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Marktübersicht · E-Bikes

Fünf Pedelecs, eine Wattzahl und fünf verschiedene Datenblätter

Bei allen fünf Rädern steht dieselbe Leistung — weil das Gesetz sie vorschreibt. Was die Datenfelder sonst hergeben und wo sie auseinandergehen.

Erstellt am
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Wer die Datenblätter von fünf E-Bikes nebeneinanderlegt, sieht zuerst eine Spalte, in der fünfmal dasselbe steht: 250 Watt. Bei jedem Rad, ohne Ausnahme, seit Jahren.

Das ist kein Zufall und keine Bequemlichkeit der Hersteller. Es ist die Zahl, die Paragraf 1 Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetzes und Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe h der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 als Obergrenze festlegen. Wer sie überschreitet, verkauft kein Fahrrad mehr.

Dieser Vergleich geht deshalb nicht von der Leistung aus, sondern von den Feldern daneben. Er legt für fünf lieferbare Räder von fünf Marken alles nebeneinander, was in den Datenblättern steht — und zeigt, wie weit die Angaben auseinandergehen, sobald das Gesetz aufhört, sie gleichzumachen.

Einordnung nach Einsatzprofil

Kein Gesamtsieger, sondern Zuordnung: welches Gerät zu welchem Nutzungsprofil passt.

Topentscheidung

Größter Akku und höchstes Drehmoment

VARUN M27-1 27,5 Zoll

VARUN

M27-1 27,5 Zoll

Sechshundertvierundzwanzig Wattstunden, direkt als Energie angegeben und nicht als Ladung — das ist im Vergleich die größte und zugleich die am klarsten dokumentierte Akkuangabe. Dazu 55 Newtonmeter Drehmoment, der höchste Wert des Felds, eine Doppelscheibenbremse vorn und hinten bei 23 Kilogramm Eigengewicht und eine zulässige Zuladung von 150 Kilogramm. Als einziges Rad nennt der Anbieter eine Schutzart und ein Batteriemanagementsystem. Die Steigungsangabe von 30 Grad im Fließtext sollte man dagegen nicht wörtlich nehmen.

Akku
624 Wh (48 V, 13 Ah)
Drehmoment
55 Nm
Bremsen
Doppelscheibenbremse vorn und hinten

Dafür

  • Größter Akku des Vergleichs mit 624 Wattstunden, als Energie und nicht als Ladung angegeben
  • Höchstes Drehmoment des Felds mit 55 Newtonmetern
  • Doppelscheibenbremse vorn und hinten bei 23 Kilogramm Eigengewicht
  • Höchste zulässige Zuladung zusammen mit einem zweiten Rad: 150 Kilogramm
Daten & Verfügbarkeit prüfenVARUN M27-1 27,5 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

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Ebenfalls in der engeren Wahl

Das leichteste Rad des Vergleichs

Touroll U1 26 Zoll

Touroll

U1 26 Zoll

Mittelklasse

Mit 21,7 Kilogramm wiegt es gut acht Kilogramm weniger als das schwerste Rad des Felds — bei einem Fahrzeug, das regelmäßig über Bordsteine gehoben oder in den Keller getragen wird, ist das der Unterschied, den man am häufigsten spürt. Dazu eine Schaltung mit 21 Gängen und drei bezifferte Unterstützungsstufen bei 12, 18 und 25 Kilometern je Stunde, was im Vergleich sonst niemand angibt. Zwei Eintragungen im Datenblatt stimmen allerdings nicht: die Leistung und das Rahmenmaterial.

Gewicht
21,7 kg · Zuladung 120 kg
Schaltung
21 Gänge, Kettenschaltung
Drehmoment
45 Nm

Dafür

  • Leichtestes Rad des Vergleichs mit 21,7 Kilogramm
  • Einziges Rad mit drei bezifferten Unterstützungsstufen: 12, 18 und 25 km/h
  • Shimano-Schaltung mit 21 Gängen, drei vorn und sieben hinten
  • Schiebehilfe mit 6 km/h ausdrücklich genannt — die Grenze, die das Gesetz dafür setzt

Dagegen

  • Das Datenfeld Wattleistung führt 468 Watt — das ist die Akkukapazität in Wattstunden
  • Datenfeld Rahmenmaterial nennt Aluminium, der Fließtext einen Stahlrahmen
  • Die Akkuangabe im Datenfeld fehlt; die Kapazität steht nur als 13 Ah im Titel
  • Niedrigste Reichweitenangabe des Vergleichs mit 65 Kilometern
Daten & Verfügbarkeit prüfenTouroll U1 26 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

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Tiefeinsteiger mit Doppelscheibenbremse

Eleglide T1 Step-Thru 27,5 Zoll

Eleglide

T1 Step-Thru 27,5 Zoll

Einsteiger

Der tiefe Einstieg macht das Auf- und Absteigen einfacher, und die Doppelscheibenbremse ist bei 26 Kilogramm Eigengewicht die gründlichere der beiden Lösungen, die im Vergleich vorkommen. Fünfzig Newtonmeter Drehmoment liegen zwischen den beiden anderen Angaben des Felds, die Federung lässt sich sperren, und die Reifen sind 27,5 Zoll groß. Die Akkuangabe im Datenfeld ist mit 13.000 Milliamperestunden allerdings die unbrauchbarste des Vergleichs — die Spannung steht nur im Titel.

Bremsen
Doppelscheibenbremse vorn und hinten
Drehmoment
50 Nm
Rahmen
Aluminium

Dafür

  • Doppelscheibenbremse vorn und hinten
  • Tiefer Einstieg, Aluminiumrahmen, 27,5-Zoll-Luftreifen der Marke CST
  • Mechanischer Dämpfer mit Lockout, also abschaltbarer Federung
  • Drehmoment mit 50 Newtonmetern ausdrücklich genannt

Dagegen

  • Akkuangabe im Datenfeld: 13.000 Milliamperestunden — ohne die zugehörige Spannung
  • Garantieangabe im Datenfeld lautet „2“ ohne Einheit
  • Modelljahr 2022 — das älteste Rad des Vergleichs
  • Das Feld für die Antriebsart enthält „Hubmotor“, also den Motor statt der Kraftübertragung
Daten & Verfügbarkeit prüfenEleglide T1 Step-Thru 27,5 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

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Als einziges mit einer Ladezyklenangabe

nakxus 26M208 26 Zoll

nakxus

26M208 26 Zoll

Einsteiger

Dreitausend Ladezyklen, danach nach Anbieterangabe über achtzig Prozent Restkapazität: Das ist die einzige Zahl zur Alterung eines Akkus im ganzen Vergleich, und sie fehlt bei allen vier anderen. Dazu 150 Kilogramm zulässige Zuladung, zwei Jahre Garantie und als einziges Rad eine Angabe zur minimalen Betriebstemperatur. Dem stehen 30 Kilogramm Eigengewicht auf Felgenbremsen gegenüber und eine Reichweitenangabe in Meilen, die sich nicht halten lässt.

Gewicht
30 kg · Zuladung 150 kg
Bremsen
Felgenbremsen (Linear Pull)
Akku
468 Wh (36 V, 13 Ah)

Dafür

  • Einziges Rad des Vergleichs mit einer Ladezyklenangabe: 3.000 Zyklen, danach über 80 Prozent Restkapazität
  • Höchste zulässige Zuladung zusammen mit einem zweiten Rad: 150 Kilogramm
  • Zwei Jahre Garantie — die längste ausdrücklich bezifferte des Vergleichs
  • Einziges Rad mit Angabe einer minimalen Betriebstemperatur

Dagegen

  • Schwerstes Rad des Vergleichs mit 30 Kilogramm — auf Felgenbremsen
  • Reichweite im Fließtext in Meilen angegeben: „etwa 100 Meilen“
  • Kein Drehmoment und keine Akkuangabe im Datenfeld
  • Mindestkörpergröße als „1,65 Meter“ angegeben, während andere Zentimeter nennen
  • Das Datenfeld Fahrradtyp führt „Pendlerfahrrad“ — nicht „Pedelec“
Daten & Verfügbarkeit prüfennakxus 26M208 26 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

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Vergleich auf einen Blick

Marktübersicht pedelec vergleich – Stand 2026-09-23
Für Direktvergleich auswählenProduktSegmentBewertungDrehmomentAkkuBremsenGewichtZum AnbieterAnbieter
VARUN M27-1 27,5 ZollVARUNM27-1 27,5 ZollDetailsMittelklasse
4.4(260)
55 Nm624 Wh (48 V, 13 Ah)Doppelscheibenbremse vorn und hinten23 kg · Zuladung 150 kgZum AngebotVARUN M27-1 27,5 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
Touroll U1 26 ZollTourollU1 26 ZollDetailsMittelklasse
4.1(362)
45 Nm468 Wh (36 V, 13 Ah)Scheibenbremse und elektronische Bremse21,7 kg · Zuladung 120 kgZum AngebotTouroll U1 26 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
Eleglide T1 Step-Thru 27,5 ZollEleglideT1 Step-Thru 27,5 ZollDetailsEinsteiger
4.2(312)
50 Nm468 Wh (36 V, 13 Ah)Doppelscheibenbremse vorn und hinten26 kg · Zuladung 120 kgZum AngebotEleglide T1 Step-Thru 27,5 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
HillMiles MileCity1 26 ZollHillMilesMileCity1 26 ZollDetailsEinsteiger
4.2(404)
nicht angegeben (Herstellerangabe: Der Anbieter beschreibt den Motor als „leistungsstark“ und nennt Höchstgeschwindigkeit, Gangzahl und fünf Fahrmodi. Ein Drehmoment nennt er weder im Datenfeld noch im Fließtext. Die Werte der drei Wettbewerber werden nicht übertragen, weil für diese Größe kein Messverfahren vorgeschrieben ist. — Drei der fünf Räder nennen ein Drehmoment, die Spanne reicht dort von 45 bis 55 Newtonmetern.)468 Wh (36 V, 13 Ah)Felgenbremsen (V-Brake)27 kg · Zuladung 120 kgZum AngebotHillMiles MileCity1 26 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab
nakxus 26M208 26 Zollnakxus26M208 26 ZollDetailsEinsteiger
4.2(226)
nicht angegeben (Herstellerangabe: Der Anbieter beschreibt ein „bürstenloses Antriebssystem“ und nennt Traglast, Gangzahl, Ladezyklen, Betriebstemperatur und Körpergrößenbereich. Ein Drehmoment nennt er an keiner Stelle. Werte anderer Räder werden nicht übertragen. — Dieses Rad nennt dafür als einziges eine Zahl, die kein anderes nennt: 3.000 Ladezyklen.)468 Wh (36 V, 13 Ah)Felgenbremsen (Linear Pull)30 kg · Zuladung 150 kgZum Angebotnakxus 26M208 26 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

Zwei oder drei direkt vergleichen: Modelle in der ersten Spalte ankreuzen — darunter erscheinen nur diese Modelle mit allen Kennwerten nebeneinander.

errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist

Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.

Werbelinks zu amazon.de. Bewertungen stammen aus verifizierten Käuferbewertungen und öffentlichen Quellen; die Quellenangabe steht bei jedem Produkt im Detailblock. Keine Preisangaben – Preise schwanken in diesen Produktgruppen erheblich.

Die Modelle im Einzelnen

Jedes Modell aus der Tabelle mit den entscheidungskritischen Kennwerten, Stärken, Schwächen und der Frage, für wen es die richtige Wahl ist.

VARUN M27-1 27,5 Zoll
Daten & Verfügbarkeit prüfenVARUN M27-1 27,5 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

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VARUN

M27-1 27,5 Zoll

Größter Akku und höchstes Drehmoment des Vergleichs, bei der zweithöchsten Zuladung.

Kaufentscheidung

Das Rad mit den klarsten Angaben des Vergleichs. Der Akku steht mit 624 Wattstunden direkt als Energie im Datenfeld, das Drehmoment mit 55 Newtonmetern im Fließtext, dazu eine Doppelscheibenbremse, eine Gabelfederung, 21 Gänge, fünf Unterstützungsstufen und vier Fahrmodi. Die zulässige Zuladung von 150 Kilogramm ist zusammen mit einem zweiten Rad die höchste des Felds; das Eigengewicht liegt mit 23 Kilogramm im unteren Mittel. Als einziger Anbieter nennt er eine Schutzart nach IP56 und ein Batteriemanagementsystem. Zwei Angaben bleiben unaufgelöst: Der Fließtext verspricht Steigungen von bis zu 30 Grad, was rund 58 Prozent entspräche, und die Reichweite steht im Titel als „bis zu 120 km“, im Fließtext als „65 bis 120 km“. Das Datenfeld für den Fahrradtyp führt „Mountainbike, Pendlerfahrrad“ — das Wort Pedelec kommt darin nicht vor, obwohl das Rad eines ist.
Nenndauerleistung
250 W
Drehmoment
55 Nm
Bremsen
Doppelscheibenbremse vorn und hinten

Dafür

  • Größter Akku des Vergleichs mit 624 Wattstunden, als Energie und nicht als Ladung angegeben
  • Höchstes Drehmoment des Felds mit 55 Newtonmetern
  • Doppelscheibenbremse vorn und hinten bei 23 Kilogramm Eigengewicht
  • Höchste zulässige Zuladung zusammen mit einem zweiten Rad: 150 Kilogramm
  • Einziges Rad mit Angabe einer Schutzart (IP56) und eines Batteriemanagementsystems

Dagegen

  • Der Angebotstext nennt Steigungen von bis zu 30 Grad — das entspräche rund 58 Prozent
  • Reichweite im Titel „bis zu 120 km“, im Fließtext „65 bis 120 km“
  • Das Datenfeld Fahrradtyp führt „Mountainbike, Pendlerfahrrad“ — nicht „Pedelec“
  • Höchste Mindestkörpergröße des Vergleichs mit 160 Zentimetern
Touroll U1 26 Zoll
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Touroll

U1 26 Zoll

Leichtestes Rad des Vergleichs — und das mit dem auffälligsten Eintragungsfehler.

Kaufentscheidung

Das leichteste Rad des Vergleichs und zugleich das mit den zwei auffälligsten Eintragungsfehlern. Im Feld für die Wattleistung stehen 468 Watt — das ist die Akkukapazität in Wattstunden, und der Fließtext desselben Angebots nennt korrekt einen 250-Watt-Hinterradnabenmotor. Im Feld für das Rahmenmaterial steht Aluminium, im Fließtext ein Stahlrahmen; die Herstellerangaben zum Modell nennen Stahl. Was davon unberührt bleibt, ist ein brauchbares Datenblatt: 45 Newtonmeter, 36 Volt und 13 Amperestunden, also 468 Wattstunden, 65 Kilometer Reichweite, eine Schaltung mit 21 Gängen aus drei vorderen und sieben hinteren Stufen, Scheibenbremse und elektronische Bremse, 2,1 Zoll breite Luftreifen. Als einziges Rad nennt der Anbieter seine drei Unterstützungsstufen mit Geschwindigkeiten — 12, 18 und 25 Kilometer je Stunde — und eine Schiebehilfe mit 6 km/h, also genau dem Wert, den das Gesetz dafür erlaubt.
Nenndauerleistung
250 W
Drehmoment
45 Nm
Bremsen
Scheibenbremse und elektronische Bremse

Dafür

  • Leichtestes Rad des Vergleichs mit 21,7 Kilogramm
  • Einziges Rad mit drei bezifferten Unterstützungsstufen: 12, 18 und 25 km/h
  • Shimano-Schaltung mit 21 Gängen, drei vorn und sieben hinten
  • Schiebehilfe mit 6 km/h ausdrücklich genannt — die Grenze, die das Gesetz dafür setzt

Dagegen

  • Das Datenfeld Wattleistung führt 468 Watt — das ist die Akkukapazität in Wattstunden
  • Datenfeld Rahmenmaterial nennt Aluminium, der Fließtext einen Stahlrahmen
  • Die Akkuangabe im Datenfeld fehlt; die Kapazität steht nur als 13 Ah im Titel
  • Niedrigste Reichweitenangabe des Vergleichs mit 65 Kilometern
Eleglide T1 Step-Thru 27,5 Zoll
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Eleglide

T1 Step-Thru 27,5 Zoll

Tiefeinsteiger mit Doppelscheibenbremse und der unbrauchbarsten Akkuangabe des Felds.

Kaufentscheidung

Ein Tiefeinsteiger mit Doppelscheibenbremse, Aluminiumrahmen und sperrbarer Federung. Das Drehmoment liegt mit 50 Newtonmetern zwischen den beiden anderen Angaben des Felds, die Reifen messen 27,5 Zoll, das Rad wiegt 26 Kilogramm und trägt 120. Die Akkuangabe ist die unbrauchbarste des Vergleichs: Das Datenfeld nennt 13.000 Milliamperestunden ohne die zugehörige Spannung, und eine Ladungsangabe ohne Volt lässt sich mit einer Wattstundenangabe nicht vergleichen. Rechnen lässt sie sich nur, weil der Titel desselben Angebots 36 Volt nennt — dann sind es dieselben 468 Wattstunden wie bei zwei anderen Rädern. Das Datenblatt hat zwei weitere Eigenheiten: Die Garantie steht dort als „2“ ohne Einheit, und das Feld für die Antriebsart enthält „Hubmotor“, also den Motor statt der Kraftübertragung. Mit Modelljahr 2022 ist es das älteste Rad des Vergleichs.
Nenndauerleistung
250 W
Drehmoment
50 Nm
Bremsen
Doppelscheibenbremse vorn und hinten

Dafür

  • Doppelscheibenbremse vorn und hinten
  • Tiefer Einstieg, Aluminiumrahmen, 27,5-Zoll-Luftreifen der Marke CST
  • Mechanischer Dämpfer mit Lockout, also abschaltbarer Federung
  • Drehmoment mit 50 Newtonmetern ausdrücklich genannt

Dagegen

  • Akkuangabe im Datenfeld: 13.000 Milliamperestunden — ohne die zugehörige Spannung
  • Garantieangabe im Datenfeld lautet „2“ ohne Einheit
  • Modelljahr 2022 — das älteste Rad des Vergleichs
  • Das Feld für die Antriebsart enthält „Hubmotor“, also den Motor statt der Kraftübertragung
HillMiles MileCity1 26 Zoll
Daten & Verfügbarkeit prüfenHillMiles MileCity1 26 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

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HillMiles

MileCity1 26 Zoll

Meistbewertetes Rad des Vergleichs — und eines von zweien auf Felgenbremsen.

Kaufentscheidung

Das meistbewertete Rad des Vergleichs mit 404 Rückmeldungen — die breiteste Basis im Feld. Der Akku steht mit 468 Wattstunden direkt als Energie im Datenfeld, die Schutzart mit IP65, der Gepäckträger mit 25 Kilogramm Tragkraft. Gebremst wird mit Felgenbremsen, bei 27 Kilogramm Eigengewicht und 120 Kilogramm zulässiger Zuladung. Ein Drehmoment nennt der Anbieter nicht; er beschreibt den Motor als leistungsstark und nennt stattdessen Höchstgeschwindigkeit, Gangzahl und fünf Fahrmodi. Die Reichweite steht mit zwei Zahlen da — 80 Kilometer und „im PAS-Modus sogar 100 km“ —, ohne dass eine Bedingung dabeisteht. Der Rahmen besteht aus Kohlenstoffstahl, was das Gewicht erklärt; die Mindestkörpergröße gibt der Anbieter mit 155 Zentimetern an.
Nenndauerleistung
250 W
Drehmoment
nicht angegeben (Herstellerangabe: Der Anbieter beschreibt den Motor als „leistungsstark“ und nennt Höchstgeschwindigkeit, Gangzahl und fünf Fahrmodi. Ein Drehmoment nennt er weder im Datenfeld noch im Fließtext. Die Werte der drei Wettbewerber werden nicht übertragen, weil für diese Größe kein Messverfahren vorgeschrieben ist. — Drei der fünf Räder nennen ein Drehmoment, die Spanne reicht dort von 45 bis 55 Newtonmetern.)
Bremsen
Felgenbremsen (V-Brake)

Dafür

  • Breiteste Bewertungsbasis des Vergleichs mit 404 Rückmeldungen
  • Akkukapazität direkt in Wattstunden angegeben: 468 Wh
  • Schutzart IP65 und abschließbarer, herausnehmbarer Akku
  • Gepäckträger mit ausdrücklich genannter Tragkraft von 25 Kilogramm

Dagegen

  • Felgenbremsen bei 27 Kilogramm Eigengewicht und 120 Kilogramm Zuladung
  • Kein Drehmoment angegeben — eines von zweien im Vergleich
  • Schwerstes Rad nach dem nakxus, mit Rahmen aus Kohlenstoffstahl
  • Reichweite mit zwei Zahlen: 80 km, „im PAS-Modus sogar 100 km“
nakxus 26M208 26 Zoll
Daten & Verfügbarkeit prüfennakxus 26M208 26 Zoll, Werbelink, öffnet amazon.de in einem neuen Tab

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nakxus

26M208 26 Zoll

Einziges Rad mit Ladezyklenangabe — und schwerstes Rad auf Felgenbremsen.

Kaufentscheidung

Das Rad, das als einziges eine Zahl nennt, die im ganzen Vergleich sonst fehlt: 3.000 Ladezyklen, danach nach Anbieterangabe über 80 Prozent Restkapazität. Dazu eine minimale Betriebstemperatur, zwei Jahre Garantie, ein Körpergrößenbereich von 1,65 bis 1,95 Metern und 150 Kilogramm zulässige Zuladung. Dem stehen 30 Kilogramm Eigengewicht gegenüber — das schwerste Rad des Vergleichs — und Felgenbremsen vom Typ Linear Pull. Eine Federung hat es nicht. Die Reichweite nennt der Anbieter mit „etwa 100 Meilen“, was rund 161 Kilometern entspräche und bei 468 Wattstunden weit über allem liegt, was die vergleichbaren Räder angeben; der Wert wird hier als Einheitenfehler geführt und nicht umgerechnet. Die Marke steht nicht im Angebotstitel, sondern nur im Markenfeld — im Titel steht die Modellnummer.
Nenndauerleistung
250 W
Drehmoment
nicht angegeben (Herstellerangabe: Der Anbieter beschreibt ein „bürstenloses Antriebssystem“ und nennt Traglast, Gangzahl, Ladezyklen, Betriebstemperatur und Körpergrößenbereich. Ein Drehmoment nennt er an keiner Stelle. Werte anderer Räder werden nicht übertragen. — Dieses Rad nennt dafür als einziges eine Zahl, die kein anderes nennt: 3.000 Ladezyklen.)
Bremsen
Felgenbremsen (Linear Pull)

Dafür

  • Einziges Rad des Vergleichs mit einer Ladezyklenangabe: 3.000 Zyklen, danach über 80 Prozent Restkapazität
  • Höchste zulässige Zuladung zusammen mit einem zweiten Rad: 150 Kilogramm
  • Zwei Jahre Garantie — die längste ausdrücklich bezifferte des Vergleichs
  • Einziges Rad mit Angabe einer minimalen Betriebstemperatur

Dagegen

  • Schwerstes Rad des Vergleichs mit 30 Kilogramm — auf Felgenbremsen
  • Reichweite im Fließtext in Meilen angegeben: „etwa 100 Meilen“
  • Kein Drehmoment und keine Akkuangabe im Datenfeld
  • Mindestkörpergröße als „1,65 Meter“ angegeben, während andere Zentimeter nennen
  • Das Datenfeld Fahrradtyp führt „Pendlerfahrrad“ — nicht „Pedelec“

Technische Daten im Detail

Entscheidungskritische Kennwerte sind markiert. Bei planvollen Anschaffungen fällt die Entscheidung an dieser Tabelle, nicht an der Produktbeschreibung.

Tabelle seitlich scrollbar

KennwertVARUN M27-1 27,5 ZollVARUNM27-1 27,5 ZollTouroll U1 26 ZollTourollU1 26 ZollEleglide T1 Step-Thru 27,5 ZollEleglideT1 Step-Thru 27,5 ZollHillMiles MileCity1 26 ZollHillMilesMileCity1 26 Zollnakxus 26M208 26 Zollnakxus26M208 26 Zoll
Datenlageveröffentlichte Kennwerte8 von 88 von 88 von 87 von 87 von 8
EntscheidungskritischAn diesen Werten hängt die Kaufentscheidung
NenndauerleistungBei allen zugelassenen Pedelecs 250 Watt, weil Paragraf 1 Absatz 3 StVG und die EU-Verordnung diese Grenze setzen. Ein Datenfeld mit einem höheren Wert ist ein Eintragungsfehler, keine Leistungsangabe.250 W250 W250 W250 W250 W
DrehmomentDie einzige Leistungsangabe, die zwischen Rädern unterscheidet — und die einzige ohne gesetzliche Grenze und ohne vorgeschriebenes Messverfahren. Drei von fünf Anbietern nennen sie.55 Nm45 Nm50 Nmnicht angegeben (Herstellerangabe: Der Anbieter beschreibt den Motor als „leistungsstark“ und nennt Höchstgeschwindigkeit, Gangzahl und fünf Fahrmodi. Ein Drehmoment nennt er weder im Datenfeld noch im Fließtext. Die Werte der drei Wettbewerber werden nicht übertragen, weil für diese Größe kein Messverfahren vorgeschrieben ist. — Drei der fünf Räder nennen ein Drehmoment, die Spanne reicht dort von 45 bis 55 Newtonmetern.)nicht angegeben (Herstellerangabe: Der Anbieter beschreibt ein „bürstenloses Antriebssystem“ und nennt Traglast, Gangzahl, Ladezyklen, Betriebstemperatur und Körpergrößenbereich. Ein Drehmoment nennt er an keiner Stelle. Werte anderer Räder werden nicht übertragen. — Dieses Rad nennt dafür als einziges eine Zahl, die kein anderes nennt: 3.000 Ladezyklen.)
BremsenParagraf 65 StVZO verlangt für Fahrräder zwei voneinander unabhängige Bremsen und nennt keinen Zahlenwert. Felgenbremse und Doppelscheibenbremse erfüllen die Anforderung gleichermaßen.Doppelscheibenbremse vorn und hintenScheibenbremse und elektronische BremseDoppelscheibenbremse vorn und hintenFelgenbremsen (V-Brake)Felgenbremsen (Linear Pull)
Weitere KennwerteZur Einordnung, selten allein ausschlaggebend
Akku624 Wh (48 V, 13 Ah)468 Wh (36 V, 13 Ah)468 Wh (36 V, 13 Ah)468 Wh (36 V, 13 Ah)468 Wh (36 V, 13 Ah)
Reichweite65 bis 120 km, Bedingung nicht angegeben65 km, Bedingung nicht angegebenbis 100 km, Bedingung nicht angegeben80 km, im Unterstützungsmodus bis 100 kmAngabe in Meilen, Bedingung nicht angegeben
Gewicht und Zuladung23 kg · Zuladung 150 kg21,7 kg · Zuladung 120 kg26 kg · Zuladung 120 kg27 kg · Zuladung 120 kg30 kg · Zuladung 150 kg
RahmenAluminiumStahlAluminiumStahlAluminium
Schaltung21 Gänge, Kettenschaltung21 Gänge, Kettenschaltung7 Gänge, Kettenschaltung7 Gänge, Kettenschaltung7 Gänge, Kettenschaltung

errechnet aus anderen Angaben desselben Herstellers zu diesem ModellHerstellerangabe, wo keine Zahl veröffentlicht ist

Rechenweg und Einschränkung stehen an jedem Wert; das Verfahren ist in der Methodik beschrieben. Errechnete Werte sind keine Herstellerangaben.

Angaben nach Herstellerdatenblatt, Stand siehe Datenstand oben.

Was sich am Datenblatt prüfen lässt

Die Wattzahl im Leistungsfeld
muss 250 sein
Steht dort mehr, ist es entweder kein Pedelec oder ein Eintragungsfehler. Im Vergleich führt ein Rad dort 468 Watt — das ist die Akkukapazität in Wattstunden, im falschen Feld.
Die Akkueinheit
Wattstunde oder Amperestunde
Wattstunden lassen sich zwischen Rädern vergleichen, Amperestunden nur mit der zugehörigen Spannung. Zwei der fünf Räder nennen nur die Ladung; die Spannung steht bei beiden im Titel.
Das Drehmoment
bei drei von fünf angegeben
Es ist die einzige Leistungsangabe, die unterscheidet. Wo sie fehlt, beschreibt der Anbieter den Motor stattdessen mit Worten. Eine Nachfrage vor dem Kauf ist berechtigt.
Bremse und Gewicht zusammen lesen
21,7 bis 30 kg
Zwei Räder des Vergleichs fahren auf Felgenbremsen, eines davon mit 30 Kilogramm Eigengewicht und 150 Kilogramm Zuladung. Das Gesetz lässt beides zu und nennt keinen Wert; die Entscheidung liegt beim Käufer.
Die Mindestkörpergröße
155 cm, 160 cm oder 1,65 m
Drei Räder nennen sie in Zentimetern, eines in Metern, eines gar nicht. Bei einem Rahmen, den man nicht anprobieren kann, ist das die wichtigste Maßangabe des Datenblatts.

Fünf Räder tragen dieselbe Wattzahl

Der Vergleich beginnt mit einer Spalte, die nichts unterscheidet. In den Datenfeldern für die Wattleistung steht bei vier der fünf Räder derselbe Wert, und beim fünften steht er im Fließtext.

Zweihundertfünfzig Watt. Das ist keine Konstruktionsentscheidung, sondern eine Grenze. Wer sie überschreitet, verkauft rechtlich kein Fahrrad mehr, sondern ein Kraftfahrzeug — mit Betriebserlaubnis, Versicherungskennzeichen und Fahrerlaubnis.

Für einen Kaufvergleich ist das eine unbequeme Ausgangslage. Die Zahl, die in jedem Angebotstitel steht und nach der zuerst gesucht wird, sagt über den Unterschied zwischen zwei Rädern nichts aus. Sie sagt nur, dass beide zugelassen sind.

Für den Anbieter ist das eine schwierige Lage: Er kann mit der Zahl nicht werben, weil sie jeder Wettbewerber ebenfalls hat. Er kann sie aber auch nicht weglassen, weil sie die Zulässigkeit belegt. Also steht sie überall — und nirgends sagt sie etwas.

Das erklärt auch, warum die Angebotstitel dieser Warengruppe so aussehen, wie sie aussehen. Wo die Leistung nichts hergibt, wird mit Laufradgröße, Gangzahl, Akkugröße und Reichweite geworben — und bei zwei der fünf Räder mit einer Gattungsbezeichnung, die zwei Gattungen zugleich nennt.

Was bleibt, sind die Felder daneben. Und dort geht es weit auseinander — zwischen 21,7 und 30 Kilogramm Eigengewicht, zwischen Felgenbremsen und Doppelscheibenbremsen, zwischen sieben und 21 Gängen, zwischen drei verschiedenen Einheiten für dieselbe Akkugröße.

Diese Felder sind der eigentliche Gegenstand des Vergleichs. Sie sind schlechter dokumentiert als die Wattzahl, sie sind teilweise falsch ausgefüllt, und sie entscheiden, ob ein Rad zum eigenen Weg passt.

Alle fünf Räder sind lieferbar, alle führen in der Kaufbox Neuware, und alle liegen über der im Projekt geltenden Schwelle von 200 Bewertungen. Die Stände reichen von 217 bis 404 und wurden einzeln auf der jeweiligen Produktseite abgelesen, nicht aus einer Ergebnisliste übernommen.

Warum die Zahl bei allen gleich ist

Die Grenze steht an zwei Stellen, und beide sind frei zugänglich.

Paragraf 1 Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetzes nimmt Landfahrzeuge von der Kraftfahrzeugdefinition aus, die durch Muskelkraft fortbewegt werden und einen elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer Nenndauerleistung von höchstens 0,25 Kilowatt haben. Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe h der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 nennt dieselbe Grenze in Watt.

Beide Texte verlangen noch zwei weitere Dinge, die in keinem der fünf Angebote vorkommen: Die Unterstützung muss sich mit zunehmender Geschwindigkeit progressiv verringern, und sie muss enden, sobald der Fahrer aufhört zu treten. Beworben wird ausschließlich die Abschaltung bei 25 Kilometern je Stunde.

Was die Regeln im Einzelnen verlangen und wo die beiden Rechtstexte voneinander abweichen, führt der Ratgeber zu Pedelec-Recht und 250 Watt aus.

Für den Vergleich genügt an dieser Stelle die Folgerung: Alle fünf Räder erfüllen die Bedingung, sonst dürften sie nicht als Fahrrad verkauft werden. Und keines übertrifft sie, weil das nicht erlaubt wäre.

Interessant ist, was daraus für die Beratung folgt. Bei den meisten Warengruppen dieses Portals lautet die erste Frage: Welches Gerät ist stärker? Hier lautet sie: Welches ist besser dokumentiert? Denn stärker im Sinne der Nenndauerleistung ist keines.

Das Feld, in dem 468 Watt stehen

Ein Rad des Vergleichs bricht aus der Spalte aus. In seinem Datenfeld für die Wattleistung steht nicht 250, sondern 468.

Vierhundertachtundsechzig ist bei diesem Rad die Akkukapazität in Wattstunden — dieselbe Zahl, die bei drei anderen Rädern des Vergleichs im Akkufeld steht. Sie ist hier ins Feld für die Motorleistung geraten.

Auflösen lässt sich das am selben Angebot: Der Fließtext nennt einen 250-Watt-Hinterradnabenmotor, und die Herstellerangaben zum Modell nennen denselben Wert. Die Datenfeldangabe ist ein Eintragungsfehler.

Eine Leistungsangabe über 250 Watt passt nicht zu einem Pedelec

Wenn in einem Datenfeld eine höhere Zahl steht, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ist das Fahrzeug kein Pedelec — dann gelten andere Regeln, und es braucht Betriebserlaubnis, Kennzeichen und Fahrerlaubnis. Oder die Zahl steht im falschen Feld. Im vorliegenden Fall ist es das zweite, und es lässt sich am selben Angebot nachweisen.

Bemerkenswert ist, dass derselbe Wert bei drei anderen Rädern des Vergleichs im richtigen Feld steht — als Akkukapazität. Vierhundertachtundsechzig Wattstunden ergeben sich aus 36 Volt und 13 Amperestunden, und diese Kombination ist im Feld die mit Abstand häufigste.

Wer Datenfelder liest, sollte deshalb bei jeder Zahl prüfen, ob sie zur Überschrift passen kann. Eine Motorleistung in der Größenordnung einer Akkukapazität fällt auf, sobald man einmal hinsieht — und sie fällt bei dieser Warengruppe besonders leicht auf, weil die richtige Zahl bei allen dieselbe ist.

Dieselbe Prüfung lohnt sich bei der Geschwindigkeit. Alle fünf Räder nennen 25 Kilometer je Stunde, und auch das ist eine gesetzliche Grenze, keine Konstruktionsentscheidung. Wo ein Angebot dieser Warengruppe eine höhere Geschwindigkeit nennt, ist es entweder kein Pedelec oder die Angabe ist falsch.

Das Drehmoment nennen drei von fünf

Wenn die Leistung bei allen gleich ist, muss die Unterscheidung woanders herkommen. Sie kommt aus dem Drehmoment — und das nennen drei der fünf Anbieter.

Fünfundvierzig, fünfzig und fünfundfünfzig Newtonmeter. Die Spanne ist schmal, aber sie ist die einzige, die es gibt. Bei den beiden übrigen Rädern steht nichts; ihre Anbieter beschreiben den Motor stattdessen als leistungsstark oder als bürstenloses Antriebssystem.

Für diese Größe gibt es weder eine gesetzliche Grenze noch ein vorgeschriebenes Messverfahren. Sie ist damit die am wenigsten geregelte Angabe des ganzen Datenblatts — und zugleich die einzige, mit der sich zwei zugelassene Räder in der Antriebsleistung vergleichen lassen.

Zwei Leistungsangaben, und ihre Regelungslage ist genau entgegengesetzt.

Die Nenndauerleistung

Obergrenze im Gesetz: 250 WattMessverfahren vorgeschriebenBei allen fünf Rädern identischSteht in jedem AngebotstitelUnterscheidet zwei Räder nicht

Das Drehmoment

Keine Obergrenze, kein MindestwertKein vorgeschriebenes MessverfahrenIm Vergleich 45, 50 und 55 NmSteht bei drei von fünf AnbieternDie einzige Angabe, die unterscheidet

Was ein Drehmomentwert im Fahrbetrieb bedeutet, hängt außerdem von Dingen ab, die kein Anbieter nennt: von der Übersetzung, vom Gewicht des Rades samt Fahrer und davon, bei welcher Trittfrequenz der Motor den Wert überhaupt abgibt. Ein Vergleich zweier Zahlen ohne diese Angaben bleibt deshalb ein Vergleich zweier Zahlen.

Praktisch hilft die Zahl trotzdem, und zwar als Größenordnung. Zwischen 45 und 55 Newtonmetern liegen gut zwanzig Prozent, und das ist im Anfahren und am Berg spürbar. Wer auf flacher Strecke pendelt, wird den Unterschied seltener bemerken als jemand, der täglich dieselbe Steigung fährt.

Drei Einheiten für eine Akkugröße

Beim Akku wird es unübersichtlich, und zwar nicht wegen der Technik, sondern wegen der Einheiten.

Zwei Räder nennen die Kapazität direkt in Wattstunden: 468 und 624. Ein drittes nennt im Datenfeld gar nichts und im Titel 36 Volt und 13 Amperestunden. Ein viertes nennt im Datenfeld 13.000 Milliamperestunden — ohne Spannung. Ein fünftes nennt ebenfalls nur den Titel.

Die Wattstunde ist ein Maß für Energie und enthält Spannung und Kapazität bereits. Die Amperestunde ist ein Maß für Ladung und ohne die zugehörige Spannung nicht vergleichbar. Dreizehn Amperestunden bei 36 Volt sind etwas anderes als dreizehn bei 48.

Genau dieser Fall tritt im Vergleich ein. Vier Räder haben 13 Amperestunden, aber eines davon bei 48 Volt statt bei 36 — und liegt damit bei 624 statt bei 468 Wattstunden. Wer nur die Amperestunden vergleicht, sieht vier gleiche Zahlen und übersieht ein Drittel mehr Energie.

Die Spanne im Feld reicht damit von 468 bis 624 Wattstunden, also um ein Drittel. Das ist die größte belegbare Spreizung des ganzen Vergleichs — größer als beim Drehmoment, größer als beim Gewicht.

In diesem Vergleich ließen sich alle fünf Angaben auflösen, weil bei jedem Rad die fehlende Größe irgendwo im selben Angebot steht. Drei Räder kommen dabei auf denselben Wert — 468 Wattstunden, bei Eigengewichten zwischen 21,7 und 30 Kilogramm. Warum diese Zahl so wenig über die Reichweite sagt, behandelt der Ratgeber zu Drehmoment und Akku.

Für die Auswahl heißt das: Wer Akkus vergleichen will, rechnet zuerst alles in Wattstunden um. Die Rechnung ist eine Multiplikation aus zwei Zahlen, die beide im selben Angebot stehen — sie braucht keine Annahme und ist deshalb zulässig. Alles Weitere, insbesondere der Schluss von der Kapazität auf die Reichweite, braucht Annahmen und unterbleibt hier.

Was ebenfalls unterbleibt: eine Aussage darüber, wie lange ein Akku hält. Von fünf Anbietern nennt genau einer eine Zahl — 3.000 Ladezyklen mit über 80 Prozent Restkapazität danach. Die übrigen vier nennen weder Zyklen noch Restkapazität noch ein Austauschintervall.

Die Reichweite — und ihre Meilen

Vier der fünf Anbieter nennen eine Reichweite in Kilometern. Die Spanne reicht von 65 bis 120. Der fünfte nennt sie in Meilen.

„Etwa 100 Meilen“ nach vier bis fünf Stunden Ladezeit — das wären rund 161 Kilometer, bei einem Akku mit 468 Wattstunden. Zwei andere Räder des Vergleichs haben denselben Akku und nennen 80 und 65 Kilometer. Die Angabe wird deshalb hier als Einheitenfehler geführt und nicht in Kilometer umgerechnet.

Bei den vier Kilometerangaben fehlt durchweg die Bedingung. Kein Anbieter nennt Fahrergewicht, Temperatur, Untergrund oder Unterstützungsstufe. Zwei nennen stattdessen zwei Zahlen: „80 km, im PAS-Modus sogar 100 km“ beim einen, „bis zu 120 km“ im Titel gegen „65 bis 120 km“ im Fließtext beim anderen.

Auffällig ist, dass die höchste und die niedrigste Angabe des Felds von Rädern mit demselben Akku stammen können. Drei Räder haben 468 Wattstunden und nennen 65, 80 und — im Meilenfall — eine Zahl, die sich nicht halten lässt. Dieselbe Energiemenge, drei Angaben, kein gemeinsamer Bezugspunkt.

Das Rad mit der größten Kapazität nennt dabei nicht die größte Reichweite, sondern eine Spanne, deren oberes Ende alle anderen übertrifft und deren unteres Ende im Mittelfeld liegt. Auch das ist eine Angabe ohne Bezugspunkt.

Dieser Cluster rechnet Reichweiten grundsätzlich nicht aus der Akkukapazität zurück und überträgt keine Verbrauchsannahme von einem Rad auf ein anderes. Ohne veröffentlichte Bedingungen wäre jede solche Rechnung geraten. Was sich stattdessen tun lässt, ist die eigene Strecke zu messen und die vorsichtigste genannte Zahl dagegenzuhalten — und zwar für Hin- und Rückweg, falls unterwegs nicht geladen wird.

Zwei Räder fahren auf Felgenbremsen

Bei den Bremsen geht das Feld am weitesten auseinander — und alle fünf Lösungen sind zulässig.

Zwei Räder haben Doppelscheibenbremsen vorn und hinten. Eines kombiniert eine Scheibenbremse mit einer elektronischen. Und zwei fahren auf Felgenbremsen: eines mit 27 Kilogramm Eigengewicht und 120 Kilogramm Zuladung, das andere mit 30 Kilogramm und 150.

Beim schwersten Rad des Vergleichs bedeutet das: 30 Kilogramm Eigengewicht, 150 Kilogramm zulässige Zuladung, also bis zu 180 Kilogramm Gesamtgewicht, die von zwei Felgenbremsen zum Stehen gebracht werden sollen. Eine Federung hat dieses Rad nicht.

Paragraf 65 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung verlangt für Fahrräder zwei voneinander unabhängige Bremsen. Als ausreichende Bremse gilt nach Absatz 2 jede fest angebrachte Einrichtung, welche die Geschwindigkeit zu vermindern und das Fahrzeug festzustellen vermag. Ein Zahlenwert steht nirgends.

Das ist bemerkenswert, wenn man das Nachbarfahrzeug daneben legt: Für E-Scooter schreibt die Verordnung eine Mindestverzögerung, eine Restwirkung bei Ausfall und eine getrennte Vorder- und Hinterradbremse vor. Die Einzelheiten führt der Ratgeber zu Bremsen und Verzögerung am E-Scooter auf; was daraus für das Fahrrad folgt, behandelt der Ratgeber zu Bremsen am Pedelec.

Für die Auswahl lässt sich ohne Wertung festhalten, worauf die Bauarten angewiesen sind. Eine Felgenbremse arbeitet auf der Felge, also am nassen und schmutzigen Außenrand des Rades; sie verschleißt dabei die Felge mit. Eine Scheibenbremse arbeitet auf einer eigenen Scheibe nahe der Nabe und bleibt bei Nässe eher trocken. Eine elektronische Bremse braucht Elektrik und verschleißt nicht.

Was daraus folgt, entscheidet nicht dieser Vergleich, sondern der Käufer — und zwar ohne Hilfe durch eine Vorschrift, weil es für Fahrräder keinen Zahlenwert gibt, an dem sich zwei Bremsanlagen messen ließen.

Was die Räder wiegen und tragen

Zwischen dem leichtesten und dem schwersten Rad des Vergleichs liegen 8,3 Kilogramm. Das ist fast vierzig Prozent.

Einundzwanzig Komma sieben Kilogramm beim leichtesten, dreißig beim schwersten, dazwischen 23, 26 und 27. Für ein Fahrzeug, das regelmäßig über Bordsteine gehoben, in Keller getragen oder auf Heckträger gewuchtet wird, ist das die Zahl, die man am häufigsten spürt.

Bei der Zuladung liegt die Spanne zwischen 120 und 150 Kilogramm, wobei zwei Räder die höhere Zahl nennen. Ein Zusammenhang mit dem Eigengewicht ist dabei nicht zu erkennen: Das leichteste Rad trägt 120 Kilogramm, das schwerste 150 — aber das zweitleichteste trägt ebenfalls 150.

Eine gesetzliche Gewichtsgrenze gibt es für Fahrräder nicht. Für Elektrokleinstfahrzeuge dagegen schon: Dort liegt sie bei 55 Kilogramm ohne Fahrer. Was das für Rahmen, Gewicht und Zuladung bedeutet, führt der Ratgeber zu Rahmen, Gewicht und Zuladung aus.

Ein Zahlenpaar lohnt dabei den Blick: Die Summe aus Eigengewicht und Zuladung liegt bei diesen fünf Rädern zwischen 147 und 180 Kilogramm. Das ist das Gewicht, das Rahmen, Laufräder und Bremsen im ungünstigsten Fall bewegen und wieder anhalten müssen.

Die Mindestkörpergröße gehört in dieselbe Rechnung, auch wenn sie nichts mit Gewicht zu tun hat: Drei Räder nennen 155 Zentimeter, eines 160, eines 1,65 Meter, und bei einem steht nichts. Bei einem Rahmen, den man vor dem Kauf nicht anprobieren kann, ist das die wichtigste Maßangabe überhaupt.

Aluminium, Stahl — und ein Widerspruch

Drei Räder haben Aluminiumrahmen, zwei Stahlrahmen. Bei einem der fünf widersprechen sich Datenfeld und Fließtext.

Das Datenfeld nennt Aluminium, der Fließtext desselben Angebots einen Stahlrahmen. Die Herstellerangaben zum Modell nennen übereinstimmend Stahl, weshalb dieser Vergleich der Fließtextangabe folgt und die Datenfeldangabe als Eintragungsfehler behandelt.

Interessant ist, wie wenig das Material über das Gewicht aussagt. Das leichteste Rad des Vergleichs mit 21,7 Kilogramm hat einen Stahlrahmen; das schwerste mit 30 Kilogramm einen aus Aluminium. Zwischen Rahmenwerkstoff und Systemgewicht besteht in diesem Feld kein erkennbarer Zusammenhang — was daran liegt, dass Akku, Motor, Laufräder und Anbauteile den größeren Teil des Gewichts ausmachen.

Für die Auswahl heißt das: Das Rahmenmaterial ist keine Abkürzung zum Systemgewicht. Wer ein leichtes Rad sucht, liest das Gewicht — und prüft, ob die Angabe den Akku einschließt, was bei keinem der fünf Anbieter ausdrücklich dabeisteht.

Bei einem E-Bike macht der Akku je nach Kapazität drei bis vier Kilogramm aus. Ob eine Gewichtsangabe ihn enthält oder nicht, verschiebt die Zahl also spürbar — und keiner der fünf Anbieter sagt es.

Was in den Datenfeldern sonst noch steht

Beim Durchsehen der fünf Datenblätter fallen Felder auf, die etwas anderes enthalten, als ihre Überschrift verspricht.

Das Feld „Antriebsart des Fahrrads“ enthält bei einem Rad „Kettenschaltung“, bei einem anderen „Hubmotor“ — einmal die Schaltung, einmal der Motor, und in keinem der beiden Fälle die Kraftübertragung. Das Feld „Art der elektrischen Unterstützung“ enthält einmal „pedal assist“, einmal „Elektromotor“ und einmal „Front Hub Motor“.

Beim Fahrradtyp führen zwei der fünf Räder das Wort „Pedelec“ nicht — dort steht „Mountainbike, Pendlerfahrrad“ beziehungsweise „Pendlerfahrrad“. Beide sind Pedelecs.

Die Mindestkörpergröße steht dreimal in Zentimetern (zweimal 155, einmal 160), einmal in Metern (1,65) und bei einem Rad gar nicht. Die Garantie steht einmal als „2“ ohne Einheit, einmal als „Zwei Jahre Garantie“, einmal als „1 Jahr Garantie“ und einmal als „Der Hersteller haftet für die Gewährleistung“.

Solche Felder sind kein Beweis für schlechte Ware. Sie sind ein Beweis dafür, dass die Datenblätter dieser Warengruppe nicht von derselben Stelle geprüft werden wie die Fahrzeuge selbst — und dass ein Käufer, der sich allein auf die Tabellenansicht verlässt, an mehreren Stellen etwas Falsches liest.

Die verlässlichste Vorgehensweise besteht deshalb darin, jede Zahl zweimal zu suchen: im Datenfeld und im Fließtext. Wo beide übereinstimmen, ist die Sache klar. Wo sie auseinandergehen, hilft die Herstellerseite — und wo auch die schweigt, bleibt die Angabe offen.

Fünf Marken, die man im Fahrradladen nicht findet

Alle fünf Räder dieses Vergleichs stammen von Anbietern, die ausschließlich über die Plattform verkaufen. Das ist kein Auswahlkriterium gewesen, sondern das Ergebnis der Suche.

Von 307 gesichteten Angeboten liegen rund zehn Räder über der im Projekt geltenden Schwelle von 200 Bewertungen. Keine etablierte deutsche Fahrradmarke ist darunter. Die Marken, die den Fachhandel tragen, sind auf dieser Plattform mit Zubehör präsent — Helme, Klingeln, Schlösser, Körbe, Träger —, aber nicht mit Rädern.

Ein sechstes Rad wäre in Frage gekommen, eine bekannte Lizenzmarke mit Frontmotor, Nabenschaltung und europäischer Fertigung. Es ist nicht im Vergleich, weil seine Kaufbox in beiden vorhandenen Angebotsnummern Retourenware führt.

Bei der Prüfung dieses sechsten Rades fiel noch etwas auf: Seine zwei Angebotsnummern teilen sich einen Bewertungsstand, führen aber im Feld für das zulässige Gesamtgewicht verschiedene Werte — einmal 120 Kilogramm, einmal 25. Fünfundzwanzig Kilogramm ist das Eigengewicht des Rades, nicht seine Zuladung.

Dasselbe Feld, dasselbe Rad, zwei Zahlen, die sich um den Faktor 4,8 unterscheiden — und eine davon beschreibt eine ganz andere Größe. Es ist der deutlichste Beleg dafür, dass die Tabellenansicht dieser Warengruppe eine Hilfe, aber keine Quelle ist.

Was das für Ersatzteile, Gewährleistung und Werkstattbindung bedeutet, sagt dieser Vergleich nicht — keiner der fünf Anbieter nennt dazu belastbare Angaben. Wie die Warengruppe insgesamt aufgebaut ist, ordnet der Überblick über E-Bikes ein.

Was dieser Vergleich nicht beantwortet

Er sagt nicht, ob ein bestimmtes Rad verkehrstauglich ist. Anders als beim Nachbarfahrzeug gibt es für Pedelecs kein Register, in dem sich das nachschlagen ließe — sie sind Fahrräder, und Fahrräder brauchen keine Betriebserlaubnis. Maßgeblich sind die Unterlagen des Herstellers.

Er gibt keine Rechtsauskunft. Die drei einschlägigen Rechtstexte werden mit Fundstelle wiedergegeben und nicht auf Einzelfälle angewandt.

Er nennt keine gemessenen Bremswege und keine reale Reichweite. Für beides gibt es in dieser Warengruppe keine Prüfstelle und keine veröffentlichte Messung. Und er bewertet nicht, wie lange ein Rad hält oder wie gut es sich reparieren lässt — dazu nennt nur ein einziger Anbieter überhaupt eine Zahl, und die betrifft den Akku.

Was er leisten kann, ist der Abgleich von fünf Datenblättern. Bei einer Warengruppe, in der die beworbene Leistungszahl bei allen gleich ist, ist das mehr wert als eine Empfehlung.

Häufige Fragen

Warum haben alle E-Bikes 250 Watt?
Weil das Gesetz es so vorschreibt. Paragraf 1 Absatz 3 StVG nimmt Fahrräder mit elektrischem Hilfsantrieb nur dann von der Kraftfahrzeugdefinition aus, wenn die Nenndauerleistung höchstens 0,25 Kilowatt beträgt. Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe h der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 nennt dieselbe Grenze mit 250 Watt. Die Zahl ist damit keine Eigenschaft, die ein Rad vom anderen unterscheidet, sondern die Eintrittsbedingung.
Woran unterscheiden sich E-Bikes dann?
Am Drehmoment, und das nennen im Vergleich drei von fünf Anbietern: 45, 50 und 55 Newtonmeter. Für diese Größe gibt es weder eine gesetzliche Grenze noch ein vorgeschriebenes Messverfahren. Sie ist damit die einzige Leistungsangabe, die unterscheidet — und zugleich die am wenigsten geregelte.
Reichen Felgenbremsen an einem E-Bike?
Paragraf 65 StVZO verlangt für Fahrräder zwei voneinander unabhängige Bremsen und nennt dazu keinen Zahlenwert — anders als die Vorschrift für E-Scooter, die eine Mindestverzögerung festlegt. Zwei der fünf verglichenen Räder fahren auf Felgenbremsen, eines davon mit 30 Kilogramm Eigengewicht und 150 Kilogramm zulässiger Zuladung. Beide erfüllen die Anforderung.
Wie vergleiche ich Akkuangaben?
Über die Wattstunde. Sie enthält Spannung und Kapazität bereits und lässt sich zwischen Rädern vergleichen. Amperestunden und Milliamperestunden sind Ladungsangaben und ohne die zugehörige Spannung wertlos. Im Vergleich nennen zwei Räder Wattstunden direkt, zwei nur die Ladung — bei beiden steht die Spannung an anderer Stelle desselben Angebots, sodass sich die Energie ausrechnen lässt.
Wie schwer darf ein E-Bike sein?
Für Fahrräder gibt es keine gesetzliche Gewichtsgrenze — anders als für Elektrokleinstfahrzeuge, wo die Verordnung 55 Kilogramm ohne Fahrer festlegt. Die fünf verglichenen Räder wiegen zwischen 21,7 und 30 Kilogramm. Praktisch zählt diese Spanne mehr als jede Vorschrift: 8,3 Kilogramm Unterschied merkt man in jedem Treppenhaus.
Wie lange hält der Akku eines E-Bikes?
Von fünf Anbietern nennt genau einer eine Zahl: 3.000 Ladezyklen, danach nach eigener Angabe über 80 Prozent Restkapazität. Die übrigen vier nennen weder Zyklen noch Restkapazität noch ein Austauschintervall. Bei einem Bauteil, das den größten Einzelposten des Rades darstellt, ist das eine auffällige Lücke.
Wie weit kommt ein E-Bike wirklich?
Das sagt keiner der fünf Anbieter nachprüfbar. Genannt werden 65 bis 120 Kilometer, einmal auch „etwa 100 Meilen“ — ein Wert, der bei 468 Wattstunden weit über allem liegt, was vergleichbare Räder angeben. Fahrergewicht, Temperatur, Untergrund und Unterstützungsstufe nennt kein Anbieter. Ein Messverfahren ist für diese Angabe nicht vorgeschrieben.

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  1. Ersterstellung. Belegart Datenfeldvergleich: Fünf Räder von fünf Marken, alle über 200 Bewertungen, Stände einzeln auf der Produktseite abgelesen. Leitbefund: Vier der fünf führen im Datenfeld Wattleistung den Wert 250 W — die gesetzliche Obergrenze aus Paragraf 1 Absatz 3 StVG. Das fünfte führt dort 468 Watt, also die Akkukapazität in Wattstunden im Feld für die Motorleistung; der Fließtext desselben Angebots nennt korrekt 250 W. Zweiter Befund: Das Drehmoment nennen drei von fünf (45, 50, 55 Nm) und es ist die einzige Leistungsangabe ohne gesetzliche Grenze und ohne Messverfahren. Dritter Befund: Drei Einheiten für eine Akkugröße — zweimal Wattstunden, einmal Amperestunden ohne Spannung, einmal Milliamperestunden ohne Spannung. Vierter Befund: Zwei der fünf Räder fahren auf Felgenbremsen, eines davon mit 30 Kilogramm Eigengewicht und 150 Kilogramm zulässiger Zuladung — und alle sind zulässig, weil Paragraf 65 StVZO zwei unabhängige Bremsen verlangt und keinen Zahlenwert nennt. Fünfter Befund: Ein Angebot nennt die Reichweite in Meilen (100 Meilen statt der offensichtlich gemeinten 100 Kilometer) und ist zugleich das einzige des Felds mit einer Ladezyklenangabe (3.000 Zyklen, danach mehr als 80 Prozent Restkapazität). Ein sechstes Gerät (Telefunken RC657) wurde nach der Prüfung ausgeschlossen, weil seine Kaufbox in beiden ASINs Retourenware führt. Keine Rechtsberatung (Sperre A), keine Zusage zur Verkehrstauglichkeit (B), keine Tuningbeschreibung (C), keine Umrechnung von Wattstunden in Reichweite (D), keine Unfallaussage (E), keine Aussage zu Akkubränden oder Ladeverhalten (F), keine Versicherungsberatung (G), keine Geldbeträge (H), keine Zahl aus einem kostenpflichtigen Normtext (I), keine Aussage zu Reparierbarkeit ohne Herstellerbeleg (J).

Verwendete Quellen

  1. [1]Straßenverkehrsgesetz, Paragraf 1 Absatz 3 — Ausnahme der Pedelecs von der Kraftfahrzeugdefinition, mit Nenndauerleistung, Abschaltpunkt und Anfahrhilfe · abgerufen 2026-09-23
  2. [2]Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, Paragraf 65 — Bremsen, mit der Anforderung an Fahrräder und der Definition der ausreichenden Bremse · abgerufen 2026-09-23
  3. [3]Verordnung (EU) Nr. 168/2013, Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe h — Ausnahme der Fahrräder mit Trethilfe vom Anwendungsbereich · abgerufen 2026-09-23
  4. [4]VARUN M27-1 — Produktseite mit Akkukapazität in Wattstunden, Drehmoment, Schutzart und Zuladung · abgerufen 2026-09-23
  5. [5]Touroll U1 — Produktseite mit dem Eintrag 468 Watt im Leistungsfeld und der abweichenden Rahmenangabe · abgerufen 2026-09-23
  6. [6]Eleglide T1 Step-Thru — Produktseite mit der Akkuangabe in Milliamperestunden ohne Spannung · abgerufen 2026-09-23
  7. [7]HillMiles MileCity1 — Produktseite mit Felgenbremsen, Stahlrahmen und zwei Reichweitenangaben · abgerufen 2026-09-23
  8. [8]nakxus 26M208 — Produktseite mit der Ladezyklenangabe, der Reichweite in Meilen und 150 Kilogramm Zuladung · abgerufen 2026-09-23