Marktübersicht · Salzelektrolyse
Salzelektrolyse-Anlagen: der Bezugspunkt, den kein Gerät fährt
Die beworbene Chlorproduktion gilt bei 4 Prozent Salzgehalt. Die Geräte selbst arbeiten mit 0,1 bis 0,5 Prozent. Was von den Kennwerten fest verrohrter Anlagen bleibt.
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Vier Prozent. So lautet der Bezugspunkt, unter dem in diesem Markt die Chlorproduktion ausgewiesen wird — bei allen vier Fachhandelsgeräten dieses Vergleichs steht dasselbe Datenfeld: Chlorproduktion bei 4 % Salzgehalt.
Vier Prozent sind vierzig Gramm Salz je Liter. Zwei Absätze weiter unten, auf derselben Seite, empfehlen dieselben Hersteller für den Betrieb: ein Gramm, drei Gramm, vier Gramm, vier bis fünf Gramm. Der Bezugspunkt im Feldnamen liegt um das Achtfache bis Vierzigfache über dem Betriebspunkt, den der Hersteller selbst nennt.
Verglichen werden vier fest verrohrte Anlagen aus dem Fachhandel und ein Gerät aus dem Versandhandel, alle am 2. September 2026 an ihrer Produktseite abgelesen und, wo ein Herstellerdatenblatt auffindbar war, dort gegengeprüft. Diese Gegenprüfung hat den Befund verschärft: Bei einem Gerät kommt die beworbene Leistungszahl in der Herstellerspezifikation gar nicht vor.
Einordnung nach Einsatzprofil
Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.
Topentscheidung
Einzige Standzeitangabe mit genannter Bedingung

MIDA
MIDA.Salt 1
Zehntausend Betriebsstunden bei vierstündiger Umpolung, achtzehntausend bei achtstündiger — das ist die einzige Angabe im gesamten geprüften Feld, die ihre eigene Voraussetzung mitliefert. Alle anderen Standzeiten dieses Marktes stehen als nackte Zahl da, ohne dass erkennbar wäre, unter welchem Betrieb sie gelten. Damit lässt sich zum ersten Mal rechnen: Wer bei weichem Wasser das längere Intervall wählt, verlängert die Standzeit der Zelle um achtzig Prozent und nimmt dafür mehr Kalkansatz zwischen den Umpolungen in Kauf. Diesen Zielkonflikt benennt sonst niemand. Dazu eine monopolare, selbstreinigende Zelle im Rahmen aus V4A, ein Gehäuse ohne Transformator und die höchste ausgewiesene Beckengröße der beiden MIDA-Geräte in ihrer Grundausführung. Einzuordnen ist die Leistungsangabe wie bei allen vier Fachhandelsgeräten: Die fünfzehn Gramm je Stunde stehen im Händlerfeld mit dem Zusatz „bei 4 % Salzgehalt", während der Beschreibungstext desselben Herstellers vier bis fünf Gramm je Liter empfiehlt.
- Zellenstandzeit
- 10.000 h bei 4-h-Umpolung, 18.000 h bei 8-h-Umpolung
- Umpolintervall
- 4 oder 8 Stunden
- Salzgehalt
- 4 – 5 g/l
Dafür
- Einzige Standzeitangabe des geprüften Felds mit genannter Bedingung — 10.000 gegen 18.000 Betriebsstunden
- Selbstreinigende monopolare Zelle, Rahmen aus V4A, Aufbau ohne Transformator
- Baureihe in drei Stufen, dadurch Auslegung ohne Sprung im Sortiment
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Ebenfalls in der engeren Wahl
Niedrigster Salzgehalt, doppelte Sicherheitskette

AquaForte
AquaForte B-Clear Inverter (TA109)
Ein Gramm je Liter — der niedrigste Betriebssalzgehalt des Vergleichs und ein Viertel bis Fünftel dessen, was die anderen Geräte verlangen. Bei fünfzig Kubikmetern bedeutet das fünfzig Kilogramm Salz für die Erstbefüllung statt zweihundert, und entsprechend mildere Korrosionsbedingungen für alles, was im selben Kreis steht. Als einziges Gerät nennt der Hersteller Gassensor und Durchflusswächter nebeneinander, dazu Schutzart IP65 und drei Jahre Garantie auf Controller und Zelle — die einzige Garantiezusage des Felds. Die Zelle ist selbstreinigend mit austauschbarer Elektrode, was den Zellentausch vom Gerätetausch trennt. Zwei Dinge gehören zur Einordnung, und beide betreffen nicht das Gerät, sondern seine Beschreibung: Zur selben Artikelnummer nennt der Hersteller bis sechzig Kubikmeter und der Händler fünfzehn bis vierzig. Und die beworbene Leistung von zwölf Gramm je Stunde kommt in der Herstellerspezifikation überhaupt nicht vor.
- Salzgehalt
- ab 1 g/l (Low-Salt-Bauart)
- Sicherheitseinrichtungen
- Gassensor und Durchflusswächter, IP65
- Zellenstandzeit
- 10.000 Betriebsstunden
Dafür
- Niedrigster Betriebssalzgehalt des Vergleichs mit einem Gramm je Liter
- Einziges Gerät mit Gassensor und Durchflusswächter nebeneinander, dazu IP65
- Einzige Garantiezusage des Felds — drei Jahre auf Controller und Zelle, Elektrode austauschbar
Dagegen
- Zur selben Artikelnummer nennen Hersteller und Händler verschiedene Beckengrößen — bis 60 m³ gegen 15 bis 40 m³
- Die beworbenen 12 g/h kommen in der Spezifikation des Herstellers nicht vor
- Kein Umpolintervall angegeben, dadurch ist die Standzeit keiner Betriebsart zuzuordnen
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Einzige Anlage mit Redox-geführter Produktion

MIDA
MIDA.Sin Salt pH / Redox NET
Diese Anlage misst das Redoxpotenzial im Wasser und führt die Chlorproduktion danach nach, statt nach Zeit zu produzieren. Das ist der Unterschied zwischen einem Erzeuger und einer Regelung: Bei starker Sonne und hohem Badebetrieb zehrt das Becken deutlich mehr Chlor als an einem bedeckten Tag, und nur eine Messung im Wasser kennt diesen Unterschied. Dazu eine Peristaltikpumpe für die pH-Korrektur und ein zweiter Dosierkanal, der wahlweise Flockung, Algizid oder Stabilisator fördert, sowie die höchste Auslegung des Vergleichs mit bis zu siebzig Kubikmetern. Angebunden wird über LAN und App, die Filterpumpe lässt sich über einen potentialfreien Kontakt mitsteuern. Dagegen steht die schwächste Belegdichte bei den Verschleißangaben: Weder eine Zellenstandzeit noch ein Umpolintervall ist ausgewiesen, obwohl beides bei den beiden anderen MIDA- und Aquark-Geräten dieses Vergleichs beziffert ist.
- Regelung
- Redox-geführte Produktion, Peristaltikpumpe für pH, zweiter Dosierkanal, LAN und App
- Beckengröße
- bis 70 m³, auch Whirlpools
- Chlorproduktion
- bis 20 g/h (Händlerfeld, Bezug „4 % Salzgehalt“)
Dafür
- Einzige Anlage des Vergleichs, die im Wasser misst und die Produktion nachführt
- Höchste Auslegung mit bis zu siebzig Kubikmetern und zweiter Dosierkanal für Flockung, Algizid oder Stabilisator
- LAN und App, Filtersteuerung über potentialfreien Kontakt
Dagegen
- Weder Zellenstandzeit noch Umpolintervall ausgewiesen
- Keine Angabe zu Gassensor oder Durchflusswächter
- Die Sonden für die Messung sind gesondert zu beschaffen
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Einziges wählbares Umpolintervall in drei Stufen

Aquark
Aquark Mr. Crystal MCS8
Zwei, vier oder sechs Stunden — als einziges Gerät des Vergleichs lässt sich das Umpolintervall in drei Stufen an das eigene Wasser anpassen, mit vier Stunden als Werkseinstellung. Bei hartem Wasser hilft das kürzere Intervall gegen Kalkansatz, bei weichem schont das längere die Beschichtung. Dazu eine bezifferte Zellenstandzeit von achttausend Betriebsstunden und eine Anbindung, die über den Hausgebrauch hinausgeht: WiFi, MODBUS RS485 und ein potentialfreier Kontakt, womit sich die Anlage in eine vorhandene Gebäudesteuerung einbinden lässt. Die Baureihe ist in vier Stufen gegliedert und deckt von vierzig bis hundertfünfunddreißig Kubikmeter ab, sodass die Auslegung nicht am Sortiment scheitert. Gegenzurechnen sind die niedrigste Leistungsangabe der Fachhandelsgeräte in der hier geprüften Baugröße und eine Rückmeldungsbasis, die im Fachhandel ohnehin nicht vorliegt.
- Umpolintervall
- wählbar 2, 4 oder 6 Stunden, Werkseinstellung 4
- Zellenstandzeit
- 8.000 Betriebsstunden
- Regelung
- Leistungsstufen, WiFi, MODBUS RS485, potentialfreier Kontakt
Dafür
- Umpolintervall als einziges Gerät in drei Stufen wählbar — 2, 4 oder 6 Stunden
- Zellenstandzeit mit 8.000 Betriebsstunden beziffert
- MODBUS RS485 neben WiFi, dadurch Einbindung in eine vorhandene Steuerung möglich
Dagegen
- Keine Angabe zu Gassensor oder integriertem Durchflusswächter
- Niedrigste Leistungsangabe der Fachhandelsgeräte in dieser Baugröße
- Keine Messung im Wasser — die Anlage läuft nach Zeit und Leistungsstufe
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Vergleich auf einen Blick
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MIDAMIDA.Salt 1Details | Mittelklasse | Zum Angebot– MIDA MIDA.Salt 1, öffnet die Produktseite von Poolpowershop in einem neuen Tab | ||
AquarkAquark Mr. Crystal MCS8Details | Mittelklasse | Zum Angebot– Aquark Aquark Mr. Crystal MCS8, öffnet die Produktseite von Poolpowershop in einem neuen Tab | ||
AquaForteAquaForte B-Clear Inverter (TA109)Details | Premium | Zum Angebot– AquaForte AquaForte B-Clear Inverter (TA109), öffnet die Produktseite von Poolpowershop in einem neuen Tab | ||
MIDAMIDA.Sin Salt pH / Redox NETDetails | Premium | Zum Angebot– MIDA MIDA.Sin Salt pH / Redox NET, öffnet die Produktseite von Poolpowershop in einem neuen Tab | ||
poolomiopoolomio Chlorinator 15 g/hDetails | Einsteiger | 4.4(10) | Zum Angebot– poolomio poolomio Chlorinator 15 g/h, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab |
Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht istZu wenige Bewertungen für eine belastbare Angabe
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Werbelinks zu amazon.de. Bewertungen stammen aus verifizierten Käuferbewertungen und öffentlichen Quellen; die Quellenangabe steht bei jedem Produkt im Detailblock. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.
Die Modelle im Einzelnen
Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

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MIDA
MIDA.Salt 1
Nennt als Einziges zwei Standzeiten und die Bedingung, unter der sie gelten.
Kaufentscheidung
10.000 Betriebsstunden bei vierstündiger Umpolung, 18.000 bei achtstündiger — die einzige Standzeitangabe des ganzen Felds, die ihre Bedingung mitliefert. Dazu eine monopolare selbstreinigende Zelle im V4A-Rahmen und ein Aufbau ohne Transformator. Dagegen: der höchste Salzbedarf des Vergleichs mit vier bis fünf Gramm je Liter.
Passt zu einem Kunststoffkreislauf, in dem der höhere Salzgehalt unkritisch ist und die Standzeit gerechnet werden soll — bei weichem Wasser ist das lange Umpolintervall die günstigere Wahl. Passt nicht dorthin, wo Edelstahlteile im selben Wasser stehen oder die Anlage ohne Nachrüstung im Wasser messen soll.
- Salzgehalt
- 4 – 5 g/l
- Chlorproduktion
- 15 g/h (Händlerfeld, Bezug „4 % Salzgehalt“)
- Zellenstandzeit
- 10.000 h bei 4-h-Umpolung, 18.000 h bei 8-h-Umpolung
Dafür
- Einzige Standzeitangabe des geprüften Felds mit genannter Bedingung — 10.000 gegen 18.000 Betriebsstunden
- Selbstreinigende monopolare Zelle, Rahmen aus V4A, Aufbau ohne Transformator
- Baureihe in drei Stufen, dadurch Auslegung ohne Sprung im Sortiment
Dagegen
- Höchster Betriebssalzgehalt des Vergleichs mit vier bis fünf Gramm je Liter
- Keine Messung im Wasser in der Grundausführung — pH- und Redox-Regelung nur als Zubehör
- Bei horizontalem Einbau ist ein zusätzlicher Durchflussschalter erforderlich

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Aquark
Aquark Mr. Crystal MCS8
Einziges Gerät mit in drei Stufen wählbarem Umpolintervall.
Kaufentscheidung
Umpolintervall in drei Stufen wählbar — zwei, vier oder sechs Stunden — und 8.000 Betriebsstunden Zellenstandzeit. MODBUS RS485 neben WiFi macht die Anbindung an eine vorhandene Steuerung möglich. Dagegen: die niedrigste Leistungsangabe der Fachhandelsgeräte in dieser Baugröße.
Passt dorthin, wo das Intervall an die eigene Wasserhärte angepasst werden soll oder eine Gebäudesteuerung vorhanden ist. Passt nicht zu einem Becken am oberen Rand der Auslegung — dafür ist die nächste Baustufe gedacht.
- Salzgehalt
- ca. 3 g/l
- Chlorproduktion
- 8 g/h (Händlerfeld, Bezug „4 % Salzgehalt“)
- Zellenstandzeit
- 8.000 Betriebsstunden
Dafür
- Umpolintervall als einziges Gerät in drei Stufen wählbar — 2, 4 oder 6 Stunden
- Zellenstandzeit mit 8.000 Betriebsstunden beziffert
- MODBUS RS485 neben WiFi, dadurch Einbindung in eine vorhandene Steuerung möglich
Dagegen
- Keine Angabe zu Gassensor oder integriertem Durchflusswächter
- Niedrigste Leistungsangabe der Fachhandelsgeräte in dieser Baugröße
- Keine Messung im Wasser — die Anlage läuft nach Zeit und Leistungsstufe

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AquaForte
AquaForte B-Clear Inverter (TA109)
Niedrigster Betriebssalzgehalt und als Einziges Gassensor und Durchflusswächter.
Kaufentscheidung
Ein Gramm je Liter, Gassensor und Durchflusswächter nebeneinander, IP65 und drei Jahre Garantie auf Controller und Zelle — jede dieser vier Angaben macht sonst kein Gerät hier. Dagegen: Zur selben Artikelnummer nennt der Hersteller bis 60 m³, der Händler 15 bis 40 m³, und die beworbenen 12 g/h stehen in keiner Herstellerspezifikation.
Passt dorthin, wo Metallteile im Kreislauf stehen und der Salzgehalt niedrig bleiben muss. Passt nicht zu jemandem, der die Auslegung aus einer einzigen belastbaren Quelle haben will — hier stehen zwei nebeneinander.
- Salzgehalt
- ab 1 g/l (Low-Salt-Bauart)
- Chlorproduktion
- 12 g/h (Händlerfeld) — in der Herstellerspezifikation nicht enthalten
- Zellenstandzeit
- 10.000 Betriebsstunden
Dafür
- Niedrigster Betriebssalzgehalt des Vergleichs mit einem Gramm je Liter
- Einziges Gerät mit Gassensor und Durchflusswächter nebeneinander, dazu IP65
- Einzige Garantiezusage des Felds — drei Jahre auf Controller und Zelle, Elektrode austauschbar
Dagegen
- Zur selben Artikelnummer nennen Hersteller und Händler verschiedene Beckengrößen — bis 60 m³ gegen 15 bis 40 m³
- Die beworbenen 12 g/h kommen in der Spezifikation des Herstellers nicht vor
- Kein Umpolintervall angegeben, dadurch ist die Standzeit keiner Betriebsart zuzuordnen

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MIDA
MIDA.Sin Salt pH / Redox NET
Führt die Produktion nach dem gemessenen Redoxpotenzial nach.
Kaufentscheidung
Die einzige Anlage des Vergleichs, die im Wasser misst und die Produktion nachführt, statt nach Zeit zu laufen. Peristaltikpumpe für pH, zweiter Dosierkanal, bis 70 m³ und Anbindung über LAN. Dagegen: weder Zellenstandzeit noch Umpolintervall ausgewiesen.
Passt zu einem stark schwankend belasteten Becken, bei dem der Chlorwert ohne Nachführung wegläuft. Passt nicht dorthin, wo die Folgekosten der Zelle vorher feststehen sollen.
- Salzgehalt
- ca. 4 g/l
- Chlorproduktion
- bis 20 g/h (Händlerfeld, Bezug „4 % Salzgehalt“)
- Zellenstandzeit
- Keine Angabe in Betriebsstunden (Herstellerangabe: Die Produktdarstellung beschreibt Regelung, Dosierung und Anbindung ausführlich, nennt aber keine erwartete Standzeit der Zelle. — Die beiden anderen Fachhandelsgeräte mit Angabe liegen bei 8.000 und 10.000 Stunden, ein Schwestermodell desselben Herstellers bei 10.000 bis 18.000.)
Dafür
- Einzige Anlage des Vergleichs, die im Wasser misst und die Produktion nachführt
- Höchste Auslegung mit bis zu siebzig Kubikmetern und zweiter Dosierkanal für Flockung, Algizid oder Stabilisator
- LAN und App, Filtersteuerung über potentialfreien Kontakt
Dagegen
- Weder Zellenstandzeit noch Umpolintervall ausgewiesen
- Keine Angabe zu Gassensor oder Durchflusswächter
- Die Sonden für die Messung sind gesondert zu beschaffen

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poolomio
poolomio Chlorinator 15 g/h
Einziges Gerät des Vergleichs mit genanntem Anschlussmaß.
Kaufentscheidung
Das einzige Gerät hier mit genanntem Anschlussmaß — 1,5 bis 2 Zoll — dazu IPX5, Ruthenium-beschichtete Titanzelle, automatische Umpolung, Durchflusssensor gegen Trockenlauf und App-Anzeige des Salzgehalts. Dagegen: keine Zellenstandzeit, kein Zielsalzgehalt, und im Feld für die Darreichungsform steht „Tablet".
Passt dorthin, wo ohne Fachhandel beschafft wird und das Anschlussmaß vorab feststehen muss, weil die Verrohrung schon liegt. Passt nicht zu einer Entscheidung, die auf der Standzeit der Zelle oder auf einem geplanten Salzgehalt beruht — beide Zahlen fehlen.
- Salzgehalt
- kein Zielwert angegeben; die App zeigt den gemessenen Wert an
- Chlorproduktion
- bis 15 g/h (kein Bezugssalzgehalt genannt)
- Zellenstandzeit
- Keine Angabe in Betriebsstunden (Herstellerangabe: Beschrieben ist eine Titanzelle mit Ruthenium-Beschichtung und automatischer Umpolung, die die Lebensdauer „deutlich erhöhe“ — eine Zahl in Betriebsstunden steht nicht dabei. — Die drei Fachhandelsgeräte mit Angabe liegen bei 8.000 und 10.000 Stunden.)
Dafür
- Einziges Gerät des Vergleichs mit genanntem Anschlussmaß — 1,5 bis 2 Zoll
- Titanzelle mit Ruthenium-Beschichtung, automatische Umpolung, Durchflusssensor gegen Trockenlauf, IPX5
- Salzgehalt, Betriebszustand und Störungen in der App ablesbar
Dagegen
- Weder Zellenstandzeit noch Umpolintervall in Zahlen angegeben
- Kein Zielsalzgehalt genannt, dadurch keine Salzmenge vorab berechenbar
- Im Feld für die Darreichungsform steht „Tablet“, unter Produktvorteilen „verhindert Korrosion“ — Einträge aus der Warengruppe der Chemikalien
Technische Daten im Detail
Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.
Tabelle seitlich scrollbar
| Kennwert | MIDAMIDA.Salt 1 | AquarkAquark Mr. Crystal MCS8 | AquaForteAquaForte B-Clear Inverter (TA109) | MIDAMIDA.Sin Salt pH / Redox NET | poolomiopoolomio Chlorinator 15 g/h |
|---|---|---|---|---|---|
| Datenlageveröffentlichte Kennwerte | 7 von 7 | 6 von 7 | 6 von 7 | 4 von 7 | 6 von 7 |
| EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung | |||||
| SalzgehaltDer Wert, der im Becken stehen soll — und der Bezugspunkt, ohne den jede Angabe in Gramm je Stunde in der Luft hängt. Die Geräte dieses Vergleichs spannen von einem bis fünf Gramm je Liter. Das Datenfeld, das ihre Leistung ausweist, rechnet mit vierzig. | 4 – 5 g/l | ca. 3 g/l | ab 1 g/l (Low-Salt-Bauart) | ca. 4 g/l | kein Zielwert angegeben; die App zeigt den gemessenen Wert an |
| ChlorproduktionGramm freies Chlor je Stunde, ausgewiesen „bei 4 % Salzgehalt". Diesen Betriebspunkt fährt keines der Geräte. Bei einem von ihnen kommt die Zahl in der Herstellerangabe überhaupt nicht vor — sie entsteht erst beim Händler. | 15 g/h (Händlerfeld, Bezug „4 % Salzgehalt“) | 8 g/h (Händlerfeld, Bezug „4 % Salzgehalt“) | 12 g/h (Händlerfeld) — in der Herstellerspezifikation nicht enthalten | bis 20 g/h (Händlerfeld, Bezug „4 % Salzgehalt“) | bis 15 g/h (kein Bezugssalzgehalt genannt) |
| ZellenstandzeitBetriebsstunden bis zum Zellentausch. Die einzige Angabe des Felds, die überhaupt einen wiederkehrenden Posten beziffert — und bei einem Gerät die einzige des ganzen Marktes, die ihre eigene Bedingung mitliefert. | 10.000 h bei 4-h-Umpolung, 18.000 h bei 8-h-Umpolung | 8.000 Betriebsstunden | 10.000 Betriebsstunden | Keine Angabe in Betriebsstunden (Herstellerangabe: Die Produktdarstellung beschreibt Regelung, Dosierung und Anbindung ausführlich, nennt aber keine erwartete Standzeit der Zelle. — Die beiden anderen Fachhandelsgeräte mit Angabe liegen bei 8.000 und 10.000 Stunden, ein Schwestermodell desselben Herstellers bei 10.000 bis 18.000.) | Keine Angabe in Betriebsstunden (Herstellerangabe: Beschrieben ist eine Titanzelle mit Ruthenium-Beschichtung und automatischer Umpolung, die die Lebensdauer „deutlich erhöhe“ — eine Zahl in Betriebsstunden steht nicht dabei. — Die drei Fachhandelsgeräte mit Angabe liegen bei 8.000 und 10.000 Stunden.) |
| Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend | |||||
| BeckengrößeDas Volumen, für das der Hersteller auslegt. Über dreizehn Geräte aus sieben Marken gerechnet, ergibt Chlorproduktion geteilt durch Beckengröße stets zwischen 0,12 und 0,30 Gramm je Kubikmeter und Stunde — die Angabe ist eine Division, keine Messung. | bis 50 m³ | 10 – 40 m³ | 15 – 40 m³ (Händler) · bis 60 m³ (Hersteller) | bis 70 m³, auch Whirlpools | bis 55.000 l |
| UmpolintervallDer Abstand, in dem die Polarität der Elektroden getauscht wird, um Kalk abzulösen. Er ist der einzige Betriebsparameter dieses Felds, mit dem sich die Standzeit der Zelle unmittelbar verändern lässt — in beide Richtungen. | 4 oder 8 Stunden | wählbar 2, 4 oder 6 Stunden, Werkseinstellung 4 | Kein Intervall angegeben (Herstellerangabe: Die Zelle ist als selbstreinigend mit austauschbarer Elektrode beschrieben; ein Umpolintervall in Stunden nennen weder die Hersteller- noch die Händlerseite. — Zwei Geräte dieses Vergleichs nennen ihres. Ohne Intervall lässt sich die genannte Standzeit von 10.000 Stunden keiner Betriebsart zuordnen.) | Kein Intervall angegeben (Herstellerangabe: Ein Umpolintervall in Stunden ist auf der Produktseite nicht ausgewiesen. — Bei einem Schwestermodell derselben Marke bestimmt genau dieser Parameter die Standzeit — 10.000 gegen 18.000 Stunden.) | automatische Umpolung, Intervall nicht angegeben |
| RegelungOb die Anlage nur nach Zeit läuft oder nach einem gemessenen Wert im Wasser nachführt. Eine Redox- oder Chlormessung macht aus einem Erzeuger eine Regelung; eine Zeitschaltung tut das nicht. | Leistungsstufen ohne Messung im Wasser; pH/Redox-Modul als Zubehör | Leistungsstufen, WiFi, MODBUS RS485, potentialfreier Kontakt | Inverter, integrierte pH-Dosierpumpe, Boost bis 120 Prozent, App | Redox-geführte Produktion, Peristaltikpumpe für pH, zweiter Dosierkanal, LAN und App | Leistung, Laufzeit und Reinigungszyklen über Smart-Life-App, WiFi |
| SicherheitseinrichtungenDurchflusswächter und Gassensor. Bei der Elektrolyse entsteht neben Chlor auch Wasserstoff; läuft die Zelle ohne Wasserstrom, sammelt er sich. Nur ein Gerät dieses Vergleichs nennt beide Einrichtungen nebeneinander. | Durchflussschalter bei horizontalem Einbau vorgeschrieben | Keine Angabe zu Gassensor oder Durchflusswächter (Herstellerangabe: Die Produktdarstellung beschreibt Steuerung, Schnittstellen und Zellenaufbau, nennt aber weder einen Gassensor noch einen integrierten Durchflusswächter. — Ein Gerät dieses Vergleichs nennt beide Einrichtungen. Ob sie hier fehlen oder nur nicht beschrieben sind, geht aus der Quelle nicht hervor.) | Gassensor und Durchflusswächter, IP65 | Keine Angabe zu Gassensor oder Durchflusswächter (Herstellerangabe: Beschrieben sind Messtechnik, Dosierpumpen und Netzanbindung; Sicherheitseinrichtungen gegen Trockenlauf oder Gasansammlung sind nicht genannt. — Derselbe Händler führt Durchflussschalter mit Vorfilter als eigenständigen Artikel.) | Durchflusssensor gegen Trockenlauf, IPX5 |
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.
Was neben der Anlage zu planen ist
Eine fest verrohrte Salzelektrolyse sitzt im Technikraum und bleibt dort zehn Jahre. Fünf Entscheidungen fallen vor dem Kauf und lassen sich danach nur mit Aufwand korrigieren — und keine davon hängt an der Zahl, mit der die Geräte beworben werden.
- Den Betriebssalzgehalt vor der Gerätewahl festlegen
- Spanne im Vergleich: 1 bis 5 g/l
- Er bestimmt die Salzmenge für die Erstbefüllung, die Korrosionsbedingungen im ganzen Kreislauf und die Frage, ob eine Low-Salt-Bauart nötig ist. Bei fünfzig Kubikmetern und vier Gramm je Liter sind es zweihundert Kilogramm, bei einem Gramm fünfzig. Das ist ein Unterschied, der sich weder nachträglich verkleinern noch ohne Wasserwechsel korrigieren lässt.
- Das Umpolintervall als Stellgröße begreifen, nicht als Werkseinstellung
- 10.000 gegen 18.000 Stunden
- Ein Hersteller dieses Vergleichs nennt beide Zahlen: zehntausend Betriebsstunden bei vierstündiger Umpolung, achtzehntausend bei achtstündiger. Achtzig Prozent mehr Standzeit, bezahlt mit mehr Kalkansatz zwischen den Umpolungen. Bei weichem Wasser ist das ein guter Tausch, bei hartem nicht — und die Wasserhärte steht auf keiner Produktseite.
- Den Durchflusswächter mitplanen, wenn er nicht eingebaut ist
- Wasserstoff entsteht mit dem Chlor
- Läuft die Zelle ohne Wasserstrom, sammelt sich Wasserstoff im Gehäuse. Ein Gerät dieses Vergleichs nennt Gassensor und Durchflusswächter nebeneinander, eines verlangt bei horizontalem Einbau ausdrücklich einen zusätzlichen Durchflussschalter. Dieselben Händler führen solche Schalter als eigenes Zubehör — ein Hinweis darauf, wie oft sie fehlen.
- Metallteile im Kreislauf vor der Salzentscheidung prüfen
- Der Wärmetauscher entscheidet mit
- Salzwasser verändert die Korrosionsbedingungen für alles, was im selben Kreis steht. Ein Wärmetauscher aus dem falschen Werkstoff kostet mehr als die Salzanlage. Diese Prüfung gehört vor die Gerätewahl: Wer erst die Anlage kauft und dann feststellt, dass der vorhandene Tauscher aus Edelstahl statt Titan ist, hat die teurere Reihenfolge gewählt.
- Die Regelung von der Zeitschaltung unterscheiden
- Zwei der fünf messen im Wasser
- Eine Anlage ohne Messung produziert, solange sie eingeschaltet ist — unabhängig davon, ob im Wasser Chlor fehlt oder im Überschuss steht. Erst eine Redox- oder Chlormessung führt die Produktion dem Bedarf nach. Bei stark schwankender Belastung durch Sonne und Badebetrieb ist das der Unterschied zwischen einem Erzeuger und einer Regelung.
Vier Prozent, und kein Gerät fährt sie
Das Feld heißt bei jedem der vier Fachhandelsgeräte gleich: Chlorproduktion bei 4 % Salzgehalt. Darunter stehen fünfzehn, acht, zwölf und zwanzig Gramm je Stunde. Es ist die Zahl, nach der in diesem Markt sortiert, gefiltert und verglichen wird.
Vier Prozent sind vierzig Gramm je Liter. Das ist grob die Konzentration von Meerwasser. Was die Hersteller im Beschreibungstext derselben Seite empfehlen, steht daneben:
1 bis 5 g/lempfohlener Betriebssalzgehalt der vier Geräte
Bei einem der Geräte liegt ein Einheitenfehler nahe. Das Feld sagt „4 %", der Beschreibungstext desselben Produkts sagt „4 bis 5 Gramm pro Liter". Die Zahl stimmt, die Einheit nicht — aus vier Gramm je Liter ist vier Prozent geworden. Steht diese Verwechslung einmal im Feldschema, trägt sie jedes Gerät der Kategorie mit, unabhängig davon, ob es mit einem oder mit fünf Gramm arbeitet.
Was aus dieser Angabe nicht folgt
Aus der Zahl lässt sich nicht ableiten, wie viel Chlor das Gerät bei seinem eigenen Betriebssalzgehalt produziert. Der Zusammenhang zwischen Salzkonzentration und Chlorausbeute ist nicht linear, und kein Hersteller des geprüften Felds veröffentlicht eine Kennlinie. Eine Umrechnung von vierzig auf drei Gramm je Liter wäre eine Erfindung, keine Rechnung — deshalb steht in diesem Vergleich die Angabe so, wie der Anbieter sie führt, und daneben der Hinweis, worauf sie sich bezieht.
Wo die Zahl entsteht und wo sie fehlt
Bei einem der vier Geräte ließ sich beides nebeneinanderlegen: die Angabe des Händlers und die Spezifikation des Herstellers, zu derselben Artikelnummer. Das Ergebnis erklärt, woher der schiefe Bezugspunkt kommt.
Die Spezifikationstabelle des Herstellers hat sechs Zeilen: App-Steuerung, Beckengröße, Boost-Funktion, integrierte pH-Dosierpumpe, Garantie, Modell. Eine Leistungsangabe in Gramm je Stunde ist nicht darunter — nicht mit vier Prozent Bezug, nicht mit einem anderen, gar nicht.
Die zwölf Gramm je Stunde entstehen also erst beim Händler, zusammen mit dem Bezugspunkt, der zum Gerät nicht passt. Das ist kein Vorwurf an eine bestimmte Adresse: Ein Shop braucht für jede Kategorie ein einheitliches Feldschema, damit sich filtern lässt. Nur trägt das Schema hier eine Bedingung mit, die der Hersteller nie aufgestellt hat.
Was der Hersteller stattdessen nennt, ist bemerkenswert: Gassensor und Durchflusswächter, Schutzart IP65, drei Jahre Garantie auf Controller und Zelle, austauschbare Elektrode. Vier Angaben, die im Händlerfeld nicht vorkommen, und jede davon sagt mehr über den Betrieb der nächsten Jahre als eine Leistungszahl. Die Verkürzung läuft also in beide Richtungen — was verkauft wird, ist nicht das, was der Hersteller für erwähnenswert hält.
Dieselbe Sorte Bruchstelle zwischen Hersteller- und Händlerangabe ist im Wärmetauscher-Vergleich an anderer Stelle aufgetaucht: Dort steht die Kilowattzahl im Modellnamen und trifft keinen genannten Betriebspunkt. Hier ist der Betriebspunkt genannt — und er passt nicht zum Gerät. Zwei Wege, eine Zahl unüberprüfbar zu machen.
Eine Artikelnummer, zwei Datenblätter
Derselbe Vergleich zwischen Hersteller- und Händlerangabe fördert einen zweiten Widerspruch zutage, und der betrifft nicht die Leistung, sondern die Auslegung.
60 m³ gegen 15–40 m³dieselbe Artikelnummer, zwei Angaben
Auch die Modellnamen unterscheiden sich: Beim Hersteller trägt die Baureihe eine Bezeichnung mit der Beckengröße im Namen, beim Händler eine mit einer laufenden Nummer. Die Bilddatei auf der Händlerseite trägt einen dritten Produktlinienname im Dateinamen. Drei Namen, eine Artikelnummer.
Welche der beiden Beckenangaben zutrifft, lässt sich von außen nicht entscheiden, und dieser Vergleich behauptet es auch nicht. Belegt ist nur, dass beide zur selben Nummer stehen — und dass die Spanne dazwischen den Faktor vier umfasst. Wer nach Beckengröße filtert, findet dasselbe Gerät je nach Quelle im einen oder im anderen Segment.
Die Beckengröße ist keine Messung, sondern eine Division
Damit stellt sich die Frage, was eine Beckengröße in diesem Markt überhaupt aussagt. Sie lässt sich beantworten, indem man die beiden beworbenen Zahlen gegeneinander rechnet: Chlorproduktion geteilt durch Beckenvolumen, über möglichst viele Geräte.
Über dreizehn Geräte aus sieben Marken und zwei Bezugswegen — die vier Fachhandelsgeräte dieses Vergleichs samt ihrer weiteren Baustufen, das Versandhandelsgerät samt seiner zweiten Baugröße und die Geräte des Aufstellbecken-Vergleichs — liegt dieser Quotient zwischen 0,12 und 0,30 Gramm je Kubikmeter und Stunde. Lässt man einen einzelnen Ausreißer nach unten weg, bleibt eine Spanne von 0,19 bis 0,30.
Faktor 1,6Spannweite des Auslegungsfaktors über den ganzen Markt
Das erklärt auch den Widerspruch aus dem vorigen Abschnitt. Der Hersteller hat mit 0,20 gerechnet und kommt auf sechzig Kubikmeter, der Händler mit 0,30 und kommt auf vierzig. Beide liegen innerhalb der marktüblichen Spanne. Es ist kein Fehler in dem Sinne, dass einer sich verrechnet hätte — es ist dieselbe Zahl, durch zwei verschiedene, gleichermaßen vertretbare Faktoren geteilt.
Für die Auswahl folgt daraus etwas Unbequemes: Die Beckengröße trägt keine Information, die nicht schon in der Chlorproduktion steckt. Sie sagt nichts über Besonnung, nichts über Badebetrieb, nichts über die Wassertemperatur — die drei Größen, die den Chlorzehr tatsächlich bestimmen. Zwei Becken mit fünfzig Kubikmetern können sich im Bedarf um mehr als den Faktor 1,6 unterscheiden, den der ganze Markt in seinen Auslegungsfaktoren abbildet.
Die Spannweite der Salzangaben
Der Betriebssalzgehalt spannt in diesem Vergleich von einem bis fünf Gramm je Liter. Das ist der Faktor fünf, und er ist die folgenreichste Spanne des ganzen Felds — folgenreicher als jede Leistungsangabe.
Bei fünfzig Kubikmetern bedeutet ein Gramm je Liter fünfzig Kilogramm Salz für die Erstbefüllung, fünf Gramm bedeuten zweihundertfünfzig. Salz verdunstet nicht und zerfällt nicht; es verlässt das Becken nur mit dem Wasser, das entnommen wird. Wer zu viel eingebracht hat, bekommt es nur durch Teilentleerung wieder heraus.
Wichtiger als die Menge ist aber, was der Salzgehalt mit dem übrigen Kreislauf macht. Er erhöht die Leitfähigkeit des Wassers und damit die Bedingungen für elektrochemische Korrosion an allem, was aus Metall im selben Kreis steht. Ein Gerät mit einem Gramm je Liter und eines mit fünf stellen an dieselbe Anlage sehr verschiedene Anforderungen.
Die Low-Salt-Bauart ist deshalb keine Sparvariante, sondern eine andere Auslegung der Zelle. Weniger gelöstes Salz heißt geringere Leitfähigkeit, und um dieselbe Chlormenge zu erzeugen, muss die Elektronik mit höherer Spannung oder größerer Elektrodenfläche arbeiten. Das Gerät dieses Vergleichs, das mit einem Gramm je Liter auskommt, führt genau dazu einen Inverter — ein Bauteil, das die Leistung stufenlos regelt, statt sie in festen Stufen zu schalten.
Für die Auswahl heißt das: Der niedrige Salzgehalt ist ein eigenständiges Kaufargument und keine Nebensache im Datenblatt. Er entscheidet über die Salzmenge, über die Belastung der Metallteile und darüber, wie deutlich das Wasser überhaupt salzig schmeckt — die Wahrnehmungsschwelle liegt für die meisten Menschen im Bereich von etwa zwei Gramm je Liter. Ein Becken mit einem Gramm schmeckt nach nichts, eines mit fünf spürbar nach Salz.
Die einzige Angabe des Felds mit einer Bedingung
Drei der fünf Geräte beziffern eine Zellenstandzeit: achttausend, zehntausend, zehntausend Betriebsstunden. Zwei nennen keine. Das ist für diesen Markt eine gute Quote — im Aufstellbecken-Segment nennt sie genau ein Gerät von fünf.
Ein Hersteller geht einen Schritt weiter, und dieser Schritt ist im gesamten geprüften Feld einzigartig. Er nennt zwei Standzeiten und sagt dazu, wovon sie abhängen: zehntausend Betriebsstunden bei vierstündiger Umpolung, achtzehntausend bei achtstündiger.
80 ProzentZugewinn an Standzeit durch das längere Umpolintervall
Bei einer Filterlaufzeit von acht Stunden am Tag und einer Saison von fünf Monaten kommen rund zwölfhundert Betriebsstunden im Jahr zusammen. Zehntausend Stunden reichen dann etwa acht Saisons, achtzehntausend etwa fünfzehn. Das ist die Rechnung, die sich bei genau einem Gerät dieses Vergleichs anstellen lässt — und sie zeigt, dass der Unterschied nicht akademisch ist.
Umpolung: mehr Standzeit gegen mehr Kalk
Warum polt man dann nicht immer nach acht Stunden um? Weil das Intervall zwei Dinge gleichzeitig steuert, und sie ziehen in verschiedene Richtungen.
An der Kathode wird das Wasser örtlich alkalisch, und dort fällt Kalk aus. Die Umpolung macht aus der Kathode eine Anode; der Kalk löst sich wieder. Je häufiger umgepolt wird, desto weniger Kalk sammelt sich an. Jede Umpolung kostet aber Beschichtung: Der Wechsel der Polarität ist der Betriebszustand, in dem die Edelmetallschicht am stärksten beansprucht wird.
Daraus folgt eine Entscheidung, die an der Wasserhärte hängt — und die Wasserhärte steht auf keiner Produktseite dieses Markts. Bei weichem Wasser ist das lange Intervall der bessere Tausch: mehr Standzeit, wenig Kalk. Bei hartem Wasser setzt sich in acht Stunden so viel Kalk an, dass die Leistung fällt, bevor die Standzeit erreicht wird.
Ein zweites Gerät dieses Vergleichs macht das Intervall in drei Stufen wählbar — zwei, vier oder sechs Stunden — und stellt die Anpassung damit dem Betreiber frei, ohne die Folgen zu beziffern. Bei den übrigen drei ist das Intervall entweder fest oder nicht angegeben.
Was eine Regelung leistet, was eine Zeitschaltung nicht kann
Eine Salzelektrolyse ohne Messung produziert, solange sie eingeschaltet ist. Sie weiß nicht, ob im Becken Chlor fehlt oder im Überschuss steht — sie kennt nur ihre eigene Leistungseinstellung und die Laufzeit der Filterpumpe.
Der Bedarf schwankt aber erheblich. Ein Becken in praller Sonne verliert einen wesentlichen Teil seines freien Chlors innerhalb eines Tages durch UV-Zerfall, ein beschattetes deutlich weniger. Ein Nachmittag mit Badebetrieb zehrt mehr als eine Woche Stillstand. Wer nur nach Zeit produziert, liegt entweder regelmäßig darunter oder regelmäßig darüber.
Zwei der fünf Geräte messen. Eines führt die Produktion nach dem Redoxpotenzial nach, also nach einer Größe, die die tatsächliche Desinfektionswirkung im Wasser abbildet. Bei einer Baureihe desselben Herstellers ist statt der Redoxmessung eine Messung des freien Chlors vorgesehen — beides erst mit den zugehörigen Sonden, die gesondert zu beschaffen sind.
Die übrigen drei laufen nach Zeit und Leistungsstufe. Das ist kein Mangel im Sinne eines Defekts, aber es verschiebt die Arbeit zum Betreiber: Er misst von Hand und stellt nach.
Zwischen beiden Bauarten liegt außerdem ein Unterschied im Aufwand, der selten benannt wird. Eine Redox- oder Chlormessung braucht Sonden, und Sonden sind Verschleißteile mit eigener Standzeit: Sie müssen kalibriert werden, sie altern im Wasser, und sie kosten in der Ersatzbeschaffung. Wer die Regelung wählt, tauscht die tägliche Handmessung gegen eine wiederkehrende Wartung an der Messtechnik. Für ein Becken mit gleichmäßiger Belastung lohnt sich dieser Tausch weniger als für eines, das an Wochenenden voll und unter der Woche leer ist.
Gassensor und Durchflusswächter
Bei der Elektrolyse von Kochsalzlösung entsteht nicht nur Chlor. An der Kathode wird Wasserstoff frei, und der ist im Betrieb unproblematisch, solange er mit dem Wasserstrom abgeführt wird. Steht die Pumpe und die Zelle läuft weiter, sammelt er sich im Gehäuse.
Warum der Durchflusswächter kein Zubehör ist
Genau deshalb sperrt ein Durchflusswächter die Zelle, sobald kein Wasser mehr fließt. Ein Hersteller dieses Vergleichs schreibt ihn bei horizontalem Einbau ausdrücklich vor — vertikal steigt das Gas von selbst aus der Zelle auf, horizontal kann es sich sammeln. Und dieselben Händler, die die Anlagen führen, verkaufen Durchflussschalter mit Vorfilter als eigenständigen Artikel. Wer eine Anlage ohne integrierten Wächter einbaut, plant ihn mit ein.
Nur ein Gerät des Vergleichs nennt Gassensor und Durchflusswächter nebeneinander, dazu Schutzart IP65. Ein zweites nennt einen Durchflusssensor gegen Trockenlauf und IPX5. Bei den übrigen drei steht zur Sicherheitsausstattung entweder nichts oder nur der Hinweis auf den extern erforderlichen Schalter.
Zur elektrischen Seite gehört außerdem der Aufstellort. Eine fest verrohrte Anlage steht im Technikraum oder -schacht, oft feucht und selten belüftet. Welche Anforderungen für elektrische Betriebsmittel in der Umgebung eines Beckens gelten, ist bei den Schutzbereichen am Becken beschrieben; sie betreffen die Salzelektrolyse ebenso wie jedes andere Gerät im Kreislauf.
Salz, Edelstahl und der Wärmetauscher im selben Kreislauf
Die Entscheidung für eine Salzelektrolyse ist zugleich eine Entscheidung über alle Metallteile im Wasserkreis, und sie fällt oft, nachdem diese Teile schon eingebaut sind.
Am deutlichsten wird das beim Wärmetauscher. Modelle mit Titan-Wärmetauscher werden ausdrücklich für Salzwasser freigegeben, Modelle mit Edelstahl in der Regel nicht — dieselbe Unterscheidung, die im Vergleich der Pool-Wärmetauscher die Bauarten trennt. Die Werkstofffrage im Wasserkreis ist dort im Einzelnen aufgeschlüsselt, samt der Frage, welche Werkstoffe welche Salzgehalte vertragen. Welche Kennwerte über beide Bauarten hinweg tragen, steht im Überblick zur Salzelektrolyse.
Praktisch heißt das: Wer eine Low-Salt-Anlage mit einem Gramm je Liter fährt, hat mildere Bedingungen als jemand mit fünf Gramm. Ob das ausreicht, entscheidet der Werkstoff und nicht die Anlage — und die Freigabe steht im Datenblatt des Wärmetauschers, nicht in dem der Salzelektrolyse.
Zwei Zahlen, die nicht zusammenpassen
Am Ende stehen die beiden Zahlen wieder nebeneinander, mit denen dieser Vergleich begonnen hat. Die eine ist der Bezugspunkt im Feldnamen: vier Prozent. Die andere ist der Betriebspunkt im Beschreibungstext: 0,1 bis 0,5 Prozent. Sie stehen auf derselben Seite, wenige Zeilen auseinander, und sie widersprechen einander.
Was daraus für eine Kaufentscheidung folgt, ist weniger dramatisch, als es klingt — und zugleich unbequemer. Die Leistungsangaben sind untereinander vergleichbar, weil alle vier Fachhandelsgeräte denselben falschen Bezugspunkt tragen. Ein Gerät mit zwanzig Gramm je Stunde produziert mehr als eines mit acht, und das bleibt richtig. Was nicht geht, ist der Schritt von der Zahl zum eigenen Becken: Wie viel Chlor bei drei Gramm Salz je Liter tatsächlich entsteht, sagt keine der geprüften Quellen.
Und die Beckengröße, die diesen Schritt scheinbar abnimmt, ist selbst nur die Leistungszahl geteilt durch einen Faktor, den der Anbieter wählt. Bei einer Artikelnummer dieses Vergleichs lässt sich das nachweisen, weil zwei verschiedene Faktoren zu zwei verschiedenen Angaben geführt haben.
Was bleibt, sind die Kennwerte, die niemand aus einer anderen Zahl errechnet hat: der Betriebssalzgehalt, die Zellenstandzeit in Betriebsstunden, das Umpolintervall, die Sicherheitsausstattung und die Frage, ob die Anlage im Wasser misst oder nach Uhr läuft. Diese fünf entscheiden über den Betrieb der nächsten zehn Jahre. Die Gramm je Stunde entscheiden darüber, in welchem Filter das Gerät auftaucht.
Häufige Fragen
Warum steht bei allen Geräten „Chlorproduktion bei 4 % Salzgehalt“?
Lässt sich die Chlorproduktion auf den eigenen Salzgehalt umrechnen?
Woher kommt die Angabe zur Beckengröße?
Wie viel Salz braucht die Erstbefüllung?
Was bringt ein längeres Umpolintervall?
Wozu dient ein Durchflusswächter?
Verträgt mein Wärmetauscher Salzwasser?
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Zuletzt redaktionell geprüft am .
- Ersterstellung. Vier Fachhandelsgeräte über Händler-Direktlink, ein Gerät über den Versandhandel — im Fachhandel liegen keine Bewertungsstände vor, das ist im Artikel ausgewiesen. Für das Gerät mit auffindbarem Herstellerdatenblatt wurde die Händlerangabe am Hersteller gegengeprüft: Zur Artikelnummer TA109 nennt der Hersteller eine andere Modellbezeichnung und eine andere Beckengröße, und die beworbene Chlorproduktion kommt in seiner Spezifikation nicht vor. Beide Angaben stehen im Artikel nebeneinander; welche zutrifft, wird nicht behauptet. Die Chlorproduktion wird in der Form wiedergegeben, in der der Anbieter sie führt — eine Umrechnung auf einen anderen Salzgehalt unterbleibt, weil der Zusammenhang nicht linear ist und keine Kennlinie veröffentlicht wird. Der Auslegungsfaktor von 0,12 bis 0,30 g/h je m³ ist eine Überschlagsrechnung dieses Projekts über dreizehn Geräte aus sieben Marken und keine Herstellerangabe.
Verwendete Quellen
- [1]AquaForte, Herstellerseite B-Clear Low Salt (SKU TA109) — „from 1 g/l“, Auslegung bis 60 m³, Spezifikation ohne g/h-Angabe · abgerufen 2026-09-02
- [2]Poolpowershop, Produktseite AquaForte B-Clear Inverter — Händlerangabe 12 g/h „bei 4 % Salzgehalt“, 15–40 m³ · abgerufen 2026-09-02
- [3]Poolpowershop, Produktseite MIDA.Salt — 10.000 h bei 4-h-Umpolung, 18.000 h bei 8-h-Umpolung, 4–5 g/l · abgerufen 2026-09-02
- [4]Poolpowershop, Produktseite Aquark Mr. Crystal — Umpolintervall wählbar 2/4/6 h, Zellenstandzeit 8.000 h, ca. 3 g/l · abgerufen 2026-09-02
- [5]Poolpowershop, Produktseite MIDA.Sin Salt pH/Redox NET — Redox-geführte Produktion, bis 70 m³, ca. 4 g/l · abgerufen 2026-09-02
- [6]Poolpowershop, Artikelseite Durchflussschalter mit Vorfilter für Salzelektrolyse — als eigenständiges Zubehör geführt · abgerufen 2026-09-02
- [7]poolomio Chlorinator 15 g/h, Produktseite B0FHJVGLYB — Anschluss 1,5–2 Zoll, IPX5, Ruthenium-Titanzelle, Bewertungsstand über zwei Baugrößen · abgerufen 2026-09-02
- [8]Umweltbundesamt — Hygiene in Schwimm- und Badebecken, Einordnung zur Desinfektion und zum freien Chlor · abgerufen 2026-09-02
Bildnachweis
Die Produktabbildungen stammen von den Servern der Hersteller und Händler. Sie sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber und werden hier ausschließlich zur Produktidentifikation eingebunden – unverändert, ohne Beschnitt und ohne Bearbeitung.
- ©MIDA MIDA.Salt 1: MIDAS s.r.l., abgerufen von https://www.poolpowershop.de/pool/pool-wasserpflege/dosiertechnik/salzelektrolyse/mida-salt-salzelektrolyseanlage
- ©Aquark Aquark Mr. Crystal MCS8: Aquark Technology Co., Ltd., abgerufen von https://www.poolpowershop.de/pool/pool-wasserpflege/dosiertechnik/salzelektrolyse/aquark-mr-crystal-salzelektrolyseanlage
- ©AquaForte AquaForte B-Clear Inverter (TA109): Fluidra Benelux B.V., abgerufen von https://www.poolpowershop.de/pool/pool-wasserpflege/dosiertechnik/salzelektrolyse/aquaforte-b-clear-inverter-salzelektrolyseanlage
- ©MIDA MIDA.Sin Salt pH / Redox NET: MIDAS s.r.l., abgerufen von https://www.poolpowershop.de/pool/pool-wasserpflege/dosiertechnik/salzelektrolyse/mida-sin-salt-salzelektrolyseanlage-ph-redox-net

