Themenübersicht · Teichfilter
Beim Teichfilter entscheiden vier Zahlen, und keine ist genormt
Teichvolumen, Durchfluss, UVC-Watt und Ersatzteilzusage — was jede der vier Zahlen trägt, was nicht, und warum es dafür keine Prüfvorschrift gibt.
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Ein Teichfilter unterscheidet sich von einem anderen in vier Zahlen: dem genannten Teichvolumen, dem Durchfluss, der UVC-Leistung und der Zusage, wie lange es Ersatzteile gibt. Für keine dieser vier existiert eine Norm, die festlegt, wie sie ermittelt wird — und für keine gibt es eine unabhängige Stelle, die sie nachprüft.
Das klingt nach einem schlechten Ausgangspunkt, ist aber die wichtigste Auskunft überhaupt. Denn sie erklärt, warum dieselbe Zahl bei einem Hersteller das Teichvolumen und im Händlertitel desselben Geräts eine Durchflussmenge ist. Warum zwei Filter mit identischem Durchfluss für Teiche unterschiedlicher Größe beworben werden. Und warum ein Anbieter dieselbe Frage bei drei eigenen Geräten dreimal anders beantwortet.
Dieser Überblick ordnet die Bauarten, benennt die vier Zahlen und sagt bei jeder, was sie trägt und was nicht. Er führt zu zwei Produktvergleichen und vier Ratgebern, in denen die Einzelheiten stehen.
Woran die Entscheidung hängt
- 01
Teichvolumen
- 02
Fischbesatz
- 03
UVC-Leistung
- 04
Reinigungsaufwand
In dieser Reihenfolge planen
- Zuerst die Bauart klären, dann das Gerät suchenEin Druckfilter ist geschlossen, lässt sich eingraben und über eine Kurbel rückspülen. Ein Durchlauffilter steht offen am Ufer, gibt das Wasser mit Gefälle über einen weiten Ausgang zurück und verträgt keinen Gegendruck. Beide Bauarten führen dieselben vier Zahlen, aber mit ganz unterschiedlicher Datenqualität.
- Die Zahl im Produktnamen nicht als Leistung lesenBei drei von vier Durchlauffiltern ist sie das Teichvolumen. Bei einer verbreiteten Druckfilterreihe ist sie das Teichvolumen mit Fischbesatz. Bei anderen ist sie eine Baureihennummer ohne Bezug zu irgendeiner Größe — und in einem Fall macht der Händlertitel daraus eine Durchflussangabe, die um den Faktor 3,3 danebenliegt.
- Den Durchfluss an der Herstellerseite prüfenBeim auffälligsten Gerät des Felds nennt der Titel 18.000 Liter je Stunde, während das Datenblatt 5.500 führt. Bei einem zweiten Gerät nennt das strukturierte Datenfeld 1.500 Liter je Stunde, während Aufzählungspunkt und Hersteller übereinstimmend 2.500 nennen. Gilt immer die Herstellerangabe.
- Prüfen, ob eine UVC-Einheit im Karton liegtBei allen fünf erhobenen Druckfiltern ja, bei zwei von vier Durchlauffiltern nein. In einem Fall steht dieser Hinweis in einer Klammer im dritten von fünf Aufzählungspunkten; der Hersteller nennt auf seiner Seite drei passende Geräte mit achtzehn bis sechsunddreißig Watt.
- Die Ersatzteilzusage vergleichenDie größte Spreizung im ganzen Feld: Ein Hersteller sagt zehn Jahre zu und nennt die Zusage zweimal, ein Gerät eines anderen Sortiments nennt ein Jahr. Faktor zehn bei Geräten derselben Warengruppe — und bei einem Gerät, dessen Verschleißteile die eigentliche Funktion tragen.
- Bei fehlenden Angaben nachfragen statt hochrechnenVon neun erhobenen Geräten erwähnen drei den Fischbesatz gar nicht, sieben nennen kein Filtervolumen, und keines nennt eine Besiedlungsfläche, ein Reinigungsintervall oder eine Einfahrzeit. Die Antwort des Anbieters ist in diesen Fällen mehr wert als jede übertragene Zahl von einem Schwestergerät.
Zwei Bauarten, zwei Datenlagen
Der Markt teilt sich in Druckfilter und Durchlauffilter, und der Unterschied liegt nicht nur in der Bauform. Er liegt auch darin, wie gut sich die Angaben prüfen lassen.
Bei den Durchlauffiltern stehen mit Oase, Pontec und T.I.P. drei Hersteller im Angebot, die eigene Datenblätter mit Artikelnummern, Ersatzteillisten und teils zweiundzwanzig Kennwerten veröffentlichen. Bei den Druckfiltern ist die Lage anders: Die Typenbezeichnung CPF läuft unter mindestens fünf Handelsnamen, teils mit identischer Typenzahl bei verschiedenen Anbietern. Datenblätter gibt es auch dort — aber beim Markeninhaber und nicht unter dem Namen, der im Listing steht. Markendruckfilter sind im Versandhandel praktisch nicht als Gerät gelistet — die Suche nach einer bekannten Baureihe liefert Ersatzschwämme von Drittanbietern für fünf Baugrößen, aber kein Gerät.
Die beiden Bauarten unterscheiden sich in der Aufstellung, in der Reinigung und in der Prüfbarkeit ihrer Angaben.
Druckfilter
Durchlauffilter
Wer die Bauart geklärt hat, findet die Geräte im Vergleich der Teichdruckfilter und im Vergleich der Durchlauffilter — fünf beziehungsweise vier Geräte, jede Zahl gegen die Herstellerseite gehalten, wo eine existiert.
Für die Auswahl hat das eine unmittelbare Folge. Wer ein Gerät ins Auge fasst, sollte zuerst klären, welcher Bauart es angehört, und danach, ob der Hersteller eine eigene Seite mit Datenblatt betreibt. Bei drei von neun erhobenen Geräten lautet die Antwort auf die zweite Frage nein — und dann bleibt allein die Angabe des Händlers, gegen die sich nichts halten lässt.
Die erste Zahl: das Teichvolumen
Sie ist die auffälligste und die am schlechtesten belegte. Über neun erhobene Geräte reicht sie von sechstausend bis sechzigtausend Litern, also über den Faktor zehn. Fünf Geräte nennen zwei Werte und halbieren für Teiche mit Fischbesatz, eines nennt für beide Fälle dieselbe Zahl, eines schweigt. Bei zweien steht die Halbierung allerdings nur im Datenblatt des Markeninhabers und nicht im Versandhandelslisting.
Ein einziger Hersteller führt drei Stufen: achtzehn Kubikmeter Gartenteich, neun Kubikmeter mit Fischbesatz, viereinhalb Kubikmeter mit Koi — jede Stufe die Hälfte der vorigen. Diese Staffelung steht ausschließlich im Datenblatt auf der Herstellerseite. Im Versandhandelslisting desselben Geräts findet sich davon nur die größte der drei Zahlen.
Warum das so ist und was daraus folgt, behandelt der Ratgeber zu Teichvolumen und Fischbesatz. Die kurze Fassung steht im nächsten Abschnitt über die Normlage.
Zwei weitere Beobachtungen ordnen die Zahl ein. Erstens halbieren fünf Geräte im Verhältnis genau zwei zu eins, wenn Fische im Teich sind — ein auffällig gleichmäßiges Muster, für das kein Anbieter eine Grundlage nennt. Zweitens beantwortet ein Anbieter dieselbe Frage bei drei eigenen Geräten unterschiedlich: Bei seinem Durchlauffilter halbiert er, bei zwei Druckfiltern schweigt er. Wenn ein Hersteller sich innerhalb seines eigenen Sortiments nicht festlegt, ist die Angabe keine technische Größe.
Die zweite Zahl: der Durchfluss
Sie ist die einzige der vier, die einen Vorgang am Gerät beschreibt — und trotzdem die, bei der die meisten Widersprüche auftreten. Über das Feld reicht sie von 2.400 bis zwölftausend Litern je Stunde.
Zwei Fälle zeigen, worauf zu achten ist. Beim ersten nennt der Händlertitel 18.000 Liter je Stunde, während das Herstellerdatenblatt unter „Liter pro Stunde max." den Wert 5500 führt — die Zahl aus dem Produktnamen ist dort das Teichvolumen. Beim zweiten nennt das strukturierte Datenfeld der Produktseite 1.500 Liter je Stunde, während Aufzählungspunkt und Herstellerseite übereinstimmend 2.500 nennen; das Datenfeld ist die falsche Quelle, nicht der Fließtext.
Dazu kommt ein Punkt, den alle Anbieter teilen: Die Durchflussangabe gilt bei null Metern Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel und Filtereingang. Ein Filter steht in der Praxis darüber. Der einzige Anbieter des Clusters, der den Verlauf veröffentlicht, nennt für sein Gerät 2.600 Liter je Stunde als Höchstwert, 1.680 bei 0,8 Metern und 300 bei 2,0 Metern — also elfeinhalb Prozent. Warum die Kurve so verläuft, behandelt der Artikel zu Druckverlust und Restfördermenge.
Nützlich ist deshalb eine einfache Gegenrechnung: Wie oft setzt ein Gerät das genannte Teichvolumen rechnerisch um? Bei den drei Durchlauffiltern mit Herstellerdatenblatt liegen die Werte zwischen drei und vier Litern Teich je Liter stündlichem Durchfluss und damit dicht beieinander. Bei den Druckfiltern reicht die Spanne von weniger als einem bis zu fünf — Faktor sechs. Was der richtige Wert wäre, sagt niemand; dass die Streuung bei den Geräten ohne Datenblatt am größten ist, ist trotzdem eine Beobachtung.
Eine Wattzahl, die eine Lampe beschreibt und keine Wirkung, gibt es auch am Pool: Dort steht sie neben einer Lumenangabe und einer Halogen-Behauptung. Der Vergleich dazu steht bei Lumen, Watt und der Halogen-Angabe.
Die dritte Zahl: die UVC-Leistung
Sie reicht im Feld von sieben bis fünfundfünfzig Watt und ist bei zwei Geräten einer Baureihe der einzige Kennwert, der sich überhaupt unterscheidet: Beide nennen zwölftausend Liter Durchfluss je Stunde, unterscheiden sich aber in sechsunddreißig gegen fünfundfünfzig Watt — und in einer Teichangabe, die um fünfzig Prozent auseinandergeht.
Was die Wattzahl beschreibt, ist die elektrische Leistungsaufnahme der Röhre. Was sie nicht beschreibt, ist die Strahlung, die ins Wasser gelangt, und die Zeit, die ein Wassertropfen ihr ausgesetzt ist. Weder Kontaktzeit noch Bestrahlungsstärke nennt ein Anbieter. Setzt man Wattzahl und Durchfluss ins Verhältnis, reicht die Spanne von rund zweihundertzwanzig bis rund achthundertzwanzig Litern je Stunde und Watt.
Für dieses Bauteil existiert immerhin eine eigene Gerätenorm. Was in ihr steht und was nicht, und warum die Werbeaussagen der Anbieter in diesem Cluster als Zitat und nicht als Kennwert geführt werden, behandelt der Ratgeber zu UVC-Klärern und Algen.
Ein dritter Punkt zur Wattzahl betrifft die Genauigkeit des Begriffs. Ein einziger Hersteller im Feld nennt getrennt die Leistung der Röhre und die Leistungsaufnahme des Geräts — elf Watt gegen dreizehn. Bei allen anderen steht eine einzige Zahl, aus der nicht hervorgeht, welche der beiden Größen gemeint ist. Für den Vergleich zweier Elf-Watt-Geräte ist das folgenlos; für die Einordnung eines Werts aus einem Datenblatt gegen einen aus einem Produkttitel nicht.
Bei zwei der neun Geräte ist die UVC-Einheit nicht im Filtergehäuse untergebracht, sondern liegt als eigenes Gerät mit eigenem Anschlusskabel im Karton. Das hat einen praktischen Vorzug, den kein Anbieter herausstellt: Ein getrenntes Gerät lässt sich einzeln ersetzen, eine im Gehäuse verbaute Kammer nicht. Umgekehrt entfällt bei der integrierten Bauweise eine zweite Zuleitung. Beides steht in keinem der Listings als Unterscheidungsmerkmal.
Eine Filterfeinheit in Mikrometern taucht am Pool bei einem beweglichen Gerät wieder auf, und dort in drei Schreibweisen für dieselbe Größe. Die Auswertung steht bei Feinheit und Saugleistung.
Die vierte Zahl: die Ersatzteilzusage
Sie wird selten verglichen und spreizt am weitesten. Ein Hersteller nennt eine Ersatzteilverfügbarkeit von zehn Jahren und wiederholt die Zusage im Aufzählungspunkt. Ein zweiter nennt drei Jahre Garantie und führt Ersatzteile mit eigenen Nummern und Explosionszeichnung. Ein dritter nennt zwei Jahre Garantie. Ein Gerät eines anderen Sortiments desselben Anbieters nennt ein Jahr Ersatzteilverfügbarkeit. Ein vierter sagt gar keine Dauer zu, führt aber beim Markeninhaber für jedes Gerät eine Ersatzteilliste mit eigenen Artikelnummern — bis hinunter zum Quarzrohr und zum O-Ring des Filterdeckels.
Die Spreizung um den Faktor zehn ist deshalb bedeutsam, weil bei einem Teichfilter die Verschleißteile die eigentliche Funktion tragen. Das Gehäuse hält lange. Die Schwämme verlieren ihre Struktur, und die UVC-Röhre verliert an Leistung, lange bevor sie ausfällt. Wenn sich für ein Gerät kein Ersatz beschaffen lässt, entscheidet ein Verschleißteil über die Lebensdauer der ganzen Anlage.
Bei einem Teichfilter ist die Ersatzteilzusage die Angabe mit der größten Spreizung und der geringsten Aufmerksamkeit. Zehn Jahre gegen ein Jahr — das ist mehr Unterschied als bei Durchfluss und UVC-Leistung zusammen.
Bemerkenswert ist der Kontrast zu den Angaben, die dieselben Hersteller sonst machen. Einer veröffentlicht zweiundzwanzig Kennwerte einschließlich einer vollständigen Wertetabelle über die Förderhöhe, der Schutzart und der Kabellängen beider Geräte. Ein zweiter nennt Ausgang und Schmutzausgang als Nennweiten, Eingangstüllen in drei Stufen, Nettogewicht und Außenmaße auf den Millimeter. Es fehlt also nicht an der Bereitschaft zu beziffern — es fehlt an einer Größe, die für Filterleistung vereinbart wäre.
Wo eine Wasserbehandlung rechtlich als Biozidanwendung gilt und wo nicht, ist eine Frage für sich. Am Pool ist sie ausformuliert — nachzulesen beim zugelassenen Wirkstoff und seiner Reinheit.
Die Normlage in drei Sätzen
Für Geräte am Gartenteich gilt DIN EN 60335-2-55 (VDE 0700-55) in der Ausgabe 2019-05, zwanzig Seiten, zuständig ist das Gremium DKE/UK 511.11. Für Geräte zur Wasserbehandlung durch UV-Strahlung gilt DIN EN 60335-2-109 (VDE 0700-109), ebenfalls Ausgabe 2019-05, achtundzwanzig Seiten, dasselbe Gremium, dazu eine Berichtigung aus dem Oktober 2020 und seit Dezember 2023 ein Überarbeitungsentwurf.
Beide sind Sicherheitsnormen. Weder ihr Titel noch der öffentlich gelistete Anwendungsbereich nennt Reinigungsleistung, Durchsatz oder eine Auslegung nach Teichgröße. Und die Beispielliste der Teichgerätenorm nennt Durchlüfter, Aquarienheizgeräte, Fütterungsautomaten und Schlammabsauger — einen Filter nennt sie nicht.
Das ist folgerichtig: Ein Filtergehäuse ohne UVC-Einheit hat gar keinen elektrischen Anschluss. Elektrisch sind an einer Teichfilteranlage nur die Pumpe und, falls vorhanden, die UVC-Einheit. Für das Bauteil dazwischen, in dem die eigentliche Filterung stattfindet, gilt keine der erhobenen Normen — und es gibt auch keinen unabhängigen Prüfbetrieb: Ein Koi-Fachhändler hält in seinem eigenen Vergleich fest, dass neutrale Prüfberichte nicht existieren und weder TÜV noch Stiftung Warentest bisher Teichfilter untersucht haben.
Für den Käufer folgt daraus kein Grund zur Beunruhigung, wohl aber einer zur Vorsicht bei Vergleichstabellen. Wo keine Prüfvorschrift existiert, ist jede Rangliste, die Geräte nach ihrer Teichangabe sortiert, eine Rangliste der Herstellerbehauptungen. Die Angaben dieses Clusters sind deshalb durchgehend mit ihrer Quelle versehen: Herstellerdatenblatt, Aufzählungspunkt des Listings oder strukturiertes Datenfeld — und bei Abweichungen steht beides nebeneinander.
Was im Filter steckt
Über die neun erhobenen Geräte hinweg kommen fünf Medienarten vor: Filterschwämme in unterschiedlichen Körnungen bei allen neun, Japanmatten bei zweien, ein Bioflächenelement bei einem, Bioballs bei einem und eine Wet-and-Dry-Einheit ebenfalls bei einem. Kein Gerät führt alle fünf.
Was durchgängig fehlt, ist jede Mengenangabe. Keiner der neun Anbieter nennt eine Besiedlungsfläche, keiner ein Volumen je Medium, keiner eine Porenzahl oder Körnung für seine Schwämme. Die sechs Volumenangaben, die sich finden lassen, beziehen sich alle auf den ganzen Behälter und reichen von acht bis rund sechzig Litern. Für ein und denselben Typennamen stehen dabei zwei verschiedene Werte im Markt — acht Liter beim einen Anbieter, sechzehn beim anderen.
Vergleichbar ist dafür etwas anderes: ob die Medien einzeln benannt und nachbestellbar sind. Ein Hersteller kennzeichnet seine vier Schwämme über Farben und listet sie farbsortiert mit Artikelnummern. Ein zweiter führt eine Teileliste mit Nummern. Bei den übrigen fehlt eine solche Liste. Welche Medien wo vorkommen und welche drei Angaben bei allen neun Geräten fehlen, führt der Ratgeber zu Filtermaterial und Biologie im Einzelnen auf.
Zwei Bauteile fallen als Verschleißteile besonders ins Gewicht, und beide sitzen im Filterraum: die Schwämme, die ihre Struktur verlieren, und die UVC-Röhre, die an Leistung verliert, lange bevor sie ausfällt. Bei einem Hersteller ist die Röhre mit eigener Artikelnummer als Ersatzteil geführt. Bei einem zweiten sind es die Schwämme, nach Farbe sortiert. Bei den übrigen sieben Geräten ist diese Frage aus den Unterlagen nicht zu beantworten.
Wer die Medienliste zweier Geräte nebeneinanderlegt, vergleicht deshalb die Vielfalt und nicht die Menge. Das reicht für eine Entscheidung zwischen zwei Bauarten und nicht für eine zwischen zwei Geräten derselben Bauart. Im Zweifel ist die Frage nach dem Ersatz die ergiebigere: Ein Medium, das sich mit einer Artikelnummer nachbestellen lässt, ist mehr wert als eines, das im Listing zwar aufgezählt, aber nirgends geführt wird.
Der Betrieb über die Saison
Drei Zeiträume bestimmen den laufenden Betrieb, und zu allen dreien schweigen die Anbieter fast vollständig. Keines der neun Geräte nennt ein Reinigungsintervall, keines eine Einfahrzeit, keines einen Austauschzeitpunkt für Medien oder Röhre. Die einzigen bezifferten Zeitangaben betreffen Garantie und Ersatzteilverfügbarkeit.
Drei Hersteller bieten stattdessen eine Verschmutzungsanzeige an, einer davon zusätzlich ein Thermometer — damit wird der Zustand ablesbar, statt geschätzt zu werden. Zwei Geräte beziffern die Nennweite ihres Schmutzausgangs, ein drittes beschreibt den Spülweg. Und vier nennen Wassertemperaturgrenzen: vier bis fünfunddreißig Grad bei drei Druckfiltern, fünf bis fünfunddreißig bei einem Durchlauffilter und acht bis vierzig bei einem zweiten — die einzigen Angaben im Feld mit Bezug zur Jahreszeit.
Wie sich die häufigsten Fehlerbilder eingrenzen lassen und warum es meist um einen der drei Zeiträume geht, behandelt der Ratgeber zu Filterreinigung und Einfahrzeit. Was den Winterbetrieb der Pumpe angeht, steht im Nachbarcluster unter dem Winterbetrieb der Pumpe.
Von den neun erhobenen Geräten liegt bei dreien eine Pumpe im Karton — bei einem Druckfilter und bei zwei Durchlauffiltern, die als Set verkauft werden. Bei den übrigen sechs ist die Pumpenwahl eine eigene Entscheidung, und sie ist keine nebensächliche.
Zwei Punkte hängen daran. Erstens entscheidet die Pumpe darüber, ob der Filter seinen genannten Durchsatz überhaupt sieht: Ein Druckfilter steht über dem Wasserspiegel, und wie viel bei dieser Höhe noch ankommt, hängt am Verlauf der Pumpenkennlinie. Zweitens entscheidet sie darüber, welche Partikelgröße im Wasser ankommt — eine Pumpe vor dem Filter muss den Schmutz durchlassen, den der Filter zurückhalten soll.
Keines der neun Listings nennt eine Anforderung an die Pumpe. Welche Kennwerte dort zählen — Fördermenge, Förderhöhe, Feststoffgängigkeit und Leistungsaufnahme im Dauerbetrieb —, behandelt der Nachbarcluster zu Teichpumpen, auf den die Artikel dieses Clusters an den passenden Stellen verweisen.
Das Vorgehen in vier Schritten
Erstens die Bauart klären. Soll der Filter unsichtbar sein und Wasser an einen höher gelegenen Punkt weitergeben, führt der Weg zum Druckfilter. Soll er von oben zugänglich sein, mehrere Medienarten getrennt führen und sich an einer Herstellerseite prüfen lassen, führt er zum Durchlauffilter.
Zweitens die Herstellerseite aufrufen. Bei einem Gerät stehen dort drei Auslegungsstufen statt einer, bei einem anderen zweiundzwanzig Kennwerte samt Ersatzteilliste. Bei den Druckfiltern führt er über einen Umweg: Das Datenblatt steht beim Markeninhaber, dessen Namen erst das Markenfeld des Listings verrät.
Drittens die vier Zahlen einzeln nehmen. Teichvolumen und Durchfluss gehören in zwei getrennte Zeilen, nicht in eine; die UVC-Leistung sagt nichts über die Filterleistung; und die Ersatzteilzusage entscheidet darüber, wie lange das Gerät zu betreiben ist.
Viertens bei fehlenden Angaben nachfragen. Drei von neun Geräten erwähnen den Fischbesatz nicht, sieben nennen kein Filtervolumen, keines eine Einfahrzeit. Die Antwort des Anbieters ist in diesen Fällen mehr wert als jede Faustregel aus dritter Hand — und ihr Ausbleiben sagt ebenfalls etwas.
Häufige Fragen
Welcher Teichfilter passt zu meinem Teich?
Was ist der Unterschied zwischen Druckfilter und Durchlauffilter?
Wofür steht die Zahl im Namen eines Teichfilters?
Gibt es eine Norm für Teichfilter?
Ist bei einem Teichfilter immer eine UVC-Einheit dabei?
Bedeutet eine höhere UVC-Leistung mehr Filterleistung?
Wie lange gibt es Ersatzteile für einen Teichfilter?
Brauche ich zum Filter noch eine Pumpe?
Änderungen an dieser Seite
Zuletzt redaktionell geprüft am .
- Nachtrag nach dem Livegang: Der Hub ist an die nachrecherchierten Herstellerdaten angepasst. Die Fischbesatz-Zählung steht jetzt bei sieben Halbierungen, einer Gleichsetzung und einem Schweigen. Die Volumenangabe ist von zwei auf sechs Werte erweitert, die Temperaturangaben von zwei auf vier, die Verschmutzungsanzeigen von zwei auf drei. Die Aussagen, für die CPF-Baureihe sei keine Herstellerseite auffindbar und bei einem Hersteller finde sich zur Ersatzteillage gar nichts, sind richtiggestellt: Die Datenblätter existieren, sie stehen beim Markeninhaber und nicht unter dem Namen im Listing. Die vier Kennzahlen des Clusters und die Normlage bleiben unverändert.
- Ersterstellung des Hubs. Führt die vier Kennzahlen des Clusters zusammen — Teichvolumen, Durchfluss, UVC-Leistung und Ersatzteilzusage — und stellt jeder die Frage nach ihrer Grundlage voran. Normlage: DIN EN 60335-2-55 (VDE 0700-55):2019-05, 20 Seiten, und DIN EN 60335-2-109 (VDE 0700-109):2019-05, 28 Seiten, beide Gremium DKE/UK 511.11, zur 2-109 zusätzlich Berichtigung 1:2020-10 und seit Dezember 2023 der Entwurf E DIN IEC 60335-2-109:2023-12. Beide sind Sicherheitsnormen; die Beispielliste der 2-55 nennt Durchlüfter, Aquarienheizgeräte, Fütterungsautomaten und Schlammabsauger, aber keinen Filter. Dazu die Gegenprobe eines Koi-Fachhändlers, dass neutrale Prüfberichte nicht existieren. Erhobene Spannweiten über neun Geräte: Teichangabe Faktor 10 (6.000 bis 60.000 l), Durchfluss von 2.400 bis 12.000 l/h, UVC 7 bis 55 W, Ersatzteilzusage Faktor 10 (1 bis 10 Jahre). Der Hub nennt beide Durchfluss-Widersprüche des Clusters: Händlertitel 18.000 l/h gegen Datenblatt 5.500 l/h, und Datenfeld 1.500 l/h gegen Bullet und Hersteller mit 2.500 l/h. Sperre D bestimmt auch diesen Text: keine Umrechnung zwischen Teichgröße und Filterleistung, keine Faustregel. Kein Normtext beschafft (C), keine Konformitätsaussage (A), keine Installationsanleitung (B), keine Tierhaltungsberatung (E), keine gesundheitliche Aussage zu UVC (F), keine Preise.
Verwendete Quellen
- [1]Oase BioSmart 18000 (56776) — Herstellerdatenblatt mit 5.500 l/h und der Staffel 18,0 / 9,0 / 4,5 m³ · abgerufen 2026-09-16
- [2]Pontec MultiClear Set 8000 (50239) — Herstellerseite mit 8.000 l ohne und 4.000 l mit Fischbesatz und 2.500 l/h · abgerufen 2026-09-16
- [3]T.I.P. WDF 10000 UV 11 (30495) — Datenblatt mit Kennlinienverlauf, Teichvolumen max. und zehnjähriger Ersatzteilzusage · abgerufen 2026-09-16
- [4]DIN EN 60335-2-55 (VDE 0700-55):2019-05 — Titel, 20 Seiten, Gremium und Beispielliste des Anwendungsbereichs · abgerufen 2026-09-16
- [5]DIN EN 60335-2-109 (VDE 0700-109):2019-05 — Titel, 28 Seiten, Gremium, Berichtigung 1:2020-10 · abgerufen 2026-09-16
- [6]Koi-Fachhändler zur Prüflage: keine neutralen Prüfberichte, weder TÜV noch Stiftung Warentest · abgerufen 2026-09-16
- [7]AquaOne CPF 30000 — Produktseite mit 60.000 / 30.000 l bei identischem Durchfluss zum kleineren Schwestergerät · abgerufen 2026-09-16
- [8]WilTec 50107 — Datenblatt des Markeninhabers zum SunSun CBF-350 mit „8.000 l/h drucklos“, 8–40 °C und rund 60 l Filtervolumen · abgerufen 2026-09-16