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Marktübersicht · Standbohrmaschinen

Magnetbohrmaschinen im Vergleich: fünf Kernbohrmaschinen

Fünf Magnetbohrmaschinen mit Weldon- und MK-Aufnahme im Datenvergleich – Kernbohr-Durchmesser, Mindest-Materialstärke und warum die Haltekraft wenig über die Sicherheit sagt.

Verantwortlich
Fachbereich Werkstatt
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Eine Magnetbohrmaschine wird gekauft, wenn das Bauteil nicht zur Maschine kommt: der Träger im Stahlbau, der Flansch am Kessel, das Blechpaket in der Halle. Sie ist die einzige Bauform dieses Clusters, die Löcher jenseits von 32 mm in Stahl beherrscht, und sie ist die einzige, die sich mit einem Elektromagneten selbst am Werkstück festhält. Genau daraus folgt jede Besonderheit dieses Vergleichs.

Die Zahl, die im Handel vorn steht, ist die Magnethaltekraft – und sie ist der unvergleichbarste Kennwert des ganzen Clusters. Drei Hersteller rechnen in Newton, zwei in Kilogramm. Nur zwei von fünf nennen die Materialstärke, auf die sich ihre Zahl bezieht. Und ein einziger legt offen, wie weit die Haftkraft des Magneten von der tatsächlich nutzbaren Werkzeugkraft entfernt liegt: bei ihm um den Faktor 4,2. Der belastbarere Wert steht deshalb eine Zeile darunter, und er heißt Mindest-Materialstärke.

Verglichen werden fünf lieferbare Maschinen von fünf Marken in drei Marktsegmenten, alle über den Fachhandel oder den Direktshop des Herstellers. Grundlage sind ausschließlich Herstellerdokumente: Produktseiten, Datenblätter, Originalbetriebsanleitungen, Hauptkataloge und Garantiebedingungen, dazu der frei zugängliche Anwendungsbereich der einschlägigen IEC-Norm. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide in dieser Übersicht.

Einordnung nach Einsatzprofil

Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.

Topentscheidung

Für Gewinde und den offensten Datensatz

ALFRA (Alfra GmbH) Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612

ALFRA (Alfra GmbH)

Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612

Premium

Der einzige Hersteller des Vergleichs, der die beiden Magnetzahlen trennt: 16.000 N Haftkraft und 3.800 N nutzbare Werkzeugkraft bei 10 mm Materialstärke, beides in derselben Tabelle. Zwischen diesen Zahlen liegt der Faktor 4,2 – wer sie kennt, liest jede andere Haltekraftangabe dieses Vergleichs anders. Dazu der größte Kernbohrbereich des Felds mit 12,0 bis 50,0 mm, Gewindeschneiden bis M 20 mit offengelegtem Unterschied zwischen Gewindeschneidfutter und Gewindeschneidapparat, 170 mm Hub plus 100 mm Höhenverstellung und die einzige vollständige EG-Konformitätserklärung im Vergleich. Einzuplanen sind zwei Punkte: Die Spindel führt MK 2, Weldon-Kernbohrer brauchen also einen Adapter, und eine Garantiefrist veröffentlicht ALFRA nicht.

Magnethaltekraft laut Hersteller
16.000 N Haftkraft · getrennt ausgewiesene nutzbare Werkzeugkraft bei 10 mm Materialstärke: 3.800 N
Gewindeschneiden
M 3 bis M 14 mit Gewindeschneidfutter · M 3 bis M 20 mit Gewindeschneidapparat
Kernbohr-Durchmesser
12,0–50,0

Dafür

  • Einziger Hersteller des Vergleichs, der Haftkraft und nutzbare Kraft trennt: 16.000 N Magnethaftkraft und 3.800 N Werkzeugkraft bei 10 mm Materialstärke, beides in derselben Tabelle – Faktor 4,2 zwischen den beiden Zahlen
  • Einziges Gerät mit vollständiger EG-Konformitätserklärung im Dokument: EN 61029-1:2009, EN 60204-1, EN 60034-1 und -5, EN 55014-1/-2, EN 61000-3-2 und RoHS
  • Größter Kernbohrbereich des Felds zusammen mit RUKO (12,0 bis 50,0 mm) und Gewindeschneiden bis M 20 – mit offengelegtem Unterschied zwischen Gewindeschneidfutter (M 14) und Gewindeschneidapparat (M 20)
  • Größter Verstellweg im Feld: 170 mm Hub plus 100 mm Höhenverstellung des Schlittens, dazu Sanftanlauf, Vollwellenelektronik und Überlastschutz
Daten & Verfügbarkeit prüfenALFRA (Alfra GmbH) Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612, öffnet die Produktseite von schweissfachhandel24.de in einem neuen Tab

Direktlink zu schweissfachhandel24.de, kein Werbelink. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken in dieser Produktgruppe erheblich. Alle Daten zu diesem Modell

Ebenfalls in der engeren Wahl

Für Montage über Kopf und auf der Leiter

FEIN (C. & E. Fein GmbH) Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, Bestell-Nr. 7 270 94 61 00 0

FEIN (C. & E. Fein GmbH)

Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, Bestell-Nr. 7 270 94 61 00 0

Mittelklasse

Die leichteste Maschine des Vergleichs mit 10,80 kg nach EPTA-Procedure 01 – rund fünf Kilogramm weniger als RUKO und ALFRA. Dazu die dichteste Überwachung im Feld: Ein Stromsensor misst den Strom durch den Magnetfuß und schaltet den Motor ab, wenn keiner fließt, ein Personen-Schutzschalter PRCD mit dokumentierter Prüfroutine sichert die Zuleitung, und nach einer Stromunterbrechung läuft die Maschine nicht von selbst wieder an. Zurrgurt, Berührschutz, Kühlmitteltank und Zentrierstift liegen bei. Zu prüfen ist die Materialstärke: Unter 12 mm verlangt FEIN eine zusätzliche Stahlplatte, und das ist die höchste Untergrenze dieses Vergleichs.

Werkstücksicherung und Magnetüberwachung
Zurrgurt im Lieferumfang, keine Kette · Stromsensor überwacht den Magnetfuß und schaltet den Motor ab, wenn kein Strom durch den Magneten fließt · Personen-Schutzschalter PRCD mit RESET/TEST-Routine · Wiederanlaufschutz nach Stromunterbrechung · Berührschutz im Lieferumfang · Geräusch- und Schwingungswerte nach EN 62841
Werkzeugaufnahme der Spindel
3/4 in Weldon (19,05 mm), kein Bohrfutter im Lieferumfang
Aufstandsfläche des Magnetfußes
175 × 80

Dafür

  • Leichteste Maschine des Vergleichs mit 10,80 kg nach EPTA-Procedure 01 – rund fünf Kilogramm weniger als RUKO und ALFRA mit je 16,0 kg, was beim Heben auf einen Träger den Unterschied macht
  • Einziges Gerät im Feld mit Stromsensor-Überwachung des Magnetfußes: Fließt kein Strom durch den Magneten, schaltet die Maschine den Motor ab, statt sich auf den Bediener zu verlassen
  • Personen-Schutzschalter PRCD mit dokumentierter RESET/TEST-Prüfroutine und Wiederanlaufschutz nach Stromunterbrechung – beides nennt kein anderer Hersteller dieses Vergleichs
  • Weldon 3/4 in nimmt die im Kernbohrerhandel übliche Schaftform direkt auf; die Bohrer sind mit denen der Euroboor ECO.32 und der Evolution EVOMAG42 austauschbar
  • Garantie über den Regelfall hinaus verlängerbar: 2 Jahre für Verbraucher, 3 Jahre bei Registrierung unter my.FEIN.com innerhalb von 3 Monaten ab Kaufdatum
  • Berührschutz, Zurrgurt, Kühlmitteltank und Zentrierstift 100 mm liegen bei – der Start ohne Zukauf ist damit für das Kernbohren vollständig

Dagegen

  • Höchste Mindest-Materialstärke des Vergleichs: unter 12 mm verlangt die Betriebsanleitung eine zusätzliche Stahlplatte, während Euroboor ab 6 mm und ALFRA wie Evolution ab 10 mm freigeben
  • Zwei FEIN-Primärquellen, zwei Durchmesser: Die Spezifikationstabelle nennt 32 mm, der Anwendungsblock derselben Produktseite und dasselbe Datenblatt „Kernbohren Metall bis Ø 30 mm“ – geführt ist die Spezifikationstabelle, der Widerspruch bleibt
  • Kein Spiralbohren ab Werk und kein Gewindeschneiden: Die Aufnahme ist ausschließlich Weldon, ein Bohrfutter fehlt im Lieferumfang, und der Motor kennt nur Rechtslauf
  • Kürzester Hub im Feld mit 90 mm bei zugleich dem kleinsten Kernbohr-Ø – RUKO und ALFRA fahren 170 mm und bohren bis 50 mm

Für dünnes Material ab 6 mm

Euroboor (Euroboor B.V.) Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32

Euroboor (Euroboor B.V.)

Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32

Premium

Die einzige Maschine des Vergleichs, die Euroboor bereits ab 6 mm Stahl freigibt – die übrigen vier beginnen bei 10 oder 12 mm, oder sie nennen gar keine Grenze. Wer an Blechkonstruktionen statt an Trägern arbeitet, findet hier den halben Wert der FEIN. Dazu die einzige Sicherheitskette im Feld statt eines Gurts, 1 m mit Schloss und unter SAF.400 nachbestellbar, eine LED-Magnetanzeige, ein zweistufiger Magnet, 150 mm Hub und Spiralbohren von 1 bis 13 mm. Gegenzurechnen ist die Quellenlage: Eine Maschinen-Bohrtiefe veröffentlicht Euroboor nicht, und Lastdrehzahl wie Gewicht stehen in zwei eigenen Quellen unterschiedlich.

Mindest-Materialstärke des Werkstücks
6 · darunter schreibt das Handbuch eine Verstärkung vor · beste Wirkung des Magneten ab 10
Hub des Bohrschlittens
150
Spiralbohren mit Bohrfutter
1–13

Dafür

  • Niedrigste Mindest-Materialstärke des Vergleichs: Euroboor gibt Stahl ab 6 mm frei, während FEIN erst ab 12 mm ohne Zusatzplatte arbeitet – das ist der doppelte Wert
  • Einzige Maschine im Feld mit Sicherheitskette statt Gurt: 1 m mit Schloss, als Ersatzteil unter SAF.400 nachbestellbar, laut Handbuch bei jeder nicht-horizontalen Arbeit vorgeschrieben
  • LED-Magnetanzeige SensorTec und zweistufiger Magnet TempTec zeigen und begrenzen den Magnetzustand, statt ihn nur zu schalten
  • Zweitgrößter Hub des Vergleichs mit 150 mm und Spiralbohren von 1 bis 13 mm – die kleinen Löcher im selben Bauteil brauchen kein zweites Gerät
  • Weldon 19,05 mm nimmt die handelsübliche Schaftform direkt auf; Gehörschutz, Schutzbrille und Schutzhandschuhe liegen dem Karton bei

Dagegen

  • Keine Maschinen-Bohrtiefe veröffentlicht: Produktseite, Datenblatt und Handbuch nennen ausschließlich die Schnitttiefe der Kernbohrer im Zubehör – die vier anderen Hersteller geben 50 bis 55 mm an
  • Zwei Euroboor-Quellen, zwei Lastdrehzahlen: Datenblatt und Handbuch nennen 440 min⁻¹, die Eigenschaftsliste der Produktseite 400 min⁻¹ – geführt sind die 440, der Widerspruch bleibt
  • Dasselbe beim Gewicht: 11 kg laut Datenblatt und Produktseite mit der Fußnote „ohne Netzkabel und Griffe“, 12 kg laut Handbuch ohne Zusatz – dieselbe Maschine einmal netto, einmal brutto
  • Kein Gewindeschneiden und keine Drehzahlverstellung: ein Gang, nur Rechtslauf, und die Kaufseite ist eine Kategorieseite ohne echte Produktdetailseite
Daten & Verfügbarkeit prüfenEuroboor (Euroboor B.V.) Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32, öffnet die Produktseite von kernbohrmaschinen-euroboor.de in einem neuen Tab

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Für den größten Durchmesser im Einstieg

Evolution (Evolution Power Tools Ltd.) EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004

Evolution (Evolution Power Tools Ltd.)

EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004

Einsteiger

42 mm Kernbohr-Ø im Einstiegssegment, also 10 mm mehr als FEIN und Euroboor, dazu die längste Garantie des Vergleichs mit drei Jahren, die Evolution ausdrücklich für Magnetbohrmaschinen ausweist und von den eigenen übrigen Elektrowerkzeugen trennt. Die Haltekraft steht mit Bezugsdicke da – 1300 kg f bei 10 mm Scheibendicke –, was im Feld sonst nur ALFRA schafft. Der Magnet läuft zweistufig: 50 Prozent beim Ausrichten, volle Kraft erst wenn beide Schalter auf ON stehen. Einzuplanen ist die Drehzahl: 450 min⁻¹ in einem Gang ohne Regelung sind bei 42 mm der engste Punkt der Maschine.

Kernbohr-Durchmesser
42
Garantiedauer und Abwicklung
3 Jahre auf Magnetbohrmaschinen, vom Hersteller ausdrücklich getrennt von den übrigen Elektrowerkzeugen mit 2 Jahren · Abwicklung direkt über Evolution gegen Kaufbeleg und Seriennummer, Registrierung über evolutionpowertools.com/register
Drehzahlband, Gänge und Drehrichtung
450 im Leerlauf · 1 Gang, keine Drehzahlregelung · eine Lastdrehzahl gibt Evolution nicht an

Dafür

  • Größter Kernbohr-Ø unterhalb der beiden 50-mm-Maschinen: 42 mm, also 10 mm mehr als FEIN und Euroboor, bei zugleich niedrigstem Marktsegment des Vergleichs
  • Längste Garantie im Feld: 3 Jahre, vom Hersteller ausdrücklich für Magnetbohrmaschinen ausgewiesen und von den eigenen übrigen Elektrowerkzeugen mit 2 Jahren getrennt
  • Zweistufiger Magnet als Bedienlogik: 50 Prozent Haltekraft nach dem Einschalten, volle Kraft erst wenn Magnet- und Motorschalter beide auf ON stehen – das Ausrichten läuft mit reduzierter Kraft
  • Blockierschutz mit klarer Aufgabenteilung: Die Elektronik schaltet den Motor ab, der Magnet bleibt bestromt und hält die Maschine weiter am Werkstück
  • Einziges Gerät des Vergleichs, bei dem Kaufseite, Spezifikation und Bild beim Hersteller selbst liegen – Datenblatt und Bestellung stammen aus derselben Hand, Tragekoffer inbegriffen
  • Mit Bezugsdicke ausgewiesene Haltekraft: 1300 kg f bei 10 mm Scheibendicke, in derselben Tabellengruppe – das schafft im Feld sonst nur ALFRA

Dagegen

  • Kein Hub veröffentlicht: Weder Kaufseite noch Betriebsanleitung nennen einen, während RUKO und ALFRA je 170 mm und Euroboor 150 mm ausweisen
  • Höchste Anfangsdrehzahl des Vergleichs: 450 min⁻¹ in einem Gang ohne Regelung, gegenüber 100 min⁻¹ bei RUKO und ALFRA – bei 42 mm Kernbohr-Ø ist das der engste Punkt der Maschine
  • Kein Gewindeschneiden ausgewiesen und kein Drehrichtungsschalter in der Bedienübersicht; einen ausdrücklichen Satz „nicht möglich“ nennt Evolution allerdings nirgends
  • Eine Lastdrehzahl gibt der Hersteller nicht an – vergleichbar ist deshalb nur der Leerlaufwert, während FEIN und Euroboor beide Zahlen nennen
Daten & Verfügbarkeit prüfenEvolution (Evolution Power Tools Ltd.) EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004, öffnet die Produktseite von de-shop.evolutionpowertools.com in einem neuen Tab

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Vergleich auf einen Blick

Marktübersicht magnetbohrmaschine – Stand 2026-08-02
Für Direktvergleich auswählenProduktSegmentKernbohr-Durchmesser(mm)Werkzeugaufnahme der SpindelMindest-Materialstärke des Werkstücks(mm)Zum AnbieterAnbieter
FEIN (C. & E. Fein GmbH) Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, Bestell-Nr. 7 270 94 61 00 0FEIN (C. & E. Fein GmbH)Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, Bestell-Nr. 7 270 94 61 00 0DetailsMittelklasse32 mit HM- wie HSS-Kernbohrern · dieselbe Produktseite und dasselbe Datenblatt nennen im Anwendungsblock „Kernbohren Metall bis Ø 30 mm“3/4 in Weldon (19,05 mm), kein Bohrfutter im Lieferumfang12 · darunter schreibt die Betriebsanleitung eine zusätzliche Stahlplatte zur Verstärkung vorZum AngebotFEIN (C. & E. Fein GmbH) Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, Bestell-Nr. 7 270 94 61 00 0, öffnet die Produktseite von gotools.de in einem neuen Tab
Euroboor (Euroboor B.V.) Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32Euroboor (Euroboor B.V.)Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32DetailsPremium12–32Weldon 19,05 mm (3/4″)6 · darunter schreibt das Handbuch eine Verstärkung vor · beste Wirkung des Magneten ab 10Zum AngebotEuroboor (Euroboor B.V.) Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32, öffnet die Produktseite von kernbohrmaschinen-euroboor.de in einem neuen Tab
RUKO (RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge) Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RURUKO (RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge)Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RUDetailsMittelklasse12,0–50,0Morsekegel MK 2 · Weldon 3/4″ und Quick IN nur über Adapter aus dem Zubehörprogramm (108 108, 108 126, Aufnahmehalter 108 302-1 und 108 102-1)Bezugsgröße: 16.000 N Haftkraft auf 238,0 × 92,0 mm – die größte Magnetfläche des Vergleichs (Herstellerangabe: Geprüft wurden die RUKO-Produktseite magnetbohrmaschine-ru25-108025ru einschließlich der zweiten Pfadvariante unter kernbohrmaschinen sowie der Hauptkatalog Kernbohrtechnik_Magnetbohrmaschinen_de.pdf auf den Seiten 211 bis 213. Beide nennen die Haftkraft mit 16.000 N und die Aufstandsfläche mit 238,0 × 92,0 mm, aber keine Materialstärke. Die Bedienungsanleitung, die die Angabe enthalten könnte, liegt ausschließlich auf media.contorion.de und wurde auftragsgemäß nicht aufgerufen. — Haftkraft und Fläche sind das Belastbarste, was RUKO zum Magneten sagt – sie beschreiben, wie groß der Magnet ist, nicht, ab welcher Blechdicke er seine Kraft erreicht. Zur Einordnung: Die übrigen vier Hersteller des Vergleichs nennen Untergrenzen zwischen 6 und 12 mm. Das ist die Marktspanne dieser Bauform und ausdrücklich keine RUKO-Angabe; wer die RU25 an dünnem Blech einsetzen will, muss die Frage vor dem Kauf beim Hersteller klären.)Zum AngebotRUKO (RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge) Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RU, öffnet die Produktseite von werkzeugstore24.de in einem neuen Tab
ALFRA (Alfra GmbH) Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612ALFRA (Alfra GmbH)Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612DetailsPremium12,0–50,0Morsekegel MK 210 · als „Min. material thickness“ in derselben Tabelle wie die HaftkraftZum AngebotALFRA (Alfra GmbH) Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612, öffnet die Produktseite von schweissfachhandel24.de in einem neuen Tab
Evolution (Evolution Power Tools Ltd.) EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004Evolution (Evolution Power Tools Ltd.)EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004DetailsEinsteiger4219 mm Weldon-Schaft (3/4″)10 · als „Minimale Scheibendicke“ in derselben Tabellengruppe MAGNET wie die HaltekraftZum AngebotEvolution (Evolution Power Tools Ltd.) EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004, öffnet die Produktseite von de-shop.evolutionpowertools.com in einem neuen Tab

Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.

errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht istZu wenige Bewertungen für eine belastbare Angabe

Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.

Direktlinks auf die Produktseiten der Händler – keine Werbelinks, keine Provision. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.

Die Modelle im Einzelnen

Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

FEIN (C. & E. Fein GmbH)

Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, Bestell-Nr. 7 270 94 61 00 0

Mittelklasse

Die leichteste Maschine des Vergleichs mit der dichtesten Sicherheitsausstattung: 10,80 kg nach EPTA-Procedure 01, Stromsensor-Überwachung des Magnetfußes, Personen-Schutzschalter und Wiederanlaufschutz – ausgelegt auf Montageeinsätze, bei denen die Maschine zum Bauteil getragen wird.

Kaufentscheidung

Für den Montageeinsatz, bei dem die Maschine zum Bauteil kommt: Mit 10,80 kg nach EPTA-Procedure 01 ist die KBE 32 die leichteste des Vergleichs, rund fünf Kilogramm unter RUKO und ALFRA. Dazu die dichteste Überwachung im Feld – ein Stromsensor am Magnetfuß schaltet den Motor ab, wenn kein Strom fließt, dazu Personen-Schutzschalter und Wiederanlaufschutz.

Die Grenzen sind Durchmesser und Blechdicke. Der Kernbohr-Ø endet bei 32 mm, ein Bohrfutter fehlt, Gewindeschneiden ist nicht vorgesehen, und unter 12 mm Materialstärke verlangt FEIN eine zusätzliche Stahlplatte – die höchste Untergrenze hier. Wer 50 mm bohren oder Gewinde schneiden will, nimmt die ALFRA RB 50 B RL-E; für Bleche ab 6 mm die Euroboor ECO.32.

Kernbohr-Durchmesser (mm)
32 mit HM- wie HSS-Kernbohrern · dieselbe Produktseite und dasselbe Datenblatt nennen im Anwendungsblock „Kernbohren Metall bis Ø 30 mm“
Werkzeugaufnahme der Spindel
3/4 in Weldon (19,05 mm), kein Bohrfutter im Lieferumfang
Mindest-Materialstärke des Werkstücks (mm)
12 · darunter schreibt die Betriebsanleitung eine zusätzliche Stahlplatte zur Verstärkung vor
Magnethaltekraft laut Hersteller
10.000 N · Bezugsdicke des Werkstücks nicht angegeben
Drehzahlband, Gänge und Drehrichtung (min⁻¹)
450 unter Last, 700 im Leerlauf · 1 Gang, keine Drehzahlregelung, nur Rechtslauf
Aufstandsfläche des Magnetfußes (mm)
175 × 80

Dafür

  • Leichteste Maschine des Vergleichs mit 10,80 kg nach EPTA-Procedure 01 – rund fünf Kilogramm weniger als RUKO und ALFRA mit je 16,0 kg, was beim Heben auf einen Träger den Unterschied macht
  • Einziges Gerät im Feld mit Stromsensor-Überwachung des Magnetfußes: Fließt kein Strom durch den Magneten, schaltet die Maschine den Motor ab, statt sich auf den Bediener zu verlassen
  • Personen-Schutzschalter PRCD mit dokumentierter RESET/TEST-Prüfroutine und Wiederanlaufschutz nach Stromunterbrechung – beides nennt kein anderer Hersteller dieses Vergleichs
  • Weldon 3/4 in nimmt die im Kernbohrerhandel übliche Schaftform direkt auf; die Bohrer sind mit denen der Euroboor ECO.32 und der Evolution EVOMAG42 austauschbar
  • Garantie über den Regelfall hinaus verlängerbar: 2 Jahre für Verbraucher, 3 Jahre bei Registrierung unter my.FEIN.com innerhalb von 3 Monaten ab Kaufdatum
  • Berührschutz, Zurrgurt, Kühlmitteltank und Zentrierstift 100 mm liegen bei – der Start ohne Zukauf ist damit für das Kernbohren vollständig

Dagegen

  • Höchste Mindest-Materialstärke des Vergleichs: unter 12 mm verlangt die Betriebsanleitung eine zusätzliche Stahlplatte, während Euroboor ab 6 mm und ALFRA wie Evolution ab 10 mm freigeben
  • Zwei FEIN-Primärquellen, zwei Durchmesser: Die Spezifikationstabelle nennt 32 mm, der Anwendungsblock derselben Produktseite und dasselbe Datenblatt „Kernbohren Metall bis Ø 30 mm“ – geführt ist die Spezifikationstabelle, der Widerspruch bleibt
  • Kein Spiralbohren ab Werk und kein Gewindeschneiden: Die Aufnahme ist ausschließlich Weldon, ein Bohrfutter fehlt im Lieferumfang, und der Motor kennt nur Rechtslauf
  • Kürzester Hub im Feld mit 90 mm bei zugleich dem kleinsten Kernbohr-Ø – RUKO und ALFRA fahren 170 mm und bohren bis 50 mm
Euroboor (Euroboor B.V.) Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32
Daten & Verfügbarkeit prüfenEuroboor (Euroboor B.V.) Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32, öffnet die Produktseite von kernbohrmaschinen-euroboor.de in einem neuen Tab

Direktlink zu kernbohrmaschinen-euroboor.de. Kein Werbelink, keine Provision. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken stark.

Euroboor (Euroboor B.V.)

Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32

Premium

Die Maschine für dünnes Material: Euroboor gibt die ECO.32 als einziger Hersteller des Vergleichs bereits ab 6 mm Stahl frei und liefert eine Sicherheitskette statt eines Gurts – dazu 150 mm Hub und Spiralbohren von 1 bis 13 mm.

Kaufentscheidung

Die Maschine für dünnes Material: Euroboor gibt die ECO.32 ab 6 mm Stahl frei und nennt 10 mm als beste Wirkung des Magneten. Das ist die Hälfte dessen, was FEIN verlangt. Dazu die einzige Sicherheitskette des Vergleichs statt eines Gurts, unter SAF.400 nachbestellbar, 150 mm Hub und Spiralbohren von 1 bis 13 mm.

Die Grenze ist die Quellenlage. Eine Maschinen-Bohrtiefe veröffentlicht Euroboor nicht, und zwei eigene Dokumente widersprechen sich zweimal: 440 gegen 400 min⁻¹ unter Last, 11 gegen 12 kg. Gewindeschneiden ist ausgeschlossen, der Kernbohr-Ø endet bei 32 mm. Wer Gewinde bis M 20 braucht oder tiefer bohrt, findet beides bei der RUKO RU25 mit 55,0 mm Kernbohrtiefe.

Kernbohr-Durchmesser (mm)
12–32
Werkzeugaufnahme der Spindel
Weldon 19,05 mm (3/4″)
Mindest-Materialstärke des Werkstücks (mm)
6 · darunter schreibt das Handbuch eine Verstärkung vor · beste Wirkung des Magneten ab 10
Magnethaltekraft laut Hersteller
1.500 kg · Bezugsdicke des Werkstücks nicht angegeben
Drehzahlband, Gänge und Drehrichtung (min⁻¹)
440 unter Last laut Datenblatt und Handbuch, 400 laut Eigenschaftsliste der Produktseite · 775 im Leerlauf · 1 Gang, keine Drehzahlverstellung, nur Rechtslauf
Aufstandsfläche des Magnetfußes (mm)
160 × 80 × 42

Dafür

  • Niedrigste Mindest-Materialstärke des Vergleichs: Euroboor gibt Stahl ab 6 mm frei, während FEIN erst ab 12 mm ohne Zusatzplatte arbeitet – das ist der doppelte Wert
  • Einzige Maschine im Feld mit Sicherheitskette statt Gurt: 1 m mit Schloss, als Ersatzteil unter SAF.400 nachbestellbar, laut Handbuch bei jeder nicht-horizontalen Arbeit vorgeschrieben
  • LED-Magnetanzeige SensorTec und zweistufiger Magnet TempTec zeigen und begrenzen den Magnetzustand, statt ihn nur zu schalten
  • Zweitgrößter Hub des Vergleichs mit 150 mm und Spiralbohren von 1 bis 13 mm – die kleinen Löcher im selben Bauteil brauchen kein zweites Gerät
  • Weldon 19,05 mm nimmt die handelsübliche Schaftform direkt auf; Gehörschutz, Schutzbrille und Schutzhandschuhe liegen dem Karton bei

Dagegen

  • Keine Maschinen-Bohrtiefe veröffentlicht: Produktseite, Datenblatt und Handbuch nennen ausschließlich die Schnitttiefe der Kernbohrer im Zubehör – die vier anderen Hersteller geben 50 bis 55 mm an
  • Zwei Euroboor-Quellen, zwei Lastdrehzahlen: Datenblatt und Handbuch nennen 440 min⁻¹, die Eigenschaftsliste der Produktseite 400 min⁻¹ – geführt sind die 440, der Widerspruch bleibt
  • Dasselbe beim Gewicht: 11 kg laut Datenblatt und Produktseite mit der Fußnote „ohne Netzkabel und Griffe“, 12 kg laut Handbuch ohne Zusatz – dieselbe Maschine einmal netto, einmal brutto
  • Kein Gewindeschneiden und keine Drehzahlverstellung: ein Gang, nur Rechtslauf, und die Kaufseite ist eine Kategorieseite ohne echte Produktdetailseite
RUKO (RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge) Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RU
Daten & Verfügbarkeit prüfenRUKO (RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge) Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RU, öffnet die Produktseite von werkzeugstore24.de in einem neuen Tab

Direktlink zu werkzeugstore24.de. Kein Werbelink, keine Provision. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken stark.

RUKO (RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge)

Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RU

Mittelklasse

Die Maschine mit der größten Auflagefläche und dem breitesten Arbeitsbereich: 238 × 92 mm Aufstandsfläche, Kernbohren von 12,0 bis 50,0 mm, Gewindeschneiden M 3 bis M 20 und ab 100 min⁻¹ die niedrigste Drehzahl des Vergleichs.

Kaufentscheidung

Der größte Arbeitsbereich des Vergleichs: Kernbohren von 12,0 bis 50,0 mm, 55,0 mm Kernbohrtiefe, 170,0 mm Hub und mit 238,0 × 92,0 mm die größte Aufstandsfläche im Feld. Zwei Gänge mit Drehzahlregler beginnen bei 100 min⁻¹, dem niedrigsten Wert hier, und Rechts- wie Linkslauf machen Gewinde von M 3 bis M 20 möglich.

Die Grenze ist die Datenlage, nicht die Mechanik. RUKO nennt zu den 16.000 N keine Bezugsdicke, veröffentlicht keine Garantiefrist, führt statt einer EN-Norm nur „VDE CEE“ und sagt nichts zum Verhalten bei Stromunterbrechung. Wer denselben Arbeitsbereich mit ausgewiesener Materialstärke, ausgewiesener Werkzeugkraft und vollständiger Normenliste will, findet ihn bei der ALFRA RB 50 B RL-E.

Kernbohr-Durchmesser (mm)
12,0–50,0
Werkzeugaufnahme der Spindel
Morsekegel MK 2 · Weldon 3/4″ und Quick IN nur über Adapter aus dem Zubehörprogramm (108 108, 108 126, Aufnahmehalter 108 302-1 und 108 102-1)
Mindest-Materialstärke des Werkstücks (mm)
Bezugsgröße: 16.000 N Haftkraft auf 238,0 × 92,0 mm – die größte Magnetfläche des Vergleichs (Herstellerangabe: Geprüft wurden die RUKO-Produktseite magnetbohrmaschine-ru25-108025ru einschließlich der zweiten Pfadvariante unter kernbohrmaschinen sowie der Hauptkatalog Kernbohrtechnik_Magnetbohrmaschinen_de.pdf auf den Seiten 211 bis 213. Beide nennen die Haftkraft mit 16.000 N und die Aufstandsfläche mit 238,0 × 92,0 mm, aber keine Materialstärke. Die Bedienungsanleitung, die die Angabe enthalten könnte, liegt ausschließlich auf media.contorion.de und wurde auftragsgemäß nicht aufgerufen. — Haftkraft und Fläche sind das Belastbarste, was RUKO zum Magneten sagt – sie beschreiben, wie groß der Magnet ist, nicht, ab welcher Blechdicke er seine Kraft erreicht. Zur Einordnung: Die übrigen vier Hersteller des Vergleichs nennen Untergrenzen zwischen 6 und 12 mm. Das ist die Marktspanne dieser Bauform und ausdrücklich keine RUKO-Angabe; wer die RU25 an dünnem Blech einsetzen will, muss die Frage vor dem Kauf beim Hersteller klären.)
Magnethaltekraft laut Hersteller
16.000 N · Bezugsdicke des Werkstücks nicht angegeben
Drehzahlband, Gänge und Drehrichtung (min⁻¹)
100–250 im 1. Gang, 180–450 im 2. Gang · 2 Gänge mit Drehzahlregler, innerhalb des Gangs stufenlos · Rechts- und Linkslauf
Aufstandsfläche des Magnetfußes (mm)
238,0 × 92,0

Dafür

  • Größter Kernbohrbereich des Vergleichs zusammen mit ALFRA: 12,0 bis 50,0 mm, gegenüber 32 mm bei FEIN und Euroboor
  • Niedrigste Drehzahl im Feld zusammen mit ALFRA: 100 min⁻¹ im ersten Gang, innerhalb des Gangs stufenlos geregelt – ein Viertel dessen, wo die Evolution EVOMAG42 beginnt
  • Gewindeschneiden von M 3 bis M 20 durch Rechts- und Linkslauf, im Feld nur mit ALFRA geteilt
  • Größte Aufstandsfläche des Vergleichs mit 238,0 × 92,0 mm und größte Kernbohrtiefe mit 55,0 mm – die Maschine steht satter und bohrt tiefer als jede andere hier
  • MK 2 nimmt Kegelschaftbohrer nach DIN 345 bis 20,0 mm direkt auf, das Bohrfutter spannt von 1,0 bis 16,0 mm – der breiteste Spiralbohrbereich im Feld

Dagegen

  • Einziges Gerät des Vergleichs ohne veröffentlichte Mindest-Materialstärke: Weder Produktseite noch Hauptkatalog nennen eine Bezugsdicke zu den 16.000 N
  • Keine Garantiefrist veröffentlicht – belegt ist nur der Abwicklungsweg, während Evolution 3 Jahre und FEIN 2 bis 3 Jahre ausdrücklich nennen
  • Weldon-Kernbohrer passen nur über Adapter: Die Spindel führt MK 2, Aufnahmehalter und Adapter stehen im Zubehörprogramm und gehören zur Kalkulation
  • Schwächste Sicherheits- und Normenlage im Feld: „VDE CEE“ ohne EN-Norm, kein Not-Halt, keine Magnetüberwachung und kein Hinweis zum Verhalten bei Stromunterbrechung
ALFRA (Alfra GmbH) Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612
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ALFRA (Alfra GmbH)

Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612

Premium

Das Gerät mit dem offensten Datensatz des Vergleichs: ALFRA weist als einziger Hersteller die Magnethaftkraft und die daraus bei 10 mm Materialstärke nutzbare Werkzeugkraft getrennt aus – dazu Kernbohren bis 50,0 mm, Gewinde bis M 20 und eine vollständige EG-Konformitätserklärung.

Kaufentscheidung

Für den, der wissen will, was der Magnet trägt: ALFRA weist als einziger 16.000 N Haftkraft und 3.800 N nutzbare Werkzeugkraft bei 10 mm Materialstärke getrennt aus. Dazu Kernbohren bis 50,0 mm, Gewinde bis M 20 mit offengelegtem Unterschied der beiden Vorsätze, 170 mm Hub plus 100 mm Höhenverstellung und die einzige vollständige EG-Konformitätserklärung im Feld.

Zwei Punkte begrenzen das. Die Spindel führt MK 2, Weldon-Kernbohrer brauchen also einen Adapter – bei der FEIN KBE 32 und der Evolution EVOMAG42 passen sie direkt. Und mit 16,0 kg ist die RB 50 B RL-E zusammen mit der RUKO die schwerste hier; über Kopf ist die 10,80 kg leichte FEIN handlicher.

Kernbohr-Durchmesser (mm)
12,0–50,0
Werkzeugaufnahme der Spindel
Morsekegel MK 2
Mindest-Materialstärke des Werkstücks (mm)
10 · als „Min. material thickness“ in derselben Tabelle wie die Haftkraft
Magnethaltekraft laut Hersteller
16.000 N Haftkraft · getrennt ausgewiesene nutzbare Werkzeugkraft bei 10 mm Materialstärke: 3.800 N
Drehzahlband, Gänge und Drehrichtung (min⁻¹)
100–250 in Stufe 1, 180–450 in Stufe 2 · 2 Gänge mit Drehzahleinstellung · Rechts- und Linkslauf
Aufstandsfläche des Magnetfußes (mm)
238 × 92

Dafür

  • Einziger Hersteller des Vergleichs, der Haftkraft und nutzbare Kraft trennt: 16.000 N Magnethaftkraft und 3.800 N Werkzeugkraft bei 10 mm Materialstärke, beides in derselben Tabelle – Faktor 4,2 zwischen den beiden Zahlen
  • Einziges Gerät mit vollständiger EG-Konformitätserklärung im Dokument: EN 61029-1:2009, EN 60204-1, EN 60034-1 und -5, EN 55014-1/-2, EN 61000-3-2 und RoHS
  • Größter Kernbohrbereich des Felds zusammen mit RUKO (12,0 bis 50,0 mm) und Gewindeschneiden bis M 20 – mit offengelegtem Unterschied zwischen Gewindeschneidfutter (M 14) und Gewindeschneidapparat (M 20)
  • Größter Verstellweg im Feld: 170 mm Hub plus 100 mm Höhenverstellung des Schlittens, dazu Sanftanlauf, Vollwellenelektronik und Überlastschutz
  • Benennt als einziger ausdrücklich, was bei Stromausfall passiert: Die Magnethaftkraft bleibt nicht erhalten – deshalb ist der Sicherheitsgurt bei Wand- und Deckenbohrungen Pflicht
  • Bestellnummer 18612 ist bei Hersteller, Betriebsanleitung und Kaufseite identisch – der Abgleich ist eindeutig

Dagegen

  • Keine Garantiefrist veröffentlicht: Weder Produktseite noch Betriebsanleitung noch Serviceseite nennen eine Dauer, belegt ist nur der Abwicklungsweg über den Reparaturservice
  • Schwerste Maschine des Vergleichs zusammen mit RUKO: 16,0 kg gegenüber 10,80 kg bei der FEIN KBE 32 – über Kopf und auf der Leiter ist das der spürbare Unterschied
  • Weldon-Kernbohrer passen nur über einen Adapter, weil die Spindel MK 2 führt; wer bereits Weldon-Bohrer im Bestand hat, kalkuliert die Aufnahme mit
  • Der Hersteller verkauft nicht direkt – die Produktseite bietet ausschließlich „Request a quote“, Kaufweg und Herstellerdaten liegen damit bei zwei Unternehmen
Evolution (Evolution Power Tools Ltd.) EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004
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Evolution (Evolution Power Tools Ltd.)

EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004

Einsteiger

Der Einstieg mit dem größten Kernbohr-Ø unterhalb der beiden 50-mm-Maschinen: 42 mm, drei Jahre Garantie ausdrücklich für Magnetbohrmaschinen und ein zweistufiger Magnet, der erst mit beiden Schaltern auf ON die volle Haltekraft aufbaut.

Kaufentscheidung

Der Einstieg mit dem größten Durchmesser unterhalb der beiden 50er: 42 mm Kernbohr-Ø, 10 mm mehr als FEIN und Euroboor. Dazu drei Jahre Garantie, die längste hier, eine Haltekraft mit ausgewiesener Bezugsdicke von 10 mm und ein zweistufiger Magnet, der die volle Kraft erst aufbaut, wenn beide Schalter auf ON stehen.

Die Grenze ist der Antrieb. Ein Gang, 450 min⁻¹ im Leerlauf, keine Regelung, keine Lastdrehzahl veröffentlicht – bei 42 mm Kernbohr-Ø ist das der engste Punkt, und Gewindeschneiden weist Evolution nicht aus. Einen Hub nennt der Hersteller ebenfalls nicht. Wer bei großem Durchmesser weit heruntergehen muss, ist bei der RUKO RU25 oder der ALFRA mit 100 min⁻¹ besser aufgehoben.

Kernbohr-Durchmesser (mm)
42
Werkzeugaufnahme der Spindel
19 mm Weldon-Schaft (3/4″)
Mindest-Materialstärke des Werkstücks (mm)
10 · als „Minimale Scheibendicke“ in derselben Tabellengruppe MAGNET wie die Haltekraft
Magnethaltekraft laut Hersteller
1300 kg f · Bezugsdicke ausgewiesen: 10 mm Scheibendicke
Drehzahlband, Gänge und Drehrichtung (min⁻¹)
450 im Leerlauf · 1 Gang, keine Drehzahlregelung · eine Lastdrehzahl gibt Evolution nicht an
Aufstandsfläche des Magnetfußes (mm)
180 × 90 × 40

Dafür

  • Größter Kernbohr-Ø unterhalb der beiden 50-mm-Maschinen: 42 mm, also 10 mm mehr als FEIN und Euroboor, bei zugleich niedrigstem Marktsegment des Vergleichs
  • Längste Garantie im Feld: 3 Jahre, vom Hersteller ausdrücklich für Magnetbohrmaschinen ausgewiesen und von den eigenen übrigen Elektrowerkzeugen mit 2 Jahren getrennt
  • Zweistufiger Magnet als Bedienlogik: 50 Prozent Haltekraft nach dem Einschalten, volle Kraft erst wenn Magnet- und Motorschalter beide auf ON stehen – das Ausrichten läuft mit reduzierter Kraft
  • Blockierschutz mit klarer Aufgabenteilung: Die Elektronik schaltet den Motor ab, der Magnet bleibt bestromt und hält die Maschine weiter am Werkstück
  • Einziges Gerät des Vergleichs, bei dem Kaufseite, Spezifikation und Bild beim Hersteller selbst liegen – Datenblatt und Bestellung stammen aus derselben Hand, Tragekoffer inbegriffen
  • Mit Bezugsdicke ausgewiesene Haltekraft: 1300 kg f bei 10 mm Scheibendicke, in derselben Tabellengruppe – das schafft im Feld sonst nur ALFRA

Dagegen

  • Kein Hub veröffentlicht: Weder Kaufseite noch Betriebsanleitung nennen einen, während RUKO und ALFRA je 170 mm und Euroboor 150 mm ausweisen
  • Höchste Anfangsdrehzahl des Vergleichs: 450 min⁻¹ in einem Gang ohne Regelung, gegenüber 100 min⁻¹ bei RUKO und ALFRA – bei 42 mm Kernbohr-Ø ist das der engste Punkt der Maschine
  • Kein Gewindeschneiden ausgewiesen und kein Drehrichtungsschalter in der Bedienübersicht; einen ausdrücklichen Satz „nicht möglich“ nennt Evolution allerdings nirgends
  • Eine Lastdrehzahl gibt der Hersteller nicht an – vergleichbar ist deshalb nur der Leerlaufwert, während FEIN und Euroboor beide Zahlen nennen

Technische Daten im Detail

Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.

Tabelle seitlich scrollbar

KennwertFEIN (C. & E. Fein GmbH) Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, Bestell-Nr. 7 270 94 61 00 0FEIN (C. & E. Fein GmbH)Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, Bestell-Nr. 7 270 94 61 00 0Euroboor (Euroboor B.V.) Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32Euroboor (Euroboor B.V.)Magnetbohrmaschine ECO.32, Order code ECO.32RUKO (RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge) Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RURUKO (RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge)Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RUALFRA (Alfra GmbH) Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612ALFRA (Alfra GmbH)Rotabest® RB 50 B RL-E, Prod.-Nr. 18612Evolution (Evolution Power Tools Ltd.) EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004Evolution (Evolution Power Tools Ltd.)EVOMAG42 (S42MAG), SKU 095-0004
Datenlageveröffentlichte Kennwerte11 von 1211 von 1210 von 1211 von 1211 von 12
EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung
Kernbohr-Durchmesser(mm)Der erste Faktor des Vergleichs und der Grund, warum diese Bauform überhaupt gekauft wird: Sie ist die einzige im Cluster, die Löcher über 32 mm in Stahl beherrscht, ohne dass das Bauteil zur Maschine kommt. Das Feld spreizt von 32 mm (FEIN, Euroboor) über 42 mm (Evolution) bis 50 mm (RUKO, ALFRA), also um mehr als das Anderthalbfache. Zwei Hersteller führen zusätzlich eine Untergrenze mit: Euroboor, RUKO und ALFRA beginnen bei 12 mm, weil ein Kernbohrer unterhalb dieses Durchmessers keinen sinnvollen Ringspalt mehr schneidet. Bei FEIN steht der Wert in zwei eigenen Primärquellen unterschiedlich: Die Spezifikationstabelle nennt 32 mm als Maschinengrenze, der Anwendungsblock derselben Produktseite und dasselbe Datenblatt führen „Kernbohren Metall bis Ø 30 mm“ als Eignungsangabe. Geführt ist die Spezifikationstabelle mit 32 mm, die Abweichung steht im Wert und in den cons.32 mit HM- wie HSS-Kernbohrern · dieselbe Produktseite und dasselbe Datenblatt nennen im Anwendungsblock „Kernbohren Metall bis Ø 30 mm“12–3212,0–50,012,0–50,042
Werkzeugaufnahme der SpindelDer zweite Faktor des Vergleichs, und der Kennwert mit den größten Folgekosten: Er entscheidet, welche Kernbohrer ohne Adapter passen. Drei Maschinen nehmen den Weldon-Schaft 19,05 mm direkt auf (FEIN 3/4 in, Euroboor 19,05 mm, Evolution 19 mm) – das ist die im Kernbohrerhandel übliche Schaftform, und die Bohrer sind zwischen diesen drei Geräten austauschbar. RUKO und ALFRA führen Morsekegel MK 2. Der nimmt Spiralbohrer mit Kegelschaft direkt auf und überträgt beim Gewindeschneiden mehr Drehmoment, verlangt für Weldon-Kernbohrer aber einen Aufnahmehalter: RUKO führt ihn im Zubehörprogramm unter 108 302-1 beziehungsweise 108 102-1, dazu die Adapter 108 108 und 108 126. Wer bereits Kernbohrer im Bestand hat, liest diese Zeile vor allen anderen.3/4 in Weldon (19,05 mm), kein Bohrfutter im LieferumfangWeldon 19,05 mm (3/4″)Morsekegel MK 2 · Weldon 3/4″ und Quick IN nur über Adapter aus dem Zubehörprogramm (108 108, 108 126, Aufnahmehalter 108 302-1 und 108 102-1)Morsekegel MK 219 mm Weldon-Schaft (3/4″)
Mindest-Materialstärke des Werkstücks(mm)Der belastbarere der beiden Magnetkennwerte – und die Zahl, die im Handel fast nie steht. Ein Elektromagnet zieht seinen Fluss durch das Werkstück; ist das Blech zu dünn, sättigt es, und die Haltekraft bricht ein, ganz gleich, welche Zahl im Datenblatt steht. Vier der fünf Hersteller nennen eine Untergrenze, und sie unterscheiden sich deutlich: Euroboor ab 6 mm (darunter mit zusätzlicher Stahlplatte), ALFRA und Evolution ab 10 mm, FEIN ab 12 mm. Das ist eine Spanne von genau dem Doppelten und entscheidet, ob eine Maschine an einem 8-mm-Blech überhaupt eingesetzt werden darf. RUKO veröffentlicht dazu weder auf der Produktseite noch im Hauptkatalog etwas – dort steht ein gekennzeichneter Ersatzwert. Anders als die Haltekraftangabe meint dieser Wert bei allen fünf Herstellern dieselbe physikalische Größe; deshalb ist er die dritte Spalte der Vergleichstabelle.12 · darunter schreibt die Betriebsanleitung eine zusätzliche Stahlplatte zur Verstärkung vor6 · darunter schreibt das Handbuch eine Verstärkung vor · beste Wirkung des Magneten ab 10Bezugsgröße: 16.000 N Haftkraft auf 238,0 × 92,0 mm – die größte Magnetfläche des Vergleichs (Herstellerangabe: Geprüft wurden die RUKO-Produktseite magnetbohrmaschine-ru25-108025ru einschließlich der zweiten Pfadvariante unter kernbohrmaschinen sowie der Hauptkatalog Kernbohrtechnik_Magnetbohrmaschinen_de.pdf auf den Seiten 211 bis 213. Beide nennen die Haftkraft mit 16.000 N und die Aufstandsfläche mit 238,0 × 92,0 mm, aber keine Materialstärke. Die Bedienungsanleitung, die die Angabe enthalten könnte, liegt ausschließlich auf media.contorion.de und wurde auftragsgemäß nicht aufgerufen. — Haftkraft und Fläche sind das Belastbarste, was RUKO zum Magneten sagt – sie beschreiben, wie groß der Magnet ist, nicht, ab welcher Blechdicke er seine Kraft erreicht. Zur Einordnung: Die übrigen vier Hersteller des Vergleichs nennen Untergrenzen zwischen 6 und 12 mm. Das ist die Marktspanne dieser Bauform und ausdrücklich keine RUKO-Angabe; wer die RU25 an dünnem Blech einsetzen will, muss die Frage vor dem Kauf beim Hersteller klären.)10 · als „Min. material thickness“ in derselben Tabelle wie die Haftkraft10 · als „Minimale Scheibendicke“ in derselben Tabellengruppe MAGNET wie die Haltekraft
Magnethaltekraft laut HerstellerDer Kennwert, an dem dieser Vergleich hängt – und der einzige, der zwischen den Herstellern nicht vergleichbar ist. Drei Gründe stehen dagegen: Erstens zwei Einheiten, drei Hersteller rechnen in Newton, zwei in Kilogramm beziehungsweise Kilogramm-Kraft. Zweitens fehlt bei drei von fünf die Bezugsdicke des Werkstücks, ohne die eine Haltekraft nicht prüfbar ist – derselbe Magnet hält auf 25 mm Stahl ein Vielfaches dessen, was er auf 6 mm hält. Drittens, und am wichtigsten: ALFRA weist als einziger zwei verschiedene Größen getrennt aus, die Haftkraft des Magneten mit 16.000 N und die daraus bei 10 mm Materialstärke nutzbare Werkzeugkraft mit 3.800 N. Zwischen beiden liegt der Faktor 4,2. Wer die große Zahl als Belastbarkeit liest, liegt um mehr als das Vierfache daneben – und das gilt für jedes Gerät dieser Zeile, nicht nur für das eine, das es ausspricht. Die Zeile sagt also, was der Hersteller behauptet; sie sagt nicht, welche Maschine fester hält.10.000 N · Bezugsdicke des Werkstücks nicht angegeben1.500 kg · Bezugsdicke des Werkstücks nicht angegeben16.000 N · Bezugsdicke des Werkstücks nicht angegeben16.000 N Haftkraft · getrennt ausgewiesene nutzbare Werkzeugkraft bei 10 mm Materialstärke: 3.800 N1300 kg f · Bezugsdicke ausgewiesen: 10 mm Scheibendicke
Drehzahlband, Gänge und Drehrichtung(min⁻¹)Diese Zeile trennt das Feld sauber in zwei Hälften und entscheidet zugleich über den Kennwert darunter. Drei Maschinen haben einen Gang ohne Regelung und ausschließlich Rechtslauf: FEIN 700 im Leerlauf und 450 unter Last, Euroboor 775 im Leerlauf und 440 unter Last, Evolution 450 im Leerlauf. Zwei haben zwei Gänge mit Drehzahlregler und Rechts-/Linkslauf: RUKO und ALFRA fahren beide 100 bis 250 in der ersten und 180 bis 450 in der zweiten Stufe. Der untere Wert ist der entscheidende – je größer der Kernbohrer und je zäher der Werkstoff, desto langsamer muss die Spindel laufen. Mit 100 min⁻¹ kommen RUKO und ALFRA auf ein Viertel dessen, wo Evolution beginnt, und genau diese Hälfte des Felds kann Gewinde schneiden, weil sie linksherum wieder herausfährt.450 unter Last, 700 im Leerlauf · 1 Gang, keine Drehzahlregelung, nur Rechtslauf440 unter Last laut Datenblatt und Handbuch, 400 laut Eigenschaftsliste der Produktseite · 775 im Leerlauf · 1 Gang, keine Drehzahlverstellung, nur Rechtslauf100–250 im 1. Gang, 180–450 im 2. Gang · 2 Gänge mit Drehzahlregler, innerhalb des Gangs stufenlos · Rechts- und Linkslauf100–250 in Stufe 1, 180–450 in Stufe 2 · 2 Gänge mit Drehzahleinstellung · Rechts- und Linkslauf450 im Leerlauf · 1 Gang, keine Drehzahlregelung · eine Lastdrehzahl gibt Evolution nicht an
Aufstandsfläche des Magnetfußes(mm)Diese Zeile steht an der Stelle, an der bei einer Ständerbohrmaschine die Ausladung stünde – eine Ausladung gibt es bei dieser Bauform nicht, weil die Maschine auf dem Werkstück steht und nicht auf einem Ausleger. Keiner der fünf Hersteller führt eine Größe „Spindelmitte bis Säule“; alle fünf bemaßen stattdessen den Magnetfuß. Der begrenzende Faktor ist damit nicht die Reichweite über dem Werkstück, sondern die Fläche, die der Magnet darauf braucht: Auf einem Trägerflansch von 100 mm Breite entscheidet die schmale Seite darüber, ob die Maschine überhaupt aufgesetzt werden kann. Hier reicht das Feld von 80 mm (FEIN, Euroboor) über 90 mm (Evolution) bis 92 mm (RUKO, ALFRA), in der Länge von 160 mm bis 238 mm. Die große Fläche hält besser und braucht mehr Platz – beides in derselben Zahl.175 × 80160 × 80 × 42238,0 × 92,0238 × 92180 × 90 × 40
Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend
GewindeschneidenDie zweite Nutzungsart neben dem Kernbohren, und sie hängt an zwei Voraussetzungen zugleich: Linkslauf zum Herausfahren und eine Drehzahl, die weit genug heruntergeht. Beides haben in diesem Feld nur RUKO und ALFRA, beide mit M 3 bis M 20. ALFRA ist der einzige Hersteller, der offenlegt, dass das von zwei verschiedenen Vorsätzen abhängt: mit Gewindeschneidfutter bis M 14, mit Gewindeschneidapparat bis M 20. Bei den drei Rechtslauf-Maschinen ist die Lage unterschiedlich belegt: FEIN nennt in der Bestimmung des Elektrowerkzeugs ausschließlich Kernbohren, Euroboor führt die Zeile „Threading“ im Handbuch mit einem Strich, Evolution kennt in der Spezifikation gar keine solche Zeile. Bei Evolution ist das eine Schlussfolgerung aus einer Drehzahlstufe und einer Bedienübersicht ohne Drehrichtungsschalter, kein ausdrücklicher Herstellersatz – so steht es auch im Wert.nicht vorgesehen · die Bestimmung des Elektrowerkzeugs nennt ausschließlich Kernbohren, der Motor kennt nur Rechtslaufnicht möglich · das Handbuch führt die Zeile „Threading“ mit einem Strich, die Maschine hat nur Rechtslauf und keine DrehzahlverstellungM 3 bis M 20M 3 bis M 14 mit Gewindeschneidfutter · M 3 bis M 20 mit Gewindeschneidapparatnicht ausgewiesen · die Spezifikation kennt keine Zeile „Tapping/Threading“, die Maschine hat 1 Drehzahlstufe und in der Bedienübersicht keinen Drehrichtungsschalter
Kernbohrtiefe in einem Zug(mm)Wie dick das Material sein darf, das in einem Zug durchbohrt wird. Vier Hersteller nennen 50 bis 55 mm, was für die meisten Träger, Flansche und Blechpakete reicht; RUKO liegt mit 55,0 mm vorn und nennt es „Schnitttiefe“. Euroboor veröffentlicht für die ECO.32 keine Maschinen-Bohrtiefe – dort steht ein gekennzeichneter Ersatzwert, weil die im Zubehör angegebenen 30 und 35 mm die Schnitttiefe der Kernbohrer sind und nicht die der Maschine. Gegenzurechnen ist immer der Hub: Er muss die Kernbohrtiefe zuzüglich Anschnitt und Auswurfweg des Kerns hergeben.50Bezugsgrößen: Hub 150 mm · Schnitttiefe der Kernbohrer im Zubehör HSS 30 mm und TCT 35 mm (Herstellerangabe: Geprüft wurden die Euroboor-Produktseite magnetbohrmaschine-32-mm-220-v mit vollständig gelesener Eigenschaftsliste, das Datenblatt ECO32_DE.pdf und die Technische-Daten-Tabelle des Handbuchs Manual ECO.32 2WM EN 1.3. Eine Maschinen-Bohrtiefe steht in keiner der drei Quellen; angegeben ist ausschließlich der Hub von 150 mm sowie im Zubehörblock die Schnitttiefe der Kernbohrer selbst. — Die Schnitttiefe eines Kernbohrers ist nicht die Bohrtiefe der Maschine – sie ist eine Eigenschaft des Werkzeugs und begrenzt die Maschine nur nach unten. Belastbar ist deshalb nur, dass Euroboor Kernbohrer bis 35 mm Schnitttiefe zum Gerät anbietet; die vier anderen Hersteller nennen 50 bis 55 mm Maschinenbohrtiefe ausdrücklich.)55,050,050
Spiralbohren mit Bohrfutter(mm)Ob die Maschine neben dem Kernbohrer auch einen normalen Spiralbohrer aufnimmt, entscheidet darüber, ob für die kleinen Löcher im selben Bauteil ein zweites Gerät nötig ist. Die beiden MK-2-Maschinen können am meisten: RUKO und ALFRA spannen 1,0 bis 16,0 mm im Bohrfutter und nehmen Kegelschaftbohrer nach DIN 345 bis 20,0 mm direkt in der Spindel auf. Euroboor nennt 1 bis 13 mm, Evolution 13 mm über ein mitgeliefertes Dreibackenfutter. FEIN veröffentlicht dazu nichts und liefert kein Bohrfutter mit – dort steht ein gekennzeichneter Ersatzwert.kein Spiralbohren ab Werk · Aufnahme ausschließlich 3/4 in Weldon, kein Bohrfutter im Lieferumfang (Herstellerangabe: Geprüft wurden die FEIN-Produktseite kbe-32-72709461000 mit ihrer zwölfzeiligen Spezifikationstabelle (Nennaufnahme, Leistungsabgabe, Kernbohreraufnahme, Last- und Leerlaufdrehzahl, HM-Ø, HSS-Ø, Bohrtiefe, Hub, Magnet-Haltekraft, Magnetfuß, Kabel, Gewicht), das Produkt-Datenblatt-PDF desselben Datensatzes und die Originalbetriebsanleitung ZBA_34101350060_KBE_32. Ein Spiralbohr-Durchmesser steht in keiner der drei Quellen; der Lieferumfang führt Kühlmitteltank, Zurrgurt, Zentrierstift 100 mm, Berührschutz und Innensechskantschlüssel 5 mm – kein Bohrfutter. — Dass Spiralbohren gar nicht möglich sei, sagt FEIN nicht ausdrücklich – das ist eine Schlussfolgerung aus Werkzeugaufnahme und Lieferumfang. Praktisch bedeutet es: Für Löcher unterhalb des Kernbohrbereichs ist ein Weldon-Bohrfutter zuzukaufen, während RUKO und ALFRA 1,0 bis 16,0 mm ab Werk spannen und Evolution ein Dreibackenfutter mitliefert.)1–131,0–16,0 im Bohrfutter · nach DIN 338/1897 max. 16,0 · nach DIN 345 über den MK-2-Direktschaft max. 20,01,0–16,0 mit Schnellspannfutter · mit MK 2 direkt nach DIN 345 bis 20,013 · über das mitgelieferte Dreibackenfutter
Hub des Bohrschlittens(mm)Der Weg, den die Spindel in einem Zug fährt. Er muss die Kernbohrtiefe zuzüglich Anschnitt und Auswurf des Kerns hergeben, und er entscheidet, wie oft der Magnet für ein Loch gelöst und neu gesetzt werden muss. Die Spanne ist groß: FEIN 90 mm, Euroboor 150 mm, RUKO und ALFRA je 170 mm, wobei ALFRA zusätzlich 100 mm Höhenverstellung des Schlittens ausweist. Evolution veröffentlicht keinen Hub, weder auf der Kaufseite noch in der Betriebsanleitung – dort steht ein gekennzeichneter Ersatzwert.90150170,0170 · zusätzlich 100 Höhenverstellung des SchlittensBezugsgrößen: max. Schnitttiefe 50 mm · Maschinenhöhe von 420 bis 654 mm (Herstellerangabe: Geprüft wurden der Spezifikationsblock der Kaufseite evolution-evomag42-42mm-magnetbohrmaschine, der bei diesem Gerät zugleich Herstellerquelle ist, sowie die Originalbetriebsanleitung web_evomag42_eng.pdf in den Abschnitten SPECIFICATIONS und DIMENSIONS, beide vollständig gelesen. Ein Hub steht in keiner der beiden Quellen; angegeben sind die maximale Schnitttiefe mit 50 mm und die minimale wie maximale Maschinenhöhe mit 420 und 654 mm. — Die 50 mm Schnitttiefe sind die untere Grenze dessen, was der Hub leisten muss – sonst wäre die Tiefe nicht erreichbar. Die Differenz der beiden Maschinenhöhen ist dagegen die Höhenverstellung des Bohrschlittens und ausdrücklich nicht der Hub; sie hier als solchen zu führen wäre eine Erfindung. Zum Vergleich: FEIN nennt 90 mm, Euroboor 150 mm, RUKO und ALFRA je 170 mm.)
Werkstücksicherung und MagnetüberwachungDer Magnet allein ist bei keinem der fünf Geräte die Sicherung – alle fünf Hersteller schreiben zusätzlich einen Gurt oder eine Kette vor, und zwei sagen ausdrücklich, dass diese den Magneten nicht ersetzt. Die Zeile trennt darüber hinaus, was die Maschine selbst überwacht: FEIN misst den Strom durch den Magnetfuß und schaltet den Motor ab, wenn keiner fließt, dazu Personen-Schutzschalter und Wiederanlaufschutz. Euroboor zeigt den Magnetzustand über eine LED und fährt den Magneten zweistufig, Evolution ebenfalls zweistufig mit 50 Prozent Haltekraft, bis Magnet- und Motorschalter beide auf ON stehen. ALFRA benennt als einziger den Fall, der alle betrifft: Bei Stromunterbrechung bleibt die Haftkraft nicht erhalten. RUKO führt in Produktseite und Katalog dazu nichts.Zurrgurt im Lieferumfang, keine Kette · Stromsensor überwacht den Magnetfuß und schaltet den Motor ab, wenn kein Strom durch den Magneten fließt · Personen-Schutzschalter PRCD mit RESET/TEST-Routine · Wiederanlaufschutz nach Stromunterbrechung · Berührschutz im Lieferumfang · Geräusch- und Schwingungswerte nach EN 62841Sicherheitskette 1 m mit Schloss (Ersatzteil-Nr. SAF.400) im Lieferumfang, laut Handbuch bei jeder nicht-horizontalen Arbeit vorgeschrieben und ausdrücklich kein Ersatz für den Magneten · Schutzabdeckung · LED-Magnetanzeige SensorTec · 2-Stufen-Magnet TempTec · Schutzklasse I (geerdet) nach EN 61029-1Sicherheitsgurt im Lieferumfang, keine Kette · höhenverstellbare Antriebseinheit mit doppelter Schwalbenschwanzführung · Zertifizierung „VDE CEE“, eine EN-Norm nennt der Datensatz nicht · kein Not-Halt, keine Magnetüberwachung und kein Hinweis zum Verhalten bei Stromunterbrechung in Produktseite und KatalogSicherheitsgurt im Lieferumfang, bei Wand- und Deckenbohrungen ausdrücklich vorgeschrieben, weil die Magnethaftkraft bei Stromunterbrechung nicht erhalten bleibt · Sanftanlauf, Vollwellenelektronik, Überlastschutz · Warnung für Träger von Herzschrittmachern · Geräuschemission 92 dB(A) in 300 mm Abstand · EG-Konformitätserklärung mit EN 61029-1:2009, EN 60204-1, EN 60034-1, EN 60034-5, EN 55014-1/-2, EN 61000-3-2 und RoHS 2011/65/EUSicherheitsgurt oder Sicherheitskette bei jedem Bohrvorgang vorgeschrieben und ausdrücklich kein Ersatz für den Magneten · 2-Stufen-Magnet: 50 Prozent Haltekraft nach Magnet-Ein, volle Kraft erst wenn Magnet- und Motorschalter beide auf ON stehen · die Elektronik schaltet bei Blockieren den Motor ab, der Magnet bleibt bestromt · 10-A-Trägsicherung · Schutzabdeckung · Isolationsklasse 1 · Messwerte nach BS EN 61029-1:2009, Sicherheitshinweise nach BS EN 60745-1:2009
Garantiedauer und AbwicklungBei einer Maschine, die über Kopf an einem Träger hängt und deren Magnet ein Verschleißteil mit Elektronik ist, ist die Garantiefrist ein Kaufargument – und sie streut hier von einem bis drei Jahren. Evolution führt für Magnetbohrmaschinen ausdrücklich drei Jahre und trennt sie damit von den eigenen übrigen Elektrowerkzeugen mit zwei. FEIN gibt zwei Jahre und verlängert auf drei, wenn der Käufer sich innerhalb von drei Monaten unter my.FEIN.com registriert; Euroboor gibt zwölf Monate und verdoppelt sie bei Produktregistrierung. RUKO und ALFRA veröffentlichen keine Frist – bei beiden steht ein gekennzeichneter Ersatzwert, der den belegten Abwicklungsweg nennt.2 Jahre für Verbraucher, auf 3 Jahre verlängerbar bei Registrierung unter my.FEIN.com innerhalb von 3 Monaten ab Kaufdatum · Abwicklung über Verkäufer oder FEIN-Garantiewerkstatt gegen Original-Kaufbeleg12 Monate ab Kaufdatum, durch Produktregistrierung auf euroboor.com auf insgesamt 24 Monate verlängerbar · Service über den offiziellen Euroboor-VertriebskanalAbwicklung über Reklamationsformular auf ruko.de oder info@ruko.de · Anwendungstechnik werktags 7:30–16 Uhr (Herstellerangabe: Geprüft wurden Produktseite, Hauptkatalog und die Serviceangaben im Fuß der Produktseite; die vermutete Unterseite ruko.de/de/service/ liefert 404. Eine Garantiefrist nennt keine dieser Quellen. Belegt ist dagegen der vollständige Abwicklungsweg mit Reklamationsformular, der Adresse info@ruko.de und der Anwendungstechnik unter +49 (7031) 6800-0, werktags von 7:30 bis 16 Uhr. — Ein belegter Abwicklungsweg ist keine Frist: Er sagt, an wen sich der Käufer wendet, nicht wie lange. Im Feld reicht die Spanne von 12 Monaten (Euroboor, verdoppelbar) bis 3 Jahren (Evolution); wer die Frist als Kaufargument braucht, muss sie bei RUKO vor der Bestellung schriftlich erfragen.)Abwicklung über den ALFRA-Reparaturservice, reparaturservice@alfra.de oder +49 6205 3051-0 · Rechnungskopie beilegen (Herstellerangabe: Geprüft wurden die ALFRA-Produktseite rb-50-b-rl-e, die viersprachige Betriebsanleitung ALFRA_BA_RB50B_RL-E_DeEnFrEs_1122__18612.pdf im vollständigen deutschen Teil einschließlich EG-Konformitätserklärung sowie die Serviceseite Reparatur- und Prüfungsservice. Keine der drei Quellen nennt eine Garantiefrist. Belegt ist der Abwicklungsweg samt Anweisung „Im Garantiefall bitte eine Kopie der Rechnung beilegen“ mit Adresse und Rufnummer des Reparaturservices. — Die Anweisung, die Rechnungskopie beizulegen, setzt einen Garantiefall voraus – sie sagt aber nicht, wie lange er eintreten kann. Das ist eine Bedienvorschrift, keine Frist. Im Feld nennen drei von fünf Herstellern eine Dauer, von 12 Monaten bei Euroboor bis 3 Jahren bei Evolution; bei ALFRA gehört die Frage vor die Bestellung.)3 Jahre auf Magnetbohrmaschinen, vom Hersteller ausdrücklich getrennt von den übrigen Elektrowerkzeugen mit 2 Jahren · Abwicklung direkt über Evolution gegen Kaufbeleg und Seriennummer, Registrierung über evolutionpowertools.com/register

errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist

Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.

Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.

Vor der Bestellung einplanen

Eine Magnetbohrmaschine ist ein Gerät mit Verbrauchsmaterial, Schaftbindung und einer Sicherungspflicht, die in jeder der fünf Betriebsanleitungen steht. Diese sechs Posten entscheiden darüber, ob die Maschine am vorgesehenen Bauteil überhaupt eingesetzt werden darf.

Kernbohrer und ihre Schaftform
Dreimal Weldon 19,05 mm, zweimal MK 2 mit Adapter
Der Kernbohrer ist das Verbrauchsmaterial dieser Bauform – er stumpft, und er wird nachgekauft, solange die Maschine läuft. Deshalb ist die Schaftform der Posten mit den höchsten Folgekosten. FEIN (3/4 in Weldon), Euroboor (19,05 mm) und Evolution (19 mm) nehmen dieselbe handelsübliche Schaftform direkt auf; ein Bohrersatz passt zwischen diesen drei Maschinen. RUKO und ALFRA führen Morsekegel MK 2 in der Spindel: Der nimmt Kegelschaftbohrer nach DIN 345 direkt auf und überträgt beim Gewindeschneiden mehr Drehmoment, verlangt für Weldon-Kernbohrer aber einen Aufnahmehalter. RUKO führt ihn im Zubehörprogramm unter 108 302-1 und 108 102-1, dazu die Adapter 108 108 und 108 126. Wer bereits Weldon-Bohrer im Bestand hat, rechnet diese Position bei den beiden MK-2-Maschinen mit ein. Zweiter Posten desselben Kennwerts ist der Zentrierstift, der den Kern auswirft: FEIN liefert ihn mit 100 mm Länge mit, ALFRA legt einen Ersatz-Auswerferstift bei.
Sicherungskette oder Sicherungsgurt
Bei allen fünf Geräten vorgeschrieben, nie ein Ersatz für den Magneten
Alle fünf Hersteller schreiben eine mechanische Sicherung zusätzlich zum Magneten vor, und zwei sagen ausdrücklich, dass sie ihn nicht ersetzt. Euroboor liefert als einziger eine Kette: 1 m mit Schloss, als Ersatzteil unter SAF.400 nachbestellbar, laut Handbuch bei jeder nicht-horizontalen Arbeit zu verwenden. FEIN legt einen Zurrgurt bei, RUKO und ALFRA je einen Sicherheitsgurt, Evolution nennt Gurt oder Kette und fordert sie bei jedem Bohrvorgang. ALFRA verlangt sie ausdrücklich bei Wand- und Deckenbohrungen und nennt auch den Grund. Praktisch heißt das: Die Sicherung wird an einem tragfähigen Punkt des Bauteils angeschlagen, nicht an der Maschine allein – und wer das Gerät gebraucht kauft oder ohne Karton übernimmt, prüft zuerst, ob Gurt oder Kette überhaupt dabei sind.
Kühlung und Schneidöl
Kühlmitteltank nur bei FEIN im Lieferumfang belegt
Ein Kernbohrer schneidet nur an der Ringschneide, und dort entsteht die gesamte Wärme des Vorgangs – ohne Kühlung sinkt die Standzeit, und der Bohrer läuft im Schnitt fest. Im Lieferumfang ausgewiesen ist ein Kühlmitteltank in den geprüften Quellen nur bei der FEIN KBE 32, gemeinsam mit dem Zentrierstift 100 mm, durch den das Mittel zur Schneide geführt wird. Für Euroboor, RUKO, ALFRA und Evolution nennt keine der geprüften Herstellerquellen einen Tank; das ist die Quellenlage und keine Aussage darüber, dass ohne Kühlung gearbeitet werden dürfte. Einzuplanen sind deshalb Kühlmittel und, bei Über-Kopf- oder Wandbohrungen, eine Form der Zuführung, die nicht auf Schwerkraft angewiesen ist – hier arbeiten Praktiker mit Schneidpaste statt mit Emulsion. Der zweite Posten ist die Entsorgung: Emulsion gehört nicht in den Ausguss.
Mindest-Materialstärke des Werkstücks
6 mm bis 12 mm – und einmal gar keine Angabe
Der Posten, an dem eine Bestellung am häufigsten am falschen Gerät scheitert. Ein Elektromagnet zieht seinen Fluss durch das Werkstück; ist das Blech zu dünn, sättigt es, und die Haltekraft bricht ein, ganz gleich, welche Zahl im Datenblatt steht. Euroboor gibt ab 6 mm frei und nennt 10 mm als beste Wirkung, ALFRA und Evolution nennen je 10 mm, FEIN verlangt ab 12 mm keine Zusatzmaßnahme und schreibt darunter eine zusätzliche Stahlplatte unter dem Werkstück vor. RUKO veröffentlicht dazu weder auf der Produktseite noch im Hauptkatalog etwas. Wer überwiegend an Blechen unter 10 mm arbeitet, klärt diese Zeile vor allen anderen; wer an Trägern und Flanschen ab 15 mm bohrt, kann sie für alle fünf Geräte abhaken.
Stromausfall und Restmagnetismus
Die Haftkraft bleibt bei Stromunterbrechung nicht erhalten
Der Elektromagnet dieser Bauform hält nur, solange er bestromt ist – ALFRA schreibt diesen Satz als einziger Hersteller des Felds ausdrücklich in die Betriebsanleitung und begründet damit die Gurtpflicht bei Wand- und Deckenbohrungen. Was bei Stromausfall bleibt, ist Restmagnetismus, und der trägt keine Maschine. Die fünf Geräte gehen damit unterschiedlich um: FEIN überwacht den Strom durch den Magnetfuß mit einem Sensor und schaltet den Motor ab, wenn keiner fließt, und läuft nach einer Unterbrechung nicht von selbst wieder an. Euroboor zeigt den Magnetzustand über eine LED, Evolution baut die Haltekraft zweistufig auf und lässt bei blockiertem Bohrer den Magneten bestromt, während die Elektronik den Motor abschaltet. RUKO nennt in Produktseite und Katalog dazu nichts. Praktisch bedeutet das: Verlängerungsleitung und Anschlusspunkt gehören zur Sicherheitsplanung, nicht zur Bequemlichkeit.
Gewicht, Leistung und Transport
Von 10,80 kg bis 16,0 kg, viermal 1.200 W
Die Maschine wird zum Bauteil getragen, oft auf einer Leiter oder einem Gerüst – deshalb ist das Gewicht hier eine Arbeitsgröße und keine Randnotiz. FEIN 10,80 kg nach EPTA-Procedure 01, Evolution 12 kg, RUKO und ALFRA je 16,0 kg. Bei Euroboor stehen zwei Zahlen in zwei eigenen Quellen: 11 kg laut Datenblatt und Produktseite mit der Fußnote „ohne Netzkabel und Griffe“, 12 kg laut Handbuch ohne Zusatz – dieselbe Maschine einmal netto, einmal brutto. Die Anschlusswerte trennen dagegen kaum: FEIN, RUKO, ALFRA und Evolution nennen je 1.200 W, Euroboor 1.000 W Motor- und 1.050 W Gesamtleistung. FEIN weist zusätzlich 770 W Abgabeleistung aus, Evolution 230 V bei 5 A – alle fünf laufen an 230 V, ein Drehstromanschluss ist bei keinem Gerät nötig.

Alle Kennwerte aus Produktseiten, Datenblättern, Originalbetriebsanleitungen, Hauptkatalogen und Garantiebedingungen der jeweiligen Hersteller; Lieferbarkeit und Kaufweg von den fünf verlinkten Händlerseiten, erhoben am 02.08.2026. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide in dieser Übersicht.

Die Haltekraft ist die Zahl im Prospekt – und der unvergleichbarste Wert

Fünf Hersteller, fünf Angaben: FEIN nennt 10.000 N, RUKO 16.000 N, ALFRA 16.000 N, Euroboor 1.500 kg, Evolution 1300 kg f. Wer diese Spalte von oben nach unten liest, sieht zwei Zahlenwelten nebeneinanderstehen, von denen zwei Werte um den Faktor zehn kleiner aussehen als die drei anderen, obwohl sie dieselbe Größenordnung meinen. Drei Hersteller rechnen in Newton, zwei in Kilogramm beziehungsweise Kilogramm-Kraft. Eine Umrechnung wäre trivial, aber sie wäre eine Rechnung und keine Herstellerangabe – deshalb trägt die Kennwertzeile hier als einzige der Matrix ihre Einheit im Wert statt in der Spaltenüberschrift.

Der zweite Grund wiegt schwerer. Eine Haltekraft ohne die Materialstärke, auf die sie sich bezieht, lässt sich nicht prüfen: Ein Elektromagnet zieht seinen Fluss durch das Werkstück, und derselbe Magnet hält auf 25 mm Stahl ein Vielfaches dessen, was er auf 6 mm hält. Genannt wird diese Bezugsdicke nur von zwei der fünf Hersteller – ALFRA weist sie mit 10 mm Mindestmaterialstärke in derselben Tabelle wie die Haftkraft aus, Evolution mit 10 mm minimaler Scheibendicke in derselben Tabellengruppe. FEIN, Euroboor und RUKO nennen die Zahl ohne Bezug.

16.000 N gegen 3.800 NHaftkraft und nutzbare Werkzeugkraft derselben Maschine

ALFRA ist der einzige Hersteller des Felds, der beide Größen getrennt ausweist: was der Magnet an das Werkstück presst und was davon bei 10 mm Materialstärke als Werkzeugkraft übrig bleibt. Dazwischen liegt der Faktor 4,2. Wer eine Haltekraftangabe als Belastbarkeit liest, liegt damit um mehr als das Vierfache daneben – und zwar bei jedem Gerät dieser Zeile, nicht nur bei dem einen, das es ausspricht.Quelle: ALFRA GmbH, Produktseite RB 50 B RL-E und Betriebsanleitung ALFRA_BA_RB50B_RL-E_DeEnFrEs_1122__18612, Technische Daten S. 4: „Magnethaftkraft 16.000 N“, „Tool-Force (10 mm) 3.800 N“, „Min. material thickness 10 mm“

Übertragbar ist ALFRAs Verhältnis trotzdem nicht. Es gilt für die RB 50 B RL-E bei 10 mm Materialstärke und für nichts sonst; auf die vier anderen Geräte angewendet wäre es eine Ableitung aus einem fremden Modell. Was sich sagen lässt, ist das Prinzip: Die Differenz zwischen Haftkraft und nutzbarer Kraft existiert bei allen fünf Maschinen, sie wird nur bei vieren nicht veröffentlicht. Die Zeile in der Vergleichstabelle sagt deshalb, was der Hersteller behauptet – sie sagt nicht, welche Maschine fester hält.

Die Mindest-Materialstärke ist der belastbare Magnetkennwert

Der Wert, der die Entscheidung trägt, steht eine Zeile tiefer und fast nie in einer Händlerliste. Euroboor gibt Stahl ab 6 mm frei und nennt 10 mm als beste Wirkung des Magneten, ALFRA und Evolution beginnen bei 10 mm, FEIN verlangt ab 12 mm keine Zusatzmaßnahme und schreibt darunter eine zusätzliche Stahlplatte unter dem Werkstück vor. Das ist eine Spanne von genau dem Doppelten, und sie entscheidet darüber, ob eine Maschine an einem 8-mm-Blech überhaupt eingesetzt werden darf.

Zwei Magnetzahlen, die im Handel regelmäßig zu einer verschmelzen

Haltekraft laut Datenblatt

Eine Laborgröße unter idealen Bedingungen, in zwei verschiedenen Einheiten angegeben und bei drei von fünf Herstellern ohne Bezugsdicke. Sie beschreibt, wie stark der Magnet gebaut ist, nicht, was die Maschine im konkreten Bauteil trägt. Spaltenweise lesen lässt sie sich nicht.

Mindest-Materialstärke des Werkstücks

Eine Einsatzgrenze, die bei allen fünf Herstellern dieselbe physikalische Größe meint: die Blechdicke, unter der der Fluss sättigt und die Haftkraft einbricht. Vier von fünf veröffentlichen sie, sie steht in Millimetern, und sie lässt sich vor der Bestellung gegen das eigene Bauteil halten.

Deshalb ist die Mindest-Materialstärke die dritte Spalte der Vergleichstabelle und die Haltekraft nicht. Praktisch heißt das: Wer an Trägern, Flanschen und Blechpaketen ab 15 mm arbeitet, kann diese Zeile für alle fünf Geräte abhaken. Wer überwiegend an Blechkonstruktionen unter 10 mm bohrt, hat im Feld genau eine Maschine ohne Zusatzmaßnahme. Für dünneres Material schreiben Euroboor und FEIN jeweils eine zusätzliche Stahlplatte zur Verstärkung vor – die beiden Hersteller, die diesen Fall überhaupt beschreiben.

Bei RUKO bleibt die Frage offen, und sie wird hier offen gelassen. Weder die Produktseite noch der Hauptkatalog nennen zu den 16.000 N eine Bezugsdicke, und die einzige Quelle, die sie enthalten könnte, liegt auf einem Host, der für diese Recherche nicht aufgerufen wurde. Die Marktspanne von 6 bis 12 mm, die die vier anderen Hersteller aufspannen, ist ausdrücklich keine RUKO-Angabe. Wer die RU25 an dünnem Material einsetzen will, klärt das vor der Bestellung beim Hersteller.

Warum es hier keine Ausladung gibt – und was an ihre Stelle tritt

Bei den beiden anderen Bauformen dieses Clusters ist die Ausladung der Kennwert, an dem die Auswahl hängt: der Abstand von der Spindelmitte zur Säule, der bestimmt, wie weit von der Werkstückkante entfernt gebohrt werden kann. In den Datenblättern der fünf Magnetbohrmaschinen kommt diese Größe nicht vor. Keiner der fünf Hersteller führt in seiner Maßgruppe eine Zeile „Spindelmitte bis Säule“, und das ist kein Versäumnis: Es gibt keine Säule. Die Maschine steht auf dem Werkstück und nicht auf einem Ausleger.

An die Stelle der Ausladung tritt die Aufstandsfläche des Magnetfußes. Die Frage lautet nicht mehr, wie weit die Spindel vom Ständer wegreicht, sondern wie viel Fläche die Maschine auf dem Bauteil braucht, um sich überhaupt festhalten zu können.

Bemaßt wird diese Fläche von allen fünf Herstellern, und sie streut deutlich: FEIN 175 × 80 mm, Euroboor 160 × 80 × 42 mm, Evolution 180 × 90 × 40 mm, RUKO und ALFRA je 238 × 92 mm. Die schmale Seite reicht damit von 80 bis 92 mm, die lange von 160 bis 238 mm. Entscheidend ist in der Praxis die schmale: Auf einem Trägerflansch von 100 mm Breite steht eine 80 mm breite Maschine noch vollflächig, eine 92 mm breite gerade eben, und beide brauchen zusätzlich Platz für den Bohrschlitten. Die große Fläche hält besser und braucht mehr Raum – beides steht in derselben Zahl.

Wer umgekehrt ein Bauteil vor sich hat, das sich zur Maschine tragen lässt, ist mit einer ortsfesten Maschine besser bedient; dort ist die Ausladung wieder der führende Kennwert und bei allen Geräten veröffentlicht. Die Auswahl dafür steht im Vergleich der Säulenbohrmaschinen.

Warum in diesem Vergleich keine Sterne stehen

Magnetbohrmaschinen laufen über den Fachhandel, nicht über Amazon: Das bestbewertete Gerät der Bauform kommt dort auf 116 Bewertungen, danach folgen 31 und 21. Aus zwei Dutzend Stimmen entsteht keine belastbare Aussage über eine Maschine, die an einem Träger über Kopf hängt – eine Sternezahl täuschte hier Sicherheit vor, die sie nicht hat. Das Bewertungsfeld bleibt deshalb bei allen fünf Geräten leer. Die Einordnung hängt stattdessen an belegten Kennwerten: Kernbohr-Durchmesser, Werkzeugaufnahme, Mindest-Materialstärke und den Sicherheitsangaben der Betriebsanleitungen – jeder Wert mit Herstellerquelle, jede Lücke gekennzeichnet.

Der Bezugsweg folgt daraus. Nur bei einem der fünf Geräte liegen Datenblatt, Bild und Bestellung in derselben Hand: Evolution betreibt den deutschen Shop selbst, der Spezifikationsblock der Kaufseite ist dort eine Herstellerangabe und stimmt Zeile für Zeile mit der Betriebsanleitung überein. FEIN, RUKO und ALFRA verkaufen nicht direkt – wo im Herstellerauftritt ein Warenkorb zu stehen scheint, öffnet sich eine Händlersuche, und ALFRA bietet auf der Produktseite ausschließlich eine Anfrage an. Euroboor läuft über den offiziellen deutschen Vertriebsweg, dessen Kaufseite allerdings eine Kategorieseite ohne eigene Produktdetailseite ist.

Was bleibt, sind Herstellerdokumente – und die sind, wie die folgenden Abschnitte zeigen, unterschiedlich vollständig. Eine Prüfstelle mit veröffentlichter Zertifikatsnummer steuert in diesem Feld keiner der fünf bei.

Diese Bauform ist normativ ausdrücklich ausgenommen

Der frei zugängliche Anwendungsbereich von IEC 62841-3-13:2017 beschreibt transportable Bohrmaschinen mit handbetätigtem Axialvorschub und einer Bohrfutterkapazität bis 13 mm und nennt sie beim Namen: „bench drills or drill presses“. Derselbe Abschnitt zählt auf, was nicht erfasst ist – ortsfeste Bohrmaschinen, Radialbohrmaschinen und, wörtlich, „magnetic drill stands and drill motors“. Für die fünf Maschinen dieses Vergleichs gilt der produktspezifische Teil 3-13 also ausdrücklich nicht.

Genau das erklärt die Normbezüge, die in den Datenblättern stehen. ALFRA führt in der EG-Konformitätserklärung EN 61029-1:2009 zusammen mit EN 60204-1, EN 60034-1 und -5, EN 55014-1/-2 sowie EN 61000-3-2 auf. Euroboor weist die Schutzklasse I nach EN 61029-1 aus. Evolution misst Schwingung und Geräusch nach BS EN 61029-1:2009 und führt die allgemeinen Sicherheitshinweise nach BS EN 60745-1:2009. FEIN nennt für Geräusch- und Schwingungswerte EN 62841, also den allgemeinen Teil ohne den produktspezifischen. RUKO nennt keine EN-Norm, sondern als Zertifizierung „VDE CEE“.

Ausgenommen heißt nicht ungeregelt

Dass eine Bauform aus dem Anwendungsbereich einer Produktnorm herausfällt, entbindet keinen Hersteller von CE-Kennzeichnung, Maschinenrichtlinie und Konformitätserklärung. Was fehlt, ist die eine Norm, gegen die sich fünf Datenblätter vergleichen ließen. Wer eine Prüfnorm als Auswahlkriterium sucht, bekommt in diesem Feld vier verschiedene Antworten und einmal gar keine – und muss stattdessen die belegten Einzelangaben lesen: Schutzklasse, Schutzschalter, Wiederanlaufschutz, Geräuschemission.

Belegt sind diese Einzelangaben unterschiedlich dicht. ALFRA nennt 92 dB(A) in 300 mm Abstand und warnt Träger von Herzschrittmachern, Evolution führt Isolationsklasse 1 und eine 10-A-Trägsicherung, FEIN den Personen-Schutzschalter PRCD mit dokumentierter Prüfroutine. Bei RUKO endet die Auskunft nach zwei Wörtern.

Der Magnet ist bei keinem der fünf Geräte die Sicherung

Alle fünf Hersteller schreiben zusätzlich zum Magneten eine mechanische Sicherung vor, und zwei sagen ausdrücklich, dass sie ihn nicht ersetzt. Euroboor liefert als einziges Gerät des Felds eine Kette statt eines Gurts: 1 m mit Schloss, unter der Ersatzteilnummer SAF.400 nachbestellbar, laut Handbuch bei jeder nicht-horizontalen Arbeit zu verwenden. FEIN legt einen Zurrgurt bei, RUKO und ALFRA je einen Sicherheitsgurt, Evolution nennt Gurt oder Kette und fordert sie bei jedem Bohrvorgang. Angeschlagen wird sie an einem tragfähigen Punkt des Bauteils, nicht an der Maschine allein.

Bei Stromunterbrechung bleibt die Haftkraft nicht erhalten

Diesen Satz schreibt ALFRA als einziger Hersteller des Felds ausdrücklich in die Betriebsanleitung – und begründet damit die Gurtpflicht bei Wand- und Deckenbohrungen. Er gilt für jeden Elektromagneten dieser Bauform: Was nach einem Stromausfall bleibt, ist Restmagnetismus, und der trägt keine 16 kg schwere Maschine an einem senkrechten Steg. Damit gehören Verlängerungsleitung und Anschlusspunkt zur Sicherheitsplanung, nicht zur Bequemlichkeit.

Was die Maschine selbst überwacht, trennt das Feld deutlicher als die Beipackliste. FEIN misst den Strom durch den Magnetfuß mit einem Sensor und schaltet den Motor ab, wenn keiner fließt; dazu kommen der Personen-Schutzschalter und ein Wiederanlaufschutz, der die Maschine nach einer Unterbrechung nicht von selbst anlaufen lässt. Euroboor zeigt den Magnetzustand über eine LED und fährt den Magneten zweistufig. Evolution baut die Haltekraft ebenfalls in zwei Stufen auf: 50 Prozent nach dem Einschalten des Magneten, volle Kraft erst, wenn Magnet- und Motorschalter beide auf ON stehen – das Ausrichten läuft also mit reduzierter Kraft. Blockiert der Bohrer, schaltet die Elektronik den Motor ab und lässt den Magneten bestromt.

ALFRA setzt auf Sanftanlauf, Vollwellenelektronik und Überlastschutz und benennt als einziger den Grenzfall, der alle betrifft. RUKO führt in Produktseite und Hauptkatalog weder einen Not-Halt noch eine Magnetüberwachung noch einen Hinweis zum Verhalten bei Stromunterbrechung auf. Das ist bei einer Maschine, deren Standsicherheit an einem Stromkreis hängt, die auffälligste Lücke dieses Vergleichs.

Weldon oder MK 2: was auf die Spindel passt und was nicht

Die Werkzeugaufnahme entscheidet, welche Kernbohrer ohne Adapter passen, und sie trennt das Feld drei zu zwei. Bemerkenswert ist schon die Schreibweise: FEIN nennt die Aufnahme „3/4 in Weldon“, Euroboor „Weldon 19,05 mm“, Evolution „19 mm Weldon-Schaft“. Gemeint ist bei allen dreien dieselbe Schaftform, und die Bohrer sind zwischen den drei Maschinen austauschbar – wer im Handel aber nach genau einer dieser Schreibweisen filtert, verliert zwei der drei Geräte aus der Trefferliste.

Zwei Aufnahmen mit unterschiedlicher Zubehörlogik

Weldon-Schaft (FEIN, Euroboor, Evolution)

Die im Kernbohrerhandel übliche Schaftform. Der Bohrer wird über zwei Flächen von Gewindestiften gehalten und sitzt ohne Zwischenstück in der Spindel. Für Spiralbohrer braucht es ein zusätzliches Futter: Euroboor nennt 1 bis 13 mm, Evolution liefert ein Dreibackenfutter bis 13 mm mit, FEIN weder das eine noch das andere.

Morsekegel MK 2 (RUKO, ALFRA)

Ein Kegel, der Kegelschaftbohrer nach DIN 345 direkt aufnimmt – bei RUKO und ALFRA bis 20,0 mm – und beim Gewindeschneiden mehr Drehmoment überträgt. Beide spannen zusätzlich 1,0 bis 16,0 mm im Bohrfutter, der breiteste Spiralbohrbereich des Felds. Weldon-Kernbohrer passen nur über einen Aufnahmehalter.

Die Anschlussbedingungen jenseits der Spindel sind dagegen unkritisch: Alle fünf Maschinen laufen an 230 V, viermal mit 1.200 W Aufnahmeleistung, bei Euroboor mit 1.000 W Motor- und 1.050 W Gesamtleistung. Ein Drehstromanschluss ist bei keinem Gerät nötig – anders als bei den bodenstehenden Maschinen desselben Clusters, die durchweg 400 V brauchen. Welche Aufnahme sich auf welche umrüsten lässt und woran ein Futterwechsel scheitert, klärt der Ratgeber Bohrfutter und Spindelaufnahme.

Der Kernbohrer ist Verbrauchsmaterial – und der größte Folgeposten

Ein Kernbohrer schneidet nur an der Ringschneide. Er stumpft, und er wird nachgekauft, solange die Maschine läuft. Damit ist die Schaftform aus dem vorigen Abschnitt nicht nur eine Kompatibilitätsfrage, sondern der Posten mit den höchsten laufenden Kosten: Ein Satz Bohrer passt zwischen FEIN, Euroboor und Evolution ohne Zusatzteil. Bei RUKO und ALFRA kommt der Aufnahmehalter dazu – RUKO führt ihn im eigenen Zubehörprogramm unter 108 302-1 beziehungsweise 108 102-1, dazu die Adapter 108 108 und 108 126. Wer bereits Weldon-Bohrer im Bestand hat, rechnet diese Position bei den beiden MK-2-Maschinen mit ein.

Der zweite Posten ist der Zentrierstift, der den ausgeschnittenen Kern auswirft und gleichzeitig das Kühlmittel zur Schneide führt. FEIN liefert ihn mit 100 mm Länge mit, ALFRA legt einen Ersatz-Auswerferstift bei. Der dritte ist die Kühlung selbst, und dort ist die Quellenlage dünn: Ein Kühlmitteltank im Lieferumfang ist in den geprüften Herstellerquellen nur bei der FEIN KBE 32 ausgewiesen. Für die vier anderen sagt keine Quelle etwas dazu – was eine Aussage über die Dokumentation ist und keine darüber, ob ohne Kühlung gearbeitet werden dürfte. Bei Über-Kopf- und Wandbohrungen arbeitet man ohnehin mit Schneidpaste statt mit Emulsion, weil die Schwerkraft in die falsche Richtung zieht.

Der vierte Posten ist die Sicherung als Verschleißteil: Euroboor führt die Kette unter SAF.400 als Ersatzteil, bei den Gurten der übrigen vier nennt keine Quelle eine Ersatzteilnummer. Der fünfte ist die Garantie, und sie streut von einem bis drei Jahren. Evolution weist drei Jahre ausdrücklich für Magnetbohrmaschinen aus und trennt sie von den eigenen übrigen Elektrowerkzeugen mit zwei. FEIN gibt zwei Jahre und verlängert auf drei, wenn der Käufer sich innerhalb von drei Monaten registriert. Euroboor gibt zwölf Monate und verdoppelt sie bei Produktregistrierung. RUKO und ALFRA veröffentlichen keine Frist – belegt ist bei beiden nur der Abwicklungsweg über den eigenen Service.

Der Engpass liegt unten: 100 gegen 450 min⁻¹

Die Drehzahlzeile teilt das Feld sauber in zwei Hälften. Drei Maschinen haben einen Gang ohne Regelung und ausschließlich Rechtslauf: FEIN 700 min⁻¹ im Leerlauf und 450 unter Last, Euroboor 775 im Leerlauf und 440 unter Last, Evolution 450 im Leerlauf ohne veröffentlichte Lastdrehzahl. Zwei haben zwei Gänge mit Drehzahlregler und Rechts- wie Linkslauf: RUKO und ALFRA fahren beide 100 bis 250 min⁻¹ in der ersten und 180 bis 450 in der zweiten Stufe.

100 gegen 450 min⁻¹niedrigste ausgewiesene Drehzahl im Feld

Zwischen der langsamsten und der schnellsten Anfangsdrehzahl dieses Vergleichs liegt der Faktor 4,5. Je größer der Kernbohrer und je zäher der Werkstoff, desto langsamer muss die Spindel laufen – und ausgerechnet das Gerät mit den 450 min⁻¹ fährt mit 42 mm den drittgrößten Kernbohr-Durchmesser des Felds. Der obere Wert ist bei allen fünf reichlich; der untere ist der Engpass.Quelle: RUKO-Produktseite und Hauptkatalog Kernbohrtechnik („Drehzahlbereich 1. Gang 100 - 250 U/min“), ALFRA-Betriebsanleitung („1. Stufe: 100 - 250 U/min“), Evolution-Kaufseite und Betriebsanleitung („Drehzahl (Leerlauf) 450 min-1“)

Wie sich Werkstoff und Bohrerdurchmesser in eine Drehzahl übersetzen, rechnet der Ratgeber Drehzahl beim Bohren berechnen vor. Für dieses Feld gilt die Kurzfassung: Ein Einganggerät ohne Regelung legt den Arbeitspunkt fest, ein Zweiganggerät mit Regler lässt ihn wählen.

Aus derselben Zeile folgt die zweite Nutzungsart. Gewindeschneiden verlangt Linkslauf zum Herausfahren und eine Drehzahl, die weit genug heruntergeht – beides haben nur RUKO und ALFRA, beide mit M 3 bis M 20. ALFRA legt als einziger offen, dass diese Spanne von zwei Vorsätzen abhängt: mit Gewindeschneidfutter bis M 14, mit Gewindeschneidapparat bis M 20. Bei den drei Rechtslauf-Maschinen ist die Lage unterschiedlich belegt: FEIN nennt in der Bestimmung des Elektrowerkzeugs ausschließlich Kernbohren, Euroboor führt die Zeile „Threading“ im Handbuch mit einem Strich, und Evolution kennt in der Spezifikation gar keine solche Zeile. Bei Evolution steht deshalb „nicht ausgewiesen“ und nicht „nicht möglich“ – ein ausdrücklicher Satz dazu existiert in keiner Herstellerquelle.

Wo Händlerangaben und Herstellerangaben auseinanderlaufen

Ein Beispiel aus diesem Feld zeigt, warum ein Merkmalsfeld im Shop keine Quelle ist. Für die RUKO RU25 führt ein Fachhändler in seiner Merkmalsliste die Kernbohreraufnahme als „¾ in Weldon“. Der Hersteller weist in Produktseite und Hauptkatalog durchgängig Morsekegel MK 2 aus; Weldon taucht bei RUKO ausschließlich im Zubehörprogramm auf, als Aufnahmehalter und Adapter. Der Händlerwert ist damit nicht ungenau, sondern falsch – und er beschreibt genau die Zusatzanschaffung, die er verschweigt. Geführt ist hier deshalb MK 2.

Zwei weitere Abweichungen stammen dagegen von den Herstellern selbst und werden nicht geglättet. Euroboor nennt die Lastdrehzahl in Datenblatt und Handbuch mit 440 min⁻¹, in der Eigenschaftsliste der Produktseite mit 400; geführt sind die 440, weil zwei übereinstimmende Dokumente gegen eines stehen und das Datenblatt den Betriebspunkt mitnennt. Dasselbe Gerät trägt beim Gewicht 11 kg mit der Fußnote „ohne Netzkabel und Griffe“ gegen 12 kg ohne Zusatz – dieselbe Maschine einmal netto, einmal brutto. Bei FEIN nennt die Spezifikationstabelle 32 mm Kernbohr-Durchmesser, der Anwendungsblock derselben Seite „Kernbohren Metall bis Ø 30 mm“; geführt ist die Spezifikation, weil sie die Maschine beschreibt und nicht den empfohlenen Einsatz.

Die dritte Sorte Abweichung ist die schwierigste, weil sie wie ein Wert aussieht: die Quelle, die schweigt. Euroboor veröffentlicht keine Maschinen-Bohrtiefe, Evolution keinen Hub, FEIN keinen Spiralbohr-Durchmesser, RUKO weder Bezugsdicke noch Garantiefrist. In der Kennwerttabelle steht an diesen sechs Stellen kein geschätzter Wert, sondern die nächstliegende belegte Bezugsgröße mit dem Vermerk, woher sie stammt.

Die Reihenfolge, in der sich dieses Feld sortiert

Aus den fünf Datensätzen ergibt sich eine Prüffolge, die anders verläuft als jede Shop-Filterleiste. Am Anfang steht nicht die Haltekraft, sondern die dünnste Stelle des Bauteils: Unter 6 mm ist die Auswahl leer, unter 10 mm bleibt eine Maschine ohne Zusatzmaßnahme. An zweiter Stelle steht die Aufstandsfläche gegen die schmalste vorgesehene Auflage – sie lässt sich durch nichts ausgleichen. Erst an dritter Stelle folgt der Kernbohr-Durchmesser, und mit ihm die Frage, ob Gewinde geschnitten werden sollen; sie entscheidet über Linkslauf und damit über zwei der fünf Geräte.

Danach lohnt der Blick auf die Werkzeugaufnahme, weil sie das gesamte spätere Verbrauchsmaterial festlegt, dann auf Sicherung und Magnetüberwachung, dann auf Hub, Kernbohrtiefe und Gewicht. Ganz am Ende steht, was im Handel zuerst genannt wird: die Zahl vor dem N oder dem kg.

Kurz gefasst

Kein Gerät dieses Felds führt auf allen Zeilen. Der größte Arbeitsbereich steht neben der dünnsten Quellenlage, die niedrigste Materialstärke neben zwei widersprüchlichen Herstellerangaben, die dichteste Überwachung neben dem kleinsten Durchmesser. Entschieden wird deshalb an vier Angaben in fester Reihenfolge – Materialstärke, Magnetfußfläche, Durchmesser samt Drehrichtung, Werkzeugaufnahme –, und dort, wo ein Hersteller schweigt, ist das Schweigen selbst ein Ergebnis.

Für Löcher bis 13 mm in Bauteilen, die sich zur Maschine tragen lassen, ist diese Bauform überdimensioniert; dafür stehen die Werkbankgeräte im Vergleich der Tischbohrmaschinen. Deren Grenze liegt bei 13 mm Futterspannbereich.

Wie sich Werkbank-, Boden- und Werkstückaufstellung insgesamt gegeneinander abgrenzen und welche Bauform zu welcher Aufgabe gehört, ordnet die Übersicht zu Standbohrmaschinen ein.

Häufige Fragen

Ab welcher Materialstärke darf eine Magnetbohrmaschine eingesetzt werden?
Das hängt am Gerät und ist der Wert, an dem eine Bestellung am häufigsten scheitert. Euroboor gibt die ECO.32 ab 6 mm Stahl frei und nennt 10 mm als beste Wirkung des Magneten, ALFRA und Evolution beginnen bei 10 mm, FEIN verlangt ab 12 mm keine Zusatzmaßnahme und schreibt darunter eine zusätzliche Stahlplatte unter dem Werkstück vor. RUKO veröffentlicht dazu weder auf der Produktseite noch im Hauptkatalog etwas. Der physikalische Grund ist immer derselbe: Ein Elektromagnet zieht seinen Fluss durch das Werkstück, und ist das Blech zu dünn, sättigt es und die Haltekraft bricht ein.
Sagt eine hohe Magnethaltekraft, wie stark die Maschine belastbar ist?
Nein, und das ist der wichtigste Befund dieses Vergleichs. ALFRA weist als einziger Hersteller im Feld beide Größen getrennt aus: 16.000 N Magnethaftkraft und 3.800 N nutzbare Werkzeugkraft bei 10 mm Materialstärke. Zwischen diesen Zahlen liegt der Faktor 4,2. Dazu kommen zwei Einheiten – drei Hersteller rechnen in Newton, zwei in Kilogramm beziehungsweise Kilogramm-Kraft – und die fehlende Bezugsdicke bei FEIN, Euroboor und RUKO. Eine Haltekraftangabe ohne die Materialstärke, auf die sie sich bezieht, lässt sich nicht prüfen.
Warum nennt kein Hersteller einer Magnetbohrmaschine eine Ausladung?
Weil es bei dieser Bauform keinen Ausleger gibt: Die Maschine steht auf dem Werkstück und nicht auf einer Säule. Keiner der fünf Hersteller führt in seiner Maßgruppe eine Zeile „Spindelmitte bis Säule“. An ihre Stelle tritt die Aufstandsfläche des Magnetfußes, und die bemaßen alle fünf: FEIN 175 × 80 mm, Euroboor 160 × 80 × 42 mm, Evolution 180 × 90 × 40 mm, RUKO und ALFRA je 238 × 92 mm. Entscheidend ist in der Praxis die schmale Seite, weil sie darüber bestimmt, ob die Maschine auf einem Trägerflansch überhaupt aufgesetzt werden kann.
Passen Weldon-Kernbohrer auf jede Magnetbohrmaschine?
Nein. Drei der fünf Maschinen nehmen den Weldon-Schaft direkt auf, und zwar unter drei verschiedenen Schreibweisen: FEIN nennt „3/4 in Weldon“, Euroboor „Weldon 19,05 mm“, Evolution „19 mm Weldon-Schaft“. Zwischen diesen drei Geräten ist ein Bohrersatz austauschbar. RUKO und ALFRA führen dagegen Morsekegel MK 2 in der Spindel; dort passt ein Weldon-Kernbohrer nur über einen Aufnahmehalter. RUKO führt ihn im eigenen Zubehörprogramm unter 108 302-1 und 108 102-1, dazu die Adapter 108 108 und 108 126. Ein Händlerattribut, das für die RU25 „¾ in Weldon“ angibt, widerspricht dem Hersteller.
Können Magnetbohrmaschinen auch Gewinde schneiden?
Nur die beiden Maschinen mit Linkslauf und niedriger Drehzahl: RUKO und ALFRA, beide von M 3 bis M 20. ALFRA legt als einziger offen, dass diese Spanne von zwei Vorsätzen abhängt – mit Gewindeschneidfutter bis M 14, mit Gewindeschneidapparat bis M 20. Die drei Einganggeräte fahren nur rechtsherum: FEIN nennt in der Bestimmung des Elektrowerkzeugs ausschließlich Kernbohren, Euroboor führt die Handbuchzeile „Threading“ mit einem Strich, und Evolution kennt in der Spezifikation gar keine solche Zeile. Bei Evolution steht deshalb „nicht ausgewiesen“ und nicht „nicht möglich“.
Reicht der Magnet allein als Sicherung des Geräts?
Nein. Alle fünf Hersteller schreiben zusätzlich zum Magneten eine mechanische Sicherung vor, und zwei sagen ausdrücklich, dass sie ihn nicht ersetzt. Euroboor liefert als einziges Gerät des Felds eine Kette statt eines Gurts: 1 m mit Schloss, unter der Ersatzteilnummer SAF.400 nachbestellbar und laut Handbuch bei jeder nicht-horizontalen Arbeit zu verwenden. FEIN legt einen Zurrgurt bei, RUKO und ALFRA je einen Sicherheitsgurt, Evolution nennt Gurt oder Kette und fordert sie bei jedem Bohrvorgang. Angeschlagen wird die Sicherung an einem tragfähigen Punkt des Bauteils, nicht an der Maschine allein.
Was passiert mit dem Magneten bei einem Stromausfall?
Die Haftkraft bleibt nicht erhalten – diesen Satz schreibt ALFRA als einziger Hersteller des Felds ausdrücklich in die Betriebsanleitung und begründet damit die Gurtpflicht bei Wand- und Deckenbohrungen. Was bleibt, ist Restmagnetismus, und der trägt keine Maschine. Die Geräte gehen damit unterschiedlich um: FEIN überwacht den Strom durch den Magnetfuß mit einem Sensor, schaltet den Motor ab, wenn keiner fließt, und läuft nach einer Unterbrechung nicht von selbst wieder an. Evolution baut die Haltekraft zweistufig auf und lässt bei blockiertem Bohrer den Magneten bestromt. RUKO nennt in Produktseite und Katalog dazu nichts.
Braucht eine Magnetbohrmaschine einen Drehstromanschluss?
Nein, alle fünf Geräte dieses Vergleichs laufen an 230 V. FEIN, RUKO, ALFRA und Evolution nennen je 1.200 W Aufnahmeleistung, Euroboor 1.000 W Motor- und 1.050 W Gesamtleistung; FEIN weist zusätzlich 770 W Abgabeleistung aus, Evolution 230 V bei 5 A. Das ist der Unterschied zu den bodenstehenden Maschinen desselben Clusters, die durchweg 400 V brauchen. Wichtiger als die Steckdose ist bei dieser Bauform die Zuverlässigkeit der Zuleitung: Verlängerungsleitung und Anschlusspunkt gehören zur Sicherheitsplanung, weil der Magnet nur hält, solange er bestromt ist.

Änderungen an dieser Seite

Zuletzt redaktionell geprüft am .

  1. Ersterstellung des Vergleichs: fünf Magnetbohrmaschinen von FEIN, Euroboor, RUKO, ALFRA und Evolution aus Herstellerquellen erhoben, zwölf Kennwerte je Gerät mit sechs gekennzeichneten Ersatzwerten, Mindest-Materialstärke statt Magnethaltekraft als dritte Vergleichsspalte geführt und der bauartbedingt fehlende Kennwert Ausladung als Befund im Fließtext benannt.

Verwendete Quellen

  1. [1]C. & E. Fein GmbH, Originalbetriebsanleitung Magnet-Kernbohrmaschine KBE 32, ZBA_34101350060_KBE_32_20260608 – Bestimmung des Elektrowerkzeugs ausschließlich zum Kernbohren auf magnetisierbaren Oberflächen bei reinem Rechtslauf, Personen-Schutzschalter PRCD mit RESET/TEST-Prüfroutine, Stromsensor-Überwachung des Magnetfußes mit Motorabschaltung bei fehlendem Magnetstrom, Wiederanlaufschutz nach Stromunterbrechung, die Pflicht zur zusätzlichen Stahlplatte bei Materialstärken unter 12 mm, Gewichtsangabe nach EPTA-Procedure 01 sowie Geräusch- und Schwingungsmessung nach EN 62841 · abgerufen 2026-08-02
  2. [2]Euroboor B.V., Datenblatt Magnetbohrmaschine ECO.32 (ECO32_DE.pdf) – Kernbohrer Ø 12–32 mm, Spiralbohrer Ø 1–13 mm, Drehzahl im Leerlauf 775 U/min und unter Last 440 U/min, Spindel Weldon 19,05 mm, Magnetstärke 1.500 kg ohne Angabe einer Bezugsdicke, Magnet 160 × 80 × 42 mm, Hub 150 mm, Motorleistung 1.000 W bei 1.050 W Gesamtleistung, Gewicht 11 kg mit der Fußnote „Ohne Netzkabel und Griffe“ · abgerufen 2026-08-02
  3. [3]RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge, Herstellerproduktseite Magnetbohrmaschine RU25, Art.-Nr. 108025RU, SAP 1300022438, GTIN 4007140379016 – Schnitttiefe 55,0 mm, Bohrfutter Ø 1,0–16,0 mm, Gewindenennmaß M 3 bis M 20, 2-Gang-Getriebe mit Drehzahlregler und den Bereichen 100–250 min⁻¹ im 1. Gang und 180–450 min⁻¹ im 2. Gang bei Rechts- und Linkslauf, Aufnahme Morsekegel MK 2, magnetische Haftkraft 16.000 N ohne genannte Bezugsdicke, Aufstandsfläche 238,0 × 92,0 mm, Hub 170,0 mm, Nettogewicht 16 kg, Sicherheitsgurt im Lieferumfang. Als Zertifizierung nennt der Datensatz ausschließlich „VDE CEE“, keine EN-Norm; eine Garantiedauer veröffentlicht RUKO nicht · abgerufen 2026-08-02
  4. [4]ALFRA GmbH, Betriebsanleitung Rotabest RB 50 B RL-E, ALFRA_BA_RB50B_RL-E_DeEnFrEs_1122__18612, Prod.-Nr. 18612, Technische Daten S. 4 mit EG-Konformitätserklärung – Kernbohr-Ø 12,0–50,0 mm, Schnitttiefe 50 mm, Spiralbohrer bis Ø 16,0 mm mit Schnellspannfutter und bis Ø 20,0 mm direkt über MK 2 nach DIN 345, Gewindeschneiden M 3 – M 14 mit Gewindeschneidfutter und M 3 – M 20 mit Gewindeschneidapparat, Lastdrehzahl 100–250 min⁻¹ in der 1. und 180–450 min⁻¹ in der 2. Stufe bei Rechts- und Linkslauf, Magnethaftkraft 16.000 N und als einziges Gerät im Feld mit ausgewiesenem Bezug: Tool-Force 3.800 N bei 10 mm Mindestmaterialstärke, Magnetfußgröße 92 × 238 mm, Hub 170 mm plus 100 mm Höhenverstellung, Leistungsaufnahme 1200 Watt, Gewicht 16 kg, Geräuschemission 92 dB(A) in 300 mm Abstand, Sicherheitsgurt mit der Begründung, dass die Magnethaftkraft bei Stromunterbrechung nicht erhalten bleibt; Normen der Erklärung: EN 61029-1:2009, EN 60204-1, EN 60034-1, EN 60034-5, EN 55014-1/-2 und EN 61000-3-2 · abgerufen 2026-08-02
  5. [5]Evolution Power Tools Ltd., Originalbetriebsanleitung EVOMAG42/MAG42, web_evomag42_eng.pdf, Abschnitte „SPECIFICATIONS“, „MACHINE OVERVIEW“ und „DIMENSIONS“ – maximale Schnittleistung 42 mm, maximale Schnitttiefe 50 mm, Standard-Spiralbohrerleistung 13 mm über das mitgelieferte Dreibackenfutter, eine Drehzahlstufe mit 450 min⁻¹ im Leerlauf und ohne angegebene Lastdrehzahl, Fräserschaft 19 mm (Weldon 3/4″), Magnethaftung 1300 kg f bei ausgewiesener minimaler Scheibendicke von 10 mm, Magnetabmessungen 40 × 90 × 180 mm, Maschinenhöhe 420–654 mm, 230 V ~ 50/60 Hz mit 1200 W und 5 A, Gewicht 12 kg, Zweistufen-Magnet mit 50 Prozent Haltekraft bis beide Schalter auf ON stehen, Motorabschaltung durch die Elektronik bei Blockieren bei weiterhin bestromtem Magneten, Isolationsklasse 1, Messungen nach BS EN 61029-1:2009 und allgemeine Sicherheitshinweise nach BS EN 60745-1:2009. Einen Hub führt das Dokument nicht · abgerufen 2026-08-02
  6. [6]International Electrotechnical Commission, frei zugänglicher Anwendungsbereich von IEC 62841-3-13:2017 „Particular requirements for transportable drills“ – die Norm gilt für transportable Bohrmaschinen mit handbetätigtem Axialvorschub und Bohrfutter bis 13 mm und nimmt Magnetbohrständer und deren Bohrmotoren („magnetic drill stands and drill motors“) ebenso ausdrücklich aus wie stationäre Bohrmaschinen und Radialbohrmaschinen. Das ist der Grund dafür, dass keiner der fünf Hersteller dieses Vergleichs nach dem Teil 3-13 erklärt: ALFRA und Euroboor führen EN 61029-1, Evolution BS EN 61029-1:2009, FEIN misst nach EN 62841 ohne den produktspezifischen Teil, RUKO nennt gar keine EN-Norm · abgerufen 2026-08-02

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