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Marktübersicht · Standbohrmaschinen

Tischbohrmaschinen im Vergleich: fünf Geräte, vier Kennwerte

Fünf Tischbohrmaschinen im Datenvergleich: niedrigste Drehzahl, Ausladung, Bohrleistung in Stahl und Spindelaufnahme – alle Werte aus Herstellerquellen, jede Lücke gekennzeichnet.

Verantwortlich
Fachbereich Werkstatt
Erstellt am
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Zuletzt geprüft am
Geprüft am

Auf fast jedem Gerät dieses Felds steht dieselbe Zahl: 13 mm in Stahl. Sie stammt in vier von fünf Fällen nicht aus einer Leistungsangabe, sondern aus dem Spannbereich des Bohrfutters – sie sagt, welcher Bohrerschaft hineinpasst, und sonst nichts. Nur Bosch weist die Bohrleistung nach Werkstoff getrennt aus, 13 mm in Stahl und 40 mm in Holz. Einhell, Scheppach, Arebos und Fartools nennen ausschließlich die Futterkapazität.

Ob ein 13-mm-Loch in Stahl tatsächlich entsteht, entscheidet die niedrigste Drehzahl, nicht die höchste. Und genau dazu liefern zwei der Hersteller die Antwort selbst mit: Einhell und Scheppach drucken in ihren eigenen Betriebsanleitungen dieselbe Richtwerttabelle, die für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹ nennt. Von den fünf verglichenen Maschinen kommt eine einzige darunter.

Verglichen werden fünf lieferbare Bankbohrmaschinen von fünf Herstellern in drei Marktsegmenten. Grundlage sind ausschließlich Herstellerdokumente: Produktseiten, Datenblätter, Original-Betriebsanleitungen und EU-Konformitätserklärungen, dazu die frei zugängliche Anwendungsbereichsangabe der IEC 62841-3-13 und veröffentlichte Drehzahltabellen von Werkzeugherstellern und Fachverbänden. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide in dieser Übersicht.

Einordnung nach Einsatzprofil

Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.

Topentscheidung

Für Bohrungen in Stahl

Bosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH) PBD 40 0603B07000

Bosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH)

PBD 40 0603B07000

Mittelklasse
4.6(5.904)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Die einzige Maschine im Vergleich, die unter die 370 min⁻¹ kommt, die Einhell und Scheppach in ihren eigenen Betriebsanleitungen als Richtwert für Ø 13 mm in Stahl drucken: 200 min⁻¹ im ersten Gang, darin elektronisch stufenlos. Bosch ist zugleich der einzige Hersteller des Felds, der die Bohrleistung nach Werkstoff getrennt ausweist – 13 mm in Stahl, 40 mm in Holz – statt nur den Spannbereich des Bohrfutters. Dazu der größte Bohrhub mit 90 mm. Einzuplanen ist der Aufbau: kein Bohrtisch, keine veröffentlichte Ausladung, keine Kegelbezeichnung an der Spindel.

Bohrleistung in Stahl
13
Niedrigste Drehzahl
200
Drehzahlband und Verstellart
200–850 im 1. Gang, 600–2.500 im 2. Gang · zwei Gänge, in jedem Gang elektronisch stufenlos

Dafür

  • Niedrigste Anfangsdrehzahl im Vergleich mit 200 min⁻¹ im ersten Gang, darin elektronisch stufenlos: Die Drehzahl-Richtwerttabelle aus den Betriebsanleitungen von Einhell und Scheppach nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, und nur dieses Gerät kommt darunter
  • Einziger Hersteller im Feld, der die Bohrleistung nach Werkstoff getrennt ausweist – „max. Bohr-Ø – Stahl mm 13“ und „– Holz mm 40“ – statt nur den Spannbereich des Bohrfutters
  • Größter Bohrhub des Vergleichs mit 90 mm, bei zugleich 650 mm Gesamthöhe und 11,2 kg ohne Netzanschlussleitung – das leichteste Gerät im Feld
  • Zwei mechanische Gänge mit elektronisch stufenloser Regelung in jedem Gang: 200–850 und 600–2.500 min⁻¹, ohne Riemenumlegung

Ebenfalls in der engeren Wahl

Für Werkzeuge mit Kegelschaft

Einhell (Einhell Germany AG) TE-BD 750 E 4250715

Einhell (Einhell Germany AG)

TE-BD 750 E 4250715

Premium
4.2(655)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Die einzige Spindel im Vergleich mit Morsekonus MK 2 bei Bohrfutteraufnahme B 16 – damit lassen sich Kegelschaftwerkzeuge ohne Futter dazwischen aufnehmen. Dazu die größte Ausladung mit 152 mm und der größte Bohrtisch mit 243 × 243 mm, neigbar 45°/0°/45°, drehbar und über Handkurbel höhenverstellbar. Der Induktionsmotor mit 750 W im Aussetzbetrieb S2 15 min ist vom Hersteller ausdrücklich als solcher ausgewiesen, die Ausgangsdrehzahl läuft stufenlos von 450 bis 2.500 min⁻¹ mit LCD-Anzeige. Zu prüfen ist die Aufstellung: 44,4 kg auf 955 mm Bauhöhe verlangen eine tragfähige, ausreichend hohe Werkbank.

Spindelaufnahme und Bohrfutteraufnahme
MK 2 Bohrspindelkonus · Bohrfutteraufnahme B 16
Ausladung, Spindelmitte bis Säule
152 laut Datenblatt und Produktseite, 160 laut Betriebsanleitung
Motorart
Induktionsmotor

Dafür

  • Einzige Spindel im Vergleich mit Morsekonus: MK 2 bei Bohrfutteraufnahme B 16 – Werkzeuge mit Kegelschaft lassen sich direkt aufnehmen, ohne Futter dazwischen
  • Größte Ausladung im Feld mit 152 mm laut Datenblatt und Produktseite; die kleinste im Vergleich liegt bei 104 mm
  • Größter Bohrtisch des Vergleichs mit 243 × 243 mm, neigbar 45°/0°/45°, drehbar und über Handkurbel höhenverstellbar, mit Verbreiterung und Rollauflage
  • Induktionsmotor vom Hersteller ausdrücklich ausgewiesen („Laufruhiger und geräuscharmer Induktionsmotor“), 750 W im Aussetzbetrieb S2 15 min, Ausgangsdrehzahl stufenlos 450–2.500 min⁻¹ mit LCD-Anzeige
  • Ersatzteilportal mit Listenansicht und Explosionszeichnung über die Ident-Nummer 11016, Keilriemen ausdrücklich als Verschleißteil geführt, deutsche Service-Nummer mit veröffentlichten Servicezeiten

Dagegen

  • Drei Widersprüche zwischen zwei Primärquellen desselben Herstellers: Ausladung 152 gegen 160 mm, Gewicht 44,4 gegen 43 kg und Schnellspann- gegen Zahnkranzbohrfutter – jeweils Datenblatt und Produktseite gegen die Original-Betriebsanleitung
  • Keine Bohrleistung nach Werkstoff: Einhell weist nur „Bohrerdurchmesser 1 - 16 mm“ aus, also die Futterkapazität – bei 450 min⁻¹ niedrigster Drehzahl gegen die eigenen 370 min⁻¹ Richtwert für Ø 13 mm in Stahl
  • Mit 44,4 kg Produktgewicht und 955 mm Gesamthöhe die schwerste und höchste Maschine des Vergleichs: Die Werkbank muss das Gewicht tragen und darüber muss knapp ein Meter Luft bleiben
  • Geführt über die Werkzeugmaschinennorm EN 12717 statt über EN 62841-3-13; ein GS-Zeichen ist nicht belegbar, das Datenblatt trägt nur den generischen Fußzeilenhinweis ohne Prüfstelle und ohne Zertifikatsnummer

Für stufenlose Drehzahl auf Grauguss

scheppach (Scheppach GmbH) DP19Vario 5906820901

scheppach (Scheppach GmbH)

DP19Vario 5906820901

Mittelklasse
4.4(444)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Stufenlos von 440 bis 2.580 min⁻¹ mit digitaler Anzeige, verstellt über einen Einstellhebel statt über Riemenumlegung, angetrieben von einem Induktionsmotor mit 550 W Dauerleistung S1 – der einzige ausgewiesene S1-Wert im Feld. Der Bohrtisch ist geschliffener Grauguss mit 16-mm-T-Nut und 45°/0°/45° neigbar, die Grundplatte ebenfalls Grauguss. Erklärt nach EN 62841-1 und EN 62841-3-13. Die Richtwerttabelle für Stahl liefert Scheppach in der eigenen Anleitung mit – und die Maschine bleibt mit 440 min⁻¹ über den dort genannten 370 min⁻¹.

Niedrigste Drehzahl
440
Bohrtisch: Größe und Verstellung
190 × 190 laut Datenblatt und Anleitung, 198 × 194 laut Werksshop · Grauguss, geschliffen, T-Nut 16 · neigbar 45°/0°/45°, Drehbarkeit nicht angegeben
Normbezug und Garantie
CE nach 2006/42/EG, 2014/30/EU, 2011/65/EU · EN 62841-1 und EN 62841-3-13, Laserklasse 2 · 24 Monate Garantie mit Abhol-Service in Deutschland

Dafür

  • Stufenlos von 440 bis 2.580 min⁻¹ mit digitaler Drehzahlanzeige, verstellt über einen Einstellhebel statt über Riemenumlegung – die niedrigste stufenlos erreichbare Anfangsdrehzahl im Feld nach der Bosch
  • Bohrtisch aus geschliffenem Grauguss mit 16-mm-T-Nut, neigbar 45°/0°/45°; die Grundplatte ist ebenfalls Grauguss mit 15-mm-T-Nut
  • Einziges Gerät im Vergleich mit ausgewiesener S1-Dauerleistung: 550 W Induktionsmotor im Dauerbetrieb, Schutzklasse I, IP 20, Keilriemenantrieb
  • Liefert die Drehzahl-Richtwerttabelle nach Bohrerdurchmesser und Werkstoff in der eigenen Betriebsanleitung mit – für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, in Grauguss 590 min⁻¹
  • Nach EN 62841-1 und EN 62841-3-13 erklärt, Garantieabwicklung über das Herstellerformular mit Abhol-Service in Deutschland und einer Regelbearbeitung von 14 Tagen

Dagegen

  • Die eigene Richtwerttabelle nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹ – die Maschine beginnt bei 440 min⁻¹ und unterschreitet den Wert nicht
  • Drei Werte weichen zwischen der Spezifikationstabelle des eigenen Werksshops und Datenblatt beziehungsweise Betriebsanleitung ab: Gesamthöhe 850 gegen 870 mm, Bohrtisch 198 × 194 gegen 190 × 190 mm, Motordrehzahl 1.450 gegen 1.490 min⁻¹
  • Keine Bohrleistung nach Werkstoff: Der Werksshop nennt „Bohrerdurchmesser mit Spannfutter max 13.0 mm“, also die Futterkapazität
  • Kein Spindelkonus – die Spindel führt nur die Bohrfutteraufnahme B 16; Werkzeuge mit Kegelschaft nimmt im Feld nur die Einhell direkt auf

Für knappe Bauhöhe und knappe Werkbanktiefe

Fartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS) One P 13E 111050

Fartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS)

One P 13E 111050

Einsteiger
4.0(420)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Das einzige Gerät des Vergleichs, für das der Hersteller die Ausladung direkt als Zahl veröffentlicht: 104 mm, übereinstimmend in drei Herstellerquellen. Mit 580 mm die niedrigste Bauhöhe im Feld, Bohrtisch 160 × 160 mm, um die Säule schwenkbar und an ihr klemmbar. Die Ersatzteilzusage über zehn Jahre steht schriftlich, samt Explosionszeichnung und bestätigtem Versand nach Deutschland. Gegenzurechnen sind 350 W, fünf feste Riemenstufen ab 520 oder 580 min⁻¹ und ein Service-Weg, den es nur auf Französisch gibt.

Ausladung, Spindelmitte bis Säule
104
Bohrtisch: Größe und Verstellung
160 × 160 · um die Säule schwenkbar, 40° neigbar laut Piktogramm der Originalnotice · Tischwerkstoff nicht getrennt angegeben, Gerätebauart „Fonte“
Drehzahlband und Verstellart
520–2.620 laut Datenblatt der P 13E, 580–2.650 laut Typenschild und Revision P 13G · fünf feste Stufen über Riemenumlegung

Dafür

  • Einziges Gerät im Vergleich mit direkt veröffentlichter Ausladung: 104 mm, übereinstimmend in Fiche produit, Produktseite und Maßtafel der Originalnotice
  • Niedrigste Bauhöhe im Feld mit 580 mm – knapp unter der Arebos (590 mm) und rund 375 mm unter der Einhell
  • Ersatzteilversorgung schriftlich zugesagt: zehn Jahre ab Ersteinführung auf dem französischen Markt, mit Explosionszeichnung auf dem Herstellerserver und bestätigtem Versand nach Deutschland
  • Die aktuelle Revision P 13G ist neben Bosch und Scheppach nach EN 62841-1 und EN 62841-3-13 erklärt, mit vollständiger EU-Konformitätserklärung, deutscher Produktbezeichnung und 230 V ~ 50 Hz
  • Bohrtisch 160 × 160 mm um die Säule schwenkbar und an ihr klemmbar, Säulendurchmesser 46 mm

Dagegen

  • Drei Revisionen – P 13E, P 13F und P 13G – laufen unter derselben Referenz 111050 und derselben EAN 3431541110502; welche ausgeliefert wird, ist aus Herstellerquellen nicht bestimmbar, und die Herstellerseite führt nur noch die P 13G
  • Dadurch drei Kennwerte doppelt belegt: Anfangsdrehzahl 520 gegen 580 min⁻¹, Gewicht 19 gegen 14 kg, Normbezug EN 61029-1 gegen EN 62841-3-13
  • Kein deutschsprachiger Service-Weg: keine deutsche Rufnummer, kein deutsches Formular, die Sprachpfade /de/ der Herstellerseite liefern HTTP 404 – und mit einem Jahr die kürzeste Herstellergarantie im Feld
  • Schwächster Antrieb des Vergleichs mit 350 W, und die Originalnotice hat in keiner Sprache Fließtext: Sie besteht aus Bildtafeln mit einseitigen Legenden, die einzige Textseite der P-13E-Fassung beschreibt einen Doppelschleifer

Vergleich auf einen Blick

Marktübersicht tischbohrmaschine – Stand 2026-08-02
Für Direktvergleich auswählenProduktSegmentBewertungBohrleistung in Stahl(mm)Niedrigste Drehzahl(min⁻¹)Ausladung, Spindelmitte bis Säule(mm)Zum AnbieterAnbieter
Bosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH) PBD 40 0603B07000Bosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH)PBD 40 0603B07000DetailsMittelklasse
4.6(5.904)
13200Bezugsgröße: Grundplatte 330 × 350 mm als Auflage (Herstellerangabe: Geprüft wurden die zehnzeilige Spezifikationstabelle der Produktseite pbd-40-0603b07000 (vollständig ausgelesen), die Originalbetriebsanleitung 1 609 92A D2Y (2025.07) im Volltext der deutschen Sprachfassung nach „Ausladung“, „Säulenabstand“ und „Abstand“, sowie der Downloadbereich bosch-diy.com/de/de/service/downloads. Ein Abstand Spindelmitte–Säule steht in keiner der drei Quellen; ein Datenblatt-PDF oder einen Katalog für die grüne Linie veröffentlicht Bosch nicht. Belegt ist nur das Auflagemaß: „Maße Grundplatte (Breite x Tiefe x Höhe) mm 330 x 350 x 30“. — Das Auflagemaß sagt, wie groß das Werkstück liegen darf, nicht, wie weit von seiner Kante gebohrt werden kann. Die Ausladung folgt daraus nicht – sie hängt am Überhang des Bohrkopfs, den Bosch nicht bemaßt. Wer die Zahl braucht, findet sie im Feld bei Fartools (104 mm), Scheppach (125 mm) und Einhell (152 mm).)Zum AngebotBosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH) PBD 40 0603B07000, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
Einhell (Einhell Germany AG) TE-BD 750 E 4250715Einhell (Einhell Germany AG)TE-BD 750 E 4250715DetailsPremium
4.2(655)
Bohrerdurchmesser 1–16 mm, also Futterkapazität (Herstellerangabe: Produktdatenblatt 4250715_11016_001_DE (Generierungsdatum 23.03.2020), Zeile „Bohrerdurchmesser 1 - 16 mm“; identisch in der Original-Betriebsanleitung Anl_TE_BD_750_E_SPK4, Kapitel 4, und auf der Produktseite einhell.de/p/4250715-te-bd-750-e. Eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung führt keine der drei Quellen. — Der Spannbereich beantwortet nur, welcher Schaft ins Futter passt. Für Stahl ist die untere Drehzahl die Grenze: Einhells eigene Richtwerttabelle nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, die Maschine beginnt bei 450 min⁻¹. Dass die 16 mm Futterweite damit in Stahl nicht ausgefahren werden, ist eine Schlussfolgerung aus zwei Herstellerangaben desselben Dokuments, keine Aussage von Einhell.)450152 laut Datenblatt und Produktseite, 160 laut BetriebsanleitungZum AngebotEinhell (Einhell Germany AG) TE-BD 750 E 4250715, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
scheppach (Scheppach GmbH) DP19Vario 5906820901scheppach (Scheppach GmbH)DP19Vario 5906820901DetailsMittelklasse
4.4(444)
Bohrfutterspannbereich 1,5–13 mm, also Futterkapazität (Herstellerangabe: Spezifikationstabelle des Werksshops shop.scheppach.com zur Art.-Nr. 5906820901: „Bohrerdurchmesser mit Spannfutter max 13.0 mm“; Datenblatt 5906820901_de (Ausgabe 2022-09-08): „Bohrfutterspannbereich / Typ 1,5 – 13 mm / Schnellspann-Bohrfutter“; Betriebsanleitung Kapitel 6 identisch. Eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung führt keine der drei Quellen. — Scheppach liefert die Antwort in derselben Anleitung mit, nur an anderer Stelle: Die Richtwerttabelle auf Seite 15 nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹ und für Ø 13 mm in Grauguss 590 min⁻¹, mit dem Zusatz „Bei den angegebenen Drehzahlen handelt es sich lediglich um Richtwerte.“ Die Maschine beginnt bei 440 min⁻¹. Der Spannbereich taugt damit als Bezugsgröße für den Schaft, nicht als Leistungsangabe.)440125Zum Angebotscheppach (Scheppach GmbH) DP19Vario 5906820901, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
AREBOS (AREBOS GmbH) Tischbohrmaschine 500 W AR-HE-TBM500AREBOS (AREBOS GmbH)Tischbohrmaschine 500 W AR-HE-TBM500DetailsEinsteiger
4.2(985)
Zahnkranzfutter 13 mm laut Produktseite, 1,5–16 mm laut Anleitung (Herstellerangabe: Original-Bedienungsanleitung „AREBOS Tischbohrmaschine 500W“, Kapitel 2 Technische Daten: „Bohrfutter 1,5 – 16 mm“; Produktseite arebos.de und Lieferumfang: „1x 13 mm Zahnkranzbohrfutter“. Beide Quellen nennen ausschließlich die Futterweite, keine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung. — Zwei verschiedene Futterweiten in zwei Herstellerquellen, und keine davon ist eine Leistungsangabe. Für Stahl ist die untere Drehzahl maßgeblich: Mit 550 min⁻¹ liegt die Maschine deutlich über den 370 min⁻¹, die Einhell und Scheppach für Ø 13 mm in Stahl als Richtwert drucken – und das ist der höchste eindeutig belegte Anfangswert im Feld, weil die Fartools je nach Herstellerquelle bei 520 oder 580 min⁻¹ beginnt. Dass 13 oder gar 16 mm in Stahl damit nicht abgedeckt sind, ist eine Schlussfolgerung aus fremden Richtwerttabellen und keine Aussage von Arebos.)550Bezugsgrößen: Bohrtisch 164 × 162 mm, Säule Ø 46 mm (Herstellerangabe: Geprüft wurden die 21 Zeilen der Tabelle „2. Technische Daten“ der Original-Bedienungsanleitung (vollständig ausgelesen, von Nenneingangsspannung bis Schwingungsemissionswert), die Attributliste der Produktseite arebos.de (SKU, Marke, Modell, Gewicht, Material, Farbe, Drehzahl, Stufenzahl, Tischgröße, Stromversorgung, Spannung, CE, Packstücke) und die EU-Konformitätserklärung vom 04.02.2021. Säulendurchmesser 46 mm und Bohrtischmaß stehen dort, ein Abstand Spindelmitte–Säule nicht. Ein Datenblatt, einen Katalog oder einen Ersatzteilkatalog veröffentlicht Arebos nicht. — Tischmaß und Säulenstärke sind belegt, die Ausladung folgt daraus nicht: Sie hängt am Überhang des Bohrkopfs über die Säule, den Arebos nicht bemaßt. Von den fünf Geräten veröffentlichen nur Fartools (104 mm), Scheppach (125 mm) und Einhell (152 mm) die Zahl.)Zum AngebotAREBOS (AREBOS GmbH) Tischbohrmaschine 500 W AR-HE-TBM500, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
Fartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS) One P 13E 111050Fartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS)One P 13E 111050DetailsEinsteiger
4.0(420)
Futterkapazität „ø 13 mm Maxi“ (Herstellerangabe: Fiche produit 111050-C-20120126 (P 13E) und 111050-3 (P 13G), Piktogrammleiste „ø 13 mm Maxi“; Produktseite fartools.com: „Capacité de serrage du mandrin 13 MM“. Zusätzlich geprüft: die 18-zeilige Attributliste der Produktseite, die Symbol- und Technikdatentafeln der Originalnotices 111050-F-20150511 und 111050-3-J-20220623, die Explosionszeichnung und der Hauptkatalog 2026 über 309 Seiten im Volltext. Fartools veröffentlicht für keine seiner Tischbohrmaschinen eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung. — Der Katalog zeigt, dass die Trennung beim Hersteller an der Aufnahme hängt, nicht am Werkstoff: Dort steht „Capacité maxi de perçage avec CM“, also die Kapazität mit Kegelaufnahme – die diese Maschine nicht hat. Für Stahl bleibt die untere Drehzahl maßgeblich, und die ist hier mit 520 oder 580 min⁻¹ nicht einmal eindeutig belegt.)520 laut Datenblatt der P 13E, 580 laut Typenschild und Revision P 13G104Zum AngebotFartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS) One P 13E 111050, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.

errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist

Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.

Werbelinks zu amazon.de. Bewertungen stammen aus verifizierten Käuferbewertungen und öffentlichen Quellen; die Quellenangabe steht bei jedem Produkt im Detailblock. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.

Die Modelle im Einzelnen

Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

Bosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH)

PBD 40 0603B07000

Mittelklasse
4.6(5.904)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Bankbohrmaschine mit zweistufigem Getriebe und elektronischer Feinregelung, die als einzige im Feld auf 200 min⁻¹ heruntergeht und die Bohrleistung nach Werkstoff getrennt ausweist – gebaut ohne Bohrtisch, mit der Grundplatte als Auflage.

Kaufentscheidung

Die einzige Maschine im Feld unter den 370 min⁻¹, die Einhell und Scheppach für Ø 13 mm in Stahl als Richtwert nennen: 200 min⁻¹ im ersten Gang, darin stufenlos. Bosch weist als einziger die Bohrleistung nach Werkstoff aus, 13 mm Stahl und 40 mm Holz, und hat mit 90 mm den größten Bohrhub.

Die Grenze ist der Aufbau: Die PBD 40 hat keinen Bohrtisch, das Werkstück liegt auf der starren Grundplatte. Eine Ausladung und eine Kegelbezeichnung der Spindel veröffentlicht Bosch in keiner Quelle. Wer neigen und das Futter wechseln will, nimmt die Einhell TE-BD 750 E mit MK 2 und einem 45°/0°/45° neigbaren Tisch.

Bohrleistung in Stahl (mm)
13
Niedrigste Drehzahl (min⁻¹)
200
Ausladung, Spindelmitte bis Säule (mm)
Bezugsgröße: Grundplatte 330 × 350 mm als Auflage (Herstellerangabe: Geprüft wurden die zehnzeilige Spezifikationstabelle der Produktseite pbd-40-0603b07000 (vollständig ausgelesen), die Originalbetriebsanleitung 1 609 92A D2Y (2025.07) im Volltext der deutschen Sprachfassung nach „Ausladung“, „Säulenabstand“ und „Abstand“, sowie der Downloadbereich bosch-diy.com/de/de/service/downloads. Ein Abstand Spindelmitte–Säule steht in keiner der drei Quellen; ein Datenblatt-PDF oder einen Katalog für die grüne Linie veröffentlicht Bosch nicht. Belegt ist nur das Auflagemaß: „Maße Grundplatte (Breite x Tiefe x Höhe) mm 330 x 350 x 30“. — Das Auflagemaß sagt, wie groß das Werkstück liegen darf, nicht, wie weit von seiner Kante gebohrt werden kann. Die Ausladung folgt daraus nicht – sie hängt am Überhang des Bohrkopfs, den Bosch nicht bemaßt. Wer die Zahl braucht, findet sie im Feld bei Fartools (104 mm), Scheppach (125 mm) und Einhell (152 mm).)
Spindelaufnahme und Bohrfutteraufnahme
fest sitzendes Schnellspannbohrfutter 1,5–13 mm, ab Werk montiert (Herstellerangabe: Originalbetriebsanleitung 1 609 92A D2Y, Abschnitt „Werkzeugwechsel“: „Die Antriebseinheit (12) wird ab Werk mit einem zweihülsigen Schnellspannbohrfutter (16) ausgeliefert.“ Weder die Anleitung noch die Produktseite nennen B 16, einen Morsekonus oder eine andere Kegelbezeichnung. — Die Aussage beschreibt, was montiert ist, nicht die Schnittstelle darunter. Ohne benannte Aufnahme ist ein Wechsel auf ein anderes Futter oder auf Werkzeuge mit Kegelschaft aus Herstellerquellen nicht belegt – das ist eine Schlussfolgerung aus der fehlenden Angabe, keine Aussage des Herstellers. Die übrigen vier Geräte tragen B 16, die Einhell zusätzlich MK 2 in der Spindel.)
Drehzahlband und Verstellart (min⁻¹)
200–850 im 1. Gang, 600–2.500 im 2. Gang · zwei Gänge, in jedem Gang elektronisch stufenlos

Dafür

  • Niedrigste Anfangsdrehzahl im Vergleich mit 200 min⁻¹ im ersten Gang, darin elektronisch stufenlos: Die Drehzahl-Richtwerttabelle aus den Betriebsanleitungen von Einhell und Scheppach nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, und nur dieses Gerät kommt darunter
  • Einziger Hersteller im Feld, der die Bohrleistung nach Werkstoff getrennt ausweist – „max. Bohr-Ø – Stahl mm 13“ und „– Holz mm 40“ – statt nur den Spannbereich des Bohrfutters
  • Größter Bohrhub des Vergleichs mit 90 mm, bei zugleich 650 mm Gesamthöhe und 11,2 kg ohne Netzanschlussleitung – das leichteste Gerät im Feld
  • Zwei mechanische Gänge mit elektronisch stufenloser Regelung in jedem Gang: 200–850 und 600–2.500 min⁻¹, ohne Riemenumlegung
  • Ersatzteile laut Hersteller „in der Regel 8-10 Jahre verfügbar – nach Serienende“ über den Online-Ersatzteilservice, deutsche Service-Nummer für Kundendienst und Anwendungsberatung, Garantie zwei Jahre und mit MyBosch-Registrierung innerhalb von vier Wochen drei Jahre

Dagegen

  • Kein Bohrtisch: Das Werkstück liegt auf der Grundplatte 330 × 350 × 30 mm, die sich weder neigen noch in der Höhe verstellen lässt – Winkelbohrungen sind konstruktiv nicht vorgesehen, während die übrigen vier Geräte ±45° neigbare Tische führen
  • Ausladung in keiner Herstellerquelle: nicht in der Spezifikationstabelle der Produktseite, nicht in den Technischen Daten der Originalbetriebsanleitung 1 609 92A D2Y, und ein eigenes Datenblatt-PDF für die grüne Linie gibt es nicht
  • Spindelaufnahme ohne Kegelbezeichnung – das zweihülsige Schnellspannfutter wird ab Werk montiert geliefert, weder B 16 noch ein Morsekonus werden genannt; Zubehör lässt sich damit nicht vorab zuordnen
  • Motorart nicht veröffentlicht: Anleitung und Produktseite nennen nur 710 W Nennaufnahmeleistung und Schutzklasse II, eine Betriebsart wie S1 oder S2 fehlt ebenfalls

Einhell (Einhell Germany AG)

TE-BD 750 E 4250715

Premium
4.2(655)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Schwerste und höchste Maschine des Vergleichs mit Induktionsmotor, MK-2-Spindel und dem größten Bohrtisch – ausgelegt auf ortsfesten Metallbau an einer tragfähigen Werkbank.

Kaufentscheidung

Für den, der Werkzeuge mit Kegelschaft aufnehmen will: MK 2 in der Spindel, B 16 als Bohrfutteraufnahme – im Feld einmalig. Dazu die größte Ausladung mit 152 mm, der größte Bohrtisch mit 243 × 243 mm und ein Induktionsmotor, den Einhell ausdrücklich als solchen ausweist.

Die Grenzen sind die Quellenlage und die Aufstellung: Ausladung 152 gegen 160 mm, Gewicht 44,4 gegen 43 kg, Schnellspann- gegen Zahnkranzfutter – jeweils Datenblatt gegen Original-Betriebsanleitung. Mit 44,4 kg auf 955 mm Bauhöhe ist es die schwerste und höchste Maschine hier. Wer die Werkbank schonen will, findet bei der Bosch PBD 40 elf Kilogramm.

Bohrleistung in Stahl (mm)
Bohrerdurchmesser 1–16 mm, also Futterkapazität (Herstellerangabe: Produktdatenblatt 4250715_11016_001_DE (Generierungsdatum 23.03.2020), Zeile „Bohrerdurchmesser 1 - 16 mm“; identisch in der Original-Betriebsanleitung Anl_TE_BD_750_E_SPK4, Kapitel 4, und auf der Produktseite einhell.de/p/4250715-te-bd-750-e. Eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung führt keine der drei Quellen. — Der Spannbereich beantwortet nur, welcher Schaft ins Futter passt. Für Stahl ist die untere Drehzahl die Grenze: Einhells eigene Richtwerttabelle nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, die Maschine beginnt bei 450 min⁻¹. Dass die 16 mm Futterweite damit in Stahl nicht ausgefahren werden, ist eine Schlussfolgerung aus zwei Herstellerangaben desselben Dokuments, keine Aussage von Einhell.)
Niedrigste Drehzahl (min⁻¹)
450
Ausladung, Spindelmitte bis Säule (mm)
152 laut Datenblatt und Produktseite, 160 laut Betriebsanleitung
Spindelaufnahme und Bohrfutteraufnahme
MK 2 Bohrspindelkonus · Bohrfutteraufnahme B 16
Drehzahlband und Verstellart (min⁻¹)
450–2.500 · stufenlos, Ausgangsdrehzahl per LCD angezeigt

Dafür

  • Einzige Spindel im Vergleich mit Morsekonus: MK 2 bei Bohrfutteraufnahme B 16 – Werkzeuge mit Kegelschaft lassen sich direkt aufnehmen, ohne Futter dazwischen
  • Größte Ausladung im Feld mit 152 mm laut Datenblatt und Produktseite; die kleinste im Vergleich liegt bei 104 mm
  • Größter Bohrtisch des Vergleichs mit 243 × 243 mm, neigbar 45°/0°/45°, drehbar und über Handkurbel höhenverstellbar, mit Verbreiterung und Rollauflage
  • Induktionsmotor vom Hersteller ausdrücklich ausgewiesen („Laufruhiger und geräuscharmer Induktionsmotor“), 750 W im Aussetzbetrieb S2 15 min, Ausgangsdrehzahl stufenlos 450–2.500 min⁻¹ mit LCD-Anzeige
  • Ersatzteilportal mit Listenansicht und Explosionszeichnung über die Ident-Nummer 11016, Keilriemen ausdrücklich als Verschleißteil geführt, deutsche Service-Nummer mit veröffentlichten Servicezeiten

Dagegen

  • Drei Widersprüche zwischen zwei Primärquellen desselben Herstellers: Ausladung 152 gegen 160 mm, Gewicht 44,4 gegen 43 kg und Schnellspann- gegen Zahnkranzbohrfutter – jeweils Datenblatt und Produktseite gegen die Original-Betriebsanleitung
  • Keine Bohrleistung nach Werkstoff: Einhell weist nur „Bohrerdurchmesser 1 - 16 mm“ aus, also die Futterkapazität – bei 450 min⁻¹ niedrigster Drehzahl gegen die eigenen 370 min⁻¹ Richtwert für Ø 13 mm in Stahl
  • Mit 44,4 kg Produktgewicht und 955 mm Gesamthöhe die schwerste und höchste Maschine des Vergleichs: Die Werkbank muss das Gewicht tragen und darüber muss knapp ein Meter Luft bleiben
  • Geführt über die Werkzeugmaschinennorm EN 12717 statt über EN 62841-3-13; ein GS-Zeichen ist nicht belegbar, das Datenblatt trägt nur den generischen Fußzeilenhinweis ohne Prüfstelle und ohne Zertifikatsnummer

scheppach (Scheppach GmbH)

DP19Vario 5906820901

Mittelklasse
4.4(444)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Stufenlos geregelte Graugussmaschine mit digitaler Drehzahlanzeige und Induktionsmotor im Dauerbetrieb S1, deren Betriebsanleitung die Drehzahl-Richtwerttabelle für Stahl mitliefert.

Kaufentscheidung

Die Maschine für den, der die Drehzahl stufenlos einstellen und ablesen will: 440 bis 2.580 min⁻¹ mit digitaler Anzeige, angetrieben von einem Induktionsmotor mit 550 W Dauerleistung S1 – der einzige ausgewiesene S1-Wert im Vergleich. Der Bohrtisch ist geschliffener Grauguss mit 16-mm-T-Nut, neigbar 45°/0°/45°.

Die Grenze steht in der eigenen Anleitung: Für Ø 13 mm in Stahl nennt Scheppach 370 min⁻¹, die Maschine beginnt bei 440. Dazu drei Werte, die der Werksshop anders führt als Datenblatt und Anleitung – Höhe, Bohrtischmaß und Motordrehzahl. Wer unter 370 min⁻¹ kommen muss, hat im Feld nur die Bosch PBD 40.

Bohrleistung in Stahl (mm)
Bohrfutterspannbereich 1,5–13 mm, also Futterkapazität (Herstellerangabe: Spezifikationstabelle des Werksshops shop.scheppach.com zur Art.-Nr. 5906820901: „Bohrerdurchmesser mit Spannfutter max 13.0 mm“; Datenblatt 5906820901_de (Ausgabe 2022-09-08): „Bohrfutterspannbereich / Typ 1,5 – 13 mm / Schnellspann-Bohrfutter“; Betriebsanleitung Kapitel 6 identisch. Eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung führt keine der drei Quellen. — Scheppach liefert die Antwort in derselben Anleitung mit, nur an anderer Stelle: Die Richtwerttabelle auf Seite 15 nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹ und für Ø 13 mm in Grauguss 590 min⁻¹, mit dem Zusatz „Bei den angegebenen Drehzahlen handelt es sich lediglich um Richtwerte.“ Die Maschine beginnt bei 440 min⁻¹. Der Spannbereich taugt damit als Bezugsgröße für den Schaft, nicht als Leistungsangabe.)
Niedrigste Drehzahl (min⁻¹)
440
Ausladung, Spindelmitte bis Säule (mm)
125
Spindelaufnahme und Bohrfutteraufnahme
B 16 Bohrfutteraufnahme · ein Spindelkonus wird nicht angegeben
Drehzahlband und Verstellart (min⁻¹)
440–2.580 · stufenlos über Einstellhebel, mit digitaler Drehzahlanzeige

Dafür

  • Stufenlos von 440 bis 2.580 min⁻¹ mit digitaler Drehzahlanzeige, verstellt über einen Einstellhebel statt über Riemenumlegung – die niedrigste stufenlos erreichbare Anfangsdrehzahl im Feld nach der Bosch
  • Bohrtisch aus geschliffenem Grauguss mit 16-mm-T-Nut, neigbar 45°/0°/45°; die Grundplatte ist ebenfalls Grauguss mit 15-mm-T-Nut
  • Einziges Gerät im Vergleich mit ausgewiesener S1-Dauerleistung: 550 W Induktionsmotor im Dauerbetrieb, Schutzklasse I, IP 20, Keilriemenantrieb
  • Liefert die Drehzahl-Richtwerttabelle nach Bohrerdurchmesser und Werkstoff in der eigenen Betriebsanleitung mit – für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, in Grauguss 590 min⁻¹
  • Nach EN 62841-1 und EN 62841-3-13 erklärt, Garantieabwicklung über das Herstellerformular mit Abhol-Service in Deutschland und einer Regelbearbeitung von 14 Tagen

Dagegen

  • Die eigene Richtwerttabelle nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹ – die Maschine beginnt bei 440 min⁻¹ und unterschreitet den Wert nicht
  • Drei Werte weichen zwischen der Spezifikationstabelle des eigenen Werksshops und Datenblatt beziehungsweise Betriebsanleitung ab: Gesamthöhe 850 gegen 870 mm, Bohrtisch 198 × 194 gegen 190 × 190 mm, Motordrehzahl 1.450 gegen 1.490 min⁻¹
  • Keine Bohrleistung nach Werkstoff: Der Werksshop nennt „Bohrerdurchmesser mit Spannfutter max 13.0 mm“, also die Futterkapazität
  • Kein Spindelkonus – die Spindel führt nur die Bohrfutteraufnahme B 16; Werkzeuge mit Kegelschaft nimmt im Feld nur die Einhell direkt auf

AREBOS (AREBOS GmbH)

Tischbohrmaschine 500 W AR-HE-TBM500

Einsteiger
4.2(985)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Einstiegsmaschine mit fünf riemengeschalteten Drehzahlstufen und Zahnkranzfutter, ausgelegt auf gelegentliches Bohren in Holz und Kunststoff an der Werkbank.

Kaufentscheidung

Der Einstiegspunkt des Vergleichs für Holz und Kunststoff: fünf feste Drehzahlstufen von 550 bis 2.500 min⁻¹ über Riemenumlegung, Bohrtisch 164 × 162 mm mit 45°/0°/45° und Handkurbel, 14,5 kg auf 590 mm Bauhöhe. Firmierung, Service-Nummer und Servicezeiten sind deutsch und veröffentlicht.

Die Grenze ist die Datenlage bei genau den Werten, an denen dieser Vergleich hängt: keine Ausladung in irgendeiner Quelle, keine Bohrleistung nach Werkstoff, keine Motorart, keine Garantiedauer. Mit 550 min⁻¹ ist die Anfangsdrehzahl der höchste eindeutig belegte Wert im Feld, weit über den 370 min⁻¹ der Richtwerttabellen. Für Stahl führt der Weg zur Bosch PBD 40.

Bohrleistung in Stahl (mm)
Zahnkranzfutter 13 mm laut Produktseite, 1,5–16 mm laut Anleitung (Herstellerangabe: Original-Bedienungsanleitung „AREBOS Tischbohrmaschine 500W“, Kapitel 2 Technische Daten: „Bohrfutter 1,5 – 16 mm“; Produktseite arebos.de und Lieferumfang: „1x 13 mm Zahnkranzbohrfutter“. Beide Quellen nennen ausschließlich die Futterweite, keine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung. — Zwei verschiedene Futterweiten in zwei Herstellerquellen, und keine davon ist eine Leistungsangabe. Für Stahl ist die untere Drehzahl maßgeblich: Mit 550 min⁻¹ liegt die Maschine deutlich über den 370 min⁻¹, die Einhell und Scheppach für Ø 13 mm in Stahl als Richtwert drucken – und das ist der höchste eindeutig belegte Anfangswert im Feld, weil die Fartools je nach Herstellerquelle bei 520 oder 580 min⁻¹ beginnt. Dass 13 oder gar 16 mm in Stahl damit nicht abgedeckt sind, ist eine Schlussfolgerung aus fremden Richtwerttabellen und keine Aussage von Arebos.)
Niedrigste Drehzahl (min⁻¹)
550
Ausladung, Spindelmitte bis Säule (mm)
Bezugsgrößen: Bohrtisch 164 × 162 mm, Säule Ø 46 mm (Herstellerangabe: Geprüft wurden die 21 Zeilen der Tabelle „2. Technische Daten“ der Original-Bedienungsanleitung (vollständig ausgelesen, von Nenneingangsspannung bis Schwingungsemissionswert), die Attributliste der Produktseite arebos.de (SKU, Marke, Modell, Gewicht, Material, Farbe, Drehzahl, Stufenzahl, Tischgröße, Stromversorgung, Spannung, CE, Packstücke) und die EU-Konformitätserklärung vom 04.02.2021. Säulendurchmesser 46 mm und Bohrtischmaß stehen dort, ein Abstand Spindelmitte–Säule nicht. Ein Datenblatt, einen Katalog oder einen Ersatzteilkatalog veröffentlicht Arebos nicht. — Tischmaß und Säulenstärke sind belegt, die Ausladung folgt daraus nicht: Sie hängt am Überhang des Bohrkopfs über die Säule, den Arebos nicht bemaßt. Von den fünf Geräten veröffentlichen nur Fartools (104 mm), Scheppach (125 mm) und Einhell (152 mm) die Zahl.)
Spindelaufnahme und Bohrfutteraufnahme
B 16 Bohrfutteraufnahme · ein Spindelkonus wird nicht angegeben
Drehzahlband und Verstellart (min⁻¹)
550 / 950 / 1.450 / 1.950 / 2.500 · fünf feste Stufen über Riemenumlegung, nicht stufenlos

Dafür

  • Fünf feste Drehzahlstufen von 550 bis 2.500 min⁻¹ über Riemenumlegung – rein mechanisch, ohne Regelelektronik, die ausfallen kann
  • Bohrtisch 164 × 162 mm mit Winkelverstellung 45°/0°/45° und Höhenverstellung per Handkurbel, bei 590 mm Gesamthöhe und 14,5 kg – die zweitkompakteste Maschine im Feld
  • Deutsche Firmierung, deutsche Service-Nummer und veröffentlichte Servicezeiten Mo–Fr 09:00–16:00 Uhr samt eigenem Serviceportal
  • Vollständige EU-Konformitätserklärung mit namentlich benannten Normen, und eine Bedienungsanleitung mit 21-zeiliger Tabelle technischer Daten von der Nenneingangsspannung bis zum Schwingungsemissionswert

Dagegen

  • Höchste eindeutig belegte Anfangsdrehzahl im Feld mit 550 min⁻¹, gegen die 370 min⁻¹, die Einhell und Scheppach für Ø 13 mm in Stahl als Richtwert drucken – nur die Fartools liegt mit 520 oder 580 min⁻¹ je nach Herstellerquelle in derselben Größenordnung
  • Ausladung in keiner Quelle: nicht in der vollständig ausgelesenen Tabelle der Bedienungsanleitung, nicht in der Attributliste der Produktseite, nicht in der Konformitätserklärung – ein Datenblatt oder einen Katalog veröffentlicht Arebos nicht
  • Zwei Widersprüche zwischen Anleitung und Produktseite: Bohrfutter 1,5–16 mm gegen 13 mm und Gewicht 14,5 gegen 15,5 kg
  • Als einziges Gerät im Vergleich ohne veröffentlichte Garantiedauer und ohne Ersatzteilweg: kein Ersatzteilshop, keine Explosionszeichnung, keine Verschleißteilliste auf arebos.de oder about.arebos.de

Fartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS)

One P 13E 111050

Einsteiger
4.0(420)

Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen auf amazon.de

Niedrigste Maschine im Feld und die einzige, für die der Hersteller die Ausladung direkt als Zahl veröffentlicht – Einstiegslinie eines französischen Herstellers mit schriftlicher Ersatzteilzusage über zehn Jahre.

Kaufentscheidung

Die Maschine für knappe Verhältnisse: 580 mm Bauhöhe, die niedrigste im Feld, und als einziges Gerät eine vom Hersteller direkt veröffentlichte Ausladung von 104 mm, dreifach belegt. Die Ersatzteilzusage über zehn Jahre steht schriftlich, mit Explosionszeichnung und bestätigtem Versand nach Deutschland.

Die Grenze ist die Revisionslage: P 13E, P 13F und P 13G laufen unter derselben Referenz und derselben EAN und unterscheiden sich in Anfangsdrehzahl (520 gegen 580 min⁻¹), Gewicht (19 gegen 14 kg) und Norm. Dazu 350 W, ein Jahr Garantie und ein Service-Weg nur auf Französisch. Wer eine eindeutige Datenlage braucht, nimmt die Scheppach DP19Vario.

Bohrleistung in Stahl (mm)
Futterkapazität „ø 13 mm Maxi“ (Herstellerangabe: Fiche produit 111050-C-20120126 (P 13E) und 111050-3 (P 13G), Piktogrammleiste „ø 13 mm Maxi“; Produktseite fartools.com: „Capacité de serrage du mandrin 13 MM“. Zusätzlich geprüft: die 18-zeilige Attributliste der Produktseite, die Symbol- und Technikdatentafeln der Originalnotices 111050-F-20150511 und 111050-3-J-20220623, die Explosionszeichnung und der Hauptkatalog 2026 über 309 Seiten im Volltext. Fartools veröffentlicht für keine seiner Tischbohrmaschinen eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung. — Der Katalog zeigt, dass die Trennung beim Hersteller an der Aufnahme hängt, nicht am Werkstoff: Dort steht „Capacité maxi de perçage avec CM“, also die Kapazität mit Kegelaufnahme – die diese Maschine nicht hat. Für Stahl bleibt die untere Drehzahl maßgeblich, und die ist hier mit 520 oder 580 min⁻¹ nicht einmal eindeutig belegt.)
Niedrigste Drehzahl (min⁻¹)
520 laut Datenblatt der P 13E, 580 laut Typenschild und Revision P 13G
Ausladung, Spindelmitte bis Säule (mm)
104
Spindelaufnahme und Bohrfutteraufnahme
B 16 Bohrfutteraufnahme · ein Morsekonus wird erst ab größeren Baureihen geführt
Drehzahlband und Verstellart (min⁻¹)
520–2.620 laut Datenblatt der P 13E, 580–2.650 laut Typenschild und Revision P 13G · fünf feste Stufen über Riemenumlegung

Dafür

  • Einziges Gerät im Vergleich mit direkt veröffentlichter Ausladung: 104 mm, übereinstimmend in Fiche produit, Produktseite und Maßtafel der Originalnotice
  • Niedrigste Bauhöhe im Feld mit 580 mm – knapp unter der Arebos (590 mm) und rund 375 mm unter der Einhell
  • Ersatzteilversorgung schriftlich zugesagt: zehn Jahre ab Ersteinführung auf dem französischen Markt, mit Explosionszeichnung auf dem Herstellerserver und bestätigtem Versand nach Deutschland
  • Die aktuelle Revision P 13G ist neben Bosch und Scheppach nach EN 62841-1 und EN 62841-3-13 erklärt, mit vollständiger EU-Konformitätserklärung, deutscher Produktbezeichnung und 230 V ~ 50 Hz
  • Bohrtisch 160 × 160 mm um die Säule schwenkbar und an ihr klemmbar, Säulendurchmesser 46 mm

Dagegen

  • Drei Revisionen – P 13E, P 13F und P 13G – laufen unter derselben Referenz 111050 und derselben EAN 3431541110502; welche ausgeliefert wird, ist aus Herstellerquellen nicht bestimmbar, und die Herstellerseite führt nur noch die P 13G
  • Dadurch drei Kennwerte doppelt belegt: Anfangsdrehzahl 520 gegen 580 min⁻¹, Gewicht 19 gegen 14 kg, Normbezug EN 61029-1 gegen EN 62841-3-13
  • Kein deutschsprachiger Service-Weg: keine deutsche Rufnummer, kein deutsches Formular, die Sprachpfade /de/ der Herstellerseite liefern HTTP 404 – und mit einem Jahr die kürzeste Herstellergarantie im Feld
  • Schwächster Antrieb des Vergleichs mit 350 W, und die Originalnotice hat in keiner Sprache Fließtext: Sie besteht aus Bildtafeln mit einseitigen Legenden, die einzige Textseite der P-13E-Fassung beschreibt einen Doppelschleifer

Technische Daten im Detail

Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.

Tabelle seitlich scrollbar

KennwertBosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH) PBD 40 0603B07000Bosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH)PBD 40 0603B07000Einhell (Einhell Germany AG) TE-BD 750 E 4250715Einhell (Einhell Germany AG)TE-BD 750 E 4250715scheppach (Scheppach GmbH) DP19Vario 5906820901scheppach (Scheppach GmbH)DP19Vario 5906820901AREBOS (AREBOS GmbH) Tischbohrmaschine 500 W AR-HE-TBM500AREBOS (AREBOS GmbH)Tischbohrmaschine 500 W AR-HE-TBM500Fartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS) One P 13E 111050Fartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS)One P 13E 111050
Datenlageveröffentlichte Kennwerte9 von 1210 von 1210 von 128 von 129 von 12
EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung
Bohrleistung in Stahl(mm)Der Entscheidungsfaktor dieses Vergleichs – und der Wert, den vier von fünf Herstellern nicht veröffentlichen. Was im Handel als „13 mm Stahl“ steht, ist bei Einhell, Scheppach, Arebos und Fartools der Spannbereich des Bohrfutters, also die Frage, welcher Schaft hineinpasst. Ob die Maschine ein 13-mm-Loch in Stahl auch treibt, hängt an der niedrigsten Drehzahl und am Vorschub, nicht am Futter: Die Richtwerttabelle in den Betriebsanleitungen von Einhell und Scheppach nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, für Grauguss 590 min⁻¹. Nur Bosch weist die Bohrleistung nach Werkstoff getrennt aus; bei den übrigen vier steht hier ein gekennzeichneter Ersatzwert mit der Futterkapazität als Bezugsgröße.13Bohrerdurchmesser 1–16 mm, also Futterkapazität (Herstellerangabe: Produktdatenblatt 4250715_11016_001_DE (Generierungsdatum 23.03.2020), Zeile „Bohrerdurchmesser 1 - 16 mm“; identisch in der Original-Betriebsanleitung Anl_TE_BD_750_E_SPK4, Kapitel 4, und auf der Produktseite einhell.de/p/4250715-te-bd-750-e. Eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung führt keine der drei Quellen. — Der Spannbereich beantwortet nur, welcher Schaft ins Futter passt. Für Stahl ist die untere Drehzahl die Grenze: Einhells eigene Richtwerttabelle nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, die Maschine beginnt bei 450 min⁻¹. Dass die 16 mm Futterweite damit in Stahl nicht ausgefahren werden, ist eine Schlussfolgerung aus zwei Herstellerangaben desselben Dokuments, keine Aussage von Einhell.)Bohrfutterspannbereich 1,5–13 mm, also Futterkapazität (Herstellerangabe: Spezifikationstabelle des Werksshops shop.scheppach.com zur Art.-Nr. 5906820901: „Bohrerdurchmesser mit Spannfutter max 13.0 mm“; Datenblatt 5906820901_de (Ausgabe 2022-09-08): „Bohrfutterspannbereich / Typ 1,5 – 13 mm / Schnellspann-Bohrfutter“; Betriebsanleitung Kapitel 6 identisch. Eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung führt keine der drei Quellen. — Scheppach liefert die Antwort in derselben Anleitung mit, nur an anderer Stelle: Die Richtwerttabelle auf Seite 15 nennt für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹ und für Ø 13 mm in Grauguss 590 min⁻¹, mit dem Zusatz „Bei den angegebenen Drehzahlen handelt es sich lediglich um Richtwerte.“ Die Maschine beginnt bei 440 min⁻¹. Der Spannbereich taugt damit als Bezugsgröße für den Schaft, nicht als Leistungsangabe.)Zahnkranzfutter 13 mm laut Produktseite, 1,5–16 mm laut Anleitung (Herstellerangabe: Original-Bedienungsanleitung „AREBOS Tischbohrmaschine 500W“, Kapitel 2 Technische Daten: „Bohrfutter 1,5 – 16 mm“; Produktseite arebos.de und Lieferumfang: „1x 13 mm Zahnkranzbohrfutter“. Beide Quellen nennen ausschließlich die Futterweite, keine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung. — Zwei verschiedene Futterweiten in zwei Herstellerquellen, und keine davon ist eine Leistungsangabe. Für Stahl ist die untere Drehzahl maßgeblich: Mit 550 min⁻¹ liegt die Maschine deutlich über den 370 min⁻¹, die Einhell und Scheppach für Ø 13 mm in Stahl als Richtwert drucken – und das ist der höchste eindeutig belegte Anfangswert im Feld, weil die Fartools je nach Herstellerquelle bei 520 oder 580 min⁻¹ beginnt. Dass 13 oder gar 16 mm in Stahl damit nicht abgedeckt sind, ist eine Schlussfolgerung aus fremden Richtwerttabellen und keine Aussage von Arebos.)Futterkapazität „ø 13 mm Maxi“ (Herstellerangabe: Fiche produit 111050-C-20120126 (P 13E) und 111050-3 (P 13G), Piktogrammleiste „ø 13 mm Maxi“; Produktseite fartools.com: „Capacité de serrage du mandrin 13 MM“. Zusätzlich geprüft: die 18-zeilige Attributliste der Produktseite, die Symbol- und Technikdatentafeln der Originalnotices 111050-F-20150511 und 111050-3-J-20220623, die Explosionszeichnung und der Hauptkatalog 2026 über 309 Seiten im Volltext. Fartools veröffentlicht für keine seiner Tischbohrmaschinen eine nach Werkstoff getrennte Bohrleistung. — Der Katalog zeigt, dass die Trennung beim Hersteller an der Aufnahme hängt, nicht am Werkstoff: Dort steht „Capacité maxi de perçage avec CM“, also die Kapazität mit Kegelaufnahme – die diese Maschine nicht hat. Für Stahl bleibt die untere Drehzahl maßgeblich, und die ist hier mit 520 oder 580 min⁻¹ nicht einmal eindeutig belegt.)
Niedrigste Drehzahl(min⁻¹)Der wichtigste Einzelwert des Vergleichs. Die höchste Drehzahl ist bei allen fünf Geräten reichlich, die niedrigste ist der Engpass: Je größer der Bohrer und je zäher der Werkstoff, desto langsamer muss die Spindel laufen, sonst verbrennt die Schneide. Einhell und Scheppach drucken in ihren eigenen Betriebsanleitungen dieselbe Richtwerttabelle, die für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹ nennt. Von den fünf Geräten unterschreitet nur die Bosch PBD 40 diesen Wert (200 min⁻¹); Scheppach (440) und Einhell (450) liegen knapp darüber, Arebos (550) und Fartools (520 bzw. 580) deutlich. Die Holzmann-Anleitung ergänzt für Ø 10 mm HSS: Normalstahl 800, Hartstahl 600, Edelstahl 300 min⁻¹.200450440550520 laut Datenblatt der P 13E, 580 laut Typenschild und Revision P 13G
Ausladung, Spindelmitte bis Säule(mm)Bestimmt, wie weit von der Werkstückkante entfernt gebohrt werden kann – bei einer Bankmaschine die harte Grenze für Bleche und Bretter. Zwei der fünf Hersteller veröffentlichen sie als Zahl direkt (Fartools 104 mm, Scheppach 125 mm), Einhell nennt zwei verschiedene Werte in zwei eigenen Dokumenten, Bosch und Arebos veröffentlichen sie in keiner Quelle. Ein Werkstück lässt sich zwar drehen, aber nur bis zur doppelten Ausladung: Bei 104 mm ist bei rund 208 mm Werkstückbreite Schluss, wenn mittig gebohrt werden soll. Das ist eine Schlussfolgerung aus der Geometrie, keine Herstellerangabe.Bezugsgröße: Grundplatte 330 × 350 mm als Auflage (Herstellerangabe: Geprüft wurden die zehnzeilige Spezifikationstabelle der Produktseite pbd-40-0603b07000 (vollständig ausgelesen), die Originalbetriebsanleitung 1 609 92A D2Y (2025.07) im Volltext der deutschen Sprachfassung nach „Ausladung“, „Säulenabstand“ und „Abstand“, sowie der Downloadbereich bosch-diy.com/de/de/service/downloads. Ein Abstand Spindelmitte–Säule steht in keiner der drei Quellen; ein Datenblatt-PDF oder einen Katalog für die grüne Linie veröffentlicht Bosch nicht. Belegt ist nur das Auflagemaß: „Maße Grundplatte (Breite x Tiefe x Höhe) mm 330 x 350 x 30“. — Das Auflagemaß sagt, wie groß das Werkstück liegen darf, nicht, wie weit von seiner Kante gebohrt werden kann. Die Ausladung folgt daraus nicht – sie hängt am Überhang des Bohrkopfs, den Bosch nicht bemaßt. Wer die Zahl braucht, findet sie im Feld bei Fartools (104 mm), Scheppach (125 mm) und Einhell (152 mm).)152 laut Datenblatt und Produktseite, 160 laut Betriebsanleitung125Bezugsgrößen: Bohrtisch 164 × 162 mm, Säule Ø 46 mm (Herstellerangabe: Geprüft wurden die 21 Zeilen der Tabelle „2. Technische Daten“ der Original-Bedienungsanleitung (vollständig ausgelesen, von Nenneingangsspannung bis Schwingungsemissionswert), die Attributliste der Produktseite arebos.de (SKU, Marke, Modell, Gewicht, Material, Farbe, Drehzahl, Stufenzahl, Tischgröße, Stromversorgung, Spannung, CE, Packstücke) und die EU-Konformitätserklärung vom 04.02.2021. Säulendurchmesser 46 mm und Bohrtischmaß stehen dort, ein Abstand Spindelmitte–Säule nicht. Ein Datenblatt, einen Katalog oder einen Ersatzteilkatalog veröffentlicht Arebos nicht. — Tischmaß und Säulenstärke sind belegt, die Ausladung folgt daraus nicht: Sie hängt am Überhang des Bohrkopfs über die Säule, den Arebos nicht bemaßt. Von den fünf Geräten veröffentlichen nur Fartools (104 mm), Scheppach (125 mm) und Einhell (152 mm) die Zahl.)104
Spindelaufnahme und BohrfutteraufnahmeEntscheidet darüber, was außer dem mitgelieferten Bohrfutter noch auf die Spindel passt – Kegelsenker, Aufsteckreibahlen, ein anderes Futter. B 16 ist eine reine Futteraufnahme; ein Morsekonus in der Spindel nimmt Werkzeuge mit Kegelschaft direkt auf, ohne Futter dazwischen. Im Feld führt nur die Einhell MK 2 in der Spindel, drei Geräte tragen B 16, und Bosch nennt in keiner Quelle eine Kegelbezeichnung: Das Schnellspannfutter kommt ab Werk montiert. Ohne benannte Aufnahme lässt sich kein Zubehör vorab bestellen.fest sitzendes Schnellspannbohrfutter 1,5–13 mm, ab Werk montiert (Herstellerangabe: Originalbetriebsanleitung 1 609 92A D2Y, Abschnitt „Werkzeugwechsel“: „Die Antriebseinheit (12) wird ab Werk mit einem zweihülsigen Schnellspannbohrfutter (16) ausgeliefert.“ Weder die Anleitung noch die Produktseite nennen B 16, einen Morsekonus oder eine andere Kegelbezeichnung. — Die Aussage beschreibt, was montiert ist, nicht die Schnittstelle darunter. Ohne benannte Aufnahme ist ein Wechsel auf ein anderes Futter oder auf Werkzeuge mit Kegelschaft aus Herstellerquellen nicht belegt – das ist eine Schlussfolgerung aus der fehlenden Angabe, keine Aussage des Herstellers. Die übrigen vier Geräte tragen B 16, die Einhell zusätzlich MK 2 in der Spindel.)MK 2 Bohrspindelkonus · Bohrfutteraufnahme B 16B 16 Bohrfutteraufnahme · ein Spindelkonus wird nicht angegebenB 16 Bohrfutteraufnahme · ein Spindelkonus wird nicht angegebenB 16 Bohrfutteraufnahme · ein Morsekonus wird erst ab größeren Baureihen geführt
Drehzahlband und Verstellart(min⁻¹)Zwei Fragen in einer Zeile: wie weit das Band reicht und wie umgestellt wird. Stufenlos geregelt (Einhell, Scheppach) heißt Drehknopf im Betrieb; Riemenumlegung (Arebos, Fartools) heißt Haube öffnen, Riemen umlegen, Haube schließen – bei fünf festen Stufen. Bosch kombiniert beides: zwei mechanische Gänge, innerhalb jedes Gangs elektronisch stufenlos. Wer im selben Werkstück von 4 auf 13 mm wechselt, macht das mehrmals pro Loch.200–850 im 1. Gang, 600–2.500 im 2. Gang · zwei Gänge, in jedem Gang elektronisch stufenlos450–2.500 · stufenlos, Ausgangsdrehzahl per LCD angezeigt440–2.580 · stufenlos über Einstellhebel, mit digitaler Drehzahlanzeige550 / 950 / 1.450 / 1.950 / 2.500 · fünf feste Stufen über Riemenumlegung, nicht stufenlos520–2.620 laut Datenblatt der P 13E, 580–2.650 laut Typenschild und Revision P 13G · fünf feste Stufen über Riemenumlegung
Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend
Bohrleistung in Holz(mm)Dieselbe Lücke, andere Richtung: In Holz begrenzt nicht die Kraft, sondern die obere Drehzahl und der Schaftdurchmesser. Ein 40-mm-Forstnerbohrer läuft mit deutlich weniger Drehzahl als ein 6-mm-Spiralbohrer, und sein Schaft muss ins Futter passen. Bosch nennt 40 mm, die übrigen vier nennen auch hier nur den Spannbereich.40Bohrerdurchmesser 1–16 mm, also Futterkapazität (Herstellerangabe: Dieselbe Zeile „Bohrerdurchmesser 1 - 16 mm“ aus Produktdatenblatt 4250715_11016_001_DE, Betriebsanleitung Kapitel 4 und Produktseite; Einhell trennt bei diesem Gerät nicht nach Werkstoff und nennt für Holz keinen eigenen Wert. — In Holz begrenzt der Schaftdurchmesser: Bohrer über 16 mm Schaft passen nicht ins Futter, unabhängig vom Bohrkopfdurchmesser. Ein Forstnerbohrer mit reduziertem Schaft kann größer sein – wie groß, sagt Einhell nicht. Zum Vergleich: Bosch nennt für Holz 40 mm bei 13 mm Futterweite.)Bohrfutterspannbereich 1,5–13 mm, also Futterkapazität (Herstellerangabe: Dieselben drei Quellen: Werksshop-Spezifikation „Bohrerdurchmesser mit Spannfutter max 13.0 mm“, Datenblatt 5906820901_de und Betriebsanleitung Kapitel 6. Für Holz nennt Scheppach keinen eigenen Durchmesser. — Bohrer mit mehr als 13 mm Schaft passen nicht ins Futter; ein Forstnerbohrer mit reduziertem Schaft kann darüber liegen. Wie weit, sagt Scheppach nicht. Bosch nennt für Holz 40 mm bei demselben 13-mm-Futter.)Zahnkranzfutter 13 mm laut Produktseite, 1,5–16 mm laut Anleitung (Herstellerangabe: Dieselben zwei Quellen: Kapitel 2 der Original-Bedienungsanleitung („Bohrfutter 1,5 – 16 mm“) und die Attributliste beziehungsweise der Lieferumfang der Produktseite („1x 13 mm Zahnkranzbohrfutter“). Für Holz nennt Arebos keinen eigenen Durchmesser. — Was ins Futter passt, hängt hier davon ab, welches Futter tatsächlich mitkommt – die Differenz zwischen 13 und 16 mm ist der Unterschied zwischen zwei Herstellerquellen, nicht zwischen zwei Werkstoffen. Ein Holzbohrer mit größerem Kopf und reduziertem Schaft bleibt möglich; einen Wert dafür veröffentlicht Arebos nicht.)Futterkapazität „ø 13 mm Maxi“ (Herstellerangabe: Dieselbe Piktogrammleiste beider Fiches produits („ø 13 mm Maxi“) sowie die Symboltafeln beider Originalnotices („1,5 / 13 mm“) und FIG. B der Notice F. Ein Wert für Holz steht in keiner der geprüften Herstellerquellen, einschließlich Hauptkatalog 2026. — Bohrer über 13 mm Schaft passen nicht ins Zahnkranzfutter. Ein Holzbohrer mit reduziertem Schaft bleibt möglich, einen Kopfdurchmesser dafür nennt Fartools nicht. Bosch weist als einziger im Feld 40 mm in Holz aus – bei derselben Futterweite von 13 mm.)
Bohrfutter: Spannbereich und Typ(mm)Der Spannbereich sagt, welcher Bohrerschaft hineinpasst – nicht, welches Loch die Maschine schafft. Der Typ ist Bedienzeit: Ein Schnellspannfutter wird von Hand gespannt, ein Zahnkranzfutter braucht den Schlüssel, der mitgeliefert, mitbestellt und aufbewahrt werden muss.1,5–13 · Schnellspannfutter, zweihülsig und schlüssellos1–16 · Schnellspannfutter laut Datenblatt und Produktseite, Zahnkranzfutter laut Betriebsanleitung1,5–13 · Schnellspannfutter serienmäßig1,5–16 laut Bedienungsanleitung, 13 laut Produktseite · Zahnkranzfutter mit Bohrfutterschlüssel1,5–13 · Zahnkranzfutter mit Schlüssel
Bohrhub(mm)Wie tief die Spindel in einem Zug fährt. Darüber hinaus muss der Tisch nachgesetzt werden, was bei einer eingespannten Bohrung Position und Rechtwinkligkeit kostet. Die Spanne im Feld reicht von 50 bis 90 mm.9080605050
Motorleistung und Betriebsart(W)Die Wattzahl allein trägt wenig, die Betriebsart schon: S1 ist Dauerbetrieb, S2 15 min heißt fünfzehn Minuten unter Last und danach abkühlen. Drei der fünf Hersteller weisen nur S2 aus, einer nur die Nennaufnahme ohne Betriebsart.710 · Nennaufnahmeleistung, Betriebsart nicht ausgewiesen750 · Aussetzbetrieb S2 15 min, eine S1-Dauerleistung wird nicht veröffentlicht550 · Dauerbetrieb S1, Schutzklasse I, IP 20, Keilriemenantrieb500 · Aussetzbetrieb S2 15 min350 bei 230 V ~ 50 Hz · Aussetzbetrieb S2 15 min laut Notice der P 13E, ohne Betriebsart in der Notice der P 13G
MotorartEin Induktionsmotor läuft ohne Kohlebürsten, leiser und verschleißärmer, und wiegt mehr; ein Universalmotor ist leichter und dreht höher. Nur Einhell und Scheppach benennen die Bauart überhaupt – bei Bosch, Arebos und Fartools bleibt sie in allen geprüften Quellen offen, einschließlich Anleitungen, Datenblättern und dem Fartools-Hauptkatalog 2026.710 W Nennaufnahme bei Schutzklasse II, 11,2 kg Gesamtgewicht (Herstellerangabe: Technische Daten der Originalbetriebsanleitung 1 609 92A D2Y: „Nennaufnahmeleistung W 710“, „Schutzklasse / II“ und „Gewicht A) kg 11,2“ mit der Fußnote „A) Ohne Netzanschlussleitung“. Die Wörter Induktionsmotor und Universalmotor kommen weder in der Anleitung noch auf der Produktseite vor. — Schutzklasse II und 11,2 kg sprechen gegen einen Induktionsmotor, weil die beiden Induktionsmaschinen des Felds 27 und 44,4 kg wiegen. Das bleibt eine Beobachtung an fremden Modellen und wird hier nicht als Motorart behauptet – Bosch veröffentlicht sie nicht.)InduktionsmotorInduktionsmotorKeilriemenantrieb mit fünf Stufen, Motordrehzahl konstant 1.450 min⁻¹ (Herstellerangabe: Original-Bedienungsanleitung, Kapitel 2 Technische Daten („Nennleistung 500 W (S2 15 min)“, Motordrehzahl 1.450 min⁻¹) und Kapitel 4.4: „Zur Einstellung der Drehzahl des Bohrers wird der Riemenantrieb auf die jeweilige ,Höhe‘ gesetzt.“ Die Wörter Induktionsmotor und Universalmotor kommen weder in der Anleitung noch auf der Produktseite vor. — Belegt sind Antriebsart und konstante Motordrehzahl, nicht die Bauart des Motors. Wer einen ausdrücklich ausgewiesenen Induktionsmotor sucht, findet ihn im Feld nur bei Einhell und Scheppach.)350 W bei 230 V ~ 50 Hz, fünf Stufen über Keilriemen (Herstellerangabe: Symboltafeln der Originalnotices 111050-F-20150511 und 111050-3-J-20220623 („Nennleistung: 350 W“, „Spannung und Frequenz: 230 V ~ 50 Hz“) und Fiche produit („Puissance du moteur - Motor power (230V~50Hz) 350 W“). Notice F, Notice J, beide Datenblätter, Produktseite und Hauptkatalog 2026 wurden auf „induction“, „universel“, „Induktions-“, „Universalmotor“ und „charbon“ durchsucht – kein Treffer. — Anschlusswerte und Antriebsart sind belegt, die Motorbauart nicht – und zwar nachweislich in sechs Herstellerquellen nicht. Das ist der schwächste Antrieb im Feld; die beiden Geräte mit ausgewiesenem Induktionsmotor liegen bei 550 und 750 W.)
Bohrtisch: Größe und Verstellung(mm)Auflage, Neigung und Höhenverstellung in einer Zeile. Eine Bankmaschine ohne neigbaren Tisch bohrt nur senkrecht – das ist bei einem der fünf Geräte konstruktiv so gelöst, es hat gar keinen Bohrtisch.kein Bohrtisch · Auflage ist die Grundplatte 330 × 350 × 30, weder neigbar noch höhenverstellbar243 × 243 · neigbar 45°/0°/45°, drehbar, höhenverstellbar per Handkurbel, mit Verbreiterung und Rollauflage · Werkstoff nicht angegeben190 × 190 laut Datenblatt und Anleitung, 198 × 194 laut Werksshop · Grauguss, geschliffen, T-Nut 16 · neigbar 45°/0°/45°, Drehbarkeit nicht angegeben164 × 162 · neigbar 45°/0°/45°, höhenverstellbar per Handkurbel, Drehbarkeit nicht angegeben · Gerätewerkstoff laut Produktseite Gusseisen, Tischwerkstoff nicht getrennt genannt160 × 160 · um die Säule schwenkbar, 40° neigbar laut Piktogramm der Originalnotice · Tischwerkstoff nicht getrennt angegeben, Gerätebauart „Fonte“
Normbezug und GarantieVier Geräte, vier Normwelten: Bosch und Scheppach führen die Maschine als Elektrowerkzeug nach EN 62841-3-13, Arebos nach der Vorgängernorm EN 61029-1 ohne die produktspezifische EN 61029-2-1, Einhell über die Werkzeugmaschinennorm EN 12717 mit EN 60204-1, Fartools je nach Revision nach EN 61029-1 oder EN 62841-3-13. Ein GS-Zeichen weist keiner der fünf Hersteller mit Prüfstelle und Zertifikatsnummer aus.CE · Geräusch nach EN 62841-3-13, Laser nach EN 50689, Laserklasse 2, Schutzklasse II · 2 Jahre Garantie, mit MyBosch-Registrierung innerhalb von 4 Wochen 3 JahreCE nach 2006/42/EG, 2014/30/EU, 2011/65/EU · EN 12717 und EN 60204-1, Geräusch nach EN 61029 · 24 Monate GarantieCE nach 2006/42/EG, 2014/30/EU, 2011/65/EU · EN 62841-1 und EN 62841-3-13, Laserklasse 2 · 24 Monate Garantie mit Abhol-Service in DeutschlandCE · EN 61029-1 ohne die produktspezifische EN 61029-2-1, Laserklasse II · Garantiedauer nicht veröffentlicht, es bleibt die gesetzliche GewährleistungCE · EN 61029-1 in der Revision P 13E, EN 62841-1 und EN 62841-3-13 in der Revision P 13G · 1 Jahr Garantie, Ersatzteilzusage 10 Jahre

errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist

Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.

Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.

Vor der Bestellung einplanen

Eine Bankbohrmaschine bringt ihre Standfläche nicht mit – sie leiht sie sich von der Werkbank. Diese sechs Posten entscheiden darüber, ob die Maschine dort arbeiten kann, wofür sie gekauft wird.

Stellplatz und Kopffreiheit
Bauhöhe 580 bis 955 mm
Fartools 580 mm, Arebos 590 mm, Bosch 650 mm, Scheppach 870 mm laut Datenblatt und Betriebsanleitung gegen 850 mm laut Werksshop, Einhell 955 mm. Darüber muss zusätzlich der Weg für Handrad und Werkzeugwechsel frei bleiben. Die Standflächen reichen von 298 × 190 mm (Arebos) über die Bosch-Grundplatte mit 330 × 350 mm und 340 × 500 mm (Scheppach) bis 456 × 304 mm (Einhell).
Tragfähigkeit der Werkbank
Von 11,2 bis 44,4 kg, also Faktor vier
Bosch 11,2 kg ohne Netzanschlussleitung, Fartools 14 oder 19 kg je nach Revision, Arebos 14,5 kg laut Bedienungsanleitung und 15,5 kg laut Produktseite, Scheppach 27 kg netto (Werksshop 26,8 kg), Einhell 44,4 kg laut Datenblatt und 43 kg laut Betriebsanleitung. Die schweren Geräte gehören verschraubt, nicht nur aufgestellt – bei 80 mm Bohrhub und langem Vorschubhebel wirkt ein erhebliches Kippmoment.
Drehzahl gegen die eigene Werkstoffliste
Richtwert 370 min⁻¹ für Ø 13 mm in Stahl
Einhell und Scheppach drucken dieselbe Richtwerttabelle in ihren Betriebsanleitungen: für Ø 13 mm in Stahl 370 min⁻¹, für Ø 13 mm in Grauguss 590 min⁻¹, ausdrücklich als Richtwerte. Die Holzmann-Anleitung ergänzt für Ø 10 mm HSS: Normalstahl 800, Hartstahl 600, Edelstahl 300 min⁻¹. Von den fünf Geräten kommt nur die Bosch PBD 40 mit 200 min⁻¹ darunter. Wer überwiegend Holz und Kunststoff bohrt, braucht die untere Grenze nicht.
Bohrfutter, Aufnahme und Futterschlüssel
Dreimal B 16, einmal MK 2 mit B 16, einmal ohne Angabe
Ein Futterwechsel setzt eine benannte Aufnahme voraus. Einhell führt MK 2 in der Spindel und B 16 am Futter, Scheppach, Arebos und Fartools nur B 16, und Bosch nennt gar keine Kegelbezeichnung: Das zweihülsige Schnellspannfutter kommt ab Werk montiert. Zahnkranzfutter (Arebos, Fartools) brauchen einen Schlüssel, der aufbewahrt und im Verlustfall passend zum Futter nachbestellt werden muss; Bosch und Scheppach liefern Schnellspannfutter, bei Einhell widersprechen sich Datenblatt und Anleitung genau in diesem Punkt.
Ersatzteile und Service
Von zehn Jahren schriftlich bis zu keiner Angabe
Fartools sagt zehn Jahre ab Ersteinführung schriftlich zu und stellt eine Explosionszeichnung bereit, Bosch nennt „Ersatzteile in der Regel 8-10 Jahre verfügbar – nach Serienende“ und bestellt über die zehnstellige Sachnummer vom Typenschild, Einhell führt ein Ersatzteilportal mit Explosionszeichnung über die Ident-Nummer 11016 und weist den Keilriemen als Verschleißteil aus, Scheppach hat einen Ersatzteilreiter im Werksshop und eine Freecall-Nummer. Arebos veröffentlicht weder Ersatzteilweg noch Garantiedauer; Fartools hat keinen deutschsprachigen Service-Weg.
Modellverwechslung vor der Bestellung
Drei Fallen im Feld
Bei Fartools laufen die Revisionen P 13E, P 13F und P 13G unter derselben Referenz 111050 und derselben EAN 3431541110502, mit unterschiedlichem Gewicht, Drehzahlband und Normbezug; die Herstellerseite führt nur noch die P 13G. Bei Einhell trennt das Baureihenkürzel: gemeint ist die TE-BD 750 E mit Art.-Nr. 4250715 und Ident-Nr. 11016, nicht eine TC-BD. Bei Scheppach führt die Konformitätserklärung dieselbe Baugruppe als „DP19Vario, TBT19Vario“ unter vier Artikelnummern, und DP16VLS, DP55 und DP60 sind andere Maschinen.

Alle Kennwerte aus Produktseiten, Datenblättern, Original-Betriebsanleitungen und EU-Konformitätserklärungen der jeweiligen Hersteller; Sterne, Bewertungszahl und Kaufbox-Zustand von amazon.de. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide in dieser Übersicht.

„13 mm in Stahl“ ist bei vier von fünf Geräten der Spannbereich des Bohrfutters

In den Technischen Daten der Bosch-Originalbetriebsanleitung stehen zwei getrennte Zeilen: „max. Bohr-Ø – Stahl mm 13“ und „– Holz mm 40“. Das ist im Feld die Ausnahme. Einhell führt in Datenblatt, Betriebsanleitung und Produktseite übereinstimmend „Bohrerdurchmesser 1 - 16 mm“, Scheppach im Werksshop „Bohrerdurchmesser mit Spannfutter max 13.0 mm“, Arebos in der Bedienungsanleitung „Bohrfutter 1,5 – 16 mm“ und im Lieferumfang der Produktseite „1x 13 mm Zahnkranzbohrfutter“, Fartools in der Piktogrammleiste beider Datenblätter „ø 13 mm Maxi“. Vier Hersteller beschreiben damit dasselbe: welcher Bohrerschaft ins Futter passt.

Der Unterschied ist keine Wortklauberei. Eine Futterweite beantwortet die Frage nach dem Schaft, nicht die nach dem Loch. Nach oben ist sie zu eng gefasst, weil ein Forstner- oder Stufenbohrer mit reduziertem Schaft einen deutlich größeren Kopf haben darf – Bosch nennt bei identischen 13 mm Futterweite 40 mm in Holz. Nach unten ist sie zu weit gefasst, weil die Maschine den Bohrer auch treiben muss: mit ausreichendem Drehmoment, mit passender Drehzahl und ohne dass die Säule ausweicht.

Dass die Trennung technisch möglich wäre, zeigt ausgerechnet der Hersteller mit der dünnsten Datenlage. Im Fartools-Hauptkatalog 2026 steht für größere Baureihen die Zeile „Capacité maxi de perçage avec CM“, also die Bohrkapazität mit Kegelaufnahme. Die Unterscheidung hängt dort an der Aufnahme, nicht am Werkstoff – und die hier verglichene Maschine hat keine. Für vier der fünf Geräte bleibt in der Spalte „Bohrleistung in Stahl“ deshalb ein gekennzeichneter Ersatzwert mit der Futterkapazität als Bezugsgröße stehen.

Der Engpass ist die niedrigste Drehzahl, nicht die höchste

Oben drehen alle fünf Maschinen schnell genug, zwischen 2.500 und 2.650 min⁻¹. Unten trennen sie sich: Bosch beginnt im ersten Gang bei 200 min⁻¹, Scheppach bei 440, Einhell bei 450, Fartools je nach Herstellerquelle bei 520 oder 580, Arebos bei 550. Je größer der Bohrer und je zäher der Werkstoff, desto langsamer muss die Spindel laufen, sonst überhitzt die Schneide, bevor der Span bricht.

Den Maßstab dafür liefern zwei der Hersteller selbst mit. In den Betriebsanleitungen von Einhell und Scheppach steht dieselbe Drehzahl-Richtwerttabelle nach Bohrerdurchmesser und Werkstoff. Für Ø 13 mm in Stahl nennt sie 370 min⁻¹, für Ø 13 mm in Grauguss 590 min⁻¹, mit dem ausdrücklichen Zusatz: „Bei den angegebenen Drehzahlen handelt es sich lediglich um Richtwerte.“ Von den fünf Geräten unterschreitet diesen Wert nur die Bosch PBD 40.

370 min⁻¹ ≙ rund 15 m/minDer Richtwert ist konservativ, kein Grenzwert

Die RUKO-Drehzahlmatrix nennt für Ø 13,0 mm bei einer Schnittgeschwindigkeit von 15 m/min genau 367 min⁻¹. Für unlegierte Baustähle setzt RUKO jedoch 30 bis 35 m/min an, was bei Ø 13 mm auf 735 bis 857 min⁻¹ führt; 15 m/min liegt dort im Bereich von Gusseisen über 250 N/mm². Die 370 min⁻¹ der Maschinenhersteller sind damit kein Grenzwert, sondern ein vorsichtig gesetzter Richtwert für einen härteren Werkstoff und eine Maschine mit begrenzter Steifigkeit.Quelle: RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge, „Drehzahltabelle für Spiralbohrer“, Zeile Ø 13,0 mm (367 min⁻¹ bei vc 15 m/min) und Werkstofftabelle; Richtwerttabellen der Betriebsanleitungen Einhell TE-BD 750 E und Scheppach DP19Vario

Praktisch heißt das: Wer weiches Baustahlblech bohrt, arbeitet auch mit 440 oder 550 min⁻¹ im vertretbaren Bereich. Wer legierten Stahl, Guss oder größere Durchmesser vor sich hat, verliert die Reserve nach unten – und die ist nicht nachrüstbar. Wie sich Werkstoff, Durchmesser und Vorschub in eine Drehzahl übersetzen und warum die Umkehrrechnung die ehrlichere Probe ist, steht im Ratgeber Drehzahl beim Bohren berechnen.

Was ein größeres Bohrfutter an der Rechnung ändert

Ein 16-mm-Futter klingt nach mehr Maschine als ein 13-mm-Futter. In der Rechnung wirkt es in die andere Richtung. Die Schnittgeschwindigkeit am Bohrerumfang ergibt sich aus Durchmesser und Drehzahl: v_c = π × d × n ÷ 1000, in Metern je Minute. Der Durchmesser steht darin als Faktor. Wer die Futterweite ausreizt, ohne die Drehzahl abzusenken, treibt die Schnittgeschwindigkeit im selben Verhältnis nach oben – und zwar an genau der Stelle, an der die Schneide am heißesten wird.

Rechnet man das an der jeweiligen Futtergrenze der drei Geräte durch, deren Eingangswerte eindeutig belegt sind, kehrt sich die Reihenfolge des Datenblatts um. Für Arebos und Fartools ist die Rechnung nicht eindeutig führbar: Arebos nennt zwei Futterweiten in zwei eigenen Quellen, Fartools zwei Anfangsdrehzahlen.

22,6 gegen 18,0 m/minSchnittgeschwindigkeit an der Futtergrenze

Die Einhell erreicht mit 16 mm Futterweite bei 450 min⁻¹ rund 22,6 m/min, die Scheppach mit 13 mm bei 440 min⁻¹ rund 18,0 m/min – obwohl ihre Anfangsdrehzahl nur 10 min⁻¹ auseinander liegt. Die Bosch bleibt mit 13 mm bei 200 min⁻¹ bei rund 8,2 m/min. Zum Vergleich: Die 370 min⁻¹, die beide Hersteller für Ø 13 mm in Stahl drucken, entsprechen 15,1 m/min. Das größere Futter löst das Problem also nicht, es verschärft es.Quelle: Errechnet aus zwei Herstellerangaben desselben Modells: Bohrfutter-Obergrenze und niedrigste Drehzahl laut Datenblatt beziehungsweise Betriebsanleitung von Einhell und Scheppach

Damit ist auch gesagt, was ein 16-mm-Futter wirklich bringt: Platz für dickere Schäfte, etwa von Senkern, Stufenbohrern oder Aufnahmen mit Zylinderschaft. Als Leistungsversprechen für Stahl taugt es nicht. Kein Hersteller im Feld veröffentlicht die Schnittgeschwindigkeit selbst – sie steht in keinem der fünf Datenblätter, in keiner der Anleitungen und in keiner Filterleiste des Handels, obwohl sie aus zwei bereits veröffentlichten Zahlen desselben Geräts folgt.

Wo es eng wird: Edelstahl, Guss und harter Stahl

Die Richtwerttabelle für Ø 13 mm in Stahl ist der freundliche Fall. Sobald der Werkstoff zäher wird, sinken die Drehzahlen unter alles, was vier der fünf Maschinen anbieten. Die Betriebsanleitung von Holzmann nennt für einen Bohrer von Ø 10 mm aus HSS drei Werte nebeneinander: 800 min⁻¹ für Normalstahl, 600 min⁻¹ für harten Stahl und 300 min⁻¹ für Edelstahl – Faktor 2,7 bei gleichem Bohrer und gleichem Durchmesser.

Diese Zahl steht nicht allein. Das Merkblatt 822 der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei führt in Tabelle 8 Richtwerte für das Bohren austenitischer Edelstähle: Ø 9,5 mm mit 315 U/min, Ø 11,0 mm mit 280 U/min, Ø 12,5 mm mit 250 U/min. Der Holzmann-Wert für Ø 10 mm liegt exakt dazwischen – eine Herstellerangabe, die ein unabhängiger Fachverband bestätigt. Dasselbe Merkblatt verlangt gute Kühlung, empfiehlt TiN-beschichtete Werkzeuge und zieht bei kaltverfestigtem Material weitere 20 bis 25 Prozent von der Schnittgeschwindigkeit ab.

Zwei Sätze aus dem Merkblatt, die auf die Maschine zielen

Das ISER-Merkblatt 822 stellt nicht nur Drehzahlen auf: „Die Maschinen müssen verwindungssteif sein und Kraftreserven (Kaltverfestigung) haben“, und sie „sollten nur bis etwa 75 % der … angegebenen Leistung ausgenutzt werden“. Beides trifft eine Bankmaschine härter als eine bodenstehende: Von den fünf Geräten hier wiegt das leichteste 11,2 kg, und der schwächste Antrieb leistet 350 W im Aussetzbetrieb S2 15 min. Wer Edelstahl regelmäßig bohrt, entscheidet nicht nur über die Drehzahl, sondern über die Bauform.

Von den fünf verglichenen Maschinen erreicht nur die Bosch PBD 40 mit 200 min⁻¹ ein Niveau unter den Edelstahl-Richtwerten. Für Holz, Kunststoff und dünnes Baustahlblech spielt das keine Rolle – dort ist die obere Drehzahl der Engpass, und die haben alle fünf.

Vier Geräte, vier Normwelten – und die Grenze liegt am Bohrfutter

In den Konformitätserklärungen dieses Felds stehen vier verschiedene Normbezüge. Bosch und Scheppach führen die Maschine als Elektrowerkzeug nach EN 62841-3-13, Scheppach zusätzlich nach EN 62841-1. Arebos erklärt nach der Vorgängernorm EN 61029-1, ohne die produktspezifische EN 61029-2-1. Fartools hat beides im Programm: Die Revision P 13E ist nach EN 61029-1 erklärt, die aktuelle P 13G nach EN 62841-1 und EN 62841-3-13. Und Einhell erklärt über EN 12717 in Verbindung mit EN 60204-1, also über die Werkzeugmaschinennorm.

Das sieht nach Beliebigkeit aus, ist aber eine belegbare Grenze. Der frei zugängliche Anwendungsbereich der IEC 62841-3-13:2017 gilt für „transportable drills, with manually fed axial movement of the spindle, having a maximum chuck capacity of 13 mm“ und setzt diese Bauform ausdrücklich mit „bench drills or drill presses“ gleich. Stationäre Bohrmaschinen, Radialbohrmaschinen und Magnetbohrständer nimmt derselbe Text aus.

Zwei Normwelten für dieselbe Bauform – getrennt durch eine Zahl am Bohrfutter

Elektrowerkzeug bis 13 mm Futterkapazität

Bosch PBD 40 (1,5–13 mm), Scheppach DP19Vario (1,5–13 mm) und die Fartools-Revision P 13G (13 mm) liegen im Anwendungsbereich der EN 62841-3-13 und sind auch danach erklärt. Arebos erklärt nach der Vorgängernorm EN 61029-1, allerdings ohne die produktspezifische EN 61029-2-1 – die Bauformnorm fehlt dort also.

Werkzeugmaschine darüber

Die Einhell TE-BD 750 E spannt 1–16 mm und überschreitet damit die 13-mm-Grenze des Anwendungsbereichs. Deshalb steht in ihrer Konformitätserklärung EN 12717 mit EN 60204-1. Das ist kein Formfehler des Herstellers, sondern die zwingende Folge des Spannbereichs. Die Zuordnung „EN 12717 = Bohrmaschinen als Werkzeugmaschinen“ stammt aus der frei zugänglichen DGUV-Zusammenstellung FBHM-120, nicht aus dem Normtext – dieser ist kostenpflichtig.

Für die Kaufentscheidung folgt daraus zweierlei. Erstens ist der Normbezug kein Qualitätsurteil: Beide Wege sind zulässig, und keiner der fünf Hersteller weist ein GS-Zeichen mit Prüfstelle und Zertifikatsnummer aus. Zweitens erklärt derselbe Anwendungsbereich, warum Geräte, die am Werkstück statt auf der Werkbank stehen, gar nicht in dieser Normwelt auftauchen – die Auswahl dafür steht im Vergleich der Magnetbohrmaschinen.

Die Ausladung veröffentlichen drei von fünf Herstellern

Die Ausladung – der Abstand von der Spindelmitte zur Säule – entscheidet, wie weit von der Werkstückkante entfernt gebohrt werden kann. Ein Werkstück lässt sich zwar drehen, aber damit reicht die Maschine nur bis zur doppelten Ausladung: Bei 104 mm ist bei rund 208 mm Werkstückbreite Schluss, wenn mittig gebohrt werden soll. Das ist eine Folge der Geometrie, keine Herstellerangabe.

Ausgerechnet der Hersteller mit dem meistbewerteten Gerät des Markts veröffentlicht die Zahl nicht. Für die Bosch PBD 40 wurden die zehnzeilige Spezifikationstabelle der Produktseite, der Volltext der deutschen Originalbetriebsanleitung und der Downloadbereich geprüft – ein Abstand Spindelmitte–Säule steht in keiner dieser Quellen, und ein Datenblatt-PDF für die grüne Linie existiert nicht. Bei Arebos ist die Lage dieselbe: Tabelle der Bedienungsanleitung, Attributliste der Produktseite und EU-Konformitätserklärung nennen Tischmaß und Säulendurchmesser, aber keine Ausladung. Die einzige dreifach belegte Angabe im Feld kommt vom Einstiegsgerät: Fartools nennt 104 mm in Fiche produit, Produktseite und Maßtafel der Originalnotice.

Niedrigste Drehzahl und Ausladung – Werte wie in der Vergleichstabelle, Ersatzwerte gekennzeichnet
ModellNiedrigste DrehzahlAusladung, Spindelmitte bis Säule
Bosch Home & Garden (Robert Bosch Power Tools GmbH) PBD 40 0603B07000200Bezugsgröße: Grundplatte 330 × 350 mm als Auflage (Herstellerangabe: Geprüft wurden die zehnzeilige Spezifikationstabelle der Produktseite pbd-40-0603b07000 (vollständig ausgelesen), die Originalbetriebsanleitung 1 609 92A D2Y (2025.07) im Volltext der deutschen Sprachfassung nach „Ausladung“, „Säulenabstand“ und „Abstand“, sowie der Downloadbereich bosch-diy.com/de/de/service/downloads. Ein Abstand Spindelmitte–Säule steht in keiner der drei Quellen; ein Datenblatt-PDF oder einen Katalog für die grüne Linie veröffentlicht Bosch nicht. Belegt ist nur das Auflagemaß: „Maße Grundplatte (Breite x Tiefe x Höhe) mm 330 x 350 x 30“. — Das Auflagemaß sagt, wie groß das Werkstück liegen darf, nicht, wie weit von seiner Kante gebohrt werden kann. Die Ausladung folgt daraus nicht – sie hängt am Überhang des Bohrkopfs, den Bosch nicht bemaßt. Wer die Zahl braucht, findet sie im Feld bei Fartools (104 mm), Scheppach (125 mm) und Einhell (152 mm).)
Einhell (Einhell Germany AG) TE-BD 750 E 4250715450152 laut Datenblatt und Produktseite, 160 laut Betriebsanleitung
scheppach (Scheppach GmbH) DP19Vario 5906820901440125
AREBOS (AREBOS GmbH) Tischbohrmaschine 500 W AR-HE-TBM500550Bezugsgrößen: Bohrtisch 164 × 162 mm, Säule Ø 46 mm (Herstellerangabe: Geprüft wurden die 21 Zeilen der Tabelle „2. Technische Daten“ der Original-Bedienungsanleitung (vollständig ausgelesen, von Nenneingangsspannung bis Schwingungsemissionswert), die Attributliste der Produktseite arebos.de (SKU, Marke, Modell, Gewicht, Material, Farbe, Drehzahl, Stufenzahl, Tischgröße, Stromversorgung, Spannung, CE, Packstücke) und die EU-Konformitätserklärung vom 04.02.2021. Säulendurchmesser 46 mm und Bohrtischmaß stehen dort, ein Abstand Spindelmitte–Säule nicht. Ein Datenblatt, einen Katalog oder einen Ersatzteilkatalog veröffentlicht Arebos nicht. — Tischmaß und Säulenstärke sind belegt, die Ausladung folgt daraus nicht: Sie hängt am Überhang des Bohrkopfs über die Säule, den Arebos nicht bemaßt. Von den fünf Geräten veröffentlichen nur Fartools (104 mm), Scheppach (125 mm) und Einhell (152 mm) die Zahl.)
Fartools ONE (FAR GROUP EUROPE SAS) One P 13E 111050520 laut Datenblatt der P 13E, 580 laut Typenschild und Revision P 13G104

Die größte Ausladung des Felds liegt bei 152 mm – bodenstehende Maschinen beginnen dort, wo die Werkbankgeräte aufhören.

Der Größenunterschied ist kein Detail, sondern der Grund für die nächste Bauform. Die fünf Geräte hier liegen zwischen 104 und 152 mm, sofern der Hersteller die Zahl überhaupt nennt; bodenstehende Maschinen kommen auf 215 bis 260 mm. Wer regelmäßig weiter innen als 150 mm von der Kante bohrt, kauft in diesem Feld an der Aufgabe vorbei – die Alternative steht im Vergleich der Säulenbohrmaschinen.

Warum ein gut bewertetes Gerät hier nicht steht

Im Bewertungsranking dieses Felds liegt die WEN 4206T auf Platz vier: 4,5 von 5 Sternen aus 762 verifizierten Käuferbewertungen, mit aktiver Kaufbox auf amazon.de. Sie steht trotzdem nicht im Vergleich, und der Grund hat mit den Bewertungen nichts zu tun. Der Hersteller weist die Maschine mit 120 V und 60 Hz aus. Am deutschen Netz mit 230 V und 50 Hz ist sie ohne Trenntransformator nicht bestimmungsgemäß zu betreiben, und die veröffentlichten Drehzahlen von 750 bis 3.200 min⁻¹ gelten für 60 Hz.

Was der Betriebsanleitung fehlt

Weder Produktseite noch das Operator’s Manual in der Fassung vom 08.05.2025 nennen eine CE-Kennzeichnung, eine EU-Konformitätserklärung oder eine EN-Norm; einen Konformitätsteil gibt es nicht. Die Garantie über zwei Jahre stellt Great Lakes Technologies, LLC aus und gilt wörtlich nur „within the United States of America, Canada and the Commonwealth of Puerto Rico“. Eine deutsche Service-Nummer existiert nicht, der einzige Kontakt ist eine US-Rufnummer, und Ersatzteile gehen nur mit Zusatzkosten ins Ausland.

Dazu kommt, dass die Datenlage dieselben Lücken hat wie im übrigen Feld, nur enger: WEN nennt für die Bohrleistung ausschließlich die Futterkapazität von einem halben Zoll, also 12,7 mm, und für die Ausladung gar keinen Wert – veröffentlicht ist nur ein Swing-Maß von acht Zoll, aus dem sich rechnerisch rund 102 mm ergeben. Das bleibt eine Ableitung aus der Definition des Swing-Maßes und keine Herstellerangabe. Mit 750 min⁻¹ hätte die Maschine zudem die mit Abstand höchste Anfangsdrehzahl des Umfelds, also genau dort die schlechteste Reserve, wo dieser Vergleich entschieden wird.

Wenn zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen

Bei allen fünf Geräten widersprechen sich zwei Primärquellen desselben Herstellers, und meist genau bei dem Kennwert, an dem die Entscheidung hängt. Einhell nennt die Ausladung im Produktdatenblatt und auf der Produktseite mit 152 mm, in der Original-Betriebsanleitung mit 160 mm; dazu 44,4 gegen 43 kg und ein Schnellspannfutter gegen ein Zahnkranzfutter. Scheppach führt im eigenen Werksshop 850 mm Höhe, 198 × 194 mm Bohrtisch und 1.450 min⁻¹ Motordrehzahl, in Datenblatt und Anleitung dagegen 870 mm, 190 × 190 mm und 1.490 min⁻¹. Bei Fartools trennt die Revision: 520 gegen 580 min⁻¹ Anfangsdrehzahl und 19 gegen 14 kg. Arebos nennt das Bohrfutter in der Anleitung mit 1,5–16 mm, auf der Produktseite mit 13 mm, und das Gewicht mit 14,5 gegen 15,5 kg.

Diese Abweichungen sind hier nicht geglättet, sondern geführt. Wo zwei Quellen gegen eine stehen und die jüngere Fassung dabei ist, geht die stärkere vor: bei Einhell Datenblatt und Produktseite gegen die Anleitung mit Druckvermerk 02/2018, bei Scheppach Datenblatt und Anleitung gegen den Werksshop.

Eine binäre Angabe lässt sich nicht mitteln: Zahnkranz oder Schnellspann, 520 oder 580 min⁻¹ – hier stehen beide Werte in der Tabelle, weil jede Auswahl eine Behauptung wäre.

Bei Fartools ist die Ursache besonders greifbar: Drei Revisionen – P 13E, P 13F und P 13G – laufen unter derselben Referenz 111050 und derselben EAN 3431541110502 und unterscheiden sich in Gewicht, Drehzahlband und Normbezug. Welche davon ausgeliefert wird, ist aus Herstellerquellen nicht bestimmbar; die Herstellerseite führt heute nur noch die P 13G.

Was auf die Spindel passt und was an der Werkbank passen muss

Zubehör lässt sich nur vorbestellen, wenn die Aufnahme einen Namen hat. Drei der fünf Geräte tragen eine Bohrfutteraufnahme B 16 und sonst nichts: Scheppach, Arebos und Fartools. Einhell führt zusätzlich MK 2 in der Spindel, nimmt also Werkzeuge mit Kegelschaft direkt auf. Und Bosch nennt in keiner Quelle eine Kegelbezeichnung – die Anleitung hält nur fest, dass die Antriebseinheit „ab Werk mit einem zweihülsigen Schnellspannbohrfutter“ ausgeliefert wird. Das beschreibt, was montiert ist, nicht die Schnittstelle darunter.

Zwei Schnittstellen, die regelmäßig verwechselt werden

B 16 – reine Futteraufnahme

B 16 ist der Kegel zwischen Spindel und Bohrfutter. Er sagt, welches Futter passt, und beantwortet damit den Austausch eines defekten oder ungenauen Futters. Was ins Futter kommt, muss einen zylindrischen Schaft haben – im Feld gilt das für Scheppach, Arebos und Fartools.

MK 2 – Werkzeugaufnahme in der Spindel

Ein Morsekonus in der Spindel nimmt Werkzeuge mit Kegelschaft ohne Futter dazwischen auf: Kegelsenker, Aufsteckreibahlen, größere Bohrer mit MK-Schaft. Im Vergleich führt das nur die Einhell TE-BD 750 E, und zwar zusätzlich zur Futteraufnahme B 16. Das Zahnkranz- oder Schnellspannfutter bleibt daneben nutzbar.

Die zweite Anschlussbedingung ist die Werkbank. Zwischen 11,2 kg bei Bosch und 44,4 kg bei Einhell liegt der Faktor vier, zwischen 580 mm und 955 mm Bauhöhe rund 375 mm – dazu kommt der Weg für Handrad und Werkzeugwechsel darüber. Die Standflächen reichen von 298 × 190 mm bei Arebos bis 456 × 304 mm bei Einhell. Schwere Geräte gehören verschraubt: Bei 80 mm Bohrhub und langem Vorschubhebel wirkt ein erhebliches Kippmoment. Die dritte Bedingung ist die Betriebsart. Nur Scheppach weist eine Dauerleistung S1 aus (550 W, Schutzklasse I, IP 20), Einhell, Arebos und Fartools nennen S2 15 min, Bosch gar keine Betriebsart zu seinen 710 W bei Schutzklasse II. Welche Aufnahme sich auf welche nachrüsten lässt, klärt der Ratgeber Bohrfutter und Spindelaufnahme. Dieselbe Prüfung – trägt die Werkbank das Gewicht, lässt sie sich verschrauben – steht vor jeder weiteren Standmaschine ohne eigenes Untergestell, etwa vor einer Drechselbank im Tischformat.

Was nach der Lieferung an Aufwand und Verbrauch dazukommt

Der erste Posten ist der Antrieb. Vier der fünf Maschinen laufen über einen Keilriemen; Einhell führt ihn in den Service-Informationen ausdrücklich als Verschleißteil. Bei Arebos und Fartools kommt Bedienaufwand dazu: Beide stellen die Drehzahl über Riemenumlegung in fünf festen Stufen ein, das heißt Haube öffnen, Riemen umlegen, Haube schließen. Scheppach und Einhell regeln stufenlos über Hebel beziehungsweise Drehknopf, Bosch elektronisch innerhalb von zwei mechanischen Gängen.

Der zweite Posten ist das Verbrauchsmaterial, das die Drehzahltabellen voraussetzen. Die RUKO-Werkstofftabelle nennt für Baustähle Schneidspray, für Gusseisen Druckluft und für Thermoplaste Wasser; das ISER-Merkblatt verlangt für Edelstahl Kühlung unter Druck und empfiehlt TiN-beschichtete Bohrer. Dazu kommt bei Arebos und Fartools der Futterschlüssel, der im Verlustfall passend zum Zahnkranzfutter nachbestellt werden muss.

Der dritte Posten ist der Ersatzteilweg, und dort spreizt das Feld am weitesten. Fartools sagt zehn Jahre ab Ersteinführung schriftlich zu, mit Explosionszeichnung und bestätigtem Versand nach Deutschland – bei zugleich nur einem Jahr Garantie und ohne deutschsprachigen Service-Weg. Bosch nennt „Ersatzteile in der Regel 8-10 Jahre verfügbar – nach Serienende“ und bestellt über die zehnstellige Sachnummer vom Typenschild, mit zwei Jahren Garantie und drei Jahren bei Registrierung innerhalb von vier Wochen. Einhell führt ein Ersatzteilportal mit Explosionszeichnung über die Ident-Nummer 11016, Scheppach einen Ersatzteilreiter im Werksshop mit Abhol-Service. Arebos veröffentlicht weder Ersatzteilweg noch Garantiedauer – dort bleibt die gesetzliche Gewährleistung.

Die Reihenfolge, in der sich dieses Feld sortiert

Aus den fünf Datensätzen ergibt sich eine Prüfreihenfolge, die anders verläuft als die Filterlogik der Shops. Am Anfang steht nicht die Wattzahl und nicht die Futterweite, sondern das Paar aus härtestem geplanten Werkstoff und größtem geplanten Durchmesser. Daraus folgt die nötige Drehzahl nach unten, und erst diese Zahl trennt das Feld: Für Edelstahl und harten Stahl bleibt nach den Richtwerten von Holzmann und der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei nur ein Gerät übrig, für Baustahl und Grauguss drei, für Holz und Kunststoff alle fünf.

An zweiter Stelle steht die Ausladung, weil sie sich nachträglich durch nichts ausgleichen lässt, gefolgt von der Spindel- und Futteraufnahme, die über das gesamte spätere Zubehör entscheidet. Erst danach lohnen Bohrhub, Tischmaß und Neigbarkeit – und ganz am Ende die Motorart, die ohnehin nur zwei der fünf Hersteller benennen.

Kurz gefasst

Die Zahl auf dem Karton beschreibt das Bohrfutter, die Zahl in der Anleitung die Maschine. Wer beide auseinanderhält, entscheidet an drei Angaben: niedrigste Drehzahl, Ausladung und benannte Spindelaufnahme. Wo ein Hersteller eine davon schuldig bleibt, ist das selbst ein Ergebnis – und im Feld betrifft es die Ausladung bei zwei von fünf Geräten.

Offen bleibt damit nur noch die Frage, die vor der Auswahl steht: ob überhaupt eine Maschine gebraucht wird oder ob ein Bohrständer mit vorhandener Handbohrmaschine reicht. Sie ist keine Preisfrage, sondern eine der Rundlaufabweichung und der Steifigkeit, und sie wird im Ratgeber Bohrständer oder Standbohrmaschine beantwortet. Wie sich Werkbank-, Boden- und Werkstückaufstellung insgesamt gegeneinander abgrenzen, ordnet die Übersicht zu Standbohrmaschinen ein.

Häufige Fragen

Bedeutet „13 mm Bohrleistung in Stahl“, dass die Maschine 13 mm in Stahl bohrt?
Bei vier von fünf Geräten dieses Vergleichs nicht. Einhell, Scheppach, Arebos und Fartools veröffentlichen an dieser Stelle den Spannbereich des Bohrfutters – also die Frage, welcher Bohrerschaft hineinpasst. Nur Bosch weist die Bohrleistung nach Werkstoff getrennt aus, mit 13 mm in Stahl und 40 mm in Holz. Ob ein 13-mm-Loch in Stahl entsteht, hängt an der niedrigsten Drehzahl, am Vorschub und an der Steifigkeit der Maschine.
Welche Drehzahl braucht ein 13-mm-Bohrer in Stahl?
Einhell und Scheppach drucken in ihren eigenen Betriebsanleitungen dieselbe Richtwerttabelle: 370 min⁻¹ für Ø 13 mm in Stahl und 590 min⁻¹ für Ø 13 mm in Grauguss, ausdrücklich als Richtwerte. Nach der RUKO-Drehzahlmatrix entsprechen diese 370 min⁻¹ rund 15 m/min Schnittgeschwindigkeit. Für unlegierte Baustähle setzt RUKO 30 bis 35 m/min an, also 735 bis 857 min⁻¹ bei Ø 13 mm – der Herstellerrichtwert ist damit konservativ gesetzt, kein Grenzwert.
Warum ist die niedrigste Drehzahl wichtiger als die höchste?
Oben liegen alle fünf Maschinen zwischen 2.500 und 2.650 min⁻¹, das reicht für kleine Bohrer in Holz und Kunststoff. Unten trennt sich das Feld: Bosch beginnt bei 200 min⁻¹, Scheppach bei 440, Einhell bei 450, Fartools je nach Herstellerquelle bei 520 oder 580 und Arebos bei 550 min⁻¹. Je größer der Durchmesser und je zäher der Werkstoff, desto langsamer muss die Spindel laufen – diese Reserve nach unten lässt sich an einer Bankmaschine nicht nachrüsten.
Welche Drehzahl braucht Edelstahl?
Die Holzmann-Betriebsanleitung nennt für einen HSS-Bohrer von Ø 10 mm 300 min⁻¹ in Edelstahl, gegenüber 600 min⁻¹ in hartem und 800 min⁻¹ in normalem Stahl. Das Merkblatt 822 der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei bestätigt die Größenordnung unabhängig: Ø 9,5 mm mit 315 U/min, Ø 11,0 mm mit 280 U/min. Dasselbe Merkblatt verlangt verwindungssteife Maschinen mit Kraftreserven und gute Kühlung; von den fünf verglichenen Geräten erreicht nur die Bosch PBD 40 ein Drehzahlniveau darunter.
Was ist die Ausladung und welche Werte erreichen Tischbohrmaschinen?
Die Ausladung ist der Abstand von der Spindelmitte zur Säule. Sie bestimmt, wie weit von der Werkstückkante entfernt gebohrt werden kann – ein Werkstück lässt sich drehen, damit reicht die Maschine aber nur bis zur doppelten Ausladung. Im Vergleich veröffentlichen drei von fünf Herstellern eine Zahl: Fartools 104 mm, Scheppach 125 mm und Einhell 152 mm laut Datenblatt gegen 160 mm laut Betriebsanleitung. Bosch und Arebos nennen sie in keiner geprüften Quelle.
Was bedeuten B 16 und MK 2 an der Spindel?
B 16 ist der Kegel zwischen Spindel und Bohrfutter, also eine reine Futteraufnahme: Er sagt, welches Ersatzfutter passt. Ein Morsekonus MK 2 sitzt in der Spindel selbst und nimmt Werkzeuge mit Kegelschaft ohne Futter dazwischen auf, etwa Kegelsenker oder Aufsteckreibahlen. Im Feld tragen Scheppach, Arebos und Fartools nur B 16, die Einhell TE-BD 750 E führt MK 2 zusätzlich zu B 16, und Bosch nennt in keiner Quelle eine Kegelbezeichnung – das Schnellspannfutter kommt ab Werk montiert.
Gilt für Tischbohrmaschinen EN 62841-3-13 oder EN 12717?
Die Grenze verläuft am Bohrfutter. Der frei zugängliche Anwendungsbereich der IEC 62841-3-13:2017 gilt für transportable Bohrmaschinen mit handbetätigtem Axialvorschub und einer Futterkapazität bis 13 mm und nennt diese Bauform ausdrücklich „bench drills or drill presses“. Bosch, Scheppach und die Fartools-Revision P 13G sind danach erklärt. Die Einhell TE-BD 750 E spannt 1 bis 16 mm, überschreitet den Anwendungsbereich und wird deshalb über die Werkzeugmaschinennorm EN 12717 mit EN 60204-1 erklärt.
Warum fehlen gut bewertete Geräte aus den USA in diesem Vergleich?
Beispiel WEN 4206T: 4,5 von 5 Sternen aus 762 Bewertungen und aktive Kaufbox auf amazon.de, aber vom Hersteller mit 120 V und 60 Hz ausgewiesen. Am deutschen 230-V-Netz ist die Maschine ohne Trenntransformator nicht bestimmungsgemäß zu betreiben, die Drehzahlangaben gelten für 60 Hz. Produktseite und Betriebsanleitung nennen weder CE-Kennzeichnung noch EU-Konformitätserklärung noch eine EN-Norm, und die Garantie gilt wörtlich nur in den USA, Kanada und Puerto Rico.

Änderungen an dieser Seite

Zuletzt redaktionell geprüft am .

  1. Querverweis auf „Mini-Drechselbank: 5 Tischmodelle im Vergleich 2026“ im Abschnitt „Was auf die Spindel passt und was an der Werkbank passen muss“ ergänzt.
  2. Ersterstellung des Vergleichs: Spec-Matrix mit zwölf Kennwerten und fünf kritischen Zeilen aufgebaut, „Bohrleistung in Stahl“ als Spannbereich des Bohrfutters aufgelöst und gegen die Drehzahl-Richtwerttabellen aus den Betriebsanleitungen von Einhell und Scheppach (370 min⁻¹ für Ø 13 mm in Stahl) sowie gegen die RUKO-Drehzahlmatrix eingeordnet, Normgrenze der IEC 62841-3-13 am 13-mm-Futter belegt, Herstellerwidersprüche mit Quellenvorrang geführt und der Grenzfall WEN 4206T (120 V/60 Hz, ohne CE) als benannter Ausschluss aufgenommen.

Verwendete Quellen

  1. [1]Robert Bosch Power Tools GmbH, Originalbetriebsanleitung Tischbohrmaschine PBD 40, Sachnummer 1 609 92A D2Y (2025.07), Tabelle „Technische Daten“ auf S. 12 – Nennaufnahmeleistung 710 W, Bohrfutterspannbereich 1,5–13 mm im zweihülsigen Schnellspannbohrfutter, max. Bohr-Ø Stahl 13 mm und Holz 40 mm, Bohrhub 90 mm, Leerlaufdrehzahl 200–850 min⁻¹ im 1. Gang und 600–2.500 min⁻¹ im 2. Gang, Grundplatte 330 × 350 × 30 mm, Gesamthöhe 650 mm, Gewicht 11,2 kg ohne Netzanschlussleitung, Schutzklasse II, Geräuschemission nach EN 62841-3-13 und Laser nach EN 50689; eine Ausladung führt das Dokument nicht · abgerufen 2026-08-02
  2. [2]Einhell Germany AG, Original-Betriebsanleitung TE-BD 750 E, Anl_TE_BD_750_E_SPK4, Druckvermerk EH 02/2018 (02), Kapitel 4 und EU-Konformitätserklärung auf S. 87 – Ausladung 160 mm, Bohrtiefe 80 mm, stufenlose Ausgangsdrehzahl 450–2.500 min⁻¹ bei konstant 1.400 min⁻¹ Motordrehzahl, Bohrspindelkonus MK 2 mit Bohrfutteraufnahme B 16, Zahnkranzbohrfutter Ø 1–16 mm, Nennleistung 750 Watt S2 15 min, Bohrtisch 243 × 243 mm mit Winkelverstellung 45°/0°/45°, Höhe 955 mm, Gewicht 43 kg; Normbezug der Erklärung EN 60204-1 und EN 12717 statt EN 62841-3-13, Geräusch und Vibration nach EN 61029, Garantiezeit 24 Monate · abgerufen 2026-08-02
  3. [3]Scheppach GmbH, Originalbetriebsanleitung DP19Vario/TBT19Vario, IM_5906820901_..._0104_260206, Kapitel 6 und 9 sowie EU-Konformitätserklärung auf S. 115 (Ichenhausen, 15.07.2025) – Bohrtiefe 60 mm, stufenlose Ausgangsdrehzahl 440–2.580 min⁻¹, Motordrehzahl 1.490 min⁻¹, Bohrfutteraufnahme B16, Bohrtisch 190 × 190 mm mit Winkelverstellung 45°–0°–45°, Höhe 870 mm, Gewicht 27 kg, Normen EN 62841-1:2015+AC:2015+A11:2022 und EN 62841-3-13:2017, Garantiezeit regulär 24 Monate; dazu die Drehzahl-Richtwerttabelle auf S. 15 mit 370 min⁻¹ für Ø 13 mm in Stahl und 590 min⁻¹ für Ø 13 mm in Grauguss · abgerufen 2026-08-02
  4. [4]AREBOS GmbH (die Erklärung selbst zeichnet die identische Gesellschaft unter dem früheren Namen Canbolat Vertriebs GmbH, HRB 10082), Original-Bedienungsanleitung Tischbohrmaschine 500W AR-HE-TBM500, Kapitel 2 „Technische Daten“ mit EU-Konformitätserklärung vom 04.02.2021 – Nennleistung 500 W (S2 15 min), Bohrtiefe 50 mm, fünf Riemenstufen mit 550/950/1.450/1.950/2.500 min⁻¹, Bohrfutteraufnahme B16, Bohrfutter 1,5–16 mm als Zahnkranzfutter (das Produktlisting des Herstellers nennt abweichend 13 mm und 15,50 kg), Bohrtisch 164 × 162 mm mit Winkelverstellung 45°/0°/45°, Höhe 590 mm, Säulendurchmesser 46 mm, Gewicht 14,5 kg; getestet nach EN 61029-1:2009+A11, nicht nach EN 61029-2-1 und nicht nach EN 62841-3-13. Eine Ausladung führt das Dokument nicht · abgerufen 2026-08-02
  5. [5]FAR GROUP EUROPE SAS, Marke Fartools One, Originalnotice zur Referenz 111050 in der Fassung P 13E 111050-F-20150511 mit EU-Konformitätserklärung auf S. 71 – 350 W (S2: 15 min) bei 230 V ~ 50 Hz, Bohrfutteraufnahme B 16, Zahnkranzbohrfutter 1,5–13 mm, Tisch 160 × 160 mm mit 40° Neigung und Schwenkbarkeit um die Säule, Maßtafel mit Spindelhub 50 mm, Ausladung 104 mm und Gesamthöhe 580 mm, Normen der Erklärung EN 61029-1:2009+A11:2010 und EN ISO 12100:2010. Das Dokument trägt den Drehzahlwiderspruch in sich: Typenschild auf S. 70 mit 2650/1880/1370/900/580 min⁻¹ gegen die Bedienabbildung FIG. E Pos. 05 auf S. 11 mit 2620/1880/1370/900/520 min⁻¹, dazu Typenschild-Gewicht 19 kg · abgerufen 2026-08-02
  6. [6]International Electrotechnical Commission, frei zugänglicher Anwendungsbereich von IEC 62841-3-13:2017 „Particular requirements for transportable drills“ – die Norm gilt für transportable Bohrmaschinen mit handbetätigtem Axialvorschub und einem Bohrfutter bis maximal 13 mm und setzt diese Bauform ausdrücklich mit bench drills beziehungsweise drill presses gleich. Das ist die Grenze, an der die Geräte dieses Vergleichs auseinanderfallen: Bosch PBD 40 (1,5–13 mm) und Scheppach DP19Vario (1,5–13 mm) sind nach EN 62841-3-13 erklärt, die Einhell TE-BD 750 E mit 1–16 mm Futter überschreitet den Anwendungsbereich und wird deshalb über die Werkzeugmaschinennorm EN 12717 mit EN 60204-1 erklärt. Stationäre Bohrmaschinen, Radialbohrmaschinen und Magnetbohrständer nimmt der Scope ausdrücklich aus · abgerufen 2026-08-02