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Themenübersicht · Wärmepumpen

Poolwärmepumpen: was bedeuten die beworbenen COP-Werte?

Zwölf Geräte aus zehn Marken, zwei Bezugswege, ein Befund: Die Unterschiede liegen dort, wo die Geräte selten arbeiten. Der Einstieg ins Thema Wärmepumpe.

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„Bis zu 20-mal effizienter" steht auf der Produktseite eines Fachhändlers über einer Poolwärmepumpe. Ein anderer wirbt mit einem „COP-Wert von bis zu 18,5". Ein dritter nennt 21,2. Solche Zahlen legen nahe, dass aus einem Kilowatt Strom zwanzig Kilowatt Wärme werden — und dass zwischen den Geräten Welten liegen.

Beide Eindrücke halten der Prüfung nicht stand, und zwar nicht, weil die Zahlen falsch wären. Sie sind richtig. Auf denselben Produktseiten steht nämlich noch eine zweite Zahl, und sie lautet bei denselben Geräten 8,1, 7,97 und 6,1. Die hohen Werte gelten für warme Luft und halbe Verdichterdrehzahl, die niedrigen für fünfzehn Grad und Volllast.

Für dieses Themenfeld wurden zwölf Geräte aus zehn Marken einzeln ausgelesen, die F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 und die TA Lärm im Volltext nachvollzogen. Das Ergebnis in einem Satz: Beim Werbewert trennen die Geräte Welten, beim Gebrauchswert Zehntelstellen.

Woran die Entscheidung hängt

  • 01

    COP bei 15 °C

  • 02

    Arbeitsbereich

  • 03

    Kältemittel

  • 04

    Schallpegel mit Abstand

In dieser Reihenfolge planen

  • Den Betriebspunkt zur beworbenen Zahl suchenSteht keine Lufttemperatur dabei, ist der COP keine vergleichbare Angabe. Fünf von fünf geprüften Fachhandelsgeräten nennen einen, null von sieben Versandhandelsgeräten.
  • Die Untergrenze gegen den geplanten Saisonstart haltenZwischen minus drei und minus zwanzig Grad liegen siebzehn Grad und damit zwei Geräteklassen. Für Juli genügt jede dieser Grenzen, für einen Start im April nicht.
  • Den Abstand zum Nachbargrundstück ausmessenJede Verdopplung des Abstands bringt im Freifeld rund sechs Dezibel. Das ist wirksamer als die Wahl eines leiseren Geräts — zwischen dem leisesten und lautesten Ein-Meter-Wert des Felds liegen rund drei Dezibel.
  • Nach dem Kältemittel fragen, wenn es nicht dastehtR32 fällt unter das Inverkehrbringen-Verbot ab 1. Januar 2027, R290 nicht. Ohne die Angabe lässt sich weder die Frist noch die Entsorgungspflicht bestimmen.
  • Filterpumpe und Wärmepumpe koppelnOhne strömendes Wasser kann ein Gerät weder heizen noch abtauen, und bei Frost wird der stehende Wärmetauscher zum Risiko. Die Kopplung gehört zur Installation, nicht zur Nachrüstung.

Warum stehen zwei Leistungszahlen auf derselben Seite?

Zunächst zum Begriff, in einem Satz: Die Leistungszahl setzt die Wärme, die hinten herauskommt, ins Verhältnis zum Strom, der vorne hineingeht. Sechs bedeutet sechs Kilowatt Wärme je Kilowatt Strom. Dass dabei Zahlen weit über eins entstehen, liegt daran, dass der Strom nicht die Wärme liefert, sondern nur den Verdichter antreibt — geliefert wird sie von der Außenluft, und die kostet nichts.

Weil eine Wärmepumpe nicht immer gleich arbeitet. Sie befördert Wärme aus der Luft ins Wasser, und wie viel Arbeit das kostet, hängt davon ab, wie warm die Luft ist und wie warm das Wasser werden soll. Bei siebenundzwanzig Grad Luft und sechsundzwanzig Grad Wasser ist der Unterschied klein und die Leistungszahl hoch. Bei fünfzehn Grad Luft ist er größer und die Zahl kleiner.

Fünf Fachhandelsgeräte des geprüften Felds veröffentlichen deshalb vier Zahlen statt einer: eine Spanne für den warmen Betriebspunkt und eine für den kühlen. Bei einem Gerät lauten sie 7,2 bis 19,7 und 5,2 bis 8,1 — vier Werte für dieselbe Maschine, alle vier zutreffend.

Nebeneinandergelegt ergeben die fünf Kennlinien eine Reihe, die auf keiner Produktseite vollständig steht. Werbewerte: 21,2 · 19,7 · 18,5 · 14,4 · 7,6, also Faktor 2,8 vom höchsten zum niedrigsten. Bei fünfzehn Grad schrumpft dieselbe Reihe auf 8,1 · 8,1 · 7,97 · 6,1. Und bei Volllast an diesem Punkt bleibt von der Rangfolge fast nichts übrig: 5,2 · 5,2 · 5,1 · 4,5 — drei von vier Geräten innerhalb von zwei Prozent.

Was ein COP misst, wovon er abhängt und warum 19,7 und 5,2 dasselbe Gerät beschreiben, steht vollständig unter COP und Betriebspunkt.

Eine Vorbemerkung zur Erhebung gehört dazu. Alle genannten Werte stammen von den Produktseiten selbst und wurden dort einzeln abgelesen, nicht aus Übersichtstabellen übernommen. Wo eine Angabe fehlt, steht das ausdrücklich da — dieses Cluster ersetzt fehlende Werte nicht durch plausible Annahmen. Und wo eine Umrechnung vorgenommen wurde, ist sie als Rechnung dieses Projekts gekennzeichnet.

Woher kommen die hohen Zahlen wirklich?

Aus der Teillast. Läuft ein Verdichter mit halber Drehzahl, strömt nur der halbe Massenstrom durch Verdampfer und Verflüssiger — bei unveränderter Tauscherfläche. Das Kältemittel verdampft bei höherer und verflüssigt bei niedrigerer Temperatur, der Druckunterschied sinkt, und die Leistungszahl steigt.

Zwei Anbieter des Felds sprechen das offen aus, statt es der Werbung zu überlassen: „50 % Geschwindigkeit" steht bei dem einen neben der 14,5, „50 % Drehzahl" bei dem anderen neben der 14,1. Der Spitzenwert ist damit kein Rätsel, sondern eine Zustandsangabe — er gehört zum halb laufenden Gerät.

Belegen lässt sich das an der Ausnahme des Felds: Ein Gerät führt keine Spanne, sondern zwei nackte Werte, 5,3 und 4,5. Es ist das einzige ohne Drehzahlregelung — es kann gar nicht anders als voll laufen. Damit ist die Spanne im Datenblatt zugleich der Nachweis der Bauart, und ein Anbieter, der nur eine Zahl je Temperatur nennt, verrät damit mehr über sein Gerät, als ihm lieb sein dürfte.

Wer 19,7 gegen 5,3 stellt, vergleicht Teillast mit Volllast. Am selben Punkt gemessen schrumpft der Abstand der Bauarten auf 5,2 gegen 4,5 — fünfzehn Prozent statt Faktor vier.

Daraus folgt eine Empfehlung, die dem Verkaufsgespräch zuwiderläuft: Langsam und lange zu heizen kostet weniger Strom als schnell und kurz — obwohl am Ende dieselbe Wärmemenge im Becken steckt. Eine Baugröße mehr zu wählen und das Gerät dafür gedrosselt zu fahren, ist deshalb kein Widerspruch zur Sparsamkeit, sondern ihre Voraussetzung.

Diese Empfehlung hat allerdings ein Ende, und zwar dort, wo das Gerät seine eigene Mindestdrehzahl unterschreiten müsste. Dann fängt es an zu takten: anspringen, aufheizen, abschalten, warten. Ein Inverter, der taktet, benimmt sich wie das On/Off-Gerät, das er ersetzen sollte. Ab welcher Baugröße das passiert, hängt an einer Mindestdrehzahl, die kein Datenblatt des Felds nennt.

Warum liefern zwei Kanäle so verschiedene Daten?

Der Poolwärmepumpenmarkt teilt sich in zwei Hälften, die keine einzige Marke gemeinsam haben. Im Versandhandel stehen die Geräte für Aufstellbecken, mit vielen Bewertungen und vertrauten Markennamen. Im Fachhandel stehen die Inverter-Geräte, ohne Bewertungsstände, dafür mit Datenblättern.

Die Zählung fällt eindeutig aus. Beide Betriebspunkte: fünf von fünf gegen null von sieben. Lufttemperatur überhaupt genannt: fünf von fünf gegen null von sieben. Kältemittel: fünf von fünf gegen null von sieben. Arbeitsbereich in Grad: fünf von fünf gegen eins von sieben.

Diese Umkehrung ist das strukturelle Merkmal des Markts: Die Bewertungen und die Daten liegen in verschiedenen Kanälen. Wer wissen will, was andere Käufer berichten, sucht im einen; wer wissen will, was ein Gerät leistet, im anderen. Beides an einem Gerät gibt es praktisch nicht.

Der Fachhandelsteil ist im Vergleich der Inverter-Wärmepumpen aufgearbeitet, der Versandhandelsteil im Vergleich der Poolwärmepumpen für Aufstellbecken. Beide führen dieselben Kennwertspalten, damit die leeren Felder sichtbar bleiben.

Eine zweite Beobachtung stützt diese Zweiteilung. Der Anbieter, der als einziger einen Messabstand zu seinem Schallwert nennt, ist derselbe, der als einziger die Luftfeuchte zu seinem Betriebspunkt angibt und der ein Kältemittel führt, das nicht unter das Verkaufsverbot fällt. Wer an einer Stelle mehr offenlegt, legt tendenziell an mehreren Stellen mehr offen — und das ist ein brauchbarer Anhaltspunkt, wenn man von einem Gerät nur wenige Angaben kennt.

Umgekehrt gilt dasselbe. Dieselben sieben Versandhandelsgeräte, die kein Kältemittel nennen, nennen auch keine Lufttemperatur, keinen Messabstand und keinen Arbeitsbereich. Das Schweigen ist kein Zufall an einer einzelnen Stelle, sondern durchgehend — und es betrifft gerade die Geräte, die nach Bewertungszahl die meistgekauften des Marktausschnitts sind.

Wie laut ist eine Poolwärmepumpe wirklich?

Die Datenblattwerte des Fachhandels lauten 23,9 · 26 · 45 · 47 dB(A), und ein Gerät nennt gar keinen. Das sieht nach einem gewaltigen Unterschied aus und ist keiner: Genau ein Anbieter nennt einen Messabstand.

Zwei Hersteller geben je zwei Werte für dasselbe Gerät an — 43,9 auf 23,9 dB(A) beim einen, 42,5 auf 22,5 beim anderen. Beide Differenzen betragen exakt 20,0 Dezibel, und das ist der theoretische Wert für freie Schallausbreitung von einem auf zehn Meter. Der Zehn-Meter-Wert ist gerechnet, nicht gemessen.

Zurückgerechnet auf einen Meter liegen die Geräte bei rund 44, 45 und 47 dB(A) — ein Unterschied von etwa drei Dezibel, gerade eben wahrnehmbar. Der Abstand zum Nachbargrundstück trägt mehr aus: Jede Verdopplung bringt rund sechs Dezibel.

Welche Richtwerte gelten, wo der maßgebliche Ort liegt und was das Spitzenpegelkriterium beim Abtauen bedeutet, steht — an der TA Lärm im Volltext geprüft — unter Schallpegel und Aufstellort.

Zu unterscheiden sind dabei zwei Größen, die beide in Dezibel angegeben werden. Der Schalldruckpegel beschreibt, was an einem Ort ankommt, und hängt von der Entfernung ab. Der Schallleistungspegel beschreibt, wie viel Schallenergie das Gerät insgesamt abgibt, und ist eine Eigenschaft der Maschine. Bei Gebäudewärmepumpen wird die zweite Größe üblicherweise ausgewiesen — im geprüften Poolfeld nennt sie kein einziges Gerät.

Der Wasserkreis einer Wärmepumpe ist derselbe Kreis, in dem eine Chloranlage arbeitet, wenn eine da ist. Welche Salzgehalte dort üblich sind und was die Werkstoffe davon halten, führt der Beitrag zu Zelle und Salzgehalt aus.

Was ändert sich am 1. Januar 2027?

Ab diesem Tag dürfen in sich geschlossene Wärmepumpen bis einschließlich zwölf Kilowatt, die fluorierte Treibhausgase mit einem Treibhauspotenzial von 150 oder mehr enthalten, nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Die Fundstelle ist Anhang IV Nummer 8 Buchstabe b der Verordnung (EU) 2024/573; R32 liegt nach Anhang I derselben Verordnung bei 675.

Was daraus nicht folgt, ist ebenso wichtig. „Inverkehrbringen" meint die erstmalige Bereitstellung, also den Verkauf — nicht den Betrieb. Und das Serviceverbot der Verordnung setzt erst bei einem Treibhauspotenzial von 2.500 ein. Ein R32-Gerät bleibt betreibbar und nachfüllbar.

Im geprüften Feld führen vier von fünf Fachhandelsgeräten R32 und genau eines R290. Von den sieben Versandhandelsgeräten nennt keines sein Kältemittel — und damit lässt sich für sie weder die Frist noch die Rückgewinnungspflicht nach Artikel 8 bestimmen. Die vollständige Einordnung steht unter Kältemittel und F-Gase.

Zwei weitere Pflichten der Verordnung betreffen Poolwärmepumpen unmittelbar und fallen unterschiedlich aus. Eine wiederkehrende Dichtheitskontrolle ist bei dieser Gerätegröße nicht vorgeschrieben, weil die Schwelle bei fünf Tonnen CO₂-Äquivalent liegt — bei R32 entspricht das rund 7,4 Kilogramm Füllmenge. Die Rückgewinnung des Kältemittels bei der Entsorgung ist dagegen ohne Mengenschwelle vorgeschrieben und muss von einer zertifizierten Person vorgenommen werden.

Wie lang ist die Saison mit einer Wärmepumpe?

Das entscheidet der Arbeitsbereich, und dort liegt die größte Spreizung dieses Gerätefelds. Die fünf Untergrenzen lauten minus zwanzig, minus zwanzig, minus fünfzehn, minus zehn und minus drei Grad — siebzehn Grad Unterschied. Das On/Off-Gerät nennt null Grad. Im Versandhandel nennt genau ein Gerät eine Untergrenze, und zwar minus achtundzwanzig Grad — ohne Prüfbedingung und damit von außen nicht nachvollziehbar.

Praktisch bedeutsam ist die Grenze nicht für den Betrieb bei minus zwanzig, sondern für den bei plus fünf. Ein Gerät mit weitem Arbeitsbereich hat eine Abtaueinrichtung, die für den Betrieb bei Frostgefahr ausgelegt ist — und genau dort, in den Übergangsmonaten, liegt die vereisungsanfälligste Zone.

Der gefährliche Moment ist im Übrigen nicht der Betrieb bei Frost, sondern der Stillstand. Solange Wasser durch den Wärmetauscher strömt, gefriert es nicht. Steht die Filterpumpe, ist das Gerät ungeschützt. Was daraus für Enteisung, Kondensat und Einwinterung folgt, steht unter Arbeitsbereich, Abtauen und Einwinterung.

Auffällig ist an dieser Verteilung, dass sie nicht mit der Baugröße geht. Das Gerät mit der engsten Grenze hat 6,7 Kilowatt, das mit der weitesten 9,6 — und dazwischen liegt eines mit 13 Kilowatt und minus fünfzehn Grad. Ein Zusammenhang zwischen Leistung und Arbeitsbereich lässt sich aus fünf Geräten nicht ableiten, und dieses Cluster behauptet ihn nicht.

Was die Untergrenze nicht sagt, gehört ebenfalls dazu. Sie sagt nichts über die Heizleistung an ihrem unteren Ende, nichts über das Abtauverfahren und nichts über die Luftfeuchte, bei der sie gilt. Mit fallender Temperatur sinken Heizleistung und Leistungszahl gemeinsam; wie stark, veröffentlicht keiner der fünf Hersteller, weil die publizierten Betriebspunkte bei fünfzehn und sechsundzwanzig Grad liegen und nicht darunter.

Wo endet dieses Cluster, und wo geht es weiter?

Dieses Cluster behandelt die Wärmepumpe als Gerät: ihre Kennwerte, ihre Belege, ihre Regelwerke. Drei Fragen, die beim Heizen eines Beckens ebenfalls anfallen, gehören ausdrücklich nicht hierher, weil sie für alle Heizungsarten gleich zu beantworten sind.

Die erste ist die Heizleistung: Wie viel ein Becken braucht, hängt an Oberfläche, Zieltemperatur, Abdeckung und Wetter und ist eine Rechnung für sich. Die zweite sind die Werkstoffe im Wasserkreis, die über die Lebensdauer jedes Wärmetauschers entscheiden — und zwar unabhängig davon, ob die Wärme aus einer Wärmepumpe, einem Elektroheizer oder einem Gaskessel kommt. Die dritte ist die Elektrik, für die in der Umgebung eines Beckens eigene Anforderungen gelten.

Alle drei sind im Nachbarcluster behandelt: unter Heizleistung berechnen, unter Werkstoffe im Wasserkreis und unter Elektrik und Schutzbereiche. Der Überblick über alle Heizungsarten liegt bei den Poolheizungen.

Umgekehrt behandelt dieses Cluster einiges, was im Nachbarcluster nicht vorkommt, weil es nur Wärmepumpen betrifft: die Teillast und ihre Wirkung auf die Leistungszahl, das Abtauen, das Kältemittel und seine Fristen, den Schall eines Geräts, das im Freien steht und stundenlang läuft. Ein Solarabsorber hat keinen Verdichter und kein Kältemittel; ein Elektroheizer hat weder Schallproblem noch Arbeitsbereich.

Auch innerhalb dieses Clusters gibt es eine Arbeitsteilung. Die beiden Vergleiche tragen die Geräte und ihre Kennwerte, die vier Ratgeber tragen die Größen, an denen sich diese Kennwerte messen lassen. Wer schon weiß, worauf er achten will, geht direkt in einen Vergleich; wer wissen will, was die Zahlen bedeuten, fängt bei den Ratgebern an.

Worauf läuft das für die Kaufentscheidung hinaus?

Auf eine Umkehrung der üblichen Reihenfolge. Was in der Anzeige zuoberst steht, taugt hier am wenigsten zur Entscheidung: Die beworbene Leistungszahl misst vor allem, welchen Betriebspunkt ein Marketingtext ausgewählt hat, und erst danach die Maschine. Dort, wo sich die Geräte tatsächlich vergleichen lassen, trennen sie Zehntelstellen.

Was trägt, sind die Angaben, die sich nicht schönrechnen lassen: der Arbeitsbereich in Grad, weil er eine Abschaltschwelle beschreibt. Das Kältemittel, weil daran eine Frist hängt. Der Schallpegel mit Abstand, weil er ohne Abstand keine Aussage ist. Und der Aufstellort, an dem sich mehr Dezibel gewinnen lassen als durch jede Gerätewahl.

Bleibt die Beobachtung, die sich durch alle sieben Artikel dieses Clusters zieht: Wer beide Zahlen veröffentlicht, sieht im Datenblattvergleich schlechter aus als wer nur die günstige nennt. Ein Hersteller mit schmaler Spreizung wirkt schwach, ein Hersteller mit weiter stark — und der Unterschied liegt in der Auswahl des Werts, nicht in der Technik.

Wie weit das trägt, zeigt ein Gerät des Felds, das in jeder Übersichtstabelle durchfällt: 7,6 als Spitzenwert, während nebenan 21,2 steht. Am zweiten Betriebspunkt schmilzt dieser Abstand von Faktor drei auf ein knappes Viertel zusammen. Nicht weil die Maschine besser wäre als ihr Ruf, sondern weil ihr Hersteller zwischen den beiden Punkten nur den Faktor 1,25 ausweist, wo ein anderer 2,9 aufruft.

Woher diese schmale Spreizung rührt — aus der Konstruktion oder aus Zurückhaltung bei der Zahlenwahl —, gibt kein Datenblatt her, und geraten wird hier nicht. Nur die Folge steht fest: Wo alle mit ihrem günstigsten Wert antreten, verliert der Vorsichtige den Datenblattvergleich, bevor irgendein Gerät angelaufen ist. Deshalb lohnt der Griff nach der zweiten Zahl, ehe die erste die Kaufentscheidung trägt.

Eine zweite Zahl im Datenblatt macht die erste angreifbar — und ist gerade deshalb das beste Zeichen dafür, dass jemand gemessen hat. Sieben der zwölf geprüften Geräte liefern keine einzige Leistungszahl, zu der eine Temperatur gehört.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Wärmepumpe für den Pool?
Gegenüber einem elektrischen Durchlauferhitzer liefert sie für dieselbe Wärmemenge ein Vielfaches weniger Stromverbrauch, weil sie Wärme aus der Luft befördert statt sie zu erzeugen. Bei fünfzehn Grad Lufttemperatur und Volllast liegen die geprüften Geräte zwischen 4,5 und 5,2 — aus einem Kilowatt Strom werden dort also gut vier bis fünf Kilowatt Wärme. Wie viel Heizleistung ein bestimmtes Becken braucht, ist eine eigene Rechnung.
Warum stehen zwei verschiedene COP-Werte auf derselben Produktseite?
Weil eine Wärmepumpe nicht immer gleich arbeitet. Die geprüften Fachhandelsgeräte nennen einen Wert für warme Luft und einen für fünfzehn Grad, jeweils als Spanne zwischen Voll- und Teillast. Bei einem Gerät lauten die vier Zahlen 7,2 bis 19,7 und 5,2 bis 8,1 — alle vier zutreffend, für dieselbe Maschine.
Was ist der Unterschied zwischen Inverter und On/Off?
Ein Inverter regelt die Verdichterdrehzahl und kann in Teillast fahren, ein On/Off-Gerät schaltet nur ein und aus. Das zeigt sich unmittelbar im Datenblatt: Inverter nennen Spannen, das On/Off-Gerät des geprüften Felds nennt je Betriebspunkt genau einen Wert. Bei Volllast und fünfzehn Grad liegen die Bauarten mit 5,1 bis 5,2 gegen 4,5 dicht beieinander; der Vorsprung entsteht in der Teillast.
Wie laut ist eine Poolwärmepumpe?
Die Datenblattwerte des geprüften Fachhandels lauten 23,9, 26, 45 und 47 dB(A), und genau ein Anbieter nennt einen Messabstand. Zurückgerechnet auf einen Meter liegen die Geräte bei rund 44 bis 47 dB(A) — ein Unterschied von etwa drei Dezibel. Für die Beurteilung nach TA Lärm zählt nicht der Wert an der Maschine, sondern der Beurteilungspegel am maßgeblichen Immissionsort.
Welches Kältemittel sollte eine Poolwärmepumpe haben?
R32 fällt unter das Verbot des Inverkehrbringens ab dem 1. Januar 2027, R290 nicht. Für den Betrieb macht das keinen Unterschied: Ein R32-Gerät bleibt betreibbar und nachfüllbar, weil das Serviceverbot der Verordnung erst bei einem Treibhauspotenzial von 2.500 einsetzt und R32 bei 675 liegt. Im geprüften Feld führen vier von fünf Fachhandelsgeräten R32 und eines R290.
Wie lange kann ich mit einer Wärmepumpe heizen?
Das entscheidet der Arbeitsbereich, und dort liegt die größte Spreizung des Felds: von minus drei bis minus zwanzig Grad, also siebzehn Grad Unterschied. Ein Gerät mit enger Grenze ist ein Sommergerät, eines mit weiter Grenze erschließt April und Oktober. Praktisch bedeutsam ist die Grenze nicht für den Betrieb bei starkem Frost, sondern für den in den Übergangsmonaten.
Warum nennen die Amazon-Geräte so wenige technische Daten?
Der Markt teilt sich in zwei Hälften ohne gemeinsame Marke. Über sieben geprüfte Versandhandelsgeräte hinweg nennt keines eine Lufttemperatur zum beworbenen COP, keines ein Kältemittel und keines einen Messabstand zum Schallwert; einen Arbeitsbereich nennt genau eines. Die Bewertungen und die Daten liegen damit in verschiedenen Kanälen — beides an einem Gerät gibt es praktisch nicht.
Worauf soll ich beim Kauf achten, wenn nicht auf den COP?
Auf die Angaben, die sich nicht durch die Wahl eines Betriebspunkts schönen lassen: den Arbeitsbereich in Grad, weil er eine Abschaltschwelle beschreibt; das Kältemittel, weil daran eine Frist hängt; den Schallpegel mit Abstand, weil er ohne Abstand keine Aussage ist. Und auf den Aufstellort, an dem sich mehr Dezibel gewinnen lassen als durch jede Gerätewahl.

Änderungen an dieser Seite

Zuletzt redaktionell geprüft am .

  1. Ersterstellung des Cluster-Einstiegs. Der Hub fasst die Befunde der sechs Spokes zusammen und führt keine eigenen Daten ein. Alle genannten Werte stammen von den Produktseiten und wurden dort einzeln abgelesen; Umrechnungen sind als Rechnungen dieses Projekts gekennzeichnet. Drei Themen sind ausdrücklich abgegrenzt und werden nur verlinkt, weil sie für alle Heizungsarten gleich zu beantworten sind: die Heizleistungsberechnung, die Werkstoffe im Wasserkreis und die elektrischen Anforderungen in der Umgebung eines Beckens. Zum Nachbarrecht wird keine Aussage getroffen. Die decisionFactors des Clusters wurden im Zuge dieses Laufs korrigiert: Der zuvor gesetzte Schallleistungspegel wird von keinem Gerät des geprüften Felds genannt und wurde durch Angaben ersetzt, die tatsächlich vorkommen.

Verwendete Quellen

  1. [1]Poolpowershop, Kategorieseite Wärmepumpen — Grundlage der Marktprüfung, elf Inverter-Geräte gegen ein On/Off-Gerät · abgerufen 2026-09-03
  2. [2]Poolpowershop, Produktseite Aquark Mr. Silence 30 — COP 7,2 bis 19,7 und 5,2 bis 8,1, R32, Arbeitsbereich −20 bis 43 °C, Schallwerte 42,5 und 22,5 dB(A) · abgerufen 2026-09-03
  3. [3]Poolpowershop, Produktseite Kaut KTX Pro — COP 7,4 bis 21,2 bei genannter Luftfeuchte, R290, Schallwerte 43,9 und 23,9 dB(A) in 10 m · abgerufen 2026-09-03
  4. [4]Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase — Anhang IV Nummer 8 mit der Frist 1. Januar 2027 und Anhang I mit dem GWP-Wert 675 für R32 · abgerufen 2026-09-03
  5. [5]TA Lärm vom 26.08.1998 — Immissionsrichtwerte nach Nummer 6.1 und maßgeblicher Immissionsort nach Nummer 2.3 · abgerufen 2026-09-03
  6. [6]STEINBACH Solid 4,3, Produktseite B0DX7B7HYM — bestdokumentiertes Versandhandelsgerät des Felds mit COP 6, 700 W Aufnahme und 37 dB(A) · abgerufen 2026-09-03