Ratgeber · Schwerlastregale
Kellerregal aus Metall, Spanplatte und Feuchtigkeit
Was im feuchten Keller zuerst nachgibt, was verzinkt und pulverbeschichtet leisten, welche Luftfeuchte die Hersteller erlauben und was die Anleitungen über den Keller verschweigen.
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Dieser Ratgeber handelt von Regalen mit Gestell aus Stahl, wie sie als Kellerregal, Schwerlastregal oder Steckregal verkauft werden. Er handelt nicht von Kunststoffregalen und nicht von Regalen, die man selbst aus Holz baut.
Die Abgrenzung ist nötig, weil „Metall" bei diesen Regalen nur die Hälfte beschreibt. Das Gestell ist aus Stahl, die Böden sind bei allen sechs Steckregalen des Vergleichs aus MDF oder Spanplatte. Im Keller altern die beiden Hälften verschieden schnell.
Die Frage hier ist, was in einem feuchten Keller zuerst nachgibt: der Boden, die Beschichtung, der Fuß oder das, was im Regal steht. Und weil die Hersteller dazu wenig sagen, steht auch im Mittelpunkt, was sie nicht sagen.
Das Kellerregal in fünf Fragen
- Woraus sind die Böden?MDF und Spanplatte nehmen Feuchte auf; Arebos schreibt, ein feuchter Raum könne die Regalböden beschädigen.
- Was sagt die Anleitung zum Raum?Arebos „nicht in einen feuchten Raum", Ondis24 „nur in trockenen Räumen", SONGMICS 30 bis 40 Prozent Luftfeuchte.
- Wie feucht ist der Keller?Ein Hygrometer zeigt es; SCHULTE erlaubt höchstens 60 Prozent, das Umweltbundesamt hält 40 bis 60 Prozent für richtig.
- Wie ist das Gestell geschützt?Verzinkt oder pulverbeschichtet; eine Schichtdicke nennt kein Steckregal-Anbieter.
- Was kommt ins Regal?Keine nassen Gegenstände auf Holzböden, keine Lebensmittel direkt auf verzinkten Stahl, nichts Schimmelempfindliches in alte, undichte Keller.
Ein Metallregal mit Böden aus Holz
Bei einem Steckregal aus dem Baumarkt oder von Amazon ist das Metall der tragende Rahmen: vier Stützen aus Winkelprofil, dazwischen Traversen und Querstreben. Die Ablage ist eine Platte aus Holzwerkstoff.
EASYmaxx nennt in der Anleitung MDF mit 3,2 mm, Arebos MDF-Holzfaserplatte, KARAT Spanplatte. Auch bei den Weitspannregalen sind die Böden überwiegend aus Holzwerkstoff, bei PROREGAL Rhino aus 8 mm Spanplatte, beim HEMMDAL aus MDF.
Wie dick die Böden sind, steht selten in einem Herstellerdokument. EASYmaxx nennt 3,2 mm in der Anleitung; für die übrigen Steckregale stehen die Stärken nur in Shop- oder Amazon-Angaben, von etwa 5 mm Spanholzplatte bei Ondis24 bis zu widersprüchlichen 16 und 18 mm bei Panorama24.
Stahlböden sind die Ausnahme. Im Vergleich der Weitspannregale hat nur SCHULTE verzinkte Stahlpaneele, bei META liegen Spanplatten im Stufenholm.
Ein Metallregal ist im Keller so dauerhaft wie sein schwächstes Material, und das ist bei Steckregalen der Boden, nicht das Gestell.
Wie sich die Steckregale bei Böden, Oberfläche und Feuchtehinweis unterscheiden, zeigt der Datenvergleich, welches Steckregal welche Böden und welche Oberfläche hat.
Regale ganz aus Kunststoff oder Edelstahl sind eine eigene Klasse. Sie kommen in den Unterlagen dieses Clusters nicht vor, und für sie gilt keiner der hier gelesenen Hinweise.
Kellerregal im Titel, trockener Raum in der Anleitung
Der Keller steht bei Steckregalen oft schon im Verkaufstext. EASYmaxx schreibt ihn sogar in die eigene Anleitung: Das Regal sei die optimale Lösung für Keller, Garage oder Werkstatt.
Dieselben Anleitungen schränken den Keller ein, sobald es um Feuchte geht. Arebos: Platzieren Sie das Regal nicht in einen feuchten Raum, da dies die Regalböden beschädigen könnte. Ondis24: Regal nur in trockenen Räumen aufstellen.
SONGMICS wird am genauesten. Das Produkt solle nicht in eine sehr feuchte Umgebung gestellt werden, etwa ins Badezimmer oder in die Waschküche, um Schimmel zu vermeiden. Es sei an einem gut belüfteten und trockenen Ort zu verwenden, und es werde empfohlen, die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 40 Prozent zu halten.
EASYmaxx schreibt nach der Werbung für den Keller: Das Produkt schützen vor Feuer, lang anhaltender Feuchtigkeit und Stößen. Das GPSR-Blatt von KARAT nennt das Regal geeignet für den Einsatz im Innenbereich, ohne einen Feuchtehinweis.
Bei SONGMICS steht der knappste Satz nicht in der Anleitung, er steht auf der Amazon-Seite. Der Pflegehinweis lautet: Nicht in feuchten Umgebungen verwenden. Unter Warnhinweise steht, das Produkt sei nicht für sehr feuchte Umgebungen geeignet. Der Titel desselben Angebots nennt das Regal ein Kellerregal.
Auf derselben Seite beantwortet SONGMICS die Frage, ob das Produkt in feuchter Umgebung verwendet werden kann. Die Ablagen bestünden aus MDF-Platten; bei Verwendung in feuchter Umgebung empfehle SONGMICS, die Platten mit hochwertigem Holzlack oder Versiegelungsmittel zu behandeln.
Das ist die einzige Stelle im Feld, an der ein Hersteller für den Holzboden eine Abhilfe vorschlägt. Sie widerspricht dem Pflegehinweis zwei Zeilen darüber nicht ganz, aber sie verschiebt ihn: vom Verbot zur Bedingung.
Ob ein solcher Anstrich bei anderen Herstellern als Veränderung gilt, sagen deren Unterlagen nicht. Ondis24 untersagt, den Artikel zu modifizieren oder technisch zu verändern, Arebos knüpft die Gewährleistung an das Einverständnis des Herstellers. Wer die Böden versiegeln will, fragt vorher.
PROREGAL verlangt für den Aufstellort, er sei trocken und es könne regelmäßig gelüftet werden. Gelagert werden soll das Regal, wenn es nicht genutzt wird, an einem dunklen, kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort.
SCHULTE schreibt die Bedingung für Weitspannregale am deutlichsten: Der Aufbau der Regale dürfe nur in trockenen, gut belüfteten Räumen erfolgen, und die Luftfeuchtigkeit dürfe nicht mehr als 60 Prozent betragen.
Der Keller, den die Titel nennen, ist in den Anleitungen also ein trockener, belüfteter Keller. Für den Keller mit nasser Außenwand ist keines dieser Regale beschrieben.
Was zuerst nachgibt: der Boden
Arebos nennt in seinem Feuchtehinweis das Bauteil, um das es geht: Ein feuchter Raum könne die Regalböden beschädigen. Vom Gestell ist in dem Satz nicht die Rede.
SONGMICS beschreibt den Schaden genauer. Das Regal sei schimmelgefährdet, wenn nasse Gegenstände darauf abgestellt werden, etwa nasse Schuhe. Man solle sicherstellen, dass die Sachen trocken sind, bevor sie ins Regal kommen, oder sie mit einem trockenen Tuch abwischen bzw. eine wasserfeste Matte darunterlegen.
Ondis24 gibt eine Pflegeregel, die in dieselbe Richtung zeigt. Die Oberflächen nur mit einem feuchten Tuch abwischen und danach gut abtrocknen, ohne Reinigungsmittel.
Wie schnell ein Boden aufquillt oder schimmelt, schreibt keine Anleitung. Es gibt keinen Wert für die Feuchteaufnahme, keine Angabe zur Kantenversiegelung und keinen Hinweis, ob die Platten beschichtet sind.
Was die Anleitungen sagen, lässt sich trotzdem lesen. Wo sie über Feuchte sprechen, sprechen sie über Schimmel und Böden, nicht über Rost am Gestell.
Für den Keller folgt daraus eine Reihenfolge. Ein Boden aus Holzwerkstoff ist ein Verschleißteil, das Gestell hält länger. Wer ein vorhandenes Regal weiter nutzen will, ersetzt die Böden, wenn der Hersteller Ersatz anbietet.
PROREGAL nennt im Wartungsplan den Zustand der Bodenplatten als eigenen Prüfpunkt. Sie dürften keine Beschädigungen aufweisen oder durchhängen. Im Keller ist ein durchhängender Holzboden das erste sichtbare Zeichen, dass er Feuchte aufgenommen haben kann oder überlastet ist.
Ersatzböden sind nicht selbstverständlich. Bei Panorama24 fand sich für die C-Serie ein Verbindungsstück als Ersatzteil, Einzelböden nicht; KARAT fordert im GPSR-Blatt den Austausch beschädigter Böden, ohne einen Bezugsweg zu nennen.
Verzinkt, pulverbeschichtet, lackiert
Das Gestell schützt sich durch seine Oberfläche. Bei den Steckregalen sind es zwei Arten: verzinkt bei Panorama24, Arebos, EASYmaxx und KARAT, schwarz mit „Rostschutzbeschichtung" bei SONGMICS; bei Ondis24 nennt das Blatt keine Oberfläche.
Bei SONGMICS heißt dieselbe Oberfläche dreimal anders. Der Angebotstext nennt eine „Rostschutzbeschichtung", das Amazon-Attribut eine Pulverbeschichtung, und der Shop schreibt, das Gestell sei rostbeständig. Was die Beschichtung im feuchten Raum leistet, sagt keine der drei Angaben.
Die Weitspannregale von PROREGAL sind pulverbeschichtet, das HEMMDAL-Regal lackiert, SCHULTE und META verzinkt. JH PROFISHOP schreibt zum HEMMDAL, das lackierte Metallgestell sei korrosionsbeständig, ohne zu sagen, unter welchen Bedingungen.
Welche Weitspannregale Stahlböden haben und welche Oberfläche Rahmen und Holme tragen, vergleicht der Überblick, welches Weitspannregal Böden aus Stahl hat.
Tegometall setzt der Lackierung eine Grenze, die sonst niemand ausspricht. Lackierte Bauteile seien vor Feuchtigkeit und Nässe zu schützen, die Lackierung sei keine Rostschutzgarantie.
Dazu kommt ein Satz zur Fertigung. Die Bauteile seien fertigungsbedingt nicht vollumfänglich mit einer Lackschicht bedeckt, und die nicht lackierten Oberflächen könnten schon im Anlieferungszustand Korrosion aufweisen.
Für pulverbeschichtete Regale gibt es eine amtliche Einordnung. Die allgemeine Bauartgenehmigung Z-14.8-695 des DIBt für ein Palettenregalsystem ordnet den üblichen Einsatzbereich den Umweltkategorien C1 bzw. C2 nach DIN EN ISO 12944-2 zu, der Norm über die Einteilung der Umgebungsbedingungen.
Für die Kategorie C1 genüge die Pulverbeschichtung als Korrosionsschutz. Unter den Bedingungen der Kategorie C2 sei langfristig mit Korrosionsschäden zu rechnen, die einen Austausch der betroffenen Regalbauteile erforderlich machen können.
Für Umweltbedingungen der Kategorie C3 und höher verweist die Genehmigung auf die Technischen Baubestimmungen zum Korrosionsschutz. Ein pulverbeschichtetes Regal ist dort nicht mehr der Regelfall.
Die Genehmigung gilt für ein Palettenregalsystem und nicht für ein Steckregal. Sie ist trotzdem die genaueste amtliche Aussage, die sich zur Lebensdauer einer Pulverbeschichtung in Regalen finden ließ, und sie nennt die Folge offen: Austausch von Bauteilen.
META beschreibt den Einsatzbereich seiner Regale mit derselben Kategorie. META-Regale seien ausschließlich zur statischen Lagerung im Innenraum der Umweltkategorie C1 geeignet.
Kurz gefasst
Was kein Anbieter nennt
An dieser Stelle wird das Schweigen der Unterlagen zum eigentlichen Befund. Die Angaben, die für den Keller am meisten zählen, fehlen fast überall.
Eine Zinkschichtdicke nennt keiner der Steckregal-Anbieter. Auch das Verfahren fehlt: Ob ein Profil aus vorverzinktem Band gekantet oder nach der Fertigung im Bad verzinkt wurde, steht in keiner der gelesenen Anleitungen der Steckregale.
Für die Weitspannregale nennt META ein Verfahren. Die Ständerrahmen des MINI-RACK seien sendzimirverzinkt, also aus Band, das vor dem Kanten verzinkt wird. Eine Schichtdicke nennt auch META in den gelesenen Unterlagen nicht.
Eine Grenze für die Luftfeuchte nennen nur zwei Hersteller, SONGMICS für ein Steckregal und SCHULTE für Weitspannregale. Die übrigen schreiben „trocken" oder „feucht", ohne Zahl.
Bei Panorama24 ließ sich nicht einmal das prüfen. Die Anleitung des Regals C114 ist eine reine Bildgrafik, deren Text sich maschinell nicht lesen lässt; einen Feuchtehinweis fand die Recherche auch auf Produktseite und Shop nicht.
Eine Lebensdauer in Jahren nennt kein Hersteller. Arebos spricht im Entsorgungshinweis von der „langen Lebensdauer" des Artikels, ohne Zahl und ohne Bedingung.
Auch zu den Böden schweigen die Unterlagen an der wichtigsten Stelle. Ob MDF oder Spanplatte beschichtet, kantenversiegelt oder für Feuchträume geeignet sind, schreibt keine der gelesenen Anleitungen; SONGMICS nennt im Shop die Emissionsklasse E1, die etwas über Formaldehyd sagt und nichts über Feuchte.
Was das Schweigen bedeutet, lässt sich nur vorsichtig sagen. Eine fehlende Zahl heißt nicht, dass ein Regal schlechter ist, aber sie heißt, dass man es nicht vergleichen kann.
Für den Kauf ist die Folge einfach: Wer ein Regal für einen feuchten Raum sucht, fragt beim Anbieter nach der Feuchtegrenze und dem Verzinkungsverfahren, bevor er bestellt, und wertet eine ausbleibende Antwort als Antwort.
30, 40 oder 60 Prozent
Die drei Zahlen, die sich in den Unterlagen finden, passen nicht zueinander.
SONGMICS empfiehlt für sein Regal eine Luftfeuchte zwischen 30 und 40 Prozent. SCHULTE erlaubt für Weitspannregale höchstens 60 Prozent und einen Temperaturbereich von −20 bis +50 Grad Celsius beim Aufbau.
Das Umweltbundesamt schreibt für Innenräume, die relative Luftfeuchte solle zwischen 40 und 60 Prozent liegen, um das Schimmelrisiko so gering wie möglich zu halten.
Die SONGMICS-Empfehlung liegt damit unter dem Bereich, den das Umweltbundesamt für Wohnräume nennt. Ein Keller, der sie dauerhaft erfüllt, wäre trockener als der Bereich, den das UBA für Wohnräume empfiehlt.
SCHULTE setzt die Grenze dort, wo die UBA-Spanne endet. Ein Keller, der dauerhaft über 60 Prozent liegt, ist nach dieser Anleitung kein Aufstellort.
Das Umweltbundesamt nennt auch das Werkzeug: Schon einfache Hygrometer hülfen, die Raumluftfeuchte im Blick zu behalten.
Für das Lüften selbst rät das UBA von ständig gekippten Fenstern ab. Die Wand entlang des Fensters könne rasch auskühlen, was zu Schimmelbildung durch Kondenswasser führen kann; besser sei Stoßlüftung. Ein Kellerfenster, das den ganzen Sommer gekippt steht, holt genau die warme Luft herein, die sich an der kalten Wand niederschlägt.
Ein Hygrometer im Keller zeigt nach einigen Wochen, in welchem Bereich der Raum liegt, und vor allem, wie stark er im Sommer steigt. Die Zahl entscheidet, ob Holzböden dort überhaupt eine Chance haben.
Kurz gefasst
Warum der Keller im Sommer nass wird
Im Sommer wird ein Keller feuchter, als man es bei kühler Luft erwartet. Das Umweltbundesamt erklärt den Grund.
In Kellerräumen seien die Außenwände, besonders in alten Gebäuden, oftmals kalt. Gerade im Sommer, wenn warme Luft in den Keller gelangt, könne sich Luftfeuchtigkeit an der kalten Kellerwand niederschlagen, und dadurch könne es zu Schimmelwachstum kommen.
Daraus folgt die Lüftungsregel des UBA. In den Sommermonaten solle in Kellerräumen nicht am Tag gelüftet werden, vorzugsweise nachts oder in den kühlen Morgenstunden. Im Winter könne die Lüftung zu jeder Tageszeit erfolgen.
Wer im Winter einen Keller für ein Regal auswählt, sieht dessen feuchtesten Zustand noch nicht. Nach der Erklärung des UBA kommt er im Sommer, und die Messung mit dem Hygrometer gehört deshalb in die warmen Monate, bevor die Holzböden einziehen.
Für das Regal heißt das: Der feuchteste Ort im Keller ist die Außenwand im Sommer. Genau dort steht ein Steckregal, wenn es nach der Anleitung an einer Außenwand befestigt wird.
Das UBA nennt außerdem die Stellen, an denen sich Kondensfeuchte besonders gern bildet: kühle Oberflächen wie schlecht gedämmte Außenwände, Raumecken und Bereiche hinter massiven Möbeln. Ein voll beladenes Regal an der Außenwand ist eine solche Stelle.
Wie viel Abstand zur Wand ein Regal braucht, schreibt keine der gelesenen Anleitungen. Die Wandbefestigung der Steckregale ist für Kippschutz gedacht, und wie man ein Regal befestigt, beschreibt der Ratgeber, wie ein Steckregal fest an die Wand kommt.
Für alte Keller hat das UBA einen deutlichen Hinweis. Bei Gebäuden, die vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, aber auch bei vielen Nachkriegsbauten fehle die Abdichtung der Kellerwände nach außen und zur Bodenwanne, wodurch es oft zu einer direkten Durchfeuchtung der Wände komme.
In solchen Kellern sollten keine Gegenstände des täglichen Bedarfs gelagert werden, die empfindlich gegen Schimmelbefall sind. Das ist eine Aussage über das Lagergut, und sie gilt unabhängig vom Regal.
Zwei weitere Regeln des UBA betreffen den Raum. Kellertüren zum Treppenhaus und zu Wohnräumen sollten geschlossen gehalten werden, und Feuchtigkeit solle stets nach außen hinaus gelüftet werden.
Räume, die kühler gehalten werden als die übrigen, sollten nach dem UBA durch geschlossene Türen von wärmeren Räumen getrennt werden, weil sich sonst leicht Kondensfeuchte an kühlen Oberflächen bildet. Ein Kellerraum mit offener Tür zur warmen Waschküche ist der Fall, den das UBA meint.
Garage, Gartenhaus, Carport
Nach dem Keller ist die Garage der zweite Ort, für den Steckregale verkauft werden. Die Anleitungen beschreiben sie nicht eigens, aber ihre Bedingungen lassen sich auf sie anwenden.
PROREGAL nennt für den Aufstellort zwei Bedingungen, die in der Garage schwerer zu erfüllen sind als im Keller. Er solle nicht permanenter Sonneneinstrahlung und keinen starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sein.
Eine Garage mit Blechtor, die im Sommer heiß und im Winter kalt wird, hat solche Schwankungen. Ein Regal an der Innenseite eines Fensters steht in der Sonne.
SCHULTE gibt einen Temperaturbereich an, allerdings für den Aufbau: von −20 bis +50 Grad Celsius. Für den Betrieb danach nennt die Anleitung keinen eigenen Bereich.
Für das Gartenhaus und den Carport ziehen SCHULTE und META dieselbe Grenze. SCHULTE: Die Montageanleitung gilt nur für Regale, die im Innenbereich aufgestellt werden, Einflüsse aus Wind und Schnee werden nicht berücksichtigt. META: geeignet ausschließlich für den Innenraum der Umweltkategorie C1.
Ein Carport ist kein Innenraum. Ob ein Gartenhaus die Bedingungen erfüllt, entscheidet die Luftfeuchte darin, und die zeigt das Hygrometer über einen Sommer und einen Winter.
Das GPSR-Blatt von KARAT nennt das Regal geeignet für den Einsatz im Innenbereich. Das ist die knappste Formulierung im Feld und zugleich die, die am klarsten sagt, wo das Regal nicht hingehört.
Für Regale, die wirklich draußen stehen sollen, gibt es feuerverzinkte Systeme aus dem Palettenregal-Bereich. Sie sind eine eigene Klasse mit eigenen Regeln für Fundament, Wind und Schnee.
Wo das Regal den Fußboden berührt
Der Fuß des Regals steht dort, wo im Keller zuerst Wasser steht. Zwei Hersteller von Systemregalen schreiben etwas zum Fußpunkt, die Steckregal-Anleitungen nicht.
SCHULTE verlangt bei korrosionsaktiven Böden, etwa Magnesitböden, das Regal mit speziellen Unterlegplatten zu entkoppeln, sodass kein direkter Kontakt zwischen Boden und Regal besteht. META schreibt, bei korrosionsaktiven Industrieböden müsse eine Isolierung der Stützenfußbereiche vorgesehen werden.
Tegometall verlangt für seine Regale Beton mindestens der Güte C 20/25 und schreibt dazu: nicht magnesithaltig.
Bei den Steckregalen stehen die Stützen auf Kunststoffkappen. EASYmaxx legt 16 Kunststoff-Schutzkappen bei, Arebos lässt Kunststoffkappen auf die oberen und unteren Enden der Eckträger stecken.
Was die Kappen gegen stehendes Wasser leisten, sagt keine Anleitung. Sie schützen den Fußboden vor Kratzern, wie PROREGAL es für die Fußkappen beschreibt; als Feuchteschutz für die Stütze werden sie nirgends genannt.
Ondis24 verlangt, den Untergrund auf Eignung zu prüfen, eben und ausreichend belastbar; PROREGAL einen ebenen und rutschfesten Untergrund. Zur Nässe des Bodens sagen beide nichts.
Ein Keller, in dem nach Regen Wasser auf dem Boden steht, ist für jedes der hier gelesenen Regale außerhalb der Bedingungen. Auch der unterste Boden steht dann nur wenige Zentimeter über der Nässe.
Was ins Kellerregal darf
Die Hersteller schreiben nicht nur über den Raum, sie schreiben auch über das, was ins Regal kommt.
SCHULTE: Die Lagerung von Lebensmitteln direkt auf verzinkten Fachböden ist nicht zulässig. Wer Vorräte auf einem Stahlboden lagert, braucht eine Zwischenlage oder Kisten.
SONGMICS warnt vor nassen Gegenständen auf den Böden, weil sie Schimmel verursachen können. Gemeint sind etwa nasse Schuhe, im Keller gehören auch feuchte Gartengeräte oder Kisten aus dem Regen dazu.
Das Umweltbundesamt rät, in alten Kellern ohne Abdichtung keine schimmelempfindlichen Gegenstände des täglichen Bedarfs zu lagern. Das betrifft das, was im Regal steht, etwa Textilien, Papier und Kartons, nicht das Regal selbst.
PROREGAL schreibt in die Anleitung, bei der Lagerung von Gefahrstoffen seien die jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Für Lacke, Kraftstoff und Reinigungsmittel im Keller gilt das ebenso wie für die Werkstatt.
Für die Last gilt im Keller dasselbe wie überall: gleichmäßig verteilt und je Boden begrenzt. Was die Zahlen auf dem Karton bedeuten, erklärt der Ratgeber zur Tragkraft, wie viel ein Steckregal je Boden wirklich trägt.
Wischen, trocknen, prüfen
Wie lange ein Regal im Keller hält, hängt auch an der Pflege. Zwei Anleitungen beschreiben sie, und eine widerspricht sich dabei.
Ondis24 schreibt in den Sicherheitshinweisen: Ohne Reinigungsmittel reinigen, Oberflächen nur mit einem feuchten Tuch abwischen und danach gut abtrocknen. Unter der Überschrift Reinigung und Pflege steht auf demselben Blatt, man solle ausschließlich haushaltsübliche Reinigungsmittel oder eine milde Seifenlauge verwenden, keine Scheuermittel.
Einig ist das Blatt beim Ablauf. Das Reinigungsmittel solle zuerst an einer nicht sichtbaren Stelle geprüft werden, die Oberfläche mit einem weichen, feuchten Tuch gereinigt und Schmutz nicht trocken weggewischt werden, weil sonst Kratzspuren auf der Oberseite entstehen können.
PROREGAL beschreibt die Reinigung ähnlich: Staub und leichten Schmutz mit einem nebelfeuchten Tuch oder einer weichen Bürste entfernen, bei gröberen Verschmutzungen einen milden, nicht entflammbaren Reiniger benutzen und die Verträglichkeit an einer unauffälligen Stelle prüfen.
Für die Zeit, in der das Regal nicht benutzt wird, rät PROREGAL, es mit einer Folie oder Decke gegen Staub abzudecken.
Die Kratzer, vor denen Ondis24 warnt, sind im Keller mehr als ein Schönheitsfehler. Tegometall beschreibt, dass schon unlackierte Stellen ab Werk korrodieren können; eine zerkratzte Beschichtung legt weitere Stellen frei.
Zur Pflege gehört die Kontrolle. Ondis24 verlangt, den Artikel vor jedem Gebrauch auf Beschädigungen zu überprüfen, SCHULTE, beschädigte Regalteile sofort auszutauschen.
Die Garantie hilft bei Feuchteschäden wenig. Ondis24 gibt zwei Jahre Garantie und schließt Schäden aus unsachgemäßem Gebrauch aus. Ein Regal, das gegen den Hinweis „nur in trockenen Räumen" im feuchten Keller steht, ist nach dem eigenen Blatt des Herstellers nicht bestimmungsgemäß aufgestellt.
Arebos schreibt, ein ohne Einverständnis modifiziertes Produkt verliere jeden Gewährleistungsanspruch. Wer die Böden durch andere Platten ersetzt, um sie feuchtefester zu machen, sollte vorher beim Hersteller fragen.
Was nicht geht
Aus den gelesenen Unterlagen ergibt sich eine kurze Liste von Aufstellorten und Nutzungen, für die keines der Regale beschrieben ist.
Draußen. SCHULTE beschränkt alle Angaben auf Regale für die Innenaufstellung und berücksichtigt Wind und Schnee nicht. META nennt den Innenraum der Umweltkategorie C1. Ein offener Carport oder eine Terrasse sind kein Innenraum. Was für Regale im Freien gilt, beschreibt der Palettenregal-Ratgeber, welche Regeln für ein Regal im Freien gelten.
Ein dauerhaft feuchter Keller. Arebos, Ondis24 und SONGMICS schließen feuchte Räume aus, SCHULTE alles über 60 Prozent Luftfeuchte. Für einen Keller mit nasser Außenwand ist keines der Regale gedacht. Das UBA rät, in alten Kellern ohne Abdichtung keine schimmelempfindlichen Dinge zu lagern, und verlangt für Kellerräume, die direkt in Wohnräume münden, dass sie trocken und schimmelfrei sind.
Nasse Gegenstände auf Holzböden. SONGMICS nennt sie als Schimmelursache. Wer nasse Dinge abstellt, legt eine wasserfeste Matte unter. Für einen feuchten Raum empfiehlt SONGMICS, die MDF-Platten vorher mit Holzlack oder Versiegelungsmittel zu behandeln; unbehandelt sind sie dort nicht vorgesehen.
Lebensmittel direkt auf verzinktem Stahl. SCHULTE verbietet es.
Ein Regal ohne lesbare Anleitung. Bei Panorama24 ließ sich der Feuchtehinweis nicht prüfen, weil die Anleitung nur aus Bildern besteht. Wer für einen kritischen Raum kauft, kauft ein Regal, dessen Bedingungen er nachlesen kann.
Ein korrosionsaktiver Boden ohne Entkopplung. SCHULTE und META verlangen Unterlegplatten oder eine Isolierung der Stützenfüße.
Rostschutz ohne Angabe. „Rostbeständig" oder „korrosionsbeständig" ohne Schichtdicke, Verfahren oder Umweltkategorie ist eine Behauptung. Tegometall schreibt über die eigene Lackierung, sie sei keine Rostschutzgarantie.
Welches Regal in welchen Raum passt und wie die beiden Klassen sich bei Böden und Oberfläche unterscheiden, ordnet die Übersicht, welches Schwerlastregal für Keller, Garage oder Werkstatt passt.
Häufige Fragen
Ist ein verzinktes Metallregal für den feuchten Keller geeignet?
Welche Luftfeuchte verträgt ein Kellerregal?
Schützt eine Pulverbeschichtung vor Rost?
Wann sollte man im Keller lüften?
Darf ich Lebensmittel auf ein verzinktes Regal stellen?
Kann ein Kellerregal auch in Garage oder Carport stehen?
Was tun gegen Schimmel auf den Regalböden?
Änderungen an dieser Seite
Zuletzt redaktionell geprüft am .
- Ersterstellung: Lebensdauer von Metallregalen im Keller nach den Anleitungen von SONGMICS, Arebos, Ondis24, EASYmaxx und PROREGAL, der SCHULTE-Anleitung für Weitspannregale, der Tegometall-Anleitung, den META-Sicherheitshinweisen, der DIBt-Bauartgenehmigung Z-14.8-695 und den Lüftungshinweisen des Umweltbundesamts. Leitbefund: Die Steckregale heißen Kellerregal, ihre Anleitungen schließen feuchte Räume aus; SONGMICS empfiehlt 30 bis 40 Prozent Luftfeuchte, das Umweltbundesamt hält 40 bis 60 Prozent für richtig, SCHULTE erlaubt höchstens 60. Zinkschichtdicke oder Verzinkungsverfahren nennt kein Steckregal-Anbieter.
Verwendete Quellen
- [1]Umweltbundesamt: Wie lüfte ich richtig? Tipps und Tricks zur Schimmelvermeidung · abgerufen 2026-10-21
- [2]DIBt: Allgemeine Bauartgenehmigung Z-14.8-695 (10. Juni 2024) · abgerufen 2026-10-21
- [3]Tegometall: Montage- und Betriebsanleitung für Schwerlastregale (2024) · abgerufen 2026-10-21
- [4]SCHULTE: Montageanleitung Weitspannregale (06/2024) · abgerufen 2026-10-21
- [5]META: Sicherheitshinweise Regale (02.2024) · abgerufen 2026-10-21
- [6]SONGMICS: Aufbauanleitung Regal GLR042/GLR040 · abgerufen 2026-10-21
- [7]Arebos: Original-Bedienungsanleitung Schwerlastregal 875 kg (AR-HE-SLR02) · abgerufen 2026-10-21
- [8]Ondis24: Sicherheits- und Garantieblatt Metallregal · abgerufen 2026-10-21