Marktübersicht · Schweißgeräte
Schutzgasschweißgerät Vergleich 2026: Netzstrom und Einschaltdauer
Fünf Schutzgasschweißgeräte im Vergleich: 22,9 bis 38 A maximaler Netzstrom, Einschaltdauer mit Bezugstemperatur, Euro-Zentralanschluss — alles aus Herstellerdokumenten.
- Verantwortlich
- Fachbereich Werkstatt
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Ein Schutzgasschweißgerät wird über den Schweißstrom verkauft und über den Netzstrom entschieden. Die Zahl, die auf jedem Karton steht, ist der Schweißstrom: 130, 160, 200 oder 205 Ampere. Die Zahl, an der der Kauf scheitert, heißt I1max, steht auf keiner der fünf Verkaufsseiten dieses Vergleichs und liegt hier zwischen 22,9 und 38 A — bei Geräten, die alle mit einem Schukostecker für eine 16-A-Dose ausgeliefert werden.
Diese Rangfolge ist die Umkehrung der Marketing-Rangfolge. Das Gerät mit dem niedrigsten Netzstrom, der Migatronic RallyMIG 161i mit 22,9 A, ist nicht das schwächste, sondern das mit dem besten Leistungsfaktor: 0,99 durch Leistungsfaktorkorrektur. Die beiden Geräte mit 38 A, das Güde Uni-Mig 205 SYN und das STAHLWERK MIG/MAG 200 ST Plus im Elektrodenbetrieb, ziehen das 1,66-fache. Die zweite Zahl, mit der geworben wird, ist die Einschaltdauer — und die ist über die fünf Geräte hinweg gar nicht vergleichbar, weil jeder Hersteller eine andere Bezugstemperatur zugrunde legt.
Verglichen werden fünf lieferbare Geräte mit eingebautem Drahtvorschub von fünf Herstellern, alle einphasig an 230 V. Grundlage sind ausschließlich Original-Betriebsanleitungen, Datenblätter, Ersatzteillisten, Konformitätserklärungen und Produktseiten der Hersteller, dazu Normen, Verbandsregelwerke und die DGUV-Information zum Lichtbogenschweißen. Wo ein Hersteller einen Kennwert nicht veröffentlicht, steht kein Strich, sondern seine nächstbeste eigene Aussage samt Fundstelle und der Kennzeichnung als Lücke. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide.
Einordnung nach Einsatzprofil
Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.
Topentscheidung
Läuft an der 16-A-Dose, ohne dass etwas umgebaut wird

Migatronic (MIGATRONIC A/S, Dänemark)
Migatronic RallyMIG 161i
Das einzige Gerät des Vergleichs, das die Steckdosenfrage vollständig beantwortet: 22,9 A maximaler Netzstrom, 16 A Absicherung mit ausdrücklicher Charakteristik C, Leistungsfaktor 0,99 durch Leistungsfaktorkorrektur, 16-A-Schukostecker in der Konfiguration 79337030. Die Einschaltdauer weist der Hersteller als Einziger im Feld für 20 °C und 40 °C nebeneinander aus, also 40 Prozent bei 160 A gegen 25 Prozent bei 160 A — daran ist ablesbar, was die Bezugstemperatur wert ist. Dazu IP23S, das einzige Gerät hier, das der Hersteller für den Außenbereich ausweist, und eine Teflon-Drahtführungsspirale für Aluminium mit Bestellnummer. Einzuplanen ist der Strombereich: 20 bis 160 A im MIG-Betrieb, kein eigener Regelbereich fürs Elektrodenschweißen, WIG nur mit Kratzzündung.
- Maximaler Netzstrom I1max
- 22,9
- Empfohlene Absicherung
- 16, Typ C — Charakteristik nur auf der Artikelseite, nicht in der Betriebsanleitung
- Einschaltdauer (mit Strom und Bezugstemperatur)
- bei 20 °C: 100 % / 135 A · 60 % / 145 A · 40 % / 160 A ‖ bei 40 °C: 100 % / 100 A · 60 % / 115 A · 25 % / 160 A — einziges Gerät im Vergleich mit beiden Reihen; die Verkaufsbroschüren nennen nur die 20-°C-Werte
Dafür
- Niedrigster Netzstrom im Vergleich: 22,9 A bei Leistungsfaktor 0,99 durch Leistungsfaktorkorrektur
- Einziges Gerät, das Amperezahl und Charakteristik zusammen nennt: 16 A, Typ C
- Einschaltdauer für 20 °C und 40 °C nebeneinander ausgewiesen
- IP23S — einziges Gerät im Vergleich, das der Hersteller für den Außenbereich ausweist
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Ebenfalls in der engeren Wahl
Breitester Regelbereich am 230-V-Netz

STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim)
STAHLWERK MIG/MAG 200 ST Plus
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Der größte Stromhub im Feld: 20 bis 100 A mit 0,6-mm-Draht, 40 bis 200 A mit 0,8 mm, dazu 20 bis 200 A beim Elektrodenschweißen. Der Euro-Zentralanschluss ist im Handbuch auf Seite 29 belegt, Brenner und Schlauchpaket sind damit am freien Markt ersetzbar — das schafft außer Güde kein zweites Gerät hier. Die Einschaltdauer steht als vollständige Reihe bei 40 °C, von 15 Prozent bei 200 A bis 100 Prozent bei 77 A, und I1max wie I1eff sind für alle drei Verfahren ausgewiesen. Gegenzurechnen sind 38 A maximaler Netzstrom im Elektrodenbetrieb bei beiliegendem Schukostecker und eine Sicherungsempfehlung, die die Charakteristik Typ C nennt und die Amperezahl offenlässt.
- Schweißstrom MIG/MAG
- 20–100 (0,6 mm) · 40–200 (0,8 mm) · 50–200 (1,0 mm)
- Schweißstrom E-Hand
- 20–200
- Euro-Zentralanschluss
- ja — Handbuch S. 29, Brenner und Schlauchpaket frei ersetzbar
Dafür
- 200 A Maximalstrom mit 0,8- und 1,0-mm-Draht, 20 A Startwert bei 0,6-mm-Draht
- Euro-Zentralanschluss belegt — Brenner und Schlauchpaket sind frei ersetzbar
- Einschaltdauer als vollständige Reihe bei 40 °C: 15 Prozent bei 200 A bis 100 Prozent bei 77 A
- I1max und I1eff für alle drei Verfahren im Handbuch ausgewiesen
- 7 Jahre Garantie, Abwicklung ohne Registrierung und formlos möglich
Dagegen
- 38 A maximaler Netzstrom beim Elektrodenschweißen — ausgeliefert wird ein Schukostecker
- Sicherungsempfehlung nennt nur die Charakteristik Typ C, keine Amperezahl
- Kein Ersatzteilkatalog und keine Explosionszeichnung auffindbar
- Drei verschiedene Modellnamen in einem Verkaufslisting, verbindlich ist nur Art. 1016
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Einstieg ohne Gasflasche

WELDINGER (DINGER Germany GmbH)
WELDINGER ME 130 mini Flux
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Das kleinste und leichteste Gerät des Vergleichs mit 7,5 kg samt Brenner, ab Werk auf selbstschützenden Fülldraht ausgelegt: keine Flasche, kein Druckminderer, keine Lagerfrage. Der Strombereich reicht von 20 bis 130 A, die Einschaltdauer nennt der Hersteller mit 30 Prozent bei 130 A und 100 Prozent bei 71 A, jeweils bei 40 °C und ausdrücklich im 10-Minuten-Zyklus — die einzige Spieldauerangabe im ganzen Feld. Ersatzteile sind modellgebunden bis hinunter zur Feder des Drahtrollenhalters gelistet. Einzuplanen sind zwei Lücken: Ein maximaler Netzstrom ist in keiner Herstellerquelle auffindbar, und Schutzgasbetrieb setzt laut Anleitung das Nachrüstset des Herstellers voraus.
- Verfahren ab Werk
- Selbstschützender Fülldraht ab Werk, Lift-WIG, E-Hand — Schutzgasbetrieb laut Anleitung S. 11 ausdrücklich nicht vorgesehen; der Hersteller führt dafür das Nachrüstset Art. 667788
- Schweißstrom MIG/MAG
- 20–130 — Gesamtbereich, der Hersteller trennt nicht nach Verfahren
- Empfohlene Absicherung
- 16 A träge (NEOZED); bei intensiver Anwendung 20 A — ohne LS-Charakteristik B, C oder K
Dafür
- Kleinstes und leichtestes Gerät im Vergleich: 7,5 kg mit Brenner
- Gaslos ab Werk — für den Einstieg ist keine Flasche nötig
- 30 Prozent Einschaltdauer bei 130 A und 100 Prozent bei 71 A, jeweils bei 40 °C und im 10-Minuten-Zyklus
- Modellgebundene Ersatzteile beim Hersteller gelistet, bis hin zur Feder des Drahtrollenhalters
- 5 Jahre Garantie ab Rechnungsdatum, ohne Registrierung
Dagegen
- Maximaler Netzstrom in keiner Herstellerquelle auffindbar, kein Typenschild abgebildet
- Laut Anleitung ausdrücklich nicht zum Schutzgasschweißen geeignet — Gasbetrieb nur über das Nachrüstset des Herstellers
- Kein Euro-Zentralanschluss belegt, nur D100-Spulen bis 1 kg
- EMV-Emissionsklasse nirgends genannt
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Beste Unterlagenlage für lange Nutzung

Güde (GÜDE GmbH & Co. KG)
Güde Uni-Mig 205 SYN
Der am besten dokumentierte Ersatzteilweg des Vergleichs: seriennummerngebundene Teilelisten, Stückliste, Explosionsdarstellung, Schaltplan und Demontageanleitung liegen als PDF beim Hersteller, dazu Servicezeiten mit Wochentagen und Uhrzeiten. Geschweißt wird synergisch geregelt von 50 bis 200 A im MIG-Betrieb, das Schlauchpaket MB15 mit drei Metern trägt einen Euroanschluss, und die Absicherung ist als einzige mit Amperezahl beziffert: 16 A träge. Gegenzurechnen sind 38 A maximaler Netzstrom gegen ebendiese 16 A, eine Lücke, die keine Herstellerquelle erklärt, dazu eine Einschaltdauer als einzelner Punkt, die laut Handbuch durch Simulation bestimmt wurde, und rund 24 kg Gerätegewicht.
- Euro-Zentralanschluss
- ja — 3-m-Schlauchpaket MB15 mit Euroanschluss
- Schweißstrom MIG/MAG
- 50–200
- Maximaler Netzstrom I1max
- 38 — aus der Handbuchtabelle, Spalte 20083; nicht von einer Typenschild-Abbildung
Dafür
- 50 bis 200 A MIG-Bereich mit synergischer Regelung
- Euro-Zentralanschluss mit 3-m-Schlauchpaket MB15
- Ersatzteillisten nach Seriennummer, dazu Stückliste, Explosionsdarstellung, Schaltplan und Demontageanleitung
- Absicherung mit Amperezahl angegeben: 16 A träge
- Servicezeiten mit Wochentagen und Uhrzeiten ausgewiesen — die genauesten im Vergleich
Dagegen
- 38 A maximaler Netzstrom gegen 16 A empfohlene Absicherung — die Lücke erklärt keine Herstellerquelle
- Einschaltdauer nur als ein einziger Punkt und laut Handbuch durch Simulation bestimmt, nicht gemessen
- Schwerstes Gerät im Vergleich mit rund 24 kg
- Sicherungscharakteristik B, C oder K nirgends angegeben
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Meiste Verfahren in einem Gehäuse

Scheppach (Scheppach Gruppe)
Scheppach WSE5000-Multi
Drei Verfahren in einem tragbaren 230-V-Gerät: MIG und Fülldraht mit 30 bis 160 A, Elektrode mit 10 bis 140 A, Lift-TIG mit 10 bis 200 A. Der maximale Netzstrom bleibt in allen drei Betriebsarten unter 27 A und damit unter dem Wert der beiden 200-A-Geräte hier. Die Ersatzteilliste führt 51 Positionen bis hinunter zu Haupt- und Steuerplatine, und der Massekabelquerschnitt ist als einziger im ganzen Feld belegt: 10 mm² auf 1,05 m. Einzuplanen sind zwei Einschränkungen: Die Einschaltdauer ist auf 20 °C bezogen und deshalb mit den vier anderen Geräten nicht vergleichbar, und eine Sicherungsempfehlung gibt der Hersteller als Einziger im Feld überhaupt nicht.
- Verfahren ab Werk
- MIG/Fülldraht, E-Hand, Lift-TIG — WIG-Schlauchpaket nicht im Lieferumfang, nachrüstbar als Art. 5906609033
- Schweißstrom E-Hand
- 10–140
- Maximaler Netzstrom I1max
- 25 (MIG) · 26,2 (E-Hand) · 26,8 (Lift-TIG)
Dafür
- Drei Verfahren in einem Gehäuse: MIG 30 bis 160 A, E-Hand 10 bis 140 A, Lift-TIG 10 bis 200 A
- Maximaler Netzstrom in allen drei Betriebsarten unter 27 A
- Einschaltdauer für alle drei Verfahren als vollständige Reihe angegeben
- Ersatzteilliste mit 51 Positionen bis hinunter zu Haupt- und Steuerplatine
- Massekabelquerschnitt als einziges Gerät im Vergleich belegt: 10 mm²
Dagegen
- Einschaltdauer auf 20 °C bezogen und damit mit den anderen vier Geräten nicht vergleichbar
- Als einziges Gerät im Vergleich ohne jede Sicherungsempfehlung des Herstellers
- Kein Euro-Zentralanschluss belegt, kein Teflon-Liner bestellbar, obwohl Aluminium beworben wird
- Leerlaufspannung und Gewicht laufen zwischen drei Herstellerquellen auseinander
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Vergleich auf einen Blick
| Für Direktvergleich auswählen | Produkt | Segment | Bewertung | Maximaler Netzstrom I1max(A) | Einschaltdauer (mit Strom und Bezugstemperatur) | Schweißstrom MIG/MAG(A) | Zum AnbieterAnbieter |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim)STAHLWERK MIG/MAG 200 ST PlusDetails | Mittelklasse | 4.7(586) | 35 (MIG) · 28 (Lift-TIG) · 38 (E-Hand) — aus der Handbuchtabelle, nicht von einer Typenschild-Abbildung | 15 % / 200 A · 60 % / 100 A · 100 % / 77 A, bezogen auf 40 °C | 20–100 (0,6 mm) · 40–200 (0,8 mm) · 50–200 (1,0 mm) | Zum Angebot– STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim) STAHLWERK MIG/MAG 200 ST Plus, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
WELDINGER (DINGER Germany GmbH)WELDINGER ME 130 mini FluxDetails | Einsteiger | 4.7(228) | Der Hersteller plant selbst mit 16 A träge und nennt 20 A für intensive Nutzung; einen Netzstrom veröffentlicht er nicht (Herstellerangabe: Anleitung S. 6: „Wir empfehlen eine primärseitige, 16A träge Netzabsicherung (NEOZED)“ samt Zusatz für intensive Anwendung. I1max bleibt ohne Treffer im 26-seitigen Volltext, auf beiden Shopseiten, bei Amazon und per OCR auf allen zwölf Produktfotos in XL-Auflösung — kein Typenschild ist abgebildet. — Taugt als Planungsgröße für die Absicherung, und zwar als die schärfste, die der Hersteller selbst gibt: Er sagt, dass 16 A bei intensiver Nutzung nicht reichen. Taugt nicht als I1max-Ersatz und nicht für den Vergleich mit den vier anderen Geräten — eine Sicherungsempfehlung ist kein Netzstrom.) | 30 % / 130 A · 100 % / 71 A, bezogen auf 40 °C, 10-Minuten-Zyklus (Anleitung S. 5) | 20–130 — Gesamtbereich, der Hersteller trennt nicht nach Verfahren | Zum Angebot– WELDINGER (DINGER Germany GmbH) WELDINGER ME 130 mini Flux, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab | |
Güde (GÜDE GmbH & Co. KG)Güde Uni-Mig 205 SYNDetails | Einsteiger | 38 — aus der Handbuchtabelle, Spalte 20083; nicht von einer Typenschild-Abbildung | 15 % / 200 A, bezogen auf 40 °C — laut Handbuch „durch Simulation bestimmt“; die Produktseite nennt unter E-Hand abweichend 30 Prozent | 50–200 | Zum Angebot– Güde (GÜDE GmbH & Co. KG) Güde Uni-Mig 205 SYN, öffnet die Produktseite von OBI in einem neuen Tab | ||
Scheppach (Scheppach Gruppe)Scheppach WSE5000-MultiDetails | Einsteiger | 25 (MIG) · 26,2 (E-Hand) · 26,8 (Lift-TIG) | MIG 20 % / 160 A · 60 % / 93 A · 100 % / 72 A ‖ E-Hand 20 % / 140 A · 60 % / 82 A · 100 % / 63 A ‖ Lift-TIG 20 % / 200 A · 60 % / 117 A · 100 % / 90 A — bezogen auf 20 °C, einziges Gerät im Vergleich mit 20-°C-Bezug und damit nicht mit den vier anderen vergleichbar; Zyklusdauer nicht angegeben | 30–160 | Zum Angebot– Scheppach (Scheppach Gruppe) Scheppach WSE5000-Multi, öffnet die Produktseite von Sparfuchs24 in einem neuen Tab | ||
Migatronic (MIGATRONIC A/S, Dänemark)Migatronic RallyMIG 161iDetails | Mittelklasse | 22,9 | bei 20 °C: 100 % / 135 A · 60 % / 145 A · 40 % / 160 A ‖ bei 40 °C: 100 % / 100 A · 60 % / 115 A · 25 % / 160 A — einziges Gerät im Vergleich mit beiden Reihen; die Verkaufsbroschüren nennen nur die 20-°C-Werte | 20–160 | Zum Angebot– Migatronic (MIGATRONIC A/S, Dänemark) Migatronic RallyMIG 161i, öffnet die Produktseite von Schweissfachhandel24 in einem neuen Tab |
Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht istZu wenige Bewertungen für eine belastbare Angabe
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Werbelinks zu amazon.de. Bewertungen stammen aus verifizierten Käuferbewertungen und öffentlichen Quellen; die Quellenangabe steht bei jedem Produkt im Detailblock. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.
Die Modelle im Einzelnen
Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

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STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim)
STAHLWERK MIG/MAG 200 ST Plus
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
MIG/MAG-Kombigerät für die Werkstatt, ausgelegt auf die volle 200-A-Spanne am 230-V-Netz und auf frei ersetzbare Brenner über den Euro-Zentralanschluss.
Kaufentscheidung
Wer am 230-V-Netz bis 200 A Schweißstrom braucht und den Brenner später frei tauschen will, findet hier beides: 40 bis 200 A mit 0,8-mm-Draht und einen Euro-Zentralanschluss, den außer Güde kein zweites Gerät im Vergleich belegt.
Die Grenze steht im Netzteil: 38 A maximaler Netzstrom beim Elektrodenschweißen, dazu eine Sicherungsempfehlung, die die Charakteristik Typ C nennt und die Amperezahl offenlässt. Wer an einer bestehenden 16-A-Leitung ohne Umbau arbeiten will, ist mit dem Migatronic RallyMIG 161i und seinen 22,9 A besser bedient — bei kleinerem Strombereich.
- Schweißstrom MIG/MAG (A)
- 20–100 (0,6 mm) · 40–200 (0,8 mm) · 50–200 (1,0 mm)
- Einschaltdauer (mit Strom und Bezugstemperatur)
- 15 % / 200 A · 60 % / 100 A · 100 % / 77 A, bezogen auf 40 °C
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- 35 (MIG) · 28 (Lift-TIG) · 38 (E-Hand) — aus der Handbuchtabelle, nicht von einer Typenschild-Abbildung
Dafür
- 200 A Maximalstrom mit 0,8- und 1,0-mm-Draht, 20 A Startwert bei 0,6-mm-Draht
- Euro-Zentralanschluss belegt — Brenner und Schlauchpaket sind frei ersetzbar
- Einschaltdauer als vollständige Reihe bei 40 °C: 15 Prozent bei 200 A bis 100 Prozent bei 77 A
- I1max und I1eff für alle drei Verfahren im Handbuch ausgewiesen
- 7 Jahre Garantie, Abwicklung ohne Registrierung und formlos möglich
Dagegen
- 38 A maximaler Netzstrom beim Elektrodenschweißen — ausgeliefert wird ein Schukostecker
- Sicherungsempfehlung nennt nur die Charakteristik Typ C, keine Amperezahl
- Kein Ersatzteilkatalog und keine Explosionszeichnung auffindbar
- Drei verschiedene Modellnamen in einem Verkaufslisting, verbindlich ist nur Art. 1016

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WELDINGER (DINGER Germany GmbH)
WELDINGER ME 130 mini Flux
Quelle: Verifizierte Käuferbewertungen amazon.de
Auf gaslosen Fülldrahtbetrieb ausgelegtes Einsteigergerät im Koffermaß, gedacht für Blech- und Reparaturarbeiten ohne Flaschenmanagement.
Kaufentscheidung
Das kleinste Gerät im Feld ist ab Werk ein Fülldrahtgerät: 20 bis 130 A, D100-Spulen bis 1 kg, 7,5 kg Gewicht mit Brenner. Für Blech, Reparaturen im Freien und Arbeiten ohne Gasflasche reicht das — Schutzgas läuft nur über das Nachrüstset des Herstellers.
Zwei Dinge muss man wissen: Der maximale Netzstrom ist in keiner Herstellerquelle zu finden, und die Anleitung nennt selbst 20 A für intensive Nutzung. Wer die Zahl schwarz auf weiß braucht, greift zum Migatronic RallyMIG 161i, der 22,9 A ausweist und die Sicherungscharakteristik gleich mitliefert.
- Schweißstrom MIG/MAG (A)
- 20–130 — Gesamtbereich, der Hersteller trennt nicht nach Verfahren
- Einschaltdauer (mit Strom und Bezugstemperatur)
- 30 % / 130 A · 100 % / 71 A, bezogen auf 40 °C, 10-Minuten-Zyklus (Anleitung S. 5)
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- Der Hersteller plant selbst mit 16 A träge und nennt 20 A für intensive Nutzung; einen Netzstrom veröffentlicht er nicht (Herstellerangabe: Anleitung S. 6: „Wir empfehlen eine primärseitige, 16A träge Netzabsicherung (NEOZED)“ samt Zusatz für intensive Anwendung. I1max bleibt ohne Treffer im 26-seitigen Volltext, auf beiden Shopseiten, bei Amazon und per OCR auf allen zwölf Produktfotos in XL-Auflösung — kein Typenschild ist abgebildet. — Taugt als Planungsgröße für die Absicherung, und zwar als die schärfste, die der Hersteller selbst gibt: Er sagt, dass 16 A bei intensiver Nutzung nicht reichen. Taugt nicht als I1max-Ersatz und nicht für den Vergleich mit den vier anderen Geräten — eine Sicherungsempfehlung ist kein Netzstrom.)
Dafür
- Kleinstes und leichtestes Gerät im Vergleich: 7,5 kg mit Brenner
- Gaslos ab Werk — für den Einstieg ist keine Flasche nötig
- 30 Prozent Einschaltdauer bei 130 A und 100 Prozent bei 71 A, jeweils bei 40 °C und im 10-Minuten-Zyklus
- Modellgebundene Ersatzteile beim Hersteller gelistet, bis hin zur Feder des Drahtrollenhalters
- 5 Jahre Garantie ab Rechnungsdatum, ohne Registrierung
Dagegen
- Maximaler Netzstrom in keiner Herstellerquelle auffindbar, kein Typenschild abgebildet
- Laut Anleitung ausdrücklich nicht zum Schutzgasschweißen geeignet — Gasbetrieb nur über das Nachrüstset des Herstellers
- Kein Euro-Zentralanschluss belegt, nur D100-Spulen bis 1 kg
- EMV-Emissionsklasse nirgends genannt

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Güde (GÜDE GmbH & Co. KG)
Güde Uni-Mig 205 SYN
Synergisch geregeltes Vier-Funktionen-Gerät für Stahlarbeiten in der Hobbywerkstatt, ausgelegt auf eine lange dokumentierte Ersatzteilversorgung.
Kaufentscheidung
Synergisch geregelt, 50 bis 200 A im MIG-Betrieb, Euro-Zentralanschluss und der beste dokumentierte Ersatzteilweg im Vergleich: seriennummerngebundene Teilelisten, Explosionsdarstellung, Schaltplan und Demontageanleitung liegen als PDF beim Hersteller. Wer ein Gerät lange am Leben halten will, findet hier die Unterlagen dafür.
Die Kehrseite steht in der Netztabelle: 38 A maximaler Netzstrom bei empfohlenen 16 A Absicherung, ohne dass eine Herstellerquelle diese Lücke erklärt. Dazu kommt eine Einschaltdauer von 15 Prozent bei 200 A, die laut Handbuch durch Simulation bestimmt wurde. Wo der Dauerbetrieb anfängt, sagt der Hersteller nicht; das STAHLWERK MIG/MAG 200 ST Plus nennt bei derselben Bezugstemperatur 100 Prozent bei 77 A.
- Schweißstrom MIG/MAG (A)
- 50–200
- Einschaltdauer (mit Strom und Bezugstemperatur)
- 15 % / 200 A, bezogen auf 40 °C — laut Handbuch „durch Simulation bestimmt“; die Produktseite nennt unter E-Hand abweichend 30 Prozent
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- 38 — aus der Handbuchtabelle, Spalte 20083; nicht von einer Typenschild-Abbildung
Dafür
- 50 bis 200 A MIG-Bereich mit synergischer Regelung
- Euro-Zentralanschluss mit 3-m-Schlauchpaket MB15
- Ersatzteillisten nach Seriennummer, dazu Stückliste, Explosionsdarstellung, Schaltplan und Demontageanleitung
- Absicherung mit Amperezahl angegeben: 16 A träge
- Servicezeiten mit Wochentagen und Uhrzeiten ausgewiesen — die genauesten im Vergleich
Dagegen
- 38 A maximaler Netzstrom gegen 16 A empfohlene Absicherung — die Lücke erklärt keine Herstellerquelle
- Einschaltdauer nur als ein einziger Punkt und laut Handbuch durch Simulation bestimmt, nicht gemessen
- Schwerstes Gerät im Vergleich mit rund 24 kg
- Sicherungscharakteristik B, C oder K nirgends angegeben

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Scheppach (Scheppach Gruppe)
Scheppach WSE5000-Multi
Auf Verfahrensbreite ausgelegtes Multigerät, das MIG, Elektrode und Lift-TIG in einem tragbaren Gehäuse am 230-V-Netz zusammenfasst.
Kaufentscheidung
Drei Verfahren in einem 230-V-Gerät: MIG mit 30 bis 160 A, Elektrode mit 10 bis 140 A und Lift-TIG mit 10 bis 200 A. Der maximale Netzstrom bleibt in allen drei Betriebsarten unter 27 A, der zweitniedrigste Wert im Vergleich. Für gemischte Reparaturarbeit an dünnem Blech ist das die breiteste Verfahrensdecke im Feld.
Zwei Einschränkungen: Die Einschaltdauer ist auf 20 °C bezogen und damit mit den vier anderen Geräten nicht vergleichbar, und eine Sicherungsempfehlung gibt der Hersteller als Einziger im Feld überhaupt nicht. Wer Einschaltdauerwerte auf der verbreiteten 40-°C-Basis lesen will, findet sie beim Güde Uni-Mig 205 SYN — dort allerdings nur als einen einzigen Punkt.
- Schweißstrom MIG/MAG (A)
- 30–160
- Einschaltdauer (mit Strom und Bezugstemperatur)
- MIG 20 % / 160 A · 60 % / 93 A · 100 % / 72 A ‖ E-Hand 20 % / 140 A · 60 % / 82 A · 100 % / 63 A ‖ Lift-TIG 20 % / 200 A · 60 % / 117 A · 100 % / 90 A — bezogen auf 20 °C, einziges Gerät im Vergleich mit 20-°C-Bezug und damit nicht mit den vier anderen vergleichbar; Zyklusdauer nicht angegeben
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- 25 (MIG) · 26,2 (E-Hand) · 26,8 (Lift-TIG)
Dafür
- Drei Verfahren in einem Gehäuse: MIG 30 bis 160 A, E-Hand 10 bis 140 A, Lift-TIG 10 bis 200 A
- Maximaler Netzstrom in allen drei Betriebsarten unter 27 A
- Einschaltdauer für alle drei Verfahren als vollständige Reihe angegeben
- Ersatzteilliste mit 51 Positionen bis hinunter zu Haupt- und Steuerplatine
- Massekabelquerschnitt als einziges Gerät im Vergleich belegt: 10 mm²
Dagegen
- Einschaltdauer auf 20 °C bezogen und damit mit den anderen vier Geräten nicht vergleichbar
- Als einziges Gerät im Vergleich ohne jede Sicherungsempfehlung des Herstellers
- Kein Euro-Zentralanschluss belegt, kein Teflon-Liner bestellbar, obwohl Aluminium beworben wird
- Leerlaufspannung und Gewicht laufen zwischen drei Herstellerquellen auseinander

Direktlink zu Schweissfachhandel24. Kein Werbelink, keine Provision. Kein Preis auf dieser Seite – Preise schwanken stark.
Migatronic (MIGATRONIC A/S, Dänemark)
Migatronic RallyMIG 161i
Auf schwache Netze und den Einsatz im Freien ausgelegtes MIG/MAG-Gerät mit Leistungsfaktorkorrektur, IP23S und Fachhandelsanbindung.
Kaufentscheidung
Das einzige Gerät im Vergleich, das die Steckdosenfrage vollständig beantwortet: 22,9 A maximaler Netzstrom, 16 A Absicherung mit Charakteristik C, Leistungsfaktor 0,99 durch Leistungsfaktorkorrektur. Dazu IP23S für den Außenbereich und Einschaltdauerwerte für 20 °C und 40 °C nebeneinander — das macht kein zweites Gerät hier.
Die Grenze ist der Strom: 20 bis 160 A, kein eigener Regelbereich fürs Elektrodenschweißen, WIG nur mit Kratzzündung. Wer 200 A und einen Euro-Zentralanschluss für frei wählbare Brenner braucht, ist beim Güde Uni-Mig 205 SYN richtig — und nimmt dafür 38 A Netzstrom in Kauf.
- Schweißstrom MIG/MAG (A)
- 20–160
- Einschaltdauer (mit Strom und Bezugstemperatur)
- bei 20 °C: 100 % / 135 A · 60 % / 145 A · 40 % / 160 A ‖ bei 40 °C: 100 % / 100 A · 60 % / 115 A · 25 % / 160 A — einziges Gerät im Vergleich mit beiden Reihen; die Verkaufsbroschüren nennen nur die 20-°C-Werte
- Maximaler Netzstrom I1max (A)
- 22,9
Dafür
- Niedrigster Netzstrom im Vergleich: 22,9 A bei Leistungsfaktor 0,99 durch Leistungsfaktorkorrektur
- Einziges Gerät, das Amperezahl und Charakteristik zusammen nennt: 16 A, Typ C
- Einschaltdauer für 20 °C und 40 °C nebeneinander ausgewiesen
- IP23S — einziges Gerät im Vergleich, das der Hersteller für den Außenbereich ausweist
- Teflon-Drahtführungsspirale für Aluminium als Kit mit Bestellnummer dokumentiert
Dagegen
- Kleinster MIG-Bereich unter den Mittelklassegeräten hier: 20 bis 160 A
- Kein eigener Regelbereich fürs Elektrodenschweißen, WIG nur mit Kratzzündung
- Euro-Zentralanschluss nirgends bezeichnet
- EMV-Klasse A steht nur in der älteren Anleitungsfassung, in der neueren fehlt sie
Technische Daten im Detail
Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.
Tabelle seitlich scrollbar
| Kennwert | STAHLWERK (STAHLWERK Schweissgeräte GmbH, Bornheim)STAHLWERK MIG/MAG 200 ST Plus | WELDINGER (DINGER Germany GmbH)WELDINGER ME 130 mini Flux | Güde (GÜDE GmbH & Co. KG)Güde Uni-Mig 205 SYN | Scheppach (Scheppach Gruppe)Scheppach WSE5000-Multi | Migatronic (MIGATRONIC A/S, Dänemark)Migatronic RallyMIG 161i |
|---|---|---|---|---|---|
| Datenlageveröffentlichte Kennwerte | 10 von 12 | 6 von 12 | 11 von 12 | 9 von 12 | 10 von 12 |
| EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung | |||||
| Schweißstrom MIG/MAG(A)Über den Einsatzbereich entscheidet der Anfang des Bereichs, nicht das Ende: Wer dünnes Karosserieblech fährt, braucht ein Gerät, das unten sauber regelt — ein Startwert von 20 A und einer von 50 A sind zwei verschiedene Geräteklassen, auch wenn oben bei beiden 200 A steht. | 20–100 (0,6 mm) · 40–200 (0,8 mm) · 50–200 (1,0 mm) | 20–130 — Gesamtbereich, der Hersteller trennt nicht nach Verfahren | 50–200 | 30–160 | 20–160 |
| Einschaltdauer (mit Strom und Bezugstemperatur)Die Prozentzahl ist ohne den zugehörigen Strom und ohne Bezugstemperatur keine Aussage: Dieselben 20 Prozent bedeuten bei 20 °C mehr Schweißzeit als bei 40 °C. Nur Werte gleicher Bezugstemperatur dürfen nebeneinandergelegt werden — sonst werden Prüfbedingungen verglichen statt Geräte. | 15 % / 200 A · 60 % / 100 A · 100 % / 77 A, bezogen auf 40 °C | 30 % / 130 A · 100 % / 71 A, bezogen auf 40 °C, 10-Minuten-Zyklus (Anleitung S. 5) | 15 % / 200 A, bezogen auf 40 °C — laut Handbuch „durch Simulation bestimmt“; die Produktseite nennt unter E-Hand abweichend 30 Prozent | MIG 20 % / 160 A · 60 % / 93 A · 100 % / 72 A ‖ E-Hand 20 % / 140 A · 60 % / 82 A · 100 % / 63 A ‖ Lift-TIG 20 % / 200 A · 60 % / 117 A · 100 % / 90 A — bezogen auf 20 °C, einziges Gerät im Vergleich mit 20-°C-Bezug und damit nicht mit den vier anderen vergleichbar; Zyklusdauer nicht angegeben | bei 20 °C: 100 % / 135 A · 60 % / 145 A · 40 % / 160 A ‖ bei 40 °C: 100 % / 100 A · 60 % / 115 A · 25 % / 160 A — einziges Gerät im Vergleich mit beiden Reihen; die Verkaufsbroschüren nennen nur die 20-°C-Werte |
| Maximaler Netzstrom I1max(A)Dieser Wert entscheidet, ob das Gerät an der vorhandenen Dose überhaupt läuft: Liegt I1max deutlich über der vorhandenen Absicherung, löst der Automat unter Volllast aus, bevor die Naht fertig ist. Er steht bei keinem der fünf Geräte auf der Verkaufsseite — nur im Handbuch, also erst nach dem Kauf im Karton. | 35 (MIG) · 28 (Lift-TIG) · 38 (E-Hand) — aus der Handbuchtabelle, nicht von einer Typenschild-Abbildung | Der Hersteller plant selbst mit 16 A träge und nennt 20 A für intensive Nutzung; einen Netzstrom veröffentlicht er nicht (Herstellerangabe: Anleitung S. 6: „Wir empfehlen eine primärseitige, 16A träge Netzabsicherung (NEOZED)“ samt Zusatz für intensive Anwendung. I1max bleibt ohne Treffer im 26-seitigen Volltext, auf beiden Shopseiten, bei Amazon und per OCR auf allen zwölf Produktfotos in XL-Auflösung — kein Typenschild ist abgebildet. — Taugt als Planungsgröße für die Absicherung, und zwar als die schärfste, die der Hersteller selbst gibt: Er sagt, dass 16 A bei intensiver Nutzung nicht reichen. Taugt nicht als I1max-Ersatz und nicht für den Vergleich mit den vier anderen Geräten — eine Sicherungsempfehlung ist kein Netzstrom.) | 38 — aus der Handbuchtabelle, Spalte 20083; nicht von einer Typenschild-Abbildung | 25 (MIG) · 26,2 (E-Hand) · 26,8 (Lift-TIG) | 22,9 |
| Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend | |||||
| Verfahren ab WerkVier der fünf Geräte sind Kombigeräte, die neben MIG/MAG auch Elektrode und eine Form von WIG anbieten. Entscheidend ist das Wort „ab Werk“: Das WIG-Schlauchpaket liegt bei STAHLWERK und Scheppach ausdrücklich nicht bei, und das WELDINGER ist laut eigener Anleitung ein Fülldrahtgerät, das für Schutzgas ein Nachrüstset des Herstellers braucht. | MIG/MAG, Fülldraht, E-Hand, Lift-TIG — WIG-Schlauchpaket WP-17V nicht im Lieferumfang | Selbstschützender Fülldraht ab Werk, Lift-WIG, E-Hand — Schutzgasbetrieb laut Anleitung S. 11 ausdrücklich nicht vorgesehen; der Hersteller führt dafür das Nachrüstset Art. 667788 | MIG/MAG, Fülldraht, E-Hand, WIG optional — synergische Regelung; WIG laut Hersteller „opt.“ | MIG/Fülldraht, E-Hand, Lift-TIG — WIG-Schlauchpaket nicht im Lieferumfang, nachrüstbar als Art. 5906609033 | MIG/MAG, E-Hand, WIG mit Kratzzündung — Art. 79337030 ist eine Konfiguration mit Brenner, Massekabel und zweitem Rollensatz |
| Schweißstrom E-Hand(A)Zwei der fünf Hersteller veröffentlichen für das Elektrodenschweißen gar keinen eigenen Regelbereich: WELDINGER nennt nur die Gerätegrenze 20 bis 130 A für alle Verfahren, Migatronic nur eine Elektrodendicke bis 3,2 mm. Beides ist eine Kaufgrenze, aber keine Bereichsangabe. | 20–200 | Kein eigener E-Hand-Bereich; die Gerätegrenze 20 bis 130 A gilt für alle Verfahren (Herstellerangabe: Anleitung S. 22 nennt nur „Schweißstrom 20-130 A“ ohne Verfahrenstrennung. Die Richtwerttabelle S. 13 führt Elektrodenwerte bis 160 A, die oberhalb der Gerätegrenze liegen und deshalb nicht fahrbar sind. — Taugt als Obergrenze für die Elektrodenwahl: Was in der Richtwerttabelle über 130 A steht, kann dieses Gerät nicht liefern. Taugt nicht als verfahrensspezifischer Regelbereich — dass 130 A auch beim Elektrodenschweißen die Grenze sind, ist die Schlussfolgerung aus der einzigen Strombereichsangabe des Herstellers.) | 20–200 | 10–140 | Kein eigener E-Hand-Bereich; der Hersteller begrenzt auf Elektroden bis 3,2 mm (Herstellerangabe: Einzige MMA-Angabe in Anleitung v1 und v2, in den Broschüren DE und EN, auf der Artikelseite und auf der Produktseite: „Wir empfehlen das MMA-Schweißen mit Elektroden bis zu 3,2 mm.“ — Taugt als Kaufgrenze, weil die Elektrodendicke die Größe ist, nach der im Regal gegriffen wird: 4,0 mm ist mit diesem Gerät nicht vorgesehen. Taugt nicht als Regelbereich — wo die untere Grenze beim Elektrodenschweißen liegt und ob der Lichtbogen dort stabil ist, sagt der Hersteller nicht.) |
| Effektiver Netzstrom I1eff(A)Der über den Zyklus gemittelte Netzstrom und die Größe, an der die Auslegung von Leitung und Sicherung hängt. Er liegt bei allen Geräten weit unter I1max — genau deshalb steht auf der Sicherungsempfehlung eine kleinere Zahl, als der Spitzenwert erwarten lässt. | 13,6 (MIG) · 10,8 (Lift-TIG) · 14,7 (E-Hand) | Einzige Netzangabe des Herstellers: 230 V bei 20 bis 130 A Schweißstrom — kleinste Netzlast im Vergleich (Herstellerangabe: Dieselben Quellen wie bei I1max: Anleitung-Volltext mit den Suchbegriffen „I1“, „kVA“, „Netzstrom“, „Aufnahmeleistung“ und „Leistungsaufnahme“ ohne Treffer, dazu weldinger.de, hausundwerkstatt24.de und das Amazon-Listing. — Taugt, um die Größenordnung einzuordnen: 130 A Maximalstrom ist der kleinste Wert im Vergleich, das Gerät ist die kleinste Netzlast im Feld. Taugt nicht zur Auslegung von Leitung und Sicherung — dafür fehlt der Effektivwert, und ein Rückschluss vom Schweißstrom auf den Netzstrom ist ohne Wirkungsgrad und Leistungsfaktor nicht zulässig.) | 14,7 | 11,2 (MIG) · 11,7 (E-Hand) · 12 (Lift-TIG) | 13,0 |
| Empfohlene AbsicherungFünf Hersteller, fünf Auskunftsgrade: Migatronic nennt Amperezahl und Charakteristik, Güde und WELDINGER nur die Amperezahl, STAHLWERK nur die Charakteristik, Scheppach als Einziger im Feld überhaupt nichts. | Leitungsschutzschalter Typ C, träge — Amperezahl offen; Auslegungsgröße I1eff 14,7 A (Herstellerangabe: Betriebsanleitung S. 15: „einphasigen Leistungsschutzschalter (Sicherung) vom Typ C (Träge) in ausreichender Höhe“. Eine Amperezahl nennt der Hersteller weder im 46-seitigen Handbuch noch im eigenen Shop noch im Amazon-Listing. — Taugt als Charakteristikvorgabe für den Elektriker und als Beleg dafür, dass ein Automat mit Typ-B-Charakteristik nicht dem entspricht, was der Hersteller vorsieht. Taugt nicht als Nennstromangabe. Dass I1eff 14,7 A die Größe ist, an der die Auslegung hängt, ist eine Schlussfolgerung aus den Herstellerwerten, keine Herstelleraussage.) | 16 A träge (NEOZED); bei intensiver Anwendung 20 A — ohne LS-Charakteristik B, C oder K | 16, träge — LS-Charakteristik B, C oder K nicht angegeben | Keine Empfehlung des Herstellers; Auslegungsgröße ist der höchste Netzstrom 26,8 A bei Lift-TIG (Herstellerangabe: Betriebsanleitung S. 12 nennt ausschließlich „Die Absicherungen der Zuleitungen zu den Netzsteckdosen muss den Vorschriften entsprechen“ und warnt vor Übersicherung. Die Suche nach „16 A“, „träge“, „B16“, „C16“ und „gL“ bleibt in Anleitung, Datenblatt, Werbedoppelseite und Produktseite ohne Treffer; die Netzstromwerte stehen auf S. 16. — Taugt als Rechengrundlage für die Elektroplanung: Wer dieses Gerät anschließt, muss von 26,8 A ausgehen und nicht von dem, was die Dose hergibt. Taugt nicht als Sicherungsempfehlung — welche Charakteristik daraus folgt, sagt der Hersteller als Einziger im Vergleich nirgends. Die Auslegung über den höchsten Netzstrom ist unsere Schlussfolgerung.) | 16, Typ C — Charakteristik nur auf der Artikelseite, nicht in der Betriebsanleitung |
| NetzanschlussAlle fünf Geräte laufen einphasig an 230 V — das ist die Klammer dieses Felds und zugleich seine obere Grenze. Nur Migatronic weist eine Leistungsfaktorkorrektur mit Leistungsfaktor 0,99 aus, und nur dort ist der Schukostecker mit 16 A beziffert. | 1 × 230 V ±15 %, 1-phasig, 50/60 Hz, Schukostecker CEE 7/7 | 1 × 230 V, 1-phasig, 50/60 Hz — Produktseite nennt abweichend 50 Hz | 230 V, 1-phasig, 50 Hz | 230 V, 1-phasig, 50/60 Hz — Datenblatt nennt abweichend 50 Hz | 1 × 230 V ±15 %, 1-phasig, 50–60 Hz, 16-A-Schukostecker; Leistungsfaktorkorrektur, Leistungsfaktor 0,99 |
| Euro-ZentralanschlussEntscheidet, ob Brenner und Schlauchpaket später am freien Markt ersetzbar sind oder nur als Originalteil des Herstellers. Belegt ist er bei zwei von fünf Geräten; bei den anderen drei ist er in keiner Herstellerquelle bezeichnet. | ja — Handbuch S. 29, Brenner und Schlauchpaket frei ersetzbar | Kein Zentralanschluss belegt; Brenner MB 150 abnehmbar über getrennten Strom- und Steuerstecker (Herstellerangabe: Produktseite und Anleitung S. 11/12: „MAG-Brenner MB 150 und Massekabel sind abnehmbar“, beschrieben ist ein getrennter Strom- und Steuerstecker. Der Hersteller führt den passenden Ersatzbrenner modellgebunden als Art. 66771. — Taugt als Ersatzteilaussage: Ein Brennertausch ist möglich, weil der Hersteller den Ersatzbrenner selbst im Programm hat. Taugt nicht als Euro-Bestätigung — nach Herstellerlage ist der Brennermarkt hier auf das Originalteil beschränkt.) | ja — 3-m-Schlauchpaket MB15 mit Euroanschluss | Kein Euro-Anschluss belegt; Schlauchpaketanschluss SW32, komplettes Paket als Art. 5906609023 bestellbar (Herstellerangabe: Betriebsanleitung S. 10 nennt nur „8. Schlauchpaketanschluss (MIG/MAG)“. Die Ersatzteilliste mit 51 Positionen führt „Anschluss für Schlauchpaket … SW32“ und das komplette Schlauchpaket als Einzelteil; „Euro“ und „Zentralanschluss“ kommen in Anleitung, Datenblatt, Doppelseite und Teileliste nicht vor. — Taugt als Ersatzteilweg: Das Schlauchpaket ist als Originalteil bestellbar, der WIG-Umbau über ein eigenes Teil. Taugt nicht als Aussage über Fremdbrenner — ohne belegten Euro-Anschluss ist der freie Brennermarkt für dieses Gerät nicht gesichert.) | Nicht bezeichnet; Originalbrenner ML161 in 3 m ist als Ersatzteil mit Bestellnummer gelistet (Herstellerangabe: Anleitung v1 und v2 nennen nur „5. Anschluß - Schweißschlauch“ ohne Typangabe. Im Brennerkatalog steht „80191180 ML161 3m RallyMIG 161i“ ohne das Kürzel ZA, das derselbe Katalog als „ZA = Euro connection“ definiert. — Taugt als Ersatzteilweg über den Originalbrenner, der samt Bestellnummer und Verschleißteilübersicht dokumentiert ist. Taugt nicht als Euro-Bestätigung — das fehlende Kürzel ist eine Beobachtung am Katalog, keine Herstelleraussage, und wird hier ausdrücklich nicht als Ausschluss gewertet.) |
| Draht und SpuleDie Spulengröße bestimmt, wie oft nachgelegt wird: D200 nimmt handelsübliche 5-kg-Rollen auf, D100 endet bei 1 kg. Die Rollenzahl des Vorschubs nennt in diesem Feld kein einziger Hersteller — alle Handbücher beschreiben nur eine Vorschub- und eine Andruckrolle im Singular. | Draht-Ø 0,6 / 0,8 / 0,9 / 1,0 mm, D200-Spulen | Draht-Ø 0,8 / 0,9 / 1,0 mm, D100-Spulen bis 1 kg | Draht-Ø 0,6–1,0 mm; Vorschubrollen 0,8/1,0 und 0,6/0,9 als Ersatzteil gelistet | Draht-Ø 0,6–1,0 mm; Vorschubrollen gerändelt für weiche Drähte und glatt für feste Drähte gelistet | Draht-Ø 0,6 / 0,8 / 0,9 / 1,0 mm, V-Spur; zweiter Rollensatz 0,8–1,0 mm serienmäßig |
| Teflonseele für AluminiumAluminiumdraht ist weich und knickt in einer Stahlseele; die Kunststoffseele ist das Teil, an dem der Aluminiumbetrieb hängt. Genau ein Hersteller im Feld führt sie mit Bestellnummer, vier führen sie gar nicht — einer davon bewirbt Aluminium ausdrücklich. | Keine Führungsseele im Programm; Euro-Anschluss erlaubt den Tausch des kompletten Schlauchpakets (Herstellerangabe: Volltextsuche im Handbuch nach „Teflon“, „Seele“, „Spirale“ und „Liner“ ergibt null Treffer, ebenso Produktseite und Zubehörseiten. Belegt ist dagegen S. 29: „Schließen Sie den MIG/MAG Schweißbrenner an den EURO-Zentralanschluss an“. — Taugt als Nachrüstweg: Wer Aluminium fahren will, tauscht am Euro-Anschluss das ganze Schlauchpaket statt der Seele. Taugt nicht als Alu-Freigabe — zu Aluminium und Drahtführungsseele sagt der Hersteller nichts. Der Nachrüstweg ist unsere Schlussfolgerung aus dem belegten Euro-Anschluss.) | Keine Führungsseele gelistet; der Hersteller begrenzt das Gerät auf Baustahl und Edelstahl (Herstellerangabe: Anleitung S. 11 nennt als bestimmungsgemäße Werkstoffe „von Baustahl oder Edelstahl“. „Teflon“ kommt im Text nicht vor, Aluminium wird als Verfahren nicht genannt, und in keiner der beiden Shopseiten ist eine Seele bestellbar. — Taugt als Verwendungsgrenze: Aluminium ist vom Hersteller für dieses Gerät nicht vorgesehen, die Frage nach der Seele stellt sich damit gar nicht erst. Taugt nicht als technische Aussage darüber, was im Schlauchpaket verbaut ist.) | Keine Führungsseele als Ersatzteil; bestimmungsgemäß laut Hersteller Eisenmetalle (Herstellerangabe: Handbuch zur bestimmungsgemäßen Verwendung: „zur thermischen Verbindung von Eisen – Metallen“. In allen vier seriennummerngebundenen Ersatzteillisten und in beiden Ökodesign-PDFs mit Stückliste und Explosionsdarstellung ist keine Führungsseele gelistet. — Taugt als doppelte Aussage: Verwendungsgrenze laut Hersteller und Ersatzteilbefund bei sonst bester Teileversorgung im Vergleich — genau dieses Teil fehlt. Taugt nicht als Aussage darüber, ob sich das Schlauchpaket alutauglich umbauen ließe; dass der Euro-Anschluss einen Komplettwechsel zuließe, ist eine Schlussfolgerung und vom Hersteller nicht bestätigt.) | Kein Liner bestellbar, obwohl der Hersteller Aluminiumdraht ausdrücklich vorsieht (Herstellerangabe: Betriebsanleitung S. 18 „Verwenden Sie Aluminiumdraht zum Schweißen von Aluminium“ und die Werbedoppelseite „ALUMINIUM SCHWEISSEN“ stehen gegen null Treffer für „Teflon“, „Seele“ und „Spirale“ in Anleitung, Datenblatt und der vollständigen 51-Positionen-Ersatzteilliste. — Taugt als Warnung vor genau diesem Widerspruch: Aluminium wird beworben, das dafür übliche Verschleißteil ist beim Hersteller nicht gelistet. Taugt nicht als Beleg, dass Aluminium unmöglich wäre — belegt ist nur, dass der Nachrüstweg über den Hersteller fehlt.) | nachrüstbar, nicht ab Werk verbaut — serienmäßig Stahlseele 80160153, Teflon-Kit für Aluminium und MIG-Löten als Art. 81100137 |
| EMV-EmissionsklasseKlasse A nach EN 60974-10 heißt in den Worten der Hersteller selbst: nicht für den Gebrauch in Wohnbereichen vorgesehen. Genau das trifft die Zielgruppe Garage und Reihenhaus. Drei Geräte tragen die Klasse belegt, eines nur in der älteren Anleitungsfassung, eines gar nicht. | A — EN 60974-10:2021, Konformitätserklärung Handbuch S. 45 | Keine Klasse genannt; Konformität erklärt gegen DIN EN 60974-10:2016-10 (aus Norm: Konformitätserklärung in der Anleitung S. 23 zitiert die Norm mit Ausgabestand. Das Kapitel „Bewertung der Arbeitsumgebung“ S. 6 verlangt ausdrücklich, den Aufstellort zu beurteilen, nennt aber weder Klasse A noch Klasse B. — Taugt als Beleg, dass die EMV-Norm angewandt wurde, und als Aufforderung, den Aufstellort im Wohngebiet selbst zu bewerten. Taugt nicht als Freigabe für Wohnbereiche — genau die Emissionsklasse, die darüber entscheidet, fehlt.) | A — EN 60974-10, eigenes Hersteller-PDF | A — Betriebsanleitung S. 14: „nicht für den Gebrauch in Wohnbereichen vorgesehen“ | A — nur in Anleitungsfassung v1 belegt; v2 nennt die Klasse nicht mehr |
errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist
Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.
Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.
Was nach dem Gerät noch dazukommt
Ein Schutzgasschweißgerät ist selten der teuerste Teil der Anschaffung und fast nie der aufwendigste. Diese vier Posten entscheiden darüber, ob es an seinem Platz überhaupt arbeiten kann und wie lange es sich halten lässt.
- Absicherung und Leitungsquerschnitt zuerst klären
- 22,9 bis 38 A Netzstrom an 16-A-Steckern
- Die entscheidende Zahl ist der maximale Netzstrom, nicht der Schweißstrom. Er liegt in diesem Vergleich zwischen 22,9 A und 38 A — bei Geräten, die mit einem Schukostecker für eine 16-A-Dose ausgeliefert werden. Migatronic nennt 16 A mit Charakteristik C, Güde 16 A träge ohne Charakteristik, WELDINGER 16 A träge mit dem eigenen Zusatz, dass bei intensiver Nutzung 20 A nötig sind, STAHLWERK nur die Charakteristik Typ C ohne Zahl, Scheppach gar nichts. Wer den Anschluss nicht vorher mit einer Elektrofachkraft durchgeht, kauft das Auslösen des Automaten mit. Zum Verlängerungskabel gibt es genau eine belegte Herstellervorgabe im Feld: Güde verlangt mindestens 1,5 mm². Ein zu dünnes Kabel zeigt sich nicht als Fehlermeldung, sondern als schlechte Naht.
- Gasflasche und die Frage, ob überhaupt eine gebraucht wird
- Vier von fünf Geräten arbeiten mit Schutzgas
- Vier der fünf Geräte arbeiten mit Schutzgas, das WELDINGER ME 130 mini Flux ist ab Werk ein Fülldrahtgerät und laut Anleitung ausdrücklich nicht zum Schutzgasschweißen geeignet — Gasbetrieb setzt dort das Nachrüstset des Herstellers voraus. Bei den anderen vier gehört die Flasche zur Anschaffung dazu, samt Druckminderer und der Entscheidung zwischen Eigentums-, Miet- und Poolflasche, die über den späteren Tauschweg bestimmt. Dazu kommt die Lagerung: In Arbeitsräumen sind Druckgasflaschen nach TRGS 510 nur in Sicherheitsschränken der Feuerwiderstandsklasse G30 oder höher zulässig. Wer diesen Platz nicht hat, plant Fülldrahtbetrieb ein.
- Ersatzteile: der Unterschied ist dokumentiert, nicht behauptet
- Von vier PDF-Teilelisten bis zu keinem Katalog
- Güde liefert seriennummerngebundene Ersatzteillisten samt Stückliste, Explosionsdarstellung, Schaltplan und Demontageanleitung. Scheppach führt eine Teileliste mit 51 Positionen bis hinunter zu Haupt- und Steuerplatine, allerdings nur als Bild über die Shop-Schnittstelle, nicht als PDF. Migatronic hat eine fünfsprachige Ersatzteilliste mit Bestellnummern und eine eigene Verschleißteilübersicht, für die neuere Gerätefassung fehlt die Liste jedoch. WELDINGER führt modellgebundene Teile bis zur Feder des Drahtrollenhalters, aber keinen Katalog. Bei STAHLWERK ist weder Katalog noch Explosionszeichnung auffindbar, das 46-seitige Handbuch enthält keine Teileliste. Wer ein Gerät über Jahre halten will, sollte diese Lage vor dem Kauf prüfen, nicht danach.
- Brennerersatz und Aluminium hängen am Anschlusstyp
- Euro-Anschluss bei zwei, Teflonseele bei einem Gerät
- Ein Euro-Zentralanschluss ist belegt bei STAHLWERK und Güde — dort ist das Schlauchpaket frei am Markt ersetzbar. Bei Scheppach, WELDINGER und Migatronic ist er in keiner Herstellerquelle bezeichnet; ersetzt wird dort über das Originalteil, das bei allen dreien mit Bestellnummer gelistet ist. Für Aluminium braucht es eine Teflon-Drahtführungsspirale: Nur Migatronic sagt dazu etwas und führt ein Kit mit Artikelnummer. Bei den anderen vier ist keine Seele als Ersatzteil gelistet — bei Scheppach besonders auffällig, weil dort Aluminium ausdrücklich beworben wird. Brennerdüsen, Stromdüsen und Masseklemme sind Verschleiß und laut Scheppach-Anleitung nicht zwingend im Lieferumfang enthalten.
Alle Kennwerte aus Produktseiten, Datenblättern, Original-Betriebsanleitungen, Ersatzteillisten und EU-Konformitätserklärungen der jeweiligen Hersteller; Sterne und Bewertungszahl von amazon.de, dort wo eine Kaufbox besteht. Wo zwei Dokumente desselben Herstellers verschiedene Zahlen nennen, stehen beide in dieser Übersicht.
Die Zahl, die über den Kauf entscheidet, steht in keinem Shop
Ein Schweißgerät hat zwei Ströme. Der eine kommt vorn heraus und heißt Schweißstrom; er steht im Produktnamen. Der andere geht hinten hinein und heißt I1max, maximaler Netzstrom; er entscheidet, ob das Gerät an der vorhandenen Dose überhaupt läuft. In diesem Vergleich hat ihn kein einziger der fünf Hersteller auf seiner Verkaufsseite. Bei vier Geräten steht er in der Handbuchtabelle „Technische Daten“, also in einem Dokument, das erst nach dem Kauf im Karton liegt. Beim WELDINGER ME 130 mini Flux ist er in keiner Herstellerquelle auffindbar: Die Volltextsuche über Anleitung, beide Shopseiten und das Verkaufslisting bleibt ohne Treffer, und auf keinem der zwölf Produktfotos ist ein Typenschild abgebildet.
Die vier belegten Werte ergeben eine Rangfolge, die der Werbeordnung widerspricht. Das Gerät mit dem niedrigsten Netzstrom ist nicht das schwächste: Der Migatronic RallyMIG 161i liefert 160 A Schweißstrom und zieht dabei 22,9 A, weil eine Leistungsfaktorkorrektur den Leistungsfaktor auf 0,99 hebt. Das Scheppach WSE5000-Multi bleibt in allen drei Betriebsarten unter 27 A. Die beiden Geräte mit der größten beworbenen Leistung liegen am anderen Ende: Güde Uni-Mig 205 SYN 38 A, STAHLWERK MIG/MAG 200 ST Plus 35 A im MIG- und 38 A im Elektrodenbetrieb. Beide werden mit einem Schukostecker ausgeliefert.
22,9 gegen 38 ASpanne des maximalen Netzstroms im Feld
Eine Einschränkung gehört dazu: Bei STAHLWERK und Güde stammen I1max und I1eff aus der Datentabelle des Handbuchs, nicht von einer Typenschild-Abbildung. Das STAHLWERK-Handbuch fordert auf Seite 15 sogar dazu auf, vor dem Einsatz die Nenndaten des Typenschilds zu prüfen — bildet das Schild aber nirgends ab.
Was aus 38 A für die Sicherung folgt
Zwischen I1max und der Sicherung steht ein zweiter Wert, den ebenfalls kein Shop nennt: I1eff, der über den Zyklus gemittelte Netzstrom. Er entspricht I1max multipliziert mit der Wurzel aus der Einschaltdauer, und die Probe geht an den Herstellerdaten selbst auf: 38 A mal Wurzel aus 0,15 ergibt 14,7 A — genau der Wert, den Güde und STAHLWERK ausweisen. Bei Scheppach dreimal dasselbe Bild, 25 A mal Wurzel aus 0,20 ergibt die ausgewiesenen 11,2 A.
Daraus folgt beides: warum die Sicherungsempfehlung kleiner ausfällt als der Spitzenstrom — und warum der Automat trotzdem fliegt. Ausgelegt wird auf den Effektivwert, ausgelöst wird vom Spitzenwert, sobald durchgehend unter Volllast geschweißt wird. Genau hier laufen die fünf Hersteller auseinander. Migatronic nennt 16 A und die Charakteristik Typ C zusammen, die Charakteristik allerdings nur auf der Artikelseite. Güde nennt 16 A träge ohne LS-Charakteristik. WELDINGER nennt 16 A träge als NEOZED und setzt selbst hinzu, dass bei intensiver Anwendung 20 A nötig sind. STAHLWERK verlangt einen Leistungsschutzschalter vom Typ C, nennt aber im gesamten 46-seitigen Handbuch keine Amperezahl. Scheppach schreibt nur, die Absicherungen müssten den Vorschriften entsprechen.
Der Automat löst unter Last aus, nicht beim Einschalten
Für die Planung heißt das: Die Auslegung gehört vor die Bestellung und in die Hand einer Elektrofachkraft — mit I1max und I1eff als Eingangsgrößen, nicht mit dem Schweißstrom. Die Grenze dieses Marktausschnitts liegt dort, wo das einphasige Netz endet; alle fünf Geräte laufen an 230 V, und dass hier drei Einsteiger- und zwei Mittelklassegeräte ohne Premiumzeile stehen, ist eine Folge davon. Wo die Schwelle zum Drehstrom liegt und welche Rolle die 4,6-kVA-Regel spielt, ordnet der Ratgeber Netzanschluss: 230 oder 400 Volt ein.
Fünf Geräte, fünf Arten, dieselbe Prozentzahl anzugeben
Die Einschaltdauer beschreibt, wie viel von einem Zyklus geschweißt werden darf, bevor das Gerät abkühlen muss. Sie ist die zweite Zahl, mit der jedes Datenblatt aufmacht, und in diesem Feld ist sie nicht vergleichbar — nicht, weil die Prozentwerte auseinanderlägen, sondern weil die Bezugstemperatur es tut. STAHLWERK weist die 40-°C-Reihe auf der Produktseite aus, vollständig von 15 Prozent bei 200 A bis 100 Prozent bei 77 A. WELDINGER nennt 40 °C nur im PDF der Anleitung. Güde rechnet bei 40 °C und schreibt dazu, der Wert sei durch Simulation bestimmt worden. Scheppach legt 20 °C zugrunde, Migatronic weist beide Reihen nebeneinander aus.
Warum zwei gleiche Prozentzahlen zwei verschiedene Aussagen sein können
Angabe bei 20 °C
Kühlere Prüfbedingung, größere Zahlen. Beim Migatronic RallyMIG 161i sind das 40 Prozent bei 160 A und 100 Prozent bei 135 A. Scheppach nennt ausschließlich diese Reihe — 20 Prozent bei 160 A im MIG-Betrieb, 100 Prozent bei 72 A — und ist damit das einzige Gerät hier, dessen Werte neben keinem der vier anderen stehen dürfen.
Angabe bei 40 °C
Die in diesem Feld verbreitete Bezugstemperatur; die Betriebsanleitung des als Quelle herangezogenen EWM Pico 350 führt die Zeile „Einschaltdauer ED bei 40 °C“ im Klartext. Dasselbe Migatronic-Gerät kommt hier nur noch auf 25 Prozent bei 160 A. STAHLWERK, WELDINGER und Güde geben ausschließlich diese Reihe an.
Was die Bezugstemperatur wert ist, lässt sich an genau einem Gerät messen, weil nur eines beide Reihen liefert: Beim RallyMIG 161i stehen bei 160 A Schweißstrom 40 Prozent bei 20 °C gegen 25 Prozent bei 40 °C — die zulässige Schweißzeit sinkt auf 0,625 des Ausgangswerts, ohne dass sich am Gerät etwas ändert. Auf Scheppach übertragen wird dieser Faktor hier nicht: Das wäre keine Rechnung, sondern eine Erfindung.
Bemerkenswert ist, wo Migatronic die schlechteren Zahlen unterbringt: Die Verkaufsbroschüren nennen ausschließlich die 20-°C-Reihe. Und eine zweite Größe fehlt fast überall — die Spieldauer, also ob ein Zyklus 10 oder 5 Minuten dauert, ist nur bei WELDINGER beziffert und bei Scheppach ausdrücklich nicht angegeben. Hinter derselben Prozentzahl kann damit die doppelte oder die halbe Schweißzeit stehen. Wie sich die Angabe lesen lässt, rechnet der Ratgeber Einschaltdauer und Schweißstrom an Herstellertabellen durch.
Der Bereichsanfang entscheidet, nicht die Obergrenze
Der MIG-Strombereich ist der einzige der vier Entscheidungsfaktoren, der bei allen fünf Geräten vollständig belegt ist — und der einzige Kennwert, bei dem die Verkaufskommunikation nichts verschweigt. Sie betont allerdings die falsche Seite. Beworben wird die Obergrenze: 200 A, 205 A, 160 A. Über den Einsatzbereich entscheidet der Anfang. Ein Gerät, das bei 20 A einsetzt, regelt an dünnem Karosserieblech noch, eines mit 50 A Startwert brennt dort durch. Beide können oben bei 200 A stehen.
Zwischen dem Güde Uni-Mig 205 SYN mit 50 A Startwert und dem STAHLWERK 200 ST Plus mit 20 A bei 0,6-mm-Draht liegt bei identischer Obergrenze der Unterschied zwischen Stahlbau und Karosserieblech.
Im Einzelnen: STAHLWERK staffelt den Bereich nach Drahtdurchmesser und nennt 20 bis 100 A für 0,6 mm, 40 bis 200 A für 0,8 mm und 50 bis 200 A für 1,0 mm — die einzige drahtabhängige Aufschlüsselung im Feld. Güde gibt 50 bis 200 A an, Scheppach 30 bis 160 A, Migatronic 20 bis 160 A und WELDINGER 20 bis 130 A ohne Trennung nach Verfahren. Für dünnes Blech kommen damit die Geräte mit 20 A Startwert infrage, für dicke Nähte die mit 200 A Obergrenze, und nur eines deckt beide Enden ab.
Beim Elektrodenschweißen wird die Datenlage dünner. STAHLWERK und Güde nennen je 20 bis 200 A, Scheppach 10 bis 140 A. Migatronic und WELDINGER veröffentlichen keinen eigenen Regelbereich: WELDINGER nennt nur die Gerätegrenze von 20 bis 130 A für alle Verfahren, während die eigene Richtwerttabelle Elektrodenwerte bis 160 A führt, die oberhalb dieser Grenze liegen. Migatronic empfiehlt Elektroden bis 3,2 mm und sagt damit etwas über die Kaufgrenze im Regal, aber nichts über die untere Regelgrenze. Welche Kennwerte tragen, wenn die Elektrode das Hauptverfahren ist, und warum dort die Leerlaufspannung wichtiger ist als der Maximalstrom, steht im Vergleich Elektroden-Schweißgeräte.
Zwei Marken, sechs identische Kennwerte
Beim Nebeneinanderlegen der Datentabellen fällt eine Übereinstimmung auf. Das STAHLWERK MIG/MAG 200 ST Plus in der Elektrodenspalte und das Güde Uni-Mig 205 SYN nennen nicht ähnliche, sondern gleiche Werte: 38 A maximaler Netzstrom, 14,7 A effektiver Netzstrom, 62 V Leerlaufspannung, Schutzart IP21S, 15 Prozent Einschaltdauer bei 200 A und EMV-Emissionsklasse A. Sechs technisch unabhängige Kennwerte, über zwei Marken hinweg identisch — belegt im STAHLWERK-Handbuch auf Seite 24 und in der Güde-Handbuchspalte 20083.
6 von 6übereinstimmende Kennwerte bei zwei verschiedenen Marken
Für die Kaufentscheidung ist der Befund trotzdem brauchbar, weil er die Frage verschiebt. Wenn zwei Geräte in sechs Kennwerten übereinstimmen, entscheidet nicht mehr die Technik, sondern das, was daneben liegt: Anschlusstyp des Brenners, Ersatzteillage, Garantie und Serviceweg. Genau dort gehen die Marken auseinander. Güde liefert seriennummerngebundene Ersatzteillisten, Explosionsdarstellung, Schaltplan und Demontageanleitung als PDF; bei STAHLWERK ist weder Ersatzteilkatalog noch Explosionszeichnung auffindbar, dafür stehen dort sieben Jahre Garantie mit formloser Abwicklung ohne Registrierung. Ein Punkt verbindet beide wieder: Ihr Produktionsland nennt keiner von beiden.
Euro-Zentralanschluss: ob der Brenner je ersetzbar ist
Das Schlauchpaket ist das Teil, das am Gerät zuerst kaputtgeht — es wird gebogen, über Kanten gezogen, mit heißem Material in Berührung gebracht. Ob es später frei ersetzbar ist, hängt an einer Schnittstelle, die auf keiner der fünf Verkaufsseiten erklärt wird: dem Euro-Zentralanschluss. Er führt Strom, Gas, Draht und Steuerleitung in einem Überwurf zusammen und ist der Standard, an dem Brenner verschiedener Anbieter passen. Belegt ist er bei zwei Geräten: STAHLWERK nennt ihn im Handbuch auf Seite 29, Güde liefert ein 3-m-Schlauchpaket MB15 mit Euroanschluss.
Zwei Ersatzwege, die vor dem Kauf feststehen und danach nicht mehr zu ändern sind
Euro-Zentralanschluss belegt
STAHLWERK und Güde. Brenner und Schlauchpaket sind am freien Markt beschaffbar, Länge und Ausführung wählbar, und für Aluminium ließe sich das komplette Paket tauschen statt nur der Seele. Dass dieser Nachrüstweg offensteht, ist eine Schlussfolgerung aus dem belegten Anschlusstyp — als Aluminiumfreigabe hat es keiner der beiden formuliert.
Nur das Originalteil belegt
WELDINGER, Scheppach und Migatronic. Bei allen dreien ist der Anschlusstyp in keiner Herstellerquelle bezeichnet, dafür der Originalbrenner mit Bestellnummer gelistet: WELDINGER Art. 66771, Scheppach das Schlauchpaket als Art. 5906609023 an einem Anschluss mit Schlüsselweite 32, Migatronic den Brenner ML161. Ersetzbar ja, frei wählbar nein.
Ein Detail aus dem Migatronic-Brennerkatalog gehört als Beobachtung dazu, nicht als Urteil: Derselbe Katalog definiert das Kürzel ZA als Euro-Anschluss und führt den Brenner für die RallyMIG 161i ohne dieses Kürzel. Als Ausschluss wird das hier ausdrücklich nicht gewertet. Bei Scheppach ist der Befund härter, weil die vollständige Ersatzteilliste mit 51 Positionen vorliegt und die Begriffe Euro und Zentralanschluss weder dort noch in Betriebsanleitung, Datenblatt oder Werbedoppelseite vorkommen.
Am Anschlusstyp hängt auch der Umstieg auf ein anderes Verfahren. Vier der fünf Geräte bieten eine WIG-Betriebsart an, aber bei STAHLWERK und Scheppach liegt das WIG-Schlauchpaket nicht bei. Und die WIG-Funktion ist hier durchgehend eine Kontaktzündung, also Lift-TIG oder Kratzzündung, nicht die Hochfrequenzzündung, die ein WIG-Gerät ausmacht. Worin sich das unterscheidet, trennt der Vergleich WIG-Schweißgeräte an denselben Datenblattzeilen.
Aluminium hängt an einem Teil, das vier Hersteller nicht führen
Aluminiumdraht ist weich. In einer Stahlseele knickt er, staucht sich vor der Stromdüse und bleibt stehen — deshalb läuft er über eine Kunststoffseele, meist aus Polytetrafluorethylen, umgangssprachlich Teflonseele. Das ist kein Zubehör für Fortgeschrittene, sondern das Teil, an dem der Aluminiumbetrieb überhaupt hängt. In diesem Feld führt es genau ein Hersteller: Migatronic liefert serienmäßig eine Stahlseele mit der Nummer 80160153 und bietet ein Teflon-Kit für Aluminium und MIG-Löten als Artikel 81100137 an.
Bei den anderen vier Geräten ist keine Seele als Ersatzteil gelistet. Güde begrenzt das Gerät im Handbuch auf die thermische Verbindung von Eisenmetallen — bei sonst bester Teileversorgung im Feld fehlt ausgerechnet dieses Teil in allen vier seriennummerngebundenen Listen. WELDINGER nennt als bestimmungsgemäße Werkstoffe Baustahl und Edelstahl, Aluminium kommt gar nicht vor. Bei STAHLWERK ergibt die Volltextsuche im Handbuch nach Teflon, Seele, Spirale und Liner null Treffer, ebenso auf Produkt- und Zubehörseiten.
Beworben und nicht lieferbar: der Fall Scheppach
Für die Kaufentscheidung ergibt das eine klare Reihenfolge. Wer Aluminium fahren will, prüft vor dem Gerät die Seele: Ist sie als Teil mit Bestellnummer gelistet, ist die Frage beantwortet. Ist sie es nicht, bleibt der Weg über den Anschlusstyp — und der steht nur dort offen, wo ein Euro-Zentralanschluss belegt ist. Ein Gerät dieses Felds erfüllt die erste Bedingung, zwei die zweite, und bei zwei Geräten ist keiner der beiden Wege belegt.
Ein Gerät im Feld ist ab Werk gaslos
Der Suchbegriff heißt Schutzgasschweißgerät, aber der Drahtvorschub trägt zwei verschiedene Betriebsarten. Beim MIG- und MAG-Schweißen kommt der Schutz aus der Flasche, beim Fülldrahtschweißen aus dem Draht selbst, dessen Kern beim Abschmelzen ein Schutzgas freisetzt. Beide Verfahren nutzen denselben Vorschub, dieselbe Brennerlogik und dieselbe Einschaltdauerfrage — deshalb stehen sie in diesem Vergleich nebeneinander. Vier der fünf Geräte beherrschen beide Betriebsarten. Das WELDINGER ME 130 mini Flux ist der Sonderfall.
Dessen Anleitung sagt auf Seite 11 wörtlich, das Gerät sei für selbstschützenden Fülldraht ausgelegt und daher nicht zum Schutzgasschweißen geeignet. Derselbe Hersteller verkauft unter der Artikelnummer 667788 ein Nachrüstset, das laut eigener Beschreibung aus dem ME 130 mini Flux ein Schutzgasschweißgerät macht — vorausgesetzt, die Umpolung am Gerät ist möglich. Beide Aussagen stammen vom Hersteller, und keine hebt die andere auf. Dieser Vergleich löst den Widerspruch nicht auf, sondern führt ihn: Wer das Gerät für den gaslosen Einstieg kauft, bekommt genau das, wofür es ausgelegt ist. Wer später auf Gas umsteigen will, sollte den Umbauweg vorher beim Hersteller klären statt hinterher.
Praktisch trennt die Betriebsart drei Folgethemen. Erstens die Spulengröße: Das WELDINGER nimmt D100-Spulen bis 1 kg auf, die vier anderen fahren D200-Spulen — bei kleinen Spulen wird häufiger nachgelegt. Zweitens die Umpolung, die gasloser Fülldraht in der Regel verlangt und die zu den häufigsten Anschlussfragen überhaupt gehört. Drittens die Flasche samt Druckminderer, Flaschenmodell und Lagerung. Welche Betriebsart für welche Arbeit trägt und warum die TRGS 510 die Lagerung in Arbeitsräumen an Sicherheitsschränke der Feuerwiderstandsklasse G30 bindet, behandelt der Ratgeber Schutzgas oder Fülldraht.
Vier Fragen, die kein Hersteller beantwortet
Neben den Werten, die auseinanderlaufen, gibt es vier, die im ganzen Feld fehlen — bei allen fünf oder bei vier von fünf Herstellern gleichermaßen. Das ist keine Aussage über einzelne Marken, sondern über diesen Markt. Erstens das Produktionsland: STAHLWERK nennt sich in Deutschland konzipiert und lässt den Fertigungsort offen, WELDINGER entwickelt und prüft in Deutschland und fertigt weltweit, Güde nennt Produktionsstätten in aller Welt, im Scheppach-Handbuch gibt es keinen Treffer für „Made in“, und für die RallyMIG 161i ist der Produktionsort nicht belegbar.
Zweitens das GS-Zeichen: Kein Gerät dieses Felds trägt ein belegtes GS-Zeichen mit Prüfstelle und Zertifikatsnummer, und bei Güde und Scheppach ist das Feld „Notified Body“ in der Konformitätserklärung ausdrücklich leer. Drittens die Schweißstromschaltung, in Foren die Frage nach dem Schütz: Steht der Draht dauerhaft unter Spannung, oder schaltet ein Schütz den Strom erst beim Tastendruck auf? Bei fünf von fünf Geräten ist die Antwort nicht auffindbar; in den vollständigen Stücklisten von Güde und Scheppach ist kein Schütz gelistet, was ein Indiz ist und keine Herstelleraussage. Die einzige einschlägige Formulierung im Feld steht in der Migatronic-Anleitung: Spannung sei auf dem Schweißdraht vorhanden, wenn die Taste des Schweißschlauchs gedrückt wird.
Viertens die Rollenzahl: Kein Hersteller dieses Vergleichs schreibt „2-Rollen-Antrieb“ oder „4-Rollen-Antrieb“. Alle fünf Handbücher beschreiben nur eine Vorschub- und eine Andruckrolle im Singular — bei einem Bauteil, das in Selbsttests häufiger die Ursache schlechter Nähte ist als das Verfahren.
Ein fünfter Punkt ist immerhin bei drei Geräten beantwortet: die EMV-Emissionsklasse nach EN 60974-10. Klasse A heißt in den Worten der Scheppach-Betriebsanleitung auf Seite 14, dass das Gerät nicht für den Gebrauch in Wohnbereichen vorgesehen ist. STAHLWERK, Güde und Scheppach weisen sie aus. Bei Migatronic steht sie nur in der älteren Anleitungsfassung. WELDINGER nennt keine Klasse, verlangt aber, den Aufstellort selbst zu beurteilen — für eine Werkstatt in der Reihenhausgarage ist das die entscheidende Zeile.
Was nach dem Gerät an Aufwand dazukommt
Der erste Posten ist das Verlängerungskabel, und er ist deshalb der wichtigste, weil sein Fehlerbild nicht nach Kabel aussieht. Ein zu dünner Querschnitt meldet sich nicht als Störung, sondern als schlechte Naht und als klebende Elektrode — mit dem naheliegenden und falschen Schluss, das Gerät tauge nichts. Eine belegte Herstellervorgabe dazu gibt es in diesem Feld genau eine: Güde verlangt mindestens 1,5 mm². Der Querschnitt des mitgelieferten Massekabels ist bei vier von fünf Geräten nicht auffindbar; einzig Scheppach nennt ihn, und auch nur versteckt in der Ersatzteilliste mit 10 mm² auf 1,05 m Länge. Auf keiner Verkaufsseite dieses Vergleichs steht ein Querschnitt.
Der zweite Posten ist die Gasversorgung, sofern nicht gaslos gearbeitet wird: Flasche und Druckminderer, die Entscheidung zwischen Eigentums-, Miet- und Poolflasche, die über den späteren Tauschweg bestimmt, und der Platz — in Arbeitsräumen sind Druckgasflaschen nach TRGS 510 nur in Sicherheitsschränken der Feuerwiderstandsklasse G30 oder höher zulässig. Dazu kommt die Lüftung: Die DGUV-Information zum Lichtbogenschweißen behandelt Schweißrauche als eigenständige Gefährdung, die an der Entstehungsstelle zu erfassen ist — eine Anschlussbedingung an den Raum, nicht an das Gerät.
Der dritte Posten ist der Verschleiß. Stromdüsen, Gasdüsen, Drahtführungsseele und Masseklemme sind Verbrauchsteile; die Scheppach-Anleitung stellt klar, dass sie nicht zwingend im Lieferumfang enthalten sind. Der vierte Posten ist der Ersatzteilweg, und er trennt die fünf Marken schärfer als jeder Kennwert der Tabelle: von seriennummerngebundenen PDF-Listen mit Schaltplan und Demontageanleitung bei Güde über eine 51-Positionen-Liste bei Scheppach, die nur als Bild über die Shop-Schnittstelle erreichbar ist, und modellgebundene Einzelteile ohne Katalog bei WELDINGER bis dahin, dass bei STAHLWERK weder Katalog noch Explosionszeichnung auffindbar sind.
Woran die Entscheidung hängt, wenn keine Sterne dastehen
Von den fünf Geräten haben genau zwei eine belastbare Bewertungsbasis: STAHLWERK mit 4,7 aus 585 Bewertungen und WELDINGER mit 4,7 aus 228, beide über Amazon. Die drei anderen kommen aus Fachhandel und Baumarkt: Die OBI-Seite zum Güde Uni-Mig 205 SYN weist ausdrücklich „0 Bewertungen“ aus, Sparfuchs24 führt zum Scheppach WSE5000-Multi keine Produktbewertung, Schweissfachhandel24 zum Migatronic RallyMIG 161i ebenfalls nicht. Das ist kein Auswahlfehler, sondern die Struktur dieses Markts.
Für die Entscheidung heißt das, dass sie an Zahlen hängt, die nachprüfbar im Herstellerdokument stehen — maximaler Netzstrom, Absicherung samt Charakteristik, Einschaltdauer mit Strom und Bezugstemperatur, Euro-Zentralanschluss, dokumentierte Ersatzteile. Diese fünf Angaben trennen die Geräte deutlicher voneinander als jede Sternezahl: Zwischen 22,9 A und 38 A liegt der Unterschied zwischen „läuft an der vorhandenen Dose“ und „braucht eine eigene Leitung“.
Die Prüfreihenfolge, die daraus folgt, verläuft anders als jede Shop-Filterleiste. Am Anfang steht die Dose: Was liegt an, wie ist abgesichert, und trägt die Leitung den maximalen Netzstrom des Geräts? Danach der Bereichsanfang des Schweißstroms, weil er über das dünnste Blech entscheidet, das noch sauber geht. Dann die Einschaltdauer, aber nur im Vergleich gleicher Bezugstemperaturen. Erst zuletzt Anschlusstyp und Ersatzteillage.
Kurz gefasst
Bleibt die Frage, die vor der Auswahl steht: ob es überhaupt ein Gerät mit Drahtvorschub sein soll. Sobald kein Draht zugeführt wird, gelten andere kritische Kennwerte — bei WIG-Geräten die Zündart und die Wechselstromfähigkeit, bei Elektrodengeräten die Leerlaufspannung. Welche Bauform sich aus welcher Arbeit ergibt, ordnet der Überblick zu Schweißgeräten ein.
Häufige Fragen
Kann man ein Schutzgasschweißgerät an einer normalen Steckdose betreiben?
Wie viel Ampere zieht ein Schutzgasschweißgerät aus dem Netz?
Warum fliegt beim Schweißen die Sicherung raus?
Was bedeutet die Einschaltdauer in Prozent?
Kann man mit einem Schutzgasschweißgerät auch ohne Gas schweißen?
Welches Gerät eignet sich für Aluminium?
Was ist ein Euro-Zentralanschluss und warum ist er wichtig?
Was bedeutet EMV-Klasse A bei einem Schweißgerät?
Änderungen an dieser Seite
Zuletzt redaktionell geprüft am .
- Bewertungszahlen zum Veröffentlichungstag erneut erhoben; Kaufbox-Zustand aller Amazon-Geräte zum zweiten Mal geprüft.
- Ersterstellung. Fünf Geräte aus Herstellerdokumenten modelliert, zwölf Kennwerte je Gerät, 14 Lücken mit Ersatzwerten aus Herstelleraussagen belegt.
Verwendete Quellen
- [1]DIN EN ISO 14175 — Schweißzusätze: Gase und Mischgase für das Lichtbogenschweißen · abgerufen 2026-08-19
- [2]Merkblatt DVS 0932 — MAG-Schweißen mit Massivdrahtelektroden · abgerufen 2026-08-19
- [3]EWM: Fachwissen MIG/MAG-Schweißen, Grundlagen · abgerufen 2026-08-19
- [4]DIN EN IEC 60974-1:2023-08 — Schweißstromquellen · abgerufen 2026-08-19
- [5]EWM Pico 350 — Betriebsanleitung 099-002127-EW500 · abgerufen 2026-08-19
- [6]DGUV Information 209-010 „Lichtbogenschweißen“ · abgerufen 2026-08-19
Bildnachweis
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- ©Güde (GÜDE GmbH & Co. KG) Güde Uni-Mig 205 SYN: Werksabbildung Güde, ausgeliefert über OBI, abgerufen von https://www.obi.de/p/2954352/guede-universalschweissgeraet-uni-mig-205-syn
- ©Scheppach (Scheppach Gruppe) Scheppach WSE5000-Multi: Werksabbildung Scheppach, ausgeliefert über Sparfuchs24, abgerufen von https://www.sparfuchs24.eu/scheppach-schweissgeraet-wse5000-multi-schweisser-brennschneider_60172_54666
- ©Migatronic (MIGATRONIC A/S, Dänemark) Migatronic RallyMIG 161i: Werksabbildung Migatronic, ausgeliefert über Schweißfachhandel24, abgerufen von https://www.schweissfachhandel24.de/Migatronic-RallyMig-161i-MIG-MAG-Schweissgeraet



