. Unterdruck“ mit derselben Sternchen-Fußnote „an der Turbine gemessen“; die Produktseite nennt „Max. Unterdruck 25000 Pa“ ohne Messpunkt. — Turbinenwert. Der Vergleich mit den 230 hPa des Bosch und den 245 mbar des starmix am Schlauchende geht nicht auf – das sind verschiedene Messstellen desselben Kennwerts.)273 mbar (27,3 kPa), Messpunkt nicht benannt (Herstellerangabe: Produktinformation 1.148-235.0_PI_de_DE und Produktseite führen „Vakuum 273 mbar / 27,3 kPa“ ohne Messstelle; die Betriebsanleitung der Baureihe nennt keine abweichende Angabe. — Höchster veröffentlichter Unterdruck im Feld – ohne Messpunkt aber nicht gegen die 230 hPa zu stellen, die Bosch am Schlauchende ausweist. Wo beide Punkte veröffentlicht sind, stehen 254 gegen 230 hPa (Bosch) und 280 gegen 245 mbar (starmix).)245
FilterabreinigungBestimmt, ob die Saugleistung über die Arbeitsschicht hält oder mit dem Filterkuchen abfällt. Vier Systeme in fünf Geräten: vollautomatisch bei Bosch (AFC, für den Nassbetrieb abschaltbar), FLEX (AC) und starmix (iPulse, 3,5 s, über die Druckdifferenz vor und nach dem Filter gesteuert), sensorgesteuert und bedarfsorientiert bei Kärcher (Tact) – und manuell beim MENZER, wo ein Knopf gedrückt werden muss.vollautomatisch (AFC), abschaltbar · PES-Flachfaltenfiltermanuell (Push & Clean) · waschbarer Patronenfiltervollautomatisch (AC) · PES-Flachfaltenfilter mit Teflon-/Nanobeschichtungsensorgesteuert, bedarfsorientiert (Tact) · PES mit PTFE-Beschichtungvollautomatisch (iPulse), 3,5 s, über Druckdifferenz gesteuert · FKP 4800 M ADVANCED
Filterfläche()Je größer die Fläche, desto später steigt der Widerstand und desto seltener greift die Abreinigung ein. Vier Hersteller nennen die Zahl, starmix nicht – und wirbt auf derselben Produktseite mit „GRÖSSTE FILTERFLÄCHE SEINER KLASSE“. Gegen Boschs 0,615 m² und Kärchers 0,6 m² wäre dieser Satz zu belegen.0,615> 0,2300,50,6 (Kerzenfilter-Option 0,2)ohne Zahl, beworben als „GRÖSSTE FILTERFLÄCHE SEINER KLASSE“ (Herstellerangabe: Die Produktseite benennt den Hauptfilter als „FKP 4800 M ADVANCED (Polyester), Staubrückhaltevermögen 99,9 %, Art.-Nr. 459257“ und wirbt auf derselben Seite mit „GRÖSSTE FILTERFLÄCHE SEINER KLASSE“. Eine Quadratmeter- oder Quadratzentimeterzahl steht weder dort noch in der Zubehörliste; eine Einzelseite zum Filter FKP 4800 M ADVANCED existiert nicht (HTTP 404). — Der Superlativ ist gegen kein Gerät dieses Vergleichs nachrechenbar: Bosch nennt 0,615 m², Kärcher 0,6 m², FLEX 0,5 m² und MENZER über 0,230 m². Aus der Typenbezeichnung „FKP 4800“ auf 4.800 cm² zu schließen, wäre eine Vermutung über einen Produktnamen und keine Herstellerangabe – sie wird hier deshalb nicht geführt.)
Behälter und Entleerung(l)Entscheidend ist weniger die Bruttozahl als das, was übrig bleibt, und wie entleert wird: Bosch nennt 35 l brutto gegen 23 l netto. Bei Klasse M schreibt die Norm eine staubarme Entsorgung vor – Kärcher und starmix legen dafür PE-Säcke bei, Bosch einen Entsorgungssack, MENZER zusätzlich einen Verschlussstopfen für den Transport ohne Schlauch.35 brutto / 23 netto / 19,2 Flüssigkeit · Entsorgungssack30 / 18 Flüssigkeit · Vliesfiltertüte, Verschlussstopfen30 / 17 Flüssigkeit · Vliesfiltersäcke, doppelwandiger Behälter30 · PE-Plastiksack zur staubfreien Entsorgung, Vlies-Filtertüte35 brutto / 25 Staub / 22 Wasser · PE-Entleerbeutel, Drehschieber für Vlies oder PE
Anschlusswert der Gerätesteckdose(W)Die Gerätesteckdose startet den Sauger mit dem Elektrowerkzeug. Interessant ist nicht nur die Ober-, sondern auch die Untergrenze: Ein Elektrowerkzeug mit weniger als 100 W Aufnahme liegt bei Bosch unter der veröffentlichten Schwelle, bei Kärcher (25 W) und MENZER (30 W) darüber. FLEX veröffentlicht nur die Obergrenze, starmix gar keinen Wert.100–2.20030–2.0002.400 (nur Obergrenze veröffentlicht)25–2.200Gerätesteckdose vorhanden, mit Sanftanlauf und Nachlauf (Herstellerangabe: Produktseite, Technische Daten: „Gerätesteckdose | ja“, „Sanftanlauf/Nachlauf | ja“, „Drehzahlsteller | ja, 2-stufig“. Ein Anschlusswert in Watt steht weder dort noch in der Zubehörliste; die 1.600 W sind ausdrücklich die Leistungsaufnahme des Saugers, nicht die der Steckdose. — Sagt, dass ein Elektrowerkzeug angeschlossen werden kann – nicht, welches. Ob eine 2.000-W-Maschine zulässig ist, lässt sich daraus nicht ableiten. Die übrigen vier Hersteller beziffern die Obergrenze zwischen 2.000 und 2.400 W, drei davon zusätzlich eine Untergrenze.)
Schalldruckpegel(dB(A))Die Zahlen stehen im Handel nebeneinander, obwohl sie nicht dasselbe messen. Nur FLEX nennt einen Messabstand – 68 ± 2 dB(A) nach ISO 11203 bei 3 m – und veröffentlicht für dasselbe Gerät zusätzlich 60 ± 2 dB(A) als „Arbeitsgeräusch“, 8 dB(A) darunter. Bosch, Kärcher, MENZER und starmix nennen keinen Abstand, starmix zusätzlich keine Norm. Der MENZER liegt mit 81 dB(A) um 11 bis 13 dB über dem Feld.70, K = 3 · nach EN 60335-2-69 · Abstand nicht angegeben81 LpA / 92 LwA, K = 3 · nach EN 60335-1 und -2-69 · Abstand nicht angegeben68 ± 2 nach ISO 11203 bei 3 m · zusätzlich 60 ± 2 als „Arbeitsgeräusch“69, K = 2 · nach EN/IEC 60335-2-69 · Abstand nicht angegeben69 · weder Norm noch Abstand angegeben
Antistatik und NassbetriebAm 35-mm-Schlauch lädt sich trockener Staub elektrostatisch auf. Vier Hersteller führen eine durchgehende Antistatik-Ausrüstung einschließlich Zubehör, Bosch nur den Saugschlauch. Der Nassbetrieb steht in derselben Zeile, weil er bei Klasse M eine Einschränkung nach sich zieht: Bosch weist den Durchlassgrad nur für das Trockensaugen nach, Kärcher untersagt beim Nasssaugen gesundheitsschädliche Stäube.Saugschlauch antistatisch · Nasssaugen ja, M-Nachweis gilt dafür nichtkomplette Antistatikausrüstung mit leitendem Zubehör · Nasssaugen ja (18 l)staubgeschützte Antistatik-Ausrüstung, antistatischer Schlauch · Nasssaugen ja (17 l) mit Füllstandüberwachungkomplettes Antistatiksystem, Zubehör und Krümmer leitend · Nasssaugen ja, dabei keine gesundheitsschädlichen Stäubeantistatisch vorbereiteter Sauger, antistatisches Zubehör · Nasssaugen ja (22 l) mit Wasserstandserkennung
Maße L × B × H(mm)Bestimmt, ob das Gerät unter die Werkbank, durch die Tür und in den Transporter passt. Bosch veröffentlicht als einziger keine Zahlen – weder auf der Produktseite noch in 305 Seiten Betriebsanleitung; dort steht nur eine Maßzeichnung ohne Bemaßung. starmix nennt 66 × 40 × 92 cm, ohne die Reihenfolge der Kanten zu benennen.nur als Maßzeichnung ohne Bemaßung veröffentlicht (Herstellerangabe: Geprüft wurden die Produktseite gas-35-m-afc-06019C3100 (Maßzeichnung als Bild, ohne Zahlen), die Originalbetriebsanleitung 1 609 92A A7W über 305 Seiten im Volltext und die ältere Fassung 1 600 A02 E7U von 03/2022. In keiner der drei Quellen steht eine Länge, Breite oder Höhe. — Für die Stellplatzplanung unbrauchbar. Belegt sind nur 12,4 kg ohne Netzanschlussleitung und 35 l Bruttovolumen des Behälters – ein Außenmaß folgt daraus nicht. Die vier übrigen Hersteller nennen alle drei Kanten.)400 × 350 × 700565 × 385 × 565560 × 370 × 580660 × 400 × 920
Eigengewicht(kg)Spreizt im Feld um Faktor 2,4 – von 7,0 kg beim MENZER bis 16,8 kg beim starmix. Die Bezugsgröße ist nirgends dieselbe: Bosch misst ohne Netzanschlussleitung, Kärcher ohne Zubehör, MENZER nennt leer und mit gängigem Zubehör getrennt. FLEX veröffentlicht zwei verschiedene Zahlen für dasselbe Gerät – 15,2 kg auf der Produktseite gegen 14,5 kg in der Betriebsanleitung.12,4 (ohne Netzanschlussleitung)7,0 leer / 7,5 mit gängigem Zubehör15,2 (Produktseite) / 14,5 (Betriebsanleitung)14,2 (ohne Zubehör)16,8

errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist

Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.

Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.

Vor der Bestellung einplanen

Ein Entstauber der Klasse M ist ein Gerät mit Verbrauchsmaterial, Anschlussbedingungen und Entsorgungspflicht. Diese fünf Posten entscheiden darüber, ob er die Maschine bedienen kann, für die er gekauft wird.

Bezugsweg
Ein Gerät über Amazon, vier über den Fachhandel
Der Kaufknopf führt beim Bosch GAS 35 M AFC auf Amazon, bei den übrigen vier auf die Hersteller-Produktseite, weil dort die Daten und die Abbildung herkommen. Bestellbar sind alle vier über Contorion: MENZER VCM 330 unter 54422325, FLEX VCE 33 M AC-Set unter 55831022, Kärcher NT 30/1 Tact Te M ACD unter 50430607 und starmix iPulse M-1635 Safe Plus unter 53392423. MENZER betreibt daneben als einziger Hersteller im Feld einen eigenen Checkout.
Artikelnummer statt Modellname
Vier Verwechslungsfallen im Feld
Contorion führt das Kärcher-Gerät ohne das Kürzel ACD im Titel – identisch ist es nur über die Hersteller-Nr. 1.148-235.0 und die GTIN 4054278048215. Bei MENZER trennt ein Buchstabe die Klassen: VCL 330 ist L, VCM 330 ist M. Bei starmix liegen „M-1635 Safe“ (018935) und „M-1635 Safe Plus“ (018638) nebeneinander, bei Bosch der GAS 35 L neben dem GAS 35 M.
Verbrauchsmaterial und Entsorgung
Filterbeutel, PE-Säcke und Filter je nach System
Bei Klasse M muss staubarm entsorgt werden. Kärcher legt einen PE-Plastiksack bei, starmix drei PE-Entleerbeutel (Nachkauf Art. 425764) und einen Drehschieber für Vlies- oder PE-Beutel, Bosch einen Entsorgungssack, MENZER eine Vliesfiltertüte mit 30 l. Der MENZER-Patronenfilter ist waschbar und für Nass- und Trockenbetrieb ausgelegt; der starmix-Hauptfilter FKP 4800 M ADVANCED trägt die Art.-Nr. 459257.
Anschluss des Elektrowerkzeugs
Untergrenze der Gerätesteckdose zwischen 25 und 100 W
Die Start-Stopp-Automatik erkennt das Werkzeug über seine Leistungsaufnahme. Bosch nennt 100 bis 2.200 W, MENZER 30 bis 2.000 W, Kärcher 25 bis 2.200 W, FLEX nur die Obergrenze von 2.400 W, starmix gar keinen Wert. Der Schlauch ist ebenso zu prüfen: Ø 35 mm bei Bosch und starmix, DN 35 bei Kärcher, Ø 32 mm bei MENZER und FLEX.
Stellfläche und Gewicht
7,0 bis 16,8 kg, Maße bei einem Gerät unveröffentlicht
MENZER misst 400 × 350 × 700 mm bei 7,0 kg leer, starmix 660 × 400 × 920 mm bei 16,8 kg. Kärcher und FLEX liegen mit 560 × 370 × 580 mm und 565 × 385 × 565 mm dazwischen. Für den Bosch veröffentlicht der Hersteller keine Kantenlänge – weder auf der Produktseite noch in der 305-seitigen Betriebsanleitung; dort steht nur eine Maßzeichnung ohne Bemaßung.

Alle Angaben aus Produktseiten, Produktinformationen, Datenblättern und Originalbetriebsanleitungen der jeweiligen Hersteller sowie aus den geprüften Händlerseiten, Stand siehe Datenstand oben.

Volumenstrom: derselbe Kennwert, zwei Messpunkte, Faktor 2

In den Technischen Daten der Bosch-Originalbetriebsanleitung steht die Durchflussmenge zweimal: 36 l/s für den Sauger und 74 l/s für die Turbine. Die Fußnote dazu nennt die Bedingung, unter der gemessen wurde – „gemessen mit einem Saugschlauch Ø 35 mm und 3 m Länge“. starmix hält es auf der Produktseite genauso und schreibt beide Zahlen in eine Zelle: 75 l/s am Motorkopf, 45 l/s am Schlauchende. Vom Turbinen- zum Gerätewert fällt der Volumenstrom beim Bosch um 51 Prozent, beim starmix um 40 Prozent.

Die übrigen drei Hersteller veröffentlichen je eine Zahl. FLEX nennt 75 l/s und setzt eine Sternchen-Fußnote darunter: „an der Turbine gemessen“ – die eigene Produktseite etikettiert dieselbe Zahl allerdings als „Volumenstrom Sauger 4500 l/min“. MENZER schreibt „max. Luft-Volumenstrom am Motor 2.800 l/min“ und benennt den Messpunkt damit ebenfalls. Kärcher führt „Luftmenge 74 l/s“ in Produktinformation und Produktseite und sagt in keinem der drei geprüften Dokumente, wo dieser Wert entsteht.

74 gegen 36 l/sDerselbe Sauger, zwei Messpunkte

Zwischen Turbine und Schlauchende liegt beim selben Gerät der Faktor 2. Wer die 74 l/s des Kärcher gegen die 36 l/s des Bosch stellt, hält den Wert vor dem Filter gegen den Wert hinter Filter, Behälter und fünf Metern Schlauch. In den Attributtabellen des Handels stehen beide Zahlen in derselben Spalte und ohne Zusatz.Quelle: Bosch Originalbetriebsanleitung 1 609 92A A7W, Technische Daten, Zeile „Durchflussmenge“ mit Fußnote A; starmix Produktseite iPulse M-1635 Safe Plus, Zeile „Volumenstrom“

Für diesen Vergleich wird deshalb der Wert am Schlauchende geführt, also dort, wo die Luft arbeitet. Bei Bosch und starmix ist er veröffentlicht. Bei FLEX, MENZER und Kärcher tritt der Herstellerwert mit seinem Messpunkt an seine Stelle und ist als solcher gekennzeichnet – die Zeile zeigt damit in fünf Zellen, was sonst in einer Fußnote verschwindet.

Volumenstrom und Unterdruck am Schlauchende – Werte wie in der Vergleichstabelle, Herstellerangaben von anderen Messpunkten gekennzeichnet
ModellVolumenstrom am SchlauchendeUnterdruck am Schlauchende
Bosch Professional (Robert Bosch Power Tools) GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 10036230
MENZER VCM 330 Sicherheitssauger 120 210 0002.800 l/min am Motor (Herstellerangabe: Betriebsanleitung VCM/VCL 3x0, Technische Daten: „max. Luft-Volumenstrom am Motor 2.800 l/min“; das Datenblatt menzer_vcm_330_datasheet_de.pdf nennt dieselbe Zahl als „Max. Volumenstrom“. Einen Wert am Schlauchende führt keine der beiden Quellen. — Am Motor gemessen, also vor Filter, Behälter und Schlauch. Die beiden Hersteller, die beide Messpunkte veröffentlichen, kommen auf 74 gegen 36 l/s (Bosch) und 75 gegen 45 l/s (starmix). Wo der MENZER-Wert am Schlauchende landet, veröffentlicht der Hersteller nicht – gegen die 36 l/s des Bosch ist die Zahl deshalb nicht zu stellen.)215 mbar (21,5 kPa) am Motor (Herstellerangabe: Betriebsanleitung, Technische Daten: „max. Unterdruck am Motor 21,5 kPa / 215 mbar“; Datenblatt: „Unterdruck: 21,5 kPa“. Ein Wert am Schlauchende steht in keiner der beiden Quellen. — Niedrigster Motorwert im Feld. Was davon am Schlauchende ankommt, ist offen; wo beide Punkte veröffentlicht sind, stehen 254 gegen 230 hPa (Bosch) und 280 gegen 245 mbar (starmix).)
FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 46568275 l/s an der Turbine (Herstellerangabe: Betriebsanleitung VCE 33/44 M & H, Technische Daten, Zeile „Max. Luftdurchfluss *“ mit der Fußnote „* an der Turbine gemessen“; dieselbe Zahl steht dort als 270 m³/h und 159 CFM. Ein Wert am Schlauchende fehlt in Anleitung, Datenblatt DB_MA_465682 und auf der Produktseite. — FLEX benennt den Messpunkt selbst – das ist mehr, als Kärcher und MENZER tun. Die eigene Produktseite etikettiert dieselbe Zahl allerdings als „Volumenstrom Sauger 4500 l/min“. Gegen 36 l/s (Bosch, am Gerät) und 45 l/s (starmix, am Schlauchende) ist der Wert nicht zu stellen.)250 hPa (25 kPa) an der Turbine (Herstellerangabe: Betriebsanleitung, Technische Daten, Zeile „Max. Unterdruck“ mit derselben Sternchen-Fußnote „an der Turbine gemessen“; die Produktseite nennt „Max. Unterdruck 25000 Pa“ ohne Messpunkt. — Turbinenwert. Der Vergleich mit den 230 hPa des Bosch und den 245 mbar des starmix am Schlauchende geht nicht auf – das sind verschiedene Messstellen desselben Kennwerts.)
Kärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG) NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.074 l/s, Messpunkt nicht benannt (Herstellerangabe: Produktinformation 1.148-235.0_PI_de_DE („Luftmenge l/s 74“) und die Produktseite nennen die Zahl ohne Messstelle; die Betriebsanleitung BTA-5878974-000-00 enthält im Volltext keine Angabe dazu, wo gemessen wurde. — Der einzige Kennwert im Feld, den ein Hersteller schuldig bleibt, während zwei andere ihn zweifach ausweisen. Die Zahl liegt auf dem Niveau der Turbinenwerte von Bosch (74 l/s) und FLEX (75 l/s) – zuordnen lässt sie sich damit trotzdem nicht. Das ist eine Beobachtung, keine Herstellerangabe.)273 mbar (27,3 kPa), Messpunkt nicht benannt (Herstellerangabe: Produktinformation 1.148-235.0_PI_de_DE und Produktseite führen „Vakuum 273 mbar / 27,3 kPa“ ohne Messstelle; die Betriebsanleitung der Baureihe nennt keine abweichende Angabe. — Höchster veröffentlichter Unterdruck im Feld – ohne Messpunkt aber nicht gegen die 230 hPa zu stellen, die Bosch am Schlauchende ausweist. Wo beide Punkte veröffentlicht sind, stehen 254 gegen 230 hPa (Bosch) und 280 gegen 245 mbar (starmix).)
starmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 01863845245

Der Handel filtert unterdessen nach genau den beiden Größen, die in diesem Feld am wenigsten trennen. Die Filterleiste zu Sicherheitssaugern bei Contorion bietet „Unterdruck (mbar)“ und „Luftmenge (l/min)“ als Attribute an. An Turbine beziehungsweise Motorkopf liegen vier der fünf Geräte zwischen 74 und 75 l/s und zwischen 250 und 280 mbar – eine Spanne von 1,4 Prozent beim Volumenstrom und 12 Prozent beim Unterdruck. Der einzige Ausreißer nach unten ist das Einsteigergerät von MENZER mit 215 mbar am Motor. Was in diesem Feld tatsächlich auseinander liegt, sind Abreinigungssystem, Filterfläche, Signalart der Warnung und Entleerungssystem. Danach lässt sich in keinem Shop filtern.

Was die Staubklasse M belegt – und was sie offenlässt

Die Klassen L, M und H unterscheiden sich über den Durchlassgrad des Gesamtgeräts. Das IFA der DGUV führt die Werte aus DIN EN 60335-2-69 Anhang AA in einer frei zugänglichen Übersicht auf: unter 1 Prozent für L, unter 0,1 Prozent für M und unter 0,005 Prozent für H, zugeordnet über den Arbeitsplatzgrenzwert des Staubs. Die DGUV Information 209-084 nennt dieselben Stufen von der anderen Seite, nämlich als Abscheidegrad mit 99, 99,9 und 99,995 Prozent. Es sind dieselben Zahlen: 99,9 Prozent Abscheidung sind 0,1 Prozent Durchlass. Der Normtext selbst steht hinter einer Bezahlschranke und wird hier nur benannt.

unter 0,1 %Maximaler Durchlassgrad der Staubklasse M

Ein Gerät der Klasse M darf höchstens ein Tausendstel des aufgenommenen Prüfstaubs wieder abgeben. Das ist eine Eigenschaft des geprüften Gesamtgeräts, keine Eigenschaft des Filters allein – und es ist der einzige Wert, den die Klassenangabe zusichert. Über den Staub, der aufgenommen werden darf, sagt sie nichts.Quelle: IFA, „Staubklassen für Industriestaubsauger, Entstauber und Kehrsaugmaschinen“, Juli 2023, Tabelle zu DIN EN 60335-2-69 Anhang AA; Gegenprobe DGUV Information 209-084, Tabelle 1

Von den fünf Herstellern beziffert nur FLEX den Durchlassgrad selbst: „Der maximale Durchlassgrad beträgt 0,1 %, die Entsorgung muss staubarm erfolgen“, und ausdrücklich mit dem Zusatz, dass Sauger dieser Klasse „als Gesamtgerät geprüft“ werden. Bosch und MENZER nennen die Norm mit Nummer und den zugehörigen Grenzwert von 0,1 mg/m³, ohne die Prozentzahl. Kärcher legt über die Klassenangabe eine zweite Zertifizierung: ACD nach IEC 60335-2-69:2021, „zugelassen zum Saugen von brennbaren Stäuben“. starmix führt das M-Piktogramm und den Klartext „gesundheitsgefährdende Stäube, Staubklasse M“ – eine Normnummer steht auf der Produktseite nicht, die Suche nach „60335“, „Durchlassgrad“ und „zertifiziert“ bleibt dort ohne Treffer.

Zwei Einschränkungen kommen aus den Anleitungen selbst und stehen in keiner Klassenangabe. Bosch hält fest: „Die Anforderungen an den Durchlassgrad (Staubklasse M) wurden nur für das Trockensaugen nachgewiesen.“ Das steht bei einem Gerät, das als Nass-/Trockensauger verkauft wird und 19,2 l Flüssigkeit aufnimmt. Kärcher formuliert dieselbe Grenze anders herum: „Beim Nasssaugen dürfen keine gesundheitsschädlichen Stäube aufgenommen werden.“ Wer den Sauger für beides braucht, kauft in beiden Fällen ein Gerät, dessen M-Nachweis nur die Hälfte des beworbenen Betriebs abdeckt.

Drei Betriebsanleitungen, drei Antworten zu Buchen- und Eichenstaub

Buche und Eiche stehen namentlich in der Liste der krebserzeugenden Hartholzarten nach TRGS 906, die die DGUV Information 209-044 in Anhang 1 abdruckt – dort mit botanischem Namen und Holzcode, „Buche (Fagus; FAXX)“ und „Eiche (Quercus; QCXX)“. Die Liste ist deutlich länger, als die meisten erwarten, und sie ist ausdrücklich als „nicht abschließende Aufzählung“ überschrieben: Ahorn, Birke, Erle, Esche, Kirsche, Linde, Pappel, Ulme, Walnuss und Weide stehen ebenfalls darauf. Wer Möbel baut, arbeitet damit fast immer mit einem Holz von dieser Liste. Dieselbe Liste entscheidet auch an ortsfesten Maschinen über die nötige Geräteklasse, etwa an einer bodenstehenden Drechselbank.

Genau an dieser Stelle gehen die Betriebsanleitungen auseinander – und zwar bei Geräten derselben Staubklasse und mit derselben Normnummer im Dokument.

Zwei Wortlaute zum selben Staub, beide aus Betriebsanleitungen von M-Geräten

Der Wortlaut schließt aus

Kärcher, in der bestimmungsgemäßen Verwendung: „Das Gerät ist zur Absaugung trockener, brennbarer, gesundheitsschädlicher Stäube; Staubklasse M nach EN/IEC 60335-2-69 geeignet. Einschränkung: Es dürfen keine krebserzeugenden Stoffe aufgesaugt werden.“ Eine Ausnahme für Holz enthält der Satz nicht. Für Buchen- und Eichenstaub ist das Gerät nach seiner eigenen Anleitung damit nicht vorgesehen – obwohl es die Staubklasse trägt, die für handgeführte Holzbearbeitungsmaschinen verlangt wird.

Der Wortlaut nimmt Holz ausdrücklich auf

MENZER, im selben Abschnitt: „Es dürfen keine krebserregenden Stoffe (außer Holzspäne) oder Stoffe die mit Krankheitserregern behaftet sind aufgesaugt werden!“ Die Klammer dreht den Ausschluss um. FLEX geht einen Schritt weiter und nennt Holz positiv: geeignet „zum Aufnehmen von trockenen, nicht brennbaren Stäuben, nicht brennbaren Flüssigkeiten, Holzstäuben und gesundheitsgefährlichen Stäuben mit AGW über 0,1 mg/m³“.

Der Unterschied ist keine Formulierungsfrage. Die Betriebsanleitung legt den bestimmungsgemäßen Gebrauch fest; wer außerhalb davon arbeitet, verliert die Zusicherung des Herstellers. Bemerkenswert ist auch der Wortlaut bei MENZER: Die Ausnahme nennt „Holzspäne“, nicht Holzstaub – bei einem Gerät der Staubklasse M, das für Staub gebaut ist, deckt die Klammer den kaufkritischen Fall nicht eindeutig ab. Bosch fügt eine vierte Variante hinzu, indem der M-Nachweis dort auf den Trockenbetrieb begrenzt ist.

Welche Vorschrift dahintersteht, welche handgeführten Maschinen zwingend an einen Mobilentstauber der Klasse M gehören und warum für krebserzeugenden Hartholzstaub trotzdem nicht Klasse H verlangt wird, klärt der Ratgeber Holzstaub absaugen: welche Vorschrift wirklich gilt. Für die Auswahl aus diesem Feld genügt eine Konsequenz: Maßgeblich ist der Wortlaut der Anleitung, nicht der Buchstabe auf dem Typenschild.

Die vorgeschriebene Warnung bei 20 m/s – einmal nur als Licht

Geräte der Staubklasse M müssen warnen, wenn die Luftgeschwindigkeit im Saugschlauch unter 20 m/s fällt. Alle fünf Geräte erfüllen das, und alle fünf nennen dieselbe Schwelle. Wie gewarnt wird, unterscheidet sich jedoch grundlegend. Bosch beschreibt ein akustisches Warnsignal und hält fest, dass die Überwachung „auf einen Wert von 20 m/s fest eingestellt“ ist. Kärcher setzt eine Hupe ein und trennt zwei Zustände hörbar: Intervallton bei zu geringer Luftgeschwindigkeit, Dauerton bei verschmutztem Kühlluftfilter. FLEX meldet zuerst optisch und dann zusätzlich akustisch – „Nach etwa einer Sekunde leuchtet die LED-Anzeige auf dem Bedienfeld auf. Nach einigen weiteren Sekunden ertönt ein akustisches Warnsignal.“ starmix führt beides zusammen und ergänzt einen Vorwahlschalter für 21, 27 und 35 mm Schlauchdurchmesser.

Ein Warnlicht am lautesten Gerät

Der MENZER VCM 330 warnt ausschließlich optisch: „Sinkt die Luftgeschwindigkeit unter 20 m/s, leuchtet die Signalleuchte … permanent.“ In der vollständigen mehrsprachigen Betriebsanleitung kommen „akustisch“, „Warnton“, „Signalton“ und „Hupe“ kein einziges Mal vor. Dasselbe Gerät ist mit 81 dB(A) das lauteste im Vergleich, und dieselbe Anleitung verlangt Gehörschutz. Wer mit Schutzbrille, Maske und Gehörschutz über Kopf arbeitet, sieht eine Leuchtdiode am Gerätefuß nicht zwangsläufig.

Praktisch entscheidet die Signalart darüber, wann ein verstopfter Schlauch oder ein zugesetzter Filter auffällt: sofort oder erst beim nächsten Blick auf das Gerät. Für die Einhaltung des Grenzwerts am Arbeitsplatz ist das kein Nebenschauplatz: Die Schwelle von 20 m/s markiert die Grenze, unterhalb derer der Staub im Saugschlauch nicht mehr zuverlässig transportiert wird – deshalb schreibt die Norm die Warnung überhaupt vor. Wie viel tatsächlich an der Maschine ankommt, hängt zusätzlich am Schlauchdurchmesser – und den lässt nur starmix am Gerät vorwählen.

Signalart der Volumenstromwarnung und veröffentlichter Schalldruckpegel – Werte wie in der Vergleichstabelle
ModellVolumenstromüberwachungSchalldruckpegel
Bosch Professional (Robert Bosch Power Tools) GAS 35 M AFC Professional 0 601 9C3 100ja, akustisch · fest auf 20 m/s70, K = 3 · nach EN 60335-2-69 · Abstand nicht angegeben
MENZER VCM 330 Sicherheitssauger 120 210 000ja, nur optisch (Warn-LED) · 20 m/s · kein akustisches Signal81 LpA / 92 LwA, K = 3 · nach EN 60335-1 und -2-69 · Abstand nicht angegeben
FLEX (FLEX-Elektrowerkzeuge) VCE 33 M AC-Set 465682ja, optisch und akustisch · 20 m/s68 ± 2 nach ISO 11203 bei 3 m · zusätzlich 60 ± 2 als „Arbeitsgeräusch“
Kärcher (Alfred Kärcher SE & Co. KG) NT 30/1 Tact Te M ACD 1.148-235.0ja, akustisch (Hupe, Intervallton) · 20 m/s69, K = 2 · nach EN/IEC 60335-2-69 · Abstand nicht angegeben
starmix (ELECTROSTAR) iPulse M-1635 Safe Plus 018638ja, optisch und akustisch · Vorwahlschalter 21 / 27 / 35 mm · Filterkontrollleuchte69 · weder Norm noch Abstand angegeben

60 und 68 dB(A) für dasselbe Gerät

FLEX veröffentlicht in den Technischen Daten derselben Betriebsanleitung zwei Schallwerte für dasselbe Gerät: „Schalldruckpegel LPA (ISO 111203, 3 m) dB(A) 68 ± 2“ und „Arbeitsgeräusch dB(A) 60 ± 2“. Die Normnummer ist im PDF mit einer Ziffer zu viel gesetzt; gemeint ist ersichtlich ISO 11203. Zwischen den beiden Zahlen liegen 8 dB(A) – bei gleicher Maschine, im selben Dokument, auf derselben Seite.

8 dB(A)Abstand zweier Zahlen im selben Datenblatt

Die niedrigere der beiden Zahlen ist die, die sich in einer Verkaufstabelle besser macht – und sie ist kein Schalldruckpegel nach Norm. Wer 60 dB(A) aus der einen Tabelle gegen 69 dB(A) aus der anderen hält, vergleicht zwei verschiedene Größen – und zwar auf einer logarithmischen Skala, auf der neun Zähler kein kleiner Abstand sind.Quelle: FLEX Originalbetriebsanleitung VCE 33/44 M und H, Technische Daten, Zeilen „Schalldruckpegel LPA“ und „Arbeitsgeräusch“

FLEX ist zugleich der einzige Hersteller im Feld, der überhaupt einen Messabstand nennt. Bosch gibt 70 dB(A) mit einer Unsicherheit von K = 3 dB an, ermittelt nach EN 60335-2-69, ohne Abstand. Kärcher nennt 69 dB(A) mit KpA 2 dB(A) nach EN/IEC 60335-2-69, ebenfalls ohne Abstand. MENZER veröffentlicht 81 dB(A) als LpA und 92 dB(A) als LwA nach EN 60335-1 und -2-69, wieder ohne Abstand. starmix nennt 69 dB(A) und dazu weder Norm noch Abstand. Vier Zahlen zwischen 68 und 70 dB(A) stehen damit in jeder Händlertabelle nebeneinander, obwohl mindestens zwei verschiedene Messbedingungen dahinterstecken. Die zitierten Messnormen liegen hinter einer Bezahlschranke und werden hier nur benannt.

Der MENZER fällt aus diesem Bild heraus: 81 dB(A) sind 11 bis 13 dB mehr als beim Rest des Feldes, und die eigene Anleitung verlangt konsequent Gehörschutz. Wie sich Maschinen- und Absauggeräusch tatsächlich addieren, warum eine Pegeldifferenz von 10 dB die kleinere Quelle praktisch verschwinden lässt und weshalb es für Absauggeräte gar keinen Grenzwert gibt, steht im Ratgeber Absauganlage und Schallpegel. Für diesen Vergleich zählt der Befund, dass nur eine der fünf Angaben eine nachvollziehbare Messbedingung mitbringt.

Vier Abreinigungssysteme und eine Filterfläche ohne Zahl

Ein Entstauber verliert Saugleistung, sobald sich der Filterkuchen aufbaut. Wie dagegen gearbeitet wird, trennt dieses Feld deutlicher als jeder Leistungswert. Bosch reinigt vollautomatisch ab (AFC) und lässt die Funktion für den Nassbetrieb abschalten. FLEX arbeitet ebenfalls vollautomatisch (AC) auf einem PES-Flachfaltenfilter mit Teflon-/Nanobeschichtung. Kärcher reinigt sensorgesteuert und bedarfsorientiert ab (Tact), also nicht nach Zeittakt, sondern nach Zustand. starmix misst den Unterdruck vor und hinter dem Filter und stößt die Abreinigung über die Druckdifferenz an; sie dauert 3,5 Sekunden. MENZER hat als einziges Gerät im Feld keine automatische Abreinigung, sondern einen Knopf: „Filter Refresh“.

Bei der Filterfläche nennen vier Hersteller eine Zahl. Bosch führt 0,615 m², Kärcher 0,6 m² mit einer Kerzenfilter-Option zu 0,2 m², FLEX 0,5 m² und MENZER über 0,230 m². Der fünfte wirbt auf der eigenen Produktseite mit „GRÖSSTE FILTERFLÄCHE SEINER KLASSE“ und veröffentlicht als einziger keine Fläche. Der Hauptfilter ist mit „FKP 4800 M ADVANCED (Polyester)“ und einem Staubrückhaltevermögen von 99,9 Prozent benannt, eine Einzelseite zu diesem Filter existiert nicht. Aus der Typenbezeichnung auf eine Quadratzentimeterzahl zu schließen wäre eine Vermutung über einen Produktnamen und keine Herstellerangabe – in der Tabelle steht deshalb der Werbespruch als das, was er ist.

Ein Superlativ ohne Zahl ist gegen kein Konkurrenzgerät nachrechenbar – und ausgerechnet gegen die 0,615 m² von Bosch und die 0,6 m² von Kärcher wäre er zu belegen.

Die Filterart entscheidet zusätzlich über den Betrieb. Der MENZER-Patronenfilter ist waschbar und für Nass- wie Trockenbetrieb ausgelegt, ein Wechsel beim Umstellen entfällt. Bosch und FLEX setzen PES-Flachfaltenfilter ein, Kärcher einen PES-Filter mit PTFE-Beschichtung – bei beschichteten Filtern löst sich der Staub leichter von der Oberfläche, was die Abreinigung wirksamer macht. Wer viel feinen Schleifstaub aufnimmt, profitiert von großer Fläche und automatischer Abreinigung stärker als von jedem Unterdruckwert.

Warum in diesem Vergleich fast keine Sterne stehen

Vier der fünf Geräte tragen keine Sternebewertung, und das ist Absicht. Entstauber der Klasse M werden weitgehend über den Fachhandel verkauft: MENZER, FLEX, Kärcher und starmix sind über Contorion lieferbar, ihre Datenblätter liegen beim Hersteller. Auf dem Marktplatz, auf dem eine auszählbare Bewertungsbasis entstünde, lagen die gelisteten M- und H-Geräte im ausgewerteten Ausschnitt zwischen 3 und 98 Bewertungen. Die Geräte fehlen dort also nicht, die Käufer tun es – jede Sternezahl wäre aus einer Handvoll Stimmen gebildet und damit eine Zahl ohne Aussage.

Der Bosch GAS 35 M AFC ist die Ausnahme; für ihn liegen verifizierte Käuferbewertungen vor, die Quelle steht an der Produktkarte. Auch sie beantwortet die Fragen dieses Vergleichs allerdings nicht: Ein Durchlassgrad wird geprüft, nicht bewertet, und ob eine Anleitung krebserzeugende Stoffe ausschließt, steht in keiner Rezension.

Kurz gefasst

Bei Klasse M entscheidet der belegte Durchlassgrad, nicht die Bewertungszahl. Verglichen wird deshalb über vier Angaben aus Herstellerdokumenten: den Wortlaut zum aufzunehmenden Staub, den Nachweis der Klasse einschließlich seiner Einschränkungen, die Art der Volumenstromwarnung und das Abreinigungssystem samt Filterfläche. Wo ein Hersteller eine dieser Angaben schuldig bleibt, ist das selbst ein Ergebnis.

Die Prüfreihenfolge dreht sich damit um. Zuerst wird gelesen, was das Gerät aufnehmen darf, dann, wofür die Klasse nachgewiesen ist, dann, wie es warnt. Erst danach lohnt der Blick auf Behältergröße, Gewicht und Ausstattung. Vier der fünf Hersteller liefern für diese Prüfung frei abrufbare Anleitungen; beim fünften ist die fehlende Anleitung selbst die Information.

Schlauch, Steckdose, Antistatik: was zum Elektrowerkzeug passen muss

Ein Entstauber wird nicht allein betrieben, sondern an einer Handmaschine. Drei Anschlussbedingungen entscheiden darüber, ob die Kombination funktioniert. Die erste ist der Schlauch: Bosch und starmix liefern Ø 35 mm bei 5 m Länge, Kärcher DN 35 bei 4 m, FLEX Ø 32 mm bei 4 m und MENZER Ø 32 mm bei 3 m. Der Durchmesser bestimmt zugleich den nötigen Volumenstrom – ein weiter Schlauch fördert mehr Material, verlangt aber auch mehr Luft, um die 20 m/s zu halten.

Wie viel das konkret ist, veröffentlicht als einziger Hersteller Bosch: Die Anleitung nennt einen Mindestvolumenstrom von 57,9 m³/h bei 35 mm, 41,2 m³/h bei 22 mm und 12,7 m³/h bei 15 mm. Der Gerätewert desselben Saugers liegt bei 36 l/s, also 129,6 m³/h – gut das Doppelte des Bedarfs am 35-mm-Schlauch. Damit ist die Auslegung zum ersten Mal in diesem Feld nachrechenbar, und zwar mit Zahlen desselben Herstellers auf derselben Seite.

Die zweite Bedingung ist die Gerätesteckdose. Sie startet den Sauger, sobald das Werkzeug anläuft, und dafür muss dessen Leistungsaufnahme in ein Fenster passen. Bosch nennt 100 bis 2.200 W, MENZER 30 bis 2.000 W, Kärcher 25 bis 2.200 W. Die Untergrenze wird dabei unterschätzt: Sie entscheidet, ob ein Werkzeug mit kleiner Leistungsaufnahme die Automatik überhaupt auslöst, und sie liegt bei Bosch viermal so hoch wie bei Kärcher. FLEX veröffentlicht nur die Obergrenze von 2.400 W, starmix gar keinen Wert – dort ist lediglich belegt, dass eine Steckdose mit Sanftanlauf und Nachlauf vorhanden ist.

Die dritte Bedingung ist die Antistatik. Trockener Staub lädt sich im Schlauch elektrostatisch auf; MENZER, FLEX, Kärcher und starmix führen deshalb eine durchgehende Ausrüstung einschließlich leitendem Zubehör, bei Bosch ist ausdrücklich nur der Saugschlauch antistatisch. Wer den Sauger nur zum Aufnehmen unbedenklicher Späne und für die Werkstattreinigung braucht, kommt mit einem Gerät der Klasse L aus – die Auswahl dafür steht im Vergleich der Werkstattsauger.

Was nach der Lieferung dazukommt

Der erste laufende Posten ist die Entsorgung. Bei Klasse M muss staubarm entleert werden, und die Hersteller lösen das verschieden: Kärcher legt einen PE-Plastiksack zur staubfreien Entsorgung und eine Vlies-Filtertüte bei, starmix drei PE-Entleerbeutel mit eigener Nachkaufnummer und einen Drehschieber, der wahlweise Vlies- oder PE-Beutel zulässt, Bosch einen Entsorgungssack, MENZER eine Vliesfiltertüte und zusätzlich einen Verschlussstopfen, der den Ansaugstutzen beim Transport ohne Schlauch verschließt. Diese Beutel sind Verbrauchsmaterial und fallen bei jedem Behälterwechsel erneut an.

Der zweite Posten ist der Filter. Der waschbare Patronenfilter von MENZER ist für Nass- und Trockenbetrieb ausgelegt und braucht beim Umstellen keinen Wechsel. Bosch, FLEX und Kärcher arbeiten mit Flachfaltenfiltern aus PES, teils beschichtet; starmix mit dem Hauptfilter FKP 4800 M ADVANCED, für den die Produktseite die Art.-Nr. 459257 nennt. Wer viel Feinstaub aufnimmt, tauscht häufiger – deshalb ist die Filterfläche kein reiner Leistungswert, sondern auch ein Betriebsposten. Genau hier fehlt beim starmix die Zahl, die den Vergleich möglich machen würde.

Der dritte Posten ist der Platz. Zwischen dem MENZER mit 400 × 350 × 700 mm bei 7,0 kg und dem starmix mit 660 × 400 × 920 mm bei 16,8 kg liegt mehr als das Doppelte an Gewicht. Wer das Gerät täglich in den Transporter hebt, entscheidet an dieser Zeile. Für den Bosch lässt sich die Frage nicht beantworten: Weder Produktseite noch die 305-seitige Betriebsanleitung noch deren Vorgängerfassung nennen eine Kantenlänge, veröffentlicht ist dort nur eine Maßzeichnung ohne Bemaßung.

Wer Späne statt Staub bewegt, liegt bei diesen Geräten ohnehin falsch. Ein Entstauber arbeitet mit hohem Unterdruck bei kleinem Volumenstrom; eine stationäre Kreissäge oder Abrichte verlangt das Gegenteil. Welche Bauform welchen Betriebspunkt bedient und warum ein 100-mm-Stutzen nicht mit einem 35-mm-Schlauch zu bedienen ist, steht im Vergleich der Späneabsauganlagen.

Wo die fünf Geräte tatsächlich lieferbar sind

Der Kaufknopf führt bei vier Produkten auf die Produktseite des Herstellers. Dort stehen die Daten, aus denen dieser Vergleich gebaut ist, und dort liegt auch die Abbildung. Verkauft wird dort in diesem Feld überwiegend nicht: FLEX verweist auf die Händlersuche, der starmix-Shop lässt bestellen, wickelt die Bestellung laut Fußzeile aber über einen autorisierten Partner ab. Nur MENZER betreibt unter der eigenen Domain einen Checkout. Alle vier Geräte sind über Contorion lieferbar – MENZER VCM 330 unter der Artikelnummer 54422325, das FLEX VCE 33 M AC-Set unter 55831022, der Kärcher unter 50430607 und der starmix unter 53392423. Beim Kärcher war zum Datenstand nur ein Stück auf Lager.

Der Handel kürzt genau das Kürzel, an dem die Zertifizierung hängt

Contorion führt das Kärcher-Gerät als „Nass-Trockensauger NT 30/1 Tact Te M“ – ohne ACD im Titel. Kärcher hat unter fast gleichem Namen ein ausgelaufenes Modell (1.148-215.0) und eine Basic-Variante im Programm. Identisch ist das hier verglichene Gerät nur über die Hersteller-Nr. 1.148-235.0 und die GTIN 4054278048215, und genau daran hängt die ACD-Zertifizierung nach IEC 60335-2-69:2021 für brennbare Stäube. Dieselbe Vorsicht gilt bei MENZER (VCL 330 ist Klasse L, VCM 330 ist Klasse M), bei starmix („Safe“ 018935 gegen „Safe Plus“ 018638) und bei Bosch (GAS 35 L neben GAS 35 M).

Der Bosch GAS 35 M AFC läuft als einziges Gerät des Vergleichs über Amazon; sein Kaufknopf ist ein Werbelink, die vier anderen sind es nicht. Wer dort bestellt, sieht ein Kauf-Akkordeon mit den Zeilen „Neu kaufen“ und „Gebraucht – sehr gut“; welche Zeile vorausgewählt ist, wechselt. Der Zustand gehört deshalb vor dem Bestellen geprüft, ebenso die Bestell-Nr. 0 601 9C3 100 beziehungsweise die Angabe 1200 W, die die 230-Volt-Ausführung von der 110-Volt-Variante mit 1000 W trennt.

Die Reihenfolge, in der sich dieses Feld sortiert

Aus den fünf Datensätzen ergibt sich eine Prüfreihenfolge, die anders verläuft als die Filterlogik der Shops. Am Anfang steht der Staub, nicht die Leistung: Wer Buche, Eiche oder eines der übrigen Hölzer aus der TRGS-906-Liste bearbeitet, liest zuerst den bestimmungsgemäßen Gebrauch der Betriebsanleitung – und scheidet damit ein Gerät aus, dessen Klassenangabe für sich genommen passt. An zweiter Stelle steht der Umfang des Nachweises: Gilt die Klasse auch nass, ist zusätzlich eine ACD-Zertifizierung für brennbare Stäube vorhanden.

Danach folgt die Art der Volumenstromwarnung, weil sie im Betrieb den Unterschied zwischen „sofort bemerkt“ und „später bemerkt“ ausmacht, zusammen mit der Frage, ob sich die Schwelle auf den tatsächlich benutzten Schlauchdurchmesser einstellen lässt. Vierter Punkt ist das Abreinigungssystem mit der Filterfläche, fünfter der Volumenstrom – und zwar nur dort, wo er am Schlauchende veröffentlicht ist. Erst danach lohnen Schallpegel mit Messbedingung, Gewicht und Maße.

Wer in dieser Reihenfolge vorgeht, trifft die Entscheidung an Angaben, die der Hersteller selbst verantwortet, statt an zwei Zahlen, die im Feld ohnehin nur um 1,4 beziehungsweise 12 Prozent auseinanderliegen. Wie sich Späneabsauganlage, Werkstattsauger und Entstauber im Betriebspunkt grundsätzlich unterscheiden und welche Bauform für welche Maschine gebraucht wird, ordnet die Übersicht zu Absauganlagen für die Werkstatt ein. Dieser Vergleich setzt eine Stufe später an: Er beantwortet, welcher von fünf Entstaubern zur bereits getroffenen Bauformentscheidung passt.

Häufige Fragen

Was sagt die Staubklasse M über ein Gerät aus?
Sie beschreibt den Durchlassgrad des geprüften Gesamtgeräts: Bei Klasse M liegt er nach DIN EN 60335-2-69 Anhang AA unter 0,1 Prozent, was einem Abscheidegrad von 99,9 Prozent entspricht. Zugeordnet ist sie Stäuben mit einem Arbeitsplatzgrenzwert über 0,1 mg/m³. Welchen Staub ein Gerät aufnehmen darf, steht dagegen in seiner Betriebsanleitung – und das weicht im Vergleich voneinander ab.
Darf ich mit einem Entstauber der Klasse M Buchen- und Eichenstaub aufsaugen?
Das entscheidet der Hersteller in der Betriebsanleitung, nicht die Klassenangabe. Kärcher schließt krebserzeugende Stoffe ohne Ausnahme aus, MENZER nimmt Holzspäne ausdrücklich vom Ausschluss aus, FLEX nennt Holzstäube im bestimmungsgemäßen Gebrauch. Buche und Eiche stehen nach TRGS 906 auf der Liste der krebserzeugenden Hartholzarten, zusammen mit Ahorn, Birke, Erle, Esche, Kirsche, Linde, Pappel, Ulme, Walnuss und Weide.
Warum steht der Volumenstrom bei manchen Geräten zweimal im Datenblatt?
Weil er an zwei Stellen gemessen wird. Bosch veröffentlicht 74 l/s an der Turbine und 36 l/s am Gerät, gemessen mit Saugschlauch Ø 35 mm bei 3 m Länge; starmix 75 l/s am Motorkopf und 45 l/s am Schlauchende. Zwischen beiden Zahlen liegt der Faktor 2. Vergleichbar sind nur Werte desselben Messpunkts – FLEX misst an der Turbine, MENZER am Motor, Kärcher nennt gar keine Stelle.
Muss ein Entstauber der Staubklasse M akustisch warnen?
Gefordert ist eine Warnung, sobald die Luftgeschwindigkeit im Saugschlauch unter 20 m/s fällt; die Art des Signals ist damit nicht festgelegt. Vier der fünf verglichenen Geräte melden hörbar, teils zusätzlich optisch. Der MENZER VCM 330 warnt ausschließlich mit einer Signalleuchte: „akustisch“, „Warnton“, „Signalton“ und „Hupe“ kommen in seiner vollständigen Betriebsanleitung nicht vor.
Was bedeutet das Kürzel ACD beim Kärcher NT 30/1 Tact Te M?
ACD steht für eine zusätzliche Zertifizierung, die Kärcher so beschreibt: „Zugelassen zum Saugen von brennbaren Stäuben. Zertifiziert gemäß IEC 60335-2-69:2021.“ Im Handel fehlt das Kürzel im Artikeltitel häufig. Eindeutig ist das Gerät nur über die Hersteller-Nr. 1.148-235.0 und die GTIN 4054278048215; der ausgelaufene Vorgänger trägt 1.148-215.0.
Ist ein Sauger mit 60 dB(A) leiser als einer mit 68 dB(A)?
Nicht zwangsläufig – im Vergleich stammen beide Zahlen vom selben Gerät. FLEX veröffentlicht 68 ± 2 dB(A) als Schalldruckpegel nach ISO 11203 bei 3 m und zusätzlich 60 ± 2 dB(A) als „Arbeitsgeräusch“. Nur FLEX nennt überhaupt einen Messabstand; ohne ihn sind dB(A)-Angaben verschiedener Hersteller nicht gegeneinander zu stellen.
Wo sind die Geräte lieferbar, wenn der Kaufknopf zum Hersteller führt?
Die vier Fachhandelsgeräte führt Contorion: den MENZER VCM 330 unter der Artikelnummer 54422325, das FLEX VCE 33 M AC-Set unter 55831022, den Kärcher NT 30/1 Tact Te M ACD unter 50430607 und den starmix iPulse M-1635 Safe Plus unter 53392423. MENZER betreibt daneben einen eigenen Shop, der Bosch GAS 35 M AFC läuft über Amazon.

Änderungen an dieser Seite

Zuletzt redaktionell geprüft am .

  1. Querverweis auf „Drechselbank mit Untergestell: 5 Standmodelle im Vergleich 2026“ im Abschnitt „Drei Betriebsanleitungen, drei Antworten zu Buchen- und Eichenstaub“ ergänzt.
  2. Ersterstellung – fünf lieferbare Entstauber der Staubklasse M datenbasiert eingeordnet. Kennwerte ausschließlich aus Produktseiten, Produktinformationen und Originalbetriebsanleitungen der Hersteller erfasst; Volumenstrom und Unterdruck nach Messpunkt getrennt geführt, weil Bosch und starmix beide Punkte veröffentlichen und drei Hersteller nur einen. Die abweichenden Anleitungs-Wortlaute zu krebserzeugendem Holzstaub, der auf das Trockensaugen begrenzte M-Nachweis von Bosch und die rein optische Volumenstromwarnung des MENZER VCM 330 belegt.

Verwendete Quellen

  1. [1]IFA – Institut für Arbeitsschutz der DGUV, „Staubklassen für Industriestaubsauger, Entstauber und Kehrsaugmaschinen“, Juli 2023 – Durchlassgrade der Klassen L, M und H nach DIN EN 60335-2-69 Anhang AA und ihre Zuordnung zum Arbeitsplatzgrenzwert · abgerufen 2026-07-28
  2. [2]DGUV Information 209-044 „Holzstaub“, Ausgabe Februar 2019, Anhang 1 – krebserzeugende Hartholzarten nach TRGS 906 mit Buche und Eiche, ausdrücklich als nicht abschließende Aufzählung · abgerufen 2026-07-28
  3. [3]Bosch Professional, Originalbetriebsanleitung GAS 35 M AFC, Sachnummer 1 609 92A A7W – Durchflussmenge 36 l/s am Sauger und 74 l/s an der Turbine mit Messbedingung, Volumenstromüberwachung fest auf 20 m/s, Nachweis der Staubklasse M nur für das Trockensaugen · abgerufen 2026-07-28
  4. [4]FLEX-Elektrowerkzeuge, Originalbetriebsanleitung VCE 33/44 M und H – maximaler Durchlassgrad 0,1 % als Gesamtgerät geprüft, Holzstäube im bestimmungsgemäßen Gebrauch, Schalldruckpegel 68 ± 2 dB(A) nach ISO 11203 bei 3 m neben 60 ± 2 dB(A) Arbeitsgeräusch · abgerufen 2026-07-28
  5. [5]Alfred Kärcher, Originalbetriebsanleitung NT 30/1 Tact Te M ACD, Typ 1.148-xxx – Staubklasse M nach EN/IEC 60335-2-69 mit dem Ausschluss krebserzeugender Stoffe, Hupe als Volumenstromwarnung unter 20 m/s · abgerufen 2026-07-28
  6. [6]MENZER, Originalbetriebsanleitung VCM/VCL 3x0 – Staubklasse M nach EN 60335-2-69, Volumenstromwarnung ausschließlich als Signalleuchte unter 20 m/s, Schalldruckpegel 81 dB(A) und die Ausnahme „außer Holzspäne“ beim Ausschluss krebserregender Stoffe · abgerufen 2026-07-28

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