Ratgeber · Wallboxen
Schuko oder CEE — an welcher Dose lädt was?
Alle fünf Geräte sind für die dreiphasige CEE-Dose gebaut, eines bringt einen Schuko-Adapter mit. Was die Ampere-Zahl über die erreichbare Leistung entscheidet.
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Legt man die beiden Stecker nebeneinander, sieht man den Unterschied sofort. Der eine ist rund, flach und hat zwei Stifte. Der andere ist deutlich größer, hat fünf Kontakte und einen Führungsvorsprung, der nur in eine Richtung passt. Der erste steckt in jeder Wohnung, der zweite in Werkstätten, auf Campingplätzen und in Garagen, die dafür eingerichtet wurden.
Alle fünf Geräte, deren Datenblätter für dieses Cluster ausgewertet wurden, sind für den zweiten gebaut. Genau eines bringt einen Adapter mit, der den ersten nutzbar macht — und läuft dann mit einem Bruchteil seiner Leistung. Die Zahl im Angebotstitel gilt also für eine Dose, die man hat oder nicht hat, und sie gilt für keine andere.
Dieser Ratgeber beginnt deshalb nicht bei der Leistung, sondern bei der Stromstärke. Sie ist die einzige Größe, die alle fünf Anbieter nennen, sie steht auf dem Schutzorgan im Verteiler, und aus ihr folgt zusammen mit der Phasenzahl alles Übrige. Was er nicht leistet: eine Beurteilung, ob eine vorhandene Dose für diesen Betrieb geeignet ist. Das ist Sache einer Elektrofachkraft.
Was an welcher Dose zu erwarten ist
- Dreiphasige CEE-Dose mit sechzehn AmpereDer Anschluss, für den alle fünf Geräte des Felds gebaut sind. Drei Außenleiter, sechzehn Ampere je Phase. Hier erreichen die Geräte die im Titel genannte Leistungsklasse.
- HaushaltsdoseEin Außenleiter. Von den fünf Geräten bringt eines einen Adapter dafür mit; es läuft dann einphasig. Die erreichbare Leistung ist ein Bruchteil, und welcher, hängt vom eingestellten Strom ab.
- Die Stromstufen des GerätsZwei Geräte nennen fünf feste Stufen mit Zahlen, drei einen Bereich von sechs bis sechzehn Ampere, eines Einerschritte über den ganzen Bereich. Diese Angabe entscheidet, ob sich das Gerät auf einen vorhandenen Stromkreis einstellen lässt.
- Die FahrzeugseiteVier Geräte haben einen festen Typ-2-Stecker am Kabelende. Eines hat eine Typ-2-Dose; dort wird ein eigenes Fahrzeugkabel eingesteckt, das nicht im Lieferumfang liegt.
Vorweg, was dieser Text tut und was nicht. Er vergleicht Anschlussarten, Stromstufen und Lieferumfänge von fünf Geräten und zieht daraus Schlüsse über die erreichbare Leistung. Er erklärt nicht, wie eine Dose zu setzen oder ein Stromkreis abzusichern ist, er nennt keine Querschnitte und keine Prüfschritte, und er beurteilt keine vorhandene Installation. Diese Trennung ist in diesem Cluster durchgehend eingehalten: Datenblätter lassen sich vergleichen, eine Anlage lässt sich nur vor Ort beurteilen. Wer Anleitungen sucht, sucht sie an der falschen Stelle — und wer wissen will, welche Angabe ein Anbieter macht, ist hier richtig.
Zwei Stecker, ein Gerät
Die Bauform der Geräte in diesem Cluster hat an beiden Enden eine Steckverbindung, und beide sind verschieden. Am netzseitigen Ende sitzt bei allen fünf ein CEE-Stecker für die dreiphasige Dose. Am fahrzeugseitigen Ende sitzt bei vier ein fester Typ-2-Stecker, bei einem eine Typ-2-Dose. Dazwischen liegt der Kasten mit der Steuer- und Schutzeinrichtung.
Die Begriffe für die netzseitige Verbindung sind im Handel nicht einheitlich. Von roter Dose, CEE-Dose, Drehstromdose, Kraftstromdose und Starkstromdose ist die Rede, teils für dieselbe Sache. Die einschlägigen Normen für Steckvorrichtungen sind kostenpflichtig; dieser Cluster nennt sie nur mit Nummer und Titel als Verweisziel und gibt aus ihnen keine Zahl wieder. Worauf es hier ankommt, steht ohnehin in den Datenblättern: Ausführung und Stromstärke.
Für die Haushaltsdose gilt dasselbe Durcheinander in anderer Form. Der geläufige Begriff ist ein Markenname, der sich verallgemeinert hat. Im Zusammenhang mit Ladeeinrichtungen taucht er meist als Zubehörangabe auf — ein Adapter, der im Lieferumfang liegt oder nicht. Genau eines der fünf Geräte hat einen dabei.
Ein Wort zur Bezeichnung der Warengruppe, weil sie hier zum Missverständnis beiträgt. Verkauft werden diese Geräte als mobile Wallbox, und eine Wallbox ist in der Vorstellung der meisten Käufer etwas, das an der Wand hängt und angeschlossen wird. Diese Geräte hängen an einer Dose. Der Unterschied ist nicht nur begrifflich: Ein Gerät am Festanschluss kommt mit einer Installation, die für diesen Zweck ausgelegt wurde, ein Gerät am Stecker kommt in einem Paket. Was an Eignung vorhanden ist, entscheidet sich damit teilweise im Gerät und teilweise in einer Dose, die möglicherweise für einen anderen Zweck eingerichtet wurde.
Noch eine Beobachtung zur Steckverbindung, die für die Auswahl praktisch ist. Die dreiphasige Dose gibt es in mehreren Stromstärken, und die Ausführungen sind mechanisch nicht untereinander steckbar — ein Stecker für die eine passt nicht in die Dose der anderen. Alle fünf Geräte dieses Felds sind für die Ausführung mit sechzehn Ampere gebaut. Wer eine Dose mit einer anderen Stromstärke vorfindet, hat damit keine Auswahlfrage, sondern eine Passungsfrage, und sie entscheidet sich vor jeder Überlegung zur Leistung. Die Angabe steht bei allen fünf Geräten im Datenblatt und ist die erste, die man abgleicht.
Was die Dose entscheidet und was nicht
Die Reihenfolge in den Angebotstiteln legt nahe, dass das Gerät die Leistung bestimmt. Es ist umgekehrt. Das Gerät nennt eine Obergrenze, und erreicht wird sie nur, wenn der Anschluss sie hergibt. Wer keine dreiphasige Dose in Reichweite hat, hat keinen Zugriff auf die Zahl im Titel — unabhängig davon, welches der fünf Geräte er kauft.
Was die Dose dagegen nicht entscheidet, ist die Eignung. Aus dem Umstand, dass ein Stecker passt, folgt nicht, dass der dahinterliegende Stromkreis für den Betrieb über längere Zeit ausgelegt ist. Diese Frage betrifft die Installation und nicht die Steckverbindung, und dieser Cluster macht dazu grundsätzlich keine Aussage über das hinaus, was ein Hersteller selbst schreibt. Die Hersteller schreiben dazu wenig: Ein Gerät nennt einen Betriebstemperaturbereich, die übrigen vier nennen keinen.
Die dritte Sache, die die Dose nicht entscheidet, ist die Anmeldung. Die Mitteilung an den Netzbetreiber ist ohne Bedingung und ohne Schwelle formuliert und knüpft an keine Anschlussart an. Ob an einer CEE-Dose oder einer Haushaltsdose geladen wird, ändert an dieser Pflicht nichts.
Deshalb steht in diesem Ratgeber die Stromstärke vor der Leistung. Sie ist die Größe, die sich an zwei Stellen unabhängig voneinander ablesen lässt: am Schutzorgan im Verteiler und im Datenblatt des Geräts. Wenn beide Zahlen zusammenpassen, ist die Frage nach der erreichbaren Leistung eine Rechnung. Wenn sie nicht zusammenpassen, ist die Kilowattzahl im Titel ohne Bedeutung, weil sie eine Bedingung voraussetzt, die nicht erfüllt ist. Alle fünf Anbieter im Feld nennen die Stromstärke, vier nennen eine Spannung, und keiner nennt eine Größe, die sich nicht aus diesen beiden ergeben würde.
Was an dieser Stelle gern verwechselt wird, ist die Rolle der Dose und die Rolle der Absicherung. Die Dose bestimmt, was mechanisch passt und wie viele Außenleiter anliegen. Die Absicherung des Stromkreises bestimmt, welcher Strom dauerhaft fließen darf. Beide Angaben können voneinander abweichen: Eine Dose der Sechzehn-Ampere-Bauform an einem Stromkreis, der schwächer abgesichert ist, gibt weniger her, als ihre Bauform vermuten lässt. Welche der beiden Zahlen im Einzelfall die kleinere ist, lässt sich nicht aus dem Gerätedatenblatt ablesen — sie steht im Verteiler, und dort muss man sie nachsehen.
Phasen und Strom, die zwei Faktoren
Die erreichbare Leistung hängt an zwei Größen. Die erste ist die Zahl der Außenleiter, die der Anschluss bereitstellt: drei bei der dreiphasigen Dose, einer bei der Haushaltsdose. Die zweite ist der Strom je Außenleiter. Beide gehen multiplikativ ein, und deshalb wirkt ein Wechsel von drei auf einen Außenleiter so stark: Bei gleichem Strom bleibt ein Drittel.
Praktisch kommen beide Verkleinerungen meist zusammen. Die Haushaltsdose stellt nicht nur eine Phase bereit, sondern begrenzt in der Regel auch den Strom stärker als die CEE-Dose mit sechzehn Ampere. Wie stark, hängt von der Installation ab und nicht vom Gerät. Was das Gerät beiträgt, ist die Möglichkeit, den Strom einzustellen — und genau darin unterscheiden sich die fünf am deutlichsten.
Dieselbe Warengruppe, zwei Anschlussarten — und was sich dabei ändert.
Dreiphasige CEE-Dose, sechzehn Ampere
Haushaltsdose, einphasig
Die Gegenüberstellung zeigt auch, warum die eine Zeile im Angebot — die Kilowattzahl — für diese Entscheidung untauglich ist. Sie gilt nur für die linke Spalte. Die Größe, die in beiden Spalten dieselbe Bedeutung hat, ist der Strom in Ampere. Welche Einheit in dieser Warengruppe wofür zuständig ist, führt der Ratgeber zu drei Zahlen und ihren Bezugsgrößen im Einzelnen aus.
Für die Rechnung genügen drei Werte und eine Multiplikation. Die Zahl der Außenleiter, der Strom je Außenleiter und die Spannung ergeben zusammen die Leistung; bei drei Außenleitern kommt die Wurzel aus drei hinzu. Wer die Zahlen einsetzt, sieht sofort, warum die Titel der fünf Geräte alle dieselbe Leistungsklasse nennen: Sie setzen alle dieselben Eingangswerte voraus. Die Unterschiede zwischen den Geräten liegen deshalb nicht in der Leistung, sondern in dem, was sie mit dem Strom machen können — und in den Angaben, die sie darüber hinaus machen oder eben nicht.
Bemerkenswert an der Tabelle ist die letzte Zeile, weil sie eine Verwaltungsfolge enthält. Die Zustimmungspflicht der Anschlussverordnung knüpft an eine Scheinleistungssumme je Anlage, und diese hängt am Strom. An der Haushaltsdose ist die Frage nach der Zustimmung damit weit entfernt; an der dreiphasigen Dose mit sechzehn Ampere liegt die gerechnete Größenordnung knapp darunter. Die Mitteilungspflicht bleibt in beiden Fällen bestehen, weil sie an keine Schwelle knüpft. Wer die Spalten von oben nach unten liest, liest also nicht nur eine technische, sondern auch eine regulatorische Abstufung.
Das eine Gerät mit Adapter
Von den fünf Geräten liegt bei genau einem ein Adapter für die Haushaltsdose im Lieferumfang. Dasselbe Gerät hat mit zehn Metern das längste Kabel im Feld und bringt eine Tasche, eine Trageschlaufe und ein Tuch mit. Es ist auf Mitnahme ausgelegt, und dazu passt der Adapter: Er erweitert den Einsatzbereich um alle Orte ohne dreiphasige Dose.
Der Preis dafür steht nicht im Angebot, sondern in der Physik. An der Haushaltsdose ist das Gerät einphasig, und die Leistung sinkt entsprechend. Für eine Zwischenladung unterwegs kann das genügen; als dauerhafte Lösung in der eigenen Garage ist es die schwächere Variante, und zwar unabhängig davon, wie gut das Gerät ist.
Dasselbe Gerät ist gleichzeitig das mit dem dünnsten Datenblatt im Feld: Es nennt weder eine Schutzart noch einen Fehlerstromschutz — als einziges nicht. Die Ausstattung für den mobilen Einsatz und die Angabendichte laufen hier auseinander. Was bei den anderen vier in dieser Frage steht, ist im Ratgeber zum Schutz im Gehäuse und seiner Bauart einzeln aufgeführt.
Der Adapter hat noch eine Eigenschaft, die man kennen sollte: Er verändert nicht das Gerät, sondern nur den Anschluss. Die Steuer- und Schutzeinrichtung im Kasten bleibt dieselbe, die einstellbaren Stromstufen bleiben dieselben, und was sich ändert, ist die Zahl der verfügbaren Außenleiter. Wer mit Adapter lädt, lädt also mit demselben Gerät an einem schwächeren Anschluss. Das ist der Grund, warum ein Adapter kein Zubehör ist, das man beliebig hinzukauft: Er muss zur Bauart des Geräts passen, und ob er es tut, sagt der Hersteller — bei vier von fünf Geräten sagt er dazu nichts, weil keiner mitgeliefert wird.
Für den mobilen Einsatz ergibt sich daraus eine Abwägung, die jeder für sich treffen muss. Ein Gerät mit Adapter deckt mehr Orte ab und lädt an den zusätzlichen Orten langsamer. Ein Gerät ohne Adapter deckt weniger Orte ab und lädt dort, wo es passt, mit voller Leistung. Beides ist verteidigungsfähig, und keine der beiden Auslegungen ist besser — sie beantworten verschiedene Fragen. Wer überwiegend an einem Ort lädt, braucht den Adapter nicht. Wer das Gerät regelmäßig mitnimmt und an unbekannten Orten laden will, hat mit ihm eine Rückfallmöglichkeit, die die vier anderen Geräte des Felds nicht anbieten.
Fünf Stufen, ein Bereich, Einerschritte
Bei der Stromeinstellung gibt es im Feld drei Formen der Angabe, und sie sind nicht gleich aussagekräftig. Zwei Geräte nennen fünf feste Stufen mit Zahlen: sechs, acht, zehn, dreizehn und sechzehn Ampere. Drei nennen einen Bereich von sechs bis sechzehn Ampere, ohne zu sagen, welche Werte dazwischen tatsächlich anwählbar sind. Und eines nennt Einerschritte über den ganzen Bereich.
Die Angabe mit den einzelnen Stufen ist die brauchbarere, obwohl sie weniger Werte bietet. Sie sagt, worauf man das Gerät einstellen kann. Eine Bereichsangabe lässt offen, ob es zwischen den Endwerten zwei Stufen gibt oder zehn. Für die Praxis ist das relevant, wenn ein vorhandener Stromkreis eine bestimmte Obergrenze hat und das Gerät darunter bleiben soll.
Die Einerschritte sind die feinste Einstellbarkeit im Feld und gehören zu dem Gerät mit dem vollständigsten Datenblatt. Sie sind zugleich die Angabe, die am wenigsten interpretationsbedürftig ist: Wer sechs bis sechzehn in Einerschritten schreibt, nennt elf anwählbare Werte und sagt das auch. Drei Formen der Angabe für eine Größe, und die Genauigkeit der Angabe verteilt sich im Feld ungleich.
Kurz gefasst
Die drei Formen der Stromangabe haben noch eine zweite Folge, die die Vergleichbarkeit betrifft. In einer Kennwertmatrix stehen sie in derselben Spalte, obwohl sie unterschiedlich viel sagen. Dieser Cluster trägt sie deshalb in der Form ein, in der der Anbieter sie macht — fünf Stufen als fünf Zahlen, ein Bereich als Bereich, Einerschritte als solche — und glättet nicht auf eine gemeinsame Form. Eine geglättete Spalte sähe einheitlicher aus und wäre weniger wahr: Sie würde den Unterschied zwischen einer genauen und einer unbestimmten Angabe verschwinden lassen.
Ein praktischer Hinweis zu den Stufen: Wer sie kennt, kann das Gerät auf den vorhandenen Stromkreis einstellen statt umgekehrt. Das ist der eigentliche Nutzen der Angabe. Bei einem Gerät mit fünf festen Stufen lässt sich zu jeder Absicherung eine passende Stufe finden, solange sie im Bereich liegt; bei einem Gerät mit Einerschritten ist die Anpassung feiner. Bei einer bloßen Bereichsangabe weiß man erst nach dem Auspacken, welche Werte tatsächlich zur Wahl stehen. Für eine Entscheidung vor dem Kauf ist das der Unterschied zwischen einer verwertbaren und einer unverwertbaren Angabe — und drei von fünf Anbietern machen die unverwertbare.
Ein Gerät, zwei verschiedene Stromangaben
Bei einem Gerät des Felds trat bei der Recherche eine Abweichung auf, die zeigt, wie man mit widersprüchlichen Angaben umgeht. Die eigene Angebotsseite nennt fünf einzelne Stufen. Eine Schwesteranzeige desselben Anbieters nennt für ein gleich bezeichnetes Gerät einen Bereich von acht bis sechzehn Ampere — also mit einem anderen Anfangswert.
Aufgelöst wurde das an der Herstellerseite. Dort steht unter derselben Artikelnummer die Folge der fünf Stufen, beginnend bei sechs Ampere. Die Bereichsangabe der Schwesteranzeige ist damit der Ausreißer, und in die Kennwertmatrix dieses Clusters ist die von der Herstellerseite bestätigte Angabe eingegangen.
Der Fall ist lehrreich, weil er die Reihenfolge der Quellen vorgibt. Erste Wahl ist die Angabe des Herstellers unter der Artikelnummer des Geräts. Zweite Wahl ist die Angebotsseite. Eine Schwesteranzeige ist keine Quelle für das betrachtete Gerät, auch wenn sie dieselbe Bezeichnung trägt — dieselbe Vorsicht, die bei Variantenverbünden geboten ist. Welche Verbünde im Feld welche Zahlen zusammenfassen, führt der Vergleich der fünf Geräte einzeln auf.
Zur Auflösung solcher Abweichungen gibt es in diesem Cluster eine feste Regel, und sie ist hier angewandt worden. Widersprechen sich zwei Angaben, wird die Herstellerseite unter der Artikelnummer des Geräts herangezogen; findet sich dort nichts, bleibt die Angabe offen und bekommt einen Ersatzwert mit dem Vermerk, wo gesucht wurde. Geraten wird nicht, und der plausiblere von zwei Werten wird nicht bevorzugt. Bei diesem Gerät war die Herstellerseite erreichbar und hat die Frage entschieden; bei einem anderen Gerät desselben Felds ist sie es nicht, und dort bleibt eine Angabe offen.
Dass die Herstellerseite hier den Ausschlag gab, ist im Feld nicht selbstverständlich. Von den fünf Anbietern hat einer ein vollständiges Datenblatt als eigenes Dokument, einer eine Produktseite mit den Angaben unter derselben Artikelnummer, und bei einem ist als Hersteller ein Handelshaus eingetragen, zu dem keine erreichbare Seite gehört. Die Möglichkeit, eine widersprüchliche Angabe an einer zweiten Quelle zu klären, besteht damit nur bei einem Teil des Felds. Wo sie nicht besteht, bleibt die Angabe offen — und offen heißt in diesem Cluster nicht geschätzt, sondern als Lücke ausgewiesen.
Die andere Seite: Stecker oder Dose
Am fahrzeugseitigen Ende teilt sich das Feld vier zu eins. Vier Geräte haben einen festen Typ-2-Stecker am Kabelende und sind damit nach dem Auspacken einsatzbereit. Eines hat stattdessen eine Typ-2-Dose, wie eine fest montierte Ladeeinrichtung — dort wird ein eigenes Fahrzeugkabel eingesteckt, und dieses liegt nicht im Lieferumfang.
Das ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Bauartentscheidung mit einem Vorteil: Dasselbe Gerät lässt sich in einer Wandhalterung stationär betreiben und im Fahrzeug mitnehmen, und wer ohnehin ein Typ-2-Kabel besitzt, weil ein öffentlicher Ladepunkt eines verlangt, nutzt es hier weiter. Wer keines besitzt, braucht bei diesem Gerät ein zweites Teil, bevor überhaupt geladen werden kann.
Für die Längenrechnung hat das eine Folge, die man mitdenken muss. Bei diesem Gerät nennt das Datenblatt ein dreißig Zentimeter langes Anschlusskabel — das ist die Strecke zum Netzstecker, nicht die zum Fahrzeug. Die vergleichbare Zahl wäre die Länge des Kabels, das man dazu wählt. Bei den vier anderen Geräten ist die genannte Länge die gesamte Strecke, und sie reicht von fünf bis zehn Metern, wobei ein Gerät keine Länge nennt.
Für die Wahl zwischen den beiden Bauarten gibt es damit ein einfaches Kriterium, und es ist kein technisches. Wer ein Typ-2-Kabel hat und es ohnehin im Fahrzeug mitführt, für den ist die Dose die flexiblere Lösung, weil dasselbe Gerät stationär und mobil funktioniert. Wer keines hat, zahlt bei der Dosenvariante zweimal — einmal für das Gerät und einmal für das Kabel — und hat beim Auspacken nichts, womit sich laden ließe. Das steht in keinem Titel und in keiner Leistungsangabe; es steht in der Zeile über den Lieferumfang, und die liest man leicht über.
Zur Längenfrage noch eine Rechnung, die sich lohnt, weil sie häufig zu kurz ausfällt. Die Entfernung von der Dose zum Stellplatz ist nicht die benötigte Länge. Hinzu kommt der Weg um das Fahrzeug bis zum Ladeanschluss, und dessen Lage unterscheidet sich je Modell: vorn, hinten oder an der Seite. Wer mit fünf Metern rechnet, weil die Wand fünf Meter entfernt ist, rechnet ohne diesen Weg. Die zehn Meter des längsten Geräts im Feld sind unter diesem Blickwinkel keine Reserve für den Normalfall, sondern die Reserve für den Fall, dass rückwärts einparken einmal nicht möglich ist.
Wo die Ampere-Zahl über die Anmeldung entscheidet
Die Stromstärke hat neben der Leistung eine zweite Wirkung, die im Kaufprozess selten mitgedacht wird. Die Zustimmungspflicht nach der Niederspannungsanschlussverordnung knüpft an eine Summen-Bemessungsleistung in Kilovoltampere je elektrischer Anlage an, und diese Größe hängt von der Spannung und vom Strom ab. Bei sechzehn Ampere dreiphasig liegt die gerechnete Größenordnung unter der Schwelle von zwölf Kilovoltampere; bei zweiunddreißig Ampere liegt sie mit deutlichem Abstand darüber.
Im Feld dieses Clusters lässt sich der Sprung beobachten, ohne dass er als Entscheidung kenntlich ist. Einer der Variantenverbünde enthält Ausführungen mit elf und mit zweiundzwanzig Kilowatt im selben Angebot — also mit sechzehn und mit zweiunddreißig Ampere. Wer dort zwischen zwei Einträgen wechselt, wechselt die Seite der Schwelle, und die Auswahlfelder sehen wie Ausstattungsvarianten aus.
Wichtig ist die Einschränkung: Die Rechnung liefert eine Größenordnung und keine Angabe. Kein Anbieter im Feld nennt eine Bemessungsleistung in Kilovoltampere, und keiner nennt einen Leistungsfaktor. Welche Bemessungsleistung anzusetzen ist und was zur elektrischen Anlage gehört, entscheidet der Netzbetreiber. Was sich selbst beantworten lässt, ist die Frage, ob man in der Nähe der Schwelle liegt — und das hängt an der Ampere-Zahl.
Es bleibt eine Beobachtung zu den Auswahlfeldern, die über diese Warengruppe hinausreicht. Ein Auswahlfeld über der Kaufbox sieht bei jeder Warengruppe gleich aus, ob dort Farben, Längen oder Leistungsklassen stehen. Wo es Leistungsklassen enthält, verbirgt es eine Entscheidung mit Folgen, die weit über die Ausstattung hinausgehen: über die erreichbare Leistung, über die nötige Dose und über die Seite der Schwelle. Wer in einem solchen Feld wechselt, sollte deshalb prüfen, was sich außer der Zahl noch ändert — und die Bewertungszahl gehört nicht dazu, denn sie bleibt im ganzen Verbund dieselbe.
Vor der Entscheidung lohnt noch ein Blick auf die Gewichte, weil sie mit der Länge zusammenhängen. Die Geräte des Felds wiegen zwischen gut anderthalb und viereinhalb Kilogramm, und der Unterschied stammt fast vollständig aus dem Kabel, nicht aus dem Gehäuse. Das leichteste ist dasjenige mit dem kurzen Anschlusskabel, das schwerste dasjenige mit zehn Metern. Wer das Gerät regelmäßig ein- und auspackt, trägt diesen Unterschied jedes Mal mit — eine Angabe, die in keinem Leistungsvergleich auftaucht und im Alltag mehr Gewicht hat als eine Kommastelle bei der Kilowattzahl.
Was an der Dose offen bleibt
Drei Fragen kann dieser Text nicht beantworten, und sie sind die praktisch wichtigsten. Ob eine vorhandene Dose und ihr Stromkreis für den Betrieb einer Ladeeinrichtung geeignet sind. Ob eine zusätzliche Schutzeinrichtung in der Unterverteilung nötig ist. Und ob eine Haushaltsdose, an der ein Adaptergerät hängen soll, dafür in Ordnung ist. Alle drei betreffen die Installation und werden vor Ort beurteilt.
Was dieser Cluster zu Erwärmung und Dauerlast sagt, geht bewusst nicht über die Herstellerangaben hinaus, und die sind dünn. Ein Gerät nennt einen Betriebstemperaturbereich, ein weiteres nennt den Werkstoff des Kabelmantels. Aussagen darüber, was eine bestimmte Dose über Stunden aushält, folgen daraus nicht und werden hier nicht getroffen.
Auch zur Fahrzeugseite bleibt eine Grenze. Welche Ladeeinrichtungen ein bestimmtes Fahrzeug akzeptiert, steht in den Unterlagen des Fahrzeugherstellers. Dieser Cluster macht dazu keine Aussage über die Herstellerliste hinaus. Dass die Steuer- und Schutzeinrichtung im Kasten mit dem Fahrzeug nach einem festgelegten Verfahren verhandelt, ist die Voraussetzung der Bauform — eine Zusage über ein konkretes Fahrzeugmodell ist es nicht.
Eine letzte Beobachtung zur Ausstattung, die mit der Anschlussfrage zusammenhängt. Zwei der fünf Geräte bringen eine Anwendung für das Telefon mit, eine Nutzerverwaltung über Kennkarten und eine Zählung der geladenen Energie. Das sind Funktionen, die erst dann etwas nützen, wenn mehrere Personen oder mehrere Fahrzeuge an einem Ladepunkt hängen — also im Kleinbetrieb eher als im Einfamilienhaus. Die drei reinen Kabelgeräte stellen den Strom über eine Taste am Gehäuse ein und verschieben bei zwei von ihnen den Ladestart. Für einen einzelnen Nutzer an einer festen Dose ist das der vollständige Funktionsumfang, den man braucht.
Wie man sich entscheidet
Die Entscheidungsfrage im Titel hat eine unbefriedigende und richtige Antwort: Es ist keine Wahl zwischen zwei gleichwertigen Möglichkeiten. Die dreiphasige Dose ist der Anschluss, für den diese Geräte gebaut sind. Die Haushaltsdose ist die Rückfalloption, und sie steht nur bei einem Gerät des Felds überhaupt zur Verfügung.
Die praktische Reihenfolge ist deshalb kurz. Erstens: Welche Dose ist in Reichweite, und mit wie viel Ampere ist ihr Stromkreis abgesichert? Zweitens: Welche Stromstufen lässt das Gerät zu, und passen sie zu dieser Absicherung? Drittens: Wie weit ist es von der Dose zum Ladeanschluss, mit dem Weg um das Fahrzeug gerechnet? Viertens: Ist ein Fahrzeugkabel vorhanden, oder braucht das Gerät eines? Erst danach lohnt es, über Ausstattung zu sprechen.
Wer bei der ersten Frage feststellt, dass keine dreiphasige Dose erreichbar ist, entscheidet nicht zwischen diesen fünf Geräten, sondern über den Anschluss. Das ist ein anderes Vorhaben mit anderen Beteiligten. Welche Bauformen es in dieser Warengruppe gibt und wie sie sich unterscheiden, ordnet der Überblick zu Ladelösungen mit Steckerzuleitung nach drei Gruppen — und die erste davon ist ein Kabel ohne jede Elektronik.
Bleibt das Bild vom Anfang. Zwei Stecker, der eine in jeder Wohnung, der andere nicht. Fünf Geräte, die für den zweiten gebaut sind, und eines, das mit dem ersten notdürftig zurechtkommt. Die Zahl im Titel gehört zum zweiten Stecker. Wer nur den ersten hat, hat ein Gerät gekauft, das seine Leistungsangabe an diesem Anschluss nicht einlösen kann — und das ist keine Eigenschaft des Geräts, sondern eine des Anschlusses.
Häufige Fragen
Kann ich an einer normalen Haushaltsdose laden?
Was ist eine CEE-Dose?
Warum sinkt die Leistung an der Haushaltsdose so stark?
Welche Stromstufen kann ich einstellen?
Brauche ich ein Verlängerungskabel?
Hat die Stromstärke etwas mit der Anmeldung zu tun?
Was bedeutet es, wenn ein Gerät keinen Stecker zum Fahrzeug hat?
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- Ersterstellung. Belegart Amperevergleich: Für alle fünf Geräte des Clusters wurden Anschlussart, einstellbare Stromstufen und mitgeliefertes Zubehör ausgewertet und gegen die erreichbare Leistung gestellt. Leitbefund: Die Dose entscheidet über die Leistung, nicht das Gerät. Alle fünf Geräte sind für die dreiphasige CEE-Dose mit sechzehn Ampere gebaut; genau eines bringt einen Adapter für die Haushaltsdose mit und läuft dann einphasig, also mit einem Bruchteil der Leistung. Zweiter Befund: Zwei Geräte nennen ihre Stromstufen einzeln — sechs, acht, zehn, dreizehn und sechzehn Ampere —, drei nennen einen Bereich, und eines nennt Einerschritte über den ganzen Bereich. Die Angabe in Ampere ist damit die einzige, die bei allen fünf vorliegt und sich am Schutzorgan nachvollziehen lässt. Dritter Befund: Bei einem Gerät weichen die Stromstufen zwischen der eigenen Angebotsseite und einer Schwesteranzeige voneinander ab; die Herstellerseite bestätigt die fünf einzelnen Stufen, die Bereichsangabe der Schwesteranzeige ist der Ausreißer. Vierter Befund: Die Stromstärke entscheidet auch darüber, auf welcher Seite der Zustimmungsschwelle der Niederspannungsanschlussverordnung eine Installation rechnerisch landet — und ein Variantenverbund des Felds mischt sechzehn und zweiunddreißig Ampere in einem Angebot. Die einschlägigen Steckernormen stehen hinter einer Bezahlschranke und werden nur mit Nummer und Titel als Verweisziel benannt (Sperre E). Keine Elektroinstallationsanleitung (A), keine Aussage zu Erwärmung oder Dauerlast über die Herstellerangabe hinaus (D), keine Ladezeitberechnung (H), keine Geldbeträge (C).
Verwendete Quellen
- [1]go-e GmbH — Datenblatt go-e Charger Gemini flex, Version 1.4: Anschluss CEE rot 16 A mit 30 cm Anschlusskabel, Ladestrom 6 bis 16 A in Einerschritten, Nennspannung 230/240 V einphasig und 400/415 V dreiphasig, Typ-2-Dose fahrzeugseitig · abgerufen 2026-09-26
- [2]Produktseite dé CEE 11 kW — CEE 16 A mit Schuko-Adapter im Lieferumfang; das einzige Gerät des Felds mit Adapter für die Haushaltsdose. Kabellänge 10 m · abgerufen 2026-09-26
- [3]Produktseite ABSINA 301018 — Stromstufen 6, 8, 10, 13 und 16 A, bestätigt auf der Herstellerseite unter derselben Artikelnummer; keine Kabellänge genannt · abgerufen 2026-09-26
- [4]Produktseite VDLPOWEREU EC31-11KW — fünf Stromstufen einzeln benannt, Startverzögerung in Halbstundenschritten, CEE 16 A, Kabellänge 5 m · abgerufen 2026-09-26
- [5]Produktseite bokman BKM21105 — CEE 16 A, Ladestrom 6 bis 16 A, Kabelmantel aus thermoplastischem Polyurethan, Kabellänge 5 m; Variantenverbund mit und ohne Adaptersatz · abgerufen 2026-09-26
- [6]Niederspannungsanschlussverordnung (NAV), Paragraf 19 Absatz 2 — Mitteilung für jede Ladeeinrichtung, Zustimmung oberhalb von 12 Kilovoltampere Summen-Bemessungsleistung je elektrischer Anlage · abgerufen 2026-09-26