Marktübersicht · Schweißgeräte
Elektroden-Schweißgerät Vergleich 2026: Leerlaufspannung und Netzstrom
Fünf Elektroden-Schweißgeräte im Vergleich: 56 bis 100 V Leerlaufspannung, 24 bis 43 A Netzstrom, Einschaltdauer mit Bezugstemperatur — alles aus Herstellerdokumenten.
- Verantwortlich
- Fachbereich Werkstatt
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Ein Elektroden-Schweißgerät wird über Ampere verkauft und über Volt entschieden. Nach dem beworbenen Maximalstrom führt in diesem Vergleich der Stamos Germany S-MMA-250PI.2 mit 250 A. Nach der Leerlaufspannung — der Größe, an der hängt, ob eine basische oder eine Zellulose-Elektrode zündet und vor allem wiederzündet — steht derselbe Stamos mit 56 V an letzter belegter Stelle, und der Kemppi Minarc Evo 180 mit 90 bis 100 V an erster. Die beiden Rangfolgen sind nahezu invertiert.
Eine Schwelle behauptet dieser Artikel trotzdem nicht. Um nicht mit einer erfundenen Zahl zu arbeiten, wurde die Gegenseite des Systems geprüft: die Datenblätter der Elektrodenhersteller. voestalpine Böhler Welding nennt für Phoenix CEL 70, BÖHLER FOX CEL und BÖHLER FOX EV 50 Stromart, Polarität und Strombereiche je Durchmesser — eine Mindest-Leerlaufspannung nennt keines der drei Datenblätter. Verglichen werden hier deshalb die belegten Werte gegeneinander, dazu die einzige Herstelleraussage im ganzen Feld, die eine Spannung ausdrücklich mit einem Elektrodentyp verknüpft.
Verglichen werden fünf lieferbare Geräte von fünf Herstellern, alle einphasig an 230 V, alle ohne Drahtvorschub, ohne Hochfrequenzzündung und ohne Wechselstrom. Grundlage sind ausschließlich Original-Betriebsanleitungen, Datenblätter, Ersatzteilkataloge, Konformitätserklärungen und Produktseiten der Hersteller, dazu Normen, Verbandsregelwerke und die DGUV-Information zum Lichtbogenschweißen. Wo ein Hersteller einen Kennwert nicht veröffentlicht, steht kein Strich, sondern seine nächstbeste eigene Aussage samt Fundstelle und der Kennzeichnung als Lücke. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide.
Einordnung nach Einsatzprofil
Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.
Topentscheidung
Die größte Spannungsreserve bei der kleinsten Netzlast

Kemppi (Kemppi Group)
Kemppi Minarc Evo 180 (61002180)
Führt das Feld bei allen drei kritischen Zeilen zugleich: höchste Leerlaufspannung mit U0 100 V laut Produktdatenbank und 90 V als Mittelwert, höchster Dauerstrom mit 100 Prozent Einschaltdauer bei 115 A und ausdrücklich 40 °C, kleinster Netzstrom mit I1max 24 A und I1eff 15 A. Als einziger Hersteller im Feld nennt Kemppi Amperezahl und Charakteristik der Absicherung zusammen, träge 16 A mit C-Charakteristik, und als einziger weist er eine Leistungsfaktorkorrektur und den Generatorbetrieb aus. Einzuplanen sind zwei Dinge: Wer VRD braucht, bestellt 61002180VRD und liegt dann bei 30 V Leerlaufspannung — und eine Bewertungsbasis gibt es nicht, weil der Vertrieb über den Fachhandel läuft.
- Leerlaufspannung U0
- 100 laut Produktdatenbank und aktuellem Datenblatt, dazu Ur und Uav mit je 90; Handbuch und Datenblatt von 2016 nennen nur „Open circuit voltage average 90 V“. Beide Seiten sind Kemppi-Quellen, der Widerspruch wird nicht aufgelöst. Achtung bei der Bestellung: Die Variante 61002180VRD hält die Leerlaufspannung bei 30
- Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur
- 30 % / 170 A und 100 % / 115 A, bezogen auf 40 °C — höchster Dauerstrom im Feld. Ein Fehler im Datenblatt von 2016 ordnet den WIG-Wert 35 % bei 180 A dem E-Hand-Verfahren zu; das Handbuch bestätigt E-Hand maximal 170 A bei 30 %
- Maximaler Netzstrom I1max
- 24 bei 30 % ED; effektiver Netzstrom I1eff 15 bei 100 % ED — kleinster Netzbedarf im Feld bei zugleich zweithöchstem Schweißstrom
Dafür
- Höchste Leerlaufspannung im Feld: U0 100 V laut Produktdatenbank und aktuellem Datenblatt, 90 V als Mittelwert
- Kleinster Netzbedarf des Vergleichs — I1max 24 A, I1eff 15 A, Absicherung träge 16 A mit C-Charakteristik als einzige vollständige Angabe im Feld
- 100 Prozent Einschaltdauer bei 115 A und ausdrücklich 40 °C: der höchste belegte Dauerstrom im Vergleich
- PFC an Bord und Generatorbetrieb vorgesehen, Mindestleistung 5,5 kVA, empfohlen 8,5 kVA
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Ebenfalls in der engeren Wahl
Für Zellulose- und basische Elektroden

ARCCAPTAIN (Arc Navigation Technology Shenzhen Co., Ltd.)
ARCCAPTAIN ARC200 2-in-1
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Das einzige Gerät im Feld, für das der Hersteller die Leerlaufspannung ausdrücklich mit einem Elektrodentyp verknüpft: „High output no-load voltage, available for cellulose electrode (only ARC200)“ steht wörtlich in der Betriebsanleitung, und der Hersteller grenzt damit sein eigenes Schwestermodell aus. Die 81 V sind dreifach übereinstimmend belegt, über Handbuch, deutsche und B2B-Produktseite, und sind der höchste Wert unter den vier Amazon-Geräten. Dazu als einziges Gerät hier Arc-Force und Hot-Start, die sich im MMA-Modus tatsächlich verstellen lassen, und ein ab Werk deaktiviertes VRD zum Zuschalten. Einzuplanen ist die Dokumentationslage: Einschaltdauer widersprüchlich, I1max, I1eff und EMV-Klasse fehlen.
- Leerlaufspannung U0
- 81 — dreifach übereinstimmend belegt: Handbuch „No-load voltage V 81“, deutsche Produktseite, B2B-Seite. Die US-Seite nennt 78 für die 110/220-V-Ausführung, die für diese ASIN nicht gilt
- Arc-Force: vorhanden gegen einstellbar
- vorhanden und im MMA-Modus einstellbar — einziges Gerät im Feld; Handbuch: „arc-force and hot start can be adjusted“
- VRD-Spannungsabsenkung
- vorhanden, ab Werk deaktiviert, per Tastenkombination zuschaltbar; Anzeige -0 ohne, -1 mit VRD
Dafür
- 81 V Leerlaufspannung, dreifach übereinstimmend über Handbuch, deutsche und B2B-Produktseite belegt
- Einzige ausdrückliche Herstelleraussage zum Elektrodentyp im ganzen Feld: „available for cellulose electrode (only ARC200)“
- Arc-Force und Hot-Start im MMA-Modus tatsächlich einstellbar statt nur vorhanden — im Vergleich einmalig
- VRD an Bord, ab Werk deaktiviert und per Tastenkombination zuschaltbar
- Lift-TIG neben E-Hand, 20 bis 200 A Regelbereich, rund 4,27 kg laut Handbuch
Dagegen
- Einschaltdauer widersprüchlich: 25 Prozent bei 40 °C im Handbuch gegen 60 Prozent ohne Temperaturangabe auf beiden Webquellen — Faktor 2,4
- I1max, I1eff und eine empfohlene Absicherung fehlen vollständig; die Suche nach „I1“, „fuse“ und „Sicherung“ ergab im Handbuch null Treffer
- Keine EMV-Emissionsklasse deklariert, EN 60974-10 kommt im Handbuch nicht vor, eine EU-Konformitätserklärung war nicht auffindbar
- Kein Impressum auf arccaptain.de, keine deutsche Servicenummer und drei widersprechende Firmensitzangaben
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Kleinste Netzlast und geringstes Gewicht

IPOTOOLS (IPO Group)
IPOTOOLS MMA-160R (Art. 1272)
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Rund 2,8 kg laut Handbuch und Technikblock und die einzige bezifferte Absicherungsangabe im Amazon-Feld: 15 A träge, ergänzt um den Zusatz, dass die Sicherung träge ausgelegt sein muss. Wer den Inverter trägt und an wechselnden Steckdosen arbeitet, hat hier die kleinste Last am Haken — und mit 100 Prozent Einschaltdauer bei 120 A einen brauchbaren Dauerstrom für ein Gerät dieser Größe. Arc-Force, Hot-Start und Anti-Stick sind alle drei vorhanden. Einzuplanen sind die kürzesten Leitungen im Feld mit je 2 m, zwei fest verdrahtete Zündhilfen und ein Handbuch, das die Leerlaufspannung auf derselben Seite zweimal unterschiedlich angibt.
- Netzanschluss und Absicherung
- 220 bis 240 V, einphasig, 50/60 Hz; Netzabsicherung 15 A träge, ergänzt um „The fuse design must be slow“ — eines von nur zwei Geräten im Feld mit bezifferter Absicherung. Leistungsaufnahme in kVA nicht auffindbar
- Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur
- 60 % / 160 A und 100 % / 120 A; Bezugstemperatur nicht ausgewiesen — die einzigen Temperaturwerte im Handbuch betreffen die zulässige Arbeitsumgebung
- Schweiß- und Massekabel: Länge und Querschnitt
- Massekabel 2 m und Elektrodenhalter 2 m, kürzeste Leitungen im Feld; Querschnitt nicht ausgewiesen
Dafür
- Leichtestes Gerät im Vergleich mit rund 2,8 kg laut Handbuch und Technikblock
- Eines von nur zwei Geräten im Feld mit bezifferter Netzabsicherung: 15 A träge, ausdrücklich im Handbuch
- 100 Prozent Einschaltdauer bereits bei 120 A, 60 Prozent bei 160 A
- Arc-Force, Hot-Start und Anti-Stick alle drei vorhanden — im Einsteigerfeld nicht selbstverständlich
- Konformitätserklärung mit acht namentlich zitierten Normen und sieben Jahren gestaffelter Garantie ohne Produktregistrierung
Dagegen
- Leerlaufspannung im selben PDF auf derselben Seite doppelt angegeben: 64 V in der deutschen, 60 bis 65 V in der englischen Tabelle
- Beide Zündhilfen sind fest verdrahtet und nicht einstellbar; das einzige Bedienelement ist der Stromsteller
- Im Amazon-Kaufbox-Akkordeon steht neben „Neu kaufen“ ein Gebrauchtangebot „Gebraucht – sehr gut“; welche Zeile vorausgewählt ist, wechselt — Zeile und Zustandsbeschreibung gehören vor dem Bestellen geprüft
- ED-Bezugstemperatur, I1max, I1eff und EMV-Klasse fehlen; in der Konformitätserklärung fehlt zudem EN IEC 60974-1, die Grundnorm für Schweißstromquellen
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Größter Strombereich und weitester Aktionsradius

Stamos Germany (expondo)
Stamos Germany S-MMA-250PI.2 (EX10020228)
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Zwanzig bis 250 A und je 8 m Massekabel und E-Hand-Kabel sind die Spitzenwerte des Felds — mehr als das Doppelte der Leitungslänge von STAHLWERK und ARCCAPTAIN. Wer weit um ein Werkstück herum arbeitet, ohne das Gerät ständig umzustellen, kommt hier am weitesten. Als einziges Gerät im Vergleich gibt es zudem einen öffentlichen Ersatzteilkatalog mit Teilenummern und tagesaktueller Bestandsangabe. Gegenzurechnen sind 56 V Leerlaufspannung, der niedrigste belegte Wert des Vergleichs, das Fehlen von Arc-Force, Anti-Stick, VRD und Lift-TIG sowie eine Einschaltdauer, die ohne Bezugstemperatur dasteht und deshalb nicht neben die 40-Grad-Werte der anderen Geräte gehört.
- Schweißstrombereich E-Hand
- 20–250 — größter Bereich im Vergleich
- Schweiß- und Massekabel: Länge und Querschnitt
- Massekabel 8 m und E-Hand-Kabel 8 m, längste Leitungen im Feld; Querschnitt nicht ausgewiesen, der Ersatzteilkatalog führt sie nur als „EARTH CABLE 8m (thin tip)“
- Leerlaufspannung U0
- 56 — identisch in Betriebsanleitung und auf der Produktseite; niedrigster belegter Wert im Feld bei zugleich höchstem beworbenen Maximalstrom
Dafür
- Größter Schweißstrombereich im Vergleich: 20 bis 250 A
- Längste Leitungen im Feld — Massekabel und E-Hand-Kabel je 8 m, mehr als das Doppelte von STAHLWERK und ARCCAPTAIN
- Eingangsstrom max. 43 A und Nenneingangsstrom 34 A immerhin auf der Produktseite beziffert
- Als einziges Gerät im Vergleich ein öffentlicher Ersatzteilkatalog mit Teilenummern und tagesaktueller Bestandsangabe
Dagegen
- Niedrigste belegte Leerlaufspannung im Feld mit 56 V — bei zugleich höchstem beworbenen Maximalstrom
- Weder Arc-Force noch Anti-Stick noch VRD noch Lift-TIG; geregelt wird ausschließlich der Strom
- ED-Bezugstemperatur fehlt, deshalb sind die 60 Prozent bei 250 A nicht neben die 40-Grad-Werte der anderen Geräte zu stellen
- Mehrere Kern- und Verschleißteile stehen im eigenen Katalog auf Bestand null, darunter MMA-Halter, Kondensator, Relais und Gleichrichterbrücke
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Am besten dokumentierte Einschaltdauer

STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim)
STAHLWERK ARC 200 MD Vollausstattung (Art. 1800)
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Die einzige vollständige Einschaltdauer-Kette im Feld: 10 Prozent bei 200 A, 60 Prozent bei 82 A und 100 Prozent bei 63 A, alle drei Stützstellen ausdrücklich bei 40 °C. Dazu der größte Kabelquerschnitt des Vergleichs mit 25 mm² an beiden Leitungen, beide Netzströme beziffert, eine ausdrücklich deklarierte EMV-Klasse A und die breiteste Rückmeldebasis des ganzen Clusters. Die Kehrseite steht in derselben Akte und wird hier nicht kleingeredet: Die Leerlaufspannung ist auf keiner Herstellerquelle zu finden, verwendbare Elektrodendurchmesser sind nirgends angegeben, und die sieben Jahre Garantie gelten laut Bedingungen nur beim Direktkauf beim Hersteller.
- Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur
- 10 % / 200 A · 60 % / 82 A · 100 % / 63 A, bezogen auf 40 °C — einzige vollständige Kette mit Bezugstemperatur im Feld
- Schweiß- und Massekabel: Länge und Querschnitt
- Massekabel und Elektrodenhalter je 3 m, je 25 mm², 9-mm-Dornanschluss — größter Querschnitt im Vergleich
- Leerlaufspannung U0
- Herstellerangabe existiert im Sortiment, aber ausschließlich für die Digital-Schwestervariante Art. 49071 (Herstellerangabe: Volltextsuche nach „Leerlauf“ auf der ASIN-Produktseite /ARC-200-MD-IGBT-Vollausstattung, auf der Basisvariante Art. 6902 und auf der Vergleichsseite ARC 160 MD ergab je null Treffer. Ein Handbuch-PDF war über keinen Pfad beschaffbar: alle Kandidaten unter /kundeninfo/ antworten mit 404, der Verzeichnisindex mit 403, /downloads/ mit 403, die Sitemap führt 14.656 URLs ohne Dokumentenbereich. Der einzige U0-Treffer im gesamten STAHLWERK-Sortiment steht auf der Seite der Digital-Variante Art. 49071, die dort auch VRD ausweist. — Der Wert der Digital-Variante wird ausdrücklich NICHT übertragen: Art. 49071 ist ein anderes Produkt mit anderem Funktionsumfang, unter anderem mit manuell aktivierbarem VRD, das Art. 1800 nicht hat. Was der Ersatzwert stattdessen gibt, ist eine Vorschrift vor dem Kauf: Wer basische oder Zellulose-Elektroden fahren will, lässt sich den U0-Wert vom Hersteller unter Nennung der Artikelnummer 1800 bestätigen — die Zusage muss die Artikelnummer tragen, nicht den Modellnamen, weil unter „ARC 200 MD“ drei Produkte laufen. Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs und nicht als Herstellerangabe festgehalten: Dass derselbe Hersteller die Zahl bei der Digital-Variante veröffentlicht, zeigt, dass die Lücke bei Art. 1800 keine technische Unmöglichkeit ist, sondern eine Frage der Produktkommunikation.)
Dafür
- Einschaltdauer als vollständige Kette und ausdrücklich bei 40 °C: 10 Prozent bei 200 A, 60 Prozent bei 82 A, 100 Prozent bei 63 A
- Größter Kabelquerschnitt im Feld — Massekabel und Elektrodenhalter je 3 m mit 25 mm²
- I1max und I1eff beide beziffert; nur zwei der fünf Hersteller tun das vollständig
- EMV-Klasse A ausdrücklich deklariert, mit dem Zusatz, dass das Gerät nicht für Wohnbereiche vorgesehen ist
- Sieben Jahre Garantie ohne Produktregistrierung, Lift-TIG serienmäßig, rund 3,4 kg
Dagegen
- Leerlaufspannung auf keiner Herstellerquelle auffindbar — ausgerechnet der kritische Kennwert und ausgerechnet beim meistbewerteten Gerät des Felds
- Die sieben Jahre Garantie gelten laut Bedingungen nur für Kunden, die unmittelbar beim Hersteller kaufen; beim Kauf über Amazon greift diese Zusage nicht
- Keine Arc-Force ausgewiesen, Hot-Start automatisch und nicht einstellbar — geregelt wird nur der Strom
- Verwendbare Elektrodendurchmesser nirgends angegeben, Handbuch und Ersatzteilkatalog über keinen Herstellerpfad beschaffbar
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Vergleich auf einen Blick
| Für Direktvergleich auswählen | Produkt | Segment | Bewertung | Leerlaufspannung U0(V) | Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur | Maximaler Netzstrom I1max(A) | Zum AnbieterAnbieter |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim)STAHLWERK ARC 200 MD Vollausstattung (Art. 1800)Details | Einsteiger | 4.7(2.237) | Herstellerangabe existiert im Sortiment, aber ausschließlich für die Digital-Schwestervariante Art. 49071 (Herstellerangabe: Volltextsuche nach „Leerlauf“ auf der ASIN-Produktseite /ARC-200-MD-IGBT-Vollausstattung, auf der Basisvariante Art. 6902 und auf der Vergleichsseite ARC 160 MD ergab je null Treffer. Ein Handbuch-PDF war über keinen Pfad beschaffbar: alle Kandidaten unter /kundeninfo/ antworten mit 404, der Verzeichnisindex mit 403, /downloads/ mit 403, die Sitemap führt 14.656 URLs ohne Dokumentenbereich. Der einzige U0-Treffer im gesamten STAHLWERK-Sortiment steht auf der Seite der Digital-Variante Art. 49071, die dort auch VRD ausweist. — Der Wert der Digital-Variante wird ausdrücklich NICHT übertragen: Art. 49071 ist ein anderes Produkt mit anderem Funktionsumfang, unter anderem mit manuell aktivierbarem VRD, das Art. 1800 nicht hat. Was der Ersatzwert stattdessen gibt, ist eine Vorschrift vor dem Kauf: Wer basische oder Zellulose-Elektroden fahren will, lässt sich den U0-Wert vom Hersteller unter Nennung der Artikelnummer 1800 bestätigen — die Zusage muss die Artikelnummer tragen, nicht den Modellnamen, weil unter „ARC 200 MD“ drei Produkte laufen. Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs und nicht als Herstellerangabe festgehalten: Dass derselbe Hersteller die Zahl bei der Digital-Variante veröffentlicht, zeigt, dass die Lücke bei Art. 1800 keine technische Unmöglichkeit ist, sondern eine Frage der Produktkommunikation.) | 10 % / 200 A · 60 % / 82 A · 100 % / 63 A, bezogen auf 40 °C — einzige vollständige Kette mit Bezugstemperatur im Feld | 40 (Herstellerseite) · 40,3 (Amazon-A-plus-Content desselben Herstellers); effektiver Netzstrom I1eff 12,6 bzw. 13,3 | Zum Angebot– STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim) STAHLWERK ARC 200 MD Vollausstattung (Art. 1800), Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
ARCCAPTAIN (Arc Navigation Technology Shenzhen Co., Ltd.)ARCCAPTAIN ARC200 2-in-1Details | Einsteiger | 4.6(1.666) | 81 — dreifach übereinstimmend belegt: Handbuch „No-load voltage V 81“, deutsche Produktseite, B2B-Seite. Die US-Seite nennt 78 für die 110/220-V-Ausführung, die für diese ASIN nicht gilt | 25 % / 200 A, bezogen auf 40 °C laut Handbuch; beide Webquellen desselben Herstellers nennen abweichend 60 % ohne Bezugstemperatur — Faktor 2,4, hier nicht aufgelöst | 9,4 kVA Nenn-Eingangsleistung bei 230 V, Leistungsfaktor 0,7 (Herstellerangabe: Das Handbuch führt in der Datentabelle „Rated input power KVA 9.4“ sowie „AC230V ±15%“ und cos phi 0,7. Ein Netzstromwert fehlt: Die Volltextsuche nach „I1“, „I 1max“, „fuse“, „Sicherung“ und „breaker“ ergab im Handbuch null Treffer, ebenso auf arccaptain.de, arccaptain.net und arccaptain.com. — Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs gekennzeichnet, nicht als Herstellerangabe: Aus 9,4 kVA bei 230 V ergibt sich rechnerisch ein Netzstrom in der Größenordnung von rund 41 A. Diese Zahl steht in keiner ARCCAPTAIN-Quelle und ersetzt keine I1max-Angabe — sie liegt aber in derselben Größenordnung wie die belegten 40 A des STAHLWERK und die 43 A des Stamos. Als Vorschrift bleibt: Den Stromkreis vor der Bestellung von einer Elektrofachkraft prüfen lassen und den Betrieb an geteilten Stromkreisen ausschließen, solange der Hersteller weder I1max noch I1eff noch eine Absicherung nennt.) | Zum Angebot– ARCCAPTAIN (Arc Navigation Technology Shenzhen Co., Ltd.) ARCCAPTAIN ARC200 2-in-1, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
Stamos Germany (expondo)Stamos Germany S-MMA-250PI.2 (EX10020228)Details | Einsteiger | 4.6(1.497) | 56 — identisch in Betriebsanleitung und auf der Produktseite; niedrigster belegter Wert im Feld bei zugleich höchstem beworbenen Maximalstrom | 60 % / 250 A; Bezugstemperatur vom Hersteller nicht ausgewiesen — die Suche über das komplette 21-sprachige Handbuch-PDF trifft nur den Überhitzungsschutz | 43 als „Eingangsstrom max.“ auf der Produktseite, Nenneingangsstrom 34 — höchster Netzstrom im Feld; in der mitgelieferten Betriebsanleitung fehlen beide Werte | Zum Angebot– Stamos Germany (expondo) Stamos Germany S-MMA-250PI.2 (EX10020228), Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
IPOTOOLS (IPO Group)IPOTOOLS MMA-160R (Art. 1272)Details | Einsteiger | 4.6(1.343) | 64 laut deutscher Tabelle und Produktseite; die englische Tabelle auf derselben Seite 5 desselben PDF nennt 60 bis 65 — der Widerspruch wird nicht aufgelöst | 60 % / 160 A und 100 % / 120 A; Bezugstemperatur nicht ausgewiesen — die einzigen Temperaturwerte im Handbuch betreffen die zulässige Arbeitsumgebung | Netzabsicherung 15 A träge — die einzige netzseitige Zahl des Herstellers (Herstellerangabe: Das Handbuch nennt „Netzabsicherung (träge) 15 A“ und ergänzt „The fuse design must be slow“, dazu 220 bis 240 V einphasig bei 50/60 Hz. I1max und I1eff fehlen vollständig: Die Suche nach „I1max“, „I1eff“ und „I 1max“ ergab im PDF und auf der Produktseite je null Treffer, eine Leistungsangabe in kVA oder kW ebenfalls nicht. — Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs gekennzeichnet: Eine Absicherungsangabe ist kein I1max. Sie beschreibt den Dauerwert, den die Leitung tragen muss, während I1max den Spitzenbedarf beschreibt — beim STAHLWERK liegen zwischen beiden Größen 12,6 A und 40 A. Die 15 A träge sind deshalb als untere Bezugsgröße zu lesen und nicht als Obergrenze des Netzstroms. Praktische Vorschrift: träge Charakteristik ist Bedingung, ein flinker 16-A-Automat ist es ausdrücklich nicht.) | Zum Angebot– IPOTOOLS (IPO Group) IPOTOOLS MMA-160R (Art. 1272), Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
Kemppi (Kemppi Group)Kemppi Minarc Evo 180 (61002180)Details | Premium | 100 laut Produktdatenbank und aktuellem Datenblatt, dazu Ur und Uav mit je 90; Handbuch und Datenblatt von 2016 nennen nur „Open circuit voltage average 90 V“. Beide Seiten sind Kemppi-Quellen, der Widerspruch wird nicht aufgelöst. Achtung bei der Bestellung: Die Variante 61002180VRD hält die Leerlaufspannung bei 30 | 30 % / 170 A und 100 % / 115 A, bezogen auf 40 °C — höchster Dauerstrom im Feld. Ein Fehler im Datenblatt von 2016 ordnet den WIG-Wert 35 % bei 180 A dem E-Hand-Verfahren zu; das Handbuch bestätigt E-Hand maximal 170 A bei 30 % | 24 bei 30 % ED; effektiver Netzstrom I1eff 15 bei 100 % ED — kleinster Netzbedarf im Feld bei zugleich zweithöchstem Schweißstrom | Zum Angebot– Kemppi (Kemppi Group) Kemppi Minarc Evo 180 (61002180), öffnet die Produktseite von AS Welding GmbH (schweissshop24.de), Zwickau in einem neuen Tab |
Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht istZu wenige Bewertungen für eine belastbare Angabe
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Werbelinks zu amazon.de. Bewertungen stammen aus verifizierten Käuferbewertungen und öffentlichen Quellen; die Quellenangabe steht bei jedem Produkt im Detailblock. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.
Die Modelle im Einzelnen
Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

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STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim)
STAHLWERK ARC 200 MD Vollausstattung (Art. 1800)
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Das meistbewertete Gerät des Felds und das mit der vollständigsten Einschaltdauer-Kette — und zugleich das einzige, dessen Leerlaufspannung der Hersteller nirgends veröffentlicht.
Kaufentscheidung
Für alle, die ein leichtes 230-Volt-Gerät mit sauber dokumentierter Einschaltdauer suchen. STAHLWERK weist 10 Prozent bei 200 A, 60 Prozent bei 82 A und 100 Prozent bei 63 A ausdrücklich bei 40 Grad aus — als einziger Hersteller im Feld eine vollständige Kette mit Bezugstemperatur. Dazu 25 mm² an beiden Leitungen, der größte Querschnitt des Vergleichs, und mit rund 3,4 kg ein Gerät, das man trägt.
Die Grenze liegt bei der Zündung. Die Leerlaufspannung nennt der Hersteller für Art. 1800 nirgends, während er sie für die Digital-Schwestervariante ausweist. Wer basische oder Zellulose-Elektroden fahren will, bekommt beim ARCCAPTAIN ARC200 mit 81 V eine belegte Zahl. Auch die sieben Jahre Garantie sind an den Direktkauf beim Hersteller gebunden.
- Leerlaufspannung U0 (V)
- Herstellerangabe existiert im Sortiment, aber ausschließlich für die Digital-Schwestervariante Art. 49071 (Herstellerangabe: Volltextsuche nach „Leerlauf“ auf der ASIN-Produktseite /ARC-200-MD-IGBT-Vollausstattung, auf der Basisvariante Art. 6902 und auf der Vergleichsseite ARC 160 MD ergab je null Treffer. Ein Handbuch-PDF war über keinen Pfad beschaffbar: alle Kandidaten unter /kundeninfo/ antworten mit 404, der Verzeichnisindex mit 403, /downloads/ mit 403, die Sitemap führt 14.656 URLs ohne Dokumentenbereich. Der einzige U0-Treffer im gesamten STAHLWERK-Sortiment steht auf der Seite der Digital-Variante Art. 49071, die dort auch VRD ausweist. — Der Wert der Digital-Variante wird ausdrücklich NICHT übertragen: Art. 49071 ist ein anderes Produkt mit anderem Funktionsumfang, unter anderem mit manuell aktivierbarem VRD, das Art. 1800 nicht hat. Was der Ersatzwert stattdessen gibt, ist eine Vorschrift vor dem Kauf: Wer basische oder Zellulose-Elektroden fahren will, lässt sich den U0-Wert vom Hersteller unter Nennung der Artikelnummer 1800 bestätigen — die Zusage muss die Artikelnummer tragen, nicht den Modellnamen, weil unter „ARC 200 MD“ drei Produkte laufen. Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs und nicht als Herstellerangabe festgehalten: Dass derselbe Hersteller die Zahl bei der Digital-Variante veröffentlicht, zeigt, dass die Lücke bei Art. 1800 keine technische Unmöglichkeit ist, sondern eine Frage der Produktkommunikation.)
- Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur
- 10 % / 200 A · 60 % / 82 A · 100 % / 63 A, bezogen auf 40 °C — einzige vollständige Kette mit Bezugstemperatur im Feld
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- 40 (Herstellerseite) · 40,3 (Amazon-A-plus-Content desselben Herstellers); effektiver Netzstrom I1eff 12,6 bzw. 13,3
Dafür
- Einschaltdauer als vollständige Kette und ausdrücklich bei 40 °C: 10 Prozent bei 200 A, 60 Prozent bei 82 A, 100 Prozent bei 63 A
- Größter Kabelquerschnitt im Feld — Massekabel und Elektrodenhalter je 3 m mit 25 mm²
- I1max und I1eff beide beziffert; nur zwei der fünf Hersteller tun das vollständig
- EMV-Klasse A ausdrücklich deklariert, mit dem Zusatz, dass das Gerät nicht für Wohnbereiche vorgesehen ist
- Sieben Jahre Garantie ohne Produktregistrierung, Lift-TIG serienmäßig, rund 3,4 kg
Dagegen
- Leerlaufspannung auf keiner Herstellerquelle auffindbar — ausgerechnet der kritische Kennwert und ausgerechnet beim meistbewerteten Gerät des Felds
- Die sieben Jahre Garantie gelten laut Bedingungen nur für Kunden, die unmittelbar beim Hersteller kaufen; beim Kauf über Amazon greift diese Zusage nicht
- Keine Arc-Force ausgewiesen, Hot-Start automatisch und nicht einstellbar — geregelt wird nur der Strom
- Verwendbare Elektrodendurchmesser nirgends angegeben, Handbuch und Ersatzteilkatalog über keinen Herstellerpfad beschaffbar

Werbelink zu amazon.de. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken stark.
ARCCAPTAIN (Arc Navigation Technology Shenzhen Co., Ltd.)
ARCCAPTAIN ARC200 2-in-1
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Das einzige Gerät im Feld, für das der Hersteller die Leerlaufspannung ausdrücklich mit einem Elektrodentyp verknüpft — und das einzige mit wirklich einstellbarer Arc-Force.
Kaufentscheidung
Das Gerät für Elektroden jenseits von Rutil. 81 V Leerlaufspannung sind über Handbuch, deutsche und B2B-Produktseite dreifach übereinstimmend belegt, und der Hersteller verknüpft sie als einziger im Feld ausdrücklich mit einem Elektrodentyp: „available for cellulose electrode (only ARC200)“. Dazu Arc-Force und Hot-Start, die im MMA-Modus tatsächlich einstellbar sind statt nur vorhanden.
Die Grenze ist die Dokumentation. Die Einschaltdauer steht im Handbuch mit 25 Prozent bei 40 Grad, auf beiden Webquellen mit 60 Prozent ohne Temperaturangabe — Faktor 2,4 zwischen zwei Aussagen desselben Herstellers. I1max, I1eff und die EMV-Klasse fehlen ganz. Wer diese Netzdaten braucht, findet sie beim Kemppi Minarc Evo 180 vollständig.
- Leerlaufspannung U0 (V)
- 81 — dreifach übereinstimmend belegt: Handbuch „No-load voltage V 81“, deutsche Produktseite, B2B-Seite. Die US-Seite nennt 78 für die 110/220-V-Ausführung, die für diese ASIN nicht gilt
- Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur
- 25 % / 200 A, bezogen auf 40 °C laut Handbuch; beide Webquellen desselben Herstellers nennen abweichend 60 % ohne Bezugstemperatur — Faktor 2,4, hier nicht aufgelöst
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- 9,4 kVA Nenn-Eingangsleistung bei 230 V, Leistungsfaktor 0,7 (Herstellerangabe: Das Handbuch führt in der Datentabelle „Rated input power KVA 9.4“ sowie „AC230V ±15%“ und cos phi 0,7. Ein Netzstromwert fehlt: Die Volltextsuche nach „I1“, „I 1max“, „fuse“, „Sicherung“ und „breaker“ ergab im Handbuch null Treffer, ebenso auf arccaptain.de, arccaptain.net und arccaptain.com. — Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs gekennzeichnet, nicht als Herstellerangabe: Aus 9,4 kVA bei 230 V ergibt sich rechnerisch ein Netzstrom in der Größenordnung von rund 41 A. Diese Zahl steht in keiner ARCCAPTAIN-Quelle und ersetzt keine I1max-Angabe — sie liegt aber in derselben Größenordnung wie die belegten 40 A des STAHLWERK und die 43 A des Stamos. Als Vorschrift bleibt: Den Stromkreis vor der Bestellung von einer Elektrofachkraft prüfen lassen und den Betrieb an geteilten Stromkreisen ausschließen, solange der Hersteller weder I1max noch I1eff noch eine Absicherung nennt.)
Dafür
- 81 V Leerlaufspannung, dreifach übereinstimmend über Handbuch, deutsche und B2B-Produktseite belegt
- Einzige ausdrückliche Herstelleraussage zum Elektrodentyp im ganzen Feld: „available for cellulose electrode (only ARC200)“
- Arc-Force und Hot-Start im MMA-Modus tatsächlich einstellbar statt nur vorhanden — im Vergleich einmalig
- VRD an Bord, ab Werk deaktiviert und per Tastenkombination zuschaltbar
- Lift-TIG neben E-Hand, 20 bis 200 A Regelbereich, rund 4,27 kg laut Handbuch
Dagegen
- Einschaltdauer widersprüchlich: 25 Prozent bei 40 °C im Handbuch gegen 60 Prozent ohne Temperaturangabe auf beiden Webquellen — Faktor 2,4
- I1max, I1eff und eine empfohlene Absicherung fehlen vollständig; die Suche nach „I1“, „fuse“ und „Sicherung“ ergab im Handbuch null Treffer
- Keine EMV-Emissionsklasse deklariert, EN 60974-10 kommt im Handbuch nicht vor, eine EU-Konformitätserklärung war nicht auffindbar
- Kein Impressum auf arccaptain.de, keine deutsche Servicenummer und drei widersprechende Firmensitzangaben

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Stamos Germany (expondo)
Stamos Germany S-MMA-250PI.2 (EX10020228)
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Der größte Strombereich und die längsten Kabel des Vergleichs — und zugleich das Datenblatt, an dem sich die Pointe dieses Felds ablesen lässt: 250 A oben, 56 V unten.
Kaufentscheidung
Der größte Strombereich des Vergleichs mit 20 bis 250 A, dazu je 8 m Massekabel und E-Hand-Kabel, mehr als das Doppelte von STAHLWERK und ARCCAPTAIN. Wer weit um ein Werkstück herum arbeitet, kommt hier am weitesten. Als einziges Gerät im Feld gibt es zudem einen öffentlichen Ersatzteilkatalog mit Teilenummern.
Die Grenze ist die Spannung, nicht der Strom. 56 V Leerlaufspannung sind der niedrigste belegte Wert des Felds, dazu kein Arc-Force, kein Anti-Stick, kein VRD und kein Lift-TIG. Bei der Wiederzündung basischer Elektroden liegt der ARCCAPTAIN ARC200 mit 81 V deutlich davor, obwohl er 50 A weniger Maximalstrom hat.
- Leerlaufspannung U0 (V)
- 56 — identisch in Betriebsanleitung und auf der Produktseite; niedrigster belegter Wert im Feld bei zugleich höchstem beworbenen Maximalstrom
- Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur
- 60 % / 250 A; Bezugstemperatur vom Hersteller nicht ausgewiesen — die Suche über das komplette 21-sprachige Handbuch-PDF trifft nur den Überhitzungsschutz
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- 43 als „Eingangsstrom max.“ auf der Produktseite, Nenneingangsstrom 34 — höchster Netzstrom im Feld; in der mitgelieferten Betriebsanleitung fehlen beide Werte
Dafür
- Größter Schweißstrombereich im Vergleich: 20 bis 250 A
- Längste Leitungen im Feld — Massekabel und E-Hand-Kabel je 8 m, mehr als das Doppelte von STAHLWERK und ARCCAPTAIN
- Eingangsstrom max. 43 A und Nenneingangsstrom 34 A immerhin auf der Produktseite beziffert
- Als einziges Gerät im Vergleich ein öffentlicher Ersatzteilkatalog mit Teilenummern und tagesaktueller Bestandsangabe
Dagegen
- Niedrigste belegte Leerlaufspannung im Feld mit 56 V — bei zugleich höchstem beworbenen Maximalstrom
- Weder Arc-Force noch Anti-Stick noch VRD noch Lift-TIG; geregelt wird ausschließlich der Strom
- ED-Bezugstemperatur fehlt, deshalb sind die 60 Prozent bei 250 A nicht neben die 40-Grad-Werte der anderen Geräte zu stellen
- Mehrere Kern- und Verschleißteile stehen im eigenen Katalog auf Bestand null, darunter MMA-Halter, Kondensator, Relais und Gleichrichterbrücke

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IPOTOOLS (IPO Group)
IPOTOOLS MMA-160R (Art. 1272)
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Das leichteste Gerät des Vergleichs und eines von nur zwei Geräten mit einer bezifferten Netzabsicherung — dafür mit einer Leerlaufspannung, die im selben PDF zweimal unterschiedlich dasteht.
Kaufentscheidung
Das leichteste Gerät des Vergleichs mit rund 2,8 kg und eines von nur zwei Geräten mit bezifferter Netzabsicherung: 15 A träge, ausdrücklich im Handbuch. Wer den Inverter trägt und an wechselnden Steckdosen arbeitet, hat hier die kleinste Last. 64 V Leerlaufspannung liegen im Mittelfeld, 100 Prozent Einschaltdauer stehen bei 120 A.
Die Grenze ist doppelt. Beide Zündhilfen sind fest verdrahtet, während der ARCCAPTAIN ARC200 sie im MMA-Modus verstellen lässt, und dasselbe PDF nennt auf einer Seite 64 V und 60 bis 65 V. Vor der Bestellung gehört zudem geprüft, welche Zeile im Kaufbox-Akkordeon vorausgewählt ist: neben „Neu kaufen“ steht dort ein Gebrauchtangebot.
- Leerlaufspannung U0 (V)
- 64 laut deutscher Tabelle und Produktseite; die englische Tabelle auf derselben Seite 5 desselben PDF nennt 60 bis 65 — der Widerspruch wird nicht aufgelöst
- Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur
- 60 % / 160 A und 100 % / 120 A; Bezugstemperatur nicht ausgewiesen — die einzigen Temperaturwerte im Handbuch betreffen die zulässige Arbeitsumgebung
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- Netzabsicherung 15 A träge — die einzige netzseitige Zahl des Herstellers (Herstellerangabe: Das Handbuch nennt „Netzabsicherung (träge) 15 A“ und ergänzt „The fuse design must be slow“, dazu 220 bis 240 V einphasig bei 50/60 Hz. I1max und I1eff fehlen vollständig: Die Suche nach „I1max“, „I1eff“ und „I 1max“ ergab im PDF und auf der Produktseite je null Treffer, eine Leistungsangabe in kVA oder kW ebenfalls nicht. — Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs gekennzeichnet: Eine Absicherungsangabe ist kein I1max. Sie beschreibt den Dauerwert, den die Leitung tragen muss, während I1max den Spitzenbedarf beschreibt — beim STAHLWERK liegen zwischen beiden Größen 12,6 A und 40 A. Die 15 A träge sind deshalb als untere Bezugsgröße zu lesen und nicht als Obergrenze des Netzstroms. Praktische Vorschrift: träge Charakteristik ist Bedingung, ein flinker 16-A-Automat ist es ausdrücklich nicht.)
Dafür
- Leichtestes Gerät im Vergleich mit rund 2,8 kg laut Handbuch und Technikblock
- Eines von nur zwei Geräten im Feld mit bezifferter Netzabsicherung: 15 A träge, ausdrücklich im Handbuch
- 100 Prozent Einschaltdauer bereits bei 120 A, 60 Prozent bei 160 A
- Arc-Force, Hot-Start und Anti-Stick alle drei vorhanden — im Einsteigerfeld nicht selbstverständlich
- Konformitätserklärung mit acht namentlich zitierten Normen und sieben Jahren gestaffelter Garantie ohne Produktregistrierung
Dagegen
- Leerlaufspannung im selben PDF auf derselben Seite doppelt angegeben: 64 V in der deutschen, 60 bis 65 V in der englischen Tabelle
- Beide Zündhilfen sind fest verdrahtet und nicht einstellbar; das einzige Bedienelement ist der Stromsteller
- Im Amazon-Kaufbox-Akkordeon steht neben „Neu kaufen“ ein Gebrauchtangebot „Gebraucht – sehr gut“; welche Zeile vorausgewählt ist, wechselt — Zeile und Zustandsbeschreibung gehören vor dem Bestellen geprüft
- ED-Bezugstemperatur, I1max, I1eff und EMV-Klasse fehlen; in der Konformitätserklärung fehlt zudem EN IEC 60974-1, die Grundnorm für Schweißstromquellen

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Kemppi (Kemppi Group)
Kemppi Minarc Evo 180 (61002180)
Die größte Spannungsreserve und der kleinste Netzbedarf des Felds — das einzige Gerät im Vergleich, das nicht über Amazon läuft und deshalb keine Bewertungsbasis hat.
Kaufentscheidung
Das Gerät mit der größten Spannungsreserve im Feld: 100 V U0 laut Produktdatenbank, 90 V als Mittelwert, dazu 100 Prozent Einschaltdauer bei 115 A und ausdrücklich 40 Grad. Wer dauerhaft mit 4-mm-Elektroden arbeitet, findet hier den höchsten belegten Dauerstrom des Vergleichs — und mit 24 A zugleich den kleinsten Netzbedarf.
Zwei Grenzen. Wer VRD braucht, muss 61002180VRD bestellen, und dort sinkt die Leerlaufspannung auf 30 V — der Vorteil des Felds kehrt sich um. Und es gibt keine Bewertungsbasis, weil der Vertrieb über den Fachhandel läuft. Wer Rückmeldungen aus vielen Händen sucht, findet sie beim STAHLWERK ARC 200 MD.
- Leerlaufspannung U0 (V)
- 100 laut Produktdatenbank und aktuellem Datenblatt, dazu Ur und Uav mit je 90; Handbuch und Datenblatt von 2016 nennen nur „Open circuit voltage average 90 V“. Beide Seiten sind Kemppi-Quellen, der Widerspruch wird nicht aufgelöst. Achtung bei der Bestellung: Die Variante 61002180VRD hält die Leerlaufspannung bei 30
- Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und Bezugstemperatur
- 30 % / 170 A und 100 % / 115 A, bezogen auf 40 °C — höchster Dauerstrom im Feld. Ein Fehler im Datenblatt von 2016 ordnet den WIG-Wert 35 % bei 180 A dem E-Hand-Verfahren zu; das Handbuch bestätigt E-Hand maximal 170 A bei 30 %
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- 24 bei 30 % ED; effektiver Netzstrom I1eff 15 bei 100 % ED — kleinster Netzbedarf im Feld bei zugleich zweithöchstem Schweißstrom
Dafür
- Höchste Leerlaufspannung im Feld: U0 100 V laut Produktdatenbank und aktuellem Datenblatt, 90 V als Mittelwert
- Kleinster Netzbedarf des Vergleichs — I1max 24 A, I1eff 15 A, Absicherung träge 16 A mit C-Charakteristik als einzige vollständige Angabe im Feld
- 100 Prozent Einschaltdauer bei 115 A und ausdrücklich 40 °C: der höchste belegte Dauerstrom im Vergleich
- PFC an Bord und Generatorbetrieb vorgesehen, Mindestleistung 5,5 kVA, empfohlen 8,5 kVA
- IP23S und Temperaturklasse F als einziges Gerät besser als IP21S, Betrieb ab minus 20 °C, 16 mm² Kabelquerschnitt über Bestellcodes belegt
Dagegen
- Keine Bewertungsbasis: Der Vertrieb läuft über den Fachhandel, die Volltextprüfung der Kaufseite auf „Bewert“, „Sterne“, „Rezension“, „rating“ und „review“ ergab je null Treffer
- Wer VRD braucht, muss die Variante 61002180VRD bestellen — dort sinkt die Leerlaufspannung auf 30 V und der Vorteil des Felds kehrt sich um
- Hot-Start und Arc-Force kommen als Begriffe in keiner Kemppi-Quelle vor; die Lichtbogenregelung läuft automatisch und ist nicht verstellbar
- Volle drei Jahre Garantie nur mit Registrierung im My-Fleet-Portal binnen zwei Monaten nach Kauf, Fernregler und Kabel sind ausgenommen; Lieferzeit der Kaufseite „ca. 1 - 2 Wochen“
Technische Daten im Detail
Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.
Tabelle seitlich scrollbar
| Kennwert | STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim)STAHLWERK ARC 200 MD Vollausstattung (Art. 1800) | ARCCAPTAIN (Arc Navigation Technology Shenzhen Co., Ltd.)ARCCAPTAIN ARC200 2-in-1 | Stamos Germany (expondo)Stamos Germany S-MMA-250PI.2 (EX10020228) | IPOTOOLS (IPO Group)IPOTOOLS MMA-160R (Art. 1272) | Kemppi (Kemppi Group)Kemppi Minarc Evo 180 (61002180) |
|---|---|---|---|---|---|
| Datenlageveröffentlichte Kennwerte | 10 von 12 | 10 von 12 | 11 von 12 | 10 von 12 | 10 von 12 |
| EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung | |||||
| Leerlaufspannung U0(V)Entscheidet darüber, ob basisch und zellulose-umhüllte Elektroden zünden und vor allem wiederzünden. Dieser Vergleich setzt bewusst keine Schwelle: Die Datenblätter von voestalpine Böhler Welding zu Phoenix CEL 70, BÖHLER FOX CEL und BÖHLER FOX EV 50 nennen Stromart, Polarität und Strombereiche, aber keine Mindest-Leerlaufspannung. Entscheidungsregel deshalb: Wer nur rutil schweißt, gewichtet die Zeile niedrig. Wer basisch oder Zellulose plant, sortiert das Feld zuerst nach dieser Zeile und erst danach nach Ampere — und nimmt die einzige typbezogene Herstelleraussage im Feld dazu: ARCCAPTAIN gibt den ARC200 wörtlich „available for cellulose electrode (only ARC200)“ frei und begründet das mit 81 V, nicht mit dem Strom. | Herstellerangabe existiert im Sortiment, aber ausschließlich für die Digital-Schwestervariante Art. 49071 (Herstellerangabe: Volltextsuche nach „Leerlauf“ auf der ASIN-Produktseite /ARC-200-MD-IGBT-Vollausstattung, auf der Basisvariante Art. 6902 und auf der Vergleichsseite ARC 160 MD ergab je null Treffer. Ein Handbuch-PDF war über keinen Pfad beschaffbar: alle Kandidaten unter /kundeninfo/ antworten mit 404, der Verzeichnisindex mit 403, /downloads/ mit 403, die Sitemap führt 14.656 URLs ohne Dokumentenbereich. Der einzige U0-Treffer im gesamten STAHLWERK-Sortiment steht auf der Seite der Digital-Variante Art. 49071, die dort auch VRD ausweist. — Der Wert der Digital-Variante wird ausdrücklich NICHT übertragen: Art. 49071 ist ein anderes Produkt mit anderem Funktionsumfang, unter anderem mit manuell aktivierbarem VRD, das Art. 1800 nicht hat. Was der Ersatzwert stattdessen gibt, ist eine Vorschrift vor dem Kauf: Wer basische oder Zellulose-Elektroden fahren will, lässt sich den U0-Wert vom Hersteller unter Nennung der Artikelnummer 1800 bestätigen — die Zusage muss die Artikelnummer tragen, nicht den Modellnamen, weil unter „ARC 200 MD“ drei Produkte laufen. Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs und nicht als Herstellerangabe festgehalten: Dass derselbe Hersteller die Zahl bei der Digital-Variante veröffentlicht, zeigt, dass die Lücke bei Art. 1800 keine technische Unmöglichkeit ist, sondern eine Frage der Produktkommunikation.) | 81 — dreifach übereinstimmend belegt: Handbuch „No-load voltage V 81“, deutsche Produktseite, B2B-Seite. Die US-Seite nennt 78 für die 110/220-V-Ausführung, die für diese ASIN nicht gilt | 56 — identisch in Betriebsanleitung und auf der Produktseite; niedrigster belegter Wert im Feld bei zugleich höchstem beworbenen Maximalstrom | 64 laut deutscher Tabelle und Produktseite; die englische Tabelle auf derselben Seite 5 desselben PDF nennt 60 bis 65 — der Widerspruch wird nicht aufgelöst | 100 laut Produktdatenbank und aktuellem Datenblatt, dazu Ur und Uav mit je 90; Handbuch und Datenblatt von 2016 nennen nur „Open circuit voltage average 90 V“. Beide Seiten sind Kemppi-Quellen, der Widerspruch wird nicht aufgelöst. Achtung bei der Bestellung: Die Variante 61002180VRD hält die Leerlaufspannung bei 30 |
| Einschaltdauer ED mit Bezugsstrom und BezugstemperaturNur als Tripel lesbar — Prozentwert, Bezugsstrom, Bezugstemperatur. Entscheidungsregel: zuerst den Strom bei 100 Prozent ED vergleichen, denn nur der beschreibt Dauerbetrieb; dann prüfen, ob eine Bezugstemperatur dabeisteht. Fehlt sie, ist die Prozentzahl nicht neben eine 40-Grad-Angabe zu stellen — sie kann dann nur gleich gut oder besser dastehen, als sie ist. Zwei der fünf Geräte nennen keine Temperatur. | 10 % / 200 A · 60 % / 82 A · 100 % / 63 A, bezogen auf 40 °C — einzige vollständige Kette mit Bezugstemperatur im Feld | 25 % / 200 A, bezogen auf 40 °C laut Handbuch; beide Webquellen desselben Herstellers nennen abweichend 60 % ohne Bezugstemperatur — Faktor 2,4, hier nicht aufgelöst | 60 % / 250 A; Bezugstemperatur vom Hersteller nicht ausgewiesen — die Suche über das komplette 21-sprachige Handbuch-PDF trifft nur den Überhitzungsschutz | 60 % / 160 A und 100 % / 120 A; Bezugstemperatur nicht ausgewiesen — die einzigen Temperaturwerte im Handbuch betreffen die zulässige Arbeitsumgebung | 30 % / 170 A und 100 % / 115 A, bezogen auf 40 °C — höchster Dauerstrom im Feld. Ein Fehler im Datenblatt von 2016 ordnet den WIG-Wert 35 % bei 180 A dem E-Hand-Verfahren zu; das Handbuch bestätigt E-Hand maximal 170 A bei 30 % |
| Maximaler Netzstrom I1max(A)Der Kennwert, der darüber entscheidet, ob das Gerät an der vorhandenen Dose überhaupt anläuft — nicht der Schweißstrom. Entscheidungsregel: I1max gegen die Absicherung des Stromkreises halten und den effektiven Netzstrom I1eff als Dauerwert daneben legen. Die Spanne im Feld reicht von 24 A bis 43 A bei derselben 230-Volt-Steckdose. Fehlt der Wert, ist er vor dem Kauf beim Hersteller zu erfragen und der Stromkreis vorher zu klären. | 40 (Herstellerseite) · 40,3 (Amazon-A-plus-Content desselben Herstellers); effektiver Netzstrom I1eff 12,6 bzw. 13,3 | 9,4 kVA Nenn-Eingangsleistung bei 230 V, Leistungsfaktor 0,7 (Herstellerangabe: Das Handbuch führt in der Datentabelle „Rated input power KVA 9.4“ sowie „AC230V ±15%“ und cos phi 0,7. Ein Netzstromwert fehlt: Die Volltextsuche nach „I1“, „I 1max“, „fuse“, „Sicherung“ und „breaker“ ergab im Handbuch null Treffer, ebenso auf arccaptain.de, arccaptain.net und arccaptain.com. — Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs gekennzeichnet, nicht als Herstellerangabe: Aus 9,4 kVA bei 230 V ergibt sich rechnerisch ein Netzstrom in der Größenordnung von rund 41 A. Diese Zahl steht in keiner ARCCAPTAIN-Quelle und ersetzt keine I1max-Angabe — sie liegt aber in derselben Größenordnung wie die belegten 40 A des STAHLWERK und die 43 A des Stamos. Als Vorschrift bleibt: Den Stromkreis vor der Bestellung von einer Elektrofachkraft prüfen lassen und den Betrieb an geteilten Stromkreisen ausschließen, solange der Hersteller weder I1max noch I1eff noch eine Absicherung nennt.) | 43 als „Eingangsstrom max.“ auf der Produktseite, Nenneingangsstrom 34 — höchster Netzstrom im Feld; in der mitgelieferten Betriebsanleitung fehlen beide Werte | Netzabsicherung 15 A träge — die einzige netzseitige Zahl des Herstellers (Herstellerangabe: Das Handbuch nennt „Netzabsicherung (träge) 15 A“ und ergänzt „The fuse design must be slow“, dazu 220 bis 240 V einphasig bei 50/60 Hz. I1max und I1eff fehlen vollständig: Die Suche nach „I1max“, „I1eff“ und „I 1max“ ergab im PDF und auf der Produktseite je null Treffer, eine Leistungsangabe in kVA oder kW ebenfalls nicht. — Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs gekennzeichnet: Eine Absicherungsangabe ist kein I1max. Sie beschreibt den Dauerwert, den die Leitung tragen muss, während I1max den Spitzenbedarf beschreibt — beim STAHLWERK liegen zwischen beiden Größen 12,6 A und 40 A. Die 15 A träge sind deshalb als untere Bezugsgröße zu lesen und nicht als Obergrenze des Netzstroms. Praktische Vorschrift: träge Charakteristik ist Bedingung, ein flinker 16-A-Automat ist es ausdrücklich nicht.) | 24 bei 30 % ED; effektiver Netzstrom I1eff 15 bei 100 % ED — kleinster Netzbedarf im Feld bei zugleich zweithöchstem Schweißstrom |
| Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend | |||||
| Schweißstrombereich E-Hand(A)Die Zahl, mit der geworben wird, und die einzige, die auf jedem Karton steht. Sie beschreibt die Obergrenze der Stromquelle, nicht die Grenze der Arbeit: Ob eine Elektrode zündet, hängt an der Spannung, wie lange sie brennen darf, an der Einschaltdauer, und ob das Gerät anläuft, am Netzstrom. | 20–200 stufenlos; der Amazon-A-plus-Content desselben Herstellers nennt abweichend 30–200 | 20–200; Lichtbogenspannung 20,4 bis 28 V laut Handbuch | 20–250 — größter Bereich im Vergleich | 20–160; der vom Hersteller bespielte Amazon-A-plus-Content nennt abweichend 10–160 | 10–170 bei E-Hand; die 180 im Produktnamen ist der WIG-Wert. Niedrigster Bereichsanfang im Feld |
| Verwendbare Elektrodendurchmesser(mm)Die Geometrieangabe des Herstellers, ohne Aussage über die Umhüllung. Vier der fünf Geräte enden bei 4,0 mm; ein Hersteller nennt gar keinen gerätebezogenen Wert. Dickere Elektroden scheitern in dieser Klasse regelmäßig nicht am Gerät, sondern am Stromkreis dahinter. | bis 5,0 mm, abgeleitet aus dem mitgelieferten Elektrodenhalter (Herstellerangabe: Der Hersteller beschreibt den im Lieferumfang enthaltenen Elektrodenhalter mit „passt für alle Schweißelektroden bis 5 mm Stärke“. Eine gerätebezogene Angabe verwendbarer Durchmesser steht weder auf den beiden Herstellerproduktseiten noch auf der Basisvariante noch bei Amazon. — Kennzeichnung als Schlussfolgerung: Die 5 mm sind eine Aussage über die Halterzange, nicht über die Stromquelle. Belastbar ist daraus nur, dass der Halter kein Limit setzt. Zur Einordnung: Die vier anderen Geräte im Vergleich weisen 1,5 beziehungsweise 1,6 bis 4,0 mm aus — 5,0 mm ist in dieser Geräteklasse nirgends belegt.) | 1,6–4,0 laut Datentabelle; Kapitel 5.4 desselben Handbuchs führt zusätzlich eine Zeile 5,0 bei 160 bis 200 A, die deutsche Produktseite nennt 1,6 bis 5 | 1,6–4,0 empfohlen | 1,5–4,0 | 1,5–4,0 |
| Netzanschluss und AbsicherungAlle fünf Geräte laufen einphasig an 230 V — das ist die Klammer dieses Felds. Auseinander laufen die Auskünfte zur Absicherung: Genau ein Hersteller nennt Amperezahl und Charakteristik zusammen, einer nur die Amperezahl, einer nur die Charakteristik, zwei nennen gar nichts. | 1 × 230 V AC ±15 %, 50/60 Hz, Schuko-Stecker CEE 7/7; Absicherung nur qualitativ als C-Charakteristik, ohne Amperewert | AC 230 V ±15 %, 50/60 Hz, Nenn-Eingangsleistung 9,4 kVA, Leistungsfaktor 0,7; Phasenzahl und Absicherung nicht ausgewiesen | 230 V, maximale Eingangsleistung 12 kVA, Leistungsfaktor 0,73, Wirkungsgrad 80 %; Phasenzahl, Netzfrequenz und Absicherung nicht modellbezogen ausgewiesen — einzige Absicherungsaussage ist qualitativ | 220 bis 240 V, einphasig, 50/60 Hz; Netzabsicherung 15 A träge, ergänzt um „The fuse design must be slow“ — eines von nur zwei Geräten im Feld mit bezifferter Absicherung. Leistungsaufnahme in kVA nicht auffindbar | 230 V ±15 %, einphasig, 50/60 Hz, maximale Nenneingangsleistung 5,7 kVA; Absicherung träge 16 A mit C-Charakteristik — einziger Hersteller im Feld, der Zahl und Charakteristik zusammen nennt. PFC vorhanden, Generatorbetrieb ab 5,5 kVA, empfohlen 8,5 kVA. Netzkabel 3 m, 3G H07RN-F, 1,5 mm² |
| EMV-Emissionsklasse nach EN IEC 60974-10Klasse A heißt in den Worten des Herstellers selbst: nicht für den Gebrauch in Wohnbereichen vorgesehen. Genau das trifft die Zielgruppe Garage und Reihenhaus. Zwei der fünf Geräte deklarieren die Klasse, drei nicht — bei einem davon wird die zugehörige Norm sogar in der Konformitätserklärung zitiert, ihr Ergebnis aber nirgends genannt. | A, ausdrücklich deklariert — mit dem Herstellerzusatz „Das Gerät ist nicht für den Gebrauch in Wohnbereichen vorgesehen“ | unbestimmt — im Zweifel wie Klasse A behandeln, also nicht ungeprüft im Wohnbereich betreiben (aus Norm: EN IEC 60974-10 ist die Norm, aus der die Emissionsklasse folgt. ARCCAPTAIN zitiert im Handbuch ausschließlich EN 60974-1; „60974-10“ hat dort null Treffer, und weder arccaptain.de noch .net noch .com nennen eine Klasse A oder B. Eine EU-Konformitätserklärung war über die Sitemaps beider Domains und über die Handbuch-Downloadseite mit ihren sechs PDFs nicht auffindbar. — Die Einordnung „wie Klasse A“ ist ausdrücklich eine Vorsichtsannahme dieses Vergleichs und keine Herstellerangabe. Sie stützt sich darauf, dass die beiden einzigen Geräte im Feld, die überhaupt deklarieren — STAHLWERK und Kemppi —, beide Klasse A führen. Praktische Folge: Wer im Reihenhaus oder in der Garage am Wohngebiets-Netz schweißt, kann sich für dieses Gerät nicht auf eine Klasse-B-Zusage berufen, weil es keine gibt.) | unbestimmt — im Zweifel wie Klasse A behandeln; die Anleitung nennt weder Klasse noch harmonisierte Norm (aus Norm: EN IEC 60974-10 ist die Norm, aus der die Emissionsklasse folgt; sie wird in keiner Stamos-Quelle zitiert. Die Volltextsuche über das komplette Handbuch-PDF nach „CE“, „Konformit“, „Richtlinie“, „Norm“, „60974“, „EMV“, „Klasse A“, „Klasse B“, „RoHS“ und „GS-“ ergab null Treffer; einziger Normbezug ist die CE-Legendenzeile. Eine EU-Konformitätserklärung ist nicht publiziert: alle geprüften Pfade auf manuals.expondo.com antworten mit HTTP 404. — Vorsichtsannahme dieses Vergleichs, keine Herstellerangabe. Was der Ersatz konkret gibt: Die EU-Konformitätserklärung ist beim Händler anzufordern, bevor das Gerät an einem Netz im Wohngebiet läuft; für die Anfrage sind SKU 10020228 und die Seriennummer bereitzuhalten, weil der Hersteller genau diese beiden Angaben auch für Servicefälle verlangt.) | unbestimmt — im Zweifel wie Klasse A behandeln, obwohl der Hersteller die zugehörige Norm zitiert (aus Norm: Die EU-Konformitätserklärung im Handbuch zitiert wörtlich EN IEC 60974-10:2021, zusammen mit -7, -11, -12, -13, EN 61000-3-11:2019, EN 61000-3-12:2011 und EN IEC 62822-1:2018. Die aus dieser Norm folgende Klassenangabe fehlt jedoch: Die Suche nach „Klasse A“, „Klasse B“, „class A“, „Emission“, „EMV“ und „EMC“ ergab je null Treffer im PDF und auf der Produktseite. — Vorsichtsannahme dieses Vergleichs, keine Herstellerangabe. Der Fall ist im Feld der auffälligste, weil hier nicht die Norm fehlt, sondern nur ihr Ergebnis. Was der Ersatz gibt, ist eine konkrete Anfrage: Die Emissionsklasse ist unter Nennung der Artikelnummer 1272 und der EAN 4251395114919 beim Hersteller zu erfragen, weil die Nummernkette zu Amazon bricht — dort steht im Feld Artikelnummer „UpdateClassic“.) | A — in Datenblatt, Produktdatenbank und Handbuch übereinstimmend |
| Verfahren und ZündartDie Trennlinie dieses Vergleichs: kein Drahtvorschub, keine Hochfrequenzzündung, kein Wechselstrom. Lift-TIG ist hier Zusatz und kein Verfahrenswechsel — es zündet durch Aufsetzen und Abheben der Wolframelektrode und ersetzt kein WIG-Gerät mit Gasmanagement. | E-Hand (MMA) und Lift-TIG (DC-WIG); keine HF-Zündung, kein AC. WIG-Brenner WP-17V optional | E-Hand (MMA) und Lift-TIG; HF im Handbuch nicht auffindbar, kein AC. Suche nach „high frequency“, „HF“ und „Hochfrequenz“ ergab null Treffer | nur E-Hand (MMA); kein Lift-TIG, keine HF, kein AC — Anleitung: „WIG Liftarc … Nein“ | nur E-Hand (MMA); kein Lift-TIG, keine HF, kein AC — Suche nach „Lift“, „TIG“ und „WIG“ im Handbuch ergab null Treffer | E-Hand (MMA) und Lift-TIG; keine HF-Zündung, kein AC — Handbuch: „started by the touch and lift ignition technique“ |
| Hot-Start: vorhanden gegen einstellbarHot-Start hebt den Strom im Moment des Zündens kurzzeitig an. Vorhanden ist er in diesem Feld fast überall — verstellen lässt er sich bei genau einem Gerät, und bei einem weiteren gibt es ihn als benannte Funktion gar nicht. | vorhanden, automatisch und fest — nicht einstellbar; einziges Bedienelement ist der Stromsteller | vorhanden; im MMA-Modus einstellbar, im SYN-Modus programmgesteuert — Handbuch: „Hot start (fixed or adjustable)“ | vorhanden, fest — kein Regler am Gerät; die Anleitung listet abschließend Stromsteller, Stromanzeige, Betriebs- und Fehleranzeige sowie die Buchsen, zusätzlich „Softstart Ja“ | vorhanden, fest — nicht einstellbar; es gibt nur einen Regler, den Stromsteller, separate Potentiometer beschreibt das Handbuch nicht | automatische Regelung der Lichtbogenstärke; sieben abschließend gelistete Bedienelemente, kein Zündhilfe-Regler darunter (Herstellerangabe: Handbuch-Abschnitt 2.7 listet abschließend sieben Bedienelemente: Stromsteller, Prozesswahltaste MMA/TIG, Stromanzeige, ON-Leuchte, VRD-SAFE-Leuchte, Übertemperatur-Anzeige und Fernregler-Taste. Der Begriff „Hot Start“ kommt im Handbuch-Volltext, in beiden Datenblättern und im Produktdatensatz nicht vor. Was Kemppi stattdessen ausweist, steht wörtlich im Datenblatt: „mit großen Spannungsreserven und automatischer Regelung der Lichtbogenstärke“. — Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs gekennzeichnet: Die fehlende Nennung ist hier keine Dokumentationslücke wie bei STAHLWERK, sondern ein anderer Bedienansatz — die Zündunterstützung ist in die Automatik verlegt und deshalb weder abzuschalten noch zu verstellen. Als Bedienvorschrift bleibt: Gesteuert wird über Stromsteller und Elektrodenführung, nicht über einen Zündparameter. Wer einen einstellbaren Hot-Start braucht, findet ihn im Feld nur beim ARCCAPTAIN ARC200 im MMA-Modus.) |
| Arc-Force: vorhanden gegen einstellbar„Hat Arc-Force“ ist wertlos, wenn sich der Parameter nicht anpassen lässt: Rutil, basisch und Zellulose verlangen unterschiedlich viel Nachschub an Strom, wenn der Lichtbogen kurz wird. Genau ein Gerät im Feld erlaubt die Anpassung, zwei haben die Funktion fest verdrahtet, eines hat sie gar nicht, eines regelt automatisch, ohne den Begriff zu verwenden. | keine Arc-Force ausgewiesen; stattdessen Anti-Stick | vorhanden und im MMA-Modus einstellbar — einziges Gerät im Feld; Handbuch: „arc-force and hot start can be adjusted“ | nicht vorhanden; auch kein Anti-Stick — Anleitung: „Arc Force … Nein“, „Anti-Stick … Nein“ | vorhanden, fest — nicht einstellbar; zusätzlich Anti-Stick | automatische Regelung der Lichtbogenstärke, unterlegt mit dem höchsten U0 des Felds und mit 90 V Mittelwert (Herstellerangabe: Auch „Arc Force“ kommt in keiner Kemppi-Quelle vor — geprüft wurden Handbuch-Volltext, beide Datenblätter und der Produktdatensatz. Die Vorteilsliste des Datenblatts nennt als funktionales Äquivalent „Ausgezeichnete Lichtbogenstabilität in allen Schweißpositionen und für eine breite Palette von Elektrodentypen bis zu 4 mm mit großen Spannungsreserven“. — Diese Herstelleraussage nennt ausdrücklich keinen Elektrodentyp — weder basisch noch Zellulose — und ist damit formal schwächer als die einzige typbezogene Aussage im Feld, die ARCCAPTAIN mit „available for cellulose electrode (only ARC200)“ trifft. Als Schlussfolgerung dieses Vergleichs gekennzeichnet: Faktisch ist sie mit dem höchsten U0 des Felds unterlegt. Bestellrelevant und keine Fußnote: Wer VRD braucht und deshalb 61002180VRD wählt, kauft ein Gerät mit 30 V Leerlaufspannung und kehrt genau diesen Vorteil um.) |
| VRD-SpannungsabsenkungVRD senkt die Leerlaufspannung im Ruhezustand ab und erhöht damit die Sicherheit unter beengten oder feuchten Bedingungen. Die Kehrseite gehört zur Bestellung und nicht in eine Fußnote: Beim Premiumgerät des Felds ist VRD eine eigene Bestellnummer, und in dieser Variante liegt die Leerlaufspannung bei 30 V. | nein — VRD nennt der Hersteller nur für die Digital-Variante Art. 49071 | vorhanden, ab Werk deaktiviert, per Tastenkombination zuschaltbar; Anzeige -0 ohne, -1 mit VRD | nein — Volltextsuche nach „VRD“ in Handbuch-PDF und Produktseite ergab null Treffer | nein — Volltextsuche nach „VRD“ in PDF und Produktseite ergab null Treffer | nein im Standardgerät 61002180; die separate Variante 61002180VRD hält U0 bei 30 V. Am Bedienfeld sitzt eine VRD-SAFE-Leuchte, die laut Handbuch nur bei den VRD-Modellen funktional ist |
| Schweiß- und Massekabel: Länge und QuerschnittDie Länge steht überall, der Querschnitt fast nirgends: Nur zwei der fünf Hersteller geben ihn an, 25 und 16 mm². Beides zusammen entscheidet über den Spannungsfall auf dem Weg zum Werkstück — je länger die Leitung, desto mehr wiegt der Querschnitt. | Massekabel und Elektrodenhalter je 3 m, je 25 mm², 9-mm-Dornanschluss — größter Querschnitt im Vergleich | Elektrodenhalter 3 m und Massekabel 3 m laut Handbuch-Packliste, Webseiten nennen 10 Fuß; Querschnitt nicht ausgewiesen | Massekabel 8 m und E-Hand-Kabel 8 m, längste Leitungen im Feld; Querschnitt nicht ausgewiesen, der Ersatzteilkatalog führt sie nur als „EARTH CABLE 8m (thin tip)“ | Massekabel 2 m und Elektrodenhalter 2 m, kürzeste Leitungen im Feld; Querschnitt nicht ausgewiesen | Querschnitt 16 mm² über die Kemppi-Bestellcodes 6184005 und 6184015 belegt; Länge widersprüchlich — Kemppi-Zubehördaten nennen 5 m, der Lieferumfang der Kaufseite 3 m |
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.
Vor dem Kauf zu klären
Drei der vier Punkte betreffen nicht das Gerät, sondern das, was um es herum vorhanden sein muss. Sie stehen deshalb vor der Modellwahl und nicht danach.
- Absicherung und Leitungsquerschnitt
- 24 bis 43 A Netzstrom an derselben 230-Volt-Dose
- Der Netzstrom entscheidet, ob das Gerät an der vorhandenen Dose anläuft, und er streut im Feld um fast das Doppelte: 24 A beim Kemppi gegen 43 A beim Stamos. Genauso wichtig ist die Charakteristik. Genau ein Hersteller nennt Zahl und Charakteristik zusammen, Kemppi mit träge 16 A und C-Charakteristik. IPOTOOLS nennt 15 A träge ohne Charakteristik, STAHLWERK die C-Charakteristik ohne Zahl, Stamos und ARCCAPTAIN nennen gar nichts. Auf der Schweißseite ist es dasselbe Bild: Nur STAHLWERK mit 25 mm² und Kemppi mit 16 mm² geben einen Querschnitt an, die drei anderen nennen ausschließlich Längen — beim Stamos immerhin 8 m, also die Leitung, bei der der Querschnitt am meisten wiegt. Wer verlängert, klärt Querschnitt und Absicherung vorher mit einer Elektrofachkraft und nicht nach dem ersten Fehlversuch.
- Elektrodenlagerung und Rücktrocknung
- Bei einer Zellulose-Elektrode ausdrücklich „nicht zulässig!“
- Welche Elektroden gefahren werden, steht vor der Gerätewahl, weil die Leerlaufspannung daran hängt. Und die Elektrode bringt eigene Vorschriften mit, die nichts mit dem Inverter zu tun haben: Das Datenblatt von voestalpine Böhler Welding zu Phoenix CEL 70 nennt für diese Zellulose-Elektrode die Rücktrocknung ausdrücklich „nicht zulässig!“ — eine feuchte Packung ist damit verbraucht und lässt sich nicht retten. Dieselben Datenblätter geben Polarität und Strombereich je Durchmesser vor, für Phoenix CEL 70 und BÖHLER FOX CEL DC plus mit Minuspol für die Wurzel, für BÖHLER FOX EV 50 DC plus. Eine Mindest-Leerlaufspannung nennt keines der drei geprüften Datenblätter. Wer plant, basisch oder Zellulose zu schweißen, plant trockene Lagerung mit ein und wählt das Gerät nach dem Spannungsvergleich, nicht nach der Amperezahl auf dem Karton.
- Ersatzteile und Reparaturwirtschaftlichkeit
- Ein öffentlicher Katalog auf fünf Hersteller
- Nach der Garantie entscheidet die Teileversorgung, ob ein Gerät weiterlebt, und die ist im Feld sehr ungleich. Stamos ist als einziger Hersteller mit einem öffentlichen Katalog samt Teilenummern und Bestandsangabe aufgestellt — dort stehen allerdings MMA-Halter, Schultergurt, Kondensator, Relais, Diode und Gleichrichterbrücke auf null, während das Motherboard verfügbar ist. Kemppi führt keinen öffentlichen Katalog, nennt aber im Handbuch konkrete Bestellcodes für Schweißkabel, Massekabel, Tragegurt und Fernregler; Teilenummern laufen über die Vertretung. IPOTOOLS bestellt ausschließlich per E-Mail bei rund einem Monat Lieferzeit und ohne Teilenummern. ARCCAPTAIN hat für den ARC200 keinen Katalog, STAHLWERK sagt Standardkomponenten als vorrätig zu, ein Katalog war nicht auffindbar. Wer plant, das Gerät länger als die Garantie zu behalten, prüft diesen Punkt vor dem Kauf.
- Garantie, Registrierung und Kaufweg
- Sieben Jahre, drei Jahre, zwei Jahre — jeweils mit Bedingung
- Die Garantiezusagen laufen an Bedingungen, die im Produkttitel nicht vorkommen. STAHLWERK sagt sieben Jahre ohne Registrierung zu, beschränkt sie in den Bedingungen aber auf Kunden, die unmittelbar beim Hersteller kaufen — beim Kauf über Amazon greift das nicht. IPOTOOLS staffelt sieben Jahre, nimmt aber Gehäuse, Display, Anschlüsse, Massekabel, Elektrodenhalter und Verschleißteile ausdrücklich aus. Kemppi gibt bis zu drei Jahre weltweit inklusive Arbeitszeit, verlangt dafür aber die Registrierung im My-Fleet-Portal innerhalb von zwei Monaten nach Kauf und schließt Fernregler und Kabel aus. ARCCAPTAIN nennt zwei Jahre für das Gerät und 90 Tage für Zubehör. Bei Stamos war keine eigenständige Herstellergarantie auffindbar, es bleibt bei der gesetzlichen Mängelhaftung. Beim IPOTOOLS-Listing kommt hinzu, dass im Kaufbox-Akkordeon neben „Neu kaufen“ ein Gebrauchtangebot steht: Zeile und Zustandsbeschreibung gehören vor dem Bestellen geprüft.
Alle Kennwerte aus Produktseiten, Datenblättern, Original-Betriebsanleitungen, Ersatzteilkatalogen und EU-Konformitätserklärungen der jeweiligen Hersteller; Sterne und Bewertungszahl von amazon.de, dort wo eine Kaufbox besteht. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide in dieser Übersicht.
Nach Ampere führt ein anderes Gerät als nach Volt
Auf jedem Karton steht eine Zahl mit einem A dahinter, und in den Suchanfragen zu diesem Gerätetyp steht sie auch: Wie viel Ampere braucht man, wie viel Ampere hat das Gerät. Der Schweißstrom ist die Größe, die den Markt ordnet. Sortiert man die fünf Geräte dieses Vergleichs danach, ergibt sich eine klare Reihe: Stamos Germany S-MMA-250PI.2 mit 250 A, dann die beiden 200-A-Geräte von STAHLWERK und ARCCAPTAIN, dann der Kemppi Minarc Evo 180 mit 170 A im E-Hand-Betrieb, zuletzt der IPOTOOLS MMA-160R mit 160 A.
Sortiert man dasselbe Feld nach der Leerlaufspannung, kehrt sich die Reihe fast um. Vorn steht der Kemppi mit 90 bis 100 V, dahinter der ARCCAPTAIN mit 81 V, dann der IPOTOOLS mit 64 V, dann der Stamos mit 56 V — dem niedrigsten belegten Wert des Felds bei zugleich höchstem beworbenen Maximalstrom. Das STAHLWERK-Gerät lässt sich gar nicht einsortieren, weil der Hersteller den Wert nicht veröffentlicht. Zwei Rangfolgen desselben Felds, aus denselben Datenblättern, und sie zeigen in entgegengesetzte Richtungen.
250 A und 56 VSpitzenwert und Schlusslicht in einem Datenblatt
Damit ist der Rahmen dieses Vergleichs gesetzt. Der Maximalstrom bleibt eine Zeile in der Tabelle, aber er trägt sie nicht. Getragen wird sie von drei Kennwerten, die auf keiner Verkaufsseite die erste Zeile sind: der Leerlaufspannung, der Einschaltdauer mit ihrer Bezugstemperatur und dem maximalen Netzstrom.
Warum hier keine Mindest-Zündspannung steht
Die naheliegende Fortsetzung wäre eine Zahl: ab so und so viel Volt laufen basische und Zellulose-Elektroden. Diese Zahl steht hier nicht, und der Grund ist nachprüfbar. Geprüft wurden die Datenblätter der Elektrodenhersteller, also die Gegenseite des Systems. Das Datenblatt von voestalpine Böhler Welding zu Phoenix CEL 70, einer Zellulose-Elektrode, nennt im Abschnitt Verarbeitungshinweise ausschließlich die Stromart, die Polarität und die Strombereiche je Durchmesser. Dasselbe gilt für BÖHLER FOX CEL und für die basisch umhüllte BÖHLER FOX EV 50. Eine Mindest-Leerlaufspannung gibt keines der drei Dokumente an.
Wer im Netz auf 65 oder 70 V als Grenzwert trifft, findet das auf Händlerseiten und in Foren — in den geprüften Datenblättern der Elektrodenhersteller steht es nicht.
Was stattdessen belegbar ist, sind zwei Dinge. Erstens der reine Zahlenvergleich zwischen den Geräten: 90 bis 100 V, 81 V, 64 V, 56 V und eine Lücke. Zweitens die einzige Stelle in allen fünf Geräteakten, an der ein Hersteller die Leerlaufspannung ausdrücklich mit einem Elektrodentyp verknüpft. Sie steht in der Betriebsanleitung des ARCCAPTAIN ARC200 und lautet wörtlich: „High output no-load voltage, available for cellulose electrode (only ARC200)“. Bemerkenswert daran ist, dass der Hersteller mit demselben Satz sein eigenes Schwestermodell ARC160 ausschließt — die Zellulose-Eignung begründet er mit den 81 V, nicht mit dem höheren Strom.
Kemppi kommt der Aussage am nächsten, ohne sie zu treffen: Das Datenblatt nennt „Ausgezeichnete Lichtbogenstabilität in allen Schweißpositionen und für eine breite Palette von Elektrodentypen bis zu 4 mm mit großen Spannungsreserven“. Das ist eine Aussage über Elektrodenbreite und Spannungsreserve, aber ohne Nennung von basisch oder Zellulose — formal schwächer als der ARCCAPTAIN-Satz, faktisch mit dem höchsten U0 des Felds unterlegt. STAHLWERK, Stamos und IPOTOOLS treffen zu Elektrodentypen überhaupt keine Aussage.
Ein Hersteller, drei Produkte, eine fehlende Zahl
Der auffälligste Einzelbefund dieses Vergleichs ist keine Zahl, sondern ihr Fehlen. Der STAHLWERK ARC 200 MD in der hier verglichenen Ausführung, Artikelnummer 1800, ist das Gerät mit der breitesten Rückmeldebasis des ganzen Clusters — und das einzige, dessen Leerlaufspannung der Hersteller auf keiner eigenen Quelle nennt. Die Volltextsuche nach „Leerlauf“ auf der Produktseite der verglichenen Ausführung, auf der Basisvariante Art. 6902 und auf der Vergleichsseite ARC 160 MD ergab je null Treffer. Ein Handbuch-PDF war über keinen Pfad des Herstellers beschaffbar: Die Kandidaten unter dem Kundeninfo-Pfad antworten mit 404, der Verzeichnisindex und der Downloadbereich mit 403, und die Sitemap führt gut vierzehntausend Adressen ohne Dokumentenbereich.
Bemerkenswert ist, wo die Zahl doch steht. Der einzige U0-Treffer im gesamten STAHLWERK-Sortiment liegt auf der Seite der Digital-Schwestervariante Art. 49071, die dort zusätzlich VRD ausweist. Der Hersteller kann die Angabe also machen — bei diesem Gerät tut er es nicht. Übertragen wird der Wert hier ausdrücklich nicht: Art. 49071 ist ein anderes Produkt mit anderem Funktionsumfang, unter anderem mit manuell aktivierbarem VRD, das Art. 1800 nicht hat. Die Zeile bleibt deshalb als Lücke stehen, mit einem Ersatzwert, der die vorhandene Angabe verortet, statt sie zu verschieben.
Die Zusage muss die Artikelnummer tragen, nicht den Modellnamen
Rutil, basisch, Zellulose: was die Umhüllung verlangt
Die Einteilung umhüllter Stabelektroden regelt DIN EN ISO 2560. Für die Gerätewahl zählt davon vor allem, dass die Umhüllung darüber bestimmt, wie leicht der Lichtbogen wieder anspringt. Rutil-Elektroden sind die verbreitetste Sorte im Heimwerkerbereich und in dieser Hinsicht die anspruchsloseste. Basische Elektroden liefern zähere Nähte und sind bei dickeren Bauteilen und tiefen Temperaturen zu Hause; Zellulose-Elektroden werden vor allem für Fallnähte und Rohrwurzeln eingesetzt. Beide Sorten sind in der Wiederzündung anspruchsvoller — und genau dort trennt sich das Feld.
Woran sich die Gerätewahl unterscheidet, wenn die Umhüllung wechselt
Wer ausschließlich rutil schweißt
Die Spannungszeile darf niedrig gewichtet werden. Entscheidend sind dann der Strombereich am unteren Ende, die Einschaltdauer und der Netzstrom. In dieser Lesart liegen alle fünf Geräte im Rennen, und die Auswahl entscheidet sich an Kabellänge, Gewicht und Dokumentationslage.
Wer basisch oder Zellulose plant
Das Feld wird zuerst nach der Leerlaufspannung sortiert und erst danach nach Ampere. Übrig bleiben der Kemppi mit 90 bis 100 V und der ARCCAPTAIN mit 81 V samt seiner ausdrücklichen Zellulose-Aussage. Der Stamos mit 56 V steht am anderen Ende — trotz des höchsten Maximalstroms im Vergleich.
Zur Umhüllung gehört eine zweite Vorschrift, die mit dem Inverter nichts zu tun hat und die beim Kauf oft untergeht: die Lagerung. Das Datenblatt zu Phoenix CEL 70 bezeichnet die Rücktrocknung dieser Zellulose-Elektrode ausdrücklich als „nicht zulässig!“. Eine feucht gewordene Packung ist damit verbraucht und lässt sich nicht durch Aufheizen retten — anders als bei basischen Elektroden, für die die Transport- und Lagerungsempfehlung desselben Herstellers ein Rücktrocknungsverfahren beschreibt. Wer die Elektrodensorte vor dem Gerät festlegt, plant den trockenen Lagerplatz gleich mit.
Was das Gerät aus der Dose zieht
„Sicherung fliegt raus“ ist eine eigenständige Suchformulierung zu diesem Gerätetyp, und die Antwort steht nicht beim Schweißstrom, sondern beim Netzstrom. I1max ist der maximale Strom, den das Gerät aus dem Netz zieht, und er entscheidet, ob es an der vorhandenen Dose überhaupt anläuft. Im Feld reicht die Spanne von 24 A beim Kemppi bis 43 A beim Stamos — bei Geräten, die alle einphasig an 230 V hängen. Dass ausgerechnet das Gerät mit dem höchsten belegten Dauerstrom den kleinsten Netzbedarf hat, liegt an der Leistungsfaktorkorrektur, die Kemppi als einziger Hersteller im Feld ausweist.
24 gegen 43 ASpanne des maximalen Netzstroms an derselben 230-Volt-Dose
Neben der Amperezahl steht die Auslösecharakteristik, und hier ist die Auskunftslage noch dünner. Genau ein Hersteller nennt beides zusammen: Kemppi mit „Fuse type C 16 A“. IPOTOOLS nennt 15 A träge ohne Charakteristik und ergänzt im Handbuch, die Sicherung müsse träge ausgelegt sein. STAHLWERK verlangt eine Absicherung mit C-Charakteristik „gemäß Handbuch“ — ohne Amperewert und ohne beschaffbares Handbuch. Stamos und ARCCAPTAIN nennen gar nichts. Dabei ist eine Absicherungsangabe ohnehin kein I1max: Sie beschreibt den Dauerwert, den die Leitung tragen muss, während I1max den Spitzenbedarf beschreibt. Beim STAHLWERK liegen zwischen beiden Größen 12,6 A effektiver und 40 A maximaler Netzstrom.
Zum Netzanschluss gehört ein zweiter Punkt, den kein Shop stellt: die EMV-Emissionsklasse nach EN IEC 60974-10. Klasse A bedeutet in den Worten von STAHLWERK selbst, dass das Gerät nicht für den Gebrauch in Wohnbereichen vorgesehen ist. Deklariert wird sie von zwei der fünf Hersteller, STAHLWERK und Kemppi. Bei IPOTOOLS ist der Fall am auffälligsten: Die Konformitätserklärung zitiert EN IEC 60974-10:2021 wörtlich, die daraus folgende Klassenangabe fehlt aber. Wo die Grenze zwischen 230 und 400 Volt liegt und was die Emissionsklasse für die Garage im Wohngebiet bedeutet, ordnet der Ratgeber Netzanschluss: 230 oder 400 Volt ein.
Dieselbe Prozentzahl, zwei verschiedene Prüfbedingungen
Die Einschaltdauer beschreibt, welcher Anteil eines Zyklus geschweißt werden darf, bevor das Gerät abkühlen muss. Als Prozentzahl allein ist sie keine Aussage — sie braucht den zugehörigen Strom und die Bezugstemperatur. Drei Hersteller im Feld weisen 40 °C ausdrücklich aus: STAHLWERK auf der Produktseite, ARCCAPTAIN im Handbuch und Kemppi in Datenblatt und Handbuch. Zwei nennen gar keine Temperatur, Stamos und IPOTOOLS. Bei Stamos ergab die Volltextsuche über das komplette einundzwanzigsprachige Handbuch-PDF nach „°C“, „Temperatur“ und „40“ im Datenblattkontext nur Treffer zum Überhitzungsschutz.
Warum zwei gleiche Prozentzahlen zwei verschiedene Aussagen sein können
Mit ausgewiesener Bezugstemperatur
STAHLWERK nennt 10 Prozent bei 200 A, 60 Prozent bei 82 A und 100 Prozent bei 63 A, alle drei bei 40 °C — die einzige vollständige Kette im Feld. Kemppi nennt 30 Prozent bei 170 A und 100 Prozent bei 115 A, ebenfalls bei 40 °C, und damit den höchsten belegten Dauerstrom des Vergleichs.
Ohne Bezugstemperatur
Stamos nennt 60 Prozent bei 250 A, IPOTOOLS 60 Prozent bei 160 A und 100 Prozent bei 120 A — beide ohne Bezugstemperatur. Diese Werte gehören nicht in eine Reihe mit den 40-Grad-Angaben: Wird bei niedrigerer Umgebungstemperatur gemessen, fällt die tatsächliche Einschaltdauer bei 40 °C unter den genannten Wert.
Ein Sonderfall ist ARCCAPTAIN. Das Handbuch nennt 25 Prozent bei 200 A und ausdrücklich 40 °C, beide Webquellen desselben Herstellers dagegen 60 Prozent ohne Temperaturangabe. Das ist der Faktor 2,4 zwischen zwei Aussagen zum selben Gerät, und er wird hier nicht aufgelöst: Belastbar ist die Handbuchangabe, weil sie als einzige eine Bezugstemperatur trägt. Eine dritte Größe fehlt im ganzen Feld — die Spieldauer, also ob ein Zyklus zehn oder fünf Minuten dauert. Kein Hersteller nennt sie, obwohl hinter derselben Prozentzahl damit die doppelte oder die halbe Schweißzeit stehen kann. Wie sich die Angabe lesen lässt, rechnet der Ratgeber Einschaltdauer und Schweißstrom an Herstellertabellen durch.
Hot-Start und Arc-Force: vorhanden ist nicht einstellbar
„Klebt“ und „zündet nicht“ gehören zu den häufigsten Suchformulierungen rund um dieses Verfahren, und die Gerätefunktionen, die dagegen helfen sollen, stehen auf jedem Datenblatt. Hot-Start hebt den Strom im Moment des Zündens kurz an. Arc-Force schiebt Strom nach, wenn der Lichtbogen kurz wird und die Elektrode festzubrennen droht. Anti-Stick tut das Gegenteil und nimmt den Strom weg, wenn sie doch klebt. Alle drei tauchen in der Produktkommunikation als Häkchen auf. Das Häkchen sagt aber nicht, ob sich etwas einstellen lässt.
Genau ein Gerät im Feld lässt Hot-Start und Arc-Force im MMA-Modus tatsächlich verstellen — bei allen anderen sind sie fest verdrahtet, nicht vorhanden oder in eine Automatik verlegt.
Im Einzelnen: Der ARCCAPTAIN ARC200 nennt im Handbuch „arc-force and hot start can be adjusted“ für den MMA-Modus, im synergischen Modus übernimmt das Programm. Der IPOTOOLS MMA-160R führt Arc-Force, Hot-Start und Anti-Stick, hat aber nur einen Regler, den Stromsteller; separate Potentiometer beschreibt das Handbuch nicht. Das STAHLWERK-Gerät beschreibt eine automatische Spannungserhöhung beim Zünden und Anti-Stick, weist aber keine Arc-Force aus. Beim Stamos steht in der eigenen Datentabelle „Arc Force … Nein“ und „Anti-Stick … Nein“ — geregelt wird ausschließlich der Strom.
Der Kemppi ist der vierte Fall und ein anderer. Die Begriffe Hot-Start und Arc-Force kommen in keiner Kemppi-Quelle vor; das Handbuch listet abschließend sieben Bedienelemente, und ein Zündhilfe-Regler ist nicht darunter. Was der Hersteller stattdessen ausweist, steht wörtlich im Datenblatt: „mit großen Spannungsreserven und automatischer Regelung der Lichtbogenstärke“. Das ist keine Dokumentationslücke wie bei STAHLWERK, sondern ein anderer Bedienansatz — die Zündunterstützung ist in die Automatik verlegt und deshalb weder abzuschalten noch zu verstellen.
Massekabel an Plus oder an Minus — die Antwort steht auf der Packung
Nach der Ampere-Frage ist die Polung die häufigste Ergänzung, die zu diesem Gerätetyp gesucht wird, und sie wird regelmäßig am falschen Ort gesucht: am Gerät. Alle fünf Inverter dieses Vergleichs arbeiten mit Gleichstrom und haben eine Plus- und eine Minusbuchse, an denen Elektrodenhalter und Massekabel getauscht werden können. Welche Buchse welches Kabel bekommt, sagt keiner der fünf Hersteller verbindlich für alle Fälle — weil es nicht am Gerät hängt, sondern an der Elektrode.
Belegt ist die Vorgabe dort, wo sie hingehört: im Datenblatt des Elektrodenherstellers. voestalpine Böhler Welding nennt für Phoenix CEL 70 „Stromart DC plus, Minuspol für Wurzel“, für BÖHLER FOX CEL sinngemäß dasselbe und für die basische BÖHLER FOX EV 50 „Polarity DC plus“. Übersetzt heißt das: In der Regel liegt die Elektrode am Pluspol und das Massekabel am Minuspol, und für die Wurzellage kehrt sich das bei den beiden Zellulose-Elektroden um. Wer die Packung wechselt, prüft die Zeile erneut, statt die Kabel einmal zu stecken und liegen zu lassen.
Dieselben Datenblätter liefern die zweite Angabe, die in Vergleichen selten vorkommt: den Strombereich je Elektrodendurchmesser. Er ist die eigentliche Verbindung zwischen Elektrode und Gerät, und er erklärt, warum die Durchmesserzeile in der Tabelle so gleichförmig aussieht. Vier der fünf Hersteller weisen 1,5 beziehungsweise 1,6 bis 4,0 mm aus. Nur ARCCAPTAIN führt in Kapitel 5.4 des Handbuchs zusätzlich eine 5,0-mm-Zeile mit 160 bis 200 A — und widerspricht damit der eigenen Datentabelle, die bei 4,0 mm endet. Beim STAHLWERK-Gerät fehlt die Angabe ganz; belegt ist dort nur, dass der mitgelieferte Halter für Elektroden bis 5 mm passt, was eine Aussage über die Zange ist und nicht über die Stromquelle.
Kabel: Die Länge steht überall, der Querschnitt fast nirgends
Zwischen Stromquelle und Werkstück liegen zwei Leitungen, und sie sind der am schlechtesten dokumentierte Teil des Lieferumfangs. Die Länge nennt jeder Hersteller: 2 m bei IPOTOOLS, je 3 m bei STAHLWERK und ARCCAPTAIN, 3 oder 5 m beim Kemppi je nach Quelle, 8 m beim Stamos. Den Querschnitt nennen zwei: STAHLWERK mit 25 mm² an beiden Leitungen und Kemppi mit 16 mm², belegt über die Bestellcodes im Handbuch. Bei ARCCAPTAIN, Stamos und IPOTOOLS ergab die Suche nach „mm²“ und „Querschnitt“ in Handbuch und Produktseite je null Treffer.
Beides gehört zusammen gelesen. Je länger die Leitung, desto stärker fällt die Spannung über ihr ab, und desto mehr wiegt der Querschnitt. Die 8 m des Stamos sind die längste Leitung des Felds und damit die, bei der der Querschnitt am meisten zählt — und sie treffen auf 56 V Leerlaufspannung, die kleinste Reserve im Vergleich. Der eigene Ersatzteilkatalog des Herstellers führt die Teile nur als „EARTH CABLE 8m (thin tip)“ und „MMA CABLE 8m (thin tip)“, ebenfalls ohne Querschnitt. Am anderen Ende stehen die 2 m des IPOTOOLS: kurz genug, um das Gerät ans Werkstück tragen zu müssen, und ausgerechnet Anschlüsse, Massekabel und Elektrodenhalter nimmt dieser Hersteller ausdrücklich vom Garantieumfang aus.
Ein zu dünnes Verlängerungskabel sieht aus wie ein schlechtes Gerät
Die einzige Bauform, die der Markt noch einzeln führt
Wer im Schweißgerätemarkt nach einem Verfahren sucht, bekommt fast immer ein Kombigerät: 98 Prozent der Treffer zu MIG/MAG und 94 Prozent zu Schutzgas führen mehrere Verfahren in einem Gehäuse. Das Elektrodengerät ist die Ausnahme — hier liegt der Kombianteil bei 44 Prozent, und die Mehrheit der Angebote ist tatsächlich ein Einzelverfahrensgerät. Zwei der fünf Geräte dieses Vergleichs können ausschließlich E-Hand, der Stamos und der IPOTOOLS. Die drei anderen bringen Lift-TIG mit.
Lift-TIG ist ein Zusatz und kein Verfahrenswechsel. Gezündet wird durch Aufsetzen und Abheben der Wolframelektrode, ohne Hochfrequenz; Wechselstrom für Aluminium hat keines der fünf Geräte. Was in dieser Klasse regelmäßig fehlt, ist das Gasmanagement — ein Magnetventil mit einstellbarer Nachströmzeit statt eines Ventils am Brenner. Wer WIG als Hauptverfahren plant, sucht deshalb in einer anderen Bauform; die Kennwerte, an denen sich das entscheidet, stehen im Vergleich WIG-Schweißgeräte.
Wer dagegen Blech verbinden will und dafür einen Drahtvorschub braucht, ist im Vergleich Schutzgasschweißgeräte richtig. Dort entscheidet nicht die Zündspannung, sondern der Drahtvorschub darüber, ob eine Naht gleichmäßig wird.
Und die Frage, ob dafür überhaupt eine Gasflasche nötig ist oder ob Fülldraht reicht, beantwortet der Ratgeber Schutzgas oder Fülldraht — sie entscheidet über Folgekosten und über die Lagerung in der Werkstatt.
Für das E-Hand-Gerät spricht in dieser Aufteilung vor allem der Verzicht: keine Flasche, kein Druckminderer, keine Lagerfrage, kein Drahtvorschub, der falsch eingestellt sein kann. Und es arbeitet im Freien, wo Wind das Schutzgas von der Naht wegzieht. Die Grenze eines 160-A-Geräts ist deshalb fast nie die Materialdicke — mehrlagig lässt sich viel aufbauen —, sondern das, was dieser Vergleich in drei Zeilen führt: Netzanschluss, Einschaltdauer und Spannungsreserve.
Was nach der Garantie kommt
Ein Inverter ist Elektronik in einem Blechgehäuse, und nach Ablauf der Garantie entscheidet die Teileversorgung darüber, ob er weiterlebt oder ersetzt wird. Die Lage im Feld ist sehr ungleich. Stamos ist der einzige Hersteller mit einem öffentlichen Ersatzteilkatalog samt Teilenummern und tagesaktueller Bestandsangabe — dort stehen allerdings MMA-Halter, Schultergurt, Kondensator, Relais, Diode und Gleichrichterbrücke auf null, während das Motherboard verfügbar ist. Kemppi führt keinen öffentlichen Katalog, nennt aber im Handbuch Bestellcodes für Schweißkabel, Massekabel, Tragegurt und Fernregler; Teilenummern laufen über die Vertretung. IPOTOOLS bestellt ausschließlich per E-Mail bei rund einem Monat Lieferzeit und ohne Teilenummern. Für den ARCCAPTAIN ARC200 existiert kein Katalog, bei STAHLWERK war keiner auffindbar.
Die Garantiezusagen selbst laufen an Bedingungen, die im Produkttitel nicht vorkommen. STAHLWERK sagt sieben Jahre ohne Registrierung zu, beschränkt sie in den Bedingungen aber auf Kunden, die unmittelbar beim Hersteller kaufen. IPOTOOLS staffelt sieben Jahre, nimmt aber Gehäuse, Display, Anschlüsse, Massekabel, Elektrodenhalter und Verschleißteile ausdrücklich aus. Kemppi gibt bis zu drei Jahre weltweit inklusive Arbeitszeit, verlangt dafür die Registrierung im My-Fleet-Portal binnen zwei Monaten nach Kauf und schließt Fernregler und Kabel aus. ARCCAPTAIN nennt zwei Jahre für das Gerät und 90 Tage für Zubehör; bei Stamos war keine eigenständige Herstellergarantie auffindbar.
Ein Punkt betrifft nicht das Gerät, sondern das Angebot: Beim IPOTOOLS-Listing steht im Kaufbox-Akkordeon neben „Neu kaufen“ ein Gebrauchtangebot mit der Zustandsbeschreibung „Gebraucht – sehr gut“. Welche der beiden Zeilen vorausgewählt ist, wechselt. Das ist eine Beobachtung am Listing und keine Produkteigenschaft — sie gehört trotzdem benannt, weil sie vor dem Bestellen zu prüfen ist.
Woran die Entscheidung hängt
Die Reihenfolge der Prüfung ist in diesem Feld eine andere als die Reihenfolge der Werbung. Zuerst steht die Elektrode: Wer bei Rutil bleibt, hat die freie Auswahl und entscheidet nach Kabellänge, Gewicht und Dokumentationslage. Wer basisch oder Zellulose plant, sortiert nach der Leerlaufspannung und landet beim Kemppi mit 90 bis 100 V oder beim ARCCAPTAIN mit 81 V und seiner ausdrücklichen Herstelleraussage. Danach kommt der Stromkreis, dann die Einschaltdauer mit ihrer Bezugstemperatur — und erst zum Schluss die Amperezahl auf dem Karton.
Eine Eigenheit dieses Vergleichs gehört benannt statt kaschiert: Die Bewertungslage kehrt die technische Rangfolge um. Die vier Amazon-Geräte tragen zusammen über sechstausend Bewertungen bei 4,6 bis 4,7 Sternen, das technisch stärkste Gerät des Felds hat gar keine, weil es über den Fachhandel läuft. Ein Ranking nach Sternen würde den Kemppi vollständig unsichtbar machen. Umgekehrt fehlt beim meistbewerteten Gerät ausgerechnet der Kennwert, der diesen Vergleich trägt. Sterne beschreiben, wie viele Käufer zufrieden waren; sie sagen nichts über eine Zahl, die der Hersteller nicht veröffentlicht.
Kurz gefasst
Häufige Fragen
Wie viel Ampere braucht ein Elektroden-Schweißgerät aus der Steckdose?
Warum fliegt beim Elektrodenschweißen die Sicherung raus?
Welche Leerlaufspannung brauchen basische und Zellulose-Elektroden?
Warum klebt die Elektrode und der Lichtbogen zündet nicht?
Kommt die Masse an Plus oder an Minus?
Welche Elektrodendurchmesser kann ich mit diesen Geräten fahren?
Kann ich ein Elektroden-Schweißgerät an einem Stromaggregat betreiben?
Was bedeutet VRD, und wann brauche ich es?
Änderungen an dieser Seite
Zuletzt redaktionell geprüft am .
- Bewertungszahlen zum Veröffentlichungstag erneut erhoben; Kaufbox-Zustand aller Amazon-Geräte zum zweiten Mal geprüft.
- Ersterstellung. Fünf Geräte aus Herstellerdokumenten modelliert, zwölf Kennwerte je Gerät, 15 Lücken mit Ersatzwerten belegt. Für die Zündspannung wird bewusst keine Schwelle behauptet: Die geprüften Elektroden-Datenblätter nennen keine Mindest-Leerlaufspannung.
Verwendete Quellen
- [1]DIN EN ISO 2560:2021-12 — Umhüllte Stabelektroden, Einteilung · abgerufen 2026-08-19
- [2]EWM: Welche Elektrode für welchen Zweck · abgerufen 2026-08-19
- [3]EWM: Fachwissen E-Hand-Schweißen, Grundlagen · abgerufen 2026-08-19
- [4]voestalpine Böhler Welding: Transport-, Handhabungs- und Lagerungsempfehlung für Schweißzusätze, rev. 4 · abgerufen 2026-08-19
- [5]EWM Pico 350 — Betriebsanleitung 099-002127-EW500 · abgerufen 2026-08-19
- [6]DGUV Information 209-010 „Lichtbogenschweißen“ · abgerufen 2026-08-19
Bildnachweis
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- ©Kemppi (Kemppi Group) Kemppi Minarc Evo 180 (61002180): Werksabbildung Kemppi, ausgeliefert über AS Welding, abgerufen von https://www.schweissshop24.de/kategorien/elektroden-schweissen/schweissgeraete/kemppi-minarc-evo-180-230-v-detail







